Donnerstag, 13. Juni 2019

Portfoliocheck: Campbell Soup versalzt Daniel Loeb die Bilanz. Noch...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 38. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Im ersten Quartal 2019 hat er einige seiner Positionen, die er vor dem Jahresende im Kurzzeit-Crash glattgestellt hatte, wieder aufgebaut. Darunter United Technologies, Marathon Petroleum und Netflix. Nicht aktiv geworden ist Daniel Loeb hingegen bei seiner drittgrößten Position Campbell Soup, doch dort kommt der Turnaround unter dem neuen CEO Mark A. Clouse und etlichen Spartenverkäufen nun endlich so ins Laufen, wie sich Loeb das vorgestellt hatte. Naja, so in etwa...

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Anfang vom Ende: Finanzinvestor KKR macht bei Axel Springer jetzt Ernst mit der Übernahme

Die Aktie des früheren Verlagshauses und heutigen Content-Media-Unternehmens Axel Spinger litt längere Zeit unter einer schwierigen Lage im Printbereich und seine forcierten Umbau hin zu einem digitalen Media-Powerhouse. Denn dieser Umbau kostet viel Geld. Geld für Umstrukturierungen, Geld für Übernahmen. Zuletzt hatte der Aktienkurs aber einen (ersten) Freudensprung gemacht, nachdem der Medienkonzern Meldungen bestätigte, mit US-Finanzinvestor KKR & Co. über einen Einstieg zu verhandeln.

Heute dann folgte der nächste Kurssprung, denn KKR macht jetzt Nägel mit Köpfen und hat ein formales Angebot an die freien Axel Springer-Aktionäre unterbreitet. Doch das dürfte erst der Anfang gewesen sein für das Börsenende des MDAX-Konzerns...

Montag, 10. Juni 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 23. Börsenwoche im Rückspiegel mit Blue Cap, Datagroup, DIC Asset, Microsoft, Salesforce.com, Softbank Group, TTL Beteiligung, Western Digital

Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die Welt-Leitbörse und an ihrem Wohl und Weh hängen die Kurse der übrigen Börsen der Welt. Ob Japan, China, London, Paris oder Frankfurt. Und US-Präsident Donald Trump ist der Taktgeber der US-Börsen und damit der Weltfinanzmärkte, selbst wenn er den Takt öfter wechselt, als andere Leute ihre Unterwäsche. Und musikalisch ist er auch nicht besonders. Trotzdem führt an ihm kein Weg vorbei und auch in der letzten Woche hat er wieder den Taktstock geschwungen und die Börsen in Atem gehalten; Moll und Dur im steten Wechselfieber...

Börsenweisheit der Woche 23/2019

"Dies ist einer der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren: Konzentriere dich auf die Unternehmen und nicht auf die Aktien."
(Peter Lynch)

Sonntag, 9. Juni 2019

Blue Cap-HV (fast) ohne Showdown aber mit Überraschungen und neuen Erkenntnissen

Bei der Münchner Beteiligungsgesellschaft Blue Cap fand kürzlich die Hauptversammlung statt und im Vordergrund stand nicht der Geschäftserfolg des Vorjahres, sondern vor allem war mit Spannung erwartet worden, wie sich der neue Großaktionär PartnerFonds verhalten würde, nachdem es im vergangenen halben Jahr ja zu harten Auseinandersetzungen gekommen war. Und auch, welchen Einfluss PartnerFonds neue Großaktionäre ausüben könnten. Und würden...

Vorab möchte ich feststellen, dass ich nicht persönlich an der Hauptversammlung teilgenommen habe. Allerdings liegen mir inzwischen mehrere Berichte über den Verlauf vor und die widersprechen sich kaum was die Vorgänge angeht, jedoch kommen die Berichterstatter zu teilweise konträren Einschätzungen. Auf Basis dieser "gesicherten Faktenlage aus erster Hand" rücke ich die Vorgänge und HV-Ergebnisse in mein Bild der Dinge ein und adjustiere meinen Investmentcase zur Blue Cap AG.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Überraschung mit Folgen: DIC Asset übernimmt GEG von der TTL Beteiligungs AG und KKR

Im Bereich der Immobilien setze ich ja vor allem auf Gewerbeimmobilien und Asset Manager. Daher habe ich mit der DIC Asset AG, Godewind Immobilien, Patrizia und TTL Beteiligungs- und Grundbesitz vier Eisen im Feuer, die sich hervorragend ergänzen und das gesamte Spektrum abdecken. Bis jetzt. Denn heute morgen kamen DIC Asset und TTL mit echten Hammernews um die Ecke, die eine neue Einschätzung meiner Investmentcases und eine Neujustierung meiner Immobilieninvestments nötig mach(t)en...

Dienstag, 4. Juni 2019

Portfoliocheck: Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller geht T-Mobile ins Netz

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 37. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit wenigen, ausgesuchten Werten. Im ersten Quartal 2019 hat Druckenmiller sein Portfolio kräftig aufgestockt, denn seine 100-Millionen-Put-Spekulation auf Tesla hat sich richtig ausgezahlt. Und auch Salesforce hat er nun komplett verkauft und so zusätzliche 8,5% Depotanteil für neue Investments freigeräumt. Hier setzt er neben einem weiteren Zukauf bei seiner mit Abstand größten Position Microsoft nun vor allem auf T-Mobile US, die Tochter der Deutschen Telekom, die sich vom Milliardengrab zur Cashcow gemausert hat und vor der Übernahme des Wettbewerbers Sprint steht, einer Tochter der Softbank Group...

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Disclaimer
Microsoft, Salesforce und Softbank Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 3. Juni 2019

Kissigs Kunstfehler: Second Level Thinking - Denk nach. Nochmal. Weiter. Ernsthaft!

Manchmal ist es kaum noch auszuhalten, so viel Blödsinn muss man lesen. Oberflächlichen Mist, flachgeistige Prognosen, minderbemittelte Einschätzungen ohne jeden Tiefgang und 'Analysen', die man allenfalls noch als niedrigschwellige Perversion einer Analyse durchgehen lassen könnte. Ein Trauerspiel und auch noch ein kostspieliges, was die Ressourcen Zeit und Geld angeht. Denn zumeist liest man nur oberflächliches Nachplappern des Mainstream-Gedankenguts, also genau das, was jedermann bei einer Nachricht als erstes durch den Kopf geht, die erste Schlussfolgerung - und was deshalb auch gar nicht als 'Erkenntnis' weiter verbreitet werden müsste sollte. Der Mehrwert ist gleich Null.

»Kurzfristige Marktprognosen sind Gift und sollten an einem sicheren Ort aufbewahrt werden fernab von Kindern und auch von Erwachsenen, die sich an der Börse wie Kinder verhalten.«

Leider hören 95% der Menschen nach diesem ersten voltschwachen Gedankenblitz auf mit dem Denken und haben sich ihre abschließende Meinung gebildet. Sie denken quasi genau von 12 Uhr bis Mittag und keine Sekunde weiter. Und nur wenige von ihnen sie danach noch bereit in der Lage, diese (vorgefasste) Meinung zu revidieren. Der perfekte Nährboden für latente Ignoranz. Und wenn dann die seichtgeistigen Ergüsse großer Teile der Finanzpresse auch noch die eigenen ebenso oberflächlichen Überlegungen bestätigen, dann geht es richtig ans Eingemachte: nämlich ans Geld.

»Viel mehr Anleger gehen davon aus, dass sie die künftige Richtung von Volkswirtschaften und Märkten kennen - und handeln auch so - als dies tatsächlich der Fall ist. Sie gehen aggressiv vor, weil sie zu wissen glauben, was auf sie zukommt, und das führt selten zu den gewünschten Ergebnissen. Investitionen auf der Grundlage fester, aber falscher Prognosen sind eine Quelle erheblicher potenzieller Verluste.«
(Howard Stanley Marks)

Denke nach, denke weiter, denke richtig!

Doch es gibt auch diejenigen Wenigen, die - bewusst oder unbewusst - tiefschürfender nachdenken und sich nicht mit dem ersten mentalen Schnappreflex zufrieden geben. Star-Investor Howard Stanley Marks nennt dies "Second Level Thinking" und es ist genau jenes Denken, das uns die wirklichen Erkenntnisse über Chancen und Risiken bringt. Nicht nur bei Aktieninvestments, aber hierbei in besonderem Maße. Denn die (erste) Kursreaktion basiert fast immer und ausschließlich auf dem Mainstream-Schnappreflex und sie bietet dadurch nicht selten besondere Chancen für die 'Weiterdenker'. Beispiel gefällig?

Börsenweisheit der Woche 22/2019

"Reich ist man erst dann, wenn man sich in seiner Bilanz um einige Millionen Dollar irren kann, ohne dass es auffällt."
(Jean Paul Getty)

Sonntag, 2. Juni 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 22. Börsenwoche im Rückspiegel mit 3U Holding, Axel Springer, KKR & Co., Teva Pharmaceuticals

Ich kann Donald Trump nicht gerade gut leiden, weder sein Auftreten noch seinen Charakter. Allerdings hat er (damit) ziemlichen Erfolg und das nötigt mir schon Respekt ab. Dass ich hier im Blog in letzter zeit so regelmäßig über ihn berichte, liegt aber weniger an einem von mir entwickelten Fetisch, sondern leider an seinem immer unduldsameren Benehmen. "The Don" verhält sich immer öfter wie ein Mafia-Pate und auch wenn er sich bevorzugt als "Deal-Maker" hinstellt, ist er doch eher ein (Klein-) Krimineller, der mit Nötigung und Erpressung zu Werk geht. Denn unter seriösen Geschäftsleuten gilt die eiserne Regel, die schon aus der Römerzeit stammt: "Pacta sunt servanda": Verträge sind einzuhalten. Und diese Vertragstreue kümmert "The Don" nicht, er bricht Verträge, wie es ihm beliebt, er zwingt Partner, Verbündete, Freunde zu neuen Verträgen, die nicht in ihrem Interesse sind, weil er ihnen mit erheblichen Sanktionen droht, falls sie nicht nachgeben. Und wenn sie es dann tun und neue Verträge mit ihm schließen, hindert ihn das nicht daran, kurze Zeit später wegen eines anderen Sachverhalts mit den gleichen Drohungen zu agieren und sogar die gerade getroffenen Regelungen zu brechen - wie in den letzten Tagen mit Mexiko. Genau so hat es auch das Römische Imperium gemacht mit den ganzen germanischen Volksstämmen, die vor 1.500 Jahren an seine Grenzen gespült wurden. Und abseits der kurzfristigen "Erfolge" bei einzelnen Scharmützeln hat die Geschichte eindrucksvoll gezeigt, wie diese Strategie voll nach hinten losgeht: wenn sich nämlich genügend ihrer Opfer nicht mehr einschüchtern lassen, weil der Leidensdruck zu einem noch größeren Übel geworden ist, als ihnen ohnehin droht. Mit dem Ergebnis, dass die Germanen das Römische Imperium in den Staub getreten haben.

Man kann politisch von Donald Trump halten, was man will. Auch ich kann einigen seiner Überlegungen und Ziele einiges abgewinnen. Aber nicht seinen Methoden. Und ähnlich ergeht es der Börse, die von Trumps rüden Attacken ein ums andere Mal kalt erwischt wird. Daraus resultiert ein Klima der Angst, der Unsicherheit, und das ist seit jeher ein Feind der Wirtschaft und der Börsen. "Unsere Welt"...

Montag, 27. Mai 2019

Börsenweisheit der Woche 21/2019

"Es ist mir egal, ob es sich um ein großes, mittelgroßes oder ein kleines Unternehmen handelt. Es macht keinen Unterschied. See's Candy bei 25 Millionen Dollar war Mikro, als wir boten. Die einzig wichtigen Fragen sind: verstehe ich das Geschäft, mag ich die Leute, die es betreiben und ist der Preis attraktiv?"
(Warren Buffett)

Sonntag, 26. Mai 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 21. Börsenwoche im Rückspiegel mit Apple, Blue Cap, Cisco Systems, Softbank Group

"Die Geister, die ich rief, ich werd' sie nicht mehr los..." stammt aus Goethes "Der Zauberlehrling" und nichts liegt mir ferner als Johann Wolfgang von Goethe mit Donald Trump zu vergleichen! Doch das permanente Säbelrasseln und weltweite Brändelegen des Donaldissimo erzeugt zunehmend erhebliche - und dauerhafte - Kollateralschäden. Und damit meine ich nicht nur Politikverdrossenheit, internationale Spannung und Kriegsangst, sondern handfeste Einbußen und nachhaltig eingetrübte Geschäftsaussichten von Unternehmen. Es betrifft nicht alle, aber doch einige. Und zwar auch Giganten, wie Apple oder Cisco Systems aus den USA. Und dabei geht es weit mehr als um ein paar - vorübergehende - Strafzölle.

Auf die aktuelle "Earnings Season" in den USA hat das noch relativ geringe Auswirkungen, aber natürlich auf die Ausblicke der Unternehmen für den Rest des Jahres. weiter und in Deutschland nimmt die Dividendensaison Fahrt auf. Mit entsprechenden deutlicheren Kursschwankungen bei den betroffenen Werten. Und auch wenn Quartalsergebnisse kein Maßstab für langfristig orientierte Anleger sind, prägen sie doch auf kurze Sicht den Kursverlauf einer Aktie. Und das bietet Chancen und Risiken...

Samstag, 25. Mai 2019

China: Droht Apple jetzt eine Dekade des Siechtums?

Den Iphone-Konzern Apple habe ich bereits zum zweiten Mal auf meiner Beobachtungsliste und zum zweiten Mal ziehe ich nun die Reißleine. Bei meinem ersten Einstieg Mitte 2014 war der Kurs dramatisch eingebrochen und ich habe das als Chance erkannt. Denn neben einer neuen Iphone-Generation stand der Markteintritt in China unmittelbar bevor. Nach relativ kurzer Zeit stand eine Kursverdopplung in den Büchern und ich habe dann meine Aktien glatt gestellt, weil das Iphone meine Erwartungen übertroffen und der restliche Konzern sie unterboten hatte. Im Ergebnis hatte sich ein enormes Klumpenrisiko für Apple ergeben, weil man fast 90% seiner Gewinne mit nur einem Produkt einfuhr: dem Iphone. Vor etwas mehr als einem halben Jahr wagte ich dann den erneuten Einstieg, da Apple große Fortschritte dabei machte, seine Erlöse und Gewinne aus anderen Bereichen zu erhöhen. Daher reduzierte sich das Klumpenrisiko des Iphones und die zunehmende Stärke des Servicegeschäfts gab für mich den Ausschlag, wieder bei Apple an Bord zu kommen. Frei nach John Maynard Keynes hatte sich die Faktenlage geändert und daher änderte ich meine Meinung.

Und nun... tja, es gibt eine erneute erhebliche Veränderung der Faktenlage und dieses Mal nicht zum Guten für Apple. Daher habe ich - erneut - meine Meinung geändert. Dass dazwischen nur gute acht Monate liegen, ist für mich dabei unwesentlich. Als Value Investor ist nicht die Anlagedauer entscheidend oder etwa ein gnadenloses Festhalten an einer Position. Nein, es geht darum, die Gewinne laufen zu lassen, wenn man richtig liegt, und die Verluste bzw. Risiken zu reduzieren, wenn man falsch liegt. Wie es seit Kurzem bei Apple wieder der Fall ist...

Freitag, 24. Mai 2019

Portfoliocheck: Ja doch, Buffett kauft jetzt auch Amazon. Doch da steckt viel mehr dahinter...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 36. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Die Performance dieses wohl weltbesten Investors ist atemberaubend; er legte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hin. In dieser Höhe und über eine solch langen Zeitraum ist das fast unerreicht.

Im vierten Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert, aber dafür durchaus Interessantes offenbart. Denn nachdem Buffett sich wiederholt sehr beeindruckt über Jeff Bezos und seinen visionären Erfolg geäußert hat, offenbarte Berkshire nun erstmals einen milliardenschweren Kauf von Amazon-Aktien. Und dahinter steckt doch einiges mehr, als einfach nur "Buffetts neue Lust auf Technologieaktien"...

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Disclaimer
Amazon und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 21. Mai 2019

Portfoliocheck: Chuck Akre investiert auf lange Sicht und noch mehr in American Tower

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 35. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger und hält nichts von hektischer Betriebsamkeit; er denkt lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Auch im ersten Quartal 2019 hat Chuck Akre nur bei wenigen Positionen Änderungen vorgenommen; es dominieren mit einem Anteil von 45% weiterhin die Finanzwerte vor Communication Services mit 20% und zyklischen Konsumwerten mit 12%. Seine zweitgrößte Position ist mit American Tower einen Spezial-REIT, mit dem er auf den anhaltenden Boom beim mobilen Internet setzt - und auf 5G...

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Disclaimer
American Tower befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 20. Mai 2019

Börsenweisheit der Woche 20/2019

"Man wird nicht über Nacht zu einem großartigen Investor, da die wichtigsten Lektionen nicht unterrichtet werden können. Sie müssen erlebt werden. Der beste Weg das Investieren zu lernen, ist das Investieren."
(Ian Cassel)

Sonntag, 19. Mai 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 19. und 20. Börsenwoche im Rückspiegel mit Arista, Aumann, Cisco, Fintech Group, Hello Fresh, IAC InterActiveCorp., Match Group, MBB, Nynomic, Rocket Internet, SBF, Teva Pharmaceuticals

Nach dem "Aussetzer" am letzten Wochenende gibt es in dieser Woche wieder meine Klookschietereien. Und man kann feststellen, dass die "politischen Börsen" zurück sind, nachdem Donaldissimo zunächst den US-China-Handelskrieg zugespitzt hat, mit Börsenturbulenzen im Gefolge, um wenig später wieder etwas zurückzurudern. Die - nicht ganz so starke - Erhöhung an den Weltbörsen zeigt, wie psychisch instabil die Märkte sind, und was ein Egomane an der Spitze einer Weltmacht anrichten kann.

Daneben läuft die "Earnings Season" in den USA weiter und in Deutschland nimmt die Dividendensaison Fahrt auf. Mit entsprechenden deutlicheren Kursschwankungen bei den betroffenen Werten. Und auch wenn Quartalsergebnisse kein Maßstab für langfristig orientierte Anleger sind, prägen sie doch auf kurze Sicht den Kursverlauf einer Aktie. Und das bietet Chancen und Risiken...

Donnerstag, 16. Mai 2019

Blue Cap und PartnerFonds: So oder so könnte das noch was werden...

Gerade erst haben sich die Gewitterwolken bei Blue Cap etwas aufgehellt, nachdem man auf Entspannungskurs zum Großaktionär PartnerFonds AG gegangen ist und sich ein einvernehmlich(er)es Vorgehen abzeichnet: Dr. Schubert wird als Blue Cap-CEO von Bord gehen und der Vorstand bis zum Jahresende auf bis zu drei Mitglieder ausgeweitet. Daneben wird der Aufsichtsrat um einen auf vier Posten erweitert und die beiden jetzt von PartnerFonds vorgeschlagenen Kandidaten finden auch die Unterstützung von Dr. Schubert/Blue Cap. Einer von ihnen gehört zum Evoco-Team, die seit Kurzem mit 18,34% der Anteile neuer größter Aktionär bei der PartnerFonds AG sind (vor Dr. Schubert mit rund 8%).

Anlässlich des Frankfurter Eigenkapitalforums hat Dr. Schubert sich zur künftigen Zusammenarbeit der beiden drei Unternehmen geäußert und deutlich gemacht, dass eine wie auch immer geartete Verschmelzung von Evoco oder Blue Cap mit PartnerFonds ausgeschlossen sei. Soweit so gut. Doch es bleibt - vor allem aus Sicht der Blue Cap-Aktionäre - die Frage, wie es dann weitergehen soll, zumal der hohe Abschlag des Aktienkurses auf den NAV (17,50 zu 30 Euro) ja maßgeblich an diesen unsicheren Zukunftsaussichten hängt. Und genau dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht...

Mittwoch, 15. Mai 2019

Navigator Equity Solutions: Gewinne und Geldsegen mit Folgen - kommen Aktienrückkäufe oder eine (feindliche) Übernahme?

Die Beteiligungsgesellschaft Navigator Equity Solutions SE hat ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht und im Anschluss auch über die wichtigsten anstehenden Veränderungen, nachdem sie im ersten Quartal 2019 den überwiegenden Teil (51%) ihrer größten Beteiligung IT Competence Group  verkauft hat.

Des Weiteren hat sich Navigator im ersten Quartal von weiteren Beteiligungen getrennt und dabei weitere Gewinne eingefahren. Da bisher die ITC in der Navigator-Bilanz konsolidiert wurde, wird die Entkonsolidierung natürlich kräftige Auswirkungen haben. So entfallen die Umsätze und Gewinne (oder ggf. Verluste) der ITC; die nicht der Navigator zuzurechnenden Anteile des Gewinns waren zuvor als Minderheitenanteile am Ende abgezogen worden. Für den verbliebenen restlichen ITC-Anteil in Höhe von 22% gibt es eine Verkaufsvereinbarung, so dass diese auch in absehbarer Zeit ganz aus den Navigator-Büchern verschwinden wird - bis auf den Verkaufspreis natürlich, und den daraus nochmals zu erwartenden Gewinn, der je nach Preis zwischen 2,0 Mio. und 3,6 Mio. Euro liegen wird. Bleibt die Frage, was nun mit dem ganzen Geld passieren soll...

Dienstag, 14. Mai 2019

Portfoliocheck: Value Investor Frank Sands heißester Flirt ist die Match Group

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 34. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben) sowie ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

In seinem Portfolio setzt er den Schwerpunkt bei den großen Profiteuren des boomenden Internethandels wie Amazon, Alibaba und VISA, aber auch auf Netflix und die Google-Mutter Alphabet. Seit Kurzem setzt Frank Sands auch auf die zu 81% der Beteiligungsgesellschaft IAC InterActiveCorp. gehörende Match Group, den führenden Dating-Spezialisten mit 45 Tochterunternehmen und Apps wie Tinder, Hinge, LoveScout24 oder neu.de. Da haben sich zwei gefunden...

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Disclaimer
Alphabet, Amazon, IAC InterActiveCorp. Match Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 13. Mai 2019

Blue Cap: Neuer Player mischt die Karten neu. Deeskalation oder (nur) die Ruhe vor dem Sturm?

Bei der Beteiligungsgesellschaft Blue Cap ist richtig Leben drin. Weniger im operativen Business, das gewohnt souverän läuft, wie die 2018er Jahreszahlen belegt hatten, als vielmehr im Ringen um Macht und Einfluss.

Denn nachdem Dr. Hannspeter Schubert, Macher und CEO der Blue Cap AG, mit 44% den größten Teil seines Aktienpakets an die PartnerFonds AG verkauft hatte, war eigentlich ein einvernehmliches Zusammengehen der beiden Gesellschaften unter dem Dach der Blue Cap AG angedacht. Daraus wurde bekanntlich ja nichts; es gab vielmehr eine unschöne Eskalation, bei der auch mit harten Bandagen gekämpft wurde. In den letzten Tagen gab es nun gleich mehrere Entwicklungen, die aufhorchen lassen...

Börsenweisheit der Woche 19/2019

"Der beste Weg, um über Investitionen nachzudenken, ist, alleine in einem Raum zu sein und zu lesen und dann darüber nachzudenken, was man gelesen hat. Wenn Sie denken, dass es so nicht funktioniert, entgegne ich, dass es anders nicht funktioniert."
(Warren Buffett)

Donnerstag, 9. Mai 2019

Softbank im (News-) Rausch: Starke Zahlen, IPO-Pläne, neuer Fonds, Dividendenverdopplung...

Der japanische Beteiligungs- und Venture Capital-Konzern Softbank Group hat hervorragende Zahlen für das am 31.3.2019 abgelaufene Geschäftsjahr 2018 vorgelegt.

Noch interessanter dürften allerdings einige im Umfeld der Zahlenvorlage lancierte weiterer Nachrichten und Entwicklungen sein, die sich um ein IPO drehen, einen Aktiensplit, einen Dividendenverdopplung, einen neuen 100-Milliarden Venture Capital Fonds und ein Aktientauschgeschäft bei Yahoo! Japan. Und jede einzelne dieser Meldungen könnte sich merklich auf das Business von Softbank auswirken und dürfte dem entsprechend auch für die Kursentwicklung nicht unerheblich sein. Schon gar nicht in Summe...