Dienstag, 1. Januar 2019

2019 wird ungemütlich bärenstark. Und hat wohl noch so einiges mehr zu bieten...

Vor einigen Tagen habe ich mich in meinem Jahresrückblick "2018 im Rückspiegel: Rekord, Korrektur, Allzeithoch, Börsencrash - und ein Rekordminus" mit den Entwicklungen des letzten Jahres befasst und mit diesem Jahresausblick auf 2019 wage ich den Blick nach vorn auf das neue Jahr.

Die Bären haben die Börsen fest im Griff, die Kurse sind rund um den Globus massiv eingebrochen, fast überall deutlich zweistellig. "Passiert" ist dabei eigentlich noch nichts, aber es herrscht ein Klima der Angst. Und Emotionen sind die wahren Triebfedern, nicht Fakten oder Ratio. Und es gibt durchaus einiges zu (be)fürchten.

»Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt.«
(Ralph Waldo Emerson)

Die Konjunktur in den USA läuft auf Hochtouren und die amerikanische Notenbank FED hebt sukzessive die Zinsen an. Das könnt sich bremsend auf die Kreditvergabe und die Konjunktur auswirken. Die weltweite Verunsicherung wegen des von US-Präsident Trump angezettelten Wirtschaftskriegs mit allen, vor allem aber China, schlägt inzwischen auch in die Realwirtschaft negativ durch und die Wachstumsprognosen werden überall revidiert. Der Shutdown der US-Behörden wirkt sich auch nicht stabilisierend aus.

In Europa droht der Hard-Brexit und vor den Folgen haben alle Angst. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone ist niedrig und Deutschland strauchelt. Die Bankenkrise ist in Europa noch nicht ausgestanden und Populisten drohen mit EU-Konfrontationskurs. Pessimismus allerorten, man hört fast nichts anderes mehr. Und so geht es ab ins Jahr 2019. Aber was bedeutet das nun für die Börse? Und alles andere?


Eine der Grundregeln an der Börse lautet, dass es anders kommt, als alle denken. Und momentan sind alle negativ eingestimmt, alle warten auf die Rezession, auf einen (weiteren) Kurseinbruch. Dem entsprechend habe viele ihre Aktien ganz oder teilweise verkauft und das Abwärtspotenzial dürfte daher begrenzt sein. Deutlich begrenztes jedenfalls als noch vor drei Monaten, als die US-Börsen auf Allzeithoch notierten.

Fear and Greed Index latent im Panikmodus
Quelle: https://money.cnn.com/data/fear-and-greed
Der Fear an Greed Index von CNN Money notiert seit Wochen im Bereich extremer Angst und startet tiefrot bei 12 Punkten in das Jahr 2019. Um Weihnachten herum stand er sogar bei rekordverdächtig niedrigen 2 Punkten!

Momentan wird alles negativ wahrgenommen und jede positive Meldung schlicht ignoriert. Wie die deutlichen Entspannungstendenzen im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Wie das Abflauen des Kämpfe in Syrien. Wie das Absacken des Ölpreises und damit das Absinken der Inflationsraten und entsprechend wenig(er) Potenzial für weitere Zinserhöhungen. Wie das Ende des Budgetstreits zwischen Italien und der EU und entsprechend das (zumindest vorübergehende) Ende der Befürchtungen, Italien könnte die EU oder zumindest den Euro verlassen wollen. Wie das baldige Wiedererstarken der Kfz-Verkaufszahlen der deutschen Autobauer (und deren vorübergehende Produktionsrückgänge haben den größten Anteil am Rückgang des BIP im dritten und wohl auch vierten Quartal 2018 zu verantworten).

»Bullenmärkte werden im Pessimismus geboren; sie wachsen bei Skepsis, reifen im Optimismus und sterben bei Euphorie«
(Sir John Templeton)

Und der Brexit? Naja, selbst wenn er denn hart kommt, was wird dann am nächsten Tag geschehen? Wird die Sonne nicht mehr aufgehen? Wird Großbritannien in der Nordsee versinken? Ne, nix wird passieren. Wir alle haben uns bereits monatelang an den Gedanken gewöhnt und konkret wird man Folgen erst nach einiger Zeit spüren und das auch nur moderat und partiell. Die Unternehmen werden sich anpassen und das war's. Und falls es keinen harten Brexit geben sollte, dann werden wir alle positiv überrascht. Also kein wirklicher Grund zur Panik. Vor allem für die Börse muss man nicht blutrot sehen, denn all diese düsteren Szenarien wurden doch in den letzten Wochen ausgiebig eingepreist. Es kann also eigentlich nur besser werden...

»Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich je für oder gegen einen Zukauf aufgrund von Makrofaktoren entschieden habe. (...) Investoren sollten sich nicht zu viele Gedanken um volkswirtschaftliche Daten machen. Sie sollten sich einfach in ein gutes Unternehmen einkaufen und alles andere für zehn Jahre vergessen. (...) John Maynard Keynes hat im Grunde gesagt: 'Versuche nicht herauszufinden, was der Markt tut. Such dir ein Unternehmen heraus, das du verstehst, und konzentriere dich darauf'.«
(Warren Buffett)

Mit diesen Gedanken Warren Buffetts wenden wir uns nun dem Value Investing zu.

Es gibt einige Megatrends die auch 2019 weiterlaufen werden und an der Börse gilt "the trend is your friend". Das bezieht sich eigentlich auf die Chartanalyse, aber diesen Hokuspokus meine ich natürlich nicht. Ich meine, dass die großen Trends für Investoren gute Chancen bieten, wenn sie auf die Unternehmen setzen, die von ihnen profitieren und diese dann zu einem vernünftigen Preis einkaufen.

Einige wesentliche dieser Trends sind

  • die wachsende Bedeutung der Cybersecurity,
  • Ausbau der Netzinfrastruktur (Glasfaser und 5G) und des Internet of Things,
  • die Abkehr weg vom Bargeld hin zu Online- und Mobile-Payment-Lösungen,
  • der Verlagerung in die Cloud,
  • SaaS (Software as a Service),
  • E-Mobilität,
  • autonomes Fahren,
  • regenerative Energien.

Ich werde auf den einen oder anderen dieser Trend setzen, sowohl mit meinen Quality Investments, als auch bei einigen meiner Nebenwerte.


Meine Quality Investment-Favoriten für 2019


Meine Favoriten sind alles "alte Bekannte".


Hier geht es zum Analysetool...
Cloud

Mit Amazon und Microsoft setze ich auf die beiden führenden Unternehmen im Cloud-Business. Amazon ist mit AWS absoluter Marktführer und wächst mit mehr als 40% pro Jahr, während Microsoft mit Azure über 70% zulegt. Microsoft setzt hier weniger auf Masse wie AWS, sondern vor allem auch höherpreisige Qualitätsdienste.

Payment

MasterCard und PayPal sind hier führend, aber auch Amazon ist hier ein bedeutender Player. Weniger wegen AmazonPay, sondern weil Amazon das Fulfillment für viele Unternehmen übernimmt und diesen auch Konten, Buchführungsdienstleitungen sowie Kredite zur Verfügung stellt.

Software as a Service

Microsoft mit Office und Windows sowie Adobe mit seinen Grafikprogrammen setzen hier Standards mit extrem hohen Margen und entsprechend großen Cashflows, die vor allem in Aktienrückkäufen münden.

Über das High-Tech Stock Picking-Wiki setze ich zudem auf besonders interessante High-Tech-Nebenwerte und auch ein bisschen auf einen Rebound der China-Techwerte.


Meine Nebenwertefavoriten für 2019


Datagroup

Der IT-Dienstleister Datagroup ist eine meiner ältesten und erfolgreichsten Empfehlungen. Seine starkes Wachstum stemmte Datagroup durch operative Erfolge, aber auch insbesondere durch die erfolgreiche Integration einer Vielzahl von Übernahmen, wobei man immer das nötige Gespür für den richtigen Trend in der IT-Welt zeigte. Mit der noch recht jungen Sparte für Banken und Finanzdienstleister, die auf der Übernahme der entsprechenden Aktivitäten der IKB fußt, hat Datagroup einen echt großen Wurf gelandet, wie die Abschlüsse mit der NRW.Bank und der BayernInvest belegen. Dass man hier so schnell so große Erfolge einfahren kann, spricht eindeutig für das Erfolgsmodell Datagroup. Denn die meisten Übernahmen scheitern, doch bei Datagroup gehören sie seit jeher zum Geschäftsmodell - und die bisherigen mehr als 30 Übernahmen sind eine einzige Erfolgsgeschichte. Aber auch das Brot-und-Butter Geschäft mit der Corbox-Paketlösung läuft auf vollen Touren; basierend auf Corbox wurden im vergangenen Geschäftsjahr 20 große Neukunden gewonnen, bei 14 Bestandskunden wurde der Leistungsumfang erweitert. Insgesamt erwirtschaftet Datagroup mit 160 Outsourcing-Verträgen einen Anteil von rund 60% der Erlöse und ist somit auf gutem Weg, bis zum Geschäftsjahr 2020/21 auf über 220 Corbox-Verträge zu kommen. Nachdem man 2016/17 zweimal und 2017/18 einmal die eigenen Prognosen anheben musste, konnte man mit einem Zuwachs beim EBITDA um 27,4% glänzen und einer auf 12,6% erhöhten EBITDA-Marge. CEO und Mehrheitseigner Max Schaber kauft weiter Aktien zu und künftig mischt sich noch ein Schuss Übernahmefantasie mit ins Bild; nach langer Zeit ist Datagroup wieder zu KGVs von deutlich unter 20 zu bekommen und dürfte beste Chancen auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 haben.

Funkwerk

Funkwerk ist als Ausrüster für Funksysteme für den Bahnverkehr, Infoanzeigen in Bahnhöfen oder auch Videoüberwachungsanlagen tätig und hier tut sich ein enormer Markt auf, weil die Bahn massiv (digital) aufrüsten muss. Und will. Für die nächsten Jahre peilt man ein Wachstum von 3 bis 5% an und will 2025 dann ein Umsatz von über 100 Mio. Euro erzielen. Zusätzlich möchte man sich anorganisch verstärken durch Zukäufe und schaut man vor allem im Bereich Videosysteme, aber bisher waren Funkwerk die Bewertungen im Markt als zumeist zu hoch - was sich nun eher relativiert haben sollte, so dass man vielleicht doch bald zuschnappen kann. Apropos zuschnappen... auch Großaktionär Hörmann könnte den ausstehenden Restbestand an Funkwerk irgendwann doch noch einsacken wollen. Und dann dürfte ein sattes Aufgeld fällig werden auf den aktuellen Kurs, denn Funkwerk stapelt weiterhin (zu) tief bei seinen sehr konservativen Prognosen; die Rückstellungen bedient man jedenfalls seit Jahren mit dem maximal zulässigen und schafft hier einiges an zusätzlichen Reserven für die kommenden Jahre (wenn die Rückstellungen dann irgendwann anteilig ergebniswirksam wieder aufgelöst werden müssen).

Mittelfristig sollte der Kurs eher Richtung 20 Euro streben, als bei den aktuellen 11,50 Euro; in 2018 notierte die Aktie auch schon bei 14,50 Euro. Auch wenn er damit natürlich in den letzten Jahren schon ein echter Überflieger war verglichen mit den 2,30 Euro aus 2016.

KAP

Die Beteiligungsgesellschaft KAP hat sich mit fünf Segmenten neu aufgestellt und veräußert weiterhin nicht mehr zu diesen Bereichen gehörende Töchter. Das so eingenommene Geld steckt man in den Ausbau der neuen Sparten. Des Weiteren gelingt es KAP als Carlyles Perlentaucher für den deutschen Mittelstand, Minderheitenanteile bei den Töchtern zu reduzieren, indem man den Altgesellschaftern ihre Anteile abkauft - und zwar gegen die Ausgabe neuer KAP-Aktien. Das hat gleich mehrere Vorteile: zum einen erhöht sich der Gewinn, weil weniger an andere Anteilseigner ausgeschüttet werden muss (im Gegenzug gibt es natürlich auch mehr KAP-Aktien, auf die der Gewinn verteilt werden muss; also defacto hier ein Nullsummenspiel), zum anderen verbreitert KAP so seine Kapitalbasis und erhöht so seine Bonität. Mit mehr Eigenkapital kann man ggf. auch weiteres Fremdkapital aufnehmen, um weitere Firmen zu übernehmen. Da die KAP-Aktie nur mäßig liquide ist an der Börse, was auch die neuen Aktionäre durchaus wissen, erweitert KAP durch dieses Vorgehen seine Aktionärskreis um beständige, langfristig orientierte Anleger. Denn diese tauschen ihre Anteile an ihrem Einzelunternehmen ja "nur" gegen Aktien an Gesamtunternehmen ein. Sie bleiben Mitunternehmer. Wodurch sich letztlich der Streubesitz erhöht und Carlyles Anteil sinkt. Die EBITDA-Marge konnte weiter gesteigert werden und erreicht inzwischen 11%, während die Eigenkapitalquote sich auf 47,2$ verbesserte. 2019 sollte sich KAP und seine Aktionäre echt auszahlen...

MBB

Die mittelständische Beteiligungsgesellschaft MBB hält 38% an der wichtigsten Tochter Aumann, deren Aktienkurs hat sich im Jahresverlauf auf nur noch 30 Euro halbiert hat. Und dem entsprechend auch der Wertansatz in der MBB-Bilanz. Aumann ist ein klassischer Automobilzulieferer und rutsche damit im Zuge der Sektorschwäche ab. Dann ist Aumann jedoch auch im Bereich der E-Mobilität ganz vorne mit dabei als Maschinenbauer und produziert hier an der Kapazitätsgrenze. Die gedämpfte Erwartungshaltung im Bereich E-Mobilität hat aber auch bei Aumann ihre negativen Spuren hinterlassen und daher steht der Kurs sogar unterhalb der IPO-Niveaus, als man von MBB an die Börse gebracht wurde. Dabei hat eigentlich - mal wieder - ziemlich clever agiert. Man brachte Aumann im März 2017 an die Börse, indem man seinen Anteil von 93,5% auf 53,6% reduziert hat. Die Anteile kamen zu 42 Euro an die Börse und brachten MBB bezogen auf seinen Einsatz rund 3.000 Prozent Gewinn. Nach einem zwischenzeitlichen Absenken der Beteiligungshöhe auf 49% reduzierte MBB dann Ende Februar 2018 seinen Anteil auf die jetzt aktuellen 38%. Und zwar zu einem Kurs von 61 Euro. Schaut man auf den aktuellen Kurs von 30 Euro, hat MBB also wieder einmal alles richtig gemacht; man hat sein Risiko bei Aumann reduziert (Aumann war und ist die größte Beteiligung im MBB-Konzern) und hat zu hohen Preisen verkauft, was man zuvor zu niedrigen Preisen erworben und dann entwickelt hat. Per Ende November lag die Netto-Cash-Position bei MBB bei rund 292 Mio. Euro, was rund 44 Euro je MBB-Aktie entspricht. Nimmt man MBBs Aumann-Anteil zzgl. Nettocash, deckt dies bei einem Kurs von 70 Euro in etwa schon die gesamte Börsenkapitalisierung von MBB ab. Mit Null bewertet die Börse also aktuell den 76%-Anteil an Delignit und die übrigen Töchter, wie den Serviettenhersteller Hanke Tisse, CT Formpolster, OBO Werke oder die Cyber-Security-Tochter DTS IT. Wobei alleine der börsennotierte Delignit-Anteil rund 5,85 Euro je MBB-Aktie ausmacht. Und dann spielt die aktuell schlechte Börsenverfassung MBB auch noch in die Hände, denn MBB hat sich bisher wegen der hohen Bewertungen mit Zukäufen zurückgehalten. Wenn man also MBB bewerten will, erscheint für eine Industrieholding ein 2019er KGV von 25 als ziemlich ambitioniert. Allerdings ist mehr als die Hälfte des Aktienkurses durch Cash abgedeckt und das trägt nicht zum Gewinn bei - bis es in neue Beteiligungen investiert wird. Und MBB kauft keine Sanierungsfälle, sondern solide wirtschaftende und Gewinn abwerfende Nischenplayer. Und diese Zukäufe werden in 2019 der neue Kurstreiber sein. Kaum eine andere Beteiligungsgesellschaft ist hier so gut positioniert wie MBB.

Navigator Equity Solutions

Navigator hat im ersten Halbjahr 2018 weitgehend alle börsennotierten Aktienpakete veräußert und damit Cash aufgebaut. In Anbetracht der Entwicklung der Börsen im Jahresverlauf war das eine gute Entscheidung. Während der Kurs in 2018 enttäuschte, lief es operativ in 2018 ziemlich gut für Navigator; man hat eine lukrative Immobilie in Irland erworben und bei der wichtigsten Beteiligung, der IT Competence Group, läuft es auch zunehmend rund. ITC lag Ende des dritten Quartals beim Gewinn über Plan und der Aktienkurs hat sich entsprechend positiv entwickelt. Der NAV je Aktie hat sich im letzten Jahr von 3 Euro auf 3,75 erhöht und damit notiert die Aktie mit 1,45 Euro nur bei 40% des NAV. Mit anderen Worten: man hier den Euro für 40 Cents kaufen!

PNE

PNE (Pure New Energy) hat seinen Schwerpunkt beim Entwickeln von Windparks. Während man einerseits im Auftrag von Windparkbetreibern tätig wird und bei diesen Projekten im Projektverlauf sog. Meilensteinzahlungen erhält für das Erreichen bestimmter fixierter Zwischenschritte, baut PNE auch für den eigenen Bestand. Einige behält man dauerhaft, andere "sammelt" man, um sie auf einen Schlag als "Windparkportfolio 2020" zu verkaufen. Vor zwei Jahren hat PNE mit dem YieldCo-Verkauf gezeigt (an die Allianz Global Investors), dass diese Strategie funktioniert! Damals stand PNE mit dem Rücken zur Wand, da man bilanziell und liquiditätsmäßig eher schwachbrüstig daherkam. Die Situation ist heute eine andere. Zwar baut PNE erneut ein riesiges Portfolio auf ("Windparkportfolio 2020"), aber man sitzt auf großen finanziellen Rücklagen (die Liquiden Mittel lagen Mitte 2018 bei 144 Mio. Euro), die noch aus dem YieldCo-Verkauf herrühren. Darüber hinaus hat man eine 100-Mio.-Anleihe abgelöst und durch eine 50 Mio.-Anleihe zu günstigeren Konditionen ersetzt. So verbessert sich das Finanzergebnis dauerhaft um 6 Mio. Euro pro Jahr. Positiv wird sich auch die Übernahme der restlichen Anteile an der Tochter WKN auswirken, wo man anstelle von 83,1% nun 100% besitzt. Und PNE hat im Rahmen eines freiwilligen Rückkaufangebots an seine Aktionäre 2,19 Mio. Aktien für 2,65 Euro zurückgekauft, was künftig beim Gewinn je Aktie positiv auffallen wird. Schaut man auf das 2018er KGV von 28 sieht das nicht gerade attraktiv aus. Allerdings bleiben hierbei die enormen Gewinne aus dem bald anstehenden Verkauf des "Windparkportfolio 2020" unberücksichtigt. Dieses wird bereits seit 2017 aufgebaut und PNE hat bis Ende des dritten Quartals 2018 bisher unrealisierte Gewinne vor Steuern von rund 20,9 Mio. Euro angehäuft (davon 8,5 Mio. Euro in 2018 bis 30.09.), die aber eben bei Darstellung der Konzernergebnisses eliminiert würden und deshalb weise das Konzernergebnis nicht die wirkliche Ertragskraft des Unternehmens aus; das wird erst geschehen, wenn das Portfolio anteilig oder komplett verkauft wird. Was für 2020 ansteht. Nun gehen wird erst ins Jahr 2019, aber spätestens in der zweiten Jahreshälfte wird der Verkauf des Portfolios sich mit Wucht in den Fokus der Anleger schieben, weil dann die hohen Gewinne immer greifbar(er) werden. Der Kurs lag zum Jahresanfang bei 3,20 Euro und im September noch/wieder bei 3 Euro. Und das sollte das minimale Kursziel darstellen Richtung Jahresende mit perspektivisch noch deutlich darüber liegenden Höhen.

TTL Beteiligung

Die TTL Beteiligung ist eine Immobilienholding und inzwischen durch direkte und indirekte Anteile Mehrheitseigentümer der GEG German Estate Group. Die GEG selbst gibt es erst seit gut dreieinhalb Jahren und sie dreht schon ein mächtig großes Rad mit inzwischen 2,8 Mrd. Euro Assets under Management (AuM). Sie ist auch nicht mehr bloß der reine Projektentwickler, als der sie mal konzipiert war, sondern inzwischen auch noch Bestandshalter von Gewerbeimmobilien und betreibt darüber hinaus auch noch Asset Management für außenstehende Investoren. Die GEG ist eine der führenden deutschen Investment- und Asset-Management Plattformen im gewerblichen Immobilienbereich und fokussiert sich vor allem auf den Großraum Frankfurt; sie hat dort inzwischen mehrere "Landmarkimmobilien" im Bestand. Vor einigen Monaten wurde die GEG von Singapurs Staatsfonds GIC mandatiert, ein Immobilienportfolio mit deutlichem Wertsteigerungspotenzial aufzubauen und zu managen. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit soll dabei in den führenden deutschen Büroimmobilienmärkten liegen. Als Startinvestition hat die GEG bereits das „Börsencenter“ in Frankfurt erworben und wird das Portfolio mit weiteren Akquisitionen deutlich ausbauen. Hier verdient die GEG nicht nur an der Betreuung des Portfolios, sondern auch bereits beim Einkauf und beim späteres Verkaufsgewinn durch Provisionen. Die TTL agiert überaus erfolgreich und musste Mitte des Jahres ihre Jahresprognosen um satte 14% anheben und auch das Q3-Nettoergebnis zeigt die weiterhin starke Entwicklung der wichtigsten Beteiligung GEG. Die TTL sollte im Fahrwasser des Erfolgs der GEG auch 2019 weiter zulegen. Alleine schon wegen der mehrfachen Reduzierung der Minderheitenanteile durch Aufstockung der Beteiligungshöhe steigen die Ergebnisanteile bei der TTL in 2019 weiter deutlich an; hinzu kommen die operativen Erfolge der GEG. Ich halte die TTL Beteiligungs- und Grundbesitz AG für die zur Zeit attraktivste Beteiligungsmöglichkeit im Immobiliensektor.

Uet United Electronic Technology

UeT hat im Sommer die Sanierung erfolgreich abgeschlossen; man verfügt nun über ein Grundkapital von rund 12,5 Mio. Euro und hält 100% sämtlicher zum Konzern gehörenden Beteiligungsgesellschaften für die drei Geschäftsbereiche SYSTEMS, SERVICE und ENGINEEERING. UeT weist nun eine deutlich verbesserte Eigenkapitalstruktur auf und muss künftig im Konzern keine Minderheitsanteile an Drittgesellschafter mehr abgeben, wodurch sowohl der Ergebnisbeitrag als auch der Gewinn pro Aktie für die bestehenden Aktionäre steigen. Nach dem erfolgreichen Turnaround richtet sich der Blick nun nach vorne. Hier geht es um den Glasfaserausbau und den Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland und Europa. Nachdem die chinesische Huawei ins Abseits geraten ist, drängen neben Nokia und Ericsson weitere Player in den Markt, so wie die Koreanische Telekom (KT). Und KT ging jüngst eine Kooperation mit der UeT-Tochter Albis-Elcon ein. KT hat eine interessante Anwendung entwickelt, Giga Wi-Fi und Giga Wire. Damit werden Haushalte mit Gigabit-Anbindungen versorgt, bei denen eine Überbrückung der letzten Meter nicht mit Glasfaser erfolgen kann - seit jeher ein Hemmschuh für den erfolgreichen Glasfaserausbau in Deutschland, wo auch deshalb auf die Übergangstechnologie Vectoring und VDSL gesetzt wurde. Übergangstechnologien Vectoring und VDSL schnell ihre Daseinsberechtigung verlieren werden.

Aber die Kooperation zwischen Albis-Elcon und KT soll sich aber auch auf 5G-Technologien beziehen und die beiden Partner wollen darüber hinaus in diversen ergänzenden Bereichen zusammenarbeiten, wie der Energieversorgung von Telekommunikationsanlagen und der Sicherheit und bei neuen KI-Entwicklungen. Albis-Elcon ist hier KTs "verlängerter Arm" in der DACH-Region. Des Weiteren hat sich Mexiko innerhalb kürzester Zeit zum zweitwichtigsten Markt entwickelt, wo man im laufenden Jahr sein Geschäft auf das Doppelte ausbauen konnte.

Nachdem UeT in 2018 den Turnaround erfolgreich abschließen konnte, dürfte ab 2019 das Geschäft richtig anfangen zu brummen. Mit KT hat man eine Global Player als Partner gewonnen und man bedient die Zukunftsmärkte Energiemanagement bei der Netzwerkintegration, Ausbau der Glasfasernetze und 5G-Netzwerkaufbau. Die jüngste Kapitalerhöhung zeichnete der Großaktionär zu 1 Euro je Aktie und das dürfte sich mittelfristig als Schnäppchenpreis herausstellen.


Meine BDC-Favoriten für 2019

Im Zuge des Abverkaufs an den Börsen kam auch der BDC-Sektor deutlich unter Druck und die meisten Werte haben 10 bis 15 Prozent nachgegeben. Analog zum Einbruch Anfang 2016 dürfte der massiv gesunkene Ölpreis hier bei einigen für Unruhe gesorgt haben und die Furcht vor einem Abkühlen der US-Konjunktur. Ich sehe das entspannt(er). Die Konjunktur in den USA wird sich nicht so schnell so deutlich abkühlen, wie viele jetzt befürchten. Und die US-Frackingindustrie steht wesentlich robuster dar als nach vor drei Jahren: sie hat ihre Kosten erheblich gesenkt und kann inzwischen zu deutlich unter 40 Dollar je Barrel gewinnbringend fördern. Daher stehen auch keine flächendeckenden Pleiten an, nur weil der Ölpreis auf niedrigerem Niveau notiert. Im Gegenzug profitieren gerade die BDCs von steigenden Zinsen, denn die meisten ihrer vergebenen Kredite haben variable Zinskondistionen. So hat z.B. Hercus Capital gerade erst gemeldet, dass die Zinsanhebungen das NII (Net Investment Income) um 0,04 Dollar je Aktie jährlich erhöht. Hinzu kommt, dass viele BDCs künftig mit einer erhöhten Fremdkapitalquote agieren werden, was die Einnahmen weiter erhöhen sollte.

Meine Favoriten im BDC-Sektor für 2019 sind die qualitativ hochwertigen BDCs Main Street Capital (MAIN), Hercules Capital (HTGC) und TPG Speciality Lending sowie Ares Capital (ARCC), die starke Zugewinne beim NAV aufweisen, und Gladstone Investment (GAIN), bei denen zwar größere Portfoliounternehmen in Schwierigkeiten stecken, aber GAIN ist erstrangig abgesichert und wird hier seinen Schnitt machen; ebenso aufgrund seiner erhöhten Equity-Anteile, also Eigenkapitalanteile. GAIN ist die spekulativste Variante momentan mit erhöhten Chancen und Risiken, sogar noch vor Apollo Investment (AINV).


Disclaimer
Die genannten Werte befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.


Bisherige Jahresausblicke:


Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    ich erfreue mich sehr deiner Beiträge.
    Ich starte heute einen Blog, der meine Erfahrungen mit Aktien, Trades und allgemeinen Finanzprodukten den Lesserinnen und Lesern aufzeigen soll.

    Darf ich daher als "Starthilfe" meinen Blog hier auf deiner Seite teilen? :)
    Keine Angst, ich werde nicht nach einer Zusage dauernd mit meinem Blog preisen!

    Freue mich auf deine Rückmeldung.
    Ein guten Start ins neue Jahr :)

    DennisDurmas

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    1. Moin Dennis,
      ich wünsche Dir viel Erfolg an der Börse und auch mit Deinem Blogprojekt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es am Anfang viel Spaß macht und interessant ist, mit der Zeit aber auch Phasen kommen, wo es schwer wird, durchzuhalten und weiterzumachen. Ich wünsche Dir daher vor allem auch Durchhaltevermögen, sowohl was das Blog angeht als auch das Investieren.

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  2. Was ist eigentlich mit Apple?
    Noch im September warst du ganz euphorisch:
    http://www.intelligent-investieren.net/2018/09/der-wind-hat-sich-gedreht-warum-apple.html

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    1. Naja, "euphorisch" klingt auch bei mir schon anders. Ich habe Apple wieder auf die Watch gesetzt, weil man endlich die Abhängigkeit vom iPhone verringert und die sonstigen Aktivitäten zunehmend mehr Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern. Der deutlich Kursabsacker ist ja auch gerade auf die Angst vor einer zu niedrigen Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen zurückzuführen, was genau meinem Hauptkritikpunkt entspricht. Da Apple neuerdings keine Absatzzahlen für das iPhone mehr bekannt gegen wird, werden wir es auch nicht mehr genau erfahren; "nur" noch die Umsätze in der Sparte; auch das kam bei den Anlegern nicht gut an, ebenso wenig die Aussicht auf Importzölle. Positiv sollte sich auswirken, dass man mit Amazon Frieden geschlossen hat: Apples Produkte sind nun via Amazon verfügbar und das "große" iPAD war der Technikrenner im Weihnachtsgeschäft bei Amazon. Des Weiteren ist der Musikdienst von Apple nun über Alexa verfügbar, was ebenfalls beiden Unternehmen hilft. Jetzt, nach dem Kursrutsch, einzusteigen, ist besser/schlauer als vor drei Monaten, diese Erkenntnis bleibt...

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    2. Lieber Michael,
      Apple auf die Watch gesetzt?

      Der Disclaimer des Artikels vom Herbst war:
      "Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot."

      Ich muss sagen, ich habe früher Deinen Blog gerne gelesen, aber mittlerweile leidet die Qualität schon sehr stark.

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    3. "Auf die Watch gesetzt" sollte kurz umschreiben, dass ich Apple wieder auf meine Beobachtungsliste genommen habe. Was sich in meinem Depot abspielt, darüber berichte ich nur noch einmal pro Quartal. Regelmäßige Leser hatten diese Änderung mitbekommen; ich hatte sie bei meinem letzten "Investor-Update" so mitgeteilt (hier klicken). Ich möchte hier mehr über das Investieren und einzelne Werte schreiben und weniger über mein Depot. Das finden nicht alle gut, das akzeptiere ich.

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    4. Ein Apple Update:

      https://www.marketwatch.com/story/apple-stock-falls-8-after-cutting-holiday-sales-forecast-2019-01-02

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  3. Moin Michael,
    in den letzten Jahren hattest Du Aurelius stark gewichtet bzw. war einer deiner Favoriten. Wie schätzt Du die Aktie derzeit ein?

    Von 3U Holding hatte ich im Sommer hier auf Deinem Blog gelesen. Die Aktie hattest Du meines Wissens stark gewichtet im Depot. Hat sich an Deiner Gewichtung/Einstellung zu diesem Wert etwas geändert?

    Danke Dir im Voraus
    Moritz

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    1. Bei 3U habe ich Anfang Oktober meinen Bestand verringert, als die Meldung zum geplatzten Verkauf des Windparks kam, denn da dessen Verkaufserlös für die Prognose von 3U war, lag ja auf der Hand, dass sie nun zurückrudern mussten - und sowas kommt ja selten gut an der Börse an, egal aus welchem Grund. Die Aktie ist auch schön zurückgekommen, wie gedacht, nur dass eben der Rest des Marktes auch stark gefallen ist und somit viele attraktive(re) Chancen lauern. Ich habe daher meinen Bestand bei 3U noch nicht wieder aufgestockt. Der Investmentcase ist, gerade was das Potenzial bei weclap angeht, ist aber weiter intakt.

      Aurelius (und auch die DBAG) bilanzieren ja nach IFRS und da wirken sich Abwertungen bei NAV auch direkt im Ergebnis aus. Dabei fließt zwar kein Cash, aber die Anleger reagieren oft entsetzt, weil die Zahlen nicht so schön aussehen. Ich schätze, beide Unternehmen werden einerseits den NAV ihrer Beteiligungen nach unten korrigieren wegen des Börseneinbruchs, aber deshalb auch einen Verlust für das vierte Quartal ausweisen. Das dürfte nicht gut ankommen bei den Anlegern und deshalb vielleicht nochmal für Verkaufsdruck sorgen. Des Weiteren haben beide Unternehmen (wie auch Steico) einen nicht zu vernachlässigenden Bereich in GB und der Brexit steht vor der Tür. Auch dies könnte sich in den nächsten Wochen noch als belastend für den Kurs auswirken. Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich sehe hier keine signifikanten Risiken bzgl. der Unternehmen, aber die Börse ist momentan ja nicht unbedingt rational unterwegs. Und daher bin ich für die nächsten Wochen erstmal nur gebremst optimistisch...

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  4. Apple wird langsam interessant. Leider habe ich keine Kohle mehr, da ich vor Weihnachten alles verballert habe. Habe sogar mehrere Hypotheken aufgefüllt und meinen Marginkredit bis zur Bauchschmerzgrenze ausgeschöpft. Dafür konnte ich mich am ersten Handelstag im Jahr über einen Plus von fast 10% freuen. Es lebe der Januareffekt bei unbeliebten Unternehmen!!! Ich finde es nämlich viel sicher Unternehmen mit einem KGV von 3-4 und Dividendenrenditen von 15% auf Kredit zu kaufen, als gehypte Unternehmen mit nem KGV über 100. Aber Apple wird nun langsam mit den eintrudelnden Dividenden aufgebaut.

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    1. Hallo Moritz, welche Unternehmen befinden sich in deinem Depot?

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    2. WDC,BHC, TEVA, BTI, Coty, CTL, Anfi, MNK, LCI, ESV, RIG, FTR, Gild und min. 40 weitere. Ich kann natürlich nur die Positionen bekanntgeben, die ich schon voll aufgebaut habe...

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    3. Moritz, ich wünsche Dir, dass das mit Deinem maximalen Leverage gut geht und Dir nicht das Genick bricht. Ich habe zwei Margin Calls in meinem Leben er- und überlebt, eine mit Aktien am Neuen Markt und eine bei (m)einer Immobilie während der Finanzkrise und das hat mich hier sehr vorsichtig werden lassen. Es kann und braucht nämlich nur einmal schief zu gehen, dann nützen auch die schönsten Erfolge nichts mehr, die man vielleicht vorher mal eingefahren hat. Also, ich drück Dir die Daumen...

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  5. Hallo Moritz,
    welche Unternehme wären das denn?
    LG Djerun

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  6. Als größte Position Celgene! Was mir heute einen Plus von 5% bescherte.

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  7. ....dann mach doch mal einen eigenen blog moritz....dann können wir die Performance all deiner top picks transparent nachvollziehen ;-)

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    1. Ja, einen eigenen Blog mit seiner Strategie und seinen Aktien, alles schön nachvollziehbar, hatte ich Moritz ja auch schon vorgeschlagen. Oder, da er ja eher auf große Werte zu setzen scheint, vielleicht ein eigenes Wikifolio...

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  8. Was habe ich davon einen Blog zu machen. Ich bin "nebenbei" Radiologe und werde meine kostbare Zeit lieber für Recherchen und lesen verwenden. Außerdem ist Valueinvestin keine Mannschaftssportart und Bestätigung brauche ich wirklich nicht. Was werden meine Klienten, die für meine Leistungen sehr gut bezahlen, sagen, wenn ich die Informationen öffentlich zur Verfügung stelle?

    Zur meiner Strategie gibs nicht besonders zu sagen. Oldschool Valueinvesting eben. Also net-nets und cigarbuts ala Ban Graham, Sondersituationen ala Joel Greenblatt, Riskarbitrage ala Buffet oder Seth Klarman, keine Grothaktien mit einem KGV von über 20 kaufen usw. Das wichtigste aber ist gierig zu sein, wenn andere ängstlich sind und einen Kredit aufnehmen, während alle vom schlimmsten Börsenmonat seit 80 Jahren reden.

    Ach ja ne Kleinigkeit habe ich vergessen: Rational zu bleiben, wenn das eigene Depot innerhalb von 6 Wochen 7stellig nach unten geht...

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    1. Was für ein Teufelskerl...

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    2. Ich glaub der ist aber mehr ein Anfänger. Ich muss dem immer wieder mit Krediten aushelfen.

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