Sonntag, 11. Januar 2026

Kissigs Kloogschieterei: Der Friedenspräsident und der Warlord

Der Jahresauftakt an den Börsen ist gelungen – auch weil Donald Trump seine Truppen nach Venezuela schickte und deren Präsidenten Maduro ab- und festsetzte. Inzwischen muss sich dieser in New York vor einem Gericht verantworten.

Trump selbst bezeichnet sich als Friedenspräsident und erklärte (vor seiner zweiten Wahl), er würde Kriege beenden und keine anfangen. Doch das hat er nun - allerdings nicht in seiner eigenen Wahrnehmung, denn er behauptet einfach, die USA würden sich gegen Terroristen und Drogenbosse zur Wehr setzten, sich also gegen Aggressoren verteidigen. Wie schön für ihn, dass er sich seine Wahrheit immer so hindrehen kann, wie sie ihm passt. Trump lebt in seiner eigenen Welt.

Handfeste Konsequenzen haben seine Aktionen zumindest: China und Russland ist mit Venezuela ein wichtiger strategischer Partner verloren gegangen und Putin steht erneut als Loser da. Seine Unterstützung ist kaum etwas wert, das haben schon Gaddafi in Libyen und Assad in Syrien zu spüren bekommen. Für China stellt sich die Lage etwas anders da, denn dort wird man sich durch Trumps Attacke eher bestätigt sehen in seiner kriegsrasselnden Position gegenüber der "abtrünnigen Provinz" Taiwan.

Die Folgen an dieser Stelle und zwar für die ganze Welt, sind noch nicht absehbar. Klar ist aber, dass Venezuelas Öl künftig in die USA fließen wird und dass weltweit die Krisenherde und Kriegsschauplätze eher zu- als abnehmen. Schlecht für den Ölpreis, gut für Rüstungswerte. Diese mittel- und langfristigen Entwicklungen müssen Anleger nun in ihren Depots abbilden – nicht sofort, nicht morgen, aber zu lange warten sollte man damit auch nicht.

Für Donald Trump als Anwärter auf den Friedensnobelpreis sollte die Messe nun gelesen sein. Oder etwa nicht? Auch hier bleiben erstmal alle Wettscheine gültig...

Denn eine weitere Erkenntnis aus den letzten Monaten ist, dass es sich immer lohnt, Donald Trump Zucker um den Bart zu schmieren. Denn bei ihm gibt es immer was zu verdienen. Der Don agiert im Stile eines Mafia-Familienoberhaupts: er fordert und belohnt Loyalität, doch wer sich gegen ihn stellt, wird gnadenlos plattgewalzt. Auch deshalb eiert die EU so rückgratlos herum, wenn Trump seine Annektionsgelüste bzgl. Grönland artikuliert. Die rohstoffreiche Rieseninsel gehört zu Dänemark, einem NATO-Verbündeten der USA. Aber wie wenig Trump so etwas bedeutet, erleben wir schon seit seinem Amtsantritt. "America first" ist viel mehr als ein Slogan. Er ist inzwischen globale inszenierte Realpolitik dank Trumps "Monroe Doktrin 2.0": die beiden amerikanischen Kontinente "gehören" den USA und alle anderen, vor allem die Europäer, sollen sich hier raushalten. Dafür lassen die USA die Finger von Europa. Auch deshalb wird dieser Tage viel von "Einflusszonen" gesprochen, wenn es um Trump, Putin oder China geht.

Doch genau dieser Imperialismus hat letztlich zum 1. Weltkrieg geführt - wobei damals die Amis nicht wirklich mitgemischt haben, sondern die Europäer sich untereinander und weltweit in den Krieg trieben. "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich", heißt es, und das kann leider nicht als Beruhigung dienen. Denn die zentrale Lehre aus zwei Weltkriegen war ist ja gerade, dass die europäische Integration und Zusammenarbeit der Schlüssel für Frieden ist - weltweit - und dass man sich nur gemeinsam gegen äußere Feinde wehren kann. Die EU ist die eine Antwort auf diese Herausforderungen, die NATO (unter der Führung der USA) war ist die zweite Antwort auf diese Bedrohungen - gegen Sozialisten und Faschisten und Imperialisten.

Doch leider folgen die USA unter Donald Trump einem zunehmend faschistischem Playbook; die Parallelen zu Mussolinis Italien sind echt erschreckend. Und aus dem Faschismus und dem Nationalsozialismus und dem Stalinismus und beinahe jeder Diktatur ist, dass nicht nur die Führungsriege das Problem war/ist, sondern ganz entscheidend die schweigende und duldende Masse.
"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."
(Martin Niemöller)
(Nicht nur) für die Börse gilt: Unsicherheit und Wechselbäder begleiten uns auch in 2026. Ausgang offen…

Alles Gute für euer Geld!
Michael C. Kissig

18 Kommentare:

  1. Schön dumm, wenn man sich nach Russland jetzt von amerikanischem Gas abhängig gemacht ist, das eigene deutsche Gas nicht fördern will und die noch funktionierenden Kernkraftwerke in die Luft sprengt. Bald gehen hier die Lichter aus.

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  2. Um Gottes Willen, was ist nur in Sie gefahren? Fehlt nur noch, dass Sie Maduro jetzt auch noch als Musterdemokraten hinstellen. Ich glaube, Sie werden in Venezuela kaum jemanden finden der diesem Diktator eine Träne nachweint. Aber um die Menschen geht es schon lange nicht mehr. Das betrifft übrigens auch Grönland. Was hat Dänemark dort zu suchen? Glauben Sie ernsthaft, dass die Inuit nach dem Spiralen-Skandal noch ein Interesse daran haben, zu Dänemark zu gehören. Der ehemalige grönländische Regierungschef Múte B. Egede hatte es klar formuliert:
    "Wir wollen keine Dänen sein. Wir wollen auch keine Amerikaner sein. Wir wollen Grönländer sein."
    Etwas mehr Sachlichkeit wäre bei Ihren politischen Analysen angebracht.
    Übrigens: Mussolini ist durch die enge Verschmelzung von Politik, Wirtschaft und Medien an die Macht gekommen. Heute spricht man von "Public Private Partnerships" und was man darunter zu verstehen hat, können Sie gerade bei der EU beobachten, die es übrigens mit dem Völkerrecht auch nicht so genau nimmt, siehe Euroclear.

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  3. Hallo Michael, vielen Dank für Deine Einschätzung. Wie bewertest Du in diesem Zusammenhang die künftige Entwicklung der US Unternehmen die ihr Geld mit Royalties verdienen (wie z.B. TLP). Diese investieren ja aktuell auch hohe Summen in die notwendige Infrastruktur der Öl Förderung. Allerdings ist eine Möglichkeit ja sicherlich auch, dass der Öl und Gas Bedarf der USA insgesamt (auch für den KI Energiebedarf) in den kommenden Jahren weiter steigen könnte.

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    1. Die Energie-Royalty-Plays wie Texas Pacific Land und Viper Energy sehe ich momentan nicht als überdurchschnittlich attraktiv an. Hintergrund sind natürlich die Vorkommnisse in Venezuela. Die OPEC+ hat ihre Förderung deutlich hochgefahren und sorgt so für ein Überangebot an den Märkten, gerade auch angesichts der weltweit eher verhaltenen Wirtschaftslage. Insbesondere Saudi-Arabien ist nicht mehr bereit, die eigene Produktion zu drosseln und so den Marktpreis zu stabilisieren. Man will sogar durch den Preisdruck die expandierenden US-Fracker in die Knie zwingen. Während die Weltkonjunktur schwächelt mit entsprechend geringerer Nachfrage, droht nun eine Rückkehr Venezuelas auf den Weltmarkt.

      Venezuela hat nicht nur die weltweit größten Ölreserven, sondern war in früheren Jahren auch der größte Öl-Anbieter - vor Saudi-Arabien. Die damaligen 3 Mio. Barrel pro Tag lägen zwar noch hinter der Tagesproduktion des heutigen Marktführers USA mit 5 Mio. Barrel, würden bei voller Kapazitätsauslastung aber dem Rest der Förderländer die Rücklichter zeigen. Doch das ist natürlich keine kurzfristige Perspektive, sondern eine auf lange Sicht und unter der Voraussetzung, dass hohe zweistelligen Milliardenbeträge in Venezuelas Öl-Infrastruktur investiert werden. Auf kurze Sicht greift nun allerdings die erste Vereinbarung Trumps mit Venezuela, nach der die USA bis zu 2 Mrd. Barrel Öl erhalten. Wegen der seit Jahren anhaltenden US-Sanktionen sind Venezuelas Öl-Lager randvoll und bisher war das Öl weitgehend unverkäuflich. Nun fließt es in die USA, was den Ölpreis - und die Benzinpreise - drücken dürfte. Die US-Fracker haben rund 55 USD Förderkosten und der WTI-Ölpreis liegt ziemlich in der Nähe dieser Marke. Das wirkt sich natürlich negativ aus, auch auf die Royalty-Einnahmen von TPL oder VNOM. Nicht unbedingt sofort, aber perspektivisch.

      Profiteur der Venezuela-Entwicklung ist z.B. Philipps 66 mit seinen Raffinerien an der US-Golfküste und seinen Pipelines.

      Richtig ist natürlich, dass KI den Energiebedarf deutlich in die Höhe treibt, vor allem in den USA, wo die meisten neuen KI-Rechenzentren entstehen (sollen). Allerdings preisen die heutigen Prognosen nicht unbedingt die Effizienzgewinne durch verbesserte Modelle und Chips ein, wie z.B. die TPUs von Alphabet. Ein Energie-Infrastrukturdienstleister wie Quanta Services erscheint unter Abwägung aller Aspekte aussichtsreich.

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    2. „Viper Energy hat die Lizenz zum Gelddrucken - dank Mineral Rights“. Das war 04/2025. Jetzt ein bisschen Gegenwind später auf einmal alles tote Hose. Was passiert wenn SA doch die Fördermenge reduziert? Was passiert wenn Venezuela auf einmal das Militär durchdreht?

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    3. Trumps Venezuela-Eingriff und die Lieferung der bisher gebunkerten venezuelanischen Öl-Lagerungen waren vor einigen Wochen noch nicht absehbar und daher nicht Gegenstand meiner Überlegungen. Und dass nur bei TPL oder Viper Energy "alles tote Hose" sein soll, ist ja wohl kaum meine Aussage gewesen. Zur Not einfach nochmal nachlesen, was ich wirklich gesagt habe.

      Fakt ist, dass die ohnehin bestehende Öl-Schwemme eher noch vergrößert wird und dass dies die eher teuer produzierenden Fracker (und damit die Mineral Rights-Inhaber) negativ treffen wird. Daher werden die Geschäfte nicht so gut laufen, wie gedacht - erstmal. Wenn der Ölpreis wieder nach oben dreht und die 65 USD-Marke beim WTI durchbricht, winken auch wieder fettere Gewinne.

      Unabhängig davon werden Pipeline- und vor allem Raffinerie-Betreiber glänzende Geschäfte machen können. Und hier ist Philipps 66 (aber nicht nur aus diesen Gründen) mein Favorit als breit diversifizierter Player.

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    4. Hallo Michael, vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung welche absolut Sinn ergibt. Was TPL angeht beschäftigt mich noch immer die Nachricht von Dezember mit der Kooperation von Bolt Data & Energy, welche das TPL Geschäft deutlich erweitern könnte. TPL und Bolt Data & Energy schließen demnach eine strategische Partnerschaft, um Rechenzentrumsstandorte auf TPL‑Land in Westtexas zu entwickeln.
      Bolt wurde von Eric Schmidt (dem ehem. Google‑CEO) mitgegründet, der das Ziel formuliert, das weltweit effizienteste Rechenzentrumsnetz aufzubauen. Laut Mitteilung auf der TPL Homepage erhält TPL Beteiligungen, Optionsrechte und ein Vorkaufsrecht für die Wasserversorgung der Projekte. Bolt plant Rechenzentren mit eigener Energieproduktion (Erdgas, erneuerbare Energien, später Kernenergie). Westtexas gilt aufgrund von Energieangebot, Arbeitskräften, Regulierung und Wasserressourcen als idealer Standort für KI‑Infrastruktur. Die Vereinbarung mit Bolt könnte neue, zusätzliche Umsatzquellen, die TPL bisher kaum hatte wie z.B. Landnutzungsgebühren für Rechenzentren (dauerhafte, planbare Einnahmen), Wasserverkauf (TPL hat ein Vorkaufsrecht ), Infrastrukturgebühren (Pipelines, Stromleitungen, Kühlwasserleitungen), Royalty‑ähnliche Strukturen, falls Energieproduktion auf TPL‑Land erfolgt.
      Auch die Rechenzentren selbst sind extrem kapitalintensiv und benötigen dinge wie große Flächen, viel Energie, viel Wasser, langfristige Verträge. Das Thema KI sollte TPL doch demnach eigentlich kurz- bis mittelfristig perfekt in die Karte spielen oder übersehe ich da etwas. Wie siehst du die weitere Entwicklung dazu?

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    5. Im Grunde sehe ich es ähnlich positiv wie du: KI wird auch für Texas Pacific Land die Geschäfte antreiben. Positiv ist dabei, dass es TPL gelingt, dasselbe Land mehrfach zu nutzen bzw. zu verwerten. Nicht nur Öl, sondern auch das dabei mit produzierte Gas wird zunehmend genutzt und nicht mehr einfach nur abgefackelt, die Wasserinfrastruktur wird zum Fracken benötigt, kann aber auch zur Kühlung von KI-Rechenzentren dienen, wobei man daran arbeitet, das Brauchwasser zu recyceln und die Flächen werden immer öfter für Windräder und/oder Solaranlagen genutzt. TPL arbeitet daran, die verschiedenen Zweige miteinander zu verzahnen, so dass sie nicht mehr alle alleine für sich stehen, sondern sich ergänzen. Angesichts der großen Flächen ist das natürlich nur sporadisch möglich.

      Negativer Aspekt ist, dass hier viel Geld in die Hand genommen werden muss von TPL, um das Business aufzubauen. Das reine Royalty-Business war/ist ja wenig kapitalintensiv und damit vergleichsweise risikolos. Zudem bleibt die hohe Abhängigkeit vom Öl-Preis, da dieses Business nach wie vor den größten Teil zu Umsatz und Ergebnis beisteuert.

      Fazit: Positive Entwicklungen, aber kein Grund für Euphorie. Und die Bewertung ist immer noch sportlich und preist damit schon einiges an Zukunftslorbeeren mit ein. Aber wenn sich die Stimmung im Öl-Sektor wieder dreht, dürfte die TPL-Aktie schnell und kräftig anziehen.

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  4. Geschichtlich nachvollziehbar ist, dass die Wikinger Grönland als Erste besiedelt hatten und im Zuge eines der vielen Klimawandel von den Inuit verdrängt wurden. Rechtlich haben die Nachfahren dieser Wikinger also die Inuit heute quasi unter Ihrer Verwaltungshoheit. Ja, und? Wem man da nun welche Ansprüche zugesteht, mag ich aus geschichtlicher Sicht gar nicht beurteilen. Da könnte man sich viel ausdenken. Ich sehe das Ganze einigermaßen belustigt.

    Warum der korrupte Haufen in Brüssel so rückgratlos herumeiert? Naja, er ist halt ein korrupter Haufen, mehr nicht. Was hat die EU denn zu bieten? Bürokratie, Korruption, Kommunismus, geringere wirtschaftliche Bedeutung, Zensur und der, aufgrund der vielen daraus erwachsenen Nachteile, schwindende Rückhalt in ihrer eigenen Bevölkerung!
    Mit diesem Giftcocktail lässt sich sicher kein schlagkräftiger Gegenspieler in einer multipolaren Welt aufbauen.

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  5. ....und da lese ich in der SD v. WE., dass mindestens 303 Milliarden Barrel Öl im Boden unter Venezuela lägen, ein Billionen Dollar Schatz, den Trump ausbeuten wolle, da frage ich mich, wie sich das auf den CO2 Gehalt in der Atmosphäre wohl auswirken wird und weiter - wann die ersten erreichten Kipppunkte sämtlichen Ölmultis deren Spiel verderben werden?

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  6. Was soll den "SD" sein? Nie gehört.

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    1. Das muss aber ein besonderer Jargon sein. Jeder nennt die Süddeutsche "SZ"!

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  7. Starker Artikel! Danke!

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    1. In den meisten Punkten findet Michaels Artikel meine volle Zustimmung. Es ist einfach Zeit für Klartext!

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  8. ... und weiter - 2025 war das 3. wärmste Jahr seit den Wetteraufzeichnungen, ... und weiter...

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  9. Ich schnall das nicht Michael. Hier schreibst du noch TPL und VNOM sind momentan nicht attraktiv nur um uns dann zu erzählen, dass TPL nun an der Spitze deines Depots steht? Klar, Trades offenlegen - führt halt auch zu inkonsistenzem im Nachgang. Aber es ist schon erstaunlich was für ein Hü und Hott in deinem Depot stattfindet.

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    1. Tja, sowas passiert. Meine vor einigen Wochen geäußerte Einschätzung zur aktuellen Lage kann aufgrund von Veränderungen eine Anpassung erfordern oder sie kann sich auch mal schlicht falsch erwiesen haben. Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Wahrheiten oder Allwissenheit. Und ich denke, das ist bei den meisten Menschen so - nur, wie du selbst richtig anmerkst - mache ich das öffentlich, während die meisten Menschen solche Entscheidungen für sich behalten.

      Mir ist natürlich klar, dass eine Veränderung der eigenen Position immer auch Kritik hervorruft. Aber sie allein deshalb nicht zu treffen, weil man damit Kritik hervorrufen könnte oder weil man inkonsequent aussieht, wäre ja reichlich dumm, oder? Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass es Texas Pacific Land gelingen wird, trotz des Ölpreisverfalls durch Volumenwachstum passabel abzuschneiden. Aber der entscheidende Trigger ist die inzwischen erhöhte Visibilität für das neue KI-Geschäftsfeld. Und das wird auch durch den zunehmenden Widerstand in vielen Gegenenden der USA getriggert, wo Kommunalpolitiker sich gegen neue KI-Projekte positionieren, um so auf Wählerfang zu gehen. Das hat in den USA eine starke und zunehmende Dynamik angenommen und wird zum Flaschenhals für viele geplante Rechenzentrumprojekte und deshalb kriegt TPL diesbezüglich deutlich mehr Wind unter die Flügel.

      Nachdem ich nun überzeugt war, dass sich hier eine zusätzliche große Chance bietet (wenn auch nicht kurzfristig), musste ich mich entscheiden, entweder mein Engagement bei TPL wieder hochzufahren und dies dann auch öffentlich zu erklären, oder aber mir diese Chance entgehen zu lassen. Und so schwer fiel mir die Entscheidung am Ende nicht...

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