"Ein Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen."
(Benjamin Franklin)
Montag, 27. Oktober 2014
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Die Leiden des Warren Buffett
Warren Buffett investiert langfristig und zwar nur in Unternehmen, dessen Management er vertraut. Auch aus diesem Grund misst er Quartalsergebnissen keine Bedeutung zu, er orientiert sich an den Jahresabschlüssen. Bevor er z.B. in IBM investiert, hatte er zuvor die Geschäftsberichte der letzten 50 vergangenen Jahre studiert. Nun ist wieder Berichtssaison und für einige Werte aus Berkshire Hathaways Portfolio kommt es knüppeldick.
Coca Cola
Der Softdrinkhersteller ist mit 15,75% bzw. 16,9 Mrd. USD der zweitgrößte Brocken in Buffets Depot. Im dritten Quartal fiel der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr von 2,4 auf 2,1 Mrd. USD (1,6 Mrd. EUR) und der Umsatz lag so gut wie unverändert bei etwa 12 Mrd. USD. Damit einhergehend kassierte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr und seine langfristige Umsatzprognose. Die Aktien sackten gut 7 Prozent ab.
IBM
Der Technologiekonzern, mit 11,82% bzw. 12,7 Mrd. USD die viertgrößte Position im Berkshire-Portfolio, vermeldete endlich den Verkauf seiner verlustträchtigen Chipsparte, muss allerdings noch 1,5 Mrd. USD Mitgift auf den Tisch legen. Den Kurssturz von mehr als 10 Prozent löste aber die Meldung über die enttäuschenden Unternehmenszahlen des dritten Quartals aus: der Umsatz erreichte 23,37 Mrd. USD, der Gewinn pro Aktie liegt bei 3,46 USD, prognostiziert waren 4,31 USD.
Walmart
Und auch der fünftgrößte Wert (4,1 Prozent bzw. 4,4 Mrd. USD) enttäuschte kolossal und kassierte seine Prognose ein. Immerhin soll es noch knapp 3 Prozent Wachstum geben und so brach der Kurs auch nur um vergleichsweise geringe 4 Prozent ein.
Tesco
Diese Kursabstürze sind aber nichts verglichen mit dem Trauerspiel beim britischen Einzelhandelskonzern, dessen Aktienwert sich seit Jahresbeginn rund halbiert hat und der seit Jahren keine Antwort auf die aggressive Konkurrenz von Aldi und Lidl findet. Ende August hatte Tesco seine Gewinnprognose zusammengestrichen und nun muss auch die Bilanz überprüft werden aufgrund zu hoch angegebener Gewinnerwartungen. Buffett hatte dem Konzern jahrelang die Treue gehalten, auch wegen der hohen Dividendenrendite. Die Dividende war allerdings in diesem Jahr drastisch zusammengestrichen worden, so dass selbst Buffett keine überzeugenden Argumente mehr einfielen. Bei CNBC bewertete er sein Tesco-Engagement als einen großen Fehler.
Wells Fargo
Trotz der heftigen Kurseinbrüche dieser Positionen macht sich der Aktienkurs von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway selbst auf, ein neues Allzeithoch zu erreichen. Dazu dürfte beigetragen haben, dass die mit Abstand größte Position, Wells Fargo (22,64% bzw. 22,4 Mrd. USD), herausragende Ergebnisse präsentierte. Wells Fargo verdiente im dritten Quartal unter dem Strich 5,7 Mrd. USD und damit knapp 200 Mio. USD mehr als J.P. Morgan Chase. Hier dürfte sich Warren Buffett, der Wells Fargo mehrfach zu seiner Lieblingsaktie ausgerufen hatte, einmal mehr bestätigt sehen.
Buffett dürfte seiner Linie treu bleiben und dem Management der Firmen vertrauen. Er geht davon aus, dass diese am besten mit den Problemen umzugehen verstehen, die sich im Leben eines Unternehmens immer wieder mal stellen. Herausforderungen sind dazu da, um gemeistert zu werden. Nur wenn Warren Buffet das Gefühl hat, das Management agiere falsch oder schlecht, trennt er sich von den entsprechenden Aktien. So geschehen bei Kraft Foods, als Buffett die sauteure Übernahme des britischen Konkurrenten Cadbury scharf kritisierte und seitdem stetig seinen Anteil verringert. Oder bei ConocoPhillips oder eben jetzt bei Tesco.
Buffetts seit mehr als 40 Jahren bewährter Value-Investing-Ansatz wird auch weiterhin hohe Renditen einfahren, auch wenn immer mal wieder einzelne Investment Probleme bereiten. Der steigende Kurs seiner Investmentholding spiegelt die Zuversicht der Anteilseigner wieder und dürfte auch künftig fast nur eine Richtung kennen: nach Norden.
Coca Cola
Der Softdrinkhersteller ist mit 15,75% bzw. 16,9 Mrd. USD der zweitgrößte Brocken in Buffets Depot. Im dritten Quartal fiel der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr von 2,4 auf 2,1 Mrd. USD (1,6 Mrd. EUR) und der Umsatz lag so gut wie unverändert bei etwa 12 Mrd. USD. Damit einhergehend kassierte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr und seine langfristige Umsatzprognose. Die Aktien sackten gut 7 Prozent ab.
IBM
Der Technologiekonzern, mit 11,82% bzw. 12,7 Mrd. USD die viertgrößte Position im Berkshire-Portfolio, vermeldete endlich den Verkauf seiner verlustträchtigen Chipsparte, muss allerdings noch 1,5 Mrd. USD Mitgift auf den Tisch legen. Den Kurssturz von mehr als 10 Prozent löste aber die Meldung über die enttäuschenden Unternehmenszahlen des dritten Quartals aus: der Umsatz erreichte 23,37 Mrd. USD, der Gewinn pro Aktie liegt bei 3,46 USD, prognostiziert waren 4,31 USD.
Walmart
Und auch der fünftgrößte Wert (4,1 Prozent bzw. 4,4 Mrd. USD) enttäuschte kolossal und kassierte seine Prognose ein. Immerhin soll es noch knapp 3 Prozent Wachstum geben und so brach der Kurs auch nur um vergleichsweise geringe 4 Prozent ein.
Tesco
Diese Kursabstürze sind aber nichts verglichen mit dem Trauerspiel beim britischen Einzelhandelskonzern, dessen Aktienwert sich seit Jahresbeginn rund halbiert hat und der seit Jahren keine Antwort auf die aggressive Konkurrenz von Aldi und Lidl findet. Ende August hatte Tesco seine Gewinnprognose zusammengestrichen und nun muss auch die Bilanz überprüft werden aufgrund zu hoch angegebener Gewinnerwartungen. Buffett hatte dem Konzern jahrelang die Treue gehalten, auch wegen der hohen Dividendenrendite. Die Dividende war allerdings in diesem Jahr drastisch zusammengestrichen worden, so dass selbst Buffett keine überzeugenden Argumente mehr einfielen. Bei CNBC bewertete er sein Tesco-Engagement als einen großen Fehler.
Wells Fargo
Trotz der heftigen Kurseinbrüche dieser Positionen macht sich der Aktienkurs von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway selbst auf, ein neues Allzeithoch zu erreichen. Dazu dürfte beigetragen haben, dass die mit Abstand größte Position, Wells Fargo (22,64% bzw. 22,4 Mrd. USD), herausragende Ergebnisse präsentierte. Wells Fargo verdiente im dritten Quartal unter dem Strich 5,7 Mrd. USD und damit knapp 200 Mio. USD mehr als J.P. Morgan Chase. Hier dürfte sich Warren Buffett, der Wells Fargo mehrfach zu seiner Lieblingsaktie ausgerufen hatte, einmal mehr bestätigt sehen.
Buffett dürfte seiner Linie treu bleiben und dem Management der Firmen vertrauen. Er geht davon aus, dass diese am besten mit den Problemen umzugehen verstehen, die sich im Leben eines Unternehmens immer wieder mal stellen. Herausforderungen sind dazu da, um gemeistert zu werden. Nur wenn Warren Buffet das Gefühl hat, das Management agiere falsch oder schlecht, trennt er sich von den entsprechenden Aktien. So geschehen bei Kraft Foods, als Buffett die sauteure Übernahme des britischen Konkurrenten Cadbury scharf kritisierte und seitdem stetig seinen Anteil verringert. Oder bei ConocoPhillips oder eben jetzt bei Tesco.
Buffetts seit mehr als 40 Jahren bewährter Value-Investing-Ansatz wird auch weiterhin hohe Renditen einfahren, auch wenn immer mal wieder einzelne Investment Probleme bereiten. Der steigende Kurs seiner Investmentholding spiegelt die Zuversicht der Anteilseigner wieder und dürfte auch künftig fast nur eine Richtung kennen: nach Norden.
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Montag, 20. Oktober 2014
Börsenweisheit der Woche 42/2014
"Wenn man für Geldanlagen höhere Mathematik oder Algebra bräuchte, würde ich heute noch Zeitungen austragen."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Montag, 13. Oktober 2014
Montag, 6. Oktober 2014
Börsenweisheit der Woche 40/2014
"Es ist leicht, den Absatz anzukurbeln, indem man die Preise senkt - aber schwer, sie danach wieder anzuheben."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Montag, 29. September 2014
Montag, 22. September 2014
Börsenweisheit der Woche 38/2014
"Das eine Unternehmen braucht eine Menge Kapital, um zu wachsen, das andere nicht. Das ist ein großer Unterschied."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Mittwoch, 17. September 2014
Sind deutsche Autozulieferer wieder kaufenswert?
Manch einer reibt sich verwundert die Augen, denn viele deutsche Autozulieferer notieren zwischen 25 und 30 Prozent unter ihren Jahreshöchstständen und sind auf den ersten Blick günstig bewertet mit einstelligen KGVs und attraktiven Dividendenrenditen. Trotzdem kennen die Kurse seit Wochen nur eine Richtung, nach unten. Es stellt sich die Frage, ob man als Value-Investor hier nicht zugreifen sollte, obwohl die alte Börsenregel "Greife nie in ein fallendes Messer" eine der wichtigsten und richtigsten ist.
Schauen wir uns kurz einige Werte näher an (die Kurzportraits stammen von finanzen.net):
Grammer AG
Die Grammer AG ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroad-Fahrzeuge, Lkws, Busse und Bahnen spezialisiert hat. In Europa gehört das Unternehmen zu den Marktführern im Bereich der Herstellung von Offroad-Sitzsystemen. In den Wachstumsmärkten Asien und auf dem amerikanischen Kontinent arbeitet die Gesellschaft an der Etablierung des Portfolios. Zu den Kunden der Grammer AG gehören neben Automobil- und Fahrzeugherstellern unterschiedlicher Branchen auch Reparaturwerkstätten oder Großhändler, die über ein direktes Vertriebsnetz beliefert werden. Der Konzern beliefert seine Industrie- und Gewerbekunden mit Komplettausstattungen und -Systemen und verkauft außerdem einzelne Ersatzteile oder Sonderanfertigungen. Unter dem Dach der Grammer AG sind die Aktivitäten zahlreicher Tochter- und Beteiligungsunternehmen vereint. Mit ihnen ist der Konzern an mehreren internationalen Standorten vertreten, darunter China, Spanien, Slowenien, Japan, Großbritannien, Brasilien und die USA.
Aktienkurs: 33,65 EUR
Streubesitz: 97,14%
EPS 14/15e: 2,98/3,67
KGV 14/15e: 11,41/9,27
Dividende 14/15e: 0,79/0,94 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 2,31%/2,78%
Leoni AG
Die LEONI AG ist ein weltweit tätiger System- und Entwicklungslieferant von Drähten, Kabeln und Bordnetz-Systemen. Das Angebotsspektrum umfasst Drähte und Litzen, Standard- und Spezialkabel, Lichtwellenleiter sowie komplette Kabelsysteme und Dienstleistungen für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Im Bereich Wiring Systems werden Kabelsätze und komplette Bordnetz-Systeme sowie Komponenten für die internationale Fahrzeugindustrie entwickelt, produziert und vertrieben. Die beiden Segmente bilden eine aufeinander aufbauende Wertschöpfungskette: Drähte, Litzen und Glasfaser sind die Grundlage für isolierte Kupferleitungen und -kabel bzw. Lichtwellenleiter. Diese werden konfektioniert, zu Kabelsätzen, Kabelsystemen sowie Bordnetz-Systemen weiterverarbeitet und als Komplettpaket inklusive ergänzender Services angeboten. Neben Produkten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie umfasst das LEONI-Leistungsspektrum Spezialkabel nach Kundenspezifikation, montagefertige Kabelsysteme, verkabelte Module, Datenleitungen und Netzwerk-Komponenten, isolierte Starkstromleitungen, Steuerleitungen, Koaxial- und Instrumentenkabel, Netzanschlussleitungen, Kupferdrähte und -litzen sowie die Strahlenvernetzung von Kabeln und Rohren.
Aktienkurs: 46,10 EUR
Streubesitz: 87,10%
EPS 14/15e: 4,21/5,36
KGV 14/15e: 11,07/8,70
Dividende 14/15e: 1,36/1,71 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 2,91%/3,68%
SAF Holland SA
SAF-HOLLAND S.A. ist ein führender globaler Anbieter von Bauteilen und Systemen für die Anhänger-, Auflieger-, Lastkraftwagen-, Sattelzugmaschinen-, Bus- und Wohnmobil-Industrie. Das Produktangebot umfasst Achs- und Fahrwerksysteme, Sattelkupplungen, Königszapfen, Anhängerkupplungen und Stützwinden. Zu den Kunden zählen neben Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Original Equipment Suppliers (OESs) auch Endverbraucher und Service-Zentren. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eigene Forschungs-, Entwicklungs- und Testabteilungen.
Aktienkurs: 10,00 EUR
Streubesitz: 86,23%
EPS 14/15e: 0,86/1,10
KGV 14/15e: 11,79/9,19
Dividende 14/15e: 0,37/0,49 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 3,66%/4,89%
SHW AG
Die SHW AG - 1365 gegründet und damit einer der ältesten Industriebetriebe Deutschlands - zählt heute zu den führenden Automobilzulieferern in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und fertigt sowohl Pumpen und Motorkomponenten wie auch Bremsscheiben und beliefert Lieferanten der Fahrzeugindustrie, Nutzfahrzeughersteller sowie namhafte Automobilhersteller in Europa und Nordamerika. Das Produktsortiment ist in den einzelnen Bereichen breitgefächert und enthält verschiedenartige Öl-, Wasser-, Vakuum- oder elektrische Pumpen sowie Sinterteile, Pumpenräder und unterschiedliche Bremsscheiben. Erklärtes Unternehmensziel ist insbesondere die Fertigung von Produkten, die zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emisionen beitragen. Darüber hinaus arbeitet der Konzern an neuen Technologien und Lösungen, um den Anforderungen des Automobilmarktes gerecht zu werden. Im Bereich Forschung & Entwicklung werden daher verschiedene Produkte zur Lösung von komplexen Problemen im Fahrzeugbau entwickelt. Im Vordergrund stehen dabei Materialien und Herstellungsverfahren für Leichtbauteile auf dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt verfügt die SHW AG über vier Produktionsstandorte in Deutschland sowie über weitere in Kanada und Mexico.
Aktienkurs: 34,25 EUR
Streubesitz: 53,34%
EPS 14/15e: 2,73/3,43
KGV 14/15e: 12,57/9,99
Dividende 14/15e: 1,21/1,15 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 3,52%/3,35%
Einschätzung
Von den Kennzahlen her sehen alle Unternehmen attraktiv aus und sie sind allesamt in ihren Bereichen gut bis hervorragend aufgestellt. Einige haben jüngst sogar ihre Jahresprognosen bestätigt, andere liegen nahe dran. Was könnte also die Skepsis gegenüber derart niedrig bewerteten Aktien nähren? Ich denke, es sind die Kunden, denn die Automobilindustrie ist eine stark zyklische und konjunktursensible Branche. Und die Zulieferer hängen zu einem erheblichen Teil von den Autokonzernen ab. Schaut man nun auf die Meldungen der vergangenen Monate, dann sieht man, dass sich der Automobilzyklus längst abkühlt: laut dem europäischen Autoverband ACEA lag der Zuwachs im August mit 2,1 Prozent zum Vormonat deutlich unter dem des Juli. In den großen Absatzmärkten wie Deutschland und Frankreich wurden sogar weniger Wagen verkauft. Dazu kommt zunehmende Zurückhaltung in China und die Russlandsanktionen treffen die Hersteller mit voller Wucht. Die Konsequenz wird sein, dass sie bei geringeren Absatzzahlen einerseits weniger Teile von ihren Zulieferern beziehen werden und darüber hinaus auch wieder auf Kostenoptimierungspotenziale schielen werden. Und auch hier fällt schnell der Fokus auf die Zulieferer und deren Margen.
Fazit
Die Zulieferbetriebe scheinen auf den ersten Blick günstig bewertet zu sein, dennoch steht und fällt diese Einschätzung ja mit den zugrundeliegenden Kennzahlen. Und wenn man perspektivisch davon ausgehen muss, dass die Zulieferer weniger absetzen und ggf. zu niedrigeren Preisen, dann werden die bisher genannten Zahlen und Prognosen nicht zu halten sein. Die Folge der wohl zu erwartenden Reduzierungen wären höhere KGVs/Bewertungen - und der Kurs hätte letztlich nur die zu erwartenden Entwicklung vorweggenommen. Und dann wären die vermeintlichen Kaufkurse doch nur Zwischenstationen auf dem Weg zu wirklich attraktiven Einstiegskursen gewesen.
Unter Chance-Risiko-Aspekten drängen sich Neuengagements zurzeit eher nicht auf, auch wenn die aktuelle Kennzahlenlage anderes vermuten lässt. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Zulieferer die Börsenstars des Vorjahres waren und hohe Kurssteigerungen zu verzeichnen hatten. Diese korrigieren sie jetzt. Und "nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann", mahnte schon Peter Lynch.
Schauen wir uns kurz einige Werte näher an (die Kurzportraits stammen von finanzen.net):
Grammer AG
Die Grammer AG ist ein deutsches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Offroad-Fahrzeuge, Lkws, Busse und Bahnen spezialisiert hat. In Europa gehört das Unternehmen zu den Marktführern im Bereich der Herstellung von Offroad-Sitzsystemen. In den Wachstumsmärkten Asien und auf dem amerikanischen Kontinent arbeitet die Gesellschaft an der Etablierung des Portfolios. Zu den Kunden der Grammer AG gehören neben Automobil- und Fahrzeugherstellern unterschiedlicher Branchen auch Reparaturwerkstätten oder Großhändler, die über ein direktes Vertriebsnetz beliefert werden. Der Konzern beliefert seine Industrie- und Gewerbekunden mit Komplettausstattungen und -Systemen und verkauft außerdem einzelne Ersatzteile oder Sonderanfertigungen. Unter dem Dach der Grammer AG sind die Aktivitäten zahlreicher Tochter- und Beteiligungsunternehmen vereint. Mit ihnen ist der Konzern an mehreren internationalen Standorten vertreten, darunter China, Spanien, Slowenien, Japan, Großbritannien, Brasilien und die USA.
Aktienkurs: 33,65 EUR
Streubesitz: 97,14%
EPS 14/15e: 2,98/3,67
KGV 14/15e: 11,41/9,27
Dividende 14/15e: 0,79/0,94 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 2,31%/2,78%
Leoni AG
Die LEONI AG ist ein weltweit tätiger System- und Entwicklungslieferant von Drähten, Kabeln und Bordnetz-Systemen. Das Angebotsspektrum umfasst Drähte und Litzen, Standard- und Spezialkabel, Lichtwellenleiter sowie komplette Kabelsysteme und Dienstleistungen für unterschiedlichste industrielle Anwendungen. Im Bereich Wiring Systems werden Kabelsätze und komplette Bordnetz-Systeme sowie Komponenten für die internationale Fahrzeugindustrie entwickelt, produziert und vertrieben. Die beiden Segmente bilden eine aufeinander aufbauende Wertschöpfungskette: Drähte, Litzen und Glasfaser sind die Grundlage für isolierte Kupferleitungen und -kabel bzw. Lichtwellenleiter. Diese werden konfektioniert, zu Kabelsätzen, Kabelsystemen sowie Bordnetz-Systemen weiterverarbeitet und als Komplettpaket inklusive ergänzender Services angeboten. Neben Produkten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie umfasst das LEONI-Leistungsspektrum Spezialkabel nach Kundenspezifikation, montagefertige Kabelsysteme, verkabelte Module, Datenleitungen und Netzwerk-Komponenten, isolierte Starkstromleitungen, Steuerleitungen, Koaxial- und Instrumentenkabel, Netzanschlussleitungen, Kupferdrähte und -litzen sowie die Strahlenvernetzung von Kabeln und Rohren.
Aktienkurs: 46,10 EUR
Streubesitz: 87,10%
EPS 14/15e: 4,21/5,36
KGV 14/15e: 11,07/8,70
Dividende 14/15e: 1,36/1,71 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 2,91%/3,68%
SAF Holland SA
SAF-HOLLAND S.A. ist ein führender globaler Anbieter von Bauteilen und Systemen für die Anhänger-, Auflieger-, Lastkraftwagen-, Sattelzugmaschinen-, Bus- und Wohnmobil-Industrie. Das Produktangebot umfasst Achs- und Fahrwerksysteme, Sattelkupplungen, Königszapfen, Anhängerkupplungen und Stützwinden. Zu den Kunden zählen neben Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Original Equipment Suppliers (OESs) auch Endverbraucher und Service-Zentren. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eigene Forschungs-, Entwicklungs- und Testabteilungen.
Aktienkurs: 10,00 EUR
Streubesitz: 86,23%
EPS 14/15e: 0,86/1,10
KGV 14/15e: 11,79/9,19
Dividende 14/15e: 0,37/0,49 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 3,66%/4,89%
SHW AG
Die SHW AG - 1365 gegründet und damit einer der ältesten Industriebetriebe Deutschlands - zählt heute zu den führenden Automobilzulieferern in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und fertigt sowohl Pumpen und Motorkomponenten wie auch Bremsscheiben und beliefert Lieferanten der Fahrzeugindustrie, Nutzfahrzeughersteller sowie namhafte Automobilhersteller in Europa und Nordamerika. Das Produktsortiment ist in den einzelnen Bereichen breitgefächert und enthält verschiedenartige Öl-, Wasser-, Vakuum- oder elektrische Pumpen sowie Sinterteile, Pumpenräder und unterschiedliche Bremsscheiben. Erklärtes Unternehmensziel ist insbesondere die Fertigung von Produkten, die zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emisionen beitragen. Darüber hinaus arbeitet der Konzern an neuen Technologien und Lösungen, um den Anforderungen des Automobilmarktes gerecht zu werden. Im Bereich Forschung & Entwicklung werden daher verschiedene Produkte zur Lösung von komplexen Problemen im Fahrzeugbau entwickelt. Im Vordergrund stehen dabei Materialien und Herstellungsverfahren für Leichtbauteile auf dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt verfügt die SHW AG über vier Produktionsstandorte in Deutschland sowie über weitere in Kanada und Mexico.
Aktienkurs: 34,25 EUR
Streubesitz: 53,34%
EPS 14/15e: 2,73/3,43
KGV 14/15e: 12,57/9,99
Dividende 14/15e: 1,21/1,15 EUR
Div.-Rendite 14/15e: 3,52%/3,35%
Einschätzung
Von den Kennzahlen her sehen alle Unternehmen attraktiv aus und sie sind allesamt in ihren Bereichen gut bis hervorragend aufgestellt. Einige haben jüngst sogar ihre Jahresprognosen bestätigt, andere liegen nahe dran. Was könnte also die Skepsis gegenüber derart niedrig bewerteten Aktien nähren? Ich denke, es sind die Kunden, denn die Automobilindustrie ist eine stark zyklische und konjunktursensible Branche. Und die Zulieferer hängen zu einem erheblichen Teil von den Autokonzernen ab. Schaut man nun auf die Meldungen der vergangenen Monate, dann sieht man, dass sich der Automobilzyklus längst abkühlt: laut dem europäischen Autoverband ACEA lag der Zuwachs im August mit 2,1 Prozent zum Vormonat deutlich unter dem des Juli. In den großen Absatzmärkten wie Deutschland und Frankreich wurden sogar weniger Wagen verkauft. Dazu kommt zunehmende Zurückhaltung in China und die Russlandsanktionen treffen die Hersteller mit voller Wucht. Die Konsequenz wird sein, dass sie bei geringeren Absatzzahlen einerseits weniger Teile von ihren Zulieferern beziehen werden und darüber hinaus auch wieder auf Kostenoptimierungspotenziale schielen werden. Und auch hier fällt schnell der Fokus auf die Zulieferer und deren Margen.
Fazit
Die Zulieferbetriebe scheinen auf den ersten Blick günstig bewertet zu sein, dennoch steht und fällt diese Einschätzung ja mit den zugrundeliegenden Kennzahlen. Und wenn man perspektivisch davon ausgehen muss, dass die Zulieferer weniger absetzen und ggf. zu niedrigeren Preisen, dann werden die bisher genannten Zahlen und Prognosen nicht zu halten sein. Die Folge der wohl zu erwartenden Reduzierungen wären höhere KGVs/Bewertungen - und der Kurs hätte letztlich nur die zu erwartenden Entwicklung vorweggenommen. Und dann wären die vermeintlichen Kaufkurse doch nur Zwischenstationen auf dem Weg zu wirklich attraktiven Einstiegskursen gewesen.
Unter Chance-Risiko-Aspekten drängen sich Neuengagements zurzeit eher nicht auf, auch wenn die aktuelle Kennzahlenlage anderes vermuten lässt. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Zulieferer die Börsenstars des Vorjahres waren und hohe Kurssteigerungen zu verzeichnen hatten. Diese korrigieren sie jetzt. Und "nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann", mahnte schon Peter Lynch.
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Dividende,
Einfach gedacht,
Empfehlung,
Peter Lynch,
SHW,
Stock-Picking,
Value Trap
Montag, 15. September 2014
Montag, 8. September 2014
Börsenweisheit der Woche 36/2014
"Bringe so viel Mut und Überzeugung auf, dass Du zumindest zehn Prozent Deines Kapitals in eine Geldanlage stecken kannst."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Montag, 1. September 2014
Börsenweisheit der Woche 35/2014
"Die Leute sollen wieder anfangen zu arbeiten, anstatt auf öffentliche Rechnung zu leben."
(Marcus Tullius Cicero)
(Marcus Tullius Cicero)
Dienstag, 26. August 2014
Aktienrückkaufprogramm dürfte Aurelius-Kurs zusätzlich beflügeln
Heute gab die Beteiligungsgesellschaft Aurelius bekannt, eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. Entsprechend der von der Hauptversammlung am 21. Mai 2014 erteilten Genehmigung sollen bis zum 30. Juni 2015 insgesamt bis zu 3.168.000 eigene Aktien zurückgekauft werden bis zu einem Gesamtvolumen von max. 15 Mio. EUR.
Üblicherweise wirken sich Aktienrückkäufe kurstreibend aus und nachdem Aurelius zuletzt sehr positive Nachrichten zu Käufen und Verkäufen von Beteiligungen vermelden konnte und inzwischen von einer Dividendenrendite von bis zu 7% für 2014 ausgegangen werden kann, notiert der Aktienkurs nahe seines Allzeithochs von 30 EUR. Die möglichen Impulse aus dem Aktienrückkaufprogramm könnten jetzt für weiter steigende Notierungen sorgen, zumal das Unternehmen auch auf diesem Kursniveau weiterhin attraktiv bewertet ist. Jüngst hatte Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus auch seine Prognose nach oben angepasst.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Üblicherweise wirken sich Aktienrückkäufe kurstreibend aus und nachdem Aurelius zuletzt sehr positive Nachrichten zu Käufen und Verkäufen von Beteiligungen vermelden konnte und inzwischen von einer Dividendenrendite von bis zu 7% für 2014 ausgegangen werden kann, notiert der Aktienkurs nahe seines Allzeithochs von 30 EUR. Die möglichen Impulse aus dem Aktienrückkaufprogramm könnten jetzt für weiter steigende Notierungen sorgen, zumal das Unternehmen auch auf diesem Kursniveau weiterhin attraktiv bewertet ist. Jüngst hatte Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus auch seine Prognose nach oben angepasst.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Stock-Picking
Montag, 25. August 2014
Börsenweisheit der Woche 34/2014
"Um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen, muss man nichts Außergewöhnliches tun."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Montag, 18. August 2014
Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 2. Quartal 2014?
Value Investor Warren Buffett musste wieder einmal das sog. Formular 13-F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe für seine Investmentholding Berkshire Hathaway offenlegen muss.
Wichtigste Käufe
Buffett kaufte vor allem im Kabel - und Telekommunikationssektor zu. Insbesondere stockte er sein Engagement bei Verizon um gut 36% oder fast 4 Mio. Anteilsscheine auf und hält nun 15 Mio. Aktien. Weitere 2 Mio. Aktien, ein Zuwachs von fast 35%, erwarb er an Liberty Global und kommt nun auf 9,86 Mio. Anteile. Suncor Energy stockte er um 3,5 Mio. Aktien oder 26,6% auf und liegt nun bei 16,5 Mio. Anteilen. Des Weiteren baute er seine Anteile an bekannten Positionen aus, wie VISA (+15,7%), Verisign (+11,1%), General Motors (+9,6%), IBM (+2,66%) und Walmart (+1,28%).
Ganz neu im Depot sind 2,3 Mio. Aktien von Charter Communications und 1,8 Mio. Anteile an Now Inc.
Wichtigste Verkäufe
Reduziert hat Buffett vor allem seine Positionen bei Graham Holdings (-93,8%), Conocophillips (-87,8%), Phillips 66 (-33,1%), Direct TV (-32%), Liberty Media A-Aktien (-24,5%).
Wichtigste Käufe
Buffett kaufte vor allem im Kabel - und Telekommunikationssektor zu. Insbesondere stockte er sein Engagement bei Verizon um gut 36% oder fast 4 Mio. Anteilsscheine auf und hält nun 15 Mio. Aktien. Weitere 2 Mio. Aktien, ein Zuwachs von fast 35%, erwarb er an Liberty Global und kommt nun auf 9,86 Mio. Anteile. Suncor Energy stockte er um 3,5 Mio. Aktien oder 26,6% auf und liegt nun bei 16,5 Mio. Anteilen. Des Weiteren baute er seine Anteile an bekannten Positionen aus, wie VISA (+15,7%), Verisign (+11,1%), General Motors (+9,6%), IBM (+2,66%) und Walmart (+1,28%).
Ganz neu im Depot sind 2,3 Mio. Aktien von Charter Communications und 1,8 Mio. Anteile an Now Inc.
Wichtigste Verkäufe
Reduziert hat Buffett vor allem seine Positionen bei Graham Holdings (-93,8%), Conocophillips (-87,8%), Phillips 66 (-33,1%), Direct TV (-32%), Liberty Media A-Aktien (-24,5%).
Börsenweisheit der Woche 33/2014
"Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist."
(Marcus Tullius Cicero)
(Marcus Tullius Cicero)
Donnerstag, 14. August 2014
Aurelius mit Prognoseanhebung auf Rekordjagd
Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius lässt Anlegerherzen höher schlagen und markiert neue Aktienhöchststände - zumindest wenn man die kürzlich erfolgte Dividendenausschüttung von 1,05 EUR hinzurechnet. Nachdem zuletzt mehrere Erfolgreiche Deals verkündet wurden, wurden heute die konkreten Auswirkungen deutlich, denn Aurelius präsentierte seine Halbjahresergebnisse. Und die können sich mehr als sehen lassen!
Für die erste Jahreshälfte vermeldet Aurelius einen Umsatzanstieg auf 804 Mio. EUR (Vorjahr: 765 Mio. EUR), das EBITDA stieg auf 111,5 Mio. EUR (48,9 Mio. EUR) und einen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn von 51,2 Mio. EUR (50,0 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg auf 39,4 Mio. EUR (29,4 Mio. EUR) und die liquiden Mittel lagen am Ende des ersten Halbjahres bei 239,4 Mio. EUR (31. Dezember 2013: 223,9 Mio. EUR). In den Zahlen sind die Neuerwerbe der IDS Individual Desktop Services und von Scholl Footwear noch nicht enthalten. Beide Transaktionen sollen im Laufe des dritten Quartals abgeschlossen werden.
Für das zweite Halbjahr erwartet CEO Dr. Dirk Markus eine weiterhin intensive Transaktionstätigkeit und hebt vor diesem Hintergrund die Jahresprognose für das Gesamt-EBITDA auf mindestens 220 Mio. EUR an (bisher mind. 200 Mio. EUR).
Da zu der Basisdividende jeweils immer auch die Hälfte der erzielten Gewinne aus Beteiligungsverkäufen ausgeschüttet werden, winkt auch für das Geschäftsjahr 2014 wieder eine attraktive Sonderdividende - insgesamt könnte sogar eine Dividendenrendite von mehr als 6 Prozent dabei herausspringen.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Für die erste Jahreshälfte vermeldet Aurelius einen Umsatzanstieg auf 804 Mio. EUR (Vorjahr: 765 Mio. EUR), das EBITDA stieg auf 111,5 Mio. EUR (48,9 Mio. EUR) und einen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn von 51,2 Mio. EUR (50,0 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg auf 39,4 Mio. EUR (29,4 Mio. EUR) und die liquiden Mittel lagen am Ende des ersten Halbjahres bei 239,4 Mio. EUR (31. Dezember 2013: 223,9 Mio. EUR). In den Zahlen sind die Neuerwerbe der IDS Individual Desktop Services und von Scholl Footwear noch nicht enthalten. Beide Transaktionen sollen im Laufe des dritten Quartals abgeschlossen werden.
Für das zweite Halbjahr erwartet CEO Dr. Dirk Markus eine weiterhin intensive Transaktionstätigkeit und hebt vor diesem Hintergrund die Jahresprognose für das Gesamt-EBITDA auf mindestens 220 Mio. EUR an (bisher mind. 200 Mio. EUR).
Da zu der Basisdividende jeweils immer auch die Hälfte der erzielten Gewinne aus Beteiligungsverkäufen ausgeschüttet werden, winkt auch für das Geschäftsjahr 2014 wieder eine attraktive Sonderdividende - insgesamt könnte sogar eine Dividendenrendite von mehr als 6 Prozent dabei herausspringen.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 11. August 2014
Jungheinrich: mit diesen Hochstaplern lässt sich gut Geld verdienen!
Die 1953 gegründete Jungheinrich AG aus Hamburg notiert im SDAX und ist in den Bereichen Intralogistik und Maschinenbau unterwegs. Sie ist weltweit die Nummer 3 im Gabelstapler-Markt und in Europa die Nummer zwei. Vor ihr rangiert die ebenfalls deutsche Kion (ehemaliges Linde-Staplersegment) und an der Weltspitze liegt Toyota. Zusammen mit dem US-Hersteller Hyster-Yale machen die 4 Unternehmen rund die Hälfte des Weltmarktes unter sich aus.
Dabei ist der Abstand zur Nummer 2 schon recht deutlich, denn Jungheinrich verzichtet bewusst auf Übernahmen, sondern kauft allenfalls Technologie zu. Man bevorzugt organisches Wachstum und hat hier in den vergangenen Jahren mehr als 100 Mio. EUR investiert. Neben den neuen Produkten, die jetzt an den Markt kommen, setzt Jungheinrich auch ganz bewusst auf die Instandsetzung älterer Geräte. So hat kürzlich das 25.000ste Gebrauchtfahrzeug das Aufarbeitungszentrum in Dresden verlassen und die Kapazitäten sollen hier bis 2018 auf 8.000 Fahrzeuge jährlich annähernd verdoppelt werden. Nach Schätzung der Berenberg Bank fahren die Hersteller jedoch inzwischen rund 85 Prozent ihrer Gewinne mit Serviceleistungen ein und hier sind die beiden deutschen Hersteller Kion und Jungheinrich Spitze, denn bei ihnen macht der Serviceanteil bereits 40 Prozent vom Umsatz aus. Es zahlt sich eben aus, dass rund 40 Prozent der Geräte verleast werden und somit dem Jungheinrich-Service unterstehen.
Angriff auf den Boommarkt China
Den Wachstumsmarkt China, mit seinen rund 250.000 Gabelstaplern pro Jahr, nimmt Jungheinrich nun verstärkt in den Fokus, denn bisher bauten die Hanseaten vor allem Stapler mit Elektroantrieb. Doch die Chinesen ordern vor allem Verbrennungsmotor getriebene Stapler und so hat Jungheinrich reagiert und vor kurzem ein neues Werk in der Nähe von Shanghai in Betrieb genommen. Mehr als 10.000 Stapler können hier pro Jahr vom Band laufen, mit Elektromotor, aber auch mit Verbrennungsmotor. Und so soll sich Jungheinrichs Anteil am gigantischen China-Markt in den nächsten Jahren von wenigen tausend Fahrzeugen vervielfachen. Mit einem zusätzlichen Sortiment günstiger Produkte will man den Anteil der Fahrzeuge mit Dieselantrieb während der nächsten fünf Jahre auf zehn Prozent verdoppeln.
Doch auch Nordamerika und Russland sind lukrative Märkte, die Wachstumsraten jenseits der 5 Prozent versprechen - der Russlandbezug könnte daher auch mitverantwortlich für den Kursrutsch der letzten Wochen gewesen sein, denn hier verkauft Jungheinrich seit 1993 Stapler und ist seit 2003 mit einer Vertriebskooperation vor Ort vertreten.
Solide Geschäftsentwicklung
Nur 8 Prozent des Jahresumsatzes von 2,3 Mrd. EUR macht Jungheinrich außerhalb der EU, Tendenz stark steigend. Und man möchte in diesem Jahr bereits den Absatzrekord von 75.000 Gabelstaplern aus dem Jahr 2011 übertrumpfen. Das dritte Quartal 2013 hatte Jungheinrich noch Probleme bereitet. So musste das Unternehmen seine Prognose nach unten korrigieren und hatte Anlaufprobleme im neuen Werk Degernpoint. Davon war im ersten Quartal 2014 nichts mehr zu spüren; der Markt für Flurförderfahrzeuge wächst mit 10 Prozent in diesem Jahr und nach der starken Geschäftsentwicklung samt gestiegenen Auftragsbestand erhöhte der Lagertechnikspezialist Anfang Mai seine Ziele für das Gesamtjahr und es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen seine Prognosen mindestens erfüllen wird. Vorstandschef Hans-Georg Frey hatte kürzlich noch erwähnt, dass es durchaus zu einer weiteren Prognoseanhebung im laufenden Jahr kommen könne.
2013 lag der Umsatz bei 2.289,78 Mio. EUR, in diesem Jahr werden 2.437,88 Mio. EUR angepeilt und 2015 schon 2.562,68 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll von 3,15 EUR im Jahr 2013 auf 3,52 EUR auf 2015 dann auf 3,97 EUR steigen, was einem 2015er KGV von knapp unter 11 entspricht. Und die Dividendenrendite für 2014 dürfte bei gut 2,3 Prozent liegen, was auch nicht zu verachten ist.
Aktienkurs ist deutlich zurückgekommen
Der Aktienkurs startete zu Jahresanfang bei rund 50 EUR und erklomm im Frühjahr bei 59 EUR seinen Hochpunkt. Seitdem geht es mit dem Kurs bergab, zuletzt beschleunigt dank der allgemeinen Talfahrt an der Börse. Und am Freitag habe ich zugeschlagen für 42,75 EUR, also fast 25 Prozent unter dem Höchstkurs. Doch schon Peter Lynch wusste: "Nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann". Daher waren für meinen Kauf die fundamentalen Daten und die Perspektiven des Unternehmens ausschlaggebend, nicht der Kursrücksetzer. Dieser bietet lediglich die Chance, die Aktien eines gut positionierten Unternehmens zu einem attraktiven Kaufpreis einzusammeln. Und sollten die vorgelegten Zahlen meine Erwartungen bestätigen (oder gar übertreffen), werde ich auf diesem Niveau noch weiter zukaufen. Denn die fundamentalen Daten berechtigen zu deutlich höheren Aktienkursen, wie auch die Kursziele einiger Analystenhäuser ebenfalls vermuten lassen (Bankhaus Lampe: 58 EUR, Warburg Research: 58 EUR, Commerzbank: 62 EUR, Hauck & Aufhäuser: 62 EUR, LBBW: 62 EUR, DZ Bank: 67 EUR). Das entsprechende Kurszielpotenzial läge also zwischen 36 und 56 Prozent.
Ich nehme Jungheinrich auf meine Empfehlungsliste.
Dabei ist der Abstand zur Nummer 2 schon recht deutlich, denn Jungheinrich verzichtet bewusst auf Übernahmen, sondern kauft allenfalls Technologie zu. Man bevorzugt organisches Wachstum und hat hier in den vergangenen Jahren mehr als 100 Mio. EUR investiert. Neben den neuen Produkten, die jetzt an den Markt kommen, setzt Jungheinrich auch ganz bewusst auf die Instandsetzung älterer Geräte. So hat kürzlich das 25.000ste Gebrauchtfahrzeug das Aufarbeitungszentrum in Dresden verlassen und die Kapazitäten sollen hier bis 2018 auf 8.000 Fahrzeuge jährlich annähernd verdoppelt werden. Nach Schätzung der Berenberg Bank fahren die Hersteller jedoch inzwischen rund 85 Prozent ihrer Gewinne mit Serviceleistungen ein und hier sind die beiden deutschen Hersteller Kion und Jungheinrich Spitze, denn bei ihnen macht der Serviceanteil bereits 40 Prozent vom Umsatz aus. Es zahlt sich eben aus, dass rund 40 Prozent der Geräte verleast werden und somit dem Jungheinrich-Service unterstehen.
Angriff auf den Boommarkt China
Den Wachstumsmarkt China, mit seinen rund 250.000 Gabelstaplern pro Jahr, nimmt Jungheinrich nun verstärkt in den Fokus, denn bisher bauten die Hanseaten vor allem Stapler mit Elektroantrieb. Doch die Chinesen ordern vor allem Verbrennungsmotor getriebene Stapler und so hat Jungheinrich reagiert und vor kurzem ein neues Werk in der Nähe von Shanghai in Betrieb genommen. Mehr als 10.000 Stapler können hier pro Jahr vom Band laufen, mit Elektromotor, aber auch mit Verbrennungsmotor. Und so soll sich Jungheinrichs Anteil am gigantischen China-Markt in den nächsten Jahren von wenigen tausend Fahrzeugen vervielfachen. Mit einem zusätzlichen Sortiment günstiger Produkte will man den Anteil der Fahrzeuge mit Dieselantrieb während der nächsten fünf Jahre auf zehn Prozent verdoppeln.
Doch auch Nordamerika und Russland sind lukrative Märkte, die Wachstumsraten jenseits der 5 Prozent versprechen - der Russlandbezug könnte daher auch mitverantwortlich für den Kursrutsch der letzten Wochen gewesen sein, denn hier verkauft Jungheinrich seit 1993 Stapler und ist seit 2003 mit einer Vertriebskooperation vor Ort vertreten.
Solide Geschäftsentwicklung
Nur 8 Prozent des Jahresumsatzes von 2,3 Mrd. EUR macht Jungheinrich außerhalb der EU, Tendenz stark steigend. Und man möchte in diesem Jahr bereits den Absatzrekord von 75.000 Gabelstaplern aus dem Jahr 2011 übertrumpfen. Das dritte Quartal 2013 hatte Jungheinrich noch Probleme bereitet. So musste das Unternehmen seine Prognose nach unten korrigieren und hatte Anlaufprobleme im neuen Werk Degernpoint. Davon war im ersten Quartal 2014 nichts mehr zu spüren; der Markt für Flurförderfahrzeuge wächst mit 10 Prozent in diesem Jahr und nach der starken Geschäftsentwicklung samt gestiegenen Auftragsbestand erhöhte der Lagertechnikspezialist Anfang Mai seine Ziele für das Gesamtjahr und es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen seine Prognosen mindestens erfüllen wird. Vorstandschef Hans-Georg Frey hatte kürzlich noch erwähnt, dass es durchaus zu einer weiteren Prognoseanhebung im laufenden Jahr kommen könne.
2013 lag der Umsatz bei 2.289,78 Mio. EUR, in diesem Jahr werden 2.437,88 Mio. EUR angepeilt und 2015 schon 2.562,68 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll von 3,15 EUR im Jahr 2013 auf 3,52 EUR auf 2015 dann auf 3,97 EUR steigen, was einem 2015er KGV von knapp unter 11 entspricht. Und die Dividendenrendite für 2014 dürfte bei gut 2,3 Prozent liegen, was auch nicht zu verachten ist.
Aktienkurs ist deutlich zurückgekommen
Der Aktienkurs startete zu Jahresanfang bei rund 50 EUR und erklomm im Frühjahr bei 59 EUR seinen Hochpunkt. Seitdem geht es mit dem Kurs bergab, zuletzt beschleunigt dank der allgemeinen Talfahrt an der Börse. Und am Freitag habe ich zugeschlagen für 42,75 EUR, also fast 25 Prozent unter dem Höchstkurs. Doch schon Peter Lynch wusste: "Nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann". Daher waren für meinen Kauf die fundamentalen Daten und die Perspektiven des Unternehmens ausschlaggebend, nicht der Kursrücksetzer. Dieser bietet lediglich die Chance, die Aktien eines gut positionierten Unternehmens zu einem attraktiven Kaufpreis einzusammeln. Und sollten die vorgelegten Zahlen meine Erwartungen bestätigen (oder gar übertreffen), werde ich auf diesem Niveau noch weiter zukaufen. Denn die fundamentalen Daten berechtigen zu deutlich höheren Aktienkursen, wie auch die Kursziele einiger Analystenhäuser ebenfalls vermuten lassen (Bankhaus Lampe: 58 EUR, Warburg Research: 58 EUR, Commerzbank: 62 EUR, Hauck & Aufhäuser: 62 EUR, LBBW: 62 EUR, DZ Bank: 67 EUR). Das entsprechende Kurszielpotenzial läge also zwischen 36 und 56 Prozent.
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Börsenweisheit der Woche 32/2014
"Man braucht 20 Jahre, um sich einen guten Ruf aufzubauen, und nur fünf Minuten, um ihn zu verlieren. Wer das beherzigt, handelt bewusster."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Dienstag, 5. August 2014
Aurelius: Erfolg kann man (ver)kaufen
Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius ist weiterhin sehr erfolgreich unterwegs. Nachdem in diesem Jahr bereits mehrere Zukäufe erfolgt sind, so der Schweizer Werbevermarkter Publicitas, die T-Systems-Tochter IDS, die AKAD University und zuletzt Scholl Footwear von Reckitt Benckiser, wurden auch mehrere erfolgreiche Exit-Deals durchgezogen. So wurde die Healthcare-Sparte der Tochter brightONE an T-Systems veräußert, und das Sorgenkind, die Reederei Peter Deilmann samt der MS DEUTSCHLAND, an Callista Private Equity. Und in den letzten Tagen folgten zwei weitere Verkäufe: die Aurelius-Tochter Isochem hat ihre ungarische Tochter Framochem Kft sowie deren deutsche Vertriebseinheit Isochem Deutschland GmbH an den US-Konzern VanDeMark Chemical Inc. abgegeben und heute gab man bekannt, die Schweizer Tochter connectis an die französische SPIE-Gruppe verkauft zu haben.
Viel Bewegung also im Beteiligungsportfolio der Aurelius, wobei die Exits seit 2006 durchschnittlich eine Verachtfachung des eingesetzten Kapitals erzielt haben - beim Isochem-Deal soll es dem Vernehmen nach sogar noch mehr gewesen sein. Und auch der Connectis-Exit wird sich deutlich positiv auf das Ergebnis des dritten Quartals auswirken, gab Aurelius heute bekannt, nachdem bereits das Auftaktquartal das beste der Unternehmensgeschichte war.
Interessant sind die Exits nicht nur, weil auf so die enormen stillen Reserven gehoben werden, die in den erfolgreich umstrukturierten und neu positionierten Beteiligungen schlummern, sondern weil Aurelius stets neben der regulären Basisdividende auch die Hälfte der durch die Exits erzielten Gewinne in Form einer Sonderdividende an die Aktionäre ausschüttet. Für 2013 waren so 0,70 EUR zuzüglich 0,35 EUR zusammengekommen, also insgesamt 1,05 EUR. Und für 2014 könnten diese Werte nochmals getoppt werden, denn weitere Deals sind laut Aussage von Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus in der Pipeline. Eine Dividendenrendite von deutlich über 3 Prozent ist in Zeiten von Niedrigzinsen nicht zu verachten. Und sie wird nicht aus der Substanz ausgeschüttet, sondern wurde vom Unternehmen verdient!
Erst kürzlich hatte Aurelius sich an mehr Transparenz versucht und erstmals einen NAV (Net-Asset-Value oder Nettoinventarwert) für sein Beteiligungsportfolio veröffentlicht und mit 1.067,6 Mio. EUR angegeben, also etwa 33,70 EUR je Aktie. Das liegt etwa 20 Prozent unter dem aktuellen Börsenkurs und war vor den beiden letzten Exits. Berenberg Equity Research gibt inzwischen den fairen Wert von Aurelius mit 39,50 EUR an und geht davon aus, dass es in diesem Jahr einen Gewinnsprung von 130 Prozent geben wird auf 3,57 EUR je Aktie. Das würde einem rekordverdächtig niedrigen KGV von 7,7 entsprechen auf Basis des aktuellen Aktienkurses. Bei dem genannten Kursziel von 39,50 EUR läge es immer noch bei moderaten 11.
Umso verständlicher und betriebswirtschaftlich vernünftig ist es, dass Aurelius nun auch eigene Aktien zurückkaufen will, immerhin wollen rund 200 Mio. EUR investiert werden und der Abschlag auf den NAV ist beträchtlich - auf den fairen Wert nach Berenberg von 39,50 EUR sogar satte 36 Prozent!
Der Aktienkurs hat sich in diesem Jahr noch nicht gut entwickelt, er verdaut noch den rasanten Anstieg aus dem Vorjahr. Eine deutliche Höherbewertung der Aurelius-Aktie wäre aufgrund der positiven Ergebnisse und hervorragenden Aussichten allerdings angemessen und sollte nur eine Frage der Zeit sein. In den jüngsten Kursturbulenzen hat die Aktie jedenfalls relative Stärke bewiesen und dürfte einiges an Kurssteigerungspotenzial aufgebaut haben. Es ist davon auszugehen, dass sich dieses demnächst auch entfalten wird - die angekündigten Aktienrückkäufe dürften zusätzlich kurstreibend wirken.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Viel Bewegung also im Beteiligungsportfolio der Aurelius, wobei die Exits seit 2006 durchschnittlich eine Verachtfachung des eingesetzten Kapitals erzielt haben - beim Isochem-Deal soll es dem Vernehmen nach sogar noch mehr gewesen sein. Und auch der Connectis-Exit wird sich deutlich positiv auf das Ergebnis des dritten Quartals auswirken, gab Aurelius heute bekannt, nachdem bereits das Auftaktquartal das beste der Unternehmensgeschichte war.
Interessant sind die Exits nicht nur, weil auf so die enormen stillen Reserven gehoben werden, die in den erfolgreich umstrukturierten und neu positionierten Beteiligungen schlummern, sondern weil Aurelius stets neben der regulären Basisdividende auch die Hälfte der durch die Exits erzielten Gewinne in Form einer Sonderdividende an die Aktionäre ausschüttet. Für 2013 waren so 0,70 EUR zuzüglich 0,35 EUR zusammengekommen, also insgesamt 1,05 EUR. Und für 2014 könnten diese Werte nochmals getoppt werden, denn weitere Deals sind laut Aussage von Aurelius-CEO Dr. Dirk Markus in der Pipeline. Eine Dividendenrendite von deutlich über 3 Prozent ist in Zeiten von Niedrigzinsen nicht zu verachten. Und sie wird nicht aus der Substanz ausgeschüttet, sondern wurde vom Unternehmen verdient!
Erst kürzlich hatte Aurelius sich an mehr Transparenz versucht und erstmals einen NAV (Net-Asset-Value oder Nettoinventarwert) für sein Beteiligungsportfolio veröffentlicht und mit 1.067,6 Mio. EUR angegeben, also etwa 33,70 EUR je Aktie. Das liegt etwa 20 Prozent unter dem aktuellen Börsenkurs und war vor den beiden letzten Exits. Berenberg Equity Research gibt inzwischen den fairen Wert von Aurelius mit 39,50 EUR an und geht davon aus, dass es in diesem Jahr einen Gewinnsprung von 130 Prozent geben wird auf 3,57 EUR je Aktie. Das würde einem rekordverdächtig niedrigen KGV von 7,7 entsprechen auf Basis des aktuellen Aktienkurses. Bei dem genannten Kursziel von 39,50 EUR läge es immer noch bei moderaten 11.
Umso verständlicher und betriebswirtschaftlich vernünftig ist es, dass Aurelius nun auch eigene Aktien zurückkaufen will, immerhin wollen rund 200 Mio. EUR investiert werden und der Abschlag auf den NAV ist beträchtlich - auf den fairen Wert nach Berenberg von 39,50 EUR sogar satte 36 Prozent!
Der Aktienkurs hat sich in diesem Jahr noch nicht gut entwickelt, er verdaut noch den rasanten Anstieg aus dem Vorjahr. Eine deutliche Höherbewertung der Aurelius-Aktie wäre aufgrund der positiven Ergebnisse und hervorragenden Aussichten allerdings angemessen und sollte nur eine Frage der Zeit sein. In den jüngsten Kursturbulenzen hat die Aktie jedenfalls relative Stärke bewiesen und dürfte einiges an Kurssteigerungspotenzial aufgebaut haben. Es ist davon auszugehen, dass sich dieses demnächst auch entfalten wird - die angekündigten Aktienrückkäufe dürften zusätzlich kurstreibend wirken.
Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 4. August 2014
Börsenweisheit der Woche 31/2014
"Ein guter Anzug und ein maßgeschneidertes Hemd können sogar aus einem Börsianer einen Gentleman machen."
(Oscar Wilde)
(Oscar Wilde)
Montag, 28. Juli 2014
Montag, 21. Juli 2014
Börsenweisheit der Woche 29/2014
"Value Investoren sollten bei den hässlichen, versteckten und unbeliebten Aktien suchen."
(Bruce Greenwald)
(Bruce Greenwald)
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Montag, 14. Juli 2014
Deutsche Rohstoff AG beschließt Aktienrückkauf
Kürzlich hatte ich ausführlich über die Deutsche Rohstoff AG berichtet und sie auf meine Empfehlungsliste genommen. Nachdem große Abwertungen den Jahresabschluss 2013 ins Minus gedrückt hatten, war eine Dividendenausschüttung für die erheblichen Mittel aus dem Tekton-Deal nicht mehr zulässig. Heute hat die DRAG nun ihre Pläne für ein Aktienrückkaufprogramm vorgestellt.
Insgesamt sollen eigene Aktien mit einem Volumen von bis zu 5 Mio. EUR zurückgekauft werden und zwar über die Börse. Das entspricht rund 250.000 Aktien bei zugrundelegen des Schlusskurses von Freitag. Die Rückkäufe beginnen ab 16. Juli und enden spätestens zum Jahresende. Dabei darf "für die zurückgekauften Aktien der Kaufpreis je erworbener Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor der Begründung der Verpflichtung zum Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten" und es dürfen "an einem Tag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse erworben werden", heißt es. Man ist sich also durchaus der kurststeigernden Wirkung dieser Aktienrückkäufe bewusst und genau dies ist ja auch der Zweck der Maßnahme. Man möchte durch die Verknappung der Aktienzahl den Aktionären einen Teil der erzielten Verkaufserlöse aus dem Tekton-Deal zukommen lassen und den Kurs stützen und steigern. Der Freudensprung, den der Aktienkurs heute macht, dürfte erst der Anfang sein.
Entscheidend für die mittel- und langfristige Unternehmens- und Kursentwicklung bleibt aber, wie die DRAG die noch immer reichlich vorhandenen Mittel investieren will. Schwerpunkt soll ja die Exploration von Öl- und Gasvorkommen (in den USA) sein.
Die Deutsche Rohstoff AG befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Insgesamt sollen eigene Aktien mit einem Volumen von bis zu 5 Mio. EUR zurückgekauft werden und zwar über die Börse. Das entspricht rund 250.000 Aktien bei zugrundelegen des Schlusskurses von Freitag. Die Rückkäufe beginnen ab 16. Juli und enden spätestens zum Jahresende. Dabei darf "für die zurückgekauften Aktien der Kaufpreis je erworbener Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor der Begründung der Verpflichtung zum Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten" und es dürfen "an einem Tag nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse erworben werden", heißt es. Man ist sich also durchaus der kurststeigernden Wirkung dieser Aktienrückkäufe bewusst und genau dies ist ja auch der Zweck der Maßnahme. Man möchte durch die Verknappung der Aktienzahl den Aktionären einen Teil der erzielten Verkaufserlöse aus dem Tekton-Deal zukommen lassen und den Kurs stützen und steigern. Der Freudensprung, den der Aktienkurs heute macht, dürfte erst der Anfang sein.
Entscheidend für die mittel- und langfristige Unternehmens- und Kursentwicklung bleibt aber, wie die DRAG die noch immer reichlich vorhandenen Mittel investieren will. Schwerpunkt soll ja die Exploration von Öl- und Gasvorkommen (in den USA) sein.
Die Deutsche Rohstoff AG befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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