"Und manchen stürzte schon die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben."
(Sophokles)
Montag, 10. Dezember 2012
Dienstag, 4. Dezember 2012
Letzte Chance Unternehmensanleihe?
Erst gestern habe ich mich über den "unheimlichen Boom bei Unternehmensanleihen" ausgelassen und bereits heute wird es wirklich gruselig. Denn die Metro AG will 500 Mio. EUR mit Hilfe einer Unternehmensanleihe einsammeln, die dann im Mai 2018 zurückgezahlt werden soll.
Metro? Kennt man doch, und dazu gehören noch Real, Media Markt und Saturn. Sollte also doch eine lohnende Sache sein, oder?
Eher oder! Denn im Konzern läuft es schon länger nicht mehr rund, der Umsatz stagniert bestenfalls, die Margen erodieren, der Aktienkurs folgt den Gewinnen in den Keller. Kurz: wirtschaftlich steht die Metro mit dem Rücken zur Wand, muss Sparten abstoßen und Märkte aufgeben. Nachdem kürzlich die Gewinnprognosen gekappt wurden und der Dauerkonflikt mit Media-Saturn-Mitinhaber Erich Kellerhals die dringend nötige Neuausrichtung der Elektroniksparte lähmt, kam auch noch die Meldung hinzu, dass der Metro-Großaktionär, die Franz Haniel & Cie. GmbH, seinen Anteil auf 30,01% abbauen will, um seine eigene horrende Verschuldung zu reduzieren. Das belastet den Aktienkurs zusätzlich und auch das öffentliche Fabulieren über hohe Dividendenrenditen von Vorstandschef Koch sind eher als das berühmte Pfeifen im Wald zu werten, denn Dividendenausschüttungen, die zuvor nicht als Gewinne verdient wurden, sind immer ein schlechtes Zeichen!
In dieser prekären Lage will sich Metro nun den Boom bei Unternehmensanleihen zunutze machen und kräftig zulangen. Denn man erhofft sich eine rege Nachfrage, da Bundesanleihen momentan historisch niedrige Zinsen abwerfen und Anleger wenig(er) Alternativen haben. Und da andere Mittelstandsanleihen kürzlich weggegangen sind, wie geschnitten Brot, will Metro sich so am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Doch auch und gerade bei einem schlingernden Riesen wie der Metro gilt, dass die Bonität des Emittenten im Vordergrund stehen muss. Und die beiden Ratingagenturen Moody's und Standard & Poors stufen die Metro nur knapp höher als Ramsch-Niveau ein, nämlich mit "Baa3" bzw. mit "BBB-". Bei solch negativen Einstufungen sollten die Alarmglocken schrillen und ein dermaßen hohes Risiko müsste man sich schon extrem gut bezahlen, also verzinsen, lassen. Allerdings wird die Metro-Anleihe kaum zweistellige Renditen aufweisen, die vielleicht eine gewisse Verhältnismäßigkeit mit dem erheblichen Ausfallrisiko herstellen könnten.
Das Ausfallrisiko bei Unternehmensanleihen ist kein kleines, wie Anleger z.B. bei der Solar Millennium AG und anderen Unternehmen erst in den letzten Monaten erfahren mussten. Und das beste Renditeversprechen ist nichts wert, wenn die Anleihe notleidend wird und nicht zurückgezahlt wird. Denn Insolvenzquoten von 20% bedeuten, dass man einen Verlust von 80% auf das eingesetzte Kapital zu verzeichnen hat. Und dazu kommen noch die entgangenen Zinsen.
Fazit: nicht jede Unternehmensanleihe ist eine gute Anlage und es gibt solidere und überzeugendere Emittenten als gerade die wankende Metro AG.
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Montag, 3. Dezember 2012
Der unheimliche Boom bei Unternehmensanleihen
Unternehmensanleihen ("Corporate Bonds") sind "in", sie werden den Emittenten geradezu aus den Händen gerissen und sind zumeist mehrfach überzeichnet, wie die letzten Emissionen von Berentzen, SAF Holland oder Techem gezeigt haben. Und für die hohe Nachfrage gibt es handfeste Gründe.
Zunächst einmal stellen Anleihen für den Emittenten Fremdkapital dar, das er für eine bestimmte Laufzeit nutzen darf und im Gegenzug verzinsen und am Ende der Laufzeit zurückzahlen muss. Emittenten sind Staaten, Kommunen oder eben auch Unternehmen. Und diese Anleihen können, müssen aber nicht, zum Börsenhandel zugelassen werden, dann kann man sie über die Börse jederzeit handeln und ihre Börsennotierung weist Kursschwankungen auf, die aus dem Verhältnis der Nominalverzinsung der Anleihe zum aktuellen Zinsniveau resultiert. Liegt das allgemeine Zinsniveau über dem Nominalzins der Anleihe, sinkt deren Kurs - und umgekehrt. Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe vom Emittenten dann aber zum Nominalwert, also zu 100%, zurückgezahlt.
Eine Anleihe zu begeben ist eine nicht ganz preiswerte Angelegenheit und schon gar nicht, wenn sie zum Börsenhandel zugelassen wird. Die Banken verdienen dabei ordentlich mit und die formalen Hürden sind schon nicht ganz ohne und der bürokratische Aufwand muss auch bezahlt werden - und diese hohen Kosten sind auch der Grund, weshalb Anleihen als Finanzierungsinstrument nur von den größeren Unternehmen mit entsprechend hohem Finanzierungsbedarf aufgelegt werden und nicht von den Kleinunternehmen. Jedenfalls hier in Deutschland, in den angelsächsischen Ländern sind Unternehmensanleihen Usus.
Dabei konkurrieren Unternehmensanleihen mit anderen Arten, Fremdkapital aufzunehmen, zum Beispiel einem "normalen" Bankkredit. Der ist weit weniger bürokratisch zu haben und der zu zahlende Zinssatz hängt ebenso wie bei einer Anleihe von der Bonität des Schuldners ab. Je besser die Bonität, desto niedriger der Zinssatz. Es stellt sich also die Frage, weshalb Unternehmen überhaupt auf Anleihen als Finanzierungsinstrument zurückgreifen. Das liegt an den über die gesamte Laufzeit fest vereinbarten Konditionen, die für das Unternehmen ein hohes Maß an Planungssicherheit bedeuten, und an der Aussicht, nicht alleine von den Banken abhängig zu sein. Denn da diese selbst in finanzielle Probleme kommen können, wie die Bankenkrise 2008 gezeigt hat und bis heute zeigt, können auch die von ihnen finanzierten Unternehmen unter den Bankenproblemen leiden. Deshalb "emanzipieren" sich Unternehmen gerne und stellen ihre finanzielle Basis breiter auf. Der zweite Grund liegt darin, dass die Nachfrage aktuell zu groß ist. Und das liegt nicht etwa daran, dass Unternehmen per se risikolos wären oder sie stets Top-Bonitäten aufweisen würden, sondern es liegt an dem momentanen Niedrigstzinsniveau, das Geldanleger vor erhebliche Probleme stellt. Denn wer sein Geld nicht für 1 Prozent aufs Tagesgeldkonto legen will oder für weitaus weniger Bundesanleihen kaufen möchte und so durch die Geldentwertung und die Steuern am Ende sogar weniger Vermögen hat als vorher, dem bieten sich nur noch wenige Alternativen. Und neben Investitionen in Aktien oder Immobilien bleiben dann als mittelfristige und rentierliche Geldanlage Unternehmensanleihen übrig. Denn diese bringen ansehnliche Renditen von mehr als 5% bei Laufzeiten von um die 5 Jahre.
Allerdings weisen Unternehmensanleihen auch Risiken auf. Denn als Anleihegläubiger ist man nicht besser gestellt, als andere Gläubiger, sollte das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und vielleicht sogar Insolvenz anmelden müssen. Daher ist es wichtig, nicht alleine auf den Nominalzins oder die Rendite der Anleihe zu schauen, sondern sich als erstes um die Bonität des Unternehmens zu kümmern. Vermögenserhalt geht vor Vermögensmehrung! Und um sich ein Bild vom Emittenten zu machen, sollte man einen Blick in die letzte Bilanz werfen, sich die Höhe des Eigenkapitals ansehen und die Eigenkapitalrendite, den Verschuldungsgrad und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Nicht der Name des Unternehmens ist entscheidend für die Frage, ob es sich um ein sicheres und einträgliches Investment handelt, sondern seine finanzielle Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn diese Bewertung positiv ausfällt, dann - und nur dann - kommt das Unternehmen infrage.
Der nächste Schritt ist dann, ob man sich an dem Unternehmen beteiligt, also dessen Aktien kauft, oder ob man ihm Fremdkapital überlasst, indem man seine Anleihen erwirbt. Dieser Frage bin ich bereits in dem Artikel "Sind Unternehmensanleihen besser als Aktien?" nachgegangen.
Fazit
Dass deutsche Unternehmen zurzeit ihre Finanzierung verstärkt über Anleihen sicherstellen, ist einerseits ein Anpassungsprozess an die Gepflogenheiten in anderen Ländern und auf der anderen Seite eine Reaktion auf das große Bedürfnis der Anleger, attraktive Renditen bei überschaubarem Risiko zu erzielen. Ein Selbstgänger sind Unternehmensanleihen deshalb allerdings nicht, sondern erfordern ebenso wie Aktieninvestments eine gründliche Recherche über das Unternehmen, dem man sein Geld anvertraut. Denn oberstes Prinzip der Geldanlage ist und bleibt Sicherheit. Sicherheit und Kapitalerhalt. Beherzigt man diese einfachen Grundregeln, kann man unter den Unternehmensanleihen attraktive Investments für seinen langfristigen Vermögensaufbau oder seine Altersvorsorge finden.
Zunächst einmal stellen Anleihen für den Emittenten Fremdkapital dar, das er für eine bestimmte Laufzeit nutzen darf und im Gegenzug verzinsen und am Ende der Laufzeit zurückzahlen muss. Emittenten sind Staaten, Kommunen oder eben auch Unternehmen. Und diese Anleihen können, müssen aber nicht, zum Börsenhandel zugelassen werden, dann kann man sie über die Börse jederzeit handeln und ihre Börsennotierung weist Kursschwankungen auf, die aus dem Verhältnis der Nominalverzinsung der Anleihe zum aktuellen Zinsniveau resultiert. Liegt das allgemeine Zinsniveau über dem Nominalzins der Anleihe, sinkt deren Kurs - und umgekehrt. Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe vom Emittenten dann aber zum Nominalwert, also zu 100%, zurückgezahlt.
Eine Anleihe zu begeben ist eine nicht ganz preiswerte Angelegenheit und schon gar nicht, wenn sie zum Börsenhandel zugelassen wird. Die Banken verdienen dabei ordentlich mit und die formalen Hürden sind schon nicht ganz ohne und der bürokratische Aufwand muss auch bezahlt werden - und diese hohen Kosten sind auch der Grund, weshalb Anleihen als Finanzierungsinstrument nur von den größeren Unternehmen mit entsprechend hohem Finanzierungsbedarf aufgelegt werden und nicht von den Kleinunternehmen. Jedenfalls hier in Deutschland, in den angelsächsischen Ländern sind Unternehmensanleihen Usus.
Dabei konkurrieren Unternehmensanleihen mit anderen Arten, Fremdkapital aufzunehmen, zum Beispiel einem "normalen" Bankkredit. Der ist weit weniger bürokratisch zu haben und der zu zahlende Zinssatz hängt ebenso wie bei einer Anleihe von der Bonität des Schuldners ab. Je besser die Bonität, desto niedriger der Zinssatz. Es stellt sich also die Frage, weshalb Unternehmen überhaupt auf Anleihen als Finanzierungsinstrument zurückgreifen. Das liegt an den über die gesamte Laufzeit fest vereinbarten Konditionen, die für das Unternehmen ein hohes Maß an Planungssicherheit bedeuten, und an der Aussicht, nicht alleine von den Banken abhängig zu sein. Denn da diese selbst in finanzielle Probleme kommen können, wie die Bankenkrise 2008 gezeigt hat und bis heute zeigt, können auch die von ihnen finanzierten Unternehmen unter den Bankenproblemen leiden. Deshalb "emanzipieren" sich Unternehmen gerne und stellen ihre finanzielle Basis breiter auf. Der zweite Grund liegt darin, dass die Nachfrage aktuell zu groß ist. Und das liegt nicht etwa daran, dass Unternehmen per se risikolos wären oder sie stets Top-Bonitäten aufweisen würden, sondern es liegt an dem momentanen Niedrigstzinsniveau, das Geldanleger vor erhebliche Probleme stellt. Denn wer sein Geld nicht für 1 Prozent aufs Tagesgeldkonto legen will oder für weitaus weniger Bundesanleihen kaufen möchte und so durch die Geldentwertung und die Steuern am Ende sogar weniger Vermögen hat als vorher, dem bieten sich nur noch wenige Alternativen. Und neben Investitionen in Aktien oder Immobilien bleiben dann als mittelfristige und rentierliche Geldanlage Unternehmensanleihen übrig. Denn diese bringen ansehnliche Renditen von mehr als 5% bei Laufzeiten von um die 5 Jahre.
Allerdings weisen Unternehmensanleihen auch Risiken auf. Denn als Anleihegläubiger ist man nicht besser gestellt, als andere Gläubiger, sollte das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und vielleicht sogar Insolvenz anmelden müssen. Daher ist es wichtig, nicht alleine auf den Nominalzins oder die Rendite der Anleihe zu schauen, sondern sich als erstes um die Bonität des Unternehmens zu kümmern. Vermögenserhalt geht vor Vermögensmehrung! Und um sich ein Bild vom Emittenten zu machen, sollte man einen Blick in die letzte Bilanz werfen, sich die Höhe des Eigenkapitals ansehen und die Eigenkapitalrendite, den Verschuldungsgrad und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Nicht der Name des Unternehmens ist entscheidend für die Frage, ob es sich um ein sicheres und einträgliches Investment handelt, sondern seine finanzielle Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn diese Bewertung positiv ausfällt, dann - und nur dann - kommt das Unternehmen infrage.
Der nächste Schritt ist dann, ob man sich an dem Unternehmen beteiligt, also dessen Aktien kauft, oder ob man ihm Fremdkapital überlasst, indem man seine Anleihen erwirbt. Dieser Frage bin ich bereits in dem Artikel "Sind Unternehmensanleihen besser als Aktien?" nachgegangen.
Fazit
Dass deutsche Unternehmen zurzeit ihre Finanzierung verstärkt über Anleihen sicherstellen, ist einerseits ein Anpassungsprozess an die Gepflogenheiten in anderen Ländern und auf der anderen Seite eine Reaktion auf das große Bedürfnis der Anleger, attraktive Renditen bei überschaubarem Risiko zu erzielen. Ein Selbstgänger sind Unternehmensanleihen deshalb allerdings nicht, sondern erfordern ebenso wie Aktieninvestments eine gründliche Recherche über das Unternehmen, dem man sein Geld anvertraut. Denn oberstes Prinzip der Geldanlage ist und bleibt Sicherheit. Sicherheit und Kapitalerhalt. Beherzigt man diese einfachen Grundregeln, kann man unter den Unternehmensanleihen attraktive Investments für seinen langfristigen Vermögensaufbau oder seine Altersvorsorge finden.
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Mittwoch, 28. November 2012
Haniel senkt seinen Anteil an Celesio auf 50,01%
Gestern vermeldete die Franz Haniel & Cie. GmbH, sie würde ihre Anteile an der Celesio AG im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens auf 50,01% senken und bei der Metro AG auf 30,01%. Dies sei nötig, um die enorme Verschuldung der Haniel AG zu reduzieren, die bei immerhin 2,4 Mrd. EUR liegt.
Und bereits heute vermeldet Haniel Vollzug: die Beteiligung an dem Pharmahändler wurde durch den Verkauf von rund 7,9 Mio. Aktien von 54,64 auf 50,01 Prozent reduziert. Die Papiere wurden zu einem Preis von 12,60 EUR plaziert, also nur knapp unterhalb des aktuellen Börsenkurses. Die Nachfrage sei fünfmal größer gewesen als das Angebot, hieß es, und der Erlös betrug rund 100 Mio. EUR.
Darüber hinaus habe sich Haniel zu einer Lock-up-Frist verpflichtet und wird mindestens in den nächsten sehcs Monaten keine weiteren Celesio-Aktien abgeben. Und weiter erklärte Haniel, man sie vom Potenzial der Celesio AG überzeugt und das Unternehmen bleibe ein langfristiges Investment im Haniel-Portfolio.
Meine grundsätzlich positive Einschätzung zu Celesio hat sich nicht geändert; ich sehe erhebliches Potenzial für das Unternehmen, wieder zur alten Stärke zurückzufinden. Und der Aktienkurs dürfte dann folgen.
Und bereits heute vermeldet Haniel Vollzug: die Beteiligung an dem Pharmahändler wurde durch den Verkauf von rund 7,9 Mio. Aktien von 54,64 auf 50,01 Prozent reduziert. Die Papiere wurden zu einem Preis von 12,60 EUR plaziert, also nur knapp unterhalb des aktuellen Börsenkurses. Die Nachfrage sei fünfmal größer gewesen als das Angebot, hieß es, und der Erlös betrug rund 100 Mio. EUR.
Darüber hinaus habe sich Haniel zu einer Lock-up-Frist verpflichtet und wird mindestens in den nächsten sehcs Monaten keine weiteren Celesio-Aktien abgeben. Und weiter erklärte Haniel, man sie vom Potenzial der Celesio AG überzeugt und das Unternehmen bleibe ein langfristiges Investment im Haniel-Portfolio.
Meine grundsätzlich positive Einschätzung zu Celesio hat sich nicht geändert; ich sehe erhebliches Potenzial für das Unternehmen, wieder zur alten Stärke zurückzufinden. Und der Aktienkurs dürfte dann folgen.
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Montag, 26. November 2012
Freitag, 23. November 2012
Die H.P.I. Holding AG liebäugelt mit drei Übernahmen
Nachdem die mittelständische Beteiligungsgesellschaft H.P.I. Holding AG kürzlich ihre Beteiligung an der Zimmer & Kreim GmbH veräußert hat, liegt der Fokus nun wieder auf Akquisitionen und Wachstum im Kerngeschäft Metallverarbeitung.
Derzeit werden Verhandlungen mit einem nichteuropäischen Spannringhersteller geführt, dessen Jahresumsatz bei rund 25 Mio. EUR liegt, und der in seinem Absatzland eine ähnlich marktbeherrschende Rolle wie Berger in Deutschland spielt.
Parallel dazu verhandelt die H.P.I. Holding AG mit einem weiteren Spannringproduzenten in Südeuropa, dessen Umsatzvolumen derzeit rund 12 Mio. EUR beträgt. Diese Unternehmensübernahme kann im positiven Fall bis Ende März 2013 realisiert werden. Bei beiden Unternehmen handelt es sich um ertragsstarke Traditionsunternehmen, die sich bereits viele Jahre in ihren Märkten etabliert haben.
Für weiteren Zuwachs in der Berger-Gruppe (H.P.I.-Tochter) soll ein deutsches Unternehmen der Metallverarbeitung sorgen. Mit diesem Unternehmen werden bereits seit geraumer Zeit Übernahmeverhandlungen geführt, die möglicherweise im März 2013 erfolgreich abgeschlossen werden können. Dieses Unternehmen generiert derzeit einen Umsatz von rund 16 Mio. EUR.
Ganz wichtig für die Aktionäre ist der Hinweis, man würde alle drei Übernahmen "mit Hilfe von Banken" bewerkstelligen können, so dass eine Kapitalerhöhung "zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht geplant" sei. Folglich würde die Verschuldung steigen und entsprechend die Eigenkapitalquote sinken, aber es würde kein Verwässerungseffekt bzgl. der Gewinne je Aktie (EPS) eintreten.
Derzeit werden Verhandlungen mit einem nichteuropäischen Spannringhersteller geführt, dessen Jahresumsatz bei rund 25 Mio. EUR liegt, und der in seinem Absatzland eine ähnlich marktbeherrschende Rolle wie Berger in Deutschland spielt.
Parallel dazu verhandelt die H.P.I. Holding AG mit einem weiteren Spannringproduzenten in Südeuropa, dessen Umsatzvolumen derzeit rund 12 Mio. EUR beträgt. Diese Unternehmensübernahme kann im positiven Fall bis Ende März 2013 realisiert werden. Bei beiden Unternehmen handelt es sich um ertragsstarke Traditionsunternehmen, die sich bereits viele Jahre in ihren Märkten etabliert haben.
Für weiteren Zuwachs in der Berger-Gruppe (H.P.I.-Tochter) soll ein deutsches Unternehmen der Metallverarbeitung sorgen. Mit diesem Unternehmen werden bereits seit geraumer Zeit Übernahmeverhandlungen geführt, die möglicherweise im März 2013 erfolgreich abgeschlossen werden können. Dieses Unternehmen generiert derzeit einen Umsatz von rund 16 Mio. EUR.
Ganz wichtig für die Aktionäre ist der Hinweis, man würde alle drei Übernahmen "mit Hilfe von Banken" bewerkstelligen können, so dass eine Kapitalerhöhung "zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht geplant" sei. Folglich würde die Verschuldung steigen und entsprechend die Eigenkapitalquote sinken, aber es würde kein Verwässerungseffekt bzgl. der Gewinne je Aktie (EPS) eintreten.
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Mittwoch, 21. November 2012
Jubiläum: Seit einem Jahr wird hier intelligent investiert
Auf den Tag genau ist dieses Blog nun ein Jahr alt und ich möchte den Anlass nutzen, eine kurze Bilanz zu ziehen. Nachdem am 21. November 2011 der Startschuss mit diesem Beitrag gelegt wurde, haben sich inzwischen mehr als 40.000 Besucher auf diese Seite verirrt und es freut mich, dass sie so viel Anklang findet, manchmal Kommentare verfasst werden und sich bisweilen sogar mal eine Diskussion entfaltet. Gerade dieses Feedback ist ein großer Motivationsfaktor für mich, auch weiterhin Artikel zu verfassen...
Dienstag, 20. November 2012
[Einfach gedacht] Finger weg von offenen Immobilienfonds!
Unter dem Titel "Offene Immobilienfonds wagen Neustart" berichtete Börse Online gestern, dass die Fondsgesellschaft Kanam im nächsten Jahr einen neuen offenen Immobilienfonds an den Markt bringen will. Das ist möglich, weil Finanzminister Schäuble sich mit seinem Vorschlag, diese Anlageklasse abzuschaffen, leider an den Lobbyistenverbänden der Investmentfonds-Industrie gescheitert ist.
Offene Immobilienfonds sind eine Mogelpackung, denn sie halten nicht, was sie vollmundig versprechen: sie suggerieren dem Anleger, dass er jederzeit seine Anteile zu Geld machen kann, aber spätestens die Immobilien- und Finanzkrise hat gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Denn als alle gleichzeitig aus ihren Fonds aussteigen wollten, war deren Liquiditätsreserve für Ankäufe der eigenen Fondsanteile
schnell verbraucht
und der überwiegende Teil des Geldes steckt natürlich in Immobilienwerten. Und die lassen sich nun mal nicht von heute auf morgen verkaufen. Die Folge war, dass die "offenen" Fonds zwangsgeschlossen wurden und zwar für zwei Jahre. In der Zwischenzeit sollten die alles versilbern, was sie nur irgendwie losschlagen konnten - teilweise mit horrenden Verlusten. Und erst am Ende der zwei Jahre zeigt sich, ob man überhaupt genug Geld zusammenbekommen hat, um die Anleger auszuzahlen. Ansonsten behalten die ihre Anteile an dem Fonds, der nun auf zusätzlichen Verlusten sitzt und entsprechend noch weniger Wert ist.
Geschlossene Immobilienfonds sind die ehrliche Variante
Weitaus ehrlicher sind geschlossene Immobilienfonds. Hier beteiligt man sich fest und für eine bestimmte (Mindest-)Zeit an einer oder mehrerer Immobilien und kann sein Geld nur streng vereinbarten Regeln zurückbekommen. Für beide Seiten ist damit eine hohe Planungssicherheit gegeben, wenn auch für den Anleger wenig(er) Flexibilität. Eine Lösung bietet sich hier, wenn die Fondsanteile an der Börse notiert sind. Denn dann kann man seine Anteile jederzeit zu Geld machen, auch wenn nicht unbedingt zum Pari-Kurs von 100%. Wenn alle gleichzeitig verkaufen wollen, sinkt der Kurs der Anteile - das übliche Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage. Für den Fonds bietet sich durch eine Börsennotierung die Möglichkeit, nicht an sein Investmentkapital heranzumüssen, wenn Kunden Gelder abziehen wollen. Denn der Kurs der Anteile hat keinen Einfluss auf die Liquiditätslage des Fonds selbst. Dessen eingezahltes (und investiertes) Kapital bleibt vom Verkauf der Fondsanteile über die Börse unberührt.
Börsennotierte Immobilien-AGs sind die bessere Wahl
Doch an der Börse bieten sich noch andere Möglichkeiten, in Immobilien zu investieren. Zum einen gibt es die börsennotierten Immobilienunternehmen und zum anderen die REITs, die Real Estate Investment Trusts. Bei beiden kommen die Vorteile der Börsennotierung voll zum Tragen, allerdings unterliegen sie deutlich strikteren Transparenz- und Informationspflichten, als börsennotierte geschlossene Immobilienfonds. Daher sind AGs und REITs aus Anlegersicht eindeutig vorzuziehen, denn die bieten in der Regel hohe Dividendenrenditen und nicht selten bekommt man Immobilienaktien mit einem teilweise erheblichen Abschlag auf den NAV, den Net-Asset-Value (Nettoinventarwert), mit dem das Anlagevermögen bewertet wird.
Es stellt sich die Frage, weshalb es Immobilienfonds überhaupt noch gibt. Und die Antwort ist: die Fondsbranche verdient prächtig an ihnen durch offene und versteckte Provisionen und Gebühren und durch die Management-Vergütungen. Anleger haben bessere Alternativen und sollten daher die Immobilienfonds meiden, denn den mit ihnen verbundenen Nachteilen stehen keine wirklichen Vorteile gegenüber.
Egal, ob Fondsanteile oder Aktien: es gilt die alte Kaufmannsweisheit, dass der Gewinn im Einkauf liegt. Also nicht jedem heißen Tipp hinterherhecheln, sondern gerne mal in die Prospekte und Geschäftsberichte schauen und sich im Internet oder der Tagespresse informieren, bevor (!) man sein Geld investiert. Und auf die Bewertungen schauen, auf günstige Werte bzgl. NAV, KGV, FFO oder KBV achten.
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Montag, 19. November 2012
Freitag, 16. November 2012
Leifheit: solides Investment mit Übernahmephantasie
Den Haushaltsgerätehersteller Leifheit habe ich schon länger auf meiner Watchlist und nun habe ich zugeschlagen, nachdem der Kurs zuletzt schon angezogen war. Doch bei Leifheit kommen mehrere Faktoren zusammen, die das Unternehmen attraktiv und die Perspektiven interessant machen.
Gestern kam die Meldung über die Ticker, die beiden Großaktionäre, die HOME Beteiligungen GmbH und die MKV Verwaltungs GmbH, die 49% und 10% an Leifheit halten, sich von ihren Anteilen trennen möchten. Hinter den beiden Gesellschaften verbergen sich die Gründerfamilien Schuler-Voith und Knapp-Voith, deren Kinder andere Interessen hätten. So war man kürzlich bereits bei der Schuler AG ausgestiegen.
Die Leifheit AG wird also "ins Schaufenster" gestellt und ein Erwerber könnte auf einen Schlag mit 59% die Mehrheit an dem Unternehmen erlangen. Die Anteile sollen außerbörslich verkauft werden und ein Erwerber müsste dann den freien Aktionären ein Angebot für ihre Aktien machen. Und solche Angebote liegen üblicherweise im zweistelligen Bereich über den aktuellen Börsenkursen, weil man es den Aktionären ja schmackhaft machen muss, sich von ihren Anteilen an einem gut laufenden Unternehmen zu trennen. Wer also heute die Aktien der Leifheit AG kauft, setzt mittelfristig (auch) auf eine Übernahme. Und Übernahmen in Deutschland kommen gerade wieder in Mode, denn einerseits sind die deutschen Unternehmen wirtschaftlich hervorragend aufgestellt, andererseits aber stärker fremdfinanziert, was bei der sich abzeichnenden künftigen Zurückhaltung der Banken in der Mittelstandsfinanzierung (Stichwort Basel III und Eigenkapitalverschärfungen) nach neuen Finanzierungsmodellen schreit.
Übernahmephantasie alleine ist aber kein Grund, eine Aktie zu kaufen. Denn es ist nicht sicher, ob ein neuer Mehrheitsaktionär seinen Anteilsbestand dann signifikant ausbauen möchte und davon hängt ja ab, wie attraktiv sein Angebot an die anderen Aktionären sein wird, oder ob er nur dem Mindestpreis für das Pflichtangebot nachkommt. Ein Einstieg lohnt sich also nur, wenn das Unternehmen auch ohne Übernahmephantasie eine gute Investition wäre und man mittel- und langfristig an dem Unternehmen seine Freude haben wird.
Wer oder was ist Leifheit?
Leifheit stellt Haushaltsgeräte her und zwar unter den eigenen Marken Leifheit und Soehnle. Bis Ende des Jahres stammen auch noch die Dr. Oetker Backgeräte aus dem Hause Leifheit, doch hat man gerade eben den Lizenzvertrag zum Jahresende beendet, um sich stärker auf die beiden Kernmarken zu fokussieren und das breite Produktportfolio zu konzentrieren. "Ziel der Strategie ist es, die Marke Leifheit mit ihren Kategorien 'Reinigen', 'Wäschepflege' und 'Küche' stärker herauszustellen sowie die Marke Soehnle als attraktive, moderne Wellnessmarke zu positionieren". Die Produktsparte Dr. Oetker Backgeräte erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von EUR 6,3 Mio. EUR, davon knapp 50 Prozent in Deutschland. Dieser Umsatzanteil - und die daraus resultierenden Gewinne - werden also künftig fehlen.
Und wie laufen die Geschäfte?
Die Marktkapitalisierung der Leifheit AG liegt bei etwas über 130 Mio. EUR und damit zählt das Unternehmen zu den kleineren Nebenwerten in Deutschland. Der 9-Monatsumsatz betrug 164 Mio. EUR (inkl. Dr. Oetker), wobei das Markengeschäft gute Zuwächse verzeichnete, während das Volumengeschäft (Herby, Birambeau) um 10% auf 32 Mio. EUR nachgab. Trotz leicht rückläufiger Umsätze steigerte Leifheit das operative Ergebnis um fast 10% auf 7,7 Mio. EUR. Das liegt vor allem an der neuen Strategie „Leifheit Go!“, einem Mix aus Preiserhöhungen, Innovationen und einer Sortimentsüberarbeitung mit Verzicht auf das margenschwache Geschäft, wodurch sich konzernweit die Brutto-Marge in den ersten neun Monaten um 1,5 Prozentpunkte auf 44 Prozent erhöhte. Positiv stimmt zudem die Entwicklung im dritten Quartal, denn das Margengeschäft entwickelte sich stärker als noch in den ersten sechs Monaten und wesentliche Kennzahlen wie die Bruttomarge und EBIT legten weiter zu. Konsequent hält Leifheit daher an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest und rechnet mit Erlöszuwächsen gegenüber dem Vorjahr, als 222 Mio. EUR umgesetzt wurden.
Gegenüber der Krise in Südeuropa stellt sich das Management nicht taub, sondern reagiert: man konzentriert sich nun verstärkt auf die Wachstumsmärkte in der Region Osteuropa und in ausgewählten Ländern Asiens und im Vertrieb soll künftig der Absatzkanal E-Commerce eine stärkere Rolle spielen. So sollen künftig die Produkte noch wesentlich stärker über den Internethandel verkauft werden, wobei Partnerschaften mit internationalen Kooperationspartnern forciert werden sollen.
Abgesehen vom Krisenjahr 2009 schreibt Leifheit Gewinne und wenn auch die Konsumzurückhaltung nicht spurlos an dem Unternehmen vorüber geht, hat das Management doch richtig reagiert und seine Strategie angepasst. Für 2012 gehen die Analysten vom Bankhaus Lampe von einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,82 EUR aus und für 2013 von 2,16 EUR. Allerdings noch inkl. der Sparte Dr. Oetker Backgeräte. Das 2013er KGV liegt somit bei rund 12,4 und die Dividendenrendite soll von 5,30% in 2012 sogar auf 6,15% in 2013 steigen.
Fazit
Leifheit betreibt kein spektakuläres Geschäft, sondern verdient grundsolide sein Geld. Die Produkte tauchen in vielen Haushalten auf und sind von hoher und langlebiger Qualität. Die Strategie wird angepasst, um auch in Krisenzeiten weiterhin gute Geschäfte machen und die Margen steigern zu können und die sich abzeichnende neue Eigentümerstruktur bietet zusätzliche Chancen für geduldige Aktionäre. Die Wartezeit wird einem mit einem risikoreduzierten Geschäftsmodell und einer hohen Dividendenrendite versüßt, so dass sich eine Übernahmespekulation bei Leifheit lohnen sollte.
Ich nehme Leifheit auf meine Empfehlungsliste.
Gestern kam die Meldung über die Ticker, die beiden Großaktionäre, die HOME Beteiligungen GmbH und die MKV Verwaltungs GmbH, die 49% und 10% an Leifheit halten, sich von ihren Anteilen trennen möchten. Hinter den beiden Gesellschaften verbergen sich die Gründerfamilien Schuler-Voith und Knapp-Voith, deren Kinder andere Interessen hätten. So war man kürzlich bereits bei der Schuler AG ausgestiegen.
Die Leifheit AG wird also "ins Schaufenster" gestellt und ein Erwerber könnte auf einen Schlag mit 59% die Mehrheit an dem Unternehmen erlangen. Die Anteile sollen außerbörslich verkauft werden und ein Erwerber müsste dann den freien Aktionären ein Angebot für ihre Aktien machen. Und solche Angebote liegen üblicherweise im zweistelligen Bereich über den aktuellen Börsenkursen, weil man es den Aktionären ja schmackhaft machen muss, sich von ihren Anteilen an einem gut laufenden Unternehmen zu trennen. Wer also heute die Aktien der Leifheit AG kauft, setzt mittelfristig (auch) auf eine Übernahme. Und Übernahmen in Deutschland kommen gerade wieder in Mode, denn einerseits sind die deutschen Unternehmen wirtschaftlich hervorragend aufgestellt, andererseits aber stärker fremdfinanziert, was bei der sich abzeichnenden künftigen Zurückhaltung der Banken in der Mittelstandsfinanzierung (Stichwort Basel III und Eigenkapitalverschärfungen) nach neuen Finanzierungsmodellen schreit.
Übernahmephantasie alleine ist aber kein Grund, eine Aktie zu kaufen. Denn es ist nicht sicher, ob ein neuer Mehrheitsaktionär seinen Anteilsbestand dann signifikant ausbauen möchte und davon hängt ja ab, wie attraktiv sein Angebot an die anderen Aktionären sein wird, oder ob er nur dem Mindestpreis für das Pflichtangebot nachkommt. Ein Einstieg lohnt sich also nur, wenn das Unternehmen auch ohne Übernahmephantasie eine gute Investition wäre und man mittel- und langfristig an dem Unternehmen seine Freude haben wird.
Wer oder was ist Leifheit?
Leifheit stellt Haushaltsgeräte her und zwar unter den eigenen Marken Leifheit und Soehnle. Bis Ende des Jahres stammen auch noch die Dr. Oetker Backgeräte aus dem Hause Leifheit, doch hat man gerade eben den Lizenzvertrag zum Jahresende beendet, um sich stärker auf die beiden Kernmarken zu fokussieren und das breite Produktportfolio zu konzentrieren. "Ziel der Strategie ist es, die Marke Leifheit mit ihren Kategorien 'Reinigen', 'Wäschepflege' und 'Küche' stärker herauszustellen sowie die Marke Soehnle als attraktive, moderne Wellnessmarke zu positionieren". Die Produktsparte Dr. Oetker Backgeräte erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von EUR 6,3 Mio. EUR, davon knapp 50 Prozent in Deutschland. Dieser Umsatzanteil - und die daraus resultierenden Gewinne - werden also künftig fehlen.
Und wie laufen die Geschäfte?
Die Marktkapitalisierung der Leifheit AG liegt bei etwas über 130 Mio. EUR und damit zählt das Unternehmen zu den kleineren Nebenwerten in Deutschland. Der 9-Monatsumsatz betrug 164 Mio. EUR (inkl. Dr. Oetker), wobei das Markengeschäft gute Zuwächse verzeichnete, während das Volumengeschäft (Herby, Birambeau) um 10% auf 32 Mio. EUR nachgab. Trotz leicht rückläufiger Umsätze steigerte Leifheit das operative Ergebnis um fast 10% auf 7,7 Mio. EUR. Das liegt vor allem an der neuen Strategie „Leifheit Go!“, einem Mix aus Preiserhöhungen, Innovationen und einer Sortimentsüberarbeitung mit Verzicht auf das margenschwache Geschäft, wodurch sich konzernweit die Brutto-Marge in den ersten neun Monaten um 1,5 Prozentpunkte auf 44 Prozent erhöhte. Positiv stimmt zudem die Entwicklung im dritten Quartal, denn das Margengeschäft entwickelte sich stärker als noch in den ersten sechs Monaten und wesentliche Kennzahlen wie die Bruttomarge und EBIT legten weiter zu. Konsequent hält Leifheit daher an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest und rechnet mit Erlöszuwächsen gegenüber dem Vorjahr, als 222 Mio. EUR umgesetzt wurden.
Gegenüber der Krise in Südeuropa stellt sich das Management nicht taub, sondern reagiert: man konzentriert sich nun verstärkt auf die Wachstumsmärkte in der Region Osteuropa und in ausgewählten Ländern Asiens und im Vertrieb soll künftig der Absatzkanal E-Commerce eine stärkere Rolle spielen. So sollen künftig die Produkte noch wesentlich stärker über den Internethandel verkauft werden, wobei Partnerschaften mit internationalen Kooperationspartnern forciert werden sollen.
Abgesehen vom Krisenjahr 2009 schreibt Leifheit Gewinne und wenn auch die Konsumzurückhaltung nicht spurlos an dem Unternehmen vorüber geht, hat das Management doch richtig reagiert und seine Strategie angepasst. Für 2012 gehen die Analysten vom Bankhaus Lampe von einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,82 EUR aus und für 2013 von 2,16 EUR. Allerdings noch inkl. der Sparte Dr. Oetker Backgeräte. Das 2013er KGV liegt somit bei rund 12,4 und die Dividendenrendite soll von 5,30% in 2012 sogar auf 6,15% in 2013 steigen.
Fazit
Leifheit betreibt kein spektakuläres Geschäft, sondern verdient grundsolide sein Geld. Die Produkte tauchen in vielen Haushalten auf und sind von hoher und langlebiger Qualität. Die Strategie wird angepasst, um auch in Krisenzeiten weiterhin gute Geschäfte machen und die Margen steigern zu können und die sich abzeichnende neue Eigentümerstruktur bietet zusätzliche Chancen für geduldige Aktionäre. Die Wartezeit wird einem mit einem risikoreduzierten Geschäftsmodell und einer hohen Dividendenrendite versüßt, so dass sich eine Übernahmespekulation bei Leifheit lohnen sollte.
Ich nehme Leifheit auf meine Empfehlungsliste.
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Donnerstag, 15. November 2012
Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 3. Quartal 2012?
Im dritten Quartal 2012 hat Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einige Änderungen an ihrem Portfolio vorgenommen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorgeht.
Aufgestockt hat Buffett bei seiner Lieblingsbank Wells Fargo & Co, an der er nun 422,5 Mio. Aktien (+11 Mio.) hält, bei IBM (+ 872.500) und bei Deere & Co (+ 4 Mio.).
Weiter abgebaut hat Buffett seine Beteiligungen an ConocoPhillips, Johnson & Johnson (-95%), Kraft Food Group, U.S. Bancorp, General Motors (-88%) und Procter & Gamble.
Damit reduziert Warren Buffett insbesondere den in der Krise hervorragend gelaufenen defensiven Konsumgütersektor und zeigt auch durch sein weiter wachsendes Engagement bei Wells Fargo & Co., dass er von einer Konjunkturbelebung in den USA und einem Wiedererstarken des US-Immobilienmarktes überzeugt ist.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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| Warren Buffett |
Aufgestockt hat Buffett bei seiner Lieblingsbank Wells Fargo & Co, an der er nun 422,5 Mio. Aktien (+11 Mio.) hält, bei IBM (+ 872.500) und bei Deere & Co (+ 4 Mio.).
Weiter abgebaut hat Buffett seine Beteiligungen an ConocoPhillips, Johnson & Johnson (-95%), Kraft Food Group, U.S. Bancorp, General Motors (-88%) und Procter & Gamble.
Damit reduziert Warren Buffett insbesondere den in der Krise hervorragend gelaufenen defensiven Konsumgütersektor und zeigt auch durch sein weiter wachsendes Engagement bei Wells Fargo & Co., dass er von einer Konjunkturbelebung in den USA und einem Wiedererstarken des US-Immobilienmarktes überzeugt ist.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Mittwoch, 14. November 2012
Bei der H.P.I. Holding AG tut sich was
Das inhabergeführte Beteiligungsunternehmen H.P.I. Holding AG hat sich wie angekündigt von seiner kleineren Beteiligung, der Zimmer & Kreim GmbH getrennt. Käufer ist der schweizer Elektronik- und Softwareproduzent INDEL AG, der neuer Mehrheitseigner wird, während bei der H.P.I. Holding ein kleiner Anteil verbleibt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Interessant ist der Verkauf für die H.P.I. Holding, weil bei Z&K zuletzt Verluste anfielen und weil der Verkauf die nötigen Mittel generieren sollte, um aus Privatbesitz ein schuldenfreies deutsches metallverarbeitendes Unternehmen zu erwerben mit einem Umsatzvolumen von 15,0 bis 16,0 Mio. EUR und einem Vorsteuerergebnis von rund 1,7 Mio. bis 2,0 Mio EUR. Nachdem der Verkauf nun unter Dach und Fach ist, könnte es mit der bis Ende des Jahres geplanten Übernahme noch klappen.
Interessant ist der Verkauf für die H.P.I. Holding, weil bei Z&K zuletzt Verluste anfielen und weil der Verkauf die nötigen Mittel generieren sollte, um aus Privatbesitz ein schuldenfreies deutsches metallverarbeitendes Unternehmen zu erwerben mit einem Umsatzvolumen von 15,0 bis 16,0 Mio. EUR und einem Vorsteuerergebnis von rund 1,7 Mio. bis 2,0 Mio EUR. Nachdem der Verkauf nun unter Dach und Fach ist, könnte es mit der bis Ende des Jahres geplanten Übernahme noch klappen.
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Montag, 12. November 2012
Die MBB Industries AG im Bewertungs-Check
Der Aktienkurs der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MBB Industries AG ist nach Bekanntgabe der 9-Monatszahlen um 25% auf rund 17 EUR angezogen und nach einem solchen rasanten Anstieg wäre eine Konsolidierungsphase nicht ungewöhnlich und auch gesund.
Ist die MBB-Aktie nun teuer?
Optisch hat sich der Kurs in wenigen Monaten mehr als verdoppelt, daher kann man auf den ersten Blick zu dem Schluss kommen, dass die Aktie nun teuer ist. Der zweite Blick gilt dann den fundamentalen Daten und hier gab es signifikante Änderungen. Denn der Erwerb der Claas Feinmechanik GmbH und dessen Konsolidierung in den Konzernzahlen der MBB ab dem zweiten Quartal 2012 hat den Konzernumsatz nahezu verdoppelt und die Gewinne überproportional in die Höhe katapultiert. Das senkt die Bewertungskennzahlen und die Analystenhäuser beginnen gerade erst, ihre aktuellen Zahlen anzupassen. So hat Börse Online seine Gewinnprognosen angehoben und erwartet für 2012 nun 2,00 EUR (bisher 1,40) und für 2013 2,10 EUR (bisher 1,50). Die Analysten von Close Brothers Seydler haben ebenfalls ihre Schätzungen angehoben, wenn sie auch nicht ganz so optimistisch ausfallen, wie die von Börse Online. Nach einer EBIT-Marge von 8,5 Prozent im dritten Quartal rechnen die Experten für das Gesamtjahr mit einer Marge von 8,9 Prozent und erhöhen ihre Gewinnprognose je Aktie von 1,45 EUR auf 1,84 Euro und für 2013 von 1,71 EUR auf 1,89 EUR. Sie bestätigen die Kaufempfehlung für die Aktien von MBB Industries und geben ein erhöhtes Kursziel von 21,50 EUR aus (zuvor 17,20 EUR).
Nehmen wir einfach mal den Durchschnittswert beider Prognosen, dann kommen wir auf einen Gewinn je Aktie für 2012 von 1,92 EUR und für 2013 von 2,00 EUR. Bei einem aktuelle Kurs von 17 EUR ergäbe sich auf dieser Basis ein 2012er KGV von 8,85 und ein 2013er KGV von 8,5.
Vergleichen wir das mit anderen börsennotierten deutschen Beteiligungsgesellschaften:
Aurelius (Marktkap. 384 Mio. EUR), 2013er KGV: 30,5
Dt. Beteiligungen (Marktkap. 255 Mio EUR), 2013er KGV: 24,9
Gesco (Marktkap. 217 Mio. EUR), 2013er KGV: 9,9
Indus (Marktkap. 1.104 Mio EUR), 2013er KGV: 8,7
MBB Industries (Marktkap. 112 Mio. EUR), 2013er KGV: 8,5
Das zeigt, dass das Unternehmen MBB Industries trotz des starken Kursanstiegs im Peer Group-Vergleich weiterhin attraktiv bewertet ist und keinesfalls zu teuer. Im Gegenteil: die Mitbewerber verzeichnen teilweise bereits Bremsspuren beim Wachstum (Gesco, Indus), während MBB Umsatz und Ergebnis deutlich ausbaut.
Und neben den hervorragenden Zahlen wird noch ein Ereignis den Blick stärker auf MBB Industries lenken, denn vom 12. bis 14. November findet in Frankfurt das "Deutsche Eigenkapitalforum" statt und dort wird sich auch die MBB Industries AG präsentieren und eine Analystenkonferenz abhalten.
Darüber hinaus dürfte es in absehbarer Zeit zu heißen Spekulationen über die zukünftige Dividendenhöhe kommen, denn 2009 und 2011 hat MBB beinahe den gesamten Jahresgewinn von jeweils rund 0,50 EUR je Aktie als Dividenden ausgekehrt, in 2012 immerhin 0,44 EUR. Würde das Unternehmen dieser Strategie weiterhin folgen, wäre eine Dividende für 2012 von mindestens 1,50 EUR, wenn nicht gar 1,80 EUR drin. Und dann reden wir bei einem Kurs von 17,00 EUR von einer Dividendenrendite von 8,8 bis 10,6 Prozent - und das nach den starken Kursanstiegen der letzten Wochen.
Mein Fazit
Nach dem starken Kursanstieg der letzten Tage täte dem Aktienkurs der MBB Industries AG zunächst einmal eine Verschnaufpause ganz gut, bevor er weiter an Höhe gewinnt. Aufgrund der starken fundamentalen Daten und der weiterhin attraktiven Bewertung des Unternehmens dürfte es sich nicht lohnen, auf deutlich tiefere Kurse zu warten. Langfristig orientierte Anleger sollten an der inhabergeführten MBB Industries auch weiterhin ihre Freude haben.
Ist die MBB-Aktie nun teuer?
Nehmen wir einfach mal den Durchschnittswert beider Prognosen, dann kommen wir auf einen Gewinn je Aktie für 2012 von 1,92 EUR und für 2013 von 2,00 EUR. Bei einem aktuelle Kurs von 17 EUR ergäbe sich auf dieser Basis ein 2012er KGV von 8,85 und ein 2013er KGV von 8,5.
Vergleichen wir das mit anderen börsennotierten deutschen Beteiligungsgesellschaften:
Aurelius (Marktkap. 384 Mio. EUR), 2013er KGV: 30,5
Dt. Beteiligungen (Marktkap. 255 Mio EUR), 2013er KGV: 24,9
Gesco (Marktkap. 217 Mio. EUR), 2013er KGV: 9,9
Indus (Marktkap. 1.104 Mio EUR), 2013er KGV: 8,7
MBB Industries (Marktkap. 112 Mio. EUR), 2013er KGV: 8,5
Das zeigt, dass das Unternehmen MBB Industries trotz des starken Kursanstiegs im Peer Group-Vergleich weiterhin attraktiv bewertet ist und keinesfalls zu teuer. Im Gegenteil: die Mitbewerber verzeichnen teilweise bereits Bremsspuren beim Wachstum (Gesco, Indus), während MBB Umsatz und Ergebnis deutlich ausbaut.
Und neben den hervorragenden Zahlen wird noch ein Ereignis den Blick stärker auf MBB Industries lenken, denn vom 12. bis 14. November findet in Frankfurt das "Deutsche Eigenkapitalforum" statt und dort wird sich auch die MBB Industries AG präsentieren und eine Analystenkonferenz abhalten.
Darüber hinaus dürfte es in absehbarer Zeit zu heißen Spekulationen über die zukünftige Dividendenhöhe kommen, denn 2009 und 2011 hat MBB beinahe den gesamten Jahresgewinn von jeweils rund 0,50 EUR je Aktie als Dividenden ausgekehrt, in 2012 immerhin 0,44 EUR. Würde das Unternehmen dieser Strategie weiterhin folgen, wäre eine Dividende für 2012 von mindestens 1,50 EUR, wenn nicht gar 1,80 EUR drin. Und dann reden wir bei einem Kurs von 17,00 EUR von einer Dividendenrendite von 8,8 bis 10,6 Prozent - und das nach den starken Kursanstiegen der letzten Wochen.
Mein Fazit
Nach dem starken Kursanstieg der letzten Tage täte dem Aktienkurs der MBB Industries AG zunächst einmal eine Verschnaufpause ganz gut, bevor er weiter an Höhe gewinnt. Aufgrund der starken fundamentalen Daten und der weiterhin attraktiven Bewertung des Unternehmens dürfte es sich nicht lohnen, auf deutlich tiefere Kurse zu warten. Langfristig orientierte Anleger sollten an der inhabergeführten MBB Industries auch weiterhin ihre Freude haben.
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Samstag, 10. November 2012
Greiffenberger AG bestätigt Planungen für 2012
Die Beteiligungsholding Greiffenberger AG, die ich vor einiger Zeit als "kleine Mittelstandsholding mit großem Potenzial" vorgestellt hatte, konnte ihren Umsatz in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres auf 122,4 Mio. EUR (116,7 Mio. EUR) steigern. Der Jahresumsatz soll zwischen 158 und 166 Mio. EUR liegen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern eine Summe zwischen 8 und 10,5 Mio. EUR erreichen.
Wermutstropfen in den ansonsten robusten 9-Monatszahlen ist der deutlich zurück gegangene Auftragseingang, der von 130,8 auf 109,6 Mio. EUR sank, was einer Book-to-bill-Ratio von 0,84 entspricht. „Ein Grund für den Rückgang beim Auftragsbestand ist die merklich dynamisierte Prozesskette in allen Teilbereichen des Konzerns. Die von den Kunden abgerufenen Aufträge kommen so inzwischen wesentlich schneller zur Auslieferung. Im Zusammenspiel mit der aktuell vorsichtigen Grundstimmung der Unternehmen sehen wir aber auch eine temporär zurückhaltendere Ordertätigkeit“, kommentiert Konzernchef Stefan Greiffenberger die Entwicklung.
Greiffenberger bleibt also vom globalen Konjunktureinbruch nicht verschont, bleibt aber solide auf Kurs. Aufgrund der noch immer relativ niedrigen Eigenkapitalquote wird das Unternehmen jedoch keine großen Sprünge machen, was die Übernahme attraktiver Investments im südeuropäischen Raum angeht, wo sich größere Konkurrenten, wie z.B. die Aurelius AG ja aktuell zu Schnäppchenpreisen eindecken. Und Aurelius weist trotz ambitionierter Bewertung für 2012 eine Dividendenrendite im zweistelligen Bereich auf. Doch das momentan beste Chance-Risiko-Verhältnis mit fast unschlagbar attraktiven Bewertungskennzahlen bietet bei den deutschen Beteiligungsgesellschaften die MBB Industries AG, die soeben wieder einmal überragende Zahlen präsentiert hat, so dass man von "Goldgräberstimmung bei MBB Industries" sprechen kann.
Die Greiffenger AG hat langfristig Potenzial, auch wenn die kraftstrotzende Konkurrenz aktuell besser punkten kann.
Wermutstropfen in den ansonsten robusten 9-Monatszahlen ist der deutlich zurück gegangene Auftragseingang, der von 130,8 auf 109,6 Mio. EUR sank, was einer Book-to-bill-Ratio von 0,84 entspricht. „Ein Grund für den Rückgang beim Auftragsbestand ist die merklich dynamisierte Prozesskette in allen Teilbereichen des Konzerns. Die von den Kunden abgerufenen Aufträge kommen so inzwischen wesentlich schneller zur Auslieferung. Im Zusammenspiel mit der aktuell vorsichtigen Grundstimmung der Unternehmen sehen wir aber auch eine temporär zurückhaltendere Ordertätigkeit“, kommentiert Konzernchef Stefan Greiffenberger die Entwicklung.
Greiffenberger bleibt also vom globalen Konjunktureinbruch nicht verschont, bleibt aber solide auf Kurs. Aufgrund der noch immer relativ niedrigen Eigenkapitalquote wird das Unternehmen jedoch keine großen Sprünge machen, was die Übernahme attraktiver Investments im südeuropäischen Raum angeht, wo sich größere Konkurrenten, wie z.B. die Aurelius AG ja aktuell zu Schnäppchenpreisen eindecken. Und Aurelius weist trotz ambitionierter Bewertung für 2012 eine Dividendenrendite im zweistelligen Bereich auf. Doch das momentan beste Chance-Risiko-Verhältnis mit fast unschlagbar attraktiven Bewertungskennzahlen bietet bei den deutschen Beteiligungsgesellschaften die MBB Industries AG, die soeben wieder einmal überragende Zahlen präsentiert hat, so dass man von "Goldgräberstimmung bei MBB Industries" sprechen kann.
Die Greiffenger AG hat langfristig Potenzial, auch wenn die kraftstrotzende Konkurrenz aktuell besser punkten kann.
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Donnerstag, 8. November 2012
Dividendenwerte schlagen Lebensversicherungen!
Es dürfte niemanden überraschen, dass die Lebensversicherer zunehmend Probleme bekommen, denn die aktuelle Niedrigzinsphase dauert ja nun schon einige Zeit an. Und was schön ist für Häuslebauer und Leute, die gerne auf Pump kaufen, aber auch den Staat, der sich zu Rekord-Tiefstzinsen finanzieren kann, ist für Sparer ein Albtraum. Und nicht nur Sparbuch, Tagesgeld und Bundesanleihe bringen kaum noch Zinsen, auch Bausparkassen und Lebensversicherungen geraten in arge Bedrängnis. Denn sie garantieren ihren Kunden einen festen Zinssatz und müssen diesen bis zum Ende des Vertrages durchhalten. Bei Bausparkassen dauert die Sparphase in der Regel zwischen 7 und 9 Jahren, Lebensversicherungs- und Rentenverträge laufen 30, 40 Jahre oder noch länger. Und die Garantiezinsen liegen schon seit einiger Zeit deutlich über dem Zinsniveau, das die Anbieter selbst noch am Markt erzielen können mit der Folge, dass sie ihre Reserven anzapfen müssen, um die Garantiezinsen aufbringen zu können. Doch Reserven aufzulösen kann immer nur eine kurzfristige Maßnahme sein, denn die Rücklagen sind ja nur begrenzt vorhanden und entstammen den hohen Überschüssen der Vergangenheit...
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Dienstag, 6. November 2012
Goldgräberstimmung bei MBB Industries
Die mittelständische Beteiligungsgesellschaft MBB Industries AG hat heute ihre 9-Monatszahlen bekannt gegeben und die sind fulminant ausgefallen: das Ergebnis steigt nach 9 Monaten um 272 Prozent auf 9,1 Mio. EUR oder 1,41 EUR pro Aktie, der Umsatzzuwachs beträgt 90 Prozent auf 151 Mio. EUR, das EBITDA legte um 190 Prozent auf 17,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,0 Mio. EUR) zu. Bei einem EBIT von 13,6 Mio. EUR betrug der Zuwachs 348 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 3,0 Mio. EUR.
Die sehr positive Geschäftsentwicklung wurde von sämtlichen Beteiligungen getragen, zudem ist in den Zahlen die Ende des 1. Quartals 2012 erworbene MBB Fertigungstechnik anteilsmäßig enthalten. Für das Gesamtjahr 2012 geht die MBB Industries von einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung aus und erwartet unverändert einen Umsatz von mehr als 200 Mio. EUR. Der erfreuliche Geschäftsverlauf führte zu einer weiteren Erhöhung des Nettofinanzmittelbestandes per Ende September 2012 auf 28,3 Mio. EUR. Diese Erhöhung im Jahresverlauf 2012 konnte trotz der zwischenzeitlich erfolgten Übernahme der MBB Fertigungstechnik sowie der geleisteten Dividendenzahlung von rd. 2,8 Mio. EUR (0,44 EUR je Aktie), erzielt werden. Mit liquiden Mitteln von 51,5 Mio. EUR verfügt die MBB Industries über die Möglichkeit, neben dem internen Ausbau des Geschäfts auch durch weitere Akquisitionen zu wachsen.
Erst kürzlich im September hatte ich Ihnen die familiengeführte MBB Industries AG ans Herz gelegt und auf die rasant steigende Substanz- und Ertragskraft hingewiesen. Der Kurs lag damals bei 11,25 EUR, nachdem er bereits von 6 EUR um gute 50% zugelegt hatte, also rund 3 EUR niedriger als heute und es stellt sich die Frage, ob man auf diesem Kursniveau immer noch in das Unternehmen einsteigen sollte.
Anfang September lagen die Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr 2012 bei 1,45 EUR je Aktie und das ergab beim damaligen Kurs ein 2012er KGV von unter 8. Doch heute gab MBB Industries bekannt, dass man in 2012 bereits nach 9 Monaten 1,41 EUR je Aktie Gewinn erzielt habe - und es stehen noch 3 gewinnträchtige Monate aus. Der Umsatz- und Gewinnbringer ist zweifelsohne die neue Tochter MBB Feinmechanik, die jedoch erst seit dem zweiten Quartal in der MBB-Konzernbilanz konsolidiert wird - die Analysten werden also ihre Ergebnis- und Gewinnprognosen für 2012 und die Folgejahre deutlich nach oben anpassen müssen. Was dazu führt, dass trotz des Kursanstiegs von gut 25% seit meiner Empfehlung im September die Aktie, was das die Gewinnbewertung angeht, (wieder) auf demselben Niveau notiert. Und geht man von einer gleich hohen Ausschüttungsquote bei der Dividende aus, wird auch diese auf dem aktuellen Kursniveau bei über 45% bleiben.
Fazit
Einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis, sehr attraktive Dividendenrendite, starkes Umsatz- und Gewinnwachstum und hoher Liquiditätsbestand für weitere Übernahmen - Anlegerherz, was willst Du mehr? Ich erneuere meine Einschätzung vom September: "Das Unternehmen hat noch erhebliches Potenzial hinsichtlich seiner Beteiligungen und dem möglichen Ausbau des Portfolios und bietet auf dem derzeitigen Kursniveau mit niedrigem KGV und attraktiver Dividendenrendite eine günstige Einstiegschance für ein langfristiges Investment".
Die sehr positive Geschäftsentwicklung wurde von sämtlichen Beteiligungen getragen, zudem ist in den Zahlen die Ende des 1. Quartals 2012 erworbene MBB Fertigungstechnik anteilsmäßig enthalten. Für das Gesamtjahr 2012 geht die MBB Industries von einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung aus und erwartet unverändert einen Umsatz von mehr als 200 Mio. EUR. Der erfreuliche Geschäftsverlauf führte zu einer weiteren Erhöhung des Nettofinanzmittelbestandes per Ende September 2012 auf 28,3 Mio. EUR. Diese Erhöhung im Jahresverlauf 2012 konnte trotz der zwischenzeitlich erfolgten Übernahme der MBB Fertigungstechnik sowie der geleisteten Dividendenzahlung von rd. 2,8 Mio. EUR (0,44 EUR je Aktie), erzielt werden. Mit liquiden Mitteln von 51,5 Mio. EUR verfügt die MBB Industries über die Möglichkeit, neben dem internen Ausbau des Geschäfts auch durch weitere Akquisitionen zu wachsen.
Erst kürzlich im September hatte ich Ihnen die familiengeführte MBB Industries AG ans Herz gelegt und auf die rasant steigende Substanz- und Ertragskraft hingewiesen. Der Kurs lag damals bei 11,25 EUR, nachdem er bereits von 6 EUR um gute 50% zugelegt hatte, also rund 3 EUR niedriger als heute und es stellt sich die Frage, ob man auf diesem Kursniveau immer noch in das Unternehmen einsteigen sollte.
Anfang September lagen die Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr 2012 bei 1,45 EUR je Aktie und das ergab beim damaligen Kurs ein 2012er KGV von unter 8. Doch heute gab MBB Industries bekannt, dass man in 2012 bereits nach 9 Monaten 1,41 EUR je Aktie Gewinn erzielt habe - und es stehen noch 3 gewinnträchtige Monate aus. Der Umsatz- und Gewinnbringer ist zweifelsohne die neue Tochter MBB Feinmechanik, die jedoch erst seit dem zweiten Quartal in der MBB-Konzernbilanz konsolidiert wird - die Analysten werden also ihre Ergebnis- und Gewinnprognosen für 2012 und die Folgejahre deutlich nach oben anpassen müssen. Was dazu führt, dass trotz des Kursanstiegs von gut 25% seit meiner Empfehlung im September die Aktie, was das die Gewinnbewertung angeht, (wieder) auf demselben Niveau notiert. Und geht man von einer gleich hohen Ausschüttungsquote bei der Dividende aus, wird auch diese auf dem aktuellen Kursniveau bei über 45% bleiben.
Fazit
Einstelliges Kurs-Gewinn-Verhältnis, sehr attraktive Dividendenrendite, starkes Umsatz- und Gewinnwachstum und hoher Liquiditätsbestand für weitere Übernahmen - Anlegerherz, was willst Du mehr? Ich erneuere meine Einschätzung vom September: "Das Unternehmen hat noch erhebliches Potenzial hinsichtlich seiner Beteiligungen und dem möglichen Ausbau des Portfolios und bietet auf dem derzeitigen Kursniveau mit niedrigem KGV und attraktiver Dividendenrendite eine günstige Einstiegschance für ein langfristiges Investment".
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Montag, 5. November 2012
Börsenweisheit der Woche 45/2012
"Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Liquidität. Wenn Du keine hast, kannst du auch niemandem ans Bein pinkeln."
("Gordon Gekko" in Oliver Stones Epos „Wall Street“)
("Gordon Gekko" in Oliver Stones Epos „Wall Street“)
Freitag, 2. November 2012
Deutsche Telekom: Dividendenkürzung ante portas?
Der Wettbewerb in der Telekom-Branche wird immer härter und das drückt die gewinne. Denn einerseits müssen Milliarden in neue Technik investiert werden (LTE, VDSL) und andererseits kommen immer mehr junge und freche Anbieter auf den Markt, die ohne eigenes Netz nur große Minutenkontingente bei den Netzbetreibern einkaufen und so günstige Tarife für die Verbraucher bieten. In Deutschland ist zudem durch die Regulierungsbehörde der Preis, den die Deutsche Telekom als Ex-Monopolist für die Nutzung ihrer Netze von den Wettbewerbern verlangen darf, gedeckelt.
Bisher hat die Deutsche Telekom eine hohe Dividende "garantiert", aber das Versprechen, 3,4 Mrd. EUR auszuschütten, endet 2013. Dass sich die Telekom diese hohe Dividende schon heute längst nicht mehr leisten kann, weil die deutlich weniger verdient, als sie ausschüttet, habe ich kürzlich hier dargelegt: "Deutsche Telekom: Raubbau an der Substanz durch zu hohe Dividende". Und dem Handesblatt zufolge, denkt man in den (Aufsichtsrats-)Kreisen der Telekom inzwischen auch so.
Blickt man auf die Konkurrenz, legt das ebenfalls den Schluss nahe, dass die Telekom vor einer massiven Dividendenkürzung steht: die niederländische E-Plus-Mutter KPN hat ihre Ausschüttung gekürzt, France Telekom hat die Dividende um zwei Fünftel gesenkt, Telekom Austria reduzierte sie von 38 Cents auf 5 Cents und die spanische Telefonica hat sie gar ganz gestrichen und auch das Aktienrückkaufprogramm gestoppt.
Die Zeit der (zu) hohen Dividenden bei der Deutschen Telekom neigt sich dem Ende zu und das ist auch gut so. Eine derartige substanzverzehrende Dividendenpolitik schädigt das Unternehmen nachhaltig und muss enden! Die Telekom sollte ihr Geld für die dringend benötigten Infrastrukturinvestitionen nutzen, um wieder wettbewerbsfähig(er) zu werden und als Dividende sollten die üblichen 40 bis 60 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden, mehr nicht. Unsolides Finanzgebaren macht sich auch an der Börse auf Dauer nicht bezahlt. Im Gegenteil. Und die Anleger sollten sich von einer optisch hohen Dividendenrendite nicht blenden lassen, wenn diese nicht durch Gewinne verdient wird.
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Montag, 29. Oktober 2012
Freitag, 26. Oktober 2012
Celesio: nach Rosskur eröffnen sich neue Perspektiven
Die im deutschen MidCap-Index MDAX notierte Celesio AG ist wieder ein reinrassiger Pharmahändler. "Wieder", weil nach Jahren des starken Wachstums außerhalb des Kerngeschäfts - und noch dazu äußert unerfolgreich - vom seit gut einem Jahr amtierenden Chef Markus Pinger eine Rückbesinnung des Unternehmens auf seine Kernbereiche und Kernkompetenzen erfolgt. Und die ist auch dringend nötig, denn war Celesio bis 2007 ein Wachstumswert und eine Kursrakete, folgten der Irrstrategie schmerzhafte 70 Prozent Kursverlust. Weil nach 20 Jahren des Umsatz- und Ergebniswachstums innerhalb weniger Jahre die Ergebnisse auf nur noch knapp die Hälfte abgeschmolzen wurden und sich bisher nicht wieder erholten.
Neben teuren Akquisitionen erwies sich insbesondere der Kauf der niederländischen Internetversand-Apotheke Doc Morris als Wertvernichter. Nicht nur, weil der Europäische Gerichtshof die deutsche Rechtspraxis im Kern bestätigte und so Doc Morris in Deutschland die Geschäftsgrundlage weitgehend entzogen war, sondern weil Celesio sich klar als Konkurrent zu den von ihm belieferten Apotheken positioniert hatte. Und die verprellten Apotheken wanden sich reihenweise der Konkurrenz von Celsio zu.
Mit dem Verkauf von Doc Morris beendet Celesio das unrühmliche Kapitel und schreibt ein weiteres - und letztes - Mal 30 Mio. EUR ab. Das wird das Ergebnis des dritten Quartals rückwirkend entsprechend belasten. Des Weiteren wurden inzwischen Beteiligungen wie die am Marketing- und Vertriebsdienstleister Pharmexx und der Pharmalogistiker Movianto verkauft und aus einigen kleineren Ländern Europas zieht sich der Pharmagroßhändler zurück.
Der zweitgrößte deutsche Pharmagroßhändler bestätigte nach den Verkäufen seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll sich mindestens auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011 belaufen und nicht unter 550 Millionen Euro liegen.
Zum aktuellen Kurs von 15 EUR notiert Celesio in etwa zum Buchwert und mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11,5. Die Chancen von Celesio stehen gut, wieder deutlich Marktanteile zurückzugewinnen und die Margen auszubauen - viele Jahre lang lag die EK-Rendite bei über 20%, während sie seit 2007 dramatisch auf zuletzt 4% eingebrochen war. Eine lesenswerte Analyse des Unternehmens mit einer Darstellung der Ergebnisse, Renditen und Dividenden der letzten 20 Jahre hat Till Schwalm in seinem Blog SFG Value Investing erst im Juli vorgenommen, und ich empfehle Ihnen diese Lektüre!
Ganz einfach wird es für Celesio nicht, zu alter Stärke zurückzukehren. Verlorenes Vertrauen muss zurückgewonnen und neue Märkte erschlossen werden und es gilt, die alte Renditestärke zurückzuerlangen. Gerade erst wurde die zweite Unternehmensanleihe über 350 Mio. EUR platziert und war sechsfach überzeichnet.
Auf dem aktuellen Kursniveau sollten die Chancen die Risiken deutlich überwiegen und für langfristig orientierte Anleger bietet sich eine attraktive Einstiegschance.
Neben teuren Akquisitionen erwies sich insbesondere der Kauf der niederländischen Internetversand-Apotheke Doc Morris als Wertvernichter. Nicht nur, weil der Europäische Gerichtshof die deutsche Rechtspraxis im Kern bestätigte und so Doc Morris in Deutschland die Geschäftsgrundlage weitgehend entzogen war, sondern weil Celesio sich klar als Konkurrent zu den von ihm belieferten Apotheken positioniert hatte. Und die verprellten Apotheken wanden sich reihenweise der Konkurrenz von Celsio zu.
Mit dem Verkauf von Doc Morris beendet Celesio das unrühmliche Kapitel und schreibt ein weiteres - und letztes - Mal 30 Mio. EUR ab. Das wird das Ergebnis des dritten Quartals rückwirkend entsprechend belasten. Des Weiteren wurden inzwischen Beteiligungen wie die am Marketing- und Vertriebsdienstleister Pharmexx und der Pharmalogistiker Movianto verkauft und aus einigen kleineren Ländern Europas zieht sich der Pharmagroßhändler zurück.
Der zweitgrößte deutsche Pharmagroßhändler bestätigte nach den Verkäufen seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll sich mindestens auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011 belaufen und nicht unter 550 Millionen Euro liegen.
Zum aktuellen Kurs von 15 EUR notiert Celesio in etwa zum Buchwert und mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11,5. Die Chancen von Celesio stehen gut, wieder deutlich Marktanteile zurückzugewinnen und die Margen auszubauen - viele Jahre lang lag die EK-Rendite bei über 20%, während sie seit 2007 dramatisch auf zuletzt 4% eingebrochen war. Eine lesenswerte Analyse des Unternehmens mit einer Darstellung der Ergebnisse, Renditen und Dividenden der letzten 20 Jahre hat Till Schwalm in seinem Blog SFG Value Investing erst im Juli vorgenommen, und ich empfehle Ihnen diese Lektüre!
Ganz einfach wird es für Celesio nicht, zu alter Stärke zurückzukehren. Verlorenes Vertrauen muss zurückgewonnen und neue Märkte erschlossen werden und es gilt, die alte Renditestärke zurückzuerlangen. Gerade erst wurde die zweite Unternehmensanleihe über 350 Mio. EUR platziert und war sechsfach überzeichnet.
Auf dem aktuellen Kursniveau sollten die Chancen die Risiken deutlich überwiegen und für langfristig orientierte Anleger bietet sich eine attraktive Einstiegschance.
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Empfehlung,
Nebenwerte,
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Donnerstag, 25. Oktober 2012
Aurelius mit weiterem Zukauf und Rekordergebnissen
Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius war gleich zweimal in den Medien: zunächst gab man die Übernahme der spanischen Steria Iberica vom französischen Steria-Konzern bekannt, der sich auf seine Kernmärkte fokussieren will.
Die neue Tochtergesellschaft, die als zweites Spanisches IT-Unternehmen ins Aurelius-Portfoio wandert und über deren Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde, sei „ein renommierter Player auf dem spanischen IT-Service-Markt sowohl für private als auch für öffentliche Kunden und bietet IT-Dienstleistungen wie integrierte Lösungsansätze für Application-Management, Systemintegration, Infrastruktur-Management sowie Testing und Qualitätssicherung“, teilte Aurelius mit. Im vergangenen Jahr setzten die gut 900 Mitarbeiter etwa 42 Mio. EUR um.
Und einen Tag später präsentierte Aurelius Rekordzahlen zum dritten Quartal: der Neunmonatsumsatz stieg um 7,1% auf 1,02 Mrd. EUR und das EBITDA auf 164,7 Mio. EUR (+ 237%). Die Verkaufsgewinne der im Jahr 2012 erfolgreich veräußerten Konzernunternehmen Consinto und Schabmüller betrugen insgesamt 59,7 Mio. EUR. Durch die Veräußerungserlöse stiegen die liquiden Mittel im Konzern auf 195,9 Mio. EUR zum Stichtag 30. September 2012 (31. Dezember 2011: 154,4 Mio. EUR).
Aurelius dürfte angesichts der hervorragenden Zahlen seine reguläre Dividende auf 1,70 EUR (bisher 1,50 EUR) anheben und eine zusätzliche Sonderausschüttung von 2,00 EUR vornehmen werde. Insgesamt könne die Ausschüttung für 2012 bis zu 4,00 EUR betragen, hatte sich Aurelius-Chef Dirk Markus kürzlich geäußert.
Die neue Tochtergesellschaft, die als zweites Spanisches IT-Unternehmen ins Aurelius-Portfoio wandert und über deren Kaufpreis Stillschweigen vereinbart wurde, sei „ein renommierter Player auf dem spanischen IT-Service-Markt sowohl für private als auch für öffentliche Kunden und bietet IT-Dienstleistungen wie integrierte Lösungsansätze für Application-Management, Systemintegration, Infrastruktur-Management sowie Testing und Qualitätssicherung“, teilte Aurelius mit. Im vergangenen Jahr setzten die gut 900 Mitarbeiter etwa 42 Mio. EUR um.
Und einen Tag später präsentierte Aurelius Rekordzahlen zum dritten Quartal: der Neunmonatsumsatz stieg um 7,1% auf 1,02 Mrd. EUR und das EBITDA auf 164,7 Mio. EUR (+ 237%). Die Verkaufsgewinne der im Jahr 2012 erfolgreich veräußerten Konzernunternehmen Consinto und Schabmüller betrugen insgesamt 59,7 Mio. EUR. Durch die Veräußerungserlöse stiegen die liquiden Mittel im Konzern auf 195,9 Mio. EUR zum Stichtag 30. September 2012 (31. Dezember 2011: 154,4 Mio. EUR).
Aurelius dürfte angesichts der hervorragenden Zahlen seine reguläre Dividende auf 1,70 EUR (bisher 1,50 EUR) anheben und eine zusätzliche Sonderausschüttung von 2,00 EUR vornehmen werde. Insgesamt könne die Ausschüttung für 2012 bis zu 4,00 EUR betragen, hatte sich Aurelius-Chef Dirk Markus kürzlich geäußert.
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