Mittwoch, 16. Dezember 2020

Andere Ansichten zur enormen Unterbewertung von ABO Wind

ABO Wind hatte ich bisher noch nicht auf der Agenda, doch das ändert sich hiermit. Die massive Neubewertung im Windenergiesektor vollzieht sich ja bereits seit einigen Wochen und ich bin hier mit Energiekontor und PNE sehr gut aufgestellt. Nach der Trennung von ABO Invest (jetzt clearwise AG) ist ABO Wind jetzt ein reiner Projektierer und Betreiber von Wind- und Solarparks.

Die Neubewertung des Sektors erfolgt, weil RWE von Nordex ein großes Windparkportolio erworben hat und zwar für einen bis dahin nicht gesehenen Preis. Nachdem nun auch noch immer mehr Förderprogramme und "Green Deals" viel mehr Geld in den Sektor fließen lassen, wird erkannt, dass nicht nur die bereits fertiggestellten Energieparks einen Wert haben, sondern auch die Pipeline. Denn zwischen Idee, Planung, Genehmigung, Bau und Fertigstellung vergehen oft viele Jahre. Je näher also Projekte in der Pipeline an der Fertigstellung sind, desto höher ist auch ihr Wert.

Börse Online (Ausgabe 51/2020) nimmt die soeben beendete Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK) zum Anlass, die Projektpipeline von ABO Wind ins Verhältnis zu setzen zur aktuellen Börsenbewertung. Woraus sich interessante Überlegungen ableiten...

Kissigs Portfoliocheck: Dreht jetzt der Wind bei Mason Hawkins Turnaround-Spekulation General Electric?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 119. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2020 lag Mason Hawkins Tunroverrate bei niedrigen 9%. Unter seinen 29 Depotwerten finden sich fünf Neuzugänge. Mason Hawkins Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen Lumen Technologies (die ehemalige CenturyLink), CNX Ressources und Mattel machen mehr als ein Drittel aus und die fünf größten, also ergänzt um FedEx und General Electric, bringen es zusammen auf mehr als 45%.

Mit einer Reihe seiner Top-Werte setzt Hawkins frühzeitig auf potenzielle Nach-Corona-Gewinner, die von einem erfolgreichen Zurückdrängen der Pandemie durch den gerade anrollenden Einsatz wirksamer Impfstoffe erheblich profitieren können. Zu diesen gehört auch Industrieikone General Electric, die schon vor Ausbruch der Coronakrise tief in den Abgrund geblickt haben, aber dennoch immer noch und immer wieder Morgenluft schnuppern.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 14. Dezember 2020

Börsenweisheit der Woche 50/2020

"Anleger vergessen gerne, dass kurzfristige Marktschwankungen genau das sind und nur das. Sie sind nicht vorhersehbar und nicht bedeutend, solange man nicht gerade dann handelt."
(Ken Fisher)

Samstag, 12. Dezember 2020

Good News bei... Softbank: Verkauf von Boston Dynamics verelffacht den Einsatz von 100 Mio. Dollar in nur drei Jahren

Softbank Group verkauft ihre Tochter Boston Dynamics an Hyundai. Das Unternehmen wird hierbei mit $1,1 Mrd. bewertet; Softbank wird einen Anteil von 20% behalten und wird also auch hier "vom "Operator zum Investor". Für Softbank ist das ein weiterer lukrativer Deal, denn für die 100% an Boston Dynamics hatte man 2017 nur $100 Mio. an Google überwiesen, die heutige Alphabet. Innerhalb von weniger als drei Jahren hat man sein investiertes Kapital also glatt verelffacht!

Nach dem megaerfolgreichen Doordash-IPO und den Bloomberg-Spekulationen über ein Delisting (dazu müssten mindestens 39% der ausstehenden Aktien über die Börse zurückgekauft werden) sind das erneut sehr erfreuliche Nachrichten aus dem Hause Softbank. Auch wenn nicht alles gelingt, wie das WeWork-Fiasko zeigt oder der Verkauf der Slack-Beteiligung, kurz bevor salesforce.com seine $44 Mrd-Übernahmeofferte in den Markt legte. Das vermeintliche Uber-Fiasko hat sich jedenfalls inzwischen in ein sattes Plus verwandelt, nachdem der Aktienkurs neue Höchststände erzielte.

Unterm Strich halte ich Softbank für eine total missverstandene und unterschätzte Investmentchance und erwarte sensationelle Zahlen für das 4. Quartal 2020.

Disclaimer: Habe Aktien von Alphabet, Softbank Group auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem DepotW/iki.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Adobe übertrifft alle Erwartungen - wie üblich. Der Kurs fällt erstmal - auch wie üblich. Egal!

Adobe hat seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Erwartungen deutlich übertroffen. Und selbst beim Ausblick liegt das Unternehmen über den bisherigen Annahmen, so dass es eigentlich keinen Grund gibt, weshalb der Kurs fallen sollte. Doch genau das tut er und das ist schon Tradition. Diese "Sell-on-good-News"-Historie lässt sich schon über viele Quartale hinweg beobachten. Doch bisher zahlte sich eher eine andere Vorgehensweise aus. Und zwar richtig...

Kissigs Aktien Report: Makleraktien, führt mich zum Schotter!? Was geht ab bei Deutsche Börse, Lang & Schwarz und Tradegate?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Einfach gedacht: Facebook vor der Zerschlagung? Oder: wenn der Tiger gar keine Krallen hat

Facebook wird von 48 US-Bundesstaaten und der US-Wettbewerbsbehörde FTC verklagt: der weltweit führende Social-Media-Konzern habe seine heutige Monopolstellung gezielt durch die Übernahme von Wettbewerbern aufgebaut.

Konkret geht es um Instagram (2012) und WhatsApp (2014), die Facebook nach Auffassung der Kläger nur übernommen habe, um eine drohende Konkurrenz frühzeitig auszuschalten.

"Geschmäckle" hat das Ganze, weil die zuständigen Behörden, wie die FTC, diese Übernahmen seinerzeit genehmigt hatten. Da weist Facebook natürlich auch drauf hin und bemüht den Rechtsfrieden, in dem die (berechtigte) Frage aufgeworfen wird, wie verbindlich eine verbindliche und abschließende Genehmigung denn überhaupt sei, wenn die nach vielen Jahren einfach wieder infrage gestellt wird.

Auf jeden Fall "wird es jetzt ernst für Facebook", titeln viele Medien und Kommentatoren. Doch diese Einschätzung geht etwas vorbei. An der Realität...

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Einfach gedacht: Jamie Dimon meint, der Grund für die niedrigen Kurse der Bankaktien liege in der Regulierungswut

Bankaktien gehören nicht zu den angesagtesten Wertpapieren und liefern schon länger unterdurchschnittliche Renditen ab. Spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 hinken sie dem Gesamtmarkt hinterher. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, weiß auch, woran das liegt.

Auf der gestrigen Goldman Sachs Financial Services Conference sagte er: "Das Bankensystem als Größe im Verhältnis zur Weltwirtschaft wird immer kleiner und kleiner (...) Inzwischen hat man 80% des Hypothekengeschäfts außerhalb des Bankgeschäfts und es gibt eine immer größere Menge an Privatkrediten außerhalb des Bankwesens (...) und es werden immer mehr Bereiche, einer nach dem anderen, die das Bankgeschäft verlassen, weil sie draußen günstiger behandelt werden. Und die Aufsichtsbehörden (...) irgendwann werden sie die Banken aus dem Bankgeschäft herausreguliert haben".

Damit dürfte er nicht falsch liegen. Alternative Asset Manager wie KKR, Brookfield, Blackstone, Apollo Global Management dringen immer stärker in den banknahen Bereich vor und bieten Bankdienste an - ohne dass sie entsprechend den Vorschriften der Bankenregulierung, wie u.a. den Eigenkapital- und Refinanzierungsvorschriften oder den Basel-Kriterien unterworfen wären. Ein Kampf mit ungleichen Waffen! Auch deshalb ziehe ich die Aktien der Alternativen Asset Manager einem Investment in Bankaktien vor.

Disclaimer: Habe Apollo Global Management, Blackstone, KKR auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Good News bei... Softbank: Delisting-Spekulation treibt den Kurs - und das Doordash-IPO

Obwohl die Softbank Group beinahe täglich für ihre "riskanten" Wetten und vermeintlichen Misserfolge kritisiert wird, klettert der Aktienkurs der Internet- und Venture Captial-Holding scheinbar unaufhaltsam weiter nach oben. An der Börse herrscht noch das Bild des WeWork-Fiaskos und des Uber-Fehlgriffs vor, doch das ist schon längst nicht mehr passend. WeWork hat sich stabilisiert und Uber markiert an der Börse neue Allzeithochs - Softbanks Pre-IPO-Investment liegt also deutlich im Plus.

Nun gibt es weitere, erfreuliche Neuigkeiten und die betreffen einerseits das hyperventilierende IPO des Essenslieferanten Doordash und eine von Bloomberg ins Spiel gebrachte Delisting-Spekulation...

Kissigs Portfoliocheck: Beim brasilianischen Fintech StoneCo ist Steve Mandel nun viertgrößter Aktionär – nach Buffett

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 118. Portfoliocheck führt mich erstmals zum Depot von Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten Tiger Cubs, den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Seit 1997 leitet Mandel den von ihm gegründeten Hedgefonds Lone Pine Capital LLC, der inzwischen rund $32 Mrd. an Investorengeldern verwaltet und in den letzten 13 Jahren durchschnittlich Renditen von über 20% erzielte.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 3. Quartal 2020 lag seine Turnoverrate bei 29% und unter den 32 Werten in seinem Portfolio finden sich gleich 11 Neuaufnahmen. Technology stellt mit knapp 47% den stärksten Sektor gefolgt von Communication Services mit 15,2%. Mandels Top-Positionen sind Shopify, Facebook und Microsoft. Doch besonders interessant ist eine Neuerwerbung: das brasilianische Vorzeige-Fintech Stone Pagamentoas SA, genannt StoneCo...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Facebook, Microsoft, StoneCo auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Good News bei... Mastercard: Dividendenanhebung und neues Aktienrückkaufprogramm

Mastercard hat zu kämpfen in der Corona-Krise und leidet weiterhin unter dem eingeschränkten Flugverkehr, dem brachliegenden Geschäft im Hotel-, Gastronomie, Reise- und Eventbusiness.

Auf der anderen Seite profitiert man ganz erheblich vom "War on Cash", der Abkehr vom Bargeld hin zu digitalen Zahlungsmethoden und dem anhaltenden Boom des Onlinehandels.

Nun verwöhnt Mastercard seine Aktionäre kurz vor Weihnachten gleich mit zwei frohen Botschaften: so soll die Quartalsdividende um 10% auf $0,44 je Aktie angehoben werden und dann wird Mastercard ein weiteres Aktienrückkaufprogramm starten, sobald das aktuell laufende beendet ist. Von dem aktuellen über $8 Mrd. stehen noch $3,5 Mrd. zur Verfügung und daran wird sich das neue mit zusätzlichen $6 Mrd. anschließen.

Das sind wirklich frohe Botschaften und dürften dem Kurs der Mastercard-Aktie während der Weihnachtszeit und ins neue Jahr hinein Unterstützung geben bei dem Versuch, Corona hinter sich zu lassen und wieder den Erfolgspfad beim Erklimmen neuer Allzeithochs aufzunehmen.

Disclaimer: Habe Mastercard auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Intuit schließt die Credit Karma-Übernahme ab und aktualisiert die Prognosen

Nachdem Intuit die Credit Karma-Übernahme unter Dach und Fach gebracht hat, passt das Unternehmen seine Prognosen für das 2. Geschäftsquartal und das Geschäftsjahr 2021/22 an. Der Spezialist für Buchführungs- und Steuersoftware für mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen beabsichtigt, Credit Karma als separates Berichtssegment zu führen. Intuit prognostiziert, dass Credit Karma den Umsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr 2021/22 um $545 Mio. bis $580 Mio. erhöhen und ein Betriebsergebnis zwischen $15 und $35 Mio. beisteuern wird.

Montag, 7. Dezember 2020

Selbst Robert Shiller hält sein Shiller-KGV für überholt und preist nun das Zinsniveau mit ein. Er folgt damit Ken Fisher, Jeremy Grantham und Warren Buffett

Robert Shiller genießt hohes Ansehen in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Der US-amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University wurde 2013 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet, gemeinsam mit Lars Peter Hansen und Eugene Fama und zwar für ihre empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen.

Zu seinem wohl am meisten beachteten Werk gehört das CAPE-Ratio, auch Shiller-KGV genannt, das als Indikator für den Börsenmarkt gilt (CAPE steht dabei für cyclically adjusted price-to-earnings ratio).

Robert Shiller und John Campbell kamen 1988 in einer Studie zu dem Ergebnis, es müsse ein sinnvoller(er) Bewertungsmaßstab entwickelt werden, als das vorherrschende Kurs-Gewinnverhältnis (KGV). Ein Maßstab, der weniger anfällig für kurzfristige Entwicklungen sein und eher mittel- bis langfristige Börsenbewertungen ermitteln sollte. Ihr Vorschlag lautete, das KGV nicht mehr auf Basis der aktuellen Gewinne zu berechnen, sondern auf Basis der durchschnittlichen Gewinne der vergangenen zehn Jahre. Zusätzlich sollten die Gewinne um die Inflationsrate bereinigt werden. Die so ermittelte Gewinnreihe wurde als gleitender Durchschnitt ins Verhältnis zum aktuellen Kurs gesetzt und ergibt dann das CAPE-Ratio bzw. Shiller-KGV.

Dieses Shiller-KGV wird seither häufig als Bewertungsmaßstab für die Börsen herangezogen, doch in den letzten Jahren geriet es zunehmend in die Kritik - es hat nämlich seine Vorhersagekraft eingebüßt. Auch deshalb haben sich in den letzten Jahren viele Value Investoren vom Shiller-KGV abgewandt und nun folgt ihnen auch Shiller selbst. Aus den gleichen, guten Gründen...

Börsenweisheit der Woche 49/2020

"Für schnelle 5 oder 10 Prozent Aktien zu verkaufen, kann dir ein gutes Einkommen einbringen, aber sie für 100, 500, 1000 oder mehr Prozent zu halten, bringt dir ein Vermögen."
(Ian Cassel)

Sonntag, 6. Dezember 2020

Jetzt auch mit Banklizenz: Ist Sea Ltd. Südostasiens attraktivstes Online-Powerhouse?

Sea Limited ist eines der aufstrebenden Online-Unternehmen Asiens; der Name ist Programm: SEA steht für SouthEastAsia. Das in Singapur beheimatete Unternehmen ist in Malaysia, Singapur, Thailand, Taiwan, Vietnam, den Philippinen und Indonesien tätig und in drei Segmenten aktiv: E-Commerce wird durch Shopee bedient, Garena bietet Digital Entertainment, wie Onlinegaming und E-Sports, und SeaMoney unterhält die Digital Financial Services.

An der Börse gehören die Aktien von Sea Ltd. zu den absoluten Highflyern in diesem Jahr, weil das Unternehmen massiv von den Corona-Einschränkungen profitiert und dem entsprechend enorm wächst, aber auch weil es nicht in China angesiedelt ist und somit nicht von den Sanktionen und Strafmaßnahmen getroffen wird, die der US-China-Handelskrieg mit sich bringt.

Die jüngsten Nachrichten von Sea lösten eine  weiteren Kurssprung aus; dabei betreffen sie deren mit Abstand kleinstes Segment Digital Banking. Doch die neue Vollbanklizenz könnte der Auftakt zu noch viel mehr sein...

Freitag, 4. Dezember 2020

Dividendenwachstum: American Tower erhöht schon wieder die Quartalsausschüttung

American Tower hat es schon wieder getan: der Tower-REIT erhöht seien Quartalsdividende und wird seinem Ruf als Dividendenwachstumswert gerecht.

Konkret erhalten die Aktionäre am 2. Februar 2021 $1,21 je Aktie gutgeschrieben und damit 7 US-Cents bzw. 6,0% mehr als zuletzt; Record-Day ist der 28.12.2020.

In absoluten Zahlen betrachtet kann das Unternehmen mit einer auf das Jahr hochgerechneten Ausschüttung von $4,84 nicht für Aufsehen sorgen, denn hieraus ergäbe sich eine aktuelle Dividendenrendite von 2,15%. Allerdings passt American Tower seine Dividende schon seit langer Zeit in jedem Quartal nach oben an und unter der Annahme, dass dieses Muster beibehalten wird, würde sich die Dividendenrendite beim heutigen Kauf der Aktien auf Jahressicht noch erhöhen.

Disclaimer: Habe American Tower auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Home24 und Westwing bereichern bald den SDAX. Und noch mehr...

Home24 und Westwing haben es geschafft: die beiden Home & Living-Onlineanbieter werden mit Wirkung vom 21. Dezember 2020 in den SDAX aufgenommen, den deutschen Auswahlindex für Nebenwerte.

Dabei sind dies nicht die einzigen Veränderungen, die der DAX-Familie ins Haus stehen, denn auch im MDAX gibt es Veränderungen, die Indexanbieter Stoxx Ltd. mitteilte.

Kissigs Aktien Report: Tesla ist einsame Spitze. Und Musk nun auch.

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Cyber-Week-Shopping: Zalando schreit vor Glück!

Zalando gab ein kurzes Feedback zur abgelaufenen Cyber Week; die elf Tage zwischen dem Black Friday und dem Cyber Monday stellen ja den Auftakt zur Shoppings-Saison vor Weihnachten dar und sind für den Einzelhandel enorm wichtig, online wie offline. Denn im Weihnachtsshopping werden an die 50% der Jahresumsätze generiert. Und bei Zalando lief es in diesem Jahr ganz besonders gut..

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmiller setzt im Weihnachtsgeschäft voll auf die eCommerce-Leader Amazon, Alibaba, Sea Limited, JD.com und MercadoLibre

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten  Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 117. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Auch im 3. Quartal 2020 war Stanley Druckenmiller sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 27%; unter seinen 61 Depotwerten finden sich 15 Neuaufnahmen. Nachdem er bereits im Vorquartal bei Microsoft um 63% aufgestockt hatte, folgten nun weiter 47%, so dass Microsoft mit einer Gewichtung von über 16% wieder seine mit Abstand größte Position ist.

Zählt man seine Depotpositionen zusammen, die vom eCommerce profitieren, so hat er hier rund ein Fünftel seines Gesamtvermögens investiert. Neben Amazon, Alibaba, Sea Ltd. und JD.com hat er auch MercadoLibre im Depot; und auch Alphabet und Facebook profitieren maßgeblich vom eCommerce – der eine über sein Anzeigengeschäft, der andere über seine neue Funktion Shops. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat Stanley Druckenmiller richtig eingekauft, damit der Onlinehandelsboom auch beim ihm die Kassen klingeln lässt. Hohoho…

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Dienstag, 1. Dezember 2020

CoStar: Wettbewerbshüter stoppen RentPath-Übernahme. Und CoStar? Kauft HomeSnap...

CoStar Group ist eine tolle Erfolgsgeschichte und Teil davon sind die erfolgreichen Übernahmen. Doch damit ist CoStar nun gegen die Wand gelaufen, denn die amerikanische Wettbewersbehörde FTC legt sich quer. Konkret geht es um die Übernahme des Hauptkonkurrenten RentPath, den CoStar für $587,5 Mio. übernehmen will. Während hier also Ungemach droht, setzt CoStar seinen Expansionskurs fort und hat mit HomeSnap schon den nächsten Immobilienfisch an der Angel...

Einfach gedacht: Amazon punktet in der Cloud - oder Kleinvieh macht auch Mist

Amazon kann mit Cloudaufträgen auch in Deutschland punkten. Während das Augenmerk eher auf Großaufträgen liegt, wie dem des Pentagon im Volumen von $10 Mrd., bei dem sich Amazon Web Service (AWS) und Microsoft (Azure) erbittert um den an Microsoft erteilten Zuschlag streiten, entscheiden sich auch kleinere Kunden für AWS.

Der Kampf um die Cloud wird härter und schneller...

Mein Performance-Update für November 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der November liegt hinter uns und es war erneut ziemlich volatil an den Börsen. Es kam zu einem Favoritenwechsel, weil mehrere Impfstoffkandidaten Hoffnung auf ein absehbares Ende des Pandemieschocks machten und daher Konjunktur sensible und Corona gepeinigte Aktien einen Rebound starteten, während die bisherigen Coronagewinner und großen Techwerte Federn lassen mussten. Doch angesichts weiter hoch schießender Infektionszahlen und neuer Lockdowns sowie der Aussicht auf "virtuelle Weihnachtstage" erholten sich viele Coronagewinner wieder. Allerdings weniger die großen Techwerte, die fast alle noch prozentual zweistellig unter ihren vorherigen Hochs liegen. Das sieht man auch an der Entwicklung meiner beiden Wikis. 

Zeit für (m)eine Rückschau auf die Indizes, meine Wikis und die Entwicklung meines operativen Net Worth.