Seit mehr als einem Jahrzehnt wählen die Notenbanken gegen jedes Problem nur ein Mittel: mehr Geld. Ob Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftsflaute, Euro-Problemzonen oder Crash-Tendenzen, stets wird noch mehr Geld gedruckt und zwar Unmengen davon. Üblicherweise führt ein starkes - und auch noch globales - Geldmengenwachstum nach der klassischen Lehre zu Inflation, denn wenn (zu) viel Geld im Umlauf ist, sind Preissteigerungen leichter durchzusetzen und Inflation ruft steigende Zinsen seitens der Notenbanken hervor, um die Preissteigerungen wieder in den Griff zu bekommen.
Doch diesmal scheint alles anders zu sein, das Geld fließt nicht direkt in die Wirtschaft, sodnern in Assets wie Immobilien und Aktien. Daher ist in den führenden Wirtschaftszonen der Welt trotz des vielen zusätzlich verfügbaren Geldes die Inflation weit unter den Zielwerten der Notenbanken und dem entsprechend sinken die Zinsen auf neue Rekordniedrigststände. Nachdem die Strafzölle im US-China-Handelsstreit tiefe Bremsspuren in der globalen Konjunktur hinterlassen und gerade Deutschland mit seinem starken Exposure in den Sektoren Automobil und Maschinenbau kräftig schlingert, haben sich die Notenbanken weltweit auf eine neue Zinssenkungsrunde eingelassen. Das viele billige Geld verleitet zu noch ungebremsterem Schuldenmachen, auch wenn in Deutschland der Staat seit einiger Zeit Schuldenabbau praktiziert - und dafür heftig kritisiert wird. Andernorts wird weiter fleißig drauf gesattelt.
Das dauerhafte Niedrigzinsniveau in der Euro-Zone ruft mehrere Effekte hervor und die Gekniffenen sind vor allem die Sparer. Denen entgeht die Rendite, doch damit fängt ihr Leiden gerade erst so richtig an.
Dienstag, 19. November 2019
Montag, 18. November 2019
Börsenweisheit der Woche 46/2019
"Mit der Zeit bin ich immer mehr davon überzeugt, dass die richtige Investitionsmethode darin besteht, ziemlich große Summen in Unternehmen zu stecken, von denen man glaubt, etwas zu wissen und von deren Management man zutiefst überzeugt ist. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass man das Risiko begrenzt, indem man sein Geld auf möglichst viele Unternehmen verteilt, von denen man wenig weiß und keinen Grund zu besonderem Vertrauen hat. (...) Das eigene Wissen und die Erfahrung sind definitiv begrenzt und es gibt selten mehr als zwei oder drei Unternehmen zur gleichen Zeit, in die ich gerechtfertigt volles Vertrauen setzen kann."
(John Maynard Keynes)
(John Maynard Keynes)
Sonntag, 17. November 2019
Ist Aurelius unterbewertet? Sollte man die Aktie halten oder doch lieber verkaufen?
Die Aktie der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA habe ich seit sieben Jahre auf meiner Beobachtungsliste und im Depot und inkl. der üppigen Dividendenzahlungen hat sich mein Einsatz seitdem verfünffacht. Das ergibt eine durchschnittliche Jahresrendite von 25,5% - ziemlich fett. Auf Sicht der letzten zwei Jahre ist der Kursverlauf allerdings enttäuschend und Blogleserin Isabelle fragte mich nun nach meiner Einschätzung zu Aurelius und die teile ich gerne mit euch.
"Hallo Michael,ich möchte nochmal auf Aurelius zurückkommen. Nicht nur der Kursverlauf seit ca. 4 Jahren, auch die nicht sehr üppigen Umsätze, die geringe Beachtung von Analysten, die fehlende Kursreaktion auf gute Nachrichten gefallen mir schon länger überhaupt nicht. Ich "hoffe" nur auf einen günstigen Ausstiegszeitpunkt für mich.
Was mich aber wirklich interessiert ist, warum hältst du die Aktie weiterhin? Sie hat dir in den ersten Jahren enorme Gewinne gebracht, nur deswegen sieht die durchschnittliche Jahresrendite bei dir immer noch gut aus. Aber konntest du in den letzten 4 Jahren wirklich gut schlafen mit dieser Aktie? Bist du so optimistisch für die Zukunft, dass sich die lange Durststrecke lohnt? Kannst du die Geschäftstätigkeit von Aurelius so gut einschätzen, dass du die Aktie für stark unterbewertet hältst zur Zeit?"
"Hallo Michael,ich möchte nochmal auf Aurelius zurückkommen. Nicht nur der Kursverlauf seit ca. 4 Jahren, auch die nicht sehr üppigen Umsätze, die geringe Beachtung von Analysten, die fehlende Kursreaktion auf gute Nachrichten gefallen mir schon länger überhaupt nicht. Ich "hoffe" nur auf einen günstigen Ausstiegszeitpunkt für mich.
Was mich aber wirklich interessiert ist, warum hältst du die Aktie weiterhin? Sie hat dir in den ersten Jahren enorme Gewinne gebracht, nur deswegen sieht die durchschnittliche Jahresrendite bei dir immer noch gut aus. Aber konntest du in den letzten 4 Jahren wirklich gut schlafen mit dieser Aktie? Bist du so optimistisch für die Zukunft, dass sich die lange Durststrecke lohnt? Kannst du die Geschäftstätigkeit von Aurelius so gut einschätzen, dass du die Aktie für stark unterbewertet hältst zur Zeit?"
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Samstag, 16. November 2019
Split-Off: Danaher will seine Dental-Tochter Envista ganz loswerden - an seine Aktionäre
Danaher ist ein global tätiges Beteiligungsunternehmen mit weltweit mehr als 20 operativ tätigen Tochterfirmen aus den Bereichen Diagnostik, Biowissenschaften, Umwelt- und Anwendungslösungen. In seiner langen Unternehmensgeschichte erzielte das Danaher-Business-System überragende Erfolge und trimmte neu zugekaufte Tochterunternehmen schnell auf Rendite. Und mit über 19,2% Zuwachs p.a. über 30 Jahre stellt man selbst Dauerrenner wie Buffetts Berkshire Hathaway in den Schatten.
Als die Struktur zu komplex wurde, spaltete Danaher einen Teil ab und konzentrierte in der Fortive Corp. sein klassisches Industriegeschäft, wie Tankstellenausrüstung, Telematik, Automation und brachte dies separat an die Börse. Und das Neustrukturieren geht munter weiter, nachdem man für $21,4 Mrd. das Biopharma-Geschäft von General Electric übernommen hat (die Sparte heißt zukünftig Cytiva), möchte man sich nun von der Dental-Sparte trennen.
Als die Struktur zu komplex wurde, spaltete Danaher einen Teil ab und konzentrierte in der Fortive Corp. sein klassisches Industriegeschäft, wie Tankstellenausrüstung, Telematik, Automation und brachte dies separat an die Börse. Und das Neustrukturieren geht munter weiter, nachdem man für $21,4 Mrd. das Biopharma-Geschäft von General Electric übernommen hat (die Sparte heißt zukünftig Cytiva), möchte man sich nun von der Dental-Sparte trennen.
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Freitag, 15. November 2019
Portfoliocheck: Tom Russo profitiert von Buffetts Renaissance - und der von Apple
In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 61. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.
Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.
Auch im dritten Quartal 2019 war Tom Russo nur mäßig aktiv und es gab kaum Bewegung in seinem Depot. Nach Mastercard hat Russo am meisten Geld in Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway investiert und das hat weitergehende Gründe als seine Verehrung für den wohl besten Investor aller Zeiten und dessen Vorliebe für Apple...
-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de
Disclaimer
Berkshire Hathaway und Mastercard befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
In meinem 61. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.
Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.
Auch im dritten Quartal 2019 war Tom Russo nur mäßig aktiv und es gab kaum Bewegung in seinem Depot. Nach Mastercard hat Russo am meisten Geld in Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway investiert und das hat weitergehende Gründe als seine Verehrung für den wohl besten Investor aller Zeiten und dessen Vorliebe für Apple...
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Donnerstag, 14. November 2019
Christopher H. Browne rät, auf Insider-Käufe zu achten. Aber welchen Informationswert bieten Insider-Trades wirklich?
Allgemein nimmt man an, Insider hätten einen besseren Durchblick bei ihrem Unternehmen als Außenstehende. Und bzgl. des Vorstands sollte man sogar darauf hoffen! Wenn nun diese Insider, also Vorstände oder Aufsichtsräte und ihre engen Familienmitglieder, Aktien des eigenen Unternehmens handeln, sollte man hellhörig werden. Denn dahinter kann mehr stecken, als die bloße Entscheidung eines Anlegers. Muss aber nicht...
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Mittwoch, 13. November 2019
Die beiden letzten Zukäufe eröffnen MBB ganz neue Perspektiven. Auch (für) Aumann...
Die Inhaber geführte Industrieholding MBB ist eine wahre Erfolgsstory, die ich bereits seit 2012 als Aktionär und hier im Blog begleite. Der Glanz hat in den letzten anderthalb Jahren allerdings reichlich Patina angesetzt, denn nach dem durchschlagenden Erfolg mit der Automotive-Tochter Aumann zog die Krise in der Automobil- und Zuliefererindustrie auch Aumann und in deren Folge MBB mit in den Keller. Sowohl im operativen Geschäft als auch hinsichtlich des Aktienkurses.
Aumann ist aussichtsreich im Bereich der E-Mobilität positioniert, aber die Wachstumsraten und Gewinne dieser Sparte reichen (noch) nicht aus, um die Tristesse im klassischen Bereich abzufangen oder gar zu kompensieren. Bei allen Fortschritten ist und bleibt Aumann daher auch eine Wette auf eine nachhaltige Erholung im Automobilsektor.
MBB hat den heftigen Kursrückgang bei Aumann nicht zum Wiederaufstocken seiner Position genutzt (38%), sondern hat zuletzt zwei große Zukäufe in einem völlig anderen Segment vermeldet, das nicht nur aussichtsreich erscheint, sondern MBB ganz neue Möglichkeiten verschafft. Auch in Bezug auf Aumann...
Aumann ist aussichtsreich im Bereich der E-Mobilität positioniert, aber die Wachstumsraten und Gewinne dieser Sparte reichen (noch) nicht aus, um die Tristesse im klassischen Bereich abzufangen oder gar zu kompensieren. Bei allen Fortschritten ist und bleibt Aumann daher auch eine Wette auf eine nachhaltige Erholung im Automobilsektor.
MBB hat den heftigen Kursrückgang bei Aumann nicht zum Wiederaufstocken seiner Position genutzt (38%), sondern hat zuletzt zwei große Zukäufe in einem völlig anderen Segment vermeldet, das nicht nur aussichtsreich erscheint, sondern MBB ganz neue Möglichkeiten verschafft. Auch in Bezug auf Aumann...
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Dienstag, 12. November 2019
Godewind Immoblien übertrifft sich selbst. Und keiner merkt's...
Godewind Immobilien, Spezialist für deutsche Büroimmobilien, sah anfangs nicht nach einer Erfolgsstory aus, auch wenn die Voraussetzungen recht günstig schienen. Das Duo Karl Ehlerding und Stavros Efremidis hatte sich nach der Kommunalen Wohnen AG und der WCM 3.0 erneut zusammengefunden, um einen weiteren Milliarden schweren Immobilienkonzern aus dem Nichts aufzubauen und hatten im Rahmen eines IPOs €375 Mio. in einem vormals leeren Aktienmantel eingesammelt: die Godewind Immobilien AG war geboren. Doch dann folgten holprige Börsenmonate um im Schlussquartal 2018 sackte der Börsenkurs vom Emissionspreis €4 auf unter €3 ab. Anfang 2019 sah ich die Chance gekommen und stieg bei Godewind ein. Ausführlich ist es hier nachzulesen: "Godewind: WCM re-reloadad oder Karl Ehlerdings nächster (genialer?) Immobilienstreich".
Meine ursprüngliche Frage kann man heute klar beantworten, denn Godewind hat auf die großen Ankündigungen noch größere Taten folgen lassen und der Aktienkurs hat sich wieder auf deutlich über €4 erholt. Das Plus seit Jahresanfang summiert sich auf fast 50%. Völlig zu Recht, wie die gerade vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal eindrucksvoll belegen. Doch was zwischen den Zahlen steht, das scheint der Markt übersehen zu haben. Noch!?
Meine ursprüngliche Frage kann man heute klar beantworten, denn Godewind hat auf die großen Ankündigungen noch größere Taten folgen lassen und der Aktienkurs hat sich wieder auf deutlich über €4 erholt. Das Plus seit Jahresanfang summiert sich auf fast 50%. Völlig zu Recht, wie die gerade vorgelegten Zahlen zum dritten Quartal eindrucksvoll belegen. Doch was zwischen den Zahlen steht, das scheint der Markt übersehen zu haben. Noch!?
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Montag, 11. November 2019
Mutares: Lohnt der Sanierungsexperte (doch wieder) einen zweiten Blick?
Mit Mutares verbindet mich als Aktionär eine wechselhafte Beziehung. Vor drei Jahren stieg ich bei €11 ein und begleitete das Unternehmen etwas mehr als ein Jahr. Nur. Denn eigentlich investiere ich langfristig in ausgesuchte Unternehmen, doch bei Mutares hatte sich vieles schlechter entwickelt als gedacht. Und so entschied ich mich Anfang 2018, dem Unternehmen den Rücken zu kehren - die erzielte Rendite von 78% war mehr als erfreulich und ich denke, die darauf folgende Entwicklung über die letzten anderthalb Jahre hat mir weitgehend Recht gegeben mit meiner ziemlich pessimistischen Einschätzung.
Doch nun bin ich wieder bei der Mutares SE & Co. KGaA investiert. Und das, obwohl nicht alle meine früheren Kritikpunkte restlos ausgemerzt sind; doch das Unternehmen und sein Management haben deutliche Fortschritte in mehreren Bereichen erzielt und angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten sich für einen Sanierungsexperten momentan interessante Perspektiven. Daher erscheint mir Mutares auf dem gegenwärtigen Kursniveau und wieder aussichtsreich (genug) zu sein. Trotz einiger Stolpersteine...
Doch nun bin ich wieder bei der Mutares SE & Co. KGaA investiert. Und das, obwohl nicht alle meine früheren Kritikpunkte restlos ausgemerzt sind; doch das Unternehmen und sein Management haben deutliche Fortschritte in mehreren Bereichen erzielt und angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten sich für einen Sanierungsexperten momentan interessante Perspektiven. Daher erscheint mir Mutares auf dem gegenwärtigen Kursniveau und wieder aussichtsreich (genug) zu sein. Trotz einiger Stolpersteine...
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Börsenweisheit der Woche 45/2019
"Anleger sollten peinlich genau darauf achten, nicht die meisten, sondern die besten Aktien zu halten. Bei Aktien kann Masse niemals mehr als schwacher Ersatz für Klasse sein."
(Philip A. Fisher)
(Philip A. Fisher)
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Freitag, 8. November 2019
Portfoliocheck: Zahlt sich Andreas Halvorsens "big Bet" auf Adaptive Biotechnologies aus?
In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 60. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. Tigerwelpen (Tiger Cubs). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen ROI von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.
Im zweiten Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio kräftig umgekrempelt und brachte es auf eine Turnoverrate von 49%. Amazon und Facebook stockte er wieder massiv auf, während er Alibaba und VISA inzwischen beinahe komplett aussortierte. Den größten Eindruck auf sein Portfolio machte jedoch Neueinsteiger Adaptive Biotechnologies, der sich nach seinem erfolgreichen IPO gleich an die Spitze von Halvorsens Depots katapultierte - und wo Halvorsen mit mehr als 30% größter Aktionär ist.
-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de
Disclaimer
Amazon und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
In meinem 60. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. Tigerwelpen (Tiger Cubs). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen ROI von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.
Im zweiten Quartal hat Andreas Halvorsen sein Portfolio kräftig umgekrempelt und brachte es auf eine Turnoverrate von 49%. Amazon und Facebook stockte er wieder massiv auf, während er Alibaba und VISA inzwischen beinahe komplett aussortierte. Den größten Eindruck auf sein Portfolio machte jedoch Neueinsteiger Adaptive Biotechnologies, der sich nach seinem erfolgreichen IPO gleich an die Spitze von Halvorsens Depots katapultierte - und wo Halvorsen mit mehr als 30% größter Aktionär ist.
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Amazon und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
Mittwoch, 6. November 2019
Andere Ansichten zu Arista Networks und wie es nach dem Kursrutsch weiter geht
Der Netzwerkausrüster Arista Networks hatte jüngst überragende Geschäftszahlen für das dritte Quartal abgeliefert und sämtliche Erwartungen übertroffen. Der Ausblick auf das vierte Quartal überraschte dann extrem negativ und auch die Perspektiven bis ins Jahr 2021 hinein wurden deutlich reduziert, woraufhin der Kurs um 25% abschmierte - und ich mich von meinem Arista-Bestand bis auf Weiteres verabschiedet habe.
Heute hat nun Stefan Waldhauser vom High-Tech Stock Picking-Wiki seine sehr informative Einschätzung zu Arista Networks abgegeben, die sich sich weitgehend mit meinen Überlegungen deckt - aber eben nicht in allen Bereichen...
Heute hat nun Stefan Waldhauser vom High-Tech Stock Picking-Wiki seine sehr informative Einschätzung zu Arista Networks abgegeben, die sich sich weitgehend mit meinen Überlegungen deckt - aber eben nicht in allen Bereichen...
Montag, 4. November 2019
Portfoliocheck: Costco Wholesale lässt auch Joel Greenblatts Konsumträume wahr werden
In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 59. Portfoliocheck blicke ich Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.
Greenblatt diversifiziert breit und im zweiten Quartal 2019 hatte Gotham Capital 1.115 Werte mit einem Gesamtwert von $6,27 Mrd. im Portfolio, darunter 204 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 29%. Dabei setzt er u.a. auf spezielle Konsumwerte, wie Costco Wholesale, eines von Charlie Mungers Lieblingsunternehmen, aber auch auf Billiganbieter wie Dollar General und neuerdings Dollar Tree...
-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de
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Costco befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
In meinem 59. Portfoliocheck blicke ich Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.
Greenblatt diversifiziert breit und im zweiten Quartal 2019 hatte Gotham Capital 1.115 Werte mit einem Gesamtwert von $6,27 Mrd. im Portfolio, darunter 204 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 29%. Dabei setzt er u.a. auf spezielle Konsumwerte, wie Costco Wholesale, eines von Charlie Mungers Lieblingsunternehmen, aber auch auf Billiganbieter wie Dollar General und neuerdings Dollar Tree...
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Börsenweisheit der Woche 44/2019
"In meiner Anfangszeit freute ich mich, wenn die Märkte stiegen. Dann las ich Ben Grahams „The Intelligent Investor“ und in Kapitel 8 geht es darum, wie Anleger Schwankungen der Aktienkurse betrachten sollten. Seitdem sind niedrige Preise mein Freund. Dieses Buch auszuwählen war der glücklichste Moment in meinem Leben."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
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Samstag, 2. November 2019
Arista Networks: Das war's ja dann wohl erstmal...
Arista Networks ist ein Netzwerkausrüster und setzt mit seinen leistungsfähigen Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Switches vor allem auf Cloud-Anwendungen und Echtzeit-Computing. Hier hat man Platzhirsch Cisco Systems jahrelang die Butter vom Brot nehmen können und enorme Wachstumsraten hingelegt - profitables Wachstum wohlgemerkt.
Nun hat Arista starke Quartalszahlen hingelegt, aber mit seinen Aussagen zu einem zu erwartenden heftigen Einbruch im vierten Quartal die Anleger in Panik versetzt und den Aktienkurs um 25% in die Tiefe rauschen lassen. Aber ist das schon das Ende des Elends?
Nun hat Arista starke Quartalszahlen hingelegt, aber mit seinen Aussagen zu einem zu erwartenden heftigen Einbruch im vierten Quartal die Anleger in Panik versetzt und den Aktienkurs um 25% in die Tiefe rauschen lassen. Aber ist das schon das Ende des Elends?
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Donnerstag, 31. Oktober 2019
Kosten steigen, Gewinne sinken: Amazon-Aktionäre sollten gerade deshalb jubeln!
Amazon hat kürzlich Quartalszahlen vorgelegt und die Aktie rauschte zunächst um sieben Prozent in die Tiefe, bevor sie ihre Tagesverluste wieder aufholen konnte. Anders als Microsoft oder Apple notiert Amazon deutlich unter seinen früher erreichten Höchstständen und das wird unisono mit der Entwicklung der Geschäftszahlen begründet. Der Gewinn sinkt, die Kosten steigen rapide an und die Konkurrenz habe "endlich" ihre Lethargie überwunden und beginne, sich Amazon zu erwehren.
Alles gute und richtige Argumente - nur ziehen Anleger aus ihnen die falschen Schlüsse. Und das könnte sie am Ende richtig Geld kosten...
Alles gute und richtige Argumente - nur ziehen Anleger aus ihnen die falschen Schlüsse. Und das könnte sie am Ende richtig Geld kosten...
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Dienstag, 29. Oktober 2019
Alphabet: Immer noch eine aussichtsreiche Wette oder doch eher eine Niete?
Die Google-Mutter Alphabet hat Quartalszahlen vorgelegt und die sind durchwachsen. Auf der einen Seite konnte man beim Umsatz unerwartet stark zulegen, auf der anderen Seite enttäuschte man beim Ergebnis. Der Kurs war im Vorfeld der Zahlen um gut 2% angestiegen und gab diese Gewinne nach der Zahlenvorlage wieder komplett ab. Im Grunde notiert er auf dem Niveau zum Wochenstart und diese Unentschlossenheit spiegelt die Einschätzung der Anleger zum Unternehmen gut wider.
Auch ich bin ja schon länger bei Alphabet an Bord und habe mir daher so meine Gedanken gemacht, ob das für mich (noch) das richtige Investment ist...
Auch ich bin ja schon länger bei Alphabet an Bord und habe mir daher so meine Gedanken gemacht, ob das für mich (noch) das richtige Investment ist...
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Montag, 28. Oktober 2019
Börsenweisheit der Woche 43/2019
"Die gefährlichsten Investitionsbedingungen liegen in der Regel bei zu optimistischen Erwartungen vor. Denn dann müssen sich nicht einmal die Fundamentaldaten verschlechtern, damit Kursverluste auftreten können. Ein Absinken der Anlegermeinung wird ausreichen. Hohe Preise kollabieren an ihrem eigenen Gewicht."
(Howard Stanley Marks)
(Howard Stanley Marks)
Freitag, 25. Oktober 2019
Portfoliocheck: Bei Slack setzt Frank Sands auf den First Mover-Effekt, trotz der mächtigen Konkurrenz durch Microsoft, Facebook und Amazon
In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 58. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben) sowie ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.
Im zweiten Quartal ging Slack mittels eines Direktlistings an die Börse und Frank Sands war schon vorher als Investor an Bord. Slack revolutionierte mit seiner Cloud basierten Plattform die interne Unternehmenskommunikation und setzt seitdem die Maßstäbe. Die größten Wettbewerber sind Microsoft, Facebook und Amazon, die aber erst Jahre später den Markt und die Chancen erkannten. Frank Sands setzt darauf, dass sich der First Mover weiterhin durchsetzen kann...
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Amazon, Facebook und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
In meinem 58. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben) sowie ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.
Im zweiten Quartal ging Slack mittels eines Direktlistings an die Börse und Frank Sands war schon vorher als Investor an Bord. Slack revolutionierte mit seiner Cloud basierten Plattform die interne Unternehmenskommunikation und setzt seitdem die Maßstäbe. Die größten Wettbewerber sind Microsoft, Facebook und Amazon, die aber erst Jahre später den Markt und die Chancen erkannten. Frank Sands setzt darauf, dass sich der First Mover weiterhin durchsetzen kann...
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Amazon, Facebook und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
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Montag, 21. Oktober 2019
Börsenweisheit der Woche 42/2019
"Wenn man nicht sicher ist, dass man ein Geschäft versteht und man es nicht bewerten kann, ist das in Ordnung. Man kann nicht alles wissen und das ist auch in Ordnung. Das ist das Schöne am Investieren. Man muss nur ein paar Dinge im Laufe der Zeit gut machen, solange man nicht zu viele Fehler macht."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Sonntag, 20. Oktober 2019
Die 42. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Steico, Wirecard
Die vergangene Börsenwoche brachte dem Deutschen Aktienindex DAX ein neues Jahreshoch, das er aber am Freitag nicht halten konnte. Und auch in den USA notieren die führenden Indizes Dow Jones und S&P 500 nur um wenige Prozentpunkte unterhalb ihrer vormaligen Allzeithochs.
Eigentlich sieht das nach Euphorie aus, doch davon ist wenig zu spüren. Immerhin gehen die Konjunkturindikatoren und Wirtschaftsdaten weiter in den Keller, so dass China mit nur noch 6% im dritten Quartal das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren aufweist und auch von politischer Seite gibt es keine positiven Impulse.
Auffällig ist, dass Deutschlands Börsenunternehmen immer öfter in das Visier von aktivistischen Investoren geraten, die sich einkaufen und dann das Management unter Druck setzen, damit es das Unternehmen umstrukturiert und/oder Teile verkauft. Und auch die Zahl der Short-Attacken nimmt deutlich zu; Wirecard und Corestate Capital sind nur zwei Unternehmen, die es in der letzten Woche erwischt hat.
Eigentlich sieht das nach Euphorie aus, doch davon ist wenig zu spüren. Immerhin gehen die Konjunkturindikatoren und Wirtschaftsdaten weiter in den Keller, so dass China mit nur noch 6% im dritten Quartal das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren aufweist und auch von politischer Seite gibt es keine positiven Impulse.
Auffällig ist, dass Deutschlands Börsenunternehmen immer öfter in das Visier von aktivistischen Investoren geraten, die sich einkaufen und dann das Management unter Druck setzen, damit es das Unternehmen umstrukturiert und/oder Teile verkauft. Und auch die Zahl der Short-Attacken nimmt deutlich zu; Wirecard und Corestate Capital sind nur zwei Unternehmen, die es in der letzten Woche erwischt hat.
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Freitag, 18. Oktober 2019
Portfoliocheck: Chris Davis setzt auf digitales Lernen und ist jetzt größter Aktionär bei New Oriental Education
In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.
In meinem 57. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen Familien geführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der „Owners Earnings“, das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.
Auch im zweiten Quartal ließ Chris Davis es weiterhin ruhig angehen und veränderte nur einige Aktienbestände. die Turnoverrate bei Davis Advisors lag bei lediglich 3 Prozent. Im Bestand befinden sich 132 Unternehmen, darunter 3 Neuaufnahmen. Im Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 40,4 Prozent weiter unangefochten an der Spitze, gefolgt von Technologiewerten, die es auf 22,3 Prozent bringen.
Bei New Oriental Education, dem führenden chinesischen Anbieter von Bildungsdienstleistungen, stockte Chris Davis weiter auf. Erstmals war Davis hier 2016 eingestiegen bei Kursen um die $40 und er hat seinen Anfangsbestand von 320.000 auf inzwischen 11,12 Millionen Aktien immer weiter ausgebaut. Damit hält er nicht nur 7 Prozent aller Aktien von New Oriental Education, sondern er ist inzwischen auch deren mit Abstand größter Aktionär. Aus guten Gründen...
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Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
In meinem 57. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen Familien geführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der „Owners Earnings“, das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.
Auch im zweiten Quartal ließ Chris Davis es weiterhin ruhig angehen und veränderte nur einige Aktienbestände. die Turnoverrate bei Davis Advisors lag bei lediglich 3 Prozent. Im Bestand befinden sich 132 Unternehmen, darunter 3 Neuaufnahmen. Im Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 40,4 Prozent weiter unangefochten an der Spitze, gefolgt von Technologiewerten, die es auf 22,3 Prozent bringen.
Bei New Oriental Education, dem führenden chinesischen Anbieter von Bildungsdienstleistungen, stockte Chris Davis weiter auf. Erstmals war Davis hier 2016 eingestiegen bei Kursen um die $40 und er hat seinen Anfangsbestand von 320.000 auf inzwischen 11,12 Millionen Aktien immer weiter ausgebaut. Damit hält er nicht nur 7 Prozent aller Aktien von New Oriental Education, sondern er ist inzwischen auch deren mit Abstand größter Aktionär. Aus guten Gründen...
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Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.
Montag, 14. Oktober 2019
Börsenweisheit der Woche 41/2019
"Die Leute reden gern über neue Technologien und Innovationen, weil das Spaß macht. Demografische Daten machen keinen Spaß. Aber sie werden für das gesamtwirtschaftliche Wachstum genauso wichtig sein, wenn nicht sogar wichtiger, wie die meisten Innovationen in den kommenden Jahrzehnten."
(Morgan Housel)
(Morgan Housel)
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