Die staatliche Rente ist die Altersabsicherung Nummer eins in Deutschland und viele der Älteren haben noch die Worte des früheren Arbeitsministers Norbert Blüm im Ohr, als er sagte: „Die Rente ist sicher“.
Diese Aussage stimmt, auch heute noch. Allerdings gilt das nicht für die Höhe der Rente und das ist der Knackpunkt. Denn viele haben während ihres Arbeitslebens zu wenig eingezahlt und erhalten dann im Alter einen so niedrigen Rentenbetrag, dass es zum Leben kaum reicht; schon gar nicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Abrutschen in die Grundsicherung.
Daher wurde schon vor mehr als 15 Jahren immer stärker auf die private Altersversorgung gesetzt und mit der
Riester-Rente ein staatlich subventionierter Moloch geschaffen. Doch die Kosten sind hoch und fressen die staatlichen Zuschüsse wieder auf, während die erzielten Renditen niedrig sind. So niedrig, dass ein Gericht gerade erklärte, Riestersparer müssten auch eine negative Verzinsung in Kauf nehmen. Im Klartext heißt das, man zahlt Geld ein und am Ende bekommt man nicht nur keine Zinsen auf das Geld, das durch die Inflation auch noch weniger wert ist, sondern auf das angesparte Geld werden einem auch noch Zinsen abgezogen! Ein bürokratischer Molloch verreckt im Renditetal und der Leidtragende ist mal wieder der Durchschnittsbürger.
Allerdings hat die Riester-Rente dann doch einen (kleinen) positiven Effekt: die Riestersparer haben wenigstens überhaupt Geld fürs Alter zurückgelegt. Das wird ihnen etwas helfen, aber es reicht leider nicht, um die immer größer werdende Rentenlücke aufzufüllen. Doch es gibt andere Möglichkeiten, gute und schlechte...