Freitag, 16. November 2018

Portfoliocheck: Warren Buffett und der große Run auf die Banken

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 11. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Börsenlegende Warren Buffett, der im dritten Quartal einige recht interessante Veränderungen vorgenommen hat.

Anders als erwartet, hat seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nicht etwa deutlich bei Apple weiter aufgestockt, sondern ist beim SAP-Rivalen Oracle eingestiegen. Besonderes stark zugegriffen hat Buffett aber im Finanzsektor, wo er massiv Aktien von Bankwerten auf dem Einkaufszettel hatte: Bank of America, Goldman Sachs, US Bancorp und Bank of New York Mellon sowie ganz neu bei deren direkten Wettbewerber PNC Financial Services.

Einen echten Überraschungscoup landete Buffett aber mit dem Einstieg bei der von seinem Freund Jamie Dimon geführten größten US-Bank JPMorgan Chase. Nun hält Buffett maßgebliche Anteile an vier der fünf größten US-Banken. Und er weiß genau, warum...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 15. November 2018

Wie komme ich an Value Investing Wissen, um ein besserer Investor zu werden?

Ein Gastartikel von Tilman Versch, Good Investing.

Erfolgreiche Value Investoren sind meist „Lernmaschinen“, die täglich mehr über Unternehmen, Märkte und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung lernen. Value Investoren, wie Warren Buffett und Charlie Munger, betonen immer wieder, dass sie 80% ihres Tages mit Lesen verbringen. Denn für sie ist Informationsbeschaffung entscheidend für den eigenen Erfolg. Lesen ist also definitiv ein vielversprechender Weg, um ein besserer Investor zu werden. Wir von valueDACH wollen dir aber auch weitere Wege zur Informationsbeschaffung und persönlichen Weiterentwicklung näher bringen...

Montag, 12. November 2018

Munger rät: Halte immer Cash in der Hinterhand - falls sich ein guter Deal anbietet!

Liquidität, also die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel, wird zurzeit so schlecht verzinst, wie noch nie. Ob auf dem Girokonto, als Tages- oder Festgeld, die Zinssätze sind historisch niedrig und decken nicht einmal die - selbst moderate - Inflationsrate ab. Es ist daher für den Vermögensauf- und -ausbau erstrebenswert, sich rentierlichere Assets zu suchen. Nur wenn das Geld arbeitet, also in Anleihen, Aktien, Fonds steckt, kann es dort Erträge in Form von Zinsen, Dividenden, Kursanstiegen erwirtschaften; solange es auf dem Konto schlummert, bringt es keine Rendite und schmälert in der Gesamtbetrachtung die Performance.

Man sollte also meinen, stets zu 100 Prozent investiert zu sein, sei der sicherste Weg zu nachhaltigem Reichtum und dass Börsenlegenden wie Warren Buffett und Charlie Munger stets einige Milliarden Dollar als Liquiditätsreserve horten, wäre demnach unerklärlich. Es sollte sich also lohnen, mal genauer hinzusehen...

Börsenweisheit der Woche 46/2018

"Die sicherste Bremse gegen eine wilde Spekulationswut ist der Verlust."
(André Kostolany)

Sonntag, 11. November 2018

Nicht mehr (meine) erste Wahl: Deutsche Balaton, JDC Group, Johnson & Johnson, PEH Wertpapier, PJT Partners, Select Energy Services

Ich hatte ja kürzlich angekündigt, dass ich einiges an meinem Blog verändern möchte und dabei auch die ziemlich lang gewordene Beobachtungsliste ins Visier genommen.

Ich möchte sie künftig wieder kürzer halten, mich auf die aussichtsreichsten Werte konzentrieren und das bedeutet einerseits, dass ich nicht mehr so viele Werte aufnehmen werde, andererseits aber auch in nächster Zeit eine Reihe von Werten streichen werde. Dabei kann es daran liegen, dass das Unternehmen meine Erwartungen nicht erfüllt hat, mein Investmentcase nicht aufgegangen ist, oder dass ich andere Werte auf der Liste habe, die in etwa das gleiche Spektrum/Geschäftsfeld abdecken und aus meiner Sicht einen Tick besser positioniert sind.

Auf jeden Fall möchte ich zu meinen Streichungen jeweils eine kurze Begründung abgeben. Und heute fange ich damit an, indem ich aufzeige, weshalb ich Deutsche Balaton, JDC Group, Johnson & Johnson, PEH Wertpapier, PJT Partners und Select Energy Services von meiner Beobachtungsliste gestrichen habe...

Freitag, 9. November 2018

Portfoliocheck: Mason Hawkins liebt gefallene Engel. Wie General Electric...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 10. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street. Sein konträrer Ansatz zahlt sich aus seine Investoren haben ihm inzwischen $35 Mrd. anvertraut - auffällig ist, dass er in letzter Zeit den Märkten allgemein nicht mehr allzu viel zuzutrauen scheint, denn unterm Strich baut er schon länger Positionen ab. Seine Cash-Quote zum Halbjahr lag bei erstaunlichen 77%, was im Umkehrschluss heißt, dass er lediglich zu 23% investiert ist bzw. mit $8 Mrd.

Seit Anfang des Jahres hat Mason Hawkins damit begonnen, eine immer größere Position in Aktien des strauchelnden Industriegiganten General Electric aufzubauen, die inzwischen seine neuntgrößte Depotposition ist. Dabei ist GE mit seinem jüngst verkündeten Rekordverlust von fast $23 Mrd., seiner Dividendenrasur auf nur noch 1 Cent je Aktie und damit einhergehendem Verlust des Status als Dividendenaristokrat sowie seiner radikalen Umstrukturierung geradezu geschaffen für einen Contrarian Investor mit einem Faible für Turnaround-Spekulationen. Sollte man meinen...

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Disclaimer
General Electric befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

"Intelligent investieren": Was sich hier im Blog ändern wird...

Seit gut sieben Jahren betreibe ich nun schon dieses Blog rund um das Thema Value Investing und es erfreut sich hoher und steigender Beliebtheit. Andererseits gibt es auch immer öfter Kritik von Lesern. Und es ist ja nicht so, dass ich eure Kritik nicht Ernst nehme. Genau deshalb betreibe ich ja dieses Blog, für das Feedback zu den einzelnen Werten, die ich vorstelle und zu denen ich ggf. meinen Investmentcase darlege. Und zum Investieren an sich.

Nicht nur das Blog ist seit 2011 gewachsen, auch ich habe mich und einen Investitionsstil verändert. Ich habe anfangs hauptsächlich auf deutsche Nebenwerte gesetzt und dabei auf unterbewertete Schnäppchen. Später dann sind vereinzelt Turnaround-Spekulationen hinzugekommen und dann folgte ich Warren Buffett auf seinem Weg des Quality Investings mit bisweilen sogar technologielastigen Werten (oder Growth-Werten) mit starkem Burggraben. Und ich habe zusätzlich vor einigen Jahren mein separates Dividendendepot eröffnet, wo ich eine reine Dividendenstrategie mit hoch rentierlichen Business Development Companies (BDCs) verfolge. Letztlich sind es vier unterschiedliche Ansätze, die zwar jeweils deutliche Überschneidungen aufweisen, aber eben nicht "eine klare Lehre" verfolgen.

Die Beobachtungsliste ist mit der Zeit immer mehr angewachsen, wobei die jeweiligen einzelnen Sparten noch überschaubar sind - allerdings für vier Rubriken dann doch in Summe recht viel. Dabei bin ich eigentlich ein Anhänger des fokussierten Investierens! Und in der Praxis führt die Vielzahl an interessanten Unternehmen auch dazu, dass bei euch (und bei mir selbst) die Erwartungshaltung ist, dass ich alle Unternehmen ständig und intensiv "covere". Das ist natürlich so nicht zu leisten. Denn ich betreibe dieses Blog ja in meiner Freizeit nebenbei und das Schreiben und Beantworten der vielen Kommentare, Emails, Anrufe und bisweilen auch Briefe nimmt viel Zeit in Anspruch.

Daher habe ich mir überlegt, dass sich hier im Blog einiges ändern muss. Und wird...

Donnerstag, 8. November 2018

Aurelius: Wird das geduldige Warten bald (wieder) reich belohnt?

Den Münchner Finanzinvestor Aurelius begleite ich nun schon einige Jahre, als Aktionär und hier im Blog, und unterm Strich stehen nach rund sechs Jahren 425% Rendite oder durchschnittliche 31,5% pro Jahr. Damit konnte Aurelius überdurchschnittliche stark zulegen verglichen mit jährlichen Renditen zwischen 7% und 8%, die die Börse langfristig im Mittel abwirft.

Andererseits liegt der aktuelle Aktienkurs mit 40 Euro weit unter dem Jahres- und Allzeithoch, das im Frühjahr bei 65 Euro erreicht wurde. Zieht man die zwischenzeitliche Bruttodividende von 5 Euro ab, notiert der Kurs momentan exakt ein Drittel unterhalb des Dividenden bereinigten Höchstwertes von 60 Euro. Oder anders aufgedrückt: bis zum alten Höchststand hat der Kurs 50% Luft.

Nun ist es nicht besonders clever, eine Aktie nur deshalb zu kaufen, weil sie gefallen ist und ihr Kurs daher optisch billig(er) aussieht. Man sollte lieber herausfinden, ob die vermeintlichen 50% nur heiße Luft sind, oder doch wirkliches Potenzial. Wie gut, dass Aurelius heute seine aktuellen Geschäftszahlen inkl. einer aktualisierten Berechnung des NAV (Buchwerts) vorgelegt hat. Damit sollte sich doch etwas anfangen lassen bei der Meinungsbildung...

Mittwoch, 7. November 2018

Paradox: Börse missversteht Prognoseanhebung von Grenke als versteckte Gewinnwarnung...

Börsenkurse sind zu 90% Emotion und zu 10% Fakten - diese Börsenweisheit bestätigt sich aktuell am Beispiel Grenke aufs Neue. Und dass viele Anleger gar nicht wissen, was sie sich da ins Depot gelegt haben - Aktien werden viel zu oft mit Wettscheinen auf die Kursentwicklung verwechselt und allzu selten als das wertgeschätzt, was sie sind: ein Anteil an einem Unternehmen. Nochmal: Unternehmensbeteiligung und Lotterieschein - das ist nicht das Gleiche! Wer das nicht versteht oder anders sieht, braucht gar nicht weiterzulesen.

Das Familienunternehmen Grenke ist eine der Vorzeigestorys auf dem deutschen Kurszettel. Seit Jahren wächst das Geschäft bei Umsatz und Ergebnis mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten. Und der Kurs zieht seit vielen Jahren mit. Doch nun gab es einen heftigen Kurseinbruch, ausgelöst durch einen Artikel bei Bloomberg. Dort war ein Interview mit Grenke-Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch veröffentlicht worden, das Bloomberg mit "Grenke erwartet langfristig deutlich geringeres Leasing-Wachstum" auf den Markt losgelassen hat. Und der Markt hat emotional reagiert. Und aus meiner Sicht deutlich über...

Montag, 5. November 2018

Portfoliocheck: Für Primecap ist iRobot eine saubere Sache. Nicht nur wegen der Haushaltsroboter...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem neunten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die nicht nur drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen, sondern auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben, die Primecap Odyssey Fonds. Seit 1985 erzielte Primecap eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und konnte damit den S&P 500-Index um mehr als 2% pro Jahr abhängen.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs. Seit Anfang des Jahres hat Primecap damit begonnen, immer mehr Aktien des Haushaltsroboterherstellers iRobot einzusammeln und dafür finden sich gleich eine ganze Reihe von Gründen...

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Buffetts 3. Quartal: Gewinnexplosion, Aktienrückkäufe und... Liquiditätsprobleme!

Warren Buffett ist der erfolgreichste Investor aller Zeiten, aber auch er liefert nicht nur Erfolge ab. Bisweilen muss er deutlich negative Quartalsergebnisse vermelden - wobei das in diesem Jahr anders aussieht. Und so kann er denn für sein Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway für das dritte Quartal 2018 erneut einen üppigen Milliardengewinn verkünden.

Der Nettogewinn stieg im dritten Quartal um mehr als 355% auf $18,5 Mrd. Dies liegt jedoch zuvorderst an einer neuen Rechnungslegungsvorschrift, nach der nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen jetzt ausgewiesen werden müssen. Berkshire Hathaway hält viele Beteiligungen an an anderen Unternehmen und ist daher massiv von dieser neuen Regelung betroffen - im positiven wie im negativen Sinn. Warren Buffett betont dann auch, diese neue Regel könne zu „wilden und launischen“ Ergebnissen führen und Anleger in die Irre führen, die sich stattdessen mit dem Betriebsergebnis beschäftigen sollten.

Und das tun wir dann auch gleich mal: Der Betriebsgewinn des dritten Quartals verdoppelte sich im Vorjahresvergleich auf $6,88 Mrd. (VJ: $3,44 Mrd.) und lag sogar noch über den Schätzungen der Wall Street, die $6,11 Mrd. erwartet hatte. Dabei profitierte Buffett nicht nur von der boomenden Konjunktur in den USA; sondern auch von niedrigen Schadensquoten im Versicherungsbereich und von Steuerentlastungen. Ein Blick auf die einzelnen Sparten offenbart dabei interessante Einblicke. Und ein latentes großes Problem...

Börsenweisheit der Woche 45/2018

"Investiere nicht dort, wo das große Geld ist, investiere dort, wo es hingeht. Alle großen Unternehmen starteten als kleine Unternehmen. Finde sie frühzeitig."
(Ian Cassel)

Mittwoch, 31. Oktober 2018

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung von Unternehmen. Dividenden sind der Anteil am Gewinn eines Unternehmens, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

In Deutschland erfolgt dies üblicherweise einmal im Jahr, in den USA sind auch halb- oder vierteljährliche oder in Einzelfällen sogar monatliche Dividendenausschüttungen gängige Praxis. Dort schwanken die Dividendenhöhen auch stärker als in Deutschland, weil hierzulande einer kontinuierlichen und verlässlichen Dividendenpolitik der Vorzug gegeben wird. Deshalb werden in besonders erfolgreichen Jahren auch ggf. einmalige Boni gezahlt und als solche gekennzeichnet, um nicht im nächsten Jahr die Dividenden wieder senken zu müssen.

Dienstag, 30. Oktober 2018

MasterCard bleibt auf Kurs: Hier(mit) bezahlt die Welt...

MasterCard schwimmt seit Jahren auf einer Erfolgswelle und ist einer der größten Profiteure des Trends zum bargeldlosen Bezahlen. Über die letzten Jahre ist MasterCard schier unaufhaltsam gewachsen, denn immer mehr Menschen bezahlen ohne Bargeld, immer mehr Geschäfte akzeptieren bargeldloses Bezahlen und insbesondere der Onlinehandel greift immer mehr Anteile am weltweiten Handel ab. 2017 wurden laut Nielsen-Report weltweit bereits $23 Billionen im Bereich von E-Payments abgewickelt und das Volumen soll bis 2023 auf $40 Billionen anschwellen. Bei angenommenen 1,5% bis 2% Gebührenaufkommen adressiert MasterCard einen Markt von $600 bis 800 Mrd. Pro Jahr!

Heute gab der Zahlungsdienstleister seine Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal bekannt und da dürfte ein Blick durchaus lohnen...

Montag, 29. Oktober 2018

[Einfach gedacht] Börse simplified: Weshalb Amazon (fast) zu jedem Kurs ein Kauf ist...

Das KGV von Amazon ist historisch niedrig. Das liegt natürlich daran, dass man erst seit einigen Quartalen dauerhaft in die Gewinnzone vorgedrungen ist. Entsprechend rasant ist das Gewinnwachstum und der operative Gewinn legte im vierten Quartal 2018 um 966% zu ggü. dem Vorjahresquartal. Der Aktienkurs brach trotzdem zeitweilig zweistellig ein. Was vor allem an Amazons verhaltenem Ausblick für das Weihnachtsquartal lag. Wobei man berücksichtigen sollte, dass die außergewöhnlichen Zuwachsraten im letzten Jahr auch der Milliardenübernahme von Whole Foods geschuldet waren, so dass dieses Umsatzwachstum von 36% nicht zu wiederholen war. Jedenfalls nicht ohne entsprechend große Übernahme.

Die Anleger beschlichen also Zweifel, ob Amazon nicht zu hoch bewertet sei und seine besten Zeiten hinter sich habe. Nun, über die faire Bewertung eine Ausnahmeunternehmens wie Amazon muss sich jeder selbst Gedanken machen, aber zu den Entwicklungen und Perspektiven in nächster Zeit möchte ich einfach mal ein paar Denkanstöße geben...

Börsenweisheit der Woche 44/2018

"Investieren ist nicht einfach. Das war es nie, das wird es niemals sein. Wer immer es dafür hält, ist dumm."
(Charlie Munger)

Freitag, 26. Oktober 2018

Portfoliocheck: Frank Sands steht auf Tripple A. Also Amazon, Alibaba und Alphabet…

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem achten Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen und daher hat Sands die letzten Jahre stark auf die FANG-Aktien gesetzt. Während er zuletzt Facebook reduziert hatte, stockte er Alibaba zu seiner zweitgrößten Position auf und hielt seinen Anteil in der Google-Mutter Alphabet konstant. Seine mit Abstand größte Position ist allerdings Amazon, die gestern Abend für das dritte Quartal eine Gewinnexplosion vermeldeten, mit ihrem verhalteneren Ausblick auf das Weihnachtsquartal heute jedoch den Anlegern die Stimmung verhagelten. Stellt sich die Frage, ob berechtigterweise Endzeitstimmung angesagt ist oder man auf Schnäppchenjagd gehen könnte. Und sollte...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Alphabet und Amazon befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Corning: Starke Zahlen, schwacher Kurs. Die beste aller Anlegerwelten?

Den Glasspezialisten Corning habe ich schon seit einigen Jahren auf meiner Beobachtungsliste und hatte das Geschäftsmodell mit seinen fünf Sparten in dem Artikel "Corning: Der gläserne Riese!" ausführlich vorgestellt.

Nun hat Corning Zahlen zum dritten Quartal 2018 vorgelegt und die Gewinnerwartungen klar übertroffen. So berichtet man von einem Umsatz von $3,01 Mrd. und einem Gewinn je Aktie $0,51 und somit 3 Cents über den Erwartungen. Auf Jahresbasis liegt der Umsatz bei $11,3 Mrd. (Konsens: $11,27 Mrd.) und die Bruttomarge bei den erwarteten 42%.

Die Umsätze verteilen sich auf fünf Segmente und hier gab es einige bemerkenswerte Entwicklungen...

Montag, 22. Oktober 2018

Börsenweisheit der Woche 43/2018

"Wenn ein Unternehmen erfolgreich ist, steigt sein Aktienkurs und die Position kann auf 20 bis 30 Prozent Deines Portfolios anwachsen... In den meisten Fällen verdient sie es, einen höheren Anteil an Deinem Portfolio auszumachen. Darauf hast Du gewartet. Wenn Dein Vermögen anwächst, lass es laufen."
(Ian Cassel)

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Portfoliocheck: Chuck Akre setzt auf Finanztitel. Wie Buffett, nur noch erfolgreicher. Und etwas anders...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem siebten Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger. "Chuck" Akre bescherte seinen Investoren in den letzten 29 Jahren überdurchschnittliche Renditen von 14,5% pro Jahr und in den letzten drei Jahren sogar 24,3% - und das, obwohl sich kaum eine Technologieaktie im Depot des Ausnahmeinvestors befindet. Da fragt man sich, wie er das wohl angestellt hat...

Nun, Akre setzt mit der Hälfte seines Kapitals auf ausgesuchte Werte aus dem Finanzsektor. Sein Investmentstil weist viele Parallelen zu Buffett und Munger auf. Unter anderem ist er erklärter Anhänger des "Focus Investing" und daher konzentriert er sich auf einige wenige Depotpositionen. Neben den beiden Zahlungsabwicklern MasterCard und Visa hat er auch die Ratingagentur Moody's sowie die "Baby Berkshire" Markel Corp. unter seinen Top-Positionen.

Besonderes Augenmerk verdient aber der Finanzinvestor KKR & Co., den Akre erst im ersten Quartal neu aufnahm und wo er die Position im zweiten Quartal verdoppelte. Da Akre stets sehr langfristig investiert, scheint er von KKR wirklich überzeugt zu sein. Zurecht...?!

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Disclaimer
KKR & Co. und MasterCard befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Profitieren Hornbach Baumarkt und Villeroy & Boch wirklich (noch) vom Bauboom?

Die Immobilienpreise klettern. Die Grundstückspreise klettern. Die Preise der Bauunternehmen klettern. Der Immobilienboom scheint kein Ende zu nehmen, jedenfalls in den Ballungszentren. Auf dem Land sieht das ganz anders aus. Und auch in den Metropolen gibt es - neben steigenden Mieten - eine Kehrseite: Verzögerungen. Nicht nur die kommunalen Auftraggeber mit ihren Schulanbauten, sondern auch immer öfter private Bauträger können ihre Projekte nicht mehr fristgerecht fertigstellen. Zu oft finden sie keine Handwerksbetriebe mehr oder wenn, dann nur zu horrenden Ausschreibungsergebnissen (bei den Kommunen). Wer diese hohen Priese nicht akzeptiert, bleibt auf seiner Planung oder seiner unfertigen Baustelle sitzen. Das kann sich natürlich kaum jemand leisten und so werden oft die (viel zu) hohen Preise zähneknirschend akzeptiert. Zu Lasten der ohnehin schrumpfenden Rendite.

Ein Schlaraffenland-Szenario für die Baubranche könnte man meinen. Doch nicht alle Anbieter profitieren wirklich. Auch bei Villeroy & Boch und Hornbach Baumarkt sollten Anleger vielleicht lieber zweimal hinsehen...

Montag, 15. Oktober 2018

Diesel? Benzin? Gas? Elektro? Egal! Delignit hat für alle Autos was zu bieten...

Die börsennotierte Delignit AG ist ein Hersteller ökologischer, Laubholz basierter Produkte und Systemlösungen und mit seinen Produkten Zulieferer für die Automobil-, Bahn- und Luftfahrtindustrie. Kürzlich erst konnte die 76-prozentige Tochter der Industrieholding MBB SE auch im Bereich Campingfahrzeuge einen ersten Fuß in die Tür bekommen und einen fetten langfristigen Auftrag an Land ziehen.

Delignit hängt stark von der Entwicklung im Automobilsektor ab und dortige Absatzschwierigkeiten können sich auch negativ auf die Geschäfte von Delignit auswirken. Allerdings kommen die Produkte von Delignit gerade dort zum Einsatz, wo es interessant wird: seit jeher versuchen die Automobilhersteller den Spritverbrauch zu senken. Erst aus ökonomischen Gründen; inzwischen auch, weil weniger Abgase weniger Schadstoffe bedeuten. Und noch einiges mehr...

Börsenweisheit der Woche 42/2018

"Beim Kauf sollte man romantisch, beim Verkauf realistisch sein. Und zwischendurch sollte man schlafen."
(André Kostolany)