Sonntag, 5. August 2018

Gladstone Capital profitiert vom Öl-Boom und steigenden Zinsen

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

BDC-Earnings-Report Q2/2018
Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ Gladstone Capital
Gladstone Capital (GLAD, WKN: 797937) lieferte grundsolide Zahlen für das zweite Quartal ab. Das Net Investment Income lag bei $6,00 Mio. bzw. $0,22 je Aktie und damit um $0,01 über dem NII des ersten Quartals und den Markterwartungen. Gegenüber dem ersten Quartal ist dies ein Anstieg um 6,8%. Das Total Investment Income (TII) stieg sogar um 11,7% auf $12,38 Mio. und schlug die Erwartungen um $0,78 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert lag das TII sogar um 28,6% höher. Aber das ist noch nicht alles...

Freitag, 3. August 2018

Ares Capital mit soliden Zahlen und Dividendenerhöhung

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

BDC-Earnings-Report Q2/2018
Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ Ares Capital
Ares Capital (ARCC, WKN: A0DQY4) lieferte solide Zahlen für das zweite Quartal ab. Das Net Investment Income lag bei $0,38 und damit um $0,04 über dem NII des ersten Quartals und sogar um $0,09 über dem Vorjahreswert. Das Total Investment Income (TII) stieg im Jahresvergleich um 17,3% auf $333 Mio. und konnte damit die Erwartungen um $10,59 Mio. schlagen. Der Gewinn je Aktie ging mit $0,39 "in line" ins Ziel. Aber das präsentierte Zahlenwerk hatte noch mehr Interessantes zu bieten...

Corning ist zurück in der Erfolgsspur. Und das Beste kommt erst noch...

Den Glaspezialisten Corning habe ich schon seit einigen Jahren auf meiner Empfehlungsliste und hatte das Geschäftsmodell mit seinen fünf Sparten in dem Artikel "Corning: Der gläserne Riese!" ausführlich vorgestellt. Nun hat das Unternehmen Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und die Erwartungen übertroffen. Es folgte ein Kurssprung um mehr als 11 Prozent, nachdem die Aktie seit Jahresanfang deutlich schlechter abgeschnitten hatte als der Markt.

Eigentlich ist es überraschend, dass der Markt so überrascht reagierte. Denn Corning hat im Grunde nur das geliefert, was man zuvor versprochen hatte. Und das war sogar absehbar...

Donnerstag, 2. August 2018

TPG Specialty Lending mit Top-Zahlen und Sonderdividende

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

BDC-Earnings-Report Q2/2018
Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ TPG Specialty Lending
Sehr gute Zahlen konnte TPG Specialty Lending (TSLX, WKN: A1XF0Q) aus dem abgelaufenen zweiten Quartal berichten. Die Umsätze lagen bei $66,4 Mio. und damit 12,9% über denen des Vorjahres, womit man die Markterwartungen um $8,66 Mio. schlagen konnte. Der Gewinn je Aktie stieg auf $0,52 und toppte die Erwartungen um $0,05. Für die Dividendenfähigkeit ist aber der Blick auf das Net Investment Income (NII) viel wichtiger und auch hier weiß TSLX zu überzeugen.

Bei KCAP Financial fällt der letzte Vorhang. Jedenfalls für mich...

Zwischen KCAP Financial (KCAP, WKN: A1J08X) und mir läuft es einfach nicht. Es war meine erster Kauf einer Business Development Company (BDC) überhaupt und nach dem ersten Misserfolg habe ich KCAP vor knapp einem Jahr erneut als spekulative Beimischung in mein Dividendendepot gekauft und setze hoffe auf den Turnaround. Aber der scheint sich nicht einstellen zu wollen. Immer noch nicht und wieder nicht.

Im Dezember hatte KCAP die Dividende gekürzt, zum wiederholten Mal und auf nur noch $0,10 je Aktie und Quartal. Es war seit Dezember 2013 die fünfte Dividendenkürzung in Folge. Und nun hat KCAP gestern Abend seine Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2018 bekannt gegeben und die geben wenig Anlass zu Hoffnung...

Mittwoch, 1. August 2018

Zahlenzauberwerk dank Öl-Boom: Texas Pacific Land Trust wächst mit über 100%. Und ein Ende ist nicht abzusehen...

Texas Pacific Land Trust hat soeben Zahlen präsentiert für das zweite Quartal und auch das erste Halbjahr 2018. Und die Zahlen stellen alles in den Schatten, denn das Wachstum ist ungebremst, sondern liegt bei deutlich über 100%. Und das Wachstum erstreckt sich über alle Bereiche, sowohl was die Lizenzeinnahmen für die Förderrechte auf den TPL-eigenen Grundstücken angeht, als auch hinsichtlich des noch relativ jungen, neuen Geschäftsfelds, dem Wasser-Business.

TPL feuert aus allen Zylindern und die Zahlen wissen nicht nur zu beeindrucken, sondern lohnen auch einen genaueren Blick...

Was zu erwarten war: Main Street Capital hebt die Dividende an. Schon wieder...

Main Street Capital ist die qualitativ hochwertigste und wohl am erfolgreichsten operierende Business Development Company (BDC) und notiert daher mit entsprechend hohem Aufschlag auf den NAV (Buchwert).

In meinem BDC-Earnings-Report aus November hatte ich MAIN ausführlich dargestellt und seitdem haben sich alle Parameter weiter verbessert: der NAV ist weiter angestiegen, man hat beim Auflösen von Engagements schöne Gewinne eingefahren, man ist neue attraktive Investments bzw. Kreditengagements eingegangen, das NII (Net Investment Income) steigt, man hat frisches Kapital aufgenommen und ist bereit, den Verschuldungsgrad sukzessive zu erhöhen und so die neuen Möglichkeiten zu nutzen, die die regulatorischen Erleichterungen beim Dodd-Frank-Act bieten.

MAIN gelingt es seit vielen Jahren, den NAV stetig zu steigern und ebenso das NII. Und das hat - mal wieder - Folgen...

Deine Stimme für iNTELLiGENT iNVESTiEREN beim Value Investing Blogpreis 2018

Die Value Investing Community ValueDACH hat den Value Investing Blogpreis 2018 ausgelobt und iNTELLiGENT iNVESTiEREN ist nominiert.

2018 wird der Value Investing Blogpreis zum ersten Mal vergeben und die Auswahl erfolgt sowohl über ein Publikumsvotum als auch durch eine Jury. Und in dieser sitzen neben Tilman Versch und Hendrik Michels von ValueDACH die beiden hochkarätigen Value Investoren Frank Fischer und Dr. Hendrik Leber.

Die Abstimmung läuft bis zum 14. September und Du kannst hier Deine Stimme abgeben für iNTELLiGENT iNVESTiEREN. Oder natürlich für einen der anderen hochwertigen Value Investing Blogs, die zur Auswahl stehen.

Ich finde, dieser Preis ist eine tolle Idee und verdient eine hohe Teilnehmerzahl. Daher gilt mein ausdrücklicher Dank den Initiatoren Tilman Versch und Hendrik Michels von ValueDACH, den Jurymitgliedern Frank Fischer (Shareholder Value Beteiligungen) und Dr. Hendrik Leber (Acatis) sowie schon jetzt allen Abstimmenden.

Dienstag, 31. Juli 2018

Finanzinvestor KKR: Geläuterte Barbaren erzielen heute zivilisiert(er) hohe Renditen

Finanzinvestoren haben einen schlechten Ruf. Den haben sie sich auch redlich verdient, allerdings ist das rund 30 Jahre her. Allen voran ist hier der US-Gigant Kohlberg Kravis Roberts & Co. zu nennen, der Ende der 1980er Jahre mit der feindlichen Übernahme des Tabak- und Nahrungsmittelkonzerns RJR Nabisco Schlagzeilen machte und es in dem Buch "Barbarians At The Gate - The Fall Of RJR Nabisco" zu unrühmlicher Berühmtheit brachte. Es war die Blütezeit der fremdfinanzierten Übernahmen (Leveraged Buyouts, LBOs) und dank der Junkbond-Maschinerie von Michael Milken von Drexel Burnham war kein Konzern mehr sicher vor einer Übernahme. Auf einmal konnten die Kleinen ganz einfach die Großen schlucken! Es war die Zeit schier unerschöpflichen Geldes, nur dass Junkbonds ("Ramschanleihen" oder freundlicher: Hochzinsanleihen) zweistellige Renditen abwarfen und die "Corporate Raiders" die enormen Schulden schnellstmöglich dem übernommenen Unternehmen aufbürdeten, das diese dann aus seinem Cashflow abbezahlen musste. Was unweigerlich zu Massenentlassungen und zum Filetieren des Übernahmeopfers führte. Michael Douglas verkörpert in seiner Rolle Gordon Gekko in Oliver Stones Epos "Wall Street" jenen Typ des gewissenlosen Corporate Raiders, der auch dank Insiderinformationen unermessliche Reichtümer anhäufte.

Der ausufernde Insiderhandel erschütterte Ende der 1980er Jahre die Wall Street und führte zu spektakulären Verhaftungen und hunderten Millionen Dollar an Strafzahlungen. So gut wie jede führende Wall Street-Adresse war mehr oder weniger involviert: Goldman Sachs, Lehman Brothers, Bear Stearns, Morgan Stanley, Drexel Burnham, Bankers Trust, Salomon Brothers, Ivan Boesky, Michael Milken (Lesetipp hierzu: "Club der Diebe" von James B. Stewart). KKR allerdings nicht. Und vermutlich ist es der vielen negativen Publicity mindestens ebenso sehr zu verdanken wie der verschärften Gesetzgebung, dass sich KKR von der anfänglich allesfressenden Raubkatze zum weitgehend stubenreinen Salontiger gewandelt hat. Wenngleich man dem Schnurren nicht zu sehr trauen sollte, denn seine Krallen hat KKR noch immer, auch wenn man diese nicht mehr so häufig einsetzt. Denn es geht ums Business, um Rendite. Und dabei ist KKR heute erfolgreicher als jemals zuvor, so dass ein Blick auf das Unternehmen lohnen dürfte. Auch und wegen des gerade erreichten Allzeithochs...

Montag, 30. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 31/2018

"Nur die Rendite zählt."
(Gottfried Heller)

Sonntag, 29. Juli 2018

PennantPark Investment: Buchwert-Schnäppchen mit 10% Dividendenrendite und Öl-Kick


BDCs profitieren gleich von mehreren Entwicklungen: zum einen durch die US-Steuerreform, dann durch die Aufweichung der Kreditbeschränkungen und zusätzlich noch durch das steigenden Zinsniveau in den USA, da die meisten BDCs den Großteil der von ihnen ausgegebenen Mittel mit variablen Konditionen versehen haben.

Nachdem im Februar und März der BDC-Sektor deutlich unter Druck geraten war, konnten sich die Kurse wieder kräftig erholen und es fällt schwer, hier noch günstige Aktien zu finden. Kürzlich hatte  ich bei TPG Specialty Lending (TSLX) zugeschlagen, die ich für sehr aussichtsreich positioniert und attraktiv bewertet halte.

Aus Mangel an preisgünstigen Alternativen war ich fast soweit, meinen Bestand bei Gladstone Capital (GLAD) aufzustocken. Doch da geriet mir PennantPark Investment (PNNT) auf den Schirm, das Schwesterunternehmen von PennantPark Floating Rate Capital (PFLT), welches ich ebenfalls im Depot habe. Und wie GLAD weist PNNT ein überdurchschnittlich hohes Engagement im US-Öl-Sektor auf, was Chancen, aber auch Risiken birgt. Da der Aktienkurs fast 20% unterhalb des Buchwerts notiert, war mein Interesse geweckt...

Freitag, 27. Juli 2018

KION Group: Antizyklische Einstiegschance mit einem Schuss Übernahmephantasie

Bei der KION Group lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund, wie man auch am Aktienkurs ablesen kann. Gestern gab es nun eine Umsatzwarnung und das schickt die Aktie weitere 10% in den Keller.

Irgendwie unverständlich, denn der Vorstand bekräftigte seine Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr, weil er sich sicher ist, die vorübergehenden kleineren Schlaglöcher im Jahresverlauf ausbügeln zu können. Als zyklischer Wert ist KION natürlich besonders von der konjunkturellen Lage abhängig und die sich zuspitzenden Handels- und Zollkonflikte dürften das eigentliche Problem sein, so dass Anleger die gestrige Meldung eher als willkommenen Anlass zur Depotbereinigung genutzt haben, als dass er fundamental (gut) begründet wäre.

Doch auf dem aktuellen Kursniveau von 56 Euro könnte sich der Einstieg (wieder) lohnen, denn KION ist - wie auch Wettbewerber Jungheinrich - sehr gut aufgestellt und ein großer, wenn auch indirekter, Profiteur des Onlinehandels. Und dann gibt es da noch diese chinesische Komponente...

Bekommt die Naspers-Aktie jetzt endlich den verdienten Rückenwind?

Der südafrikanische Medien- und Internetkonzern Naspers Ltd. ist Afrikas größtes Unternehmen und macht im Johannisburger Aktienindex stolze 19% aus. Das allerdings nicht aus eigener Kraft, sondern weil man clever genug war, sich in einer ganz frühen Phase an dem jungen chinesischen Unternehmen Tencent zu beteiligen. Der Anteil am heutigen Internetgiganten wurde unlängst um einige Prozente reduziert, Naspers hält aber immer noch rund 31% an Tencent. Doch notiert der eigene Aktienkurs knapp 40% unterhalb des Kurswertes dieses Tencent-Anteils und der übrigen Assets von Naspers.

Daher sieht sich der Naspers-Vorstand zunehmender Kritik von Aktionären ausgesetzt, sich endlich um eine Reduzierung des enormen Abschlags auf den Buchwert zu kümmern. Ich war im Dezember 2017 bei Naspers eingestiegen, als die ersten Bemühungen sichtbar wurden und jetzt hat Naspers die nächste viel versprechende Runde eingeläutet...

Amazon bleibt einfach unfassbar!

Der Online-Handelsgigant Amazon (WKN: 906866) hat es wieder getan, er hat die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal deutlich übertroffen. Dabei gibt es nicht Wenige, die auf eine Enttäuschung gesetzt und sich - wie bereits vor drei Monaten - kräftig verzockt haben, als Amazon die Märkte schockte. Und die Konkurrenz.

Und nun das: während Amazon beim Umsatz leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb (Punktlandung in den USA, im Rest der Welt wohl auch währungsbedingt etwas darunter), konnte der Gewinn verzwölffacht werden! Während die Umsatzerlöse um 39% auf $52,9 Mrd. Dollar stiegen und damit etwas weniger stark als im ersten Quartal, legte der Gewinn von $197 Mio. im Vorjahresquartal auf nun $2,53 Mrd. rasant zu. Und das trotz der weiterhin enormen Investitionen, die Amazon in sein Geschäft pumpt.

Doch auch wenn Amazon der größte Onlinehändler der westlichen Hemisphäre ist, die Gewinne macht erzielt er woanders...

Donnerstag, 26. Juli 2018

[Kissigs Börsenlexikon] Collateralized Loan Obligation (CLO)

Collateralized Loan Obligations (CLOs) sind verbriefte Unternehmenskredite und gehören damit zu den strukturierten Finanzprodukten. Die haben bekanntlich seit der Finanzkrise 2008/2009 einen ganz miesen Ruf. Allerdings haben CLOs nichts mit den damaligen Problemauslösern zu tun, den "Ramsch-Krediten", also jenen fast schon Ausfall gefährdeten Immobilienfinanzierungen, die zusammengefasst und an gutgläubige Investoren weiterverkauft wurden.

Dennoch sind CLOs damals ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen worden, obwohl es kaum Ausfälle zu verzeichnen gab. Ihr Markt ist allerdings ziemlich illiquide und während der Finanzkrise traf ein in die Höhe schnellendes Angebot auf eine kaum mehr vorhandene Nachfrage. Mit der Folge, dass die Kurse zusammenbrachen und der Markt austrocknete. Schlecht für die Investoren, die schnell an ihr Geld wollten, grundsätzlich unerheblich für alle anderen, insbesondere die Unternehmen, denen das Geld zur Verfügung gestellt worden war.

In einer CLO werden bis zu 90 verschiedene Unternehmenskredite zusammengefasst (das ist die sog. Strukturierung) und dann Investoren zur Beteiligung angeboten. Diese können so in den höher verzinsten Markt der Unternehmensfinanzierungen einsteigen, ohne den Unternehmen direkt Geld leihen zu müssen. Die komplette Abwicklung, das Forderungsmanagement usw. wird vom CLO-Manager übernommen, wofür dieser natürlich eine Entlohnung erhält. Ein weiterer Vorteil ist, dass die CLOs das Risiko streuen, indem sie verschiedene Unternehmen, Branchen und Laufzeiten enthalten. Gegenüber einem Investment in klassische Unternehmensanleihen bieten CLOs den Vorteil, dass sie eine höhere Sicherheit aufweisen, da sie in der Regel mit den Unternehmenswerten besichert sind. Die sog. Wiedergewinnungsrate möglicher Ausfälle (also die Recovery Rate) liegt so etwa bei 60 bis 70 Prozent und bietet einen zusätzlichen Risikopuffer.

Der Reiz für Investoren liegt darin, dass sie mit CLOs deutlich bessere Renditechancen wahrnehmen können als sie sonst am Kapitalmarkt für ihre Anlagen erzielen. Durch externe Ratings und die Verwaltung durch professionelle CLO-Manager sinkt das Risiko nochmals ggü. einem Direktinvestment. Und zu diesen Investoren gehören u.a. auch einige Business Development Companies (BDCs)...

Dienstag, 24. Juli 2018

Der etwas andere Rentenplan: Steter Dividendenstrom aus Business Development Companies

Die staatliche Rente ist die Altersabsicherung Nummer eins in Deutschland und viele der Älteren haben noch die Worte des früheren Arbeitsministers Norbert Blüm im Ohr, als er sagte: „Die Rente ist sicher“.

Diese Aussage stimmt, auch heute noch. Allerdings gilt das nicht für die Höhe der Rente und das ist der Knackpunkt. Denn viele haben während ihres Arbeitslebens zu wenig eingezahlt und erhalten dann im Alter einen so niedrigen Rentenbetrag, dass es zum Leben kaum reicht; schon gar nicht, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Abrutschen in die Grundsicherung.

Daher wurde schon vor mehr als 15 Jahren immer stärker auf die private Altersversorgung gesetzt und mit der Riester-Rente ein staatlich subventionierter Moloch geschaffen. Doch die Kosten sind hoch und fressen die staatlichen Zuschüsse wieder auf, während die erzielten Renditen niedrig sind. So niedrig, dass ein Gericht gerade erklärte, Riestersparer müssten auch eine negative Verzinsung in Kauf nehmen. Im Klartext heißt das, man zahlt Geld ein und am Ende bekommt man nicht nur keine Zinsen auf das Geld, das durch die Inflation auch noch weniger wert ist, sondern auf das angesparte Geld werden einem auch noch Zinsen abgezogen! Ein bürokratischer Molloch verreckt im Renditetal und der Leidtragende ist mal wieder der Durchschnittsbürger.

Allerdings hat die Riester-Rente dann doch einen (kleinen) positiven Effekt: die Riestersparer haben wenigstens überhaupt Geld fürs Alter zurückgelegt. Das wird ihnen etwas helfen, aber es reicht leider nicht, um die immer größer werdende Rentenlücke aufzufüllen. Doch es gibt andere Möglichkeiten, gute und schlechte...

Montag, 23. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 30/2018

"Offensichtlich muss man nicht in der Lage sein, den Aktienmarkt vorherzusagen, um mit Aktien wirklich Geld zu verdienen."
(Peter Lynch)

Sonntag, 22. Juli 2018

TPG Specialty Lending: Top Aussichten und fast 10% Dividendenrendite

In meinem Dividendendepot setze ich auf hoch rentierliche Business Development Companies (BDCs). Die dahinter liegende Strategie hatte ich vor knapp einem Jahr ausführlich erläutert und vor einiger Zeit auch ausgeführt, weshalb ich dabei sogar in begrenztem Umfang auf einen Wertpapierkredit zurück greife.

BDCs profitieren gleich von mehreren Entwicklungen: zum einen durch die US-Steuerreform, dann durch die Aufweichung der Kreditbeschränkungen und zusätzlich noch durch das steigenden Zinsniveau in den USA, da die meisten BDCs den Großteil der von ihnen ausgegebenen Mittel mit variablen Konditionen versehen haben.

Nachdem im Februar und März der BDC-Sektor deutlich unter Druck geraten war, konnten sich die Kurse seitdem wieder kräftig erholen. TPG Speciality Lending (TSLX, WKN: A1XF0Q) notiert allerdings weiterhin prozentual zweistellig unterhalb der Kurse von Ende 2017 und ich habe dies zur Aufstockung meines Bestands genutzt. Denn TSLX weist ein überaus attraktives Chance-Risiko-Verhältnis auf und dürfte einiges Nachholpotenzial haben.

Montag, 16. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 29/2018

"Es braucht drei Bärenmärkte, um zu wissen, was zu tun ist. Der erste löscht dich fast aus, im zweiten lernst du zu überleben und den dritten packst du am Genick und genießt es."
(Crispin Odey)

Freitag, 13. Juli 2018

Schnäppchenjäger aufgepasst: It's Prime Day - bei Blue Cap!

Die Beteiligungsgesellschaft Blue Cap habe ich ja schon länger auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot. Nach einer mehrmonatigen Konsolidierungsphase war der Kurs in kurzer Zeit stark gestiegen und konsolidiert nun diesen Kursanstieg. Doch nach dem Hauptversammlung und der Dividendenausschüttung lastet erheblicher Abgabedruck auf der Aktie und viele Anleger fragen sich nach den Gründen. Nun, die kenne ich nicht. Aber ich habe so meine Vermutungen...

Es gibt aktuell Verunsicherung bzgl. der gemeinsamen Zukunft mit der PartnerFonds AG und wie das alles laufen wird. Vielleicht hatte sich der eine oder andere hier mehr Infos auf der Hauptversammlung am Freitag versprochen? Und gestern gab es bei wallstreet-online ein Interview mit Oliver Kolbe, dem CEO von PartnerFonds - auch da ist nicht viel Substanzielles zur Zukunft der Blue Cap-PF-Zukunft herauszulesen. Das ist aber auch nicht wirklich wichtig! Denn die Aussagen von Blue Cap waren eindeutig...

Dienstag, 10. Juli 2018

TTL Beteiligung und Grundbesitz: Auf dem Weg zum Big Player bei Gewerbeimmobilien?

Die Aktie der TTL Beteiligungs- und Grundbesitz AG (WKN: 750100) habe ich ja schon einige Zeit auf meiner Empfehlungsliste sowie in meinem Depot und die Entwicklung übertrifft alle Erwartungen. Großaktionär Prof. Dr. Schmidt hat den Umbau der TTL noch schneller umgesetzt, als es abzusehen war und durch mehrere Kapitalerhöhungen - zumeist gegen Sacheinlage - den Anteil an der GEG German Estate Group immer weiter erhöht. Allerdings nie direkt, sondern über das Einbringen und Kaufen von Anteilen an den Gesellschaften, denen die GEG-Anteile gehören.

Seit dem Neustart der TTL vor knapp einem Jahr hält das Unternehmen die Schlagzahl hoch und stockt in kurzen Abständen seine Positionen weiter auf. Der Kurs folgt diesem Ausbau bisher mühelos, obwohl die Beteiligungsstruktur der DIC Asset-Gruppe und der Zwischenholdings mit fast identischen Namen vermutlich auch Profis bisweilen den Überblick verlieren lassen. Und auch ich hatte Schwierigkeiten, den vielen Meldungen noch folgen zu können. Doch damit ist nun Schluss...

Montag, 9. Juli 2018

Börsenweisheit der Woche 28/2018

"Menschen können nur sehr schwer mit der Unsicherheit leben. Um damit fertig zu werden, flüchten sie sich gern in ein falsches Gefühl der Sicherheit, indem sie Sicherheit an die Stelle von Unsicherheit setzen. Daraus entsteht der Herdeninstinkt."
(Bennett W. Goodspeed)

Freitag, 6. Juli 2018

Vectron Systems feuert den Hoffnungsträger: Das war's dann jetzt wohl, oder?

Vectron Systems war ein Highflyer der Börse, weil man mit Coca Cola einen Weltkonzern als Partner gewinnen konnte für seine BonVito-App. Unter dem Namen "GetHappy" sollte nun das große Rad geschwungen werden, doch der Start verzögerte sich immer weiter und liegt inzwischen gut ein Jahr hinter den ersten vollmundigen Ankündigungen.

Zum Jahresanfang kam dann ein neuer, frischer Wind ins Unternehmen, als der Gründer und CEO Thomas Stümmler seinen Posten räumte und in den Aufsichtsrat wechselte. Als neuen CEO und Hoffnungsträger gewann man Oliver Kaltner, der dem ausgepowerten Kassensystemhersteller neue Energie einhauchte. Und eine grundlegend überarbeitete Strategie. Kaltner präsentierte das Unternehmen und seine Vision dann auch auf diversen Kapitalmarktkonferenzen und wurde als durchgehend überzeugend, mitreißend und kompetent wahrgenommen. Der Kurs erholte sich auch schnell von seinen zwischenzeitlichen Tiefstständen und lag bisweilen mehr als 20% im Plus. Doch damit ist jetzt Schluss...