"Wenn Sie der Bank einhundert Dollar schulden, ist das Ihr Problem. Wenn Sie der Bank einhundert Millionen Dollar schulden, ist es das Problem der Bank."
(Jean Paul Getty)
Montag, 25. Mai 2015
Donnerstag, 21. Mai 2015
WCM macht Lust auf mehr. Viel mehr!
Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG drückt mächtig auf die Tube und will nach ihrer Wiederauferstehung ihr neues Leben als Gewerbeimmobilieneigner in vollen Zügen genießen. Die von mir hier im Blog beschriebene Transformation und die ersten großen Deals zeigen, mit welcher Macht die Milliardäre, die hinter der WCM stehen, zurück ins Business drängen: wie Milliardäre eben Milliarden machen...
Seit meiner Empfehlung, aber eigentlich schon seit der Wiederbelebung im Dezember 2014 zog der Aktienkurs mächtig an und erreichte mit fast 4 EUR lang nicht mehr gesehene Höhen. Heute gab es nun Zahlen zum ersten Quartal, und die zeigen, weshalb sich WCM einer zunehmenden Beliebtheit in Anlegerkreise erfreut. Denn WCM schreibt schwarze Zahlen, obwohl die Mieteinnahmen aus den ersten Deals fast noch gar nicht im ersten Quartal geflossen sind und obwohl die ersten Einmalkosten für Akquisitionen schon im jüngsten Zahlenwerk verarbeitet wurden. So hat WCM im ersten Quartal einen Umsatz von 0,7 Mio. EUR erzielt, wobei eigentlich nur minimale Mieteinnahmen flossen aus einer Immobilie. Die drei Objekte, die erst in der zweiten Märzhälfte in das Eigentum der WCM AG übergingen, trugen nur für zwei Wochen zum Umsatz bei. Ab nun aber dauerhaft. Genauso verhält es sich mit den diversen angekündigten Zukäufen: der Bilanzansatz der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belief sich zum 31. März auf 86,0 Mio. EUR nach 17,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2014. "Ursächlich hierfür war insbesondere das in der zweiten Märzhälfte erfolgte Closing des bereits Ende 2014 vermeldeten Erwerbs von drei Gewerbeimmobilien. Die im April angebahnten Transaktionen der WCM AG sind in dem Zahlenwerk naturgemäß noch nicht enthalten. Die Bilanzsumme stieg von 43,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 94,1 Mio. EUR zum 31. März 2015. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich um rd. 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR".
Hier spiegelt sich ansatzweise das rasante Wachstum des WCM-Konzerns wieder und gibt einen ersten Blick auf das enorme Potenzial, das vor dem Unternehmen und seinen Anlegern liegt. Doch auch das Ergebnis unter dem Strich ist nicht uninteressant, gerade auch, weil WCM ja zu einem soliden Dividendenwert ausgebaut werden soll. Und diese müssen ja auch erwirtschaftet werden, will man nicht aus der Substanz ausschütten (müssen). Im 1. Quartal drehte das Konzernergebnis von -0,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf plus 0,4 Mio. EUR. Das klingt jetzt nicht spektakulär und schon gar nicht ausschüttungsrelevant. Allerdings muss man bedenken, dass ja erst geringe Einnahmen geflossen sind, aber gleichzeitig in diesem Ergebnis bereits Transaktionskosten von 2,9 Mio. EUR als Einmalbelastung verarbeitet wurden. Wenn also der Vorstand verkündet, er plane für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses, dann kann man ihm hierbei getrost folgen. Denn großvolumige und renditestarke Zukäufe wurden bereits avisiert und vermutlich wird WCM-Chef Efremidis auf der anstehenden Hauptversammlung am 16. Juni hierzu ein wenig den Vorhang lüften. Womöglich auch schon erste Indizien geben für die zu erwartende Kapitalerhöhung, mit der die Zukäufe auf den Weg gebracht werden sollen.
WCM macht jedenfalls Nägel mit Köpfen und dürfte seinen Aktionären noch viel Freude bereiten. Ehlerding & Co. haben wieder großes vor mit "ihrem Baby" und wir Kleinanleger können uns freuen, dass die Milliardäre dies nicht ganz ohne uns und unser Geld tun können.
WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Seit meiner Empfehlung, aber eigentlich schon seit der Wiederbelebung im Dezember 2014 zog der Aktienkurs mächtig an und erreichte mit fast 4 EUR lang nicht mehr gesehene Höhen. Heute gab es nun Zahlen zum ersten Quartal, und die zeigen, weshalb sich WCM einer zunehmenden Beliebtheit in Anlegerkreise erfreut. Denn WCM schreibt schwarze Zahlen, obwohl die Mieteinnahmen aus den ersten Deals fast noch gar nicht im ersten Quartal geflossen sind und obwohl die ersten Einmalkosten für Akquisitionen schon im jüngsten Zahlenwerk verarbeitet wurden. So hat WCM im ersten Quartal einen Umsatz von 0,7 Mio. EUR erzielt, wobei eigentlich nur minimale Mieteinnahmen flossen aus einer Immobilie. Die drei Objekte, die erst in der zweiten Märzhälfte in das Eigentum der WCM AG übergingen, trugen nur für zwei Wochen zum Umsatz bei. Ab nun aber dauerhaft. Genauso verhält es sich mit den diversen angekündigten Zukäufen: der Bilanzansatz der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belief sich zum 31. März auf 86,0 Mio. EUR nach 17,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2014. "Ursächlich hierfür war insbesondere das in der zweiten Märzhälfte erfolgte Closing des bereits Ende 2014 vermeldeten Erwerbs von drei Gewerbeimmobilien. Die im April angebahnten Transaktionen der WCM AG sind in dem Zahlenwerk naturgemäß noch nicht enthalten. Die Bilanzsumme stieg von 43,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 94,1 Mio. EUR zum 31. März 2015. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich um rd. 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR".
Hier spiegelt sich ansatzweise das rasante Wachstum des WCM-Konzerns wieder und gibt einen ersten Blick auf das enorme Potenzial, das vor dem Unternehmen und seinen Anlegern liegt. Doch auch das Ergebnis unter dem Strich ist nicht uninteressant, gerade auch, weil WCM ja zu einem soliden Dividendenwert ausgebaut werden soll. Und diese müssen ja auch erwirtschaftet werden, will man nicht aus der Substanz ausschütten (müssen). Im 1. Quartal drehte das Konzernergebnis von -0,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf plus 0,4 Mio. EUR. Das klingt jetzt nicht spektakulär und schon gar nicht ausschüttungsrelevant. Allerdings muss man bedenken, dass ja erst geringe Einnahmen geflossen sind, aber gleichzeitig in diesem Ergebnis bereits Transaktionskosten von 2,9 Mio. EUR als Einmalbelastung verarbeitet wurden. Wenn also der Vorstand verkündet, er plane für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses, dann kann man ihm hierbei getrost folgen. Denn großvolumige und renditestarke Zukäufe wurden bereits avisiert und vermutlich wird WCM-Chef Efremidis auf der anstehenden Hauptversammlung am 16. Juni hierzu ein wenig den Vorhang lüften. Womöglich auch schon erste Indizien geben für die zu erwartende Kapitalerhöhung, mit der die Zukäufe auf den Weg gebracht werden sollen.
WCM macht jedenfalls Nägel mit Köpfen und dürfte seinen Aktionären noch viel Freude bereiten. Ehlerding & Co. haben wieder großes vor mit "ihrem Baby" und wir Kleinanleger können uns freuen, dass die Milliardäre dies nicht ganz ohne uns und unser Geld tun können.
WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Dienstag, 19. Mai 2015
Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 1. Quartal 2015?
Value Investor Warren Buffett musste wieder für seine Investmentholding Berkshire Hathaway das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe amerikanischer Börsengesellschaften offenlegen muss.
Wichtigste Käufe
Wells Fargo bleibt Buffetts absolute Lieblingsaktie! Weitere 6,8 Mio. Aktien verleibte er sich ein und hält nun rund 24 Prozent an der Bank bzw. 470,2 Mio. Stück. Und auch auf US Bancorp setzt er weiterhin. Mit 83,7 Mio. Aktien hält er nun gut 4 Prozent mehr als noch vor 3 Monaten. Weiter zugekauft hat er ebenfalls bei IBM, wo er nach dem Erwerb von gut 2,5 Mio. Aktien inzwischen 79,57 Mio. bzw. 8 Prozent aller Anteile hält. Vom Landmaschinenhersteller Deere & Co. kaufte Buffet weitere 213.204 Aktien und hält inzwischen 17,3 Mio. Anteile. Des Weiteren hat es ihm der Öl-Raffinerie-Betreiber Phillips 66 angetan, wo er gut 1 Mio. neue Aktien zukaufte und jetzt 7,5 Mio. Anteile besitzt. Größer geworden ist auch seine Position in Rupert Murdochs 21st Century Fox, einer Abspaltung von dessen News Corp., an der Buffett nun 6,23 Mio. Anteile hält nach 4,7 Mio. Aktien im Vorquartal.
Wichtigste Verkäufe
Nachdem Buffet im letzten Quartal 2014 noch beim Medienunternehmen Charter Communications aufgestockt hatte, reduzierte er nun seinen Anteil um gut 500.00 auf knapp 6 Mio. Aktien. Ebenso erging es Viacom, wo er etwa 330.000 Aktien abstieß und nun noch 8,625 Mio. Anteile hält sowie Liberty Global, die er um 4 Prozent auf verbleibende 10,3 Mio. Aktien reduzierte.
Wichtigste Käufe
Wells Fargo bleibt Buffetts absolute Lieblingsaktie! Weitere 6,8 Mio. Aktien verleibte er sich ein und hält nun rund 24 Prozent an der Bank bzw. 470,2 Mio. Stück. Und auch auf US Bancorp setzt er weiterhin. Mit 83,7 Mio. Aktien hält er nun gut 4 Prozent mehr als noch vor 3 Monaten. Weiter zugekauft hat er ebenfalls bei IBM, wo er nach dem Erwerb von gut 2,5 Mio. Aktien inzwischen 79,57 Mio. bzw. 8 Prozent aller Anteile hält. Vom Landmaschinenhersteller Deere & Co. kaufte Buffet weitere 213.204 Aktien und hält inzwischen 17,3 Mio. Anteile. Des Weiteren hat es ihm der Öl-Raffinerie-Betreiber Phillips 66 angetan, wo er gut 1 Mio. neue Aktien zukaufte und jetzt 7,5 Mio. Anteile besitzt. Größer geworden ist auch seine Position in Rupert Murdochs 21st Century Fox, einer Abspaltung von dessen News Corp., an der Buffett nun 6,23 Mio. Anteile hält nach 4,7 Mio. Aktien im Vorquartal.
Wichtigste Verkäufe
Nachdem Buffet im letzten Quartal 2014 noch beim Medienunternehmen Charter Communications aufgestockt hatte, reduzierte er nun seinen Anteil um gut 500.00 auf knapp 6 Mio. Aktien. Ebenso erging es Viacom, wo er etwa 330.000 Aktien abstieß und nun noch 8,625 Mio. Anteile hält sowie Liberty Global, die er um 4 Prozent auf verbleibende 10,3 Mio. Aktien reduzierte.
Montag, 18. Mai 2015
Börsenweisheit der Woche 20/2015
"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich je für oder gegen einen Aktienkauf aufgrund von Makrofaktoren entschieden habe."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
Donnerstag, 14. Mai 2015
Cisco-Chef Chambers räumt mit Top-Zahlen das Feld
Zum Juli wird John Chambers den Chefsessel beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems nach 20 Jahren räumen und an den für weltweite Geschäft zuständigen Top-Manager Chuck Robbins übergeben. Chambers wird Cisco als Chef des Verwaltungsrates erhalten bleiben und präsentierte nun letztmalig die Quartalsergebnisse des Internet-Titans.
Im dritten Geschäftsquartal, das bis Ende April geht, stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 2,4 Mrd. USD und der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 12,1 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,54 USD und damit ebenfalls über den Prognosen der Analysten, die durchschnittlich 0,53 USD erwartet hatten.
Die guten Zahlen treffen auf ein gehöriges Maß an Skepsis, ob sich Cisco weiterhin behaupten können. Denn das in letzter Zeit stark zunehmende Geschäftsfeld "Software-Defined Networking" wildert in Ciscos Kerngeschäftsfeld, der Hardware-Netzwerkausrüstung. Diese Gefahr, die durch eine Reihe von Start-ups immer konkreter wird, sieht auch Cisco und verstärkt sich selbst in diesem Bereich. Und bisher hinterlässt der Hype um SDN (noch) keine Spuren in der Cisco-Bilanz und im letzten Quartal generierte man einen sagenhaften Cashflow von 3 Mrd. USD, der vom Unternehmen gerne für Aktienrückkäufe und Dividenden für die Aktionäre verwendet wird. Die Quartalsdividende hatte Cisco gerade erst um mehr als 10 Prozent auf 0,21 USD angehoben.
Unbestritten, Cisco sieht sich wachsender Konkurrenz und neuen Herausforderungen gegenüber, doch das Unternehme hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass es adäquat auf neue Herausforderungen reagieren kann. Dabei schreckte der scheidende CEO Chambers auch vor der Schließung ganzer Geschäftsbereiche und der Entlassung tausender Mitarbeiter nicht zurück, um Cisco auf Erfolgskurs zu halten. Der Erfolg gibt ihm recht und es ist anzunehmen, dass auch unter dem langjährigen Cisco-Manager Robbins diese Marschroute konsequent fortgesetzt wird. Daher bleibt Cisco als Quality Invstment aussichtsreich und auf meiner Empfehlungsliste. Der Dow-Jones-Wert ist mit einem KGV von unter 13 und einer Dividendenrendite von fast 3 Prozent attraktiv bewertet und bietet für Langfristanleger eine hervorragende Möglichkeit, am boomenden Wachstumsmarkt "Internet der Dinge" zu partizipieren.
Im dritten Geschäftsquartal, das bis Ende April geht, stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 2,4 Mrd. USD und der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 12,1 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,54 USD und damit ebenfalls über den Prognosen der Analysten, die durchschnittlich 0,53 USD erwartet hatten.
"Dieses ganze Gerede über neue Spieler, neue Software und
White-Label, das unser Geschäft killen würde, war völlig falsch."
(John Chambers)
Die guten Zahlen treffen auf ein gehöriges Maß an Skepsis, ob sich Cisco weiterhin behaupten können. Denn das in letzter Zeit stark zunehmende Geschäftsfeld "Software-Defined Networking" wildert in Ciscos Kerngeschäftsfeld, der Hardware-Netzwerkausrüstung. Diese Gefahr, die durch eine Reihe von Start-ups immer konkreter wird, sieht auch Cisco und verstärkt sich selbst in diesem Bereich. Und bisher hinterlässt der Hype um SDN (noch) keine Spuren in der Cisco-Bilanz und im letzten Quartal generierte man einen sagenhaften Cashflow von 3 Mrd. USD, der vom Unternehmen gerne für Aktienrückkäufe und Dividenden für die Aktionäre verwendet wird. Die Quartalsdividende hatte Cisco gerade erst um mehr als 10 Prozent auf 0,21 USD angehoben.
Unbestritten, Cisco sieht sich wachsender Konkurrenz und neuen Herausforderungen gegenüber, doch das Unternehme hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass es adäquat auf neue Herausforderungen reagieren kann. Dabei schreckte der scheidende CEO Chambers auch vor der Schließung ganzer Geschäftsbereiche und der Entlassung tausender Mitarbeiter nicht zurück, um Cisco auf Erfolgskurs zu halten. Der Erfolg gibt ihm recht und es ist anzunehmen, dass auch unter dem langjährigen Cisco-Manager Robbins diese Marschroute konsequent fortgesetzt wird. Daher bleibt Cisco als Quality Invstment aussichtsreich und auf meiner Empfehlungsliste. Der Dow-Jones-Wert ist mit einem KGV von unter 13 und einer Dividendenrendite von fast 3 Prozent attraktiv bewertet und bietet für Langfristanleger eine hervorragende Möglichkeit, am boomenden Wachstumsmarkt "Internet der Dinge" zu partizipieren.
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Dienstag, 12. Mai 2015
Operativ läuft es bei Balda immer besser
Die Balda AG hat 9-Monats-Zahlen vorgelegt und die bergen Licht und Schatten. Einerseits hebt man die Prognose an, weil man beim Umsatz um mehr als 20 Prozent zulegen konnte auf 61,9 Mio. EUR und nun 80 bis 82 Mio. EUR für das Gesamtjahr erwartet. Dies zeigt, dass Balda operativ weiter vorankommt und der Turnaround zunehmend Gestalt annimmt.
Auf der anderen Seite hingegen kassiert das Unternehmen ebenfalls seine Prognose, in diesem Geschäftsjahr bereits wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das EBIT werde nämlich von einmaligen Sondereffekten in Höhe von 2,4 Mio. EUR belastet, die "im Wesentlichen" auf Rückstellungen zurückzuführen seien, die aus den anhängigen Klageverfahren resultieren. So wird man von ehemaligen Geschäftspartnern verklagt und fordert selbst Schadensersatz von früheren eigenen Organmitgliedern. Als Konsequenz weist Balda für den Zeitraum Juli 2014 bis März 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 4,5 Mio. EUR aus, das damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,4 Mio. EUR liegt und eben "primär auf das geringere Finanz- und Steuerergebnis zurückzuführen" sei.
Entwicklung der operativen Segmente
"Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Amerika ein Umsatzwachstum um 16,4% auf 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 29,2 Mio. EUR). Mit 1,2 Mio. EUR lag jedoch das EBITDA unter dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. Euro, was ebenfalls auf die einmaligen Sondereffekte zurückzuführen ist. Dies ist auch deutlich im EBIT zu erkennen, das mit -0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von -0,4 Mio. EUR lag. Mit 26,9% steigerte sich das Segment Europa signifikant und verzeichnete nach neun Monaten einen Umsatz von 27,8 Mio. EUR nach 21,9 Mio. EUR im Referenzzeitraum. Das Segment-EBITDA lag mit 1,9 Mio. EUR ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von -0,3 Mio. EUR. Ebenfalls gestiegen ist das operative Ergebnis, Balda erwirtschaftete ein Segment-EBIT von 0,5 Mio. EUR nach -1,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Bereich Sonstige führten Kosten im Zusammenhang mit der Schließung von einem Tochterunternehmen in Singapur zu einem negativen EBITDA von -0,3 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR in der Vergleichsperiode."
Fazit
Die operativen Fortschritte sind beeindruckend, insbesondere das starke Umsatzwachstum gibt Anlass zu Hoffnungen. Hier sollte es für Balda künftig auch darum gehen, bessere Margen zu erzielen, um wieder Geld zu verdienen. Die anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden das Unternehmen und seine Aktionäre noch einige Zeit begleiten; allerdings überwiegen hier meines Erachtens die Chancen, die sich hieraus für Balda ergeben. Doch selbst wenn es hier zusätzliche Erträge geben sollte, muss der eigentliche Fokus doch auf dem operativen Geschäft liegen. Denn hier muss Balda endlich beweisen, dass sie erfolgreich unternehmerisch tätig sein können. Von einem möglichen Zukauf, den sich Balda ja leisten kann und will, war leider nicht die Rede. Insofern muss man als Aktionär auch hier noch Geduld aufbringen. Diese ist jedoch nach Benjamin Graham ohnehin die oberste Tugend des Investors. Und so bleibt die Erkenntnis, dass sich seit meiner Erstempfehlung wenig getan hat: der Aktienkurs ist annähernd unverändert, die Konten sind nach wie vor prall gefüllt und der mögliche große Zukauf lässt weiter auf sich warten. Die Rechtsstreitigkeiten mit ihren Chancen und Risiken gibt es on Top, doch operativ kommt Balda deutlich voran. Und daher bleibt der Wert weiter auf meiner Empfehlungsliste, denn die Spekulation auf deutliche Kurszuwächse hat weiterhin reichlich Nährboden.
Auf der anderen Seite hingegen kassiert das Unternehmen ebenfalls seine Prognose, in diesem Geschäftsjahr bereits wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Das EBIT werde nämlich von einmaligen Sondereffekten in Höhe von 2,4 Mio. EUR belastet, die "im Wesentlichen" auf Rückstellungen zurückzuführen seien, die aus den anhängigen Klageverfahren resultieren. So wird man von ehemaligen Geschäftspartnern verklagt und fordert selbst Schadensersatz von früheren eigenen Organmitgliedern. Als Konsequenz weist Balda für den Zeitraum Juli 2014 bis März 2015 ein Ergebnis nach Steuern von 4,5 Mio. EUR aus, das damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,4 Mio. EUR liegt und eben "primär auf das geringere Finanz- und Steuerergebnis zurückzuführen" sei.
Entwicklung der operativen Segmente
"Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment Amerika ein Umsatzwachstum um 16,4% auf 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 29,2 Mio. EUR). Mit 1,2 Mio. EUR lag jedoch das EBITDA unter dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. Euro, was ebenfalls auf die einmaligen Sondereffekte zurückzuführen ist. Dies ist auch deutlich im EBIT zu erkennen, das mit -0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von -0,4 Mio. EUR lag. Mit 26,9% steigerte sich das Segment Europa signifikant und verzeichnete nach neun Monaten einen Umsatz von 27,8 Mio. EUR nach 21,9 Mio. EUR im Referenzzeitraum. Das Segment-EBITDA lag mit 1,9 Mio. EUR ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von -0,3 Mio. EUR. Ebenfalls gestiegen ist das operative Ergebnis, Balda erwirtschaftete ein Segment-EBIT von 0,5 Mio. EUR nach -1,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im Bereich Sonstige führten Kosten im Zusammenhang mit der Schließung von einem Tochterunternehmen in Singapur zu einem negativen EBITDA von -0,3 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR in der Vergleichsperiode."
Fazit
Die operativen Fortschritte sind beeindruckend, insbesondere das starke Umsatzwachstum gibt Anlass zu Hoffnungen. Hier sollte es für Balda künftig auch darum gehen, bessere Margen zu erzielen, um wieder Geld zu verdienen. Die anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden das Unternehmen und seine Aktionäre noch einige Zeit begleiten; allerdings überwiegen hier meines Erachtens die Chancen, die sich hieraus für Balda ergeben. Doch selbst wenn es hier zusätzliche Erträge geben sollte, muss der eigentliche Fokus doch auf dem operativen Geschäft liegen. Denn hier muss Balda endlich beweisen, dass sie erfolgreich unternehmerisch tätig sein können. Von einem möglichen Zukauf, den sich Balda ja leisten kann und will, war leider nicht die Rede. Insofern muss man als Aktionär auch hier noch Geduld aufbringen. Diese ist jedoch nach Benjamin Graham ohnehin die oberste Tugend des Investors. Und so bleibt die Erkenntnis, dass sich seit meiner Erstempfehlung wenig getan hat: der Aktienkurs ist annähernd unverändert, die Konten sind nach wie vor prall gefüllt und der mögliche große Zukauf lässt weiter auf sich warten. Die Rechtsstreitigkeiten mit ihren Chancen und Risiken gibt es on Top, doch operativ kommt Balda deutlich voran. Und daher bleibt der Wert weiter auf meiner Empfehlungsliste, denn die Spekulation auf deutliche Kurszuwächse hat weiterhin reichlich Nährboden.
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Montag, 11. Mai 2015
Aurelius will noch mehr Erfolg und noch glücklichere Aktionäre
Aurelius, die Münchner Beteiligungsgesellschaft, lädt am 15. Juni zur Hauptversammlung und will dabei die Weichen für einen noch größeren Erfolg legen. Dazu soll die AG in eine KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) umgewandelt werden, deren voll haftende Gesellschafterin eine SE (Aktiengesellschaft europäischen Rechts) wird. Dieser vorgeschlagene Formwechsel der Gesellschaft soll die strukturellen Voraussetzungen schaffen, damit eine schnelle Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Organe erhalten bleibt und Aurelius auch in Zukunft erfolgreiche Unternehmenstransaktionen durchführen kann. Er soll zudem die strukturellen Voraussetzungen legen, um wesentlich beteiligten Aktionären einen unmittelbaren Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsgremiums zu ermöglichen, welches die Unternehmensführung bestellt und kontrolliert.
Für den einzelnen Aktionär, der sich an einem erfolgreichen Business beteiligen will, ändert sich nicht wirklich etwas: er kann weiterhin Aktien über die Börse kaufen und verkaufen und er erhält weiterhin einen Anspruch auf seinen Teil des Unternehmensgewinns. Eine ausführliche Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen des Rechtsformwechsels sowie der künftigen Beteiligung der Aktionäre wird der vom Vorstand erstellte Umwandlungsbericht enthalten, der den Aktionären zugänglich gemacht wird. Eine der bekanntesten KGaAs Deutschlands ist übrigens Persil-Hersteller Henkel.
Neben diesen Plänen sollen die Aktionäre aber noch einer Reihe weiterer Maßnahmen zustimmen. Natürlich der angekündigten Rekord-Dividende von 2,00 EUR je Aktie, das dürfte kaum Widerspruch ernten. Dann möchte der Vorstand neues Eigenkapital genehmigt bekommen und zwar die Erneuerung und Erhöhung des Genehmigten Kapitals auf bis zu 15,84 Mio. EUR. Damit soll der zulässige Umfang von 50 Prozent des Grundkapitals ausgeschöpft werden, damit die Gesellschaft auch künftig in der Lage wäre, bei Bedarf ihre Eigenmittel umfassend zu verstärken. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss wird dabei auf max. 20 Prozent des Grundkapitals begrenzt. Das ist schon eine gewaltige Summe, die natürlich nicht einfach so eingefordert wird, sondern nur, wenn Aurelius entsprechende lukrative Käufe im Visier hat. Und alleine die Tatsache, dass der Vorstand hier den gesetzlich maximal zulässigen Rahmen ausschöpfen möchte zeigt, dass die Ankündigungen, die Deal-Pipeline sei prall gefüllt, wohl keine Worthülsen sind, sondern sich schnell konkretisieren könnten. Bedenkt man, dass Aurelius seit ihrem Bestehen ihr eingesetztes Eigenkapital mit jedem Deal im Durchschnitt mehr als verachtfacht hat, sollte niemanden eine mögliche Kapitalausweitung diesen Umfangs einschüchtern. Im Gegenteil...
Doch der Vorstand möchte auch zwei direkt wirkende Maßnahmen von den Aktionären genehmigt bekommen. Zum einen möchte man die im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien einziehen, also vernichten. Das heißt, dass das Grundkapital sinkt und jede ausstehende Aktie einen größeren Anteil am Unternehmen und am Gewinn darstellt. Für die Aurelius-Aktionäre also eine gute Nachricht. Schaut man sich dann noch die aktuellen Zahlen des Aktienrückkaufs an, wären Begeisterungsbekundungen durchaus angesagt: es wurden insgesamt 279.998 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 31,884 EUR erworben. Der Schlusskurs vom Freitag lag fast exakt 11 EUR je Aktie höher, so dass der Rückkauf und die Einziehung der Aktien für Aurelius-Aktionäre einen Mehrwert von knapp über 3 Mio. EUR erbracht haben wird.
Doch damit nicht genug. Aurelius schlägt vor, gleich wieder ein weiteres Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und der Erfolg der bisherigen Rückkäufe und ihre elektrisierende Wirkung auf den Aktienkurs dürften hier die Anlegerherzen höher schlagen lassen.
Unter dem Strich sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen sich für das Unternehmen und den Aktienkurs positiv auswirken und die nach wie vor glänzenden Rahmenbedingungen im Private Equity Business lassen mich auch weiterhin optimistisch auf den Top-Performer meiner Empfehlungsliste blicken, der nach zweieinhalb Jahren eine stolze Rendite von mehr als 300 Prozent aufweist. Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen hat sich das eingesetzte Kapital seitdem also mehr als vervierfacht.Und ein Ende der Erfolgsstory ist nicht abzusehen...
Für den einzelnen Aktionär, der sich an einem erfolgreichen Business beteiligen will, ändert sich nicht wirklich etwas: er kann weiterhin Aktien über die Börse kaufen und verkaufen und er erhält weiterhin einen Anspruch auf seinen Teil des Unternehmensgewinns. Eine ausführliche Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen des Rechtsformwechsels sowie der künftigen Beteiligung der Aktionäre wird der vom Vorstand erstellte Umwandlungsbericht enthalten, der den Aktionären zugänglich gemacht wird. Eine der bekanntesten KGaAs Deutschlands ist übrigens Persil-Hersteller Henkel.
Neben diesen Plänen sollen die Aktionäre aber noch einer Reihe weiterer Maßnahmen zustimmen. Natürlich der angekündigten Rekord-Dividende von 2,00 EUR je Aktie, das dürfte kaum Widerspruch ernten. Dann möchte der Vorstand neues Eigenkapital genehmigt bekommen und zwar die Erneuerung und Erhöhung des Genehmigten Kapitals auf bis zu 15,84 Mio. EUR. Damit soll der zulässige Umfang von 50 Prozent des Grundkapitals ausgeschöpft werden, damit die Gesellschaft auch künftig in der Lage wäre, bei Bedarf ihre Eigenmittel umfassend zu verstärken. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss wird dabei auf max. 20 Prozent des Grundkapitals begrenzt. Das ist schon eine gewaltige Summe, die natürlich nicht einfach so eingefordert wird, sondern nur, wenn Aurelius entsprechende lukrative Käufe im Visier hat. Und alleine die Tatsache, dass der Vorstand hier den gesetzlich maximal zulässigen Rahmen ausschöpfen möchte zeigt, dass die Ankündigungen, die Deal-Pipeline sei prall gefüllt, wohl keine Worthülsen sind, sondern sich schnell konkretisieren könnten. Bedenkt man, dass Aurelius seit ihrem Bestehen ihr eingesetztes Eigenkapital mit jedem Deal im Durchschnitt mehr als verachtfacht hat, sollte niemanden eine mögliche Kapitalausweitung diesen Umfangs einschüchtern. Im Gegenteil...
Doch der Vorstand möchte auch zwei direkt wirkende Maßnahmen von den Aktionären genehmigt bekommen. Zum einen möchte man die im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien einziehen, also vernichten. Das heißt, dass das Grundkapital sinkt und jede ausstehende Aktie einen größeren Anteil am Unternehmen und am Gewinn darstellt. Für die Aurelius-Aktionäre also eine gute Nachricht. Schaut man sich dann noch die aktuellen Zahlen des Aktienrückkaufs an, wären Begeisterungsbekundungen durchaus angesagt: es wurden insgesamt 279.998 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 31,884 EUR erworben. Der Schlusskurs vom Freitag lag fast exakt 11 EUR je Aktie höher, so dass der Rückkauf und die Einziehung der Aktien für Aurelius-Aktionäre einen Mehrwert von knapp über 3 Mio. EUR erbracht haben wird.
Doch damit nicht genug. Aurelius schlägt vor, gleich wieder ein weiteres Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und der Erfolg der bisherigen Rückkäufe und ihre elektrisierende Wirkung auf den Aktienkurs dürften hier die Anlegerherzen höher schlagen lassen.
Unter dem Strich sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen sich für das Unternehmen und den Aktienkurs positiv auswirken und die nach wie vor glänzenden Rahmenbedingungen im Private Equity Business lassen mich auch weiterhin optimistisch auf den Top-Performer meiner Empfehlungsliste blicken, der nach zweieinhalb Jahren eine stolze Rendite von mehr als 300 Prozent aufweist. Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen hat sich das eingesetzte Kapital seitdem also mehr als vervierfacht.Und ein Ende der Erfolgsstory ist nicht abzusehen...
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Börsenweisheit der Woche 19/2015
"Wenn wir wieder bei Zinssätzen ankommen, die normal sind, sehen diese Aktienpreise hoch aus. Wenn die Zinssätze auf diesem Niveau bleiben, sehen Aktien billig aus."
(Warren Buffett)
(Warren Buffett)
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Freitag, 8. Mai 2015
Jungheinrich bleibt mit Vollgas auf Rekordkurs
Nachdem die Hamburger Jungheinrich AG, weltweit drittgrößter Hersteller von Flurförderfahrzeugen, Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt und dabei und Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT erzielt hatte, wurde im ersten Quartal weiter mächtig Gas gegeben.
Der Auftragseingangswert lag bei 666 Mio. EUR und legte damit um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu, während der stückzahlbezogene Auftragseingang sogar noch deutlicher um 20 Prozent auf 24.500 Fahrzeuge zulegte. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 31. März 2015 mit 451 Mio. EUR um 14 Prozent über dem Vorjahreswert.
Alle Geschäftsbereiche trugen zum starken Wachstum bei, so dass der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 620 Mio. EUR stieg. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland wuchsen um 3 Prozent und die Umsatzerlöse außerhalb Europas um 9 Prozent. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz lag unverändert bei 10 Prozent, während sich die Auslandsquote von 74 auf 75 Prozent erhöhte.
Um das Wachstum weiterführen zu können, investiert Jungheinrich auch stetig in neue Mitarbeiter und hat im 1. Quartal seine Personalkapazität insbesondere im Vertrieb in Europa weiter ausgebaut. So waren zum 31. März konzernweit 12.740 Mitarbeiter und damit 191 mehr als zum Jahresende 2014 beschäftigt.
Nicht ganz unwesentlich für ein Unternehmen ist allerdings auch, was am Ende unter dem Strich übrig bleibt - gerade die Aktionäre freuen sich über Gewinne. Der Jungheinrich-Konzern hat sein EBIT im 1. Quartal um 5 Prozent auf 42,3 Mio EUR (Vorjahr: 40,2) steigern können. Die Umsatzrendite betrug 6,8 Prozent und lag damit nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert von 7,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich sogar um 7 Prozent auf 27,6 Mio. EUR, so dass dem entsprechend das Ergebnis je Vorzugsaktie im 1. Quartal einen Wert von 0,84 EUR erreichte (Vorjahr: 0,79 EUR).
Jungheinrich belegt mit diesen starken Zahlen, dass der Wachstumskurs unbeirrt fortgesetzt wird und dies weiterhin sehr profitabel. Dem avisierten Umsatzziel von 3 Mrd. EUR im Jahr 2017 kommt das Unternehmen einen weiteren großen Schritt näher und die positive Auftragsentwicklung in den ersten Monaten lässt das nächste erfolgreiche Jahr für Jungheinrich erwarten. Folgerichtig wurde kürzlich die Dividende deutlich um 0,18 EUR erhöht, und zwar auf 0,98 EUR je Stammaktie und 1,04 EUR je Vorzugsaktie. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um 21 Prozent und die Ausschüttung erfolgt am Tag nach dem Beschluss durch die Hauptversammlung am 19. Mai.
Jungheinrich ist ein börsennotiertes Family Business und wächst unaufgeregt und leise. Dafür allerdings stark und erfolgreich, so dass der Wert folgerichtig auf meiner Empfehlungsliste steht. Der jüngste Kursrücksetzer bietet eine hervorragende Einstiegs- und Nachkaufchance für langfristig orientierte Anleger, die auf Qualität mit profitablem Wachstum setzen wollen.
Alle Geschäftsbereiche trugen zum starken Wachstum bei, so dass der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 620 Mio. EUR stieg. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland wuchsen um 3 Prozent und die Umsatzerlöse außerhalb Europas um 9 Prozent. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz lag unverändert bei 10 Prozent, während sich die Auslandsquote von 74 auf 75 Prozent erhöhte.
Um das Wachstum weiterführen zu können, investiert Jungheinrich auch stetig in neue Mitarbeiter und hat im 1. Quartal seine Personalkapazität insbesondere im Vertrieb in Europa weiter ausgebaut. So waren zum 31. März konzernweit 12.740 Mitarbeiter und damit 191 mehr als zum Jahresende 2014 beschäftigt.
Nicht ganz unwesentlich für ein Unternehmen ist allerdings auch, was am Ende unter dem Strich übrig bleibt - gerade die Aktionäre freuen sich über Gewinne. Der Jungheinrich-Konzern hat sein EBIT im 1. Quartal um 5 Prozent auf 42,3 Mio EUR (Vorjahr: 40,2) steigern können. Die Umsatzrendite betrug 6,8 Prozent und lag damit nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert von 7,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich sogar um 7 Prozent auf 27,6 Mio. EUR, so dass dem entsprechend das Ergebnis je Vorzugsaktie im 1. Quartal einen Wert von 0,84 EUR erreichte (Vorjahr: 0,79 EUR).
Jungheinrich belegt mit diesen starken Zahlen, dass der Wachstumskurs unbeirrt fortgesetzt wird und dies weiterhin sehr profitabel. Dem avisierten Umsatzziel von 3 Mrd. EUR im Jahr 2017 kommt das Unternehmen einen weiteren großen Schritt näher und die positive Auftragsentwicklung in den ersten Monaten lässt das nächste erfolgreiche Jahr für Jungheinrich erwarten. Folgerichtig wurde kürzlich die Dividende deutlich um 0,18 EUR erhöht, und zwar auf 0,98 EUR je Stammaktie und 1,04 EUR je Vorzugsaktie. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um 21 Prozent und die Ausschüttung erfolgt am Tag nach dem Beschluss durch die Hauptversammlung am 19. Mai.
Jungheinrich ist ein börsennotiertes Family Business und wächst unaufgeregt und leise. Dafür allerdings stark und erfolgreich, so dass der Wert folgerichtig auf meiner Empfehlungsliste steht. Der jüngste Kursrücksetzer bietet eine hervorragende Einstiegs- und Nachkaufchance für langfristig orientierte Anleger, die auf Qualität mit profitablem Wachstum setzen wollen.
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Donnerstag, 7. Mai 2015
Schmeißt Buffett die Rückversicherungsaktien aus seinem Depot?
Warren Buffett ist der drittreichste Mensch der Welt und er liebt Versicherungen, denn sie spülen seiner Investmentholding Berkshire Hathaway nahezu zinslos Unmengen an Cash auf's Konto, das der Meister dann gewinnbringend investieren kann. Doch diese Symbiose bekommt Risse...
In Berkshires Portfolio schlummern einige Versicherungen, die meisten davon sind nicht (mehr) börsennotiert. Und wie Genereal Re oder Geico gehören sie ganz oder zum größten Teil Buffett, so dass sie in der Berkshire-Bilanz konsolidiert werden - und Buffett somit Zugriff auf deren Cashflow hat. Dieses ist einer der Geheimnisse von Buffetts schier unnachahmlichem Investmenterfolg, der stets fließende und nicht versiegende Strom an billigen Geldes für seine Investmentideen. Denn die Prämien fließen kontinuierlich und seitens der Kunden als Vorkasse, auszahlen muss die Versicherung erst später, wenn ein Schaden eingetreten ist. In der Zwischenzeit kann die Versicherung, respektive Buffett, mit dem Geld arbeiten und Erträge erwirtschaften.
Und daran wird sich auch nichts ändern! Zwar hat Buffett unlängst sehr kritische Worte über die Rückversicherungsbranche gefunden und dargestellt, dass insbesondere die Hedgefonds den Rückversicherern das Leben schwer machten und es den Rückversicherern die nächsten 10 Jahre nicht so gut gehen werde wie in den vergangenen 30 Jahren. In ihrem Geschäftsfeld hätten sich die Aussichten stark eingetrübt und die Unternehmen könnten nichts dagegen tun, denn der Wettbewerb habe für einen Preisrückgang gesorgt, während die niedrigen Zinsen die Anleihe-Depots unter Druck setzten. Allerdings kann und will er diesen enormen Cashflow nicht stoppen, denn Buffetts große Liebe ist und bleibt das Investieren. Und daher wird Berkshire sich auch nicht von diesen Unternehmen trennen und der Versicherungsbranche treu bleiben. Zuletzt ist Buffett Langzeitinvestor mit einem Anlagehorizont von "ewig" und dass es im Business mal Täler gibt, die auf Gipfel folgen, gehört einfach dazu. Für Buffett ist dies kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen oder hektisch zu agieren. Im Gegenteil: er hat die richtigen Manager in seinem vielen Tochterfirmen, die das operative Geschäft betreiben und sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen.
Also alles im grünen Bereich? Nicht ganz... Denn Buffett hält auch Aktienpakete an Versicherungen, die nur Minderheitsbeteiligungen darstellen und ihm eben nicht den Vorteil des direkten Zugriffs auf den Geldstrom erlauben. Diese sind also für ihn reine Finanzbeteiligungen, die er aufgrund ihrer langfristigen Wachstumsperspektiven, ihrer attraktiven Bewertung und ihrer hohen und steigenden Dividenden erworben hat. Zu diesen Finanzbeteiligungen zählen die Swiss Re und die Munich RE, der größte Rückversicherer der Welt. Und da Buffett ein rein sachlich orientierter Investor ist, wäre es nur konsequent, wenn er sich von diesen nun trennen würde. Denn Berkshire Hathaway weist eine große Ballung im Finanzsektor auf, bei Banken, aber eben noch viel stärker im Versicherungsbereich. Gerät die Branche nun in schwierigeres Fahrwasser, kann und wird die die Investmentholding insgesamt betreffen. Und Buffetts Regel Nummer 1 lautet: "Verliere kein Geld!". Noch liegt er mit seinen Investments in diesem Bereich weit vorne, aber die sich immer weiter zuspitzende Situation in der Branche kann zu einem echten Flaschenhals werden, wenn zu viele Investoren zur gleichen Zeit aussteigen wollen. Daher würde es mich nicht wundern, wenn Buffett bereits auf der Verkäuferseite wäre und der Abgabedruck bei der Munich Re seit der Dividendenzahlung auch hierauf mit zurückzuführen sein könnte. Immerhin hält Buffett rund 11 Prozent der Aktien.
Vielleicht wissen wir in wenigen Tagen schon, ob Buffett bereits Munich Re-Aktien verkauft hat, denn er muss seine Handelsaktivitäten der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC melden und diese werden dann veröffentlicht. Dies beinhaltet zwar nicht die außeramerikanischen Positionen, aber nicht selten gibt Buffetts begleitende Interviews und ich denke, die Versicherungsbranche wird hier einer besonderen Betrachtung unterzogen werden, weil Anleger rund um den Globus wissen wollen, wie Buffett mit der Situation umgeht. Und oft Berkshire Hathaway selbst trotz des großen Versicherungsanteils eine krisenfeste Anlage bleibt.
Berkshire Hathaway befindet sich weiterhin auf meiner Empfehlungsliste, allerdings momentan nur noch als Halteposition.
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27.04.2015 Deutsche Lebensversicherungsbranche ist die riskanteste der Welt!
02.02.2015 Einfach gedacht: Value Trap Rückversicherungsaktien?
15.01.2015 Einfach gedacht: Lebensversicherungen sind die pure Geldverschwendung
02.12.2014 Einfach gedacht: Versicherungsaktien: Renditen runter, Risiko rauf
27.08.2013 Einfach gedacht: Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
08.11.2012 Dividendenwerte schlagen Lebensversicherungen!
In Berkshires Portfolio schlummern einige Versicherungen, die meisten davon sind nicht (mehr) börsennotiert. Und wie Genereal Re oder Geico gehören sie ganz oder zum größten Teil Buffett, so dass sie in der Berkshire-Bilanz konsolidiert werden - und Buffett somit Zugriff auf deren Cashflow hat. Dieses ist einer der Geheimnisse von Buffetts schier unnachahmlichem Investmenterfolg, der stets fließende und nicht versiegende Strom an billigen Geldes für seine Investmentideen. Denn die Prämien fließen kontinuierlich und seitens der Kunden als Vorkasse, auszahlen muss die Versicherung erst später, wenn ein Schaden eingetreten ist. In der Zwischenzeit kann die Versicherung, respektive Buffett, mit dem Geld arbeiten und Erträge erwirtschaften.
Und daran wird sich auch nichts ändern! Zwar hat Buffett unlängst sehr kritische Worte über die Rückversicherungsbranche gefunden und dargestellt, dass insbesondere die Hedgefonds den Rückversicherern das Leben schwer machten und es den Rückversicherern die nächsten 10 Jahre nicht so gut gehen werde wie in den vergangenen 30 Jahren. In ihrem Geschäftsfeld hätten sich die Aussichten stark eingetrübt und die Unternehmen könnten nichts dagegen tun, denn der Wettbewerb habe für einen Preisrückgang gesorgt, während die niedrigen Zinsen die Anleihe-Depots unter Druck setzten. Allerdings kann und will er diesen enormen Cashflow nicht stoppen, denn Buffetts große Liebe ist und bleibt das Investieren. Und daher wird Berkshire sich auch nicht von diesen Unternehmen trennen und der Versicherungsbranche treu bleiben. Zuletzt ist Buffett Langzeitinvestor mit einem Anlagehorizont von "ewig" und dass es im Business mal Täler gibt, die auf Gipfel folgen, gehört einfach dazu. Für Buffett ist dies kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen oder hektisch zu agieren. Im Gegenteil: er hat die richtigen Manager in seinem vielen Tochterfirmen, die das operative Geschäft betreiben und sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen.
Also alles im grünen Bereich? Nicht ganz... Denn Buffett hält auch Aktienpakete an Versicherungen, die nur Minderheitsbeteiligungen darstellen und ihm eben nicht den Vorteil des direkten Zugriffs auf den Geldstrom erlauben. Diese sind also für ihn reine Finanzbeteiligungen, die er aufgrund ihrer langfristigen Wachstumsperspektiven, ihrer attraktiven Bewertung und ihrer hohen und steigenden Dividenden erworben hat. Zu diesen Finanzbeteiligungen zählen die Swiss Re und die Munich RE, der größte Rückversicherer der Welt. Und da Buffett ein rein sachlich orientierter Investor ist, wäre es nur konsequent, wenn er sich von diesen nun trennen würde. Denn Berkshire Hathaway weist eine große Ballung im Finanzsektor auf, bei Banken, aber eben noch viel stärker im Versicherungsbereich. Gerät die Branche nun in schwierigeres Fahrwasser, kann und wird die die Investmentholding insgesamt betreffen. Und Buffetts Regel Nummer 1 lautet: "Verliere kein Geld!". Noch liegt er mit seinen Investments in diesem Bereich weit vorne, aber die sich immer weiter zuspitzende Situation in der Branche kann zu einem echten Flaschenhals werden, wenn zu viele Investoren zur gleichen Zeit aussteigen wollen. Daher würde es mich nicht wundern, wenn Buffett bereits auf der Verkäuferseite wäre und der Abgabedruck bei der Munich Re seit der Dividendenzahlung auch hierauf mit zurückzuführen sein könnte. Immerhin hält Buffett rund 11 Prozent der Aktien.
Vielleicht wissen wir in wenigen Tagen schon, ob Buffett bereits Munich Re-Aktien verkauft hat, denn er muss seine Handelsaktivitäten der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC melden und diese werden dann veröffentlicht. Dies beinhaltet zwar nicht die außeramerikanischen Positionen, aber nicht selten gibt Buffetts begleitende Interviews und ich denke, die Versicherungsbranche wird hier einer besonderen Betrachtung unterzogen werden, weil Anleger rund um den Globus wissen wollen, wie Buffett mit der Situation umgeht. Und oft Berkshire Hathaway selbst trotz des großen Versicherungsanteils eine krisenfeste Anlage bleibt.
Berkshire Hathaway befindet sich weiterhin auf meiner Empfehlungsliste, allerdings momentan nur noch als Halteposition.
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Dienstag, 5. Mai 2015
Datagroup mit starken Margen und Ergebnisexplosion
Datagroup ist eine meiner ältesten Empfehlungen, denn bereits Ende 2012 stellte ich die "IT-Holding mit Cloud-Phantasie" hier vor. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen, auch durch Firmenübernahmen, und hat nun Zahlen für seines erstes Geschäftshalbjahr mitgeteilt. Und die sind höchst erfreulich für die Anleger.
Die jüngsten Erfolge lassen auch für die Dividende Gutes erwarten. Allerdings müssen sich Anleger hier noch eine ganze Zeit gedulden, denn die letzte Dividendenausschüttung liegt gerade mal ein paar Wochen zurück und betrug 20 Cents. Die nächste Ausschüttung dürfte Ende März erfolgen und vermutlich deutlich über diesem Betrag liegen.
Datagroup befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und Anleger können guten Gewissens bei diesem Nebenwert engagiert bleiben und auf weitere Erfolge setzen, denn Datagroup wächst stark und wird dabei noch profitabler.
"In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014/2015 verbuchte DATAGROUP einen Ergebnissprung. Bei einem Umsatz von 78,4 Mio. EUR (Vj. 79,1 Mio. EUR ) konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 7,3 Mio. EUR gesteigert werden (Vj. 6,1 Mio. EUR vor a.o. Aufwendungen). Die EBITDA-Marge lag mit 9,3% erheblich über dem Vorjahreswert (7,8% vor a.o. Aufwendungen). Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg stark von 3,3 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr (+37,5%). Unter dem Strich stand ein Periodenüberschuss in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Das bedeutet ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 33 Cent, das ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert lag (Vj. 13 Cent vor a.o. Aufwendungen)."Der IT-Dienstleister konzentriert sich zunehmend auf hochmargige IT-Services und Dank der jüngsten Auftragsgewinne aus der CORBOX-Vertriebsoffensive sollte das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte weiter stark steigen, so dass der Vorstand für das Gesamtjahr ein Rekord-EBITDA erwartet.
Die jüngsten Erfolge lassen auch für die Dividende Gutes erwarten. Allerdings müssen sich Anleger hier noch eine ganze Zeit gedulden, denn die letzte Dividendenausschüttung liegt gerade mal ein paar Wochen zurück und betrug 20 Cents. Die nächste Ausschüttung dürfte Ende März erfolgen und vermutlich deutlich über diesem Betrag liegen.
Datagroup befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und Anleger können guten Gewissens bei diesem Nebenwert engagiert bleiben und auf weitere Erfolge setzen, denn Datagroup wächst stark und wird dabei noch profitabler.
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Montag, 4. Mai 2015
Samstag, 2. Mai 2015
Buffetts Berkshire Hathaway läuft und läuft und läuft...
Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway macht gerade Schlagzeilen, denn an diesem Wochenende pilgern wieder zigtausende von begeisterten Anhängern und Aktionären nach Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, um dem jährlichen Aktionärstreffen mit dem "Orakel von Omaha" beizuwohnen. Und diesen Mal ist es etwas ganz Besonderes, denn es jährt sich das 50. Jahr des Einstiegs von Buffett und Charlie Munger in das Unternehmen. Und der unvergleichliche Aufstieg des einstigen, von der Pleite bedrohten Textilunternehmens zur teuersten Aktie der Welt (215.800 US-Dollar).
Dieses "Woodstock für Reiche" ist aber nicht nur ein Riesenspektakel, wo es auch viele Produkte der Buffett-Firmen zu kaufen gibt, sondern es wurden am Rande auch die Zahlen für das abgelaufene 1. Geschäftsquartal bekannt gegeben. Und die zeigen mal wieder, weshalb Buffett der Großmeister der Investoren ist und bleibt: denn unterm Strich verdiente Berkshire Hathaway 5,16 Mrd. USD und damit 10 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 48,64 Mrd. USD.
Berkshire Hathaway hält ein Portfolio von über 80 Tochterfirmen und Aktienpakete an Großkonzernen wie Coca-Cola, IBM, Wells Fargo, American Express und Walmart. Im März hatte Buffett gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G die Fusion der US-Lebensmittelriesen Heinz Ketchup und Kraft Foods eingefädelt und neben den börsennotierten Aktiengesellschaften tragen auch immer mehr nicht-börsennotierte Unternehmen zum Erfolg bei, wie Duracell, See's Candies, BH Energy oder auch der Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe, dessen Gewinn um 44 Prozent auf gut eine Milliarde USD kletterte.
Viele dieser Unternehmen sind absolute Quality Investments und man kann nur an ihrem Erfolg partizipieren, wenn man in Berkshire Hathaway investiert. Die börsennotierten Gesellschaften hingegen kann man auch einzeln erwerben. Da Buffett regelmäßig über seine Transaktionen berichtet, ist es nicht schwer, seine Investments nachzuvollziehen. Doch bevor alle Transaktionen des ersten Quartals bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) bekannt gegeben werden mittels des Formulars 13-F, müssen wir uns noch etwas gedulden. Nur so viel hat Buffett schon vorab verraten: auch im ersten Quartal hat er weitere Aktien von IBM hinzugekauft, die inzwischen zu den mit Abstand vier größten Positionen in seinem Portfolio gehören. Dazu passend dürfte Buffett sich über die jüngste Ankündigung IBMs freuen, die Quartalsdividende das zwanzigste Jahr in Folge anzuheben. Und zwar um weitere 18 Prozent bzw. 20 Cents auf 1,30 USD je Aktie.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt ein Basisinvestment für alle langfristig orientierten Anleger.
Dieses "Woodstock für Reiche" ist aber nicht nur ein Riesenspektakel, wo es auch viele Produkte der Buffett-Firmen zu kaufen gibt, sondern es wurden am Rande auch die Zahlen für das abgelaufene 1. Geschäftsquartal bekannt gegeben. Und die zeigen mal wieder, weshalb Buffett der Großmeister der Investoren ist und bleibt: denn unterm Strich verdiente Berkshire Hathaway 5,16 Mrd. USD und damit 10 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 48,64 Mrd. USD.
Berkshire Hathaway hält ein Portfolio von über 80 Tochterfirmen und Aktienpakete an Großkonzernen wie Coca-Cola, IBM, Wells Fargo, American Express und Walmart. Im März hatte Buffett gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G die Fusion der US-Lebensmittelriesen Heinz Ketchup und Kraft Foods eingefädelt und neben den börsennotierten Aktiengesellschaften tragen auch immer mehr nicht-börsennotierte Unternehmen zum Erfolg bei, wie Duracell, See's Candies, BH Energy oder auch der Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe, dessen Gewinn um 44 Prozent auf gut eine Milliarde USD kletterte.
Viele dieser Unternehmen sind absolute Quality Investments und man kann nur an ihrem Erfolg partizipieren, wenn man in Berkshire Hathaway investiert. Die börsennotierten Gesellschaften hingegen kann man auch einzeln erwerben. Da Buffett regelmäßig über seine Transaktionen berichtet, ist es nicht schwer, seine Investments nachzuvollziehen. Doch bevor alle Transaktionen des ersten Quartals bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) bekannt gegeben werden mittels des Formulars 13-F, müssen wir uns noch etwas gedulden. Nur so viel hat Buffett schon vorab verraten: auch im ersten Quartal hat er weitere Aktien von IBM hinzugekauft, die inzwischen zu den mit Abstand vier größten Positionen in seinem Portfolio gehören. Dazu passend dürfte Buffett sich über die jüngste Ankündigung IBMs freuen, die Quartalsdividende das zwanzigste Jahr in Folge anzuheben. Und zwar um weitere 18 Prozent bzw. 20 Cents auf 1,30 USD je Aktie.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt ein Basisinvestment für alle langfristig orientierten Anleger.
Donnerstag, 30. April 2015
WCM oder wie Milliardäre Milliarden machen
WCM hat eine bewegte Börsenvergangenheit. Man war mal kurz davor, in den DAX aufzusteigen, doch dann verhob man sich beim Versuch, die Commerzbank zu übernehmen. Das war vor vielen Jahren, noch weit vor der Bankenkrise, und die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG engagierte sich damals hauptsächlich im Bereich der Wohnimmobilien und der Firmenbeteiligungen. Dann folgte die Pleite, WCM war jahrelang ein Börsenmantel ohne Inhalt. Fast jedenfalls. Denn in diesem Börsenmantel schlummerten inzwischen Verlustvorträge in Milliardenhöhe und daher ist es nicht verwunderlich, dass der Milliardär Karl Ehlerding, der schon früher hinter WCM stand, alles daran setzte, WCM durch die Klippen der Insolvenz zu lotsen und ihr wieder neues Leben einzuhauchen. Auch mittels eines Kapitalschnitts und späterer Kapitalerhöhung. Dabei blieb Ehlerding nicht alleine, denn die Aussicht, zukünftige Gewinne in großem Stil steuerfrei einfahren zu können, ist einfach zu verlockend.
WCM und das dritte Leben
Im Dezember 2014 fiel dann der Startschuss, die erste großangelegte Kapitalerhöhung wurde in Angriff genommen und zu 1,30 EUR betrieb das Unternehmen seine Wiederauferstehung. Künftig wird man sich allerdings weder an Wohnimmobilien versuchen, noch an Firmenbeteiligungen, der neue Fokus liegt im Bereich der Gewerbe- und Einzelhandelsimmobilien. Hier erkennt WCM noch einen erheblichen Nachholbedarf in Deutschland und lukrative Investmentperspektiven. Denn die Steuerfreiheit der Gewinne bringt ja nur etwas, wenn zuvor auch Gewinne erwirtschaftet wurden. Und wie man Ehlerding kennt, dürfen diese Gewinne ruhig üppig ausfallen. Ehlerding und weitere Betuchte zogen bei der Kapitalerhöhung voll mit und nicht nur das: sie brachten auch eigenes Immobilienvermögen mit ein und dieses wurde gegen WCM Aktien getauscht, wobei diese mit 2,70 EUR bewertet wurden. Also mehr als doppelt so hoch, wie damals der Aktienkurs notierte, aber entsprechend einem Wertgutachten, das eben die Verlustvorträge mit diesem Wert ansetze. Ein großer Vertrauensbeweis Ehlerdings in "seine" neue WCM und ein Signal an alle potenziellen Investoren, sich die WCM mal wieder ernsthaft anzusehen.
Frisches Personal, frische Ideen
Zur operativen Umsetzung der Pläne wurde mit Stavros Efremidis ein absoluter Immobilienprofi ins Boot geholt. Dieser hatte einst die KWG Kommunale Wohnen AG mit Werten gefüllt, und als diese dann von der österreichischen conwert übernommen wurde, freute sich auch KWG-Großaktionär Karl Ehlerding. Aus dieser Verbindung heraus heuerte dann Efremidis bei WCM an und brachte gleich noch zwei Kollegen für die zweite Managementebene mit. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele, denn immerhin will man aus dem Stand ein Immobilienportfolio von 1 Milliarde Euro aufbauen.
Und die Einkaufstour begann...
Zunächst wurden im März drei Gewerbeimmobilien von GE Real Estate erworben im Rahmen eines Share Deals für einen Kaufpreis von 64 Mio. EUR. Die Finanzierung des Erwerbs von 94,9% an den jeweiligen Objektgesellschaften erfolgte durch Mittel aus der erfolgreichen Barkapitalerhöhung sowie durch ein Bankdarlehen. Der Erwerb der drei Büroimmobilien sowie einer Industrieimmobilie in Bremerhaven, der bereits im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, führen bei der WCM AG zu Mieteinnahmen von etwa 5,9 Mio. EUR im Jahr.
Im April wurde dann eine Büroimmobilie in Berlin Mitte zugekauft. Der Nettokaufpreis beträgt 22 Mio. EUR, bzw. rund 2.290 EUR pro qm. Der Vollzug der Transaktion wird für August 2015 erwartet.
Nur wenige Tage später sicherte sich WCM durch eine vorvertragliche Vereinbarung den Erwerb eines Gewerbeportfolios von 16 Objekten mit einer Mietfläche von insgesamt circa 88.500 qm, die sich hälftig im Rhein-Main-Gebiet und in Dresden befinden. Die Miet-Anfangsrendite auf den Nettokaufpreis von 116 Mio. EUR beträgt 8%, der Vermietungsstand liegt derzeit bei rund 91% und die durchschnittliche Restmietlaufzeit beträgt 5 Jahre. Der Vollzug dieser Transaktion ist für Oktober 2015 vorgesehen.
Und am Dienstag wurde ein Portfolio bestehend aus Einzelhandelsimmobilien mit 29 EDEKA-Supermärkten übernommen für einen Nettokaufpreis von 95 Mio. EUR. Die Mietanfangsrendite liegt bei 7% und die Mietvertragslaufzeit beträgt 15 Jahre.
Mit diesen Maßnahmen hat WCM sein Gesamtportfolio innerhalb weniger Tage auf 315 Mio. EUR verdreifacht und seine Mieteinnahmen auf 24 Mio. EUR pro Jahr. Und ist dem Ziel eines Bestandes von 1 Milliarde Euro mit Riesenschritten näher gekommen.
Starkes Wachstum braucht frisches Kapital
Der Aktienkurs hat diese Erfolge kräftig honoriert und die Aktie notiert aktuell bei 2,55 EUR, also etwa doppelt so hoch, wie zur Kapitalerhöhung im Dezember. Und da sind wir beim Stichwort: Kapitalerhöhung. Denn das rasante Wachstum kann WCM nicht mit Bordmitteln bestreiten und auch nicht alleine über Bankdarlehen. Das war von vornherein klar und wird seit dem Neustart auch regelmäßig so kommuniziert vom Vorstand. Die Aktionäre dürfen sich bei der anstehenden Hauptversammlung also nicht nur auf Äußerungen zur weiteren Wachstumsstrategie freuen, sondern auch auf Details zu einer deutlichen Kapitalerhöhung. Das dürfte jedoch kaum jemanden schrecken, nach einer Kursverdopplung in weniger als einem halben Jahr. Vor allem, weil es keine Kapitalerhöhung "auf blauen Dunst" sein wird, sondern ja konkrete Projekte damit finanziert werden sollen. Und genehmigt hatte bereits die Hauptversammlung im Dezember ein mehr als ausreichendes Kapital, von dem der Vorstand jetzt "nur" Gebrauch machen muss. Alles wussten schon damals, worauf sie sich einlassen. Und es läuft prächtig...
Dank riesiger Verlustvorträge winken steuerfreie Gewinne
Die erzielten Anfangsrenditen sind jedenfalls attraktiv und lassen vermuten, dass es bald Gewinne geben wird, die den hohen Verlustvortrag von rund 272 Mio. EUR bei der Körperschaftssteuer und 250 Mio. EUR bei der Gewerbesteuer abzuschmelzen beginnen. Und dann gibt es noch ein steuerliches Einlagenkonto von 1,3 Mrd. EUR, das für die zukünftigen Dividenden in Anspruch genommen werden kann. Was bedeutet, dass diese an die Aktionäre ohne Steuerabzug ausgekehrt werden - und erst beim Verkauf der Aktien mit zu versteuern sind (der Einstiegskurs wird um die Dividendenzahlungen reduziert). Und Dividenden, die will WCM künftig ausschütten, das hat Ehlerding von Anfang an klar gemacht. Die erste Ausschüttung dürfen die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2015 erwarten, also im Jahr 2016. Und wenn WCM in diesem Tempo weiter macht, dann ist man dem Ziel eines Immobilienbestands von 1 Milliarde Euro bis dahin noch sehr viel näher gekommen.
WCM ist eine Turnaround-Spekulation wert
WCM ist eine Spekulation auf das Gespür des Milliardärs Karl Ehlerding und auf das Können des Vorstandschefs Stavros Efremidis, weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen. Beide sind signifikant an WCM beteiligt und Efremidis hält noch Optionen, die mit steigenden Aktienkursen immer mehr Wert werden. Und es schadet freien Aktionären selten, wenn sie auf den Eigennutz der Großaktionäre und Vorstände setzen. Denn diese verdienen nur, wenn WCM und damit die Kleinaktionäre auch verdienen. Die Steuerfreiheit der Gewinne ist dabei für die Gesellschaft und die Aktionäre ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Auch wenn es um Übernahmen geht, die mit WCM-Aktien bezahlt werden könnten. Ich habe mir jedenfalls einige WCM-Aktien ins Depot gelegt und werde den Wert auf meine Empfehlungsliste setzen.
WCM und das dritte Leben
Im Dezember 2014 fiel dann der Startschuss, die erste großangelegte Kapitalerhöhung wurde in Angriff genommen und zu 1,30 EUR betrieb das Unternehmen seine Wiederauferstehung. Künftig wird man sich allerdings weder an Wohnimmobilien versuchen, noch an Firmenbeteiligungen, der neue Fokus liegt im Bereich der Gewerbe- und Einzelhandelsimmobilien. Hier erkennt WCM noch einen erheblichen Nachholbedarf in Deutschland und lukrative Investmentperspektiven. Denn die Steuerfreiheit der Gewinne bringt ja nur etwas, wenn zuvor auch Gewinne erwirtschaftet wurden. Und wie man Ehlerding kennt, dürfen diese Gewinne ruhig üppig ausfallen. Ehlerding und weitere Betuchte zogen bei der Kapitalerhöhung voll mit und nicht nur das: sie brachten auch eigenes Immobilienvermögen mit ein und dieses wurde gegen WCM Aktien getauscht, wobei diese mit 2,70 EUR bewertet wurden. Also mehr als doppelt so hoch, wie damals der Aktienkurs notierte, aber entsprechend einem Wertgutachten, das eben die Verlustvorträge mit diesem Wert ansetze. Ein großer Vertrauensbeweis Ehlerdings in "seine" neue WCM und ein Signal an alle potenziellen Investoren, sich die WCM mal wieder ernsthaft anzusehen.
Frisches Personal, frische Ideen
Zur operativen Umsetzung der Pläne wurde mit Stavros Efremidis ein absoluter Immobilienprofi ins Boot geholt. Dieser hatte einst die KWG Kommunale Wohnen AG mit Werten gefüllt, und als diese dann von der österreichischen conwert übernommen wurde, freute sich auch KWG-Großaktionär Karl Ehlerding. Aus dieser Verbindung heraus heuerte dann Efremidis bei WCM an und brachte gleich noch zwei Kollegen für die zweite Managementebene mit. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele, denn immerhin will man aus dem Stand ein Immobilienportfolio von 1 Milliarde Euro aufbauen.
Und die Einkaufstour begann...
Zunächst wurden im März drei Gewerbeimmobilien von GE Real Estate erworben im Rahmen eines Share Deals für einen Kaufpreis von 64 Mio. EUR. Die Finanzierung des Erwerbs von 94,9% an den jeweiligen Objektgesellschaften erfolgte durch Mittel aus der erfolgreichen Barkapitalerhöhung sowie durch ein Bankdarlehen. Der Erwerb der drei Büroimmobilien sowie einer Industrieimmobilie in Bremerhaven, der bereits im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, führen bei der WCM AG zu Mieteinnahmen von etwa 5,9 Mio. EUR im Jahr.
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Starkes Wachstum braucht frisches Kapital
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Dank riesiger Verlustvorträge winken steuerfreie Gewinne
Die erzielten Anfangsrenditen sind jedenfalls attraktiv und lassen vermuten, dass es bald Gewinne geben wird, die den hohen Verlustvortrag von rund 272 Mio. EUR bei der Körperschaftssteuer und 250 Mio. EUR bei der Gewerbesteuer abzuschmelzen beginnen. Und dann gibt es noch ein steuerliches Einlagenkonto von 1,3 Mrd. EUR, das für die zukünftigen Dividenden in Anspruch genommen werden kann. Was bedeutet, dass diese an die Aktionäre ohne Steuerabzug ausgekehrt werden - und erst beim Verkauf der Aktien mit zu versteuern sind (der Einstiegskurs wird um die Dividendenzahlungen reduziert). Und Dividenden, die will WCM künftig ausschütten, das hat Ehlerding von Anfang an klar gemacht. Die erste Ausschüttung dürfen die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2015 erwarten, also im Jahr 2016. Und wenn WCM in diesem Tempo weiter macht, dann ist man dem Ziel eines Immobilienbestands von 1 Milliarde Euro bis dahin noch sehr viel näher gekommen.
WCM ist eine Turnaround-Spekulation wert
WCM ist eine Spekulation auf das Gespür des Milliardärs Karl Ehlerding und auf das Können des Vorstandschefs Stavros Efremidis, weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen. Beide sind signifikant an WCM beteiligt und Efremidis hält noch Optionen, die mit steigenden Aktienkursen immer mehr Wert werden. Und es schadet freien Aktionären selten, wenn sie auf den Eigennutz der Großaktionäre und Vorstände setzen. Denn diese verdienen nur, wenn WCM und damit die Kleinaktionäre auch verdienen. Die Steuerfreiheit der Gewinne ist dabei für die Gesellschaft und die Aktionäre ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Auch wenn es um Übernahmen geht, die mit WCM-Aktien bezahlt werden könnten. Ich habe mir jedenfalls einige WCM-Aktien ins Depot gelegt und werde den Wert auf meine Empfehlungsliste setzen.
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Mittwoch, 29. April 2015
Leifheit hebt die Prognose an - schon wieder!
Der Haushaltsgerätehersteller Leifheit fiel zuletzt mit einem starken Kurseinbruch auf, weil sich sein bisheriger Mehrheitseigentümer von seinen Anteilspaket verabschiedet und dieses zu 49 EUR bei institutionellen Investoren abgeladen hatte. Heute nun präsentierte Leifheit vorläufige Zahlen für das erste Quartal und die zeigen, weshalb die Neueigentümer so beherzt zugegriffen haben.
Leifheit hat im ersten Quartal 2015 ein EBIT von 7,5 Mio. EUR erzielt (4,0 Mio.), wobei das um das Fremdwährungsergebnis bereinigte EBIT 4,3 Mio. EUR (3,9 Mio.) beträgt. Das Fremdwährungsergebnis liegt aufgrund der Dollarentwicklung zum Quartalsende bei 3,2 Mio EUR (0,1 Mio.). Operativ konnte Leifheit also 10 Prozent besser abschneiden als im letzten Jahr und der starke Dollar pusht das Ergebnis nachhaltig. Nachdem das Unternehmen gegen Ende letzten Jahres deshalb bereits mehrfach seine Prognosen anheben musste, scheint es hier eine Tradition entwickeln zu wollen. Denn vor dem Hintergrund der EBIT-Entwicklung im ersten Quartal hat Leifheit heute die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2015 angepasst: unter der Prämisse eines im Vergleich zum 31. März 2015 unveränderten US Dollarkurses zum Jahresende erwartet Leifheit nun eine Steigerung des EBIT auf etwa 19 bis 20 Mio EUR, nachdem bisher von einem Konzernergebnis in Höhe des bereinigten Vorjahresergebnisses (16,4 Mio EUR) ausgegangen wurde. Die Umsatzprognose für das Jahr 2015 bleibt unverändert: auf Konzernebene erwartet Leifheit ein Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent.
Die Geschäfte laufen also rund unter dem neuen Vorstandschef und die Fokussierungsstrategie trägt Früchte. Hinzu kommt ein mehr als erfreulicher Währungseffekt aus der Dollarstärke und schenkt man den Prognosen von Goldman Sachs Glauben, soll der Euro in diesem Jahr noch auf die Parität zurückfallen. Ein Abwärtspotenzial vom aktuellen Niveau von etwa 10 Prozent. Und das würde sich dann zusätzlich positiv in den Leifheit-Zahlen niederschlagen und man darf schon heute spekulieren, wann die nächste Prognoseanhebung kommen wird. Doch zunächst steht am 21. Mai die Hauptversammlung an und Anleger freuen sich auf die erhöhte Dividende von 1,80 je Anteilsschein. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 50 EUR immerhin eine stolze Dividendenrendite von 3,6%. Und ein weiteres Argument für einen Kauf von Leifheit-Aktien.
Leifheit befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und Langfristanleger bleiben an Bord. Sie setzen auf weiterhin steigende Gewinne, Kurse und Dividenden.
Leifheit hat im ersten Quartal 2015 ein EBIT von 7,5 Mio. EUR erzielt (4,0 Mio.), wobei das um das Fremdwährungsergebnis bereinigte EBIT 4,3 Mio. EUR (3,9 Mio.) beträgt. Das Fremdwährungsergebnis liegt aufgrund der Dollarentwicklung zum Quartalsende bei 3,2 Mio EUR (0,1 Mio.). Operativ konnte Leifheit also 10 Prozent besser abschneiden als im letzten Jahr und der starke Dollar pusht das Ergebnis nachhaltig. Nachdem das Unternehmen gegen Ende letzten Jahres deshalb bereits mehrfach seine Prognosen anheben musste, scheint es hier eine Tradition entwickeln zu wollen. Denn vor dem Hintergrund der EBIT-Entwicklung im ersten Quartal hat Leifheit heute die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2015 angepasst: unter der Prämisse eines im Vergleich zum 31. März 2015 unveränderten US Dollarkurses zum Jahresende erwartet Leifheit nun eine Steigerung des EBIT auf etwa 19 bis 20 Mio EUR, nachdem bisher von einem Konzernergebnis in Höhe des bereinigten Vorjahresergebnisses (16,4 Mio EUR) ausgegangen wurde. Die Umsatzprognose für das Jahr 2015 bleibt unverändert: auf Konzernebene erwartet Leifheit ein Umsatzwachstum von zwei bis drei Prozent.
Die Geschäfte laufen also rund unter dem neuen Vorstandschef und die Fokussierungsstrategie trägt Früchte. Hinzu kommt ein mehr als erfreulicher Währungseffekt aus der Dollarstärke und schenkt man den Prognosen von Goldman Sachs Glauben, soll der Euro in diesem Jahr noch auf die Parität zurückfallen. Ein Abwärtspotenzial vom aktuellen Niveau von etwa 10 Prozent. Und das würde sich dann zusätzlich positiv in den Leifheit-Zahlen niederschlagen und man darf schon heute spekulieren, wann die nächste Prognoseanhebung kommen wird. Doch zunächst steht am 21. Mai die Hauptversammlung an und Anleger freuen sich auf die erhöhte Dividende von 1,80 je Anteilsschein. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 50 EUR immerhin eine stolze Dividendenrendite von 3,6%. Und ein weiteres Argument für einen Kauf von Leifheit-Aktien.
Leifheit befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und Langfristanleger bleiben an Bord. Sie setzen auf weiterhin steigende Gewinne, Kurse und Dividenden.
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Steico bleibt weiter erfolgreich auf Wachstumskurs
Der Hersteller ökologischer Bauprodukte Steico konnte das vergangene Jahr erfolgreich abschließen und der Gewinn je Aktie von 0,38 auf 0,46 EUR steigern. Dabei konnte mit einem Umsatz von 174,7 Mio. EUR erneut ein zweistelliges Wachstum generiert und die Position als Weltmarktführer bei Holzfaser-Dämmstoffen deutlich ausgebaut werden, vermeldet das Unternehmen. Aufgrund des weiterhin anhaltenden Preisdrucks entwickelten sich das EBITDA und EBIT jedoch leicht unterproportional. Der Konzernjahresüberschuss konnte hingegen um 20,4% auf 5,9 Mio. EUR zulegen (Vorjahr 4,9 Mio. EUR), was insbesondere auf positive Effekte aus der Umstrukturierung der Konzernfinanzierung zurückzuführen sei. Der höhere Jahresüberschuss soll aber nicht zu einer Anhebung der Dividende führen, weil Steico große Investitionen in die Zukunft tätigt. Mithin werden erneut 0,12 EUR je Aktie ausgekehrt, also gut 1,5 Mio. EUR insgesamt. Die Dividendenrendite liegt also knapp oberhalb von 2% - kein Reißer, aber auch nicht zu verachten.
Ausblick
Das erste Quartal des laufenden Jahres verlief für Steico sehr zufriedenstellend. So konnte der Steico-Konzern seinen Umsatz erneut ausweiten und mit 44,8 Mio. EUR eine neue Höchstmarke für ein erstes Quartal ausweisen. Aufgrund des harten Preiswettbewerbs bei Holzfaser-Dämmstoffen konnte die EBIT-Marge jedoch nicht mithalten und fiel auf 3,7% (4,3%). Auch sind die Ergebnisse u.a. durch gestiegene sonstige betriebliche Erträge, höhere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen beeinflusst, doch die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sich die entsprechenden Positionen im weiteren Jahresverlauf normalisieren werden. Folgerichtig strebt der Konzern unter der Annahme, dass die Inbetriebnahme der neuen Furnierschichtholzanlage planmäßig verläuft, für 2015 ein Umsatzwachstum sowie eine Steigerung von EBITDA und EBIT im oberen einstelligen Prozentbereich an.
Mit einem erwarteten 10er KGV für 2016 und den Zahlen des erfolgreichen ersten Quartals im Rücken, können sich Aktionäre auf ein Fortsetzen der Erfolgsstory von Steico freuen. Allerdings sind die Börsenumsätze weiterhin gering und die Aktie vor allem für langfristig orientierte Anleger geeignet, die auf einen dauerhaften operativen Erfolg des Unternehmens setzen. Der Nebenwert ist jedenfalls in einer Wachstumsbranche tätig und hat in den vergangenen Jahren beweisen, dass er klug und umsichtig agiert. Das Vertrauen der Aktionäre in ihr Unternehmen sollte sich also auch künftig auszahlen.
Steico befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Ausblick
Das erste Quartal des laufenden Jahres verlief für Steico sehr zufriedenstellend. So konnte der Steico-Konzern seinen Umsatz erneut ausweiten und mit 44,8 Mio. EUR eine neue Höchstmarke für ein erstes Quartal ausweisen. Aufgrund des harten Preiswettbewerbs bei Holzfaser-Dämmstoffen konnte die EBIT-Marge jedoch nicht mithalten und fiel auf 3,7% (4,3%). Auch sind die Ergebnisse u.a. durch gestiegene sonstige betriebliche Erträge, höhere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen beeinflusst, doch die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sich die entsprechenden Positionen im weiteren Jahresverlauf normalisieren werden. Folgerichtig strebt der Konzern unter der Annahme, dass die Inbetriebnahme der neuen Furnierschichtholzanlage planmäßig verläuft, für 2015 ein Umsatzwachstum sowie eine Steigerung von EBITDA und EBIT im oberen einstelligen Prozentbereich an.
Mit einem erwarteten 10er KGV für 2016 und den Zahlen des erfolgreichen ersten Quartals im Rücken, können sich Aktionäre auf ein Fortsetzen der Erfolgsstory von Steico freuen. Allerdings sind die Börsenumsätze weiterhin gering und die Aktie vor allem für langfristig orientierte Anleger geeignet, die auf einen dauerhaften operativen Erfolg des Unternehmens setzen. Der Nebenwert ist jedenfalls in einer Wachstumsbranche tätig und hat in den vergangenen Jahren beweisen, dass er klug und umsichtig agiert. Das Vertrauen der Aktionäre in ihr Unternehmen sollte sich also auch künftig auszahlen.
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Dienstag, 28. April 2015
Apple: Iphonemania geht rekordmäßig weiter
Apple hat mal wieder alle Erwartungen übertroffen und bullenstarke Quartalszahlen präsentiert: im Auftaktquartal hat Apple 58 Mrd. USD umgesetzt und dabei 13,6 Mrd. USD Reingewinn erzielt. Der Umsatz fiel ist damit 27% höher ausgefallen als in der Vorjahresperiode, der Reingewinn sogar 33% höher, was auf die nochmals gestiegene Bruttomarge zurückzuführen ist, die von 39,3 auf 40,8% kletterte. Dabei erzielt Apple inzwischen 69 Prozent seines Umsatzes außerhalb der USA und war daher wie viele andere US-Unternehmen von der Dollarstärke negativ beeinflusst.
Hauptgewinnbringer ist und bleibt das iPhone und Apple streicht weiterhin den Löwenanteil aller im Smartphone-Markt erzielten Gewinne ein. Andere, wie Samsung, verkaufen zwar mehr Geräte, verdienen aber kaum etwas daran. Anders Apple. Doch das ist Segen und Fluch zugleich für das wertvollste Unternehmend er Welt, denn die anderen Sparten und Produkte fallen im Vergleich zu diesem Vorzeigeprodukt deutlich ab. Auch sie bringen attraktive Margen, aber die Gewinne reichen bei weitem nicht an die des iPhoes ran. Und auch deshalb ruhen große Hoffnungen auf der Apple Watch, dem ersten neuen Produkt seit Einführung des iPads. Und dessen ABsatz ging weiter deutlich zurück, um fast ein Viertel auf nur noch 12, 6 Mio. Geräte. Die Verkäufe der Mac-Computer legten hingegen um 10% auf 4,56 Mio. Geräte zu und bringen jetzt wieder etwas mehr Umsatz ein als die iPads.
Für Aktionäre will Apple künftig noch mehr tun, denn der Cashberg des Unternehmens schwoll auf 193,5 Mrd. USD an gegenüber 178 Mrd. USD vor drei Monaten. Daher wird das Aktienrückkaufprogramm auf 200 Mrd. USD aufgestockt und die Quartalsdividende von 47 auf 52 Cents angehoben. Seit August 2012 hat Apple eigene Aktien im Wert von 80 Mrd. USD zurückgekauft. Weitere 10 Milliarden waren noch genehmigt. Nun kommen noch einmal 50 Milliarden hinzu, so dass es bis März 2017 insgesamt 140 Mrd. USD gewesen sein werden. Fast schon schizophren mutet daher an, dass Apple hierzu neue Kredite aufnehmen will. Allerdings liegen rund 171 Mrd. USD außerhalb der USA und die müssten bei einer Einführung in die USA mit 35% versteuert werden. Und das will sich Apple und seinen Aktionären ersparen.
Apple ist ein absolutes Quality Investment, denn es verfügt über eine starke Marke, die es ihm ermöglicht, seine Produkte mit enormen Margen zu verkaufen - und davon immer mehr. Der Dow Jones-Wert wird inzwischen mit einem 15er KGV bewertet, also deutlich höher als vor einem Jahr. Was den deutlich gestiegenen Aktienkurs geschuldet ist, der dem ebenfalls starken Zuwächsen beim Gewinn enteilt ist. Doch auch auf diesem Niveau bleibt Apple ein Muss-Investment, denn der enorme Cashflow wird für immer stärke Aktienrückkäufe genutzt, was den Kurs weiter beflügeln wird. Und natürlich auch das Ergebnis je Aktie und die Dividende.
Apple befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Hauptgewinnbringer ist und bleibt das iPhone und Apple streicht weiterhin den Löwenanteil aller im Smartphone-Markt erzielten Gewinne ein. Andere, wie Samsung, verkaufen zwar mehr Geräte, verdienen aber kaum etwas daran. Anders Apple. Doch das ist Segen und Fluch zugleich für das wertvollste Unternehmend er Welt, denn die anderen Sparten und Produkte fallen im Vergleich zu diesem Vorzeigeprodukt deutlich ab. Auch sie bringen attraktive Margen, aber die Gewinne reichen bei weitem nicht an die des iPhoes ran. Und auch deshalb ruhen große Hoffnungen auf der Apple Watch, dem ersten neuen Produkt seit Einführung des iPads. Und dessen ABsatz ging weiter deutlich zurück, um fast ein Viertel auf nur noch 12, 6 Mio. Geräte. Die Verkäufe der Mac-Computer legten hingegen um 10% auf 4,56 Mio. Geräte zu und bringen jetzt wieder etwas mehr Umsatz ein als die iPads.
Für Aktionäre will Apple künftig noch mehr tun, denn der Cashberg des Unternehmens schwoll auf 193,5 Mrd. USD an gegenüber 178 Mrd. USD vor drei Monaten. Daher wird das Aktienrückkaufprogramm auf 200 Mrd. USD aufgestockt und die Quartalsdividende von 47 auf 52 Cents angehoben. Seit August 2012 hat Apple eigene Aktien im Wert von 80 Mrd. USD zurückgekauft. Weitere 10 Milliarden waren noch genehmigt. Nun kommen noch einmal 50 Milliarden hinzu, so dass es bis März 2017 insgesamt 140 Mrd. USD gewesen sein werden. Fast schon schizophren mutet daher an, dass Apple hierzu neue Kredite aufnehmen will. Allerdings liegen rund 171 Mrd. USD außerhalb der USA und die müssten bei einer Einführung in die USA mit 35% versteuert werden. Und das will sich Apple und seinen Aktionären ersparen.
Apple ist ein absolutes Quality Investment, denn es verfügt über eine starke Marke, die es ihm ermöglicht, seine Produkte mit enormen Margen zu verkaufen - und davon immer mehr. Der Dow Jones-Wert wird inzwischen mit einem 15er KGV bewertet, also deutlich höher als vor einem Jahr. Was den deutlich gestiegenen Aktienkurs geschuldet ist, der dem ebenfalls starken Zuwächsen beim Gewinn enteilt ist. Doch auch auf diesem Niveau bleibt Apple ein Muss-Investment, denn der enorme Cashflow wird für immer stärke Aktienrückkäufe genutzt, was den Kurs weiter beflügeln wird. Und natürlich auch das Ergebnis je Aktie und die Dividende.
Apple befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 27. April 2015
Deutsche Lebensversicherungsbranche ist die riskanteste der Welt!
Kapital-Lebensversicherungen sind nach wie vor der Deutschen liebste Geldanlage und nicht Wenige setzen nicht nur für die Altersvorsorge auf dieses Zwitter-Produkt aus Risikoabsicherung und Sparanlage, sondern finanzieren damit sogar ihren Traum vom Eigenheim. Das sollten sie lassen! Dringend! Denn die Katastrophe ist vorprogrammiert und wird für die Versicherten - und die Aktionäre - in etwa so ausgehen, wie die Bankenkrise für Lehman Brothers. Jaja, will keiner hören, ist mir klar. Ändert aber nichts an den Fakten und ich schreibe es trotzdem. Das Schlimmste daran ist, dass es absehbar ist und dass weder die Branche gegensteuert, noch die Regierung handelt. Es wird einfach Vogel-Strauß-Politik betrieben und das Problem ignoriert - sollen sich doch dann in einigen Jahren bitte die Betroffenen selbst kümmern und die dann Regierenden werden dann schon Schuldzuweisungen verteilen können - nur nicht an sich selbst, versteht sich.
Doch weshalb steuert die Branche überhaupt auf diesen finanziellen Abgrund zu? Im Prinzip weiß es jeder und hat es auch schon gehört, aber es will keiner wahrhaben. Es liegt an den dauerhaft niedrigen Zinsen und den von den Versicherungen in der Vergangenheit zugesagten hohen Verzinsungen bzw. garantierten Versicherungsleistungen bei Vertragsablauf. Insbesondere deutsche Lebensversicherer legen ihr Geld bis zu 90% in Staatsanleihen an und da bekommen sie nur mickrige Zinsen - und diese liegen inzwischen deutlich unter dem Garantiezins, den sie ihren Kunden in den 25 und mehr Jahren laufenden Verträgen versprochen haben. Die Lebensversicherer müssen also mehr Zinsen an die Versicherten zahlen, als sie selbst für das gleiche Geld erhalten - und dann müssen sie noch den Vertrieb, die Verwaltung, ihre gesamten Overhead bezahlen. Und natürlich ihre Aktionäre, die vollen Dividenden sehen! Es sollte jedem klar sein, dass ein Geschäftsmodell nicht (mehr) funktioniert, wenn man für jeden ausgegebenen Euro nur 90 Cents einnimmt. Und es kommt noch schlimmer...
Börsenweisheit der Woche 17/2015
"Es gibt nur gelegentlich einen Grund, um sorgfältig ausgewählte Aktien überhaupt zu verkaufen."
(Philip A. Fisher)
(Philip A. Fisher)
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Freitag, 24. April 2015
Microsofts Gewinn steht in den Wolken
Microsoft ist ein taumelnder Software-Riese, aber längst nicht abzuschreiben. Denn seit dem Amtsantritt des neuen CEO Satya Nadella wandelt sich der starre Klotz zu einem flexiblen und an Kundenwünschen ausgerichteten Anbieter mobiler Lösungen. Nadellas Motto "mobile first, cloud first" wird inzwischen vom Unternehmen gelebt und das bringt einen großen Wandel beim Software-Dino mit sich, der sich auch im Zahlenwerk ablesen lässt. So hatten Anleger und Analysten verschnupft auf die vorherigen Quartalszahlen reagiert, denn das Geschäftsmodell für das Erfolgsprodukt Windows wurde umgestellt. Anstelle von Verkaufserlösen soll es nun verschenkt werden, um später an Abo-Gebühren zu verdienen. Dass dieses Modell zukunfts- und gewinnträchtig ist, hat Konkurrent Adobe Systems bereits vorgemacht. Allerdings gab es auch hier eine Übergangszeit, in der zunächst die Gewinne einbrachen, bevor sie sich dann erholten und verstetigten.
Und so sieht es auch bei Microsoft aus, wie der jüngste Quartalsbericht zeigt. In den letzten drei Monaten gab es zunehmende Erfolge im Bereich Cloud, wo mehr Umsätze und Gewinne erzielt wurden, als von Analysten erwartet. Der Umsatz wurde auf 6,3 Mrd. USD mehr als verdoppelt.
Bei Windows gingen Umsätze und Erträge zurück, denn im Vorjahr war durch Beendigung des Supports für das beliebte Windows XP ein erheblicher Zulauf für die aktuellen Versionen des Betriebssystems zu verzeichnen gewesen.
Der Rückgang in der Windows-Sparte konnte durch steigende Umsätze mit Hardware-Produkten ausgeglichen worden, was auch durch die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia begünstigt war, auch wenn hier noch Integrationskosten negativ zu Buche schlugen. Hier kletterte der Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 6% auf 21,7 Mrd. USD. Neben den sich immer besser verkaufenden Lumia-Handys ziehen auch die Verkaufszahlen beim Tablet Surface weiter an und es scheint sich auszuzahlen, dass der noch unter Nadellas Vorgänger Steve Ballmer eingeleitete Wandel von einem reinen Softwareanbieter hin zu einem integrierten Tech-Konzern à la Apple konsequent fortgesetzt wird.
Beim Gewinn blieb unterm Strich insgesamt weniger hängen als im Vorjahr, allerdings deutlich mehr, als erwartet. Der Überschuss sank um 12% verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 4,99 Mrd. USD und der Gewinn je Aktie sank auf 61 Cents (68 Cents). Damit wurden die Erwartungen der Analysten von 51 Cents deutlich vaporisiert. Negativ über alle Spaten hinweg hat sich der starke Dollar ausgewirkt.
Die neue Strategie scheint Früchte zu tragen und das miese Vorquartal könnte nur eine Delle gewesen sein. Langfristig dürfte der Software-Dino zu alter Ertragsstärke zurückfinden und durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder sowie das flexiblere Anpassen an Marktentwicklungen und Kundennachfragen auch seinen Aktionären weiterhin und zunehmend Freude bereiten. Der Dow Jones Wert glänzt zudem mit einer vergleichsweise attraktiven Dividendenrendite und einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm. Stoff, aus dem Kursgewinne und Aktionärsträume gemacht sind. Anleger erfreuen sich weiterhin an diesem "verkannten Value-Investment".
Microsoft befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Und so sieht es auch bei Microsoft aus, wie der jüngste Quartalsbericht zeigt. In den letzten drei Monaten gab es zunehmende Erfolge im Bereich Cloud, wo mehr Umsätze und Gewinne erzielt wurden, als von Analysten erwartet. Der Umsatz wurde auf 6,3 Mrd. USD mehr als verdoppelt.
Bei Windows gingen Umsätze und Erträge zurück, denn im Vorjahr war durch Beendigung des Supports für das beliebte Windows XP ein erheblicher Zulauf für die aktuellen Versionen des Betriebssystems zu verzeichnen gewesen.
Der Rückgang in der Windows-Sparte konnte durch steigende Umsätze mit Hardware-Produkten ausgeglichen worden, was auch durch die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia begünstigt war, auch wenn hier noch Integrationskosten negativ zu Buche schlugen. Hier kletterte der Umsatz im dritten Geschäftsquartal um 6% auf 21,7 Mrd. USD. Neben den sich immer besser verkaufenden Lumia-Handys ziehen auch die Verkaufszahlen beim Tablet Surface weiter an und es scheint sich auszuzahlen, dass der noch unter Nadellas Vorgänger Steve Ballmer eingeleitete Wandel von einem reinen Softwareanbieter hin zu einem integrierten Tech-Konzern à la Apple konsequent fortgesetzt wird.
Beim Gewinn blieb unterm Strich insgesamt weniger hängen als im Vorjahr, allerdings deutlich mehr, als erwartet. Der Überschuss sank um 12% verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 4,99 Mrd. USD und der Gewinn je Aktie sank auf 61 Cents (68 Cents). Damit wurden die Erwartungen der Analysten von 51 Cents deutlich vaporisiert. Negativ über alle Spaten hinweg hat sich der starke Dollar ausgewirkt.
Die neue Strategie scheint Früchte zu tragen und das miese Vorquartal könnte nur eine Delle gewesen sein. Langfristig dürfte der Software-Dino zu alter Ertragsstärke zurückfinden und durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder sowie das flexiblere Anpassen an Marktentwicklungen und Kundennachfragen auch seinen Aktionären weiterhin und zunehmend Freude bereiten. Der Dow Jones Wert glänzt zudem mit einer vergleichsweise attraktiven Dividendenrendite und einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm. Stoff, aus dem Kursgewinne und Aktionärsträume gemacht sind. Anleger erfreuen sich weiterhin an diesem "verkannten Value-Investment".
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Starbucks mit weiterem Koffeein-Schub beim Gewinn
Die Kaffeehauskette Starbucks hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss Zahlen für das zweites Quartal des Geschäftsjahres 2015 präsentiert und seinen ambitionierten Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 18% auf 4,56 Mrd. USD und lag damit über den Erwartungen, während der Gewinn um 16% auf 495 Mio. USD (427 Mio. im Vorjahr) zulegen konnte. Unterm Strich bleiben 0,28 USD je Aktie, was die Erwartungen der Analysten genau traf.
Weltweit stieg der "vergleichbare" Umsatz um 7% bei einem globalen Gästezuwachs von 2%. In den Filialen, die in den letzten 13 Monaten eröffnet wurden, stiegen die Umsätze gar um 7%, was zeigt, dass Starbucks mit seinem Konzept die Kundenwünsche trifft. Dabei setzt das Unternehmen auf individuell gestaltete Räumlichkeiten vor Ort, was auch gerade in China und Japan dem Wachstum auf die Sprünge hilft.
Der Ausblick für das nächste Quartal ist ebenfalls erfreulich. So will Starbucks hier 40 bis 41 Cents je Aktie verdienen, ebenfalls deutlich über den Werten des Vorjahres.
Starbucks ist ein absolutes Quality Investment. Das rasante Wachstumstempo rechtfertigt eine im Vergleich höhere Bewertung und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Kaffeehauskette ist bisher hauptsächlich in den USA präsent, wo sich die große Mehrheit ihrer 22.088 Geschäfte befindet, doch die 210 neu hinzugekommenen Filialen finden sich hauptsächlich in Asien und Europa. Die globale Expansionsstrategie geht voll auf und nicht zulasten der Gewinne! Das unterscheidet Starbucks von vielen anderen Wachstumswerten, denn hier ist das schnelle Wachstum höchst profitabel. Das liegt auch daran, das Starbucks es versteht, nicht mehr nur Kaffee in den Abendstunden zu verkaufen, sondern auch andere Produkte und zu anderen Zeiten. Neben dem Wachstum über weitere Filialen wächst Starbucks also auch "intern". Und vermittelt als Marke weiterhin ein Lifestyle-Gefühl, dem sich immer weniger Menschen rund um den Globus entziehen können. Trotz oder gerade wegen der höheren Preise, die man bei Starbucks bezahlen muss. Für Aktionäre weiterhin tolle Perspektiven.
Starbucks befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Weltweit stieg der "vergleichbare" Umsatz um 7% bei einem globalen Gästezuwachs von 2%. In den Filialen, die in den letzten 13 Monaten eröffnet wurden, stiegen die Umsätze gar um 7%, was zeigt, dass Starbucks mit seinem Konzept die Kundenwünsche trifft. Dabei setzt das Unternehmen auf individuell gestaltete Räumlichkeiten vor Ort, was auch gerade in China und Japan dem Wachstum auf die Sprünge hilft.
Der Ausblick für das nächste Quartal ist ebenfalls erfreulich. So will Starbucks hier 40 bis 41 Cents je Aktie verdienen, ebenfalls deutlich über den Werten des Vorjahres.
Starbucks ist ein absolutes Quality Investment. Das rasante Wachstumstempo rechtfertigt eine im Vergleich höhere Bewertung und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Kaffeehauskette ist bisher hauptsächlich in den USA präsent, wo sich die große Mehrheit ihrer 22.088 Geschäfte befindet, doch die 210 neu hinzugekommenen Filialen finden sich hauptsächlich in Asien und Europa. Die globale Expansionsstrategie geht voll auf und nicht zulasten der Gewinne! Das unterscheidet Starbucks von vielen anderen Wachstumswerten, denn hier ist das schnelle Wachstum höchst profitabel. Das liegt auch daran, das Starbucks es versteht, nicht mehr nur Kaffee in den Abendstunden zu verkaufen, sondern auch andere Produkte und zu anderen Zeiten. Neben dem Wachstum über weitere Filialen wächst Starbucks also auch "intern". Und vermittelt als Marke weiterhin ein Lifestyle-Gefühl, dem sich immer weniger Menschen rund um den Globus entziehen können. Trotz oder gerade wegen der höheren Preise, die man bei Starbucks bezahlen muss. Für Aktionäre weiterhin tolle Perspektiven.
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Donnerstag, 23. April 2015
KKR ist zurück in der Erfolgsspur
Der von Henry Kravis und George Roberts geführte US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR) hat Zahlen für das erste Quartal 2015 vorgelegt und die sind deutlich besser ausgefallen als von den Analysten erwartet wurde. Das Economic Net Income, das unrealisierte Buchgewinne beinhaltet, fiel zwar auf 526 Mio. US-Dollar und damit um 5,1 Prozent ggü. dem Vorjahreswert, allerdings lag es mit 62 Cents je Aktie über der Konsenserwartung der Anlysten von 60 Cents.
Dabei hat KKR wie auch seine Mitbewerber Apollo Global Management LLC und Carlyle Group LP nach wie vor mit der schwierigen Lage im Öl- und Gassektor zu kämpfen - hier ist die Blackstone Group L.P. besser positioniert, weil sie bisher (noch) gering in diesem Bereich engagiert ist. Allerdings hat sich der Sektor für KKR durchaus stabilisiert, denn das vierte Quartal 2014 hatte den Gewinn aufgrund von Abschreibungen massiv negativ beeinträchtigt. Ein Effekt, der nur noch leicht im Ergebnis dieses Quartals zu spüren ist, denn andere Bereiche konnten dies mehr als überkompensieren.
Bei den Verkäufen von Vermögenswerten und Beteiligungen legte KKR um 16 Prozent zu. Insbesondere die Verkäufe von Fotolia an Adobe Systems, Big Heart Pet Brands, Alliance Boots GmbH, die an Walgreen Co. ging, oder Nielsen NV spülten hohe Gewinne in KKRs Kassen. Aber auch die Veräußerung von weiteren Kion-Anteilen, die sich auch im zweiten Quartal noch fortsetzten und inzwischen zu einem Komplettverkauf geführt haben. Und KKR geht davon aus, dass seine Pipeline für 2015 noch "robust" gefüllt ist.
Die jüngsten Erfolge sollen auch wieder den Aktionären zugute kommen und die am 18. Mai auszuschüttende Quartalsdividende soll auf 46 US-Cents angehoben werden (Ex-Dividendentag ist der 30. April). Und KKRs Dividendenhistorie kann sich sehen lassen:
2012: 0,32 / 0,15 / 0,13 / 0,24 = 0,84 USD p.a.
2013: 0,70 / 0,27 / 0,42 / 0,23 = 1,62 USD p.a.
2014: 0,48 / 0,43 / 0,67 / 0,45 = 2,03 USD p.a
2015: 0,35 / 0,46
Wie man erkennt, konnte KKR nicht wie üblich im Schlussquartal glänzen, so dass die Vorjahresdividende auf Rekordniveau wohl in diesem Jahr nicht erreicht werden wird. Dennoch bietet KKR & Co. auf dem aktuellen Kursniveau von 22 EUR eine Dividendenrendite deutlich jenseits der 7% bei einem vergleichsweise geringen KGV von um die 10. Damit ist KKR weiterhin sehr attraktiv bewertet, was auch damit zusammenhängt, dass die Aktie in diesem Jahr - auf Dollarbasis - noch nicht recht vom Fleck kam. In EUR gesehen schlagen hier allerdings die Währungsgewinne zu Buche, so dass sich schon eine ansehnliche Rendite ergibt. Vor allem unter Berücksichtigung der hohen Dividendenausschüttungen.
Anleger sollten KKR nicht abschreiben, sondern an schwachen Tagen eher weiter zukaufen. Solange sich die Börsenstimmung nicht deutlich eintrübt, werden die Gewinne der Private Equity Gesellschaft weiter florieren. Und sollte der Ölpreis stärker anziehen, spielt das KKR zusätzlich in die Karten.
KKR & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Dabei hat KKR wie auch seine Mitbewerber Apollo Global Management LLC und Carlyle Group LP nach wie vor mit der schwierigen Lage im Öl- und Gassektor zu kämpfen - hier ist die Blackstone Group L.P. besser positioniert, weil sie bisher (noch) gering in diesem Bereich engagiert ist. Allerdings hat sich der Sektor für KKR durchaus stabilisiert, denn das vierte Quartal 2014 hatte den Gewinn aufgrund von Abschreibungen massiv negativ beeinträchtigt. Ein Effekt, der nur noch leicht im Ergebnis dieses Quartals zu spüren ist, denn andere Bereiche konnten dies mehr als überkompensieren.
Bei den Verkäufen von Vermögenswerten und Beteiligungen legte KKR um 16 Prozent zu. Insbesondere die Verkäufe von Fotolia an Adobe Systems, Big Heart Pet Brands, Alliance Boots GmbH, die an Walgreen Co. ging, oder Nielsen NV spülten hohe Gewinne in KKRs Kassen. Aber auch die Veräußerung von weiteren Kion-Anteilen, die sich auch im zweiten Quartal noch fortsetzten und inzwischen zu einem Komplettverkauf geführt haben. Und KKR geht davon aus, dass seine Pipeline für 2015 noch "robust" gefüllt ist.
Die jüngsten Erfolge sollen auch wieder den Aktionären zugute kommen und die am 18. Mai auszuschüttende Quartalsdividende soll auf 46 US-Cents angehoben werden (Ex-Dividendentag ist der 30. April). Und KKRs Dividendenhistorie kann sich sehen lassen:
2012: 0,32 / 0,15 / 0,13 / 0,24 = 0,84 USD p.a.
2013: 0,70 / 0,27 / 0,42 / 0,23 = 1,62 USD p.a.
2014: 0,48 / 0,43 / 0,67 / 0,45 = 2,03 USD p.a
2015: 0,35 / 0,46
Wie man erkennt, konnte KKR nicht wie üblich im Schlussquartal glänzen, so dass die Vorjahresdividende auf Rekordniveau wohl in diesem Jahr nicht erreicht werden wird. Dennoch bietet KKR & Co. auf dem aktuellen Kursniveau von 22 EUR eine Dividendenrendite deutlich jenseits der 7% bei einem vergleichsweise geringen KGV von um die 10. Damit ist KKR weiterhin sehr attraktiv bewertet, was auch damit zusammenhängt, dass die Aktie in diesem Jahr - auf Dollarbasis - noch nicht recht vom Fleck kam. In EUR gesehen schlagen hier allerdings die Währungsgewinne zu Buche, so dass sich schon eine ansehnliche Rendite ergibt. Vor allem unter Berücksichtigung der hohen Dividendenausschüttungen.
Anleger sollten KKR nicht abschreiben, sondern an schwachen Tagen eher weiter zukaufen. Solange sich die Börsenstimmung nicht deutlich eintrübt, werden die Gewinne der Private Equity Gesellschaft weiter florieren. Und sollte der Ölpreis stärker anziehen, spielt das KKR zusätzlich in die Karten.
KKR & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Leifheit wechselt den Besitzer
Paukenschlag beim Haushaltsgerätehersteller Leifheit: Mehrheitseigentümer HOME Beteiligungen GmbH, die mit 50,49 Prozent am Grundkapital der Leifheit AG beteiligt ist, hat beschlossen, ihre Leifheit-Aktien an mehrere Institutionelle Investoren zu verkaufen. Der Verkauf wird im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens in Form einer Privatplatzierung durchgeführt und soll spätestens am 23. April abgeschlossen sein.
Die Familie Schuler-Voith will damit den zweiten großen Schritt bei der Neuordnung ihres Beteiligungsportfolios vollziehen. Bereits im Sommer 2012 hatte die Familie ihre Anteile an dem Maschinenbauer Schuler AG an die österreichische Andritz-Gruppe verkauft. Schon damals wurden auch Überlegungen über den Verkauf ihrer Leifheit-Anteile angestellt und publiziert und ich hatte damals Leifheit als "solides Investment mit Übernahmephantasie" empfohlen. Eine Übernahme gab es bekanntermaßen bisher nicht, jedoch hat sich das Unternehmen unter neuer Führung prächtig entwickelt und verfolgt konsequent einen Weg des "unaufgeregten soliden Wachstums". Zuletzt hatte man mehrfach die eigenen Jahresprognosen angehoben und ganz starke Zahlen für 2014 präsentiert, wobei man auch enorm von der Dollar-Stärke profitierte.
Die neuen Mehrheitsverhältnisse dürften Leifheit stärker ins Bewusstsein der Anleger rücken und das sollte dem Aktienkurs zumindest nicht schaden. Mit der fokussierten Strategie ist Leifheit auf gutem Kurs und sollte seinen Aktionären auch künftig weiterhin große Freude bereiten. Und die Dividende, die dann am 21. Mai, dem Tag nach der Hauptversammlung, ausgeschüttet wird, steigt auf 1,80 EUR (1,65 EUR). Eine satte Dividendenrendite von 3,5 Prozent. Zunächst stehen am 12. Mai aber Quartalszahlen an und die sollten dem positiven Trend der letzten Monate folgen.
Der heftige Kursrutsch auf knapp 50 EUR sollte für Langfristinvestoren eine attraktive Nachkaufgelegenheit darstellen, denn operativ hat sich die Lage für Leifheit durch den Eigentümerwechsel ja keineswegs verschlechtert.
Leifheit befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
________________________________
!!! Ergänzung vom 23.04.2015
Leifheit vermeldete soeben den Vollzug des Verkaufs an "namhafte europäische Investoren". Das Orderbuch sei "gut überzeichnet" gewesen, was die positive Einschätzung zum Unternehmen widerspiegele. Die Leifheit AG hält 4,97% eigene Anteile. Weitere größere Aktienpakete halten die MKV Verwaltungs GmbH (ca. 10%) sowie Joachim Loh (ca. 8%). Laut Wirtschaftswoche lag der Verkaufspreis bei 49 EUR je Aktie.
Die Familie Schuler-Voith will damit den zweiten großen Schritt bei der Neuordnung ihres Beteiligungsportfolios vollziehen. Bereits im Sommer 2012 hatte die Familie ihre Anteile an dem Maschinenbauer Schuler AG an die österreichische Andritz-Gruppe verkauft. Schon damals wurden auch Überlegungen über den Verkauf ihrer Leifheit-Anteile angestellt und publiziert und ich hatte damals Leifheit als "solides Investment mit Übernahmephantasie" empfohlen. Eine Übernahme gab es bekanntermaßen bisher nicht, jedoch hat sich das Unternehmen unter neuer Führung prächtig entwickelt und verfolgt konsequent einen Weg des "unaufgeregten soliden Wachstums". Zuletzt hatte man mehrfach die eigenen Jahresprognosen angehoben und ganz starke Zahlen für 2014 präsentiert, wobei man auch enorm von der Dollar-Stärke profitierte.
Die neuen Mehrheitsverhältnisse dürften Leifheit stärker ins Bewusstsein der Anleger rücken und das sollte dem Aktienkurs zumindest nicht schaden. Mit der fokussierten Strategie ist Leifheit auf gutem Kurs und sollte seinen Aktionären auch künftig weiterhin große Freude bereiten. Und die Dividende, die dann am 21. Mai, dem Tag nach der Hauptversammlung, ausgeschüttet wird, steigt auf 1,80 EUR (1,65 EUR). Eine satte Dividendenrendite von 3,5 Prozent. Zunächst stehen am 12. Mai aber Quartalszahlen an und die sollten dem positiven Trend der letzten Monate folgen.
Der heftige Kursrutsch auf knapp 50 EUR sollte für Langfristinvestoren eine attraktive Nachkaufgelegenheit darstellen, denn operativ hat sich die Lage für Leifheit durch den Eigentümerwechsel ja keineswegs verschlechtert.
Leifheit befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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!!! Ergänzung vom 23.04.2015
Leifheit vermeldete soeben den Vollzug des Verkaufs an "namhafte europäische Investoren". Das Orderbuch sei "gut überzeichnet" gewesen, was die positive Einschätzung zum Unternehmen widerspiegele. Die Leifheit AG hält 4,97% eigene Anteile. Weitere größere Aktienpakete halten die MKV Verwaltungs GmbH (ca. 10%) sowie Joachim Loh (ca. 8%). Laut Wirtschaftswoche lag der Verkaufspreis bei 49 EUR je Aktie.
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