Freitag, 10. Juli 2015

Apple, it's time to say goodbye!

Ciao, Bella... Letzte Woche hatte ich im Investor-Update bereits angekündigt, dass ich die Aktien von Apple aus meinem Depot geworfen hätte und nun komme ich dazu, dies auch zu begründen - und sie von meiner Empfehlungsliste zu streichen, wo sich die Aktie seit gut einem Jahr befand.

Damals fragte ich mich, ob Apple noch ein Investment wert sei und bei einem (splitbereinigten) Aktienkurs von 61,207 EUR schien dies eindeutig auf der Hand zu liegen - Starinvestor Carl Icahn bezeichnete ein Investment in Apple rückwirkend als sog. "No-Brainer", also als eine Anlage, bei der man absolut nichts falsch machen konnte und das glasklar ersichtlich gewesen sei. Soweit wäre ich nicht gegangen, denn Apple hatte Mitte letzten Jahres einen deutlichen Kurssturz hinter sich - was auch mit ein Grund für meine Kaufempfehlung war. Denn Apple hat auch weiterhin starke Argumente auf seiner Seite und damals eben auch noch eine deutlich niedrigere Bewertung und erheblich mehr Potenzial.

Was damals für Apple sprach - und jetzt nicht mehr
Das iPhone steht für Zweidrittel der Gewinne des Apple-Konzerns und es ist nicht gelungen, diese Abhängigkeit zu reduzieren. Im Gegenteil! Ob iPad oder Apple Watch, das iPhone treibt die Cash-Maschine an und diese läuft auch weiterhin noch ziemlich beeindruckend. Allerdings mehren sich Zweifel, ob dies so bleibt. Denn nach anfänglicher Euphorie in China und Süd-Korea schwächt sich dort der Absatz ab, in Süd-Korea sogar um dramatische 50 Prozent. In China könnte der dortige Börsencrash auch den Absatz hochwertiger Produkte und insbesondere des iPhone negativ beeinflussen und wirklich innovativ kommen die neuen Modelle auch nicht daher. Apple versteht es nicht (mehr), auf dem erreichten sehr hohen Niveau Innovationen zu erschaffen, Apple lebt von seiner Marke, seinem Status. Und wenn man bedenkt, dass Apple fast die gesamten Gewinne im globalen Smartphone-Geschäft einstreicht (92%), obwohl andere viel höhere Marktanteile haben, sieht man das enorme Klumpenrisiko, das für Apple im iPhone schlummert.

Daneben gibt es eine Reihe von weiteren störenden Faktoren: die ständig steigende Verschuldung, trotz der enormen Cashflows. Die sind dem Umstand geschuldet, dass Apple einen Großteil seiner Umsätze und Gewinne außerhalb der USA einfährt und dieses Geld nicht in die USA transferieren kann, weil dann bis zu 30 Prozent an Steuern fällig würden. Für die großen Summen, die für Dividenden und Aktienrückkäufe aufgewendet werden, steht dieses Kapital also nicht zur Verfügung, sondern das Unternehmen nimmt Schulden auf, um sie zu finanzieren. Obwohl der Cash-Berg unter dem Strich weiter wächst. Und auf der anderen Hand bezahlt Apple fast keine Steuern, was nicht nur der EU ein zunehmender Dorn im Auge ist. Hier kann es für Apple mit seinem länderübergreifenden Steuerverschachtelungen noch sehr unangenehm und teuer werden.

 Apple (Quelle: comdirect.de)
Und auch das immer schrillere Trommeln des Star-Investors Carl Icahn, der Apple bei 200 Dollar fair bewertet sieht, gibt mir sehr zu denken. Denn Icahn ist ein extrem aktivistischer Investor und mich beschleicht das Gefühl, dass er eher einen kursschonenden Exit seines großen Aktienpaktes vorbereitet, als dass er Kleinanleger auf eine tolle Gelegenheit hinweisen möchte. Mit anderen Worten: er begibt sich auf die Suche nach Dummen, denen er seine riesige Position andrehen kann. Nun erwarte ich von ihm keine moralischen-ethischen Wunder, er ist schlicht Kapitalist, und wer an der Börse investiert oder spekuliert, muss selbst wissen, was er tut. Aber ich muss ja nicht unbedingt auf ihn hören und wie ein Lemming über die Klippe folgen...

Fazit
Am Ende glaube ich, dass Apple inzwischen mehr als fair bewertet ist und sich seine Zukunftsaussichten ziemlich eingetrübt haben. Jedenfalls gegenüber der Situation vor einem Jahr, als ich zum Einstieg riet. Mit knapp 90 Prozent Rendite - inkl. der Bruttodividenden - war dieses Investment schon herausragend erfolgreich und hat meine Erwartungen weit mehr als erfüllt. Die von mir erwarteten Wert- und Kurssteigerungen sind viel schneller eingetreten, als ich dachte. Und in der Summe der Faktoren ist das Glattstellen der Position dann auch nur konsequent.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Deutsche Rohstoff AG: Wird Wolfram doch noch sexy?

Üblicherweise blickt man mit Grausen auf das Thema Rohstoffe, denn die Preise scheinen seit Jahren nur eine Richtung zu kennen: nach unten. Dies ist den im vergangenen Rohstoff-Hype (zu) stark ausgebauten Kapazitäten der meisten Lagerstätten zuzuschreiben und dem Versuch der großen Produzenten, durch die Beibehaltung der Überkapazitäten trotz stark sinkender Preise die kleineren Wettbewerber aus dem Markt zu drängen. Zu diesen kleinen Mitspielern gehört auch die im Entry Standard notierte Deutsche Rohstoff AG deren Schwerpunkte auf Öl & Gas und sogenannten Hightech-Metalle wie Wolfram, Zinn und Seltene Erden liegen. Das Geschäftsmodell gründet auf der (Wieder-) Erschließung von Vorkommen, die bereits in der Vergangenheit gut erkundet worden sind und alle Projekte befinden sich in politisch stabilen Ländern mit hohen Umweltstandards.

Die Erlöse der DRAG leiden unter dem Preisverfall, der Aktienkurs ebenso. Allerdings nicht immer zurecht, denn die DRAG hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass sie ein gutes Näschen hat. So wurden die Gold-Aktivitäten verkauft, kurz bevor der Goldpreis von seinem Hoch bei 1.900 Dollar auf heute knapp 1.1. Dollar abstürzte. Und Anfang letzten Jahren verkaufte man für rund 200 Mio. Dollar die US-Öl- und Gast-Tochter, während am Ende des Jahres der Ölpreiszusammenbruch um gut 50 Prozent folgte. Seitdem sitzt die DRAG auf einem großen Berg an Cash und investiert diesen klug in Bereiche, die preislich momentan am Boden liegen, auf mittlere und lange Sicht aber große Möglichkeiten versprechen.

 Deutsche Rohstoff (Quelle: comdirect.de)
Wolfram muss man haben
Und damit ist nicht nur die US-Öl- und Gasbranche gemeint, wo der für die DRAG größte Hebel liegt. Sondern unter anderem bei dem so wichtigen Wolfram, das so gut wie in jedem High-Tech-Produkt steckt. Auch hier gibt es einen seit Jahren anhaltenden Preisverfall und die DRAG musste Ende letzten Jahres eine größere Abschreibung auf ihre Wolfram-Aktivitäten vornehmen. Doch sie hat sich clever aus der Affäre gezogen, indem sie ihre eigenen Aktivitäten veräußerte und sich so bei einem größeren Wolfram-Produzenten einkaufte, der auch die Geschäfte in diesem Bereich führt. Die kanadische Altonty Industries, an der die DRAG nun 23,5 Prozent hält, strebt an, zum größten Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas zu werden. Dazu wollte man mit Woulfe Mining fusionieren, der 100%-Eigentümerin des Sangdong Wolfram/Molybdän-Projekts in Südkorea, das über eine abgeschlossene Machbarkeitsstudie und eine sehr große Wolfram-Ressource verfügt. Dieser Versuch scheiterte jedoch und Almonty gab sich mit einem Anteil von 8% zufrieden und einer Wandelschuldverschreibung. Zunächst.

Doch nun der Paukenschlag: Almonty fusionert mit Woulfe Mining im Wege eines Aktientauschs. Die Vereinbarung sieht den Umtausch sämtlicher Woulfe Aktien in Almonty Aktien vor und Woulfe-Aktionäre würden 40,2% am neuen Unternehmen halten. Mit anderen Worten, Almonty wird der Bestimmer mit einem Anteil von 59,8%.

Konditionen
Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang September erwartet und beinhaltet folgende Kernpunkte:

  • Umtausch von 0,1029 Almonty-Aktien pro Woulfe-Aktie. Dies entspricht einem Kurswert von 0,07 CD pro Woulfe-Aktie und damit einem Aufschlag von 16,7% gegenüber dem Kurs vom 6. Juli 2015.
  • Dieses Tauschverhältnis gilt auch für sämtliche ausstehenden Woulfe-Optionen.
  • Woulfe-Verbindlichkeiten und -Wandelschuldverschreibungen bleiben mit ihren bisherigen Bedingungen bestehen.
  • Im Falle eines Nichtzustandekommens der Fusion unter den vereinbarten Bedingungen ist Woulfe Mining Corp. zu einer Zahlung von 770.000 CAD an Almonty verpflichtet.

DRAG-Anteil wird verwässert
Almonty wird im Zuge der Transaktion 34.828.500 neue Aktien begeben. Der Anteil der Deutschen Rohstoff AG an der neuen Gesellschaft wird dann 14.1 Prozent betragen (aktuell 23,5). Das Unternehmen wird damit neben den aktiven Bergwerken Los Santos (Spanien) und Wolfram Camp (Australien) sowie dem Explorationsprojekt Valtreixal (Spanien) Zugriff auf das Sangdong Wolfram-Projekt in Südkorea bekommen, einem der größten unentwickelten Wolfram-Projekte der Welt. Die kürzlich veröffentlichte Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Projekt erfreulich robuste ökonomische Kennzahlen.

Dass der Anteil der DRAG an dem fusionierten Wolfram-Produzenten sinkt, muss nicht traurig stimmen. Das gemeinsame Unternehmen hat eine wesentlich bessere Marktstellung als die beiden alleine und die Perspektiven haben sich somit auch für die DRAG verbessert. Es ist davon auszugehen, dass hier in den nächsten Jahren noch der eine oder andere Euro bzw. Dollar in das Unternehmen fließen muss, um den Abbau zu gewährleisten und hier werden sich für die DRAG noch wieder Chancen bieten, ihren Anteil günstig aufzustocken. Aktuell hält man jedenfalls noch eine Almonty-Wandelschuldverschreibung in Höhe von 7,5 Mio. CAD mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren, die mit 4 Prozent p.a. verzinst wird und von der DRAG ab einem Aktienkurs von 1,45 CAD in Almonty-Aktien umgetauscht werden kann.

Einschätzung
Die Fusion sollte dazu führen, dass die DRAG an einem wettbewerbsfähigen Wolfram-Produzenten maßgeblich beteiligt ist und wenn der Weltmarktpreis für Wolfram seine Talfahrt beendet und bei einer Konjunkturerholung wieder zu steigen beginnt, kann die DRAG auch in dieser Sparte doch noch Erfolge einfahren, die bisher ausgeblieben sind. Doch Rohstoffe sind ein zyklisches Geschäft und der kluge Investor handelt antizyklisch, um große Erfolge einzufahren. Die DRAG hat mehrfach bewiesen, dass sie mit ihrem Kurs sehr gut und erfolgreich fährt und für Anleger sollte sich ein entsprechendes antizyklisches Investment in Aktien der DRAG mittel- und langfristig auszahlen. Die Deutsche Rohstoff AG befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Ich halte sie für deutlich unterbewertet und für einen Top-Pick im Bereich der deutschen Nebenwerte sowie für eine der besten Chancen, um bei einem Wiedererstarken des Ölpreises und anderer Rohstoffe mit von der Partie zu sein.

Dienstag, 7. Juli 2015

WCM platziert Kapitalerhöhung vollständig und startet gleich rasant durch

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG hat einen gewaltigen Kraftakt hinter sich und er ist geglückt: bei ihrer Bezugsrechts-Barkapitalerhöhung wurden alle angebotenen 76.010.706 Aktien zu einem Preis von 2,05 EUR platziert. Das Grundkapital der WCM AG erhöht sich somit um 76.010.706 EUR auf 109.793.244 EUR und WCM flossen brutto insgesamt 155,8 Mio. EUR zu.

Dass die Kapitalerhöhung erfolgreich war, ist schon bemerkenswert, denn immerhin ist die WCM erst seit einem halben Jahr überhaupt wieder operativ tätig, nachdem man eine jahrelange Zeit des wirtschaftlichen Siechtums und eine Pleite hinter sich hatte. Und das Volumen der Kapitalerhöhung war auch nicht von schlechten Eltern, immerhin wurde das Grundkapital um den Faktor 2,25 erhöht (Bezugsverhältnis 4:9).

Alle Aktien platziert - mit Nachhilfe
Dass nicht alle Altaktionäre die Kapitalerhöhung voll mitgehen würden, stand von vornherein fest, denn das Volumen war für viele einfach nicht zu stemmen. Wer für 10.000 EUR Aktien im Depot hatte, hätte bei einem Bezugsverhältnis von 4:9 22.500 EUR an zusätzlichen Mittel aufbringen müssen - insbesondere für Kleinanleger kaum darstellbar. Und so kam als erstes die Meldung über die Platzierung von 67,9% der angebotenen Aktien, die über die Bezugsrechte geordert worden waren. Und obwohl dies nicht überwältigend klang, war doch bereits hier schon klar, dass alle Aktien abgesetzt werden konnten. Denn die Berenberg Bank hatte sich bei der Durchführung der Kapitalerhöhung verpflichtet, bis zu 24,99% aller WCM-Aktien abzunehmen. Wohlgemerkt bezogen auf das Grundkapital nach der Kapitalerhöhung. Und diese Garantie musste nun weitgehend gezogen werden, so dass wie erwartet angekündigt wurde, diese Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung in- und ausländischen Investoren zum Bezugspreis von 2,05 EUR anzubieten. Und über Nacht konnte Vollzug vermeldet werden.

 WCM (Quelle: comdirect.de)
WCM kassiert und investiert
Damit kann WCM durchatmen und durchstarten. Die dringend benötigten Gelder sind nun vorhanden und WCM kann sukzessive die vielen Gewerbeimmobilien, die man in den letzten Wochen akquiriert hatte, auch rechtsverbindlich erwerben. Nachdem bereits vor Kurzem zwei Kaufverträge notariell beurkundet wurden, folgt heute gleich der nächste Zukauf: der Erwerb des Gewerbeportfolios von 16 Objekten im Rhein-Main-Gebiet und in Dresden, der am 24. April angekündigt worden war, wurde nun notariell beurkundet. Verkäufer des Gewerbeportfolios sind zwei dänische Tochtergesellschaften von zwei in Norwegen beheimateten Immobiliengesellschaften. Die 16 Büro- und Einzelhandelsimmobilien haben eine Mietfläche von ca. 88.800 Quadratmetern und weisen einen Vermietungsstand von rund 90 Prozent auf. Die annualisierten Mieteinnahmen betragen rund 9,9 Mio. EUR, so dass sich die Mietrendite auf den Nettokaufpreis sich zum Zeitpunkt der Akquisition bei rund 9 Prozent befindet. Der Nettokaufpreis auf 100%-Basis beträgt rund 113 Mio. EUR und das Closing der Transaktion wird im Oktober 2015 erwartet.

Steuerliche Verlustvorträge bergen Potenzial von 36 Cents je Aktie
Als zusätzliches Bewertungsschmankerl hat WCM noch die üppigen Verlustvorträge sowie das steuerliche Einlagenkonto zu bieten. Als im Dezember 2014 die vorherige Kapitalerhöhung durchgeführt wurde, war das einerseits eine Barkapitalerhöhung und andererseits erfolgte eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen (Immobilienvermögen). Das Gutachten, das den Einbringungspreis feststellte, legte den Wert der Verlustvorträge auf 2,70 EUR je Aktie fest. Die sind noch immer vorhanden, nur wurden sie durch die Kapitalmaßnahmen natürlich verwässert. Zunächst gab WCM 14.441.269 neue Aktien aus, was die Anzahl der Aktien verdoppelte. Zusätzlich wurden 4.900.000 Mio. Aktien im Wege der Sacheinlage bezahlt und nun erfolgte die große Kapitalerhöhung durch Schaffung von weiteren 76.010.706 Aktien. Insgesamt wurden die ursprünglichen 2,70 EUR je Aktie somit auf 0,36 EUR je Aktie verwässert. Um diesen Wert ist WCM bei jedem Peer-Group-Vergleich seinen Mitbewerbern voraus, denn diesen Wert "sieht" man nicht sofort.

Ausblick
WCM zeigt, dass man es ernst meint und die Kapitalerhöhung belegt, dass die Investoren an einen Erfolg glauben. Das Tempo, mit dem WCM sein mittelfristiges Ziel eines Gewerbe-Immobilienbestands von 1 Milliarde Euro angeht, bleibt atemberaubend und durch den Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung kann CEO Stavros Efremidis aus dem Vollen schöpfen. Der Aktienkurs der WCM kann die nächsten Tage noch etwas unter Druck bleiben, bis die massive Kapitalerhöhung verarbeitet ist, weil der eine oder andere Aktionär vielleicht nur auf schnelle Kursgewinne aus war. Die Neuen Aktien sind vom 1. Januar 2015 an gewinnberechtigt und werden voraussichtlich am 8. Juli 2015 in die Notierung für die Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen - und zwar im Prime Standard. Dieser Aufstieg in das höhere Börsensegment bringt nicht nur höhere Publizitätspflichten und mehr Rechte für Aktionäre mit sich, sondern sichert WCM gerade bei institutionellen Investoren aus dem Ausland einen höheren Aufmerksamkeitsgrad. Das mittelfristige Ziel einer SDAX-Aufnahme ist WCM so jedenfalls noch einen Schritt näher gekommen.

WCM befindet auf meiner Empfehlungsliste und dürfte auf absehbare Zeit "die wohl heißeste Spekulation" im deutschen Immobiliensektor bleiben. Für die nächsten Tage und Wochen ist mit einem anhaltend hohen News-Flow zu rechnen, der den Kurs positiv begleiten dürfte.

Montag, 6. Juli 2015

Buffetts Kraft-Akt: Der neue Nahrungsmittel-Gigant heißt Kraft Heinz Co.

Der nicht börsennotierte Ketchup-Hersteller Heinz hat die Übernahme des börsennotierten Mitbewerbers Kraft Foods vollendet und notiert nun unter dem Namen "Kraft Heinz Co." an der Börse. Heinz gehörte zuvor mehrheitlich zu Warren Buffetts Investment-Imperium Berkshire Hathaway und er hatte bei dem damaligen Kauf einen brasilianischen Partner mit an Bord, den Finanzinvestor 3G. Dieser stemmt auch dieses Mal gemeinsam mit Buffett die Übernahme.

Kurz vor Abschluss der Übernahme hatte Buffett seinen Anteil bei Heinz sogar noch aufgestockt, so dass er nun unbestrittener Großaktionär der neuen Kraft Heinz Co. ist. Der Konzern ist mit rund 28 Milliarden Dollar Umsatz in den USA die Nummer 3 und weltweit die Nummer 5 der Branche und ist u.a. bekannt für seine Marken Oscar Mayer, Philadelphia, Velveeta, Maxwell House, Ore-Ida, Jell-O, Kraft Cheese und Heinz Ketchup. Branchen-Primus mit weitem Abstand bleibt der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit rund 95 Milliarden.

Nach der Übernahme halten Berkshire Hathaway und 3G zusammen 51 Prozent der Kraft Heinz Co. und kontrollieren 6 der 11 Sitze des Boards (Aufsichtsrat). Warren Buffett übernimmt einen dieser Sitze, Alex Behring, 3Gs Geschäftsführender Partner wird Vorstandsvorsitzender. Wie vor einigen Jahren auch Heinz, schwächelte Kraft Foods zuletzt operativ und seine Margen begannen, zu erodieren. Daher ist davon auszugehen, dass ein nicht unwesentlicher Teil des Wertschöpfungspotenzials in der neuen KHC aus Synergieeffekten besteht, also Einsparungen.

Die neuen Aktien werden ab dem 6. Juli an der NASDAQ gehandelt und die bisherigen Kraft Foods-Aktionäre erhalten für diese Kraft Heinz-Aktien und eine Extra-Dividende von 10 Milliarden USD in Cash.

Diese Milliarden-Übernahme zeigt einmal mehr, dass Buffett die einfachen Geschäftsmodelle liebt und Unternehmen, deren Produkte die Kunden bei jeder Wirtschaftslage nachfragen werden. Neben Versicherungen und Finanztiteln machen daher Konsumwerte einen nicht unerheblichen Teil seines Portfolios aus.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Börsenweisheit der Woche 27/2015

"Die Zeiten des größten Pessimismus sind die besten Zeiten, um zu kaufen und die Zeiten des äußersten Optimismus sind die besten Zeiten, um zu verkaufen."
(Sir John Templeton)

Freitag, 3. Juli 2015

Investor-Update: Apple, H.P.I. Holding, MAX Automation, MBB

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

- Apple
Nachdem ich mit so einigen Geräten Kunde bei Apple bin und durchaus zufrieden, habe ich schon mit mir gerungen, ob ich die Aktien nicht doch noch im Depot behalten sollte. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt, aber es hat seine Innovationskraft eingebüßt. Einziger Wachstumstreiber und Hoffnungsschimmer bleibt das Iphone, das ist zu wenig. Die Apple Watch ist eher enttäuschend und die Erlöse aus dem Apple-Kosmos (iTunes, Apple Stream) zwar stetig, aber eben auch nicht mehr. Nachdem Carl Icahn so laut für einen Kurs von 200 USD trommelt, stutze ich schon - ich denke, er tut dies nicht aus Nächstenliebe, sondern aus knallhartem Eigeninteresse. Er ist ja mittlerweile Großaktionär bei Apple und Kurs schonend könnte er dort nur aussteigen, wenn andere massiv kaufen.

Sei's drum, ich nehme nach gut einem Jahr fast 90 Prozent Rendite mit und suche mir aussichtsreichere Investmentmöglichkeiten.

- H.P.I. Holding
Hier wurde kurzerhand die nächste stark verwässernde Kapitalerhöhung durchgezogen und in Kombination mit dem seit 2 Jahren vor sich hin siechenden Aktienkurs scheint mir die Zeit reif für einen Verkauf. Nachdem ich mit GEA und M.A.X Automation neue attraktive Zugpferde im Bereich Maschinenbau / Beteiligungsunternehmen im Stall habe, fällt mir der Abschied nicht schwer.

Seit meiner Erstempfehlung im Februar 2012 stehen inkl. der erfolgten Dividendenzahlungen gut 50% bisher an Gewinnen zu Buche, also eine Durchschnittsrendite von 15% p.a. Das ist durchaus ansehnlich und daher das Investment für mich keine Enttäuschung. Allerdings erfolgte der größte Kurszuwachs im ersten Jahr und seither herrscht eher Tristesse.

= MAX Automation
Gerade gekauft, schon die erste Dividende eingefahren, satte 3 Prozent (brutto). Dazu noch der Kursanstieg, so dass mich dieses neue Investment von letzter Woche bereits mit mehr als 10 Prozent nach vorne gebracht hat. Damit ist die Performance etwa doppelt so gut wie bei GEA, meinem anderen Schnäppchen-Kauf vom letzten Freitag und Jungheinrich Vz., die beide runde 5% im Plus notieren ggü. dem Freitagmorgen-Kurseinbruch.

- MBB
Heute gab das Research-Haus Oddo Seydler bekannt, dass man das Coverage für die MBB-Aktien einstelle. Das war nicht der Grund für meinen Verkauf, sondern die zuletzt zurückhaltenden Entwicklungsperspektiven. MBB hat extrem profitiert vom Schnäppchen-Zukauf der Claas Feinmechanik und der Aktienkurs hat sich daraufhin toll entwickelt. Es war ein "No-Brainer", man konnte ein Jahr lang gar nicht falsch machen mit der MBB-Aktie. Außer, sie nicht zu haben oder zu verkaufen. Aber seit einiger Zeit passiert nichts mehr, die Investitionen erfolgen in die Töchter, was ich für positiv halte, aber die größte Beteiligung, die MBB Fertigungstechnik, muss Umsatz- und Ergebnisrückgänge verkraften. Und während andere Beteiligungsgesellschaften, wie Aurelius, mutares, Deutsche Beteiligung, Indus usw. fleißig zukaufen, sitzt MBB auf seinem Cash-Polster und tut... nichts. Die Liquidität wirft keine Zinsen ab und ein Teil davon ist sogar in Gold angelegt. Damit tue ich mich ja besonders schwer. Auch hier sehe ich eher begrenztes Entwicklungspotenzial und räume den Titel aus meinem Depot.

Seit meiner Erstempfehlung ging es inkl. Dividendenzahlungen um 131 Prozent nach oben und bei einer Anlagedauer von nicht ganz drei Jahren ergibt sich eine Jahresrendite von 48 Prozent.

.: Cashquote
Durch die Verkäufe ist meine Cashquote weiter angestiegen, aber ich werde ja nächste Woche einen nicht unerheblichen Teil davon in die neuen WCM-Aktien aus der Kapitalerhöhung stecken, wenn ich meine Bezugsrechte ausübe. Und angesichts des nächsten Akts im Griechen-Drama, sog. Volksabstimmung, dürfte eine etwas erhöhte Liquidität ja nicht schaden. Sollten die Griechen mit "Nein" stimmen beim Referendum am Sonntag, dürfte es kurzfristig am Montag nochmals zu erfreulich günstigen Kaufkursen kommen. Und sollten die Griechen "ja" sagen, dann mache ich mich eben wieder nach bewährtem Muster auf die Suche nach lukrativen Investitionsmöglichkeiten. Die Börse bietet immer Chancen. Immer!

Erpressung auf Griechisch

Quelle: handelsblatt.com
So sieht es aus, das Titelblatt der heutigen Print-Ausgabe des Handelsblatts. Schauen wir mal, wie Griechenland sich am Sonntag beim Referendum entscheidet. Aus meiner Sicht führt kein Weg am Sparen vorbei, um wieder auf die Füße zu kommen. Zumal die Sparbemühungen mit dem Abbau von Korruption, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung einhergehen sollen und von der EU sowie den Euro-Staaten mit Milliarden unterstützt würden. Und zwar nicht nur als Finanzhilfen, sondern auch durch flankierende Investitionen in Griechenland, was dringend benötigte Euros ins Land brächte und Arbeitsplätze sowie Wirtschaftswachstum. Aber die Griechen mögen die Aussichten ganz anders bewerten - und die leeren Geldautomaten als vorübergehende Unpässlichkeit. Klar ist, egal wie das Referendum ausgeht, am Montag ist nicht das Ende, sondern nur der Anfang des nächsten Akts im Griechen-Drama.. Gerne demnächst auch wieder ohne den Linksradikalen Alexis Tsipras...

Erneute Kapitalverwässerung bei der H.P.I. Holding

Seit zwei Jahren ist der Aktienkurs der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft H.P.I Holding ein einziges Trauerspiel und kommt einfach nicht vom Fleck. Nachdem sich das Unternehmen bereits im August 2013 frisches Geld besorgt hatte, hat nun eine weitere Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre stattgefunden. Der Anteil der Altaktionäre an ihrem Unternehmen wird also nochmals verwässert, und zwar erheblich. Beim letzten Mal wurden 5,2 Mio neue Aktien ausgegeben, dieses Mal sind es weitere 2,08 Mio. Setzt man diese beiden Kapitalerhöhungen ins Verhältnis zu den ursprünglichen 15,6 Mio Aktien, ergibt sich eine um rund 47% höhere Aktienanzahl und die Anteile der Altaktionäre wurden um fast ein Drittel verwässert.

Fluch und Segen von Kapitalerhöhungen
Nun sind Kapitalerhöhungen ja nicht per se unerfreulich, denn sie stärken einerseits das Eigenkapital des Unternehmens und erhöhen somit seine Bonität und senken dem entsprechend ggf. seine Zinkosten bei der Fremdfinanzierung über Kredite oder Anleihen. Und andererseits kommt es entscheidend darauf an, wofür die frischen Gelder verwendet werden sollen.

Zukäufe im Visier
Im August 2013 wurde frisches Geld benötigt, um Zukäufe zu tätigen und damals ging es um konkrete Vorhaben. Ein paar kleinere Ad-on-Zukäufe für die wichtigste Beteiligung, die Berger-Gruppe und dann ein neues zweites Standbein neben der Fassring-Produktion: die HMS Hans Sauermann GmbH & Co. KG.

Nach der wenig erfolgreichen Episode mit der Beteiligung Zimmer & Kreim, die zuletzt operativ Verluste bescherte und dann auch noch aufgrund Erfolglosigkeit nachträglich den Verkaufspreis abschmelzen ließ und so zu einem unerfreulich negativen Jahresergebnis führte, sollte die HMS ein solides neues Geschäftsfeld erschließen. Denn als europäischer Marktführer in der Spannringbranche ist Berger hier am Wachstumsende angelangt. Doch bei HMS läuft es noch nicht rund, die letzten Zahlen haben das Dilemma schonungslos aufgedeckt. Bisher war der Zukauf noch kein Gewinn und enttäuscht.

Und jetzt also wieder eine neue Kapitalerhöhung und die Altaktionäre müssen darauf hoffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Das zweite Halbjahr ist gerade angebrochen und H.P.I. konnte noch immer keinen Vollzug vermelden bei einer Akquisition für die Berger-Gruppe die bereits Ende 2014 "kurz vor dem Abschluss" stand, wie das Unternehmen berichtet hatte. Das lässt Zweifel am Management aufkommen und in der Verkündung der Kapitalerhöhung von heute heißt es lapidar, der Mittelzufluss solle für den Ausbau des Beteiligungsportfolios verwendet werden.

Streichung von meiner Empfehlungsliste
Leute, das ist zu wenig! Seit 2 Jahren kommt der Aktienkurs nicht vom Fleck, weil das Unternehmen nicht vorwärts kommt. Die Dividende stagniert, die Gewinne sind rückläufig, die vollmundig immer wieder angekündigten Akquisitionen lassen auf sich warten oder erweisen sich, freundlich formuliert, als "ambitionierte Herausforderungen". Mag sein, dass die H.P.I. Holding irgendwann mal die Kurve kriegt, aber dem Vorstand ist es seit einiger Zeit nicht (mehr) gelungen, zu überzeugen. Ich überlege daher, das schön langweilige Beteiligungsdornröschen von meiner Empfehlungsliste streichen. Seit meiner Erstempfehlung im Februar 2012 stehen inkl. der erfolgten Dividendenzahlungen bisher gut 50% an Gewinnen zu Buche, also eine Durchschnittsrendite von 15% p.a. Das ist durchaus ansehnlich und daher das Investment für mich keine Enttäuschung. Allerdings erfolgte der größte Kurszuwachs im ersten Jahr und seither herrscht für Aktionäre eher Tristesse. Ende August steht die Hauptversammlung an, die werde ich noch abwarten, bevor ich über das Investment entscheide.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Andere Ansichten: Bilanz-Schnäppchen und Cigar-Butts

Das "Preis und Wert Aktienblog" hat sich Benjamin Grahams Standardwerk "The Intelligent Investor" vorgenommen und insbesondere die in Kapital 15 beschriebene "Resteverwertung" unter die Lupe genommen. Der von Graham als "Cigar Butts", also Zigarrenstummel, beschriebene Ansatz versucht, rein aus bilanzieller Sicht deutliche Unterbewertungen in hässlichen, unbeachteten Aktien aufzuspüren und diese mit erheblichen Abschlag auf den Buchwert aufzuspüren, also zügig eine untere Schwelle für den Wert einer Aktie zu erhalten. Ob und in welchen Fällen diese "Bilanz-Schnäppchen eine fast sichere Sache" sind und für eine kurze Spekulation taugen, wird anschaulich dargestellt und auch die Schwierigkeiten beleuchtet, die diese Strategie mit sich bringt.

Andere Ansichten: Missverständnisse bei der Buy&Hold Strategie

Das Blog "smart-reich-werden.de" räumt mit zwei Missverständnissen bei der Buy&Hold-Strategie auf. Nach einer kurzweiligen Zusammenfassung der Strategie wird erläutert, dass es sich nicht um einen Ansatz handele, irgendwelchen "Mist zu kaufen", und dass es auch keine Rechtfertigung dafür sei, einfach "Mist zu behalten". Denn auch beim langfristigen Investieren in Aktien komme es ganz entscheidend darauf an, die richtigen Aktien auszuwählen und nur die guten Unternehmen im Depot zu behalten, insbesondere bei Kurseinbrüchen.

Und wie jeder Investmentansatz benötige auch Buy&Hold eine Exit-Strategie zum richtigen Ausstieg aus den Investments. Bu&Hold dürfe keinesfalls als Ausrede benutzt werden, um eigene (Fehl-) Entscheidungen zu rechtfertigen oder zu begründen.

Dienstag, 30. Juni 2015

Turbo fürs Depot: Aurelius startet weiteres Aktienrückkaufprogramm

Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius betreibt aktive Kurspflege. So wird regelmäßig über das jeweils aktuelle Zahlenwerk berichtet, CEO Dr. Dirk Markus gibt gerne und häufig Interviews in Finanzblättern und seit einiger Zeit werden sogar unternehmerische Entwicklungen der Tochtergesellschaften veröffentlicht. Doch Anlegerherzen schlagen besonders hoch, wenn das Zauberwort Aktienrückkaufprogramm fällt. Denn Aktienrückkäufe sind ein Wundermittel mit Nebenwirkungen für den Aktienkurs. Und zwar überwiegend positiven.

Heute gab das Unternehmen bekannt, man werde ein weiteres Aktienrückkaufprogramm starten. Dazu sollen in der Zeit vom 01. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016 insgesamt bis zu 2.888.002 eigene Aktien (dies entspricht bis zu 9,1 Prozent des Grundkapitals) zurückgekauft werden, so dass sich das maximale Kaufvolumen des Aktienrückkaufprogramms auf aktueller Kursbasis auf rund 112,5 Mio. EUR beziffert.

 Aurelius (Quelle: comdirect.de)
Nun ist es nicht das erste Mal, dass Aurelius zu diesem Mittel greift und um sich ein Bild zu machen, wie der Einfluss auf den Kurs und den Wert des Unternehmens sein kann, lohnt ein Blick auf das aktuelle Aktienrückkaufprogramm. Bis zum 26. Juni 2015 hat Aurelius bisher 279.998 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 31,884 EUR zurückgekauft. Der aktuelle Aktienkurs von Aurelius steht bei 38 EUR und hierzu muss man noch die 2 EUR Bruttodividende hinzurechnen, die kürzlich als Dividende ausgeschüttet wurden. Aurelius hat also für die Rückkäufe 8,927 Mio. EUR ausgegeben und die Aktien stellen einen Kurswert von 11,2 Mio. EUR dar. Der Mehrwert für die Aktionäre ergibt also 2,273 Mio. EUR. Und das ist nicht der einzige...

Denn durch die verringerte Anzahl von Aktien verteilt sich der erzielte Jahresüberschuss auf weniger Aktien (eigene Aktien im Bestand der Gesellschaft bleiben bei der Gewinnausschüttung unberücksichtigt). Der Gewinn je Aktie (EPS) steigt also, auch wenn der absolute Jahresüberschuss stagniert. Das Aktienrückkaufprogramm wirkt sich also wie ein Turbo auf das EPS aus. Und aufgrund dieser "Nebenwirkungen" kommt diese Maßnahme bei den Aktionären in der Regel sehr gut an.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt weiterhin einer der Top-Picks in diesem Sektor. Die Aktienrückkäufe dürften den Kurs zusätzlich stützen und beflügeln.

Geld verdienen mit Day Trading? Wirklich?

Investieren und Spekulieren sind nicht zwei Seiten der selben Medaille, es sind zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen an das Ziel, an der Börse Geld zu verdienen. Investieren ist das Kaufen von Werten zu einem möglichst günstigen Preis und das Setzen darauf, dass sich auf mittlere und lange Sicht der Wert dieser Investments erhöht. Value Investoren kaufen Unternehmensanteile, sie spekulieren mit mit deren Aktien. Spekulanten hingegen interessieren sich für fundamentale Daten eines Unternehmens eher wenig, sie setzen auf kurzfristige Trends an der Börse, auf den schnellen Gewinn oder die konsequente Verlustbegrenzung durch Stopp-Losses. Aktien, bei denen sie gestern noch auf steigende Kurse setzten, shorten sie heute, weil sie von fallenden Kursen ausgehen. Und sie interessieren sich nicht wirklich dafür, ob sie Aktien handeln oder Währungen oder Rohstoffe. Hauptsache, es ist ein möglichst volatiler Basiswert, weil Volatilität hohe Kurschwankungen bedeutet.

Als überzeugter Value Investor und Verfechter einer geduldigen Buy-Hold-Strategie glaube ich nicht, dass Day Trading langfristig zum Erfolg führt, sondern dass die meisten bei dem Versuch scheitern, mit wenig Aufwand schnell viel Geld zu machen.

Und dennoch klingt es schon spannend, was Matthias Bachmann sich hier vorgenommen hat. Denn er hat ein Experiment gestartet, mit dem er aus 100 EUR innerhalb eines Jahres durch Day Trading 10.000 EUR machen will. Und das ganze völlig transparent und dokumentiert in seinem Blog "cfd-trader.info". Und daher komme ich gerne seinem Wunsch nach, euch an dieser Stelle sein Projekt vorstellen zu dürfen...

Montag, 29. Juni 2015

Investor-Update: GEA, Jungheinrich, MAX Automation, KKR

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Zum heutigen Ausverkauf an den Börsen und einem DAX-Verlust von 3,6% verweise ich auf die Börsenweisheit dieser Woche von Martin D. Sass: "Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet".

+ Blackstone Group
Der Euro-Anstieg bot die Gelegenheit, zu 36 EUR noch ein paar weitere Stücke günstig einsammeln zu können.

+ Deutsche Rohstoff
Den Kursrückgang bei der Deutschen Rohstoff AG auf unter 17 EUR habe ich heute morgen im frühen Handel zu einem weiteren Nachkauf genutzt. Die DRAG ist nun die drittgrößte Position in meinem Portfolio nach Blackstone und Aurelius.

+ GEA Group
GEA ist ein deutscher Spezial-Maschinenbauer mit Schwerpunkt in der Nahrungsmittelindustrie. Hier bestehen sehr hohe Eintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber und GEA ist hervorragend im globalen Markt positioniert, glänzt auch mit der einen oder anderen Übernahme. Einzig der hohe Aktienkurs hat mich bisher von einem Engagement abgehalten, aber der Kurs war die letzten Wochen schon etwas zurückgekommen und heute morgen gab es einen weiteren Abschlag von mehr als 8 Prozent. Bei knapp 38 EUR habe ich mich dann bei dem MDAX-Wert nicht mehr bremsen können und eine erste Position aufgebaut.

+ Jungheinrich Vz.
Unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass ich Aktien von Jungheinrich noch einmal deutlich unter 60 EUR sehen würde. Bei knapp über 58 EUR habe ich heute morgen weitere Stücke eingesammelt.

- KKR & Co. L.P.
Nach dem letzten Investor-Update vom 20.06. bin ich von Alex auf einen sehr interessanten Artikel aufmerksam gemacht worden, bei dem Apollo, Blackstone und KKR miteinander verglichen werden. Zwar geht es vordergründig um die Karrierechancen und die Aussicht auf erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, aber die Darstellung fußt auf den Geschäften, die die drei Private Equity Firmen seit der Finanzkrise getätigt haben - und welche stillen Reserven in ihren Beständen schlummern. Diese sind die zu erwartenden Gewinne, die in den nächsten 5 Jahren an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Und Blackstone liegt mit großem Abstand weit vorne in diesem Vergleich. Ich habe daher KKR weiter reduziert und setze aufgrund des größeren Potenzials künftig stärker auf Blackstone.

+ MAX Automation
Eine mittelständische Industrieholding mit dem Schwerpunkt auf Automation und Fertigungsprozessen. Die Beteiligungsfirma gehört inzwischen zur Günther-Gruppe, einer der reichsten Familien Deutschlands, und positioniert sich neu. Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden verkauft, neue Beteiligungen werden erworben. Die Zahlen für das erste Quartal 2014 waren aussichtsreich, der Auftragsbestand erreichte neue Rekorde und jüngst wurde eine Neustrukturierung der Fremdfinanzierung bekannt gegeben, die für die nächsten 5 Jahre positive Auswirkungen auf die Ergebnislage des Konzerns von jeweils rund 1 Mio. EUR haben wird. Zum Vergleich: der Jahresüberschuss 2014 lag bei 10 Mio. EUR. Das einstellige KGV für 2016 und die Dividendenrendite von über 3% sehen sehr verlockend aus. Die Dividenden wird übrigens am Mittwoch ausgeschüttet, am Tag nach der Hauptversammlung am 30. Juni. Alles zusammen verlockend genug für mich, um das Kursmassaker heute morgen für eine erste Position zu nutzen.

- / + WCM
Ich habe meinen Bestand an WCM letzte Woche mit erheblichem Gewinn veräußert und werde die Kapitalerhöhung über meine Bezugsrechte voll mitgehen. Ich habe sogar noch Bezugsrechte über die Börse hinzugekauft, weil ich glaube, dass WCM aufgrund der Fokussierung auf Gewerbeimmobilien und der enormen Verlustvorträge die wohl aussichtsreichste Spekulation am deutschen Immobilienmarkt ist. Sobald die Kapitalerhöhung abgeschlossen ist, wird sich der Fokus schnell auf die nackten Zahlen der vielen Neukäufe an Gewerbeimmobilien richten und das Potenzial der Gesellschaft deutlicher werden. Inzwischen wird ja bereits über eine mögliche Aufnahme in den SDAX spekuliert. Ich halte das nicht für abwegig, die Entwicklung gibt das her. Einzig die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der WCM seinen Turnaround vorantreibt, lässt einen manchmal nach Luft schnappen.

.: Cashquote weiter angestiegen - aufgrund des WCM-Sondereffekts
Der von mir zuletzt erwartete Abverkauf an den Börsen findet heute statt und ich habe meine erhöhte Liquidität gezielt zu Käufen genutzt. Dennoch ist meine Cashquote unter dem Strich etwas angestiegen, da ich ja KKR und WCM verkauft habe. Allerdings muss ich ja die Kapitalerhöhung berücksichtigen, was zu einem erheblichen Mittelabfluss führen wird. "Frei" ist also meine erhöhte Cashquote wegen der WCM-Bezugsrechte nur bedingt und unter dem Strich habe ich so gesehen inzwischen weniger Cash zur Verfügung als letzte Woche. Dennoch halte ich weiter Pulver trocken, denn es ist nicht gesagt, dass der heutige Absturz sich nicht die nächsten Tage wiederholen könnte. Denn bzgl. Griechenland und Euro ist noch immer keine finale Entscheidung gefallen, das Gezerre und Gewürge wird weitergehen und die Unsicherheit an den Märkten bestehen bleiben. Und hervorragende langfristige Einstiegschancen bieten in Top-Unternehmen.

Da Famila vorhin meine Euros klaglos gegen Waren eingetauscht hat, macht mir Griechenland  nicht wirklich Sorgen. Denn ob die Griechen künftig weiterhin in Euro zahlen können, betrifft mich in Deutschland allenfalls am Rande...

Börsenweisheit der Woche 26/2015

"Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet."
(Martin D. Sass)

Mittwoch, 24. Juni 2015

Datagroup mit alten und neuen Rekordaufträgen

Als ich Anfang 2012 die Datagroup AG als "IT-Holding mit Cloud-Phantasie" zum Kauf empfahl, steckte die Cloud noch in den Kinderschuhen und die Datagorup war mit einem KGV von etwas über 7 deutlich unterbewertet. Beides hat sich inzwischen geändert, die Cloud ist das Zukunftsthema in der IT-Branche und der Kurs der Datagroup hat sich von etwa 6 auf inzwischen 12 EUR verdoppelt. Und die Bewertung ist mit einem 2016er KGV von 11,5 auch nicht mehr deutlich zu niedrig, sondern auf einem höheren, aber für einen Wachstumswert durchaus noch attraktiven Niveau.

Nachdem Datagroup zuletzt starke Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren konnte, folgten in kurzen Abständen große Aufträge. Zunächst wurde man neuer IT-Dienstleister für die Sprint Sanierung GmbH, dann gewann man erneut einen IT-Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und heute konnte das Unternehmen die vorzeitige Verlängerung des Vertrags mit der Thales Deutschland vermelden.

 Datagroup (Quelle: comdirect.de)
Insbesondere der letzte Vertrag mit dem international tätigen Technologieunternehmen stellt den größten Auftrag der Firmengeschichte für die Datagorup AG dar und zeigt, dass Datagroup es versteht, sich in einem wettbewerbsintensiven Markt auch bei großen Playern durchzusetzen und mit seinen Produkten und Dienstleistungen zu punkten.

Datagroup befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und Anleger können guten Gewissens bei diesem Nebenwert engagiert bleiben und auf weitere Erfolge setzen, denn Datagroup wächst stark und steigert dabei noch seine Profitabilität.

Dienstag, 23. Juni 2015

WCM bringt den nächsten Zukauf unter Dach und Fach

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG notiert heute extrem schwach, was aber nicht an den heutigen Nachrichten liegt, sondern daran, dass die Bezugsrechte für die anstehende Kapitalerhöhung separat ins Depot eingebucht werden. Diese haben ja einen eigenen Wert und können die Börse gehandelt werden. Bezogen auf den Freitagsschlusskurs von 3,018 EUR je WCM-Aktie und das Bezugsverhältnis 4 zu 9 zu 2,05 EUR je neuer Aktie ergab sich ein rechnerischer Wert von 0,71 EUR je Bezugsrecht - Stand Freitagabend . Bezogen auf den Eröffnungskurs von 2,80 EUR je WCM-Aktie und das Bezugsverhältnis 4 zu 9 zu 2,05 EUR je neuer Aktie ergab sich ein rechnerischer Wert von 0,50 EUR je Bezugsrecht - Stand Montagmorgen (die Ankündigung der Kapitalerhöhung erfolgte ja am Montagmorgen vor Börseneröffnung). *)

Der deutliche Kursrücksetzer sollte also nicht darüber hinwegtäuschen, dass WCM auf seinem Weg hin zu einem "Bestandshalter von Gewerbeimmobilien im Wert von 1 Milliarde Euro" weiter in Siebenmeilenstiefeln unterwegs ist. Und so wurde heute mitgeteilt, dass der Kaufvertrag für die am 2. Juni angekündigte Immobilienübernahme notariell beurkundet worden ist.
"Die jetzt gekaufte Gewerbeimmobilie wurde 2006 erbaut und verfügt über eine Gesamtmietfläche von ca. 28.400 Quadratmetern. Bei einer Vermietungsquote von derzeit 86,7 Prozent belaufen sich die annualisierten Mieteinnahmen auf rund 4,8 Mio. EUR. Das Objekt befindet sich in exponierter Lage am südlichen Mainufer und hat einen ausgewogenen Mietermix zu dem staatliche Institutionen ebenso gehören wie Tochtergesellschaften bonitätsstarker Großunternehmen. 72 Prozent der Mieteinnahmen werden mit einem noch 24 Jahre laufenden Mietvertrag mit dem Land Hessen erwirtschaftet. Die durchschnittliche Restmietlaufzeit (WALT) der Immobilie insgesamt liegt bei rund 20 Jahren. Der Kaufpreis auf 100%-Basis beläuft sich auf rund 92 Mio. EUR. Das Closing der Transaktion wird im September 2015 erwartet".
Nimmt man die erfolgten und angekündigten Akquisitionen der WCM zusammen, kommt das künftige Portfolio der WCM damit auf insgesamt 51 Immobilien mit einem Marktwert von ca. 437 Mio. EUR. Die Hälfte auf dem Weg zur Milliarde, dem erklärten Ziel, wäre also fast geschafft.

WCM befindet auf meiner Empfehlungsliste und dürfte auf absehbare Zeit "die wohl heißeste Spekulation" im deutschen Immobiliensektor bleiben. Sobald die "Wehen" der Kapitalerhöhung vorüber sind, dürften sich die Anleger wieder mehr auf die operativen Fortschritte des Unternehmens fokussieren und der Kurs seinen Weg Richtung Norden weiter fortsetzen.

*) Die historischen Kursdaten der WCM-Aktie wurden offiziell um 0,50 EUR heruntergesetzt.



!!! Ergänzung
Soeben teilte WCM mit, dass man den Vorstand um ein Mitglied erweitern werde. Der bisherige Alleinvorstand Stavros Efremidis wird zum CEO, sobald sein neuer Kollege ab September die Bereiche Finanzen und Akquisitionen übernehmen wird. Der Name des "international erfahren Immobilienfachmanns mit langjähriger Berufserfahrung" wird bekannt gegeben, sobald sein Vertrag mit seinem bisherigen Dienstherrn aufgelöst ist. Durch diese Personalie bzw. neue Struktur will WCM den Anforderungen Rechnung tragen, die der stetige Wachstumskurs des Unternehmens stelle.

Montag, 22. Juni 2015

Aurelius investiert kräftig in ihre Töchter

Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius steht zumeist dann im Fokus, wenn sie einen spektakulären Exit zu verkünden hat, wenn es ihr also gelingt, eine früher zu günstigen Konditionen eingegangene Beteiligung nach erfolgreicher Re- oder Umstrukturierung mit hohem Gewinn wieder zu veräußern. Das brachte bisher durchschnittlich knapp das 9-fache des eingesetzten Kapitals und daher sind Aktionäre regelmäßig elektrisiert, wenn Aurelius hier einen weiteren Vollzug vermelden kann.

Dass diese Erfolge keine Selbstgänger sind, ist nicht immer jedermann klar, aber Aurelius muss dafür nicht nur die richtigen Chancen auftun, sondern im Anschluss auch weiter in die Portfolio-Unternehmen investieren und sie ggf. auch über einen längeren Zeitraum neu ausrichten bzw. unterstützen. Wie unter anderem Berentzen oder Blaupunkt oder auch Hanse Yachts. Die größten Erfolge kann Aurelius verbuchen, wenn konsequent antizyklisch operiert wurde und die Beteiligung operativ die Kurve kriegt. Gerne auch, wenn sich der Zyklus dreht und der Erfolg hier zusätzlichen Rückenwind erfährt. Daher fragt sich manch geneigter Beobachter bei den neuen Investments, ob diese nun wirklich das "Gewinner-Gen" haben oder ob es sich eher um einen Fehlgriff handeln könnte. Immerhin wird in unattraktive Branchen investiert, wo gerade Niedrigstpreise vorherrschen - ob sich diese dann im Nachhinein als Schnäppchenpreise erweisen, das ist das Geheimnis hinter dem Geschäftsmodell von Aurelius. Jedenfalls verirren sich aktuell wenige Investoren in die Branchen Yachtbau, Textilien oder Bildungsangebote - Aurelius allerdings tat und tut dies.

Und da es nicht ausreicht, eine Firma zu übernehmen und darauf zu hoffen, dass einem irgendjemand diese schon irgendwann einmal zu einem höheren Preis wieder abkaufen wird, engagiert sich Aurelius stark in seinen Beteiligungen: mit Know-How, Finanzmittel, Personal. Und jüngst wurden Neuigkeiten bei zwei Beteiligungen vermeldet.

Studienkreis wird weiter ausgebaut
Zunächst wurde die 60. Neueröffnung der Nachhilfe-Tochter "Studienkreis" seit der Aurelius-Übernahme Anfang 2013 gefeiert und Aurelius hat angekündigt, hier weiter massiv zu investieren und das Angebot weiter auszubauen. Bisher habe man jährlich jeweils einen siebenstelligen Betrag in die Hand genommen und auch für die nächsten Jahre plant Studienkreis pro Jahr insgesamt mehr als 50 Neueröffnungen. Dabei sollen vor allem bereits bestehende Nachhilfeinstitute gekauft und unter Studienkreis-Flagge weitergeführt werden.

Komplettübernahme von Tochter Getronics
Seit 2012 gehört die internationale IT-Beratungsfirma Getronics mit 78% mehrheitlich zu Aurelius und nun wurden die restlichen Anteile von der holländischen Royal KPN übernommen. Durch die erfolgreiche Integration der Aurelius-IT-Töchter IDS, Telvent und Steria konnten bei der Getronics/Connectis-Gruppe erhebliche Synergien gehoben, sowie Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert werden. Diesen Wachstumskurs will Aurelius weiter vorantreiben und durch die erfolgreiche Neugewinnung von Namhaften Kunden. Basierend auf strategischen Partnerschaften mit Dell, Cisco oder Microsoft sei das Portfolio konsequent weiterentwickelt und den geänderten Anforderungen der Kunden Rechnung getragen worden. Daher geht das Management davon aus, die Umsätze stärker steigern zu können als der Markt und die Profitabilität steigern zu können. Kommende Synergien durch die effiziente Verknüpfung von Landesgesellschaften und Partnern sollen hierzu die Kosten langfristig weiter senken und strategisch stehe der konsequente Ausbau der internationalen Präsenz dabei im Fokus.

Cloud und IT-Beratung sind aktuell Themen, die "gespielt" werden und Aurelius formt hier eine schlagkräftige Einheit, die in ihrem Bereich mit den Großen mithalten kann. Neben Wachstum ist das Steigern der Profitabilität wichtigstes Ziel von Aurelius, da sich hier in absehbarer Zeit lukrative Chancen für eine Veräußerung der Beteiligung ergeben könnten. Für Aurelius ist immer wichtig, dass sich solche Verkäufe auch positiv auf das Tochterunternehmen auswirken und für dieses eine perspektivisch gute neue Heimat gefunden wird. Daneben geht es aber auch immer um Geld, und zwar möglichst viel Geld, das Aurelius für seine Aktionäre erwirtschaften will. Es bleibt also spannend und wie Aurelius CEO Dr. Dirk Markus so gerne sagt: "Die Pipeline ist weiterhin prall gefüllt".

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt weiterhin einer der Top-Picks in diesem Sektor.

WCM: Kapitalerhöhung wird "richtig fett"

So, nun liegen die Details zur Kapitalerhöhung bei der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG auf dem Tisch und es wird der erwartete große Schluck aus der Pulle: Die WCM kündigt eine Bezugsrechts-Barkapitalerhöhung über bis zu 155,8 Mio. EUR an.

Zwischen dem 23. Juni und dem 6. Juli soll das Grundkapital der Gesellschaft von 33.782.538 EUR um bis zu 76.010.706 EUR durch Ausgabe von bis zu 76.010.706 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag, die jeweils einen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1 EUR verbriefen gegen Bareinlage auf bis zu 109.793.244 EUR erhöht werden. Das Bezugsrecht lautet demnach auf 4.), so dass jeder Aktionär für jeweils 4 Aktien in seinem Bestand 9 junge Aktien hinzukaufen kann für den festgelegten Bezugspreis von 2,05 EUR je Stück. Dieser Bezugskurs liegt erheblich unterhalb des letzten Börsenkurses von gut 3 EUR und soll die Kapitalmaßnahme zum Erfolg machen.

Bezugsrechtshandel
Die Bezugsrechte, die den Aktionären eingeräumt werden, weisen einige Besonderheiten auf. Zur Glättung des Bezugsverhältnisses wurde das Bezugsrecht auf die Aktienspitze von zwei Aktien ausgeschlossen, der Bezugsrechtshandel wird jedoch für während der Bezugsfrist an der Frankfurter Börse möglich sein. So soll gewährleistet werden, dass keine Bezugsrechte verfallen und Aktionäre ggf. welche zu- oder verkaufen können, um am Ende die gewünschte Zahl junger Aktien aus der Kapitalerhöhung zu erhalten.

Alt-Aktionäre ziehen bei der Kapitalerhöhung mit
Ein ganz wichtiges Signal, wenngleich es für Eingeweihte nicht überraschend kommt, ist die unwiderrufliche Zusage von Alt-Aktionären, bei der Kapitalerhöhung mitzuziehen: sie werden rund 9,2 Mio. junge Aktien im Gegenwert von insgesamt 18,87 Mio. EUR im Rahmen der Ausübung ihrer aus dem Bezugsangebot zur Verfügung stehenden Bezugsrechte erwerben. Unter ihnen ist auch Alleinvorstand Stavros Efremidis, der junge Aktien im Gegenwert von insgesamt 2,1 Mio. beziehen wird.

Und was passiert mit "nichtbezogenen" jungen Aktien?
Sollten nicht alle Aktien über die angebotenen Bezugsrechte platziert werden können, werden diese nicht bezogenen jungen Aktien im Nachgang im Rahmen einer Privatplatzierung, einem sog. "Rump Placement", qualifizierten Investoren zum Bezugspreis angeboten. Auf diese Weise wird bisher externen Interessenten die Möglichkeit geboten, sich an der WCM zu beteiligen, und gleichzeitig ist diese Maßnahme ein weiterer Baustein im Bestreben der Gesellschaft, die Kapitalerhöhung zu einem Erfolg zu machen. Denn das Bezugsverhältnis ist schon ungewöhnlich, die Maßnahme überdurchschnittlich groß im Verhältnis zum bestehenden Eigenkapital. Andererseits dient sie weitgehend der Finanzierung bereits avisierter Investments in neue Gewerbeimmobilien, so dass konkrete Maßnahmen mit konkreten und berechenbaren Erträgen dahinter stehen.

Zum anderen kommt die Maßnahme keinesfalls überraschend, denn die letzte Hauptversammlung hatte derart umfangreiche Kapitalerhöhungen ja genehmigt, um möglichst schnell dem erklärten Ziel, einem Gewerbeimmobilienbestand von 1 Mrd. EUR, nahezukommen. Sollte die Kapitalerhöhung erfolgreich umgesetzt werden können und alle Verträge rechtsgültig werden, hätte WCM die Hälfte dieses sehr ambitionierten Ziels bereits geschafft. In weniger als einem Jahr. Rekordverdächtig!

Fazit
WCM steht auf meiner Empfehlungsliste und dürfte auf absehbare Zeit "die wohl heißeste Spekulation" im deutschen Immobiliensektor bleiben. Die Kapitalerhöhung ruft ein so großes Volumen auf, dass nicht alle Altaktionäre sie voll mitgehen können werden. Der Aktienkurs dürfte daher noch etwas unter Druck bleiben, weil einige vielleicht versuchen werden, ihren Aktienbestand auf das für sie richtige Maß zu verringern. Andererseits werden die Bezugsrechte über die Börse handelbar sein,so dass man hier mit einem Zusatzerlös rechnen kann, wenn man nicht alle ausüben will. Für mich ist jedenfalls klar, dass ich meinen Bestand an WCM weiter erhöhen und meinen Anteil nicht oder jedenfalls nur zum Teil verwässern lassen möchte. Ob dies über die Bezugsrechte der günstigste Weg ist, hängt auch von der Entwicklung des Börsenkurses ab und wie er auf diese Meldung reagiert.

Börsenweisheit der Woche 25/2015

"Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig."
(Friedrich Nietzsche)

Samstag, 20. Juni 2015

Investor-Update: Aurelius, Blackstone, Deutsche Rohstoff, KKR, Leifheit, WCM

Im Investor-Update notiere ich ab sofort in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

+ Aurelius
Der Kurs der Beteiligungsgesellschaft war im Vorfeld der Rekorddividende von 2 EUR je Aktie deutlich angezogen und hat in der letzten Woche angesichts der Dividendenzahlung sowie der allgemeinen Marktkorrektur einige Federn lassen müssen. Bei knapp 37 EUR habe ich ein paar Aktien nachgekauft und so die Dividende gleich wieder reinvestiert.

+ Blackstone Group L.P.
Der Kurs ist - auch aufgrund der zwischenzeitlichen Euro-Stärke - von 40 EUR auf knapp 36 EUR um 10 Prozent zurückgekommen und ich habe dieses Niveau genutzt, meine Engagement noch etwas auszubauen. Blackstone ist nun mit deutlichem Abstand die größten Position in meinem Portfolio und weist auch die höchste Dividendenrendite aus, die aufgrund des Geschäftsmodells allerdings von Quartal zu Quartal deutlichen Schwankungen unterlegen sein kann. Erst kürzlich hatte Blackstone den höchsten Quartalsgewinn aller Zeiten ausgewiesen.

+ Deutsche Rohstoff
Den Kursrückgang bei der Deutschen Rohstoff AG habe ich zur deutlichen Aufstockung meiner Depot-Position genutzt. Ich bin davon überzeugt, dass sich hier auf mittlere Sicht eine außerordentliche Chance für risikobereite Investoren bietet. Man kann die Aktie deutlich unterhalb ihres Cash-Bestands kaufen und bekommt das operative Geschäft sogar noch gratis on Top. Dabei investiert die DRAG aktuell antizyklisch in neue Öl-Vorkommen in den USA und profitiert von den stark gefallenen Kosten für Rechte, Ausrüstung, Personal. Wenn diese neu erschlossenen Quellen in Produktion gehen, also in etwa 12 bis 18 Monaten, wäre ein dann höherer Ölpreis ein zusätzlicher Turboeffekt für die Einnahmen und Gewinne der DRAG. Bei 40$ für WTI-Öl fördert die DRAG kostendeckend, aktuell liegt der WTI-Preis bei 60$. Nicht auszudenken, wenn er sich wieder der 100$-Marke nähern sollte, wo er vor einem Jahr noch locker drüber lag. Nach der anstehenden Hauptversammlung wird eine Dividende von 50 Cents ausgeschüttet, was bei einem aktuellen Kurs von 17 EUR einer Dividendenrendite von rund 3% entspricht.

- KKR & Co. L.P.
Die Private Equity-Gesellschaft konnte zuletzt mehrere interessante Deals vermelden und bleibt weiterhin aussichtsreich. Momentan bevorzuge ich allerdings Blackstone, die prinzipiell ein sehr ähnliches Geschäftsmodell aufweisen, aber deutlich größer sind als KKR. Auch ist Blackstone noch nicht im US-Öl- und Gasmarkt aktiv, während KKR hier bereits deutliche Wertberichtigungen auf seine Investments vornehmen musste, als zum Jahresende der Dollar-Absturz die Bilanz verhagelte. Ich habe daher meine KKR-Position verringert und in Blackstone-Aktien getauscht, die die erst kürzlich von Investoren eingesammelten Milliarden noch nicht in den US-Ölmarkt investiert haben, weil sie hier noch günstigere Einstiegsmöglichkeiten erwarten.

+ Leifheit
Und auch bei Leifheit habe ich weitere Aktien hinzugekauft. Der Kursrückgang von 30% seit dem Höchstkurs bei 60 EUR infolge des Ausstieg des Großaktionärs ist übertrieben, denn operativ läuft es bei Leifheit mehr als rund. Die Analysten korrigieren ihre Gewinn-Schätzungen ebenso regelmäßig nach oben wie das Management selbst und der starke Dollar wirkt wie ein Turbo auf Umsatz und Gewinn. Ich rechne mit weiteren positiven Nachrichten in den nächsten Wochen, noch vor der Veröffentlichung des 6-Monatsergebnisses, das offiziell am 12. August ansteht.

= WCM
Das Kursniveau zwischen 2,70 und 3 EUR scheint sich als solider Boden für die anstehende Kapitalerhöhung herauszustellen. Ich gehe davon aus, dass demnächst die Konditionen hierfür präsentiert werden, da sie ja bereits in den nächsten Wochen über die Bühne gehen soll. Je nachdem, wie die Konditionen ausfallen und sich der Aktienkurs verhält, entscheide ich, ob ich über die Bezugsrechte der Kapitalerhöhung aufstocke, oder einfach weitere Aktien über die Börse zukaufe. Dass ich meinen Bestand an dieser aktuell wohl heißesten Immobilienspekulation Deutschlands aufstocken werde, steht für mich außer frage. Denn die vielen in kürzester Zeit abgeschlossenen Deals zeigen, dass bei WCM nicht mit heißer Luft gehandelt wird, sondern den großen Worten ebensolche Taten folgen. Und dabei ist der Neustart der WCM gerade mal erst 6 Monate her...

.: Cashquote 28%
Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten an den Märkten, der doch eher fairen bis ambitionierten Bewertung der Börsen im Allgemeinen sowie der eher negativen Börsenjahreszeit halte ich eine recht hohe Cashquote von 28%. In den nächsten Wochen könnte es durchaus zu dem einen oder anderen übertriebenen Abverkauf in einzelnen Werten oder den Börsen insgesamt kommen und da bin ich dann gerne gut gerüstet - und zur Stelle. Denn langfristig bringt Liquidität die Rendite.

Freitag, 19. Juni 2015

WCM: schneller Vermietungserfolg bei neu erworbener Düsseldorfer Immobilie

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG wartet mit der nächsten Erfolgsmeldung auf. Und auch wenn es sich dieses Mal nicht um einen Neuerwerb handelt, ist sie nicht minder wichtig. Denn es handelt sich um einen Vermietungserfolg in dem erst kürzlich übernommenen Gewerbeobjekt in der Düsseldorfer Kavalleriestraße, wo nun neben dem Land Nordrhein-Westfalen eine Kindertagesstätte als Mieter ab August 2016 gewonnen werden konnte. Bei dem 15-Jahres-Mietvertrag zuzüglich Verlängerungsoption über eine Nutzfläche von 610 Quadratmetern fungiert die Stadt Düsseldorf als Mietgarantiegeber.

Mit diesem Vermietungserfolg steigt der Vermietungsstand des von der WCM AG vor wenigen Monaten erworbenen Objekts in Düsseldorfer Citylage mit einer Gesamtfläche von 2.956 Quadratmetern auf 100 Prozent. Die Mieteinnahmen der Immobilie erhöhen sich um rund 40 Prozent und die durchschnittliche Restmietlaufzeit (WALT) der Immobilie auf mehr als 13 Jahre verglichen mit dem Gesamtportfolio der WCM, wo sie bei 10 Jahren liegt.

WCM legt weiterhin ein rasantes Tempo vor und zeigt, dass es ihr nicht nur um Neuakquise von Gewerbeimmobilien geht, sondern sie mindestens ebenso viel Energie in die Entwicklung der erworbenen Objekte steckt, um hier die vorhandenen Wertschöpfungspotenziale zu heben.

WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und aufgrund der Ankündigung einer großen Kapitalerhöhung zur Finanzierung der vielen Zukäufe ist der Kurs auf rund 3 EUR zurückgekommen, nachdem er bereits an der 4 Euro-Marke geschnuppert hatte. Die noch nicht en Detail genannten Konditionen der für Anfang Juli geplanten Kapitalerhöhung verunsichern zur Zeit die Anleger etwas, das gegenwärtige Kursniveau dürfte sich bald aber als attraktive Einstiegsgelegenheit für Mittel- und Langfristanlager herausstellen. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Wer vorher schlau sein möchte, legt sich die WCM-Aktien ins Depot und freut sich darauf, bald im Zuge der Kapitalerhöhung weiter Stücke zukaufen zu können. Allerdings muss man sich auf eine weiterhin überdurchschnittliche Volatilität dieser Aktie einstellen.

Warren Buffett kriegt gar nicht genug... Ketchup

Warren Buffett, das "Orakel von Omaha" und der Welt erfolgreichster und bekanntester Value Investor hat ein Faible für Konsumwerte. Gemeinsam mit der Brasilianischen Private Equity Gesellschaft 3G kaufte Buffett vor einigen Jahren den Ketchup-Hersteller Heinz und nahm diesen von der Börse, um ihn in aller Ruhe und ab vom Rampenlicht auf Rendite zu trimmen.

Und nun wird dieser in einer spektakulären Übernahme mit der börsennotierten Kraft Foods fusioniert, und Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway wird hier der Mehrheitsgesellschafter sein, noch vor Partner 3G. 12 der damals 23 Milliarden Dollar schweren Heinz Ketchup Übernahme betrug Buffetts Anteil und nun kommen weitere 5,4% hinzu, denn Buffett nutzte eine ihm damals eingeräumte Option, seinen Anteil aufstocken zu können, so dass er nun auf 52,5% der Anteile kommt. Kurz vor Abschluss der Fusion mit Kraft Foods baut Buffett also seine Position aus und wird damit zum größten Aktionär der neuen Kraft Heinz Co., die mit rund 28 Milliarden Dollar Umsatz die weltweite Nummer 5 der Branche sein wird. Spitzenreiter mit weitem Abstand bleibt der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit rund 95 Milliarden.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 16. Juni 2015

Werden Rohstoffe wie Öl, Gold oder Platin jetzt wieder interessant?

Die Weltkonjunktur stottert, die Eurokrise lähmt, die Zinsen notieren nah am historischen Rekordtief dank der weltweiten Interventionen der Notenbanken. Immobilien und Aktien scheinen die einzigen verbliebenen Anlagen zu sein, die noch zufriedenstellende Renditen versprechen, doch der jahrelange Preisanstieg hat beide Assets auch teuer und anfällig für Korrekturen gemacht. Antizyklisch handelnde Anleger sehen sich also nach Alternativen um und da könnten die Rohstoffe wieder in den Blick geraten, denn sowohl die Aktien der Minenunternehmen als auch die Rohstoffpreise an sich haben schon deutlich bessere Tage gesehen.

Was macht das Öl?
Der Ölpreisverfall kam schnell und massiv, um knapp die Hälfte brach "das schwarze Gold" Ende letzten Jahres ein, als Saudi-Arabien einen Kursschwenk in der OPEC vollzog. Man ist nicht mehr bereit, das insbesondere dank der US-Fracking-Industrie herrschende weltweite Überangebot an Öl durch einseitige saudische Fördermengenkürzungen auszugleichen, um die anderen Staaten am dann folgenden unweigerlichen Anstieg des Ölpreises verdienen zu lassen. Die neue Marschroute der Saudis ist, die neue Konkurrenz durch den Ölpreisverfall aus dem Markt zu werfen und darauf zu setzen, dass das hieraus resultierende geringere Angebot dann zu einem Ölpreisanstieg führen wird - mit den Saudis als größtem Produzenten und Profiteur. Und da die Saudis für etwa 5 Dollar das Öl aus dem Wüstensand holen, die US-Amerikaner aber zu Kosten um die 50 Dollar fracken, sehen sich die Wüstenscheichs am längeren Hebel.

Allerdings nehmen nicht nur die Zahlen für neue Bohrlöcher in den USA und Kanada rapide ab, sondern fast ebenso schnell fallen die Kosten für die dortige Förderung. Es kann also durchaus sein, dass die Saudis die amerikanische Konkurrenz nicht aus dem Markt schmeißen können, sondern sie nur zu erheblich höherer Effizienz gezwungen haben. In diesem Markt ist auch die von mir vorgestellte Deutsche Rohstoff AG sehr erfolgreich tätig...