Donnerstag, 22. Oktober 2026

EQT lässt für Qiagen 9,6 Milliarden Euro springen

Der schwedische Private-Equity-Investor EQT übernimmt den europäische Molekulardiagnostik-Spezialisten Qiagen. Mit 9,6 Mrd. Euro ist die Transaktion eine der größten Übernahmen im europäischen Gesundheitssektor in diesem Jahr.

EQT, zu dessen Konsortium auch die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) und das Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments) gehören, wird 46,50 Euro pro Aktie in bar zahlen und damit rund 40% mehr, als bei einer - letztlich gescheiterten - früheren Übernahmerunde.

Mit der Qiagen-Übernahme setzt EQT seine Serie bedeutender Transaktionen in 2026 fort, darunter die Übernahme des britischen Testkonzerns Intertek im Wert von rund 11,1 Mrd. Euro sowie die Übernahme des australischen Abfallentsorgungsunternehmens Cleanaway im Wert von etwa 5,8 Mrd. Euro.

Mein Fazit

Qiagen habe ich seit September 2020 auf meiner Beobachtungsliste, als im Zuge der Corona-Pandemie die Aussichten wirklich glänzend waren. Doch das Unternehmen konnte seine Chancen nie nutzen und hat sich mit internen Querelen und nicht immer glücklichen unternehmerischen Entscheidungen wieder und wieder selbst ins Knie geschossen. Nun erklingt der letzte Akkord und unterm Strich bleiben 18,5% Rendite. Nicht schlecht, könnte man einen. Über die Laufzeit gesehen bleiben aber weniger als 3% pro Jahr - das frisst ja schon die Inflation weg.

Disclaimer: Ich streiche Qiagen von meiner Beobachtungsliste.

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Carl Zeiss Meditec: Lässt der Augenspezialist das Tal der Tränen endlich hinter sich?

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 23/2026 vom 21.10.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Carl Zeiss Meditec, Redcare Pharmacy, SGL Carbon

Börsenweisheit des Tages | 22.10.2026

"Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Märkte immer verändern und dass man flexibel und anpassungsfähig sein muss, um erfolgreich zu sein."
(Marty Schwartz)

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 21.10.2026

"Wenn du alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast, denke daran – das hast du nicht."
(Thomas Edison)

Dienstag, 20. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 20.10.2026

"Der wichtigste Teil eines jeden Plans ist die Planung für den Fall, dass der Plan nicht wie geplant verläuft."
(Morgan Housel)

Montag, 19. Oktober 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 19.10.1987 brachte der "Schwarze Montag" die Börsen und Michael Milkens Junk Bond-Imperium zu Fall. Und beinahe auch Übernahmeking KKR

Der 19.10.1987 ging als "Schwarzer Montag" in die Finanzgeschichte ein. An diesem einzelnen Handelstag verlor der Dow-Jones-Index 22,6% seines Wertes und das stellt bis heute den größten prozentualen Tagesverlust in der Geschichte des US-amerikanischen Aktienmarktes dar. Und auch andere Börsen rund um den Globus riss es ähnlich schlimm mit in die Tiefe.

Was diesen dramatischen Tag so besonders macht, ist, dass es keinen einzelnen Auslöser gab. Der Börsencrash war vielmehr das Resultat einer Verkettung struktureller Überhitzungen, automatisierter Handelsmechanismen und riskanter Finanzinnovationen, die das System extrem anfällig machten. Der "Schwarze Montag" beendete die Ära der feindlichen Übernahmen und raffte Börsenhändler, Spekulanten und ganze Existenzen dahin...

Börsenweisheit des Tages | 19.10.2026

"Ich bin immer wieder erstaunt über die natürliche Neigung von Anlegern, so lange zu warten, bis es 'konsensfähig' ist, in etwas zu investieren, was bedeutet, dass man bereit ist, auf den größten Teil des Nutzens aus der Bewertungsexpansion zu verzichten. Multibagger entstehen durch das Wachstum beim Gewinn je Aktie und die Ausweitung der Bewertungsrelation."
(Ian Cassel)

Sonntag, 18. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 18.10.2026

"Der Fall Argentinien ist ein empirischer Beweis dafür, dass, egal wie reich man auch sein mag (…), wenn Maßnahmen ergriffen werden, die das freie Funktionieren der Märkte, des Wettbewerbs, der Preissysteme, des Handels und des Besitzes von Privateigentum behindern, das einzig mögliche Schicksal Armut ist."
(Javier Milei, 2024)

Samstag, 17. Oktober 2026

Kissigs Wochenrückblick 42/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Rocket Lab, 2G Energy, Almonty, Comfort Systems und Quanta Services. Allesamt zweistellig im Minus und damit im Korrekturmodus. Doch Vincorion, Verisk und Costco halten dagegen...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 17.10.1973 lösten Förderkürzungen der führenden OPEC-Mitglieder die erste Ölkrise aus - und Marc Rich ergriff seine Chance, das Kartell zu brechen und die Herrschaft der "Seven Sisters" zu beenden

Am 17.10.1973 begann eine Zeitenwende für die Weltwirtschaft. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und insbesondere die arabischen Förderstaaten machten deutlich, dass Erdöl weit mehr war als ein Rohstoff für Raffinerien, Tankstellen und Heizungen. Öl war ein geopolitisches Machtinstrument. Wer über seine Förderung und Lieferung bestimmen konnte, besaß einen Hebel, mit dem sich die größten Industrienationen der Welt unter erheblichen Druck setzen ließen.

Die erste Ölkrise erschütterte das Selbstverständnis des Westens, legte die Verwundbarkeit seiner Volkswirtschaften offen und veränderte den internationalen Rohstoffhandel grundlegend. Während Autofahrer in den USA und Europa plötzlich vor geschlossenen Tankstellen standen, Unternehmen ihre Produktion drosselten und Regierungen fieberhaft nach Auswegen suchten, entstand im internationalen Ölgeschäft eine neue Generation von Händlern. Einer ihrer bekanntesten Vertreter war Marc Rich. Er erkannte früh, dass sich in einem Markt, der von politischen Entscheidungen, Versorgungsengpässen und extremen Preisschwankungen geprägt war, enorme Gewinne erzielen ließen. Und der dabei überhaupt erst den globalen Handelsmarkt für Öl schuf, wie er uns heute selbstverständlich erscheint...

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält Aktien, die ich für langfristig interessant und aussichtsreich halte und hier im Blog begleite. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.

Sie enthält deutsche Aktien, vor allem Nebenwerte, die internationalen Aktien werden von US-Werten dominiert, es gibt BDCs und REITs, Turnaround-Spekulationen, FinTech-Engagements sowie Royalty-Plays. Inzwischen haben sich hier Tenbagger angesammelt, viele Verdoppler, aber einige Werte liegen auch deutlich zweistellig im Minus. Da ist von jedem und für jeden was dabei...

Börsenweisheit des Tages | 17.10.2026

"Veränderungen können, wie im Fall des Internets, ein Freund der Gesellschaft sein. Aber es ist die Abwesenheit von Veränderungen, die oft ein Freund des Investors ist. Das Internet wird zwar vieles verändern, aber wahrscheinlich nicht die Marke des Kaugummis, den die Leute kauen."
(Warren Buffett)

Freitag, 16. Oktober 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 16.10.1923 gründeten zwei Brüder ein Trickfilmstudio und "The Walt Disney Co." entwickelte sich zu einem Entertainmentgiganten, der bis heute weltweit Maßstäbe setzt

Am 16.10.1923 legten Walt und Roy Disney den Grundstein für eines der erfolgreichsten Unterhaltungsunternehmen der Welt. Aus einer kleinen Zeichentrickproduktion wurde ein Imperium aus Filmklassikern, Freizeitparks, Fernsehsendern und Streamingdiensten. Doch hundert Jahre nach seiner Gründung steht Disney vor einer neuen Herausforderung: Im Kampf um die Aufmerksamkeit des Publikums muss selbst Mickey Mouse beweisen, dass Magie und wirtschaftlicher Erfolg auch im digitalen Zeitalter zusammenpassen.

Die Geschichte der Walt Disney Company beginnt nicht mit einem riesigen Filmstudio, einem weltberühmten Freizeitpark oder einem der bekanntesten Comicfiguren der Welt. Sie beginnt mit zwei Brüdern, einer Geschäftsidee und einer gehörigen Portion Risikobereitschaft. Am 16. Oktober 1923 schloss Walt Disney einen Vertrag über die Produktion einer Reihe von Kurzfilmen mit Alice-Elementen ab. Sein älterer Bruder Roy kümmerte sich um die geschäftlichen Angelegenheiten. Dieses Datum gilt heute als Gründungstag des Unternehmens, das zunächst unter dem Namen Disney Brothers Cartoon Studio firmierte.

Walt Disney war der kreative Kopf, Roy Disney der kaufmännische Organisator. Diese Aufgabenteilung sollte das Unternehmen über Jahrzehnte prägen. Walt wollte Geschichten erzählen, neue Animationstechniken ausprobieren und das Publikum überraschen. Roy sorgte dafür, dass aus diesen Ideen ein tragfähiges Geschäft wurde. Ohne Walts Fantasie wäre Disney vermutlich nie zu einem kulturellen Phänomen geworden. Ohne Roys finanzielles Geschick hätte das Unternehmen manche seiner ambitionierten Projekte möglicherweise nicht überlebt.

Der Weg zum Erfolg war allerdings keineswegs vorgezeichnet. Walt hatte bereits mit einem eigenen Animationsstudio Rückschläge erlebt. Sein früherer Geschäftspartner Charles Mintz übernahm nach einem Konflikt die Rechte an der Figur "Oswald the Lucky Rabbit" und beschäftigte zahlreiche der bisherigen Disney-Zeichner. Walt verlor damit nicht nur eine wichtige Figur, sondern musste auch erkennen, wie gefährlich es sein konnte, die Kontrolle über die eigenen kreativen Ideen und deren wirtschaftliche Verwertung aus der Hand zu geben.

Aus dieser Erfahrung zog er Konsequenzen. Die nächste Figur sollte ihm und seinem Unternehmen gehören. Sie hieß Mickey Mouse...

Börsenweisheit des Tages | 16.10.2026

"Das Schlimmste an Bullenmärkten ist, dass unerfahrene Leute andere unerfahrene Leute über die Börse aufklären. Das Schlimmste an Bärenmärkten ist, dass sich die permanenten Schwarzmaler endlich bestätigt fühlen, nachdem sie ein oder zwei Jahrzehnte lang falsch lagen."
(Ian Cassel)

Donnerstag, 15. Oktober 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] 2G Energy: (Nicht nur) das Data-Center-Geschäft sorgt für den nächsten Wachstumsschub

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 22/2026 vom 06.10.2026

Aktien in dieser Ausgabe: 2G Energy, Secunet Security Networks, Tonies

Börsenweisheit des Tages | 15.10.2026

"Betrachtet man die letzten 50 Jahre, so erreichte der S&P 500 in 156 dieser 600 Monate und damit in 26% der Zeit ein neues Hoch. Das kommt also viel häufiger vor, als man denkt. Ein Anleger, der bei jedem neuen Höchststand verkauft und auf einen niedrigeren Wiedereinstiegskurs gewartet hätte, hätte die Chance verpasst, mehr als das 200-fache seines Geldes zu verdienen, wenn er den S&P 500 einfach nur gekauft und 50 Jahre lang gehalten hätte."
(Bill Nygren, 2024)

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 14.10.2026

"Es ergibt keinen Sinn, aber wenn ein Wertpapier steigt, will jeder Knochen in unserem Körper mehr davon kaufen. Und wenn es fällt, kämpft man und zwingt sich, es nicht zu verkaufen. Das ist einfach unsere Natur. Und man muss sich ständig vor Augen halten, warum man dieses Wertpapier besitzt. Nur weil der Kurs sinkt, heißt das nicht zwangsläufig, dass man es verkaufen sollte. Wenn er sinkt, bedeutet das jedoch definitiv, dass man seine These überprüfen sollte, aber es bedeutet nicht, dass man es verkaufe sollte."
(Stanley Druckenmiller)

Dienstag, 13. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 13.10.2026

"Man entdeckt eine Gelegenheit und vergleicht diese dann mit anderen Gelegenheiten. Und man investiert nur in die attraktivste dieser Möglichkeiten. Das sind deine Opportunitätskosten."
(Charlie Munger)

Montag, 12. Oktober 2026

Starinvestor Chris Hohn setzt nur auf die stärksten Burggräben. Mit überragendem Erfolg!

Sir Christopher Hohn gehört zu den einflussreichsten Hedgefonds-Managern der Welt. Der britische Investor hat mit TCI Fund Management ein Anlageimperium aufgebaut, das auf einer vergleichsweise einfachen Idee beruht.

Hohn erkannte, dass nicht das größte Wachstumspotenzial Unternehmen zu den besten Investments macht, sondern die Fähigkeit, ihre wirtschaftliche Vormachtstellung über Jahrzehnte verteidigen können. Entscheidend sind die Moats, also dauerhafte Wettbewerbsvorteile, die Konkurrenten auf Abstand halten und Unternehmen eine hohe Preissetzungsmacht sichern.

Hohn setzt dabei auf eine ungewöhnliche Kombination aus langfristigem Investieren, konzentrierten Beteiligungen und aktivistischem Engagement. Er sucht erstklassige Unternehmen, ist aber keineswegs bereit, deren Management alles durchgehen zu lassen. Wenn er überzeugt ist, dass Vorstände Kapital verschwenden oder strategisch falsche Entscheidungen treffen, greift er ein. Dieser Ansatz hat ihn zu einem der erfolgreichsten und zugleich umstrittensten Investoren der Finanzbranche gemacht.

Börsenweisheit des Tages | 12.10.2026

"Man muss ein Business kaufen und man muss es zu einem attraktiven Preis kaufen. Und man muss sich in gute Unternehmen einkaufen. Dieser Ratschlag wird auch in hundert Jahren noch gelten. Das ist es, worum es beim Investieren geht."
(Warren Buffett)

Sonntag, 11. Oktober 2026

Börsenweisheit des Tages | 11.10.2026

"Die nachhaltigsten Vorteile sind psychologischer Natur."
(Nick Sleep)

Samstag, 10. Oktober 2026

Kissigs Wochenrückblick 41/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, Verisk Analytics, Rocket Lab, 2G Energy und Quanta Services. Rendite fürs Depot gibt es bei mir ab sofort auch mit fundierten Schadensanalysen und Risikomanagement

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Börsenweisheit des Tages | 10.10.2026

"Psychologie verursacht viel stärke Schwankungen als Fundamentaldaten - und zwar meist in die falsche Richtung oder zum falschen Zeitpunkt. Es ist entscheidend, diesen Schwankungen zu widerstehen."
(Howard Stanley Marks)