(Ian Cassel)
Montag, 27. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 27.07.2026
"Es ist schwierig, an seinen Gewinneraktien festzuhalten, weil man immer wieder auf die Kostenbasis zurückblickt, anstatt nach vorne auf das Geschäft zu schauen."
Sonntag, 26. Juli 2026
[Kissigs Kloogschieterei] Waghalsige Öl-Manöver in trüben Gewässern
Der Iran-Krieg ist zurück. Naja, eigentlich war er nie wirklich weg, denn Trumps Pseudo-Friedensagreement war so löchrig, dass ganze Flugzeugträger hindurchgepasst hätten. Die einzige Einigkeit zwischen den USA und dem Iran bestand eigentlich darin, dass man sich nicht einig ist – und sich 60 Tage darüber streiten will, über was an sich eigentlich einigen müsste. Was auch immer, der Ölpreis war von seinen Kriegsangsthochs wieder zurück auf Los geschnellt – doch inzwischen ist alles wieder vorbei.
Es wird wieder geschossen, die Straße von Hormuz ist dicht, der weltweiten Öl-Versorgung fehlen 20% an Kapazität. Und doch gibt es Neues: der Iran soll seine Huthi-Verbündeten im Jemen aufgefordert haben, die Meerenge von Bab al-Mandab zu sperren. Bab al-Was? Genau, niemand kennt das, aber den Suez-Kanal, von dem hat man schon gehört. Asiens schnellste Verbindung nach Europa führt durch Ägyptens künstliche Wasserstraße ins Mittelmeer. Und an der südwestlichen Spitze der Arabischen Halbinsel liegt der Jemen.
Wird auch diese Route gesperrt, wird der Seeweg für arabisches Öl sehr viel länger. Die ersten Raketen auf Saudische Öl-Tanker wurden bereits von den Huthis abgeschossen und die Route ist de facto dicht. Damit steigen die Frachtraten und es wird weniger Öl transportiert, weil dieselben Tankerkapazitäten länger mit derselben Menge an Öl beschäftigt sind.
Neu ist allerdings auch, dass weltweit Staaten ihre strategischen Öl-Reserven auf den Markt geworfen haben, um den Öl-Preisschock abzumildern. Mit Erfolg, was den Preisauftrieb anging. Dummerweise sind die Reserven nicht unendlich und weitgehend geleert. Diese Zusatzangebot fällt also bald aus und kehrt sich dann in Zusatznachfrage um, denn der Iran-Krieg hat gezeigt, dass strategische Öl-Reserven elementar sind.
Es droht ein Dreifachpunch aus zwei Sperrungen wichtiger Schifffahrtsrouten und dem Versiegen der Öl-Reserveflut. Die sich gerade etwas beruhigenden Inflationsdaten dürften nun neue Nahrung kriegen, die dann weit nach 2027 hineinschwappen dürfte. Jedenfalls wenn die Sperrungen nicht sofort aufgehoben werden. Und danach sieht es nicht aus. Da kann auch das erhöhte Fördervolumen der OPEC+ allein und die aktuelle Nachfrageschwäche in Asien nicht mehr viel retten.
Die Inflation ist da. Und sie wird erstmal bleiben. So wie auch das erhöhte Zinsniveau. Das steht natürlich nicht auf den Titelseiten. Noch nicht. Aber das kommt. Und schlaue Anleger machen ihr Depot entsprechend sturmfest, um nicht voll unter die Räder zu kommen, wenn es hart auf hart kommt...
Börsenweisheit des Tages | 26.07.2026
"Es gibt Leute, die gut zahlen, die schlecht zahlen, Leute, die prompt zahlen, die nie zahlen, Leute, die schleppend zahlen, die bar zahlen, abzahlen, draufzahlen, heimzahlen – nur Leute, die gern zahlen, die gibt es nicht."
(Georg Christoph Lichtenberg)
(Georg Christoph Lichtenberg)
Samstag, 25. Juli 2026
Kissigs Rückblick 30/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Vincorion, Deutsche Rohstoff AG, Rheinmetall, Rocket Lab, Comfort Systems - und die Gewinne sprudelten
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Kissigs Beobachtungsliste
Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält Aktien, die ich für langfristig interessant und aussichtsreich halte und hier im Blog begleite. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.
Sie enthält deutsche Aktien, vor allem Nebenwerte, die internationalen Aktien werden von US-Werten dominiert, es gibt BDCs und REITs, Turnaround-Spekulationen, FinTech-Engagements sowie Royalty-Plays. Inzwischen haben sich hier Tenbagger angesammelt, viele Verdoppler, aber einige Werte liegen auch deutlich zweistellig im Minus. Da ist von jedem und für jeden was dabei...
Freitag, 24. Juli 2026
Donnerstag, 23. Juli 2026
[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Ströer: Daten und KI powern zunehmend die Geschäfte
Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 16/2026 vom 22.07.2026
Aktien in dieser Ausgabe: KSB, Ströer, Wacker Neuson
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Mittwoch, 22. Juli 2026
Dienstag, 21. Juli 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 21.07.2002 brach WorldCom zusammen und offenbarte ein unglaubliches Maß an Bilanzfälschungen und Betrug
Am 21.07.2002 beantragte WorldCom Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts und damit erreichte einer der größten Unternehmensskandale der Wirtschaftsgeschichte seinen dramatischen Höhepunkt. Mit Vermögenswerten von mehr als 100 Milliarden Dollar handelte es sich damals um die größte Unternehmensinsolvenz in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Erst Jahre später wurde dieser Rekord durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers übertroffen.
Doch WorldCom war weit mehr als ein spektakulärer Insolvenzfall. Der Konzern wurde zum Sinnbild für die Schattenseiten des Börsenbooms der 1990er Jahre, für eine Unternehmenskultur, die Wachstum um jeden Preis verlangte, und für einen Bilanzbetrug, der das Vertrauen in die amerikanischen Kapitalmärkte nachhaltig erschütterte.
Die Enthüllung milliardenschwerer Bilanzmanipulationen vernichtete innerhalb kürzester Zeit Milliarden an Aktionärsvermögen, kostete Tausende Beschäftigte ihren Arbeitsplatz und führte zu tiefgreifenden Reformen der Unternehmensaufsicht. Der Name WorldCom steht bis heute als Mahnung dafür, welche Folgen fehlende Kontrollen, übersteigerter Erfolgsdruck und mangelnde Transparenz haben können.
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Börsenweisheit des Tages | 21.07.2026
"Ein Kleinaktionär ist jemand, der seine Gefühle dem Wirtschaftsteil der Tageszeitung entnimmt."
(Karsten Mekelburg)
(Karsten Mekelburg)
Montag, 20. Juli 2026
5,5 Millionen Prozent Rendite: Warren Buffett erklärt, wie auch Privatanleger die perfekten Aktien für ihr Depot finden und damit fette Überrenditen erzielen können
Warren Buffett ist der beste Investor aller Zeiten und hat sich kürzlich nach 60 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway in den (Un-)ruhestand verabschiedet. Unterm Strich erzielte er in diesem Zeitraum einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von beeindruckenden 20% - dies zeigt die ungeheure Kraft des Compounding, auch bekannt als Zinseszins. Dabei konnte das "Orakel von Omaha", wie Buffett von seinen Fans auch genannt wird, in der Einzelbetrachtung den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. Der kumulierte Zuwachs der Berkshire-Aktie seit Buffetts Übernahme 1964 beläuft sich auf rund 5,5 Mio. % verglichen mit "nur" gut 39.000 für den S&P 500.
Andersherum betrachtet könnte die Berkshire-Aktie um 99% fallen und hätte über den 60-Jahreszeitraum hinweg immer noch eine bessere Rendite als der S&P 500 erzielt. Was für ein Vermächtnis!
Doch Buffetts Erfolg ist kein Zufall und kein Hexenwerk. Es gründet auf einem disziplinierten Investmentansatz und einigen wenigen Prinzipien. Dieser Börsenzaubertrank ist so einfach zusammenzubrauen, dass dies jeder selbst in der heimischen Küche erledigen kann. Und Buffett erklärt auch genau, wie das gelingt...
Börsenweisheit des Tages | 20.07.2026
"Es würde manche politischen Prozesse kolossal erleichtern, befänden Parlament und Börse sich unter einem Dach."
(Martin Gerhard Reisenberg)
(Martin Gerhard Reisenberg)
Sonntag, 19. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 19.07.2026
"Mit der Zeit sind wir klüger geworden. Wir sind in immer bessere Unternehmen eingestiegen. Wir verstehen mehr und mehr, was für schlimme Dinge passieren können und wie leicht sie sich einschleichen können. Und je älter wird wurden, desto mehr haben wir sie vermieden."
(Charlie Munger)
Samstag, 18. Juli 2026
Kissigs Rückblick 29/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, Rocket Lab, Frequency Electronics, Vincorion und Texas Pacific Land - mit blutrotem Ende
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Freitag, 17. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 17.07.2026
"Manager, die immer versprechen, "die Zahlen zu erreichen", werden irgendwann in Versuchung kommen, die Zahlen zu schönen."
(Warren Buffett)
Donnerstag, 16. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 16.07.2026
"Je mehr Sorgen die Menschen haben, desto besser für den Anleger, denn diese Sorgen sind bereits in den Börsenkursen enthalten."
(Bill Miller)
Mittwoch, 15. Juli 2026
Buffett erklärt, weshalb Unternehmen genau die Aktionäre haben, die sie verdienen
Starinvestor Warren Buffett hat sich in seinem Investorenbrief von 1979 an die Aktionäre seiner Investmentholding Berkshire Hathaway damit beschäftigt, wie das Verhalten des Managements dazu führt, dass Unternehmen eine bestimmte Art von Aktionären anziehen.
"Unternehmen erhalten überwiegend genau die Aktionärsbasis, die sie anstreben und verdienen. Wenn sie ihr Denken und ihre Kommunikation auf kurzfristige Ergebnisse oder kurzfristige Börsenentwicklungen ausrichten, werden sie ebenfalls überwiegend Aktionäre anziehen, die sich auf dieselben Faktoren konzentrieren. Und wenn sie Investoren gegenüber zynisch auftreten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihnen dieser Zynismus schließlich von der Investmentgemeinschaft zurückgespiegelt wird.Phil Fisher verglich die Strategie eines Unternehmens zur Gewinnung von Aktionären einmal mit der eines Restaurants, das um Kunden wirbt. Ein Restaurant kann eine bestimmte Zielgruppe ansprechen – etwa Liebhaber von Fast Food, gehobener Küche oder asiatischer Speisen – und sich im Laufe der Zeit eine passende Stammkundschaft aufbauen. Wird dies professionell umgesetzt, kommen diese Gäste, zufrieden mit Service, Speisekarte und Preisniveau, immer wieder zurück. Ein Restaurant kann jedoch nicht ständig seinen Charakter wechseln und trotzdem eine zufriedene und treue Kundschaft behalten. Würde es abwechselnd französische Gourmetküche und Hähnchen zum Mitnehmen anbieten, wäre das Ergebnis ein ständiges Kommen und Gehen verwirrter und unzufriedener Kunden.Genauso verhält es sich mit Unternehmen und der Aktionärsgruppe, die sie anziehen möchten. Man kann nicht gleichzeitig alles für jeden sein und zugleich Eigentümer mit völlig unterschiedlichen Interessen gewinnen wollen – von Anlegern, die hohe laufende Ausschüttungen bevorzugen, über Investoren mit Fokus auf langfristiges Kapitalwachstum bis hin zu solchen, die auf spektakuläre Börsenbewegungen aus sind."
Diese Erkenntnisse sind ein weiteres starkes Argument dafür, dass Unternehmen nur dann nachhaltig Erfolg haben, wenn das Management zum Unternehmen passt, seine Kultur und seine DNA "lebt". Egal wie herausragend ein Manager auch ist, wenn er einen "Kulturschock" auslöst kann dies die Siegesserie auch des erfolgreichsten Unternehmens beenden. Was sich dann zumeist auch im Aktienkurs negativ niederschlägt. Und gegebenenfalls aktivistische Investoren auf den Plan ruft, die das Management zum Umlenken zwingen wollen, um die aufgestauten Wertpotenziale zu heben.
Das kann funktionieren, aber viel erfolgversprechender ist, sofort auf den richtigen Dreiklang zu setzen mit einem Management, das zum Unternehmen passt und damit gleichgesinnte Aktionäre anzieht. Buffett hat es bei und mit Berkshire vorgemacht und von Anfang an und über Jahrzehnte hinweg Langfristanleger angelockt. Sein Partner Charlie Munger verfolgte dieselbe Philosophie - und es bleibt zu hoffen, dass Buffetts Nachfolger Greg Abel ihrem Erfolgsweg treu bleibt. Time will tell...
Disclaimer: Habe Berkshire auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.
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Berkshire Hathaway,
Buffetts Bonmots,
Warren Buffett
Dienstag, 14. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 14.07.2026
"Etwa einmal pro Jahrzehnt wird die Welt in einer Art und Weise erschüttert, die kaum jemand kommen sah."
(Morgan Housel)
Montag, 13. Juli 2026
Börsenweisheit des Tages | 13.07.2026
"Man muss sich seinen besonderen Kompetenzbereich suchen und sich darauf konzentrieren. Am besten geht man dorthin, wo es dumme Wettbewerber gibt."
(Charlie Munger)
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