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Freitag, 8. Mai 2026

[Earnings Quickcheck Q1/26] ESCO glänzt mit starken Zahlen – und taucht erstmal ab

ESCO Technologies hat starke Quartalszahlen vorgelegt, doch die Börse straft die Aktie erstmal ab. "Priced for perfection" nennt man das, denn die Aktie hat in den letzten Wochen kräftig zugelegt und auch mein Depot mit nach oben gezogen. So ganz ohne Salz in der Suppe kam aber auch ESCO jetzt nicht aus und zeigte neben viel Licht auch ein wenig Schatten. Die Sonnenseite schauen wir uns mal genauer an, vor allem aber natürlich auch die "Dark Side oft the Boom".

Über die große Übernahme der Megger Group hatte ich ja bereits vor einigen Wochen berichtet und die wird sich für ESCO kräftig auszahlen. Das dauert aber noch ein bisschen und aktuell laufen in den Geschäftszahlen erstmal die Kosten für die Übernahme auf, während die positiven Effekte dann später folgen.

ESCOs Geschäftsjahr endet am 30. September, so dass wir heute über sein zweites Geschäftsquartal sprechen. Und hier sorgte die Übernahme im Schifffahrtsbereich ("Maritime") für Rekordergebnisse, aber es deutet sich eine Abschwächung im zweiten Halbjahr an und das drück etwas auf die Stimmung. Jedenfalls bei oberflächlicher Betrachtung...

Freitag, 13. Juni 2025

[Im Fokus] CHAPTERS Group: Die erste Milliarde ist war die schwerste

In diesem Kurzportrait geht es um die CHAPTERS Group, einen Serial Acquirer in der Startphase und damit am Anfang einer absehbaren Erfolgsgeschichte - sofern sofern man es richtig anstellt...

Der Traum eines Anlegers ist eine Aktie, die man nach dem Kauf einfach liegenlassen kann und die keiner weiteren Beachtung bedarf. Schaut man dann mal ab und zu doch ins Depot, hat sich der Kurs weiter erhöht und die ausgewiesene Rendite blinkt einen in freundlichen Grüntönen an. Und wenn sie dann noch deutlich mehr eingespielt hat, als durchschnittlich an der Börse zu erzielen waren, stellt sich nur noch eine Frage: warum habe ich nicht mehr davon gekauft?

Solche Unternehmen gibt es. Von einigen liest man ständig und mit etwas Glück hat man auch mal eines davon im Depot – und daran festgehalten. Bekannt werden solche Unternehmen allerdings meistens erst dann, wenn sie schon viele Jahre des Wachstums hinter sich und sich zu etablierten Weltkonzernen entwickelt haben. Dennoch kann ein Investment in diese Aktien noch immer lukrativ sein. Lukrativer wäre allerdings, wenn man frühzeitig bei diesen Wachstumsraketen eingestiegen wäre und die ganze Entwicklung mitgemacht hätte. Auch das ist möglich, man muss nur das richtige Unternehmen finden...

Samstag, 24. Mai 2025

In der Börsenwoche 21/2025 waren die stärksten Kurstreiber in meinem Depot nicht nur Texas Pacific Land, Apollo Global, Blackstone, LendingClub, KKR - und CHAPTERS Group

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Mittwoch, 5. Februar 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Die CHAPTERS Group will als Serial Acquirer üppige Renditen einfahren

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 2/2025 vom 04.02.2025

Aktien in dieser Ausgabe: CHAPTERS Group, Friedrich Vorwerk, 2G Energy, All for One, Formycon

Dienstag, 10. Dezember 2024

Kissigs Portfoliocheck: Akre Capital vertraut seit mehr als zehn Jahren auf den Medtech-Spezialisten Danaher

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 280. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Neudeutsch formuliert setzte Chuck Akre bevorzugt auf 'Compounding Machines'. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des 'Focus Investing' konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 3. Quartal 2024 agierte Akre erneut mit der bekannten ruhigen Hand. Die Turnoverrate lag bei niedrigen 2% und man hält lediglich zehn Positionen in seinem fokussierten Portfolio, darunter keine Neuerwerbungen. Der stieg um 6% auf 12,02 Mrd. USD und glich damit den kleinen Rücksetzer aus dem Vorquartal wieder aus. Wie Warren Buffett und Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machten zum Ende des Quartals mit 58% weiterhin deutlich mehr als die Hälfte des Portfolios aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 17,5% und zyklischen Konsumwerten mit 12,5%. Dahinter liegen Technologiewerte mit 7,9% und Gesundheitswerte mit 4,2%. Im Großen und Ganzen hat sich hier nicht viel verändert.

Bei der Ratingagentur Moody's hat Akre rund ein Fünftel seiner Anteile verkauft. Hier war er ursprünglich im 1. Halbjahr 2012 eingestiegen und seitdem hat sich die Aktie mehr als verzehnfacht – zuzüglich Dividenden. Bei KKR nahm Akre nochmals Geld vom Tisch und verkaufte weitere 17% seiner Aktien. Hier war er erstmals Anfang 2018 eingestiegen und die Aktie hat sich seitdem rasant entwickelt. Insbesondere seit der 'kleinen Finanzkrise' im Frühjahr 2023, als mehrere große Regionalbanken in den USA Pleite gingen und der Finanzsektor massiv abverkauft wurde an der Börse, kennt die KKR-Aktie kein Halten mehr. Allein seit dem Jahresstart legte sie um 90 % zu und hängte damit alle anderen Alternativen Asset Manager klar ab. Auch die kanadische Brookfield, in die Akre erstmals im Frühjahr 2019 investiert, und die er im Gegenzug für die Gewinnmitnahmen bei KKR weiter leicht aufstockte. Bemerkenswert ist nicht nur, dass der Finanzsektor so dominant ist, sondern auch innerhalb dessen hat Akre starke Schwerpunkte gebildet. Die beiden Zahlungsdienstleister Mastercard und Visa kommen zusammen auf eine Gewichtung von rund 23,5% und die beiden Alternativen Asset Manager KKR und Brookfield bringen gemeinsam knapp 21% auf die Waage. Weniger im Fokus steht Danaher, Akres (beinahe) einziges Investment im Gesundheitssektor. Dabei ist Akre nicht der einzige Starinvestor, der jetzt auf ein Wiedererstarken von Danaher setzt...


Disclaimer: Habe Brookfield, Danaher, KKR, Moody's auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Kissigs Aktien Report: Mit Dividendenwachstumswerten die Dividendenknaller von morgen kaufen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 172 vom 05.07.2024

Mittwoch, 5. Juni 2024

Kissigs Portfoliocheck: Akre Capital favorisiert Burggrabenaktien - wie Roper Technologies

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 257. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des 'Focus Investing' konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 1. Quartal 2024 agierte Akre erneut mit der bekannten ruhigen Hand. Man hält weiterhin lediglich 18 Positionen in seinem fokussierten Portfolio und tätigte lediglich eine Neuerwerbung; der Portfoliowert stieg um 4 % auf 12,09 Mrd. USD. Wie Warren Buffett und Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machten zum Ende des Quartals mit 59,2 % weiterhin deutlich mehr als die Hälfte des Portfolios aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 16,9 % und zyklischen Konsumwerten mit 11,2 %. Dahinter liegen Technologiewerte mit 9,0 % und Gesundheitswerte mit 3,7 %.

Im Großen und Ganzen hat sich hier nicht viel verändert: Mastercard und Moody's führen Akres Portfolio weiter an. KKR ist nun auf den dritten Platz vorgerückt, nachdem der Kurs sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hatte und die nun viertplatzierte American Tower aufgrund der hohen Zinsen bei vergleichsweiser hoher Verschuldung schon länger nicht zu den Performancelieferanten gehört. Die drei Top-Werte stehen für 45,25 % des stark fokussierten Portfolios, die größten fünf für 64,50 %.

Mit Mastercard, Visa und Moody’s finden sich hier gleich drei Unternehmen, die auch Warren Buffett schon seit Jahrzehnten besitzt. Anlageerfolg ist eben keine Geheimwissenschaft, sondern das Ergebnis von Überlegungen und Wahrscheinlichkeitsberechnungen sowie der Charakterstärke, Top-Unternehmen auch dann die Treue zu halten, wenn sie kurzfristig mal Schlagseite bekommen. Schlagseite hat Roper Technologies nicht. Ganz im Gegenteil, die jüngsten Quartalszahlen strotzten nur so vor Kraft und führten zu einer weiteren Anhebung der Jahresprognosen. Dennoch durchlebt Roper einige Veränderungen und das schürt durchaus Zweifel an den Zukunftsaussichten des Erfolgsunternehmens...


Disclaimer: Habe American Tower, KKR, Moody's, Roper Technologies auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 11. Januar 2024

Kissigs Aktien Report: Wird MedTech-Superstar Danaher jetzt auch wieder zum Börsenüberflieger?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 157 vom 05.01.2024

Dienstag, 7. November 2023

Im Fokus: Danaher ist einfach sexy mit Medizintechnik und Lifescience

Die Danaher Corp. wurde bereits 1969 unter dem Namen Diversified Mortgage Investors gegründet. Ihr starkes Wachstum erreichte sie auch durch inzwischen mehr als 400 Übernahmen, die erfolgreich integriert und auf Erfolg getrimmt wurden. Die Grundlage dieses jahrzehntelangen Erfolgs ist das sogenannte Danaher-Business-System, hinter dem sich ein permanentes Effizienzprogramm verbirgt, bei dem alle Konzepte, Arbeitsabläufe und Handgriffe überprüft und ggf. verbessert werden. Diesem Checkup müssen sich alle übernommenen Firmen unterziehen, aber in regelmäßigen Abständen auch immer wieder die Bestandsfirmen.

Spin-offs als Erfolgskonzept

Das Konglomerat verdiversifizierte sich allerdings, weil es in zu viele unterschiedliche Branchen expandierte, und so fasste Danaher den Entschluss, sich in mehrere schlagkräftige Teile aufzuspalten, die in ihrer jeweiligen Branche zu den führenden Unternehmen zählen. Die größte Abspaltung war Mitte 2016 die 'Fortive Corp.', in der sich das klassische Industriegeschäft, also Tankstellenausrüstung, Telematik und Automation konzentriert. Danaher selbst blieb für die Bereiche Forschung und Technologie zuständig und vor allem in der Umwelt- und Messtechnik, der Zahnarztausrüstung und der Diagnostik aktiv.

Doch die Zahnarztausrüstung ist ebenfalls nicht mehr Teil des Konzerns; die Töchter Nobel Biocare, Ormco und KaVo Kerr, die damals für rund 14 % der Danaher-Umsätze standen, wurden 2017 in dem neuen Unternehmen 'Envista Holdings' zusammengeführt und an die Börse gebracht. Später trennte sich Danaher auch von den restlichen Envista-Anteilen. Beinahe im Gegenzug erfolgte die bisher größte Übernahme der Firmengeschichte, als für 21,4 Mrd. USD die Biopharmasparte von General Electric übernommen wurde, die nun als 'Cytiva' den Danaher-Konzern bereichert.

Vor wenigen Wochen wurde auch die Umweltsparte abgespalten und als 'Veralto' separat an die Börse gebracht. Danaher präsentiert sich nun als reinrassiger MedTech- und Lifescience-Konzern. Damit ist man in aussichtsreichen Branchen positioniert. Eigentlich. Denn die aktuell zurückhaltende Wirtschaftsentwicklung sorgt hier für Bremsspuren...

Mittwoch, 2. August 2023

Andere Ansichten von Daniel Loeb zu Danaher und deren starken Wachstumssausichten

Starinvestor Daniel Loeb ist bekannt für seinen aktivistischen Investmentstil - aber kann auch anders und investiert gerne günstig in ausgesuchte Qualitätsunternehmen. Ein solches ist die Danaher Corp, die Loeb schon seit vielen Jahren hält.

In seinem Brief zum 2. Quartal 2023 an die Investoren seines Hedgefonds 'Third Point' ging Loeb explizit auf Danaher, die seit einiger Zeit unterdurchschnittliche Geschäfts- und Kursentwicklung, den bevorstehenden Spin-off der Umwelt-Sparte ('Veralto') und die sich aufhellenden Perspektiven ein. Eine kurze, aber empfehlenswerte Lektüre...

Freitag, 12. Mai 2023

Im Fokus: Roper Technologies - Die Berkshire Hathaway der Softwarebranche

In diesem Kurzportrait geht es um Roper Technologies, der aktuell 27 Beteiligungen gehören, die Software sowie technologiegestützte Produkte und Lösungen entwerfen und entwickeln. Ropers Business kann dabei in drei Segmente gegliedert werden: Application Software Network, Software Technology und Enabled Products.

Seit 1992 ist Roper an der Börse gelistet und wächst besonders durch Übernahmen von aussichtsreich positionierten Marktführern in Nischenmärkten. Das Unternehmen bietet ein sehr breit gefächertes Angebotsspektrum, das von Software für Baufirmen, Kartensysteme und integrierte Sicherheits-, Maut- und Verkehrssysteme, Kartenlesegeräte für Funkfrequenzausweise, über Systeme für die automatische Zählerablesung, Diagnose- und Laborsoftware bis hin zu Cloud-basierte Plattform für Finanzanalysen und Leistungssoftware sowie Produkten und Software für die digitale Bildverarbeitung reicht. Die Kunden stammen entsprechend aus dem Gesundheits- und Bauwesen, der Nahrungsmittelindustrie oder dem Bildungsbereich und sind auf Ropers Technologien angewiesen.

Dabei gibt es nicht unbedingt viele Synergien zwischen den einzelnen Unternehmen, wie ein kurzer Blick auf die unterschiedlichen Arten von Unternehmen zeigt: CBORD bietet Software für Campus-Lösungen, ConstructConnect bietet Software für Bauunternehmen, Strata wiederum Analytik im Gesundheitswesen, IntelliTrans hingegen Software für Lieferketten und Foundry steht für Software für kreative visuelle Effekte.

Ein bunter Gemischtwarenladen, aber es gibt einen entscheidenden roten Faden: sie alle sind Nischenanbieter und rangieren in ihrem Spezialgebiet jeweils unter den drei führenden Anbietern. Sie weisen wenig Wettbewerbsdruck auf und generieren daher hohe Margen. Ihre Kunden haben kaum Möglichkeiten, zu anderen Anbietern zu wechseln und sind von ihnen abhängig, woraus sich eine enorme Preissetzungsmacht ableitet. Und da es sich um Nischenmärkte handelt, droht von den Branchengrößen wie Microsoft, Oracle oder Salesforce kaum eine Gefahr, da für diese der 'adressierbare Markt' zu klein und damit unattraktiv ist.

Mittwoch, 10. Mai 2023

Kissigs Aktien Report: Blutspuren bei den MedTechs Danaher, Thermo Fisher, GE HealthCare - war's das jetzt?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 131 vom 05.05.2023

Freitag, 31. März 2023

Kissigs Portfoliocheck: Akre Capital setzt mit Roper Technologies auf die Berkshire Hathaway des Softwaresektors

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 221. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 4. Quartal 2022 agierte Akre Capital mit einer Turnoverrate von lediglich 1 % erneut mit ruhiger Hand. Man hält lediglich 21 Positionen in dem fokussierten Portfolio und darunter findet sich lediglich eine Neuerwerbung; der Portfoliowert sank leicht von 11,34 auf 11,06 Mrd. USD. Wie Buffett und Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten. Diese machten zum Ende des Quartals mit 54,4 % mehr die Hälfte seines Portfolios aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 18,9 %, zyklischen Konsumwerten mit 11,9 %, Industriewerten mit 6,5 %, Gesundheitsunternehmen mit 4,3 % und Technologiewerten mit 3,9 %.

Mastercard bleibt auf der Poleposition im Depot und bringt es inzwischen auf 18,4 % Gewichtung. Es folgt die Ratingagentur Moody’s mit 14,4 %, an der Akre inzwischen mehr als 3 % der Anteile hält. Auf den dritten Rang zurückgefallen ist inzwischen der ehemalige Spitzenreiter American Tower, auf Platz vier rangiert weiterhin Visa mit einer Gewichtung von 9,2 % und rotz des Teilverkaufs konnte O’Reilly Automotive mit gut 9 % den fünften Platz halten. In Summe stellen diese fünf größten Positionen knapp zwei Drittel des Akre-Portfolios.

Auf Platz sechs liegt Roper Technologies mit knapp 6,5 % Gewichtung, eine Beteiligungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf strak positionierten kleinen und mittleren Softwarefirmen. Akres Einstieg erfolgte 2014, als das Unternehmen seinen Fokus vom bis dahin dominierenden Industriesektor auf Software verschob und so über die Jahre die Kapitalintensität deutlich senkte und im Gegenzug die Margen kräftig ausbaute. Roper wird inzwischen oft als Berkshire Hathaway der Softwarebranche bezeichnet - und das nicht ohne Grund...


Disclaimer: Habe Adobe, American Tower, KKR, Moody's, Roper Technologies, Verisk Analytics auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 6. September 2022

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb kauft Energie, verkauft Technologie und setzt voll auf Danaher

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 205. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Mit 16 % blieb Loebs Turnoverrate auch im 2. Quartal 2022 weiterhin hoch. Ende des Quartals enthielt Loebs Portfolio statt 75 nur noch 58 Aktienwerte, darunter vier Neuaufnahmen; im 2021er Schlussquartal waren es noch 91. Er konzentriert seine Investments also weiter; auch durch den Ausbau seiner Cashposition. Loeb meint, wir würden gerade eine Zeitenwende an der Börse erleben, wo Technologiewerte ihre (zu) hohen Bewertungen nicht mehr rechtfertigen könnten angesichts der zunehmenden Attraktivität von Valueaktien. Er hat daher nochmals ordentlich Geld vom Tisch genommen und auch seine Depotumschichtungen spiegeln seine neue Überzeugung deutlich wider.

Vollständig getrennt hat er sich von S&P Global, Intuit, IQVIA, Zendesk, Microsoft und Rivian. Ebenfalls stieß er die zyklischen und von hohen Energiepreisen besonders betroffenen Chemiewert Avantor sowie den Stahlriesen Alcoa ab. Bei seiner vormals größten Position SentinelOne verkaufte er weitere 20 % und nach Ende des Quartals im Juli weitere 5 % seines Restbestands. Neu eingestiegen ist er beim defensiven Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive, der vor allem auf Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs setzt und bei Walt Disney, die soeben die Krone als Streaming-King von Netflix eroberten; dabei hatte Loeb Disney erst im Vorquartal aus seinem Depot geworfen; nun erfolgte also die Rolle rückwärts. Zudem hat er Energiewert gekauft und nun Antero Resources als Neuling im Depot sowie dessen Sektorkollegen Ovintiv und Cenovus Energy massiv aufgestockt.

Daniel Loebs Portfolio ist stark fokussiert; seine drei Top-Positionen bringen zusammen knapp 40 % auf die Waage nach 33 % im Vorquartal. Auf Platz 2 rangiert mit 13,8 % Gewichtung ein MedTech-Unternehmen, dem er seit 7 Jahren die treue hält und mit dem er seinen Einsatz mehr als vervierfacht hat. Und Loeb erwartet noch mehr von der Danaher Corp...


Disclaimer: Habe Danaher, Intuit, Microsoft, Walt Disney auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 8. August 2022

Kissigs Aktien Report: Die MedTech-Dauerläuferaktien Danaher und Thermo Fisher im Visier

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 30. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verdoppelt seinen Einsatz bei Roper Technologies

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 193. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 1. Quartals 2022 hatte Joel Greenblatts Gotham Capital 1.114 Werte mit einem Gesamtwert von 3,25 Mrd. USD im Portfolio, darunter 160 Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate bei sehr hohen 25 %. Technologiewerte sind mit 19,7 % weiter am höchsten gewichtet vor Gesundheitsaktien (12,1 %), Industriewerten (11,3 %), zyklische Konsumwerten (10,8 %) und Finanzwerten (7,6 %).

Die höchste Gewichtung in Greenblatts Portfolio haben mit zusammen knapp 12 % zwei S&P 500-ETFs. Stärker reduziert hat Greenblatt bei HCA Healthcare und Johnson Controls, während er bei General Mills um 42 % aufstockte. Ebenfalls zugekauft hat er bei Molina Healthcare, Nucor, Overstock und bei Roper Technologies hat er seine Position sogar um 110 % mehr als verdoppelt. Der US-Mischkonzern hat 43 Tochterunternehmen, die als Nischenmarktführer in den vier Geschäftsfeldern Application Software, Network Software and Systems, Measurement and Analytical Solutions sowie Process Technologies tätig sind. Und damit als Triebfedern für Digitalisierung und Automation der Wirtschaft Schlüsselrollen einnehmen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Roper Technologies auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 7. Dezember 2021

Kissigs Portfoliocheck: Danaher gibt Daniel Loebs Depot Qualität und Stabilität

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 169. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Eine Turnoverrate von 6% ist deutlich weniger als in den vorangegangenen beiden Quartalen, wobei damals auch durch die Neuaufnahme der Börsennotierungen von Upstart, SentinelOne und SoFi Technologies große Aktienpositionen in seinem Depot auftauchten, die zuvor unter dem Radar flogen, weil sie nicht an der Börse notiert waren. Diese Frühphaseninvestments haben sich für Loeb und seine Investoren enorm ausgezahlt. Ende des Quartals enthielt Loebs Portfolio erneut 113 Aktienwerte, darunter 18 Neuaufnahmen.

Loebs Portfolio ist trotz der Vielzahl an Aktienwerten stark fokussiert: die drei größten Positionen Upstart, SentinelOne und Danaher bringen es zusammen auf rund 34% Gewichtung. Die größte Auswirkung hatte sein Komplettverkauf von SoFi Technologies. Ebenfalls vollständig ausgemustert hat Loeb Uber, JD.com und Peloton. Mit großem Abstand dominierende Position in Loebs Portfolio bleibt Upstart Holdings; Loeb hält mehr als 15% aller Aktien. Auf dem zweiten Rang blieb SentinelOne mit relativ konstanten 10% Gewichtung vor Danaher, die mit einem Anteil von 4,75% vom fünften auf den dritten Rang vorrückten. Hier hatte Loeb keine Veränderungen vorgenommen, der Anstieg resultiert alleine aus Kurssteigerungen. Zu Recht...?!

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Danaher, SoFi Technologies auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 18. Juni 2021

Danaher schlägt für 9,6 Milliarden Dollar bei Moderna-Zulieferer Aldevron zu

Medizintechnikhersteller Danaher übernimmt für $9,6 Mrd. in bar das Biotech-Unternehmen Aldevron, das u.a. Lieferanten des COVID-19-Impfstoffherstellers Moderna ist.

Aldevron hat einen Vertrag mit Moderna über die Lieferung von Plasmid-DNA, einem Basisstoff für die Herstellung des Corona-mRNA-Impfstoffs. Darüber hinaus produziert Aldevron ebenfalls mRNA und Proteine für Biotechnologie- und Pharmakunden in den Bereichen Forschung, Klinik und Handel. Danaher wiederum hat selbst eine Vereinbarung mit der US-Regierung zur Erweiterung der Produktion von Produkten, die für die Herstellung von COVID-19-Impfstoffen benötigt werden.

Aldevron ist nicht börsennotiert und steht bisher mehrheitlich im Besitz des schwedischen Fonds EQT. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb des Segments Life Sciences des Danaher-Konzerns operieren.

Meine Einschätzung

Bei Danaher bin ich schon einige Jahre an Bord. Das Unternehmen erzielt überdurchschnittliche Renditen, sowohl operativ als auch hinsichtlich seines Aktienkurses. Es ist und bleibt ein Top-Pick im Medizintechniksektor und - beinahe - zu jedem Kurs ein Kauf.

Diclaimer: Habe Danaher auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 23. April 2021

Good News bei... Danaher: Starkes Geschäft, starke Zahlen, stärkerer Ausblick

Danaher ist seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte - ich bin allerdings erst seit vier Jahren an Bord. Seitdem brachte mir mein Investment rund 175% Rendite ein bzw. 28% pro Jahr. Außergewöhnlich gut aber nicht ungewöhnlich gut für Danaher, die im Vorjahr zu meinen Quality Investing-Jahresfavoriten gehörten - und stark abgeliefert hatten.

Abgeliefert hat das Beteiligungsunternehmen mit weltweit mehr als 20 operativ tätigen Tochterfirmen aus den Bereichen Diagnostik, Biowissenschaften, Umwelt- und Anwendungslösungen nun auch wieder und zwar Zahlen für das 1. Quartal 2021. Und die waren noch besser als erwartet.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Kissigs Aktien Report: IAC, Markel, Roper Technologies - wie Buffetts Berkshire Hathaway, nur besser?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.