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Sonntag, 5. April 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 05.04.1993 wurde Nvidia gegründet und entwickelte sich vom Grafikpionier zum Herzstück des KI-Zeitalters

Am 05.04.1993 wurde Nvidia gegründet – zu einer Zeit, als die Computerindustrie noch stark CPU-zentriert war und Grafikverarbeitung eher als Nebendisziplin galt. Die Gründer erkannten jedoch früh, dass visuelle Rechenleistung eine zentrale Rolle in der Zukunft digitaler Systeme spielen würde.

Ihre ursprüngliche Vision war klar umrissen: spezialisierte Hardware zu entwickeln, die komplexe Grafikberechnungen deutlich effizienter durchführen konnte als allgemeine Prozessoren. Mit diesem Erfolgskonzept erfanden sie Nvidia mehrmals neu und positionierten das Unternehmen im Zentrum des KI-Sturms - und machten dabei wohl mehr Menschen zu Millionären als Warren Buffett...

Sonntag, 23. November 2025

Kissigs Kloogschieterei: Der Winter naht und die Bären werden munter

Der Winter naht - und die Stimmung wird eisig. "Risk off" ist angesagt, von Euphorie ist nicht mehr viel zu spüren: im November haben die Börsen eine Kehrtwende vollzogen, weil auch die zuvor hochgejubelten KI-Aktien teilweise brutal abverkauft werden. Noch härter trifft es den Kryptobereich, wo der Bitcoin erstmals seit langer Zeit wieder unter die Marke von 90.000 USD gefallen ist.

Dabei hat sich an der Faktenlage nicht viel geändert, allerdings am Sentiment. Die Stimmung ist gekippt, der Shutdown in den USA hat erheblichen Anteil daran, denn er belastet die Wirtschaft massiv. Und die drohende Rezession wurde inzwischen zum wahrscheinlichen Szenario. Die Menschen ziehen daher ihr Geld aus ihren spekulativen Investments ab. Allerdings nicht immer freiwillig, denn viele haben Kryptos auf Kredit gekauft und die massiv fallenden Kurse lösen dann sog. "Margin Calls" aus, also die Aufforderung, Geld als Sicherheit nachzuschießen. Oder die Bitcoins zu verkaufen. Damit wird der Kredit getilgt – meistens. Denn wer zu gierig war und zu lange gewartet hat, bei dem deckt der Verkaufserlös den Kreditbetrag womöglich nicht vollständig. Und dann muss dieser aus anderen Quellen beglichen werden.

Warren Buffetts weise Warnung vor Spekulationen auf Kredit bleibt zeitlos: "Wenn du schlau bist, musst du keinen Kredithebel für deine Investments nutzen und wenn du dumm bist, solltest du keinen nutzen". Aber wer hört schon auf den besten Investor aller Zeiten? Und so lernt eine neue Generation von Anlegern eine alte Lektion - auch weil sie nicht bereit ist, aus den Fehlern anderer zu lernen. Also macht sie alle selbst und bezahlt dafür reichlich Lehrgeld. Aber auch das ist keine neue Entwicklung sondern wiederholt sich immer wieder aufs Neue, nicht nur an der Börse. Und selbstverständlich habe auch ich meine Börsen(aus)bildung mit teuren Fehlern, Selbstüberschätzung und teuren Fehlgriffen bezahlt. Gut angelegtes Geld.
Die Furcht vor einem "Krypto-Winter" macht die Runde, aber nicht nur Kryptos werden gnadenlos abverkauft und drücken damit die Stimmung und die Börsen. Auch spekulative Aktien und Qualitätswerte fliegen aus den Depots, weil die Anleger Panik haben. Und Emotionen sind schlecht fürs Geld. Dabei fährt man mit Qualitätsunternehmen viel besser. Sicher, auch deren Kurse sinken, wenn die Bären von der Leine gelassen werden, aber ihr Wert bleibt relativ stabil. Die Kurseinbußen sind nicht von Dauer und daher bieten sich hier attraktive Kaufchancen.
Die Megatrends Rüstung, KI, Energiehunger, Infrastruktur laufen weiter und hier sollte man engagiert sein – und bleiben. Die Börsen steigen entlang der "Wall of Worries", denn es finden sich immer Argumente für Pessimismus und fallende Kurse. Und doch steigen die Kurse weiter über alle Kriege, Pandemien, Wirtschaftskrise hinweg, auch wenn sie zeitweilig unter Wasser sind und mal heftig schwanken. Deine eigene Angst ist dein Risiko, die Angst der Massen ist deine Chance.
Also lass dich nicht einschüchtern. Die Bären wollen nur spielen...

Alles Gute für euer Geld!
Michael C. Kissig

Montag, 7. Oktober 2024

Börsenweisheit des Tages | 07.10.2024

"Bitcoin ist nicht wirklich eine Währung. Er kann nicht als Tauschmittel verwendet werden, es gibt nur sehr wenige Dinge, die man direkt mit Bitcoin kaufen kann, und er ist kein stabiles Wertaufbewahrungsmittel mit einigermaßen vorhersehbarer zukünftiger Kaufkraft. Er ist also im Grunde nutzlos."
(Paul Krugman)

Mittwoch, 12. Juli 2023

Börsenweisheit des Tages | 12.07.2023

"Eine Kryptowährung ist keine Währung, keine Ware und kein Wertpapier. Sie ist eine Investition in nichts."
(Charlie Munger)

Sonntag, 9. Oktober 2022

Börsenweisheit des Tages | 09.10.2022

"Nach Jahren des Studiums glaube ich, dass Kryptowährungen eine von Natur aus rechtsgerichtete, hyperkapitalistische Technologie sind, die in erster Linie entwickelt wurde, um den Reichtum ihrer Befürworter durch eine Kombination aus Steuervermeidung, verminderter behördlicher Aufsicht und künstlich erzwungener Knappheit zu vergrößern."
(Jackson Palmer, Dogecoin-Mitentwickler)

Montag, 8. Juni 2020

[Kissigs Börsenlexikon] Dienstmädchenhausse

Aktienkurse entstehen aus Angebot und Nachfrage, ganz klassisch. Und wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigt der Aktienkurs. Über die Jahrzehnte hinweg erzielen Aktien Kurssteigerungen von durchschnittlich rund sieben Prozent pro Jahr und sich damit eine der rentierlichsten Anlageformen überhaupt. Auf lange Sicht sogar ungeschlagen; nur auf kurze Sicht kommt es bisweilen mal zu einer schlechteren oder gar negativen Performance. Zum Beispiel in Zeiten eines Börsencrashs. Doch diese Phasen sind in der Regel viel kürzer als die Phasen steigender Kurse und die Kursrückschläge, selbst die heftigen, sind zumeist nach relativ kurzer Zeit wieder aufgeholt.

Von einer Hausse spricht man, wenn die Kurse über einen längeren Zeitraum deutlich ansteigen. Doch was haben Dienstmädchen damit zu tun und weshalb sind sie so bedeutsam für unseren Anlageerfolg oder auch -misserfolg?

Montag, 11. Dezember 2017

Bitcoin, Kryptowährung, Blockchain, Niiio Finance: Mega-Chance, Blase, teures Erwachen?

Ein Leser fragte mich zu meiner Meinung bezüglich der Niiio Finance Group und da mich immer mehr Fragen zu Kryptowährungen bzw. dem Investieren in entsprechende Unternehmen erreichen, möchte ich euch meine Meinung zu diesem Themenkomplex nicht vorenthalten.
"Hallo Michael, hast du eine Meinung zu der Niiio Finance Group aus Görlitz. Der AR ist sehr prominent besetzt, das gefällt mir. Anbei eine sehr lesenswertes Interview mit der CEO." 

Hier meine Antwort, klassisch Old School, wenig hip, noch weniger Hype...