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Dienstag, 22. April 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Hornbach trotzt der Konsumkrise

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 10/2025 vom 15.04.2025

Aktien in dieser Ausgabe:  Hornbach, KSB, Atoss Software

Sonntag, 24. März 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 12. Börsenwoche im Rückspiegel mit Hornbach Baumarkt, MBB, WashTec

Stetig kletterten die Kurse in der letzten Börsenwoche und markierten neue Jahreshochs; der DAX überschritt sogar kurz die 11.800er Marke, bevor ihm die Luft ausging. Vor allem der starke Einbruch von Bayer wegen eines neuen Glyphosat-Urteils setzte dem DAX schwer zu, bevor dann am Freitag alle Märkte kräftig einbrachen, weil sich ein Anflug von Panik an den Bond-Märkten breit machte, was die Bank-Aktien stärker unter Druck brachte. Denn die Zinskurve sendete ein Rezessionswarnzeichen und das macht aus Börsianern schnell Bärsianer (ha, der Preis der Woche für den schlechtesten Wortwitz geht ja wohl klar an mich!). Kurz erklärt: normaler weise liegen die Zinssätze für langlaufende Anleihen über denen für kurzlaufende; kehrt sich dieses Verhältnis um, spricht man von einer "inversen Zinsstrukturkurve" und das ist ein sehr schlechtes Signal für die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Meistens. Wenn dies denn länger anhält, aber das muss sich erstmal zeigen. Und wie die Börsenkurse darauf reagieren, bleibt auch abzuwarten. Denn es erhöhen sich momentan deutlich die Zeichen, dass die amerikanische Notenbank wohl nicht nur keine weiteren Zinsanhebungen mehr vornehmen wird, sondern dass es sogar in den nächsten Monaten zu Zinssenkungen kommen könnte. Und die sind seit jeher das größte Treibmittel für steigende Börsenkurse...

Donnerstag, 21. März 2019

Hornbach Baumarkt liefert einfach nicht (mehr)...

Die Hornbach Baumarkt AG habe ich drei Jahre lang auf meiner Beobachtungsliste und als Aktionär begleitet und Mitte Oktober 2018 dann mit einem mickrigen Ergebnis von 8% die Reißleine gezogen. Dafür gab es kräftig Kritik, weil ich das Geschäftsmodell nicht verstanden und die "krasse Unterbewertung" aufgrund des vorhandenen Immobilienvermögens nicht erkannt hätte. Beides ist durchaus möglich, das streite ich gar nicht ab. Fakt ist allerdings, dass das Unternehmen seitdem seine Prognosen senken musste und diese erst im Dezember zusammengestrichenen Ziele dann auch noch meilenweit verfehlt hat. Anstelle der rund 25 Euro bei meinem Ausstieg taucht der Kurs heute folgerichtig auf deutlich unter 17 Euro ab und hat damit weitere mehr als satte 30% an Kursverlusten eingefahren in den letzten sechs Monaten. Und die Frage bleibt: wo soll da Besserung herkommen?

Dienstag, 16. Oktober 2018

Profitieren Hornbach Baumarkt und Villeroy & Boch wirklich (noch) vom Bauboom?

Die Immobilienpreise klettern. Die Grundstückspreise klettern. Die Preise der Bauunternehmen klettern. Der Immobilienboom scheint kein Ende zu nehmen, jedenfalls in den Ballungszentren. Auf dem Land sieht das ganz anders aus. Und auch in den Metropolen gibt es - neben steigenden Mieten - eine Kehrseite: Verzögerungen. Nicht nur die kommunalen Auftraggeber mit ihren Schulanbauten, sondern auch immer öfter private Bauträger können ihre Projekte nicht mehr fristgerecht fertigstellen. Zu oft finden sie keine Handwerksbetriebe mehr oder wenn, dann nur zu horrenden Ausschreibungsergebnissen (bei den Kommunen). Wer diese hohen Priese nicht akzeptiert, bleibt auf seiner Planung oder seiner unfertigen Baustelle sitzen. Das kann sich natürlich kaum jemand leisten und so werden oft die (viel zu) hohen Preise zähneknirschend akzeptiert. Zu Lasten der ohnehin schrumpfenden Rendite.

Ein Schlaraffenland-Szenario für die Baubranche könnte man meinen. Doch nicht alle Anbieter profitieren wirklich. Auch bei Villeroy & Boch und Hornbach Baumarkt sollten Anleger vielleicht lieber zweimal hinsehen...

Mittwoch, 14. Februar 2018

Doppelte Spannung bei Hornbach

Deutschland geht es wirtschaftlich hervorragend und die Bürger merken dies am ehesten an den seit Jahren explodierenden Baulandpreisen und Mieten. Und das ist eine schier unglaubliche Entwicklung, denn vor zehn Jahren begannen die Immobilienpreise weltweit abzustürzen, als die Immobilienblase in den USA platzte. In ihrer Folge gerieten reihenweise Häuslebauer in Zahlungsschwierigkeiten und auch die kreditgebenden Banken rutschten in existenzbedrohende Nöte. Am Ende mussten es die Staaten richten über Garantien und Geldspritzen. Und während sich die Banken in den USA inzwischen vollständig erholt haben von der Krise und wieder Milliardengewinne schreiben, siecht die Branche in Europa weiter vor sich hin und versucht noch immer, sich zu stabilisieren. Ganz anders der Immobilienmarkt...

Montag, 16. Januar 2017

Hornbach Baumarkt AG: Mehr als ein bisschen Übernahmephantasie?

Vor fast genau einem Jahr nahm ich die Hornbach Baumarkt AG auf meine Empfehlungsliste, nachdem der Kurs aufgrund von Gewinnwarnungen abgestürzt war. Ich setzte auf eine baldige Besserung gepaart mit einem Schuss Übernahmephantasie seitens der ebenfalls börsennotierten Konzernmutter Hornbach Holding AG & Co. KGaA. Passiert ist bisher wenig bis nichts. Zeit also für eine Standortbestimmung...

Der Immobilienmarkt boomt in Deutschland. Noch vor wenigen Jahren in der Finanzkrise mussten Banken Milliardensummen auf notleidende Immobilienkredite abschreiben und die Zahl der Zwangsversteigerungen schnellte empor, während die Preise der Immobilien flächendeckend unter Druck gerieten. Dann kam alles anders, die Eurokrise in den südlichen EU-Staaten Griechenland, Italien, Spanien führte dazu, dass viele ihr dortiges Geld, nicht selten auch Schwarzgeld, in Sicherheit bringen wollten und Deutschland galt und gilt als Hort der Stabilität in Europa.

So gab es in den Ballungszentren eine verstärkte Nachfrage nach insbesondere hochpreisigen Immobilien seitens dieses frischen Auslandsgeldes, das auf eine eigene deutsche Kaufbereitschaft stieß. Denn auch die Deutschen streben immer mehr in die Ballungszentren, verlassen die ländlichen Räume, was dort zu Leerstand und sinkenden Preisen führt. In München, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt hingegen steigen die Preise weiter stark an. Dies ist natürlich auch den niedrigen Zinsen geschuldet, denn dank der Nullzinspolitik der EZB können sich immer mehr Deutsche überhaupt Wohneigentum leisten und das auch bei steigenden Preisen. Und vermögende Anleger haben das Problem, dass sie für ihr Geld bei den Banken keine Zinsen mehr erhalten und dieses Geld strömt vermehrt in den Immobilienmarkt, wo es noch annehmbare Renditen erwirtschaften kann. So steigen mit den Immobilienpreisen auch die Mieten.

Freitag, 22. Januar 2016

Investor-Update: Blackstone, Gladstone Capital, Hornbach, Sixt

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Erholung oder nur eine Bärenmarktrallye?
Nachdem zum Wochenstart die Kursabstürze ungebremst weiterzugehen schienen, setzten dann Erholungstendenzen ein, so dass es auf einen versöhnlichen Wochenausklang hindeutet. Vielleicht weicht nun auch die Panik aus dem Markt, denn der Fear-and-Greed-Index von CNN Money sackte von den niedrigen 10 sogar noch bis auf 9 ab, um sich auf aktuelle 12 zu erholen. 12 von 100 möglichen Punkten, wohlgemerkt. Also noch immer höchstpanisches Terrain. Insofern stellt sich die Frage, ob die Konsolidierung beendet ist, oder ob es sich nur um eine Erholungsrallye in einem Bärenmarkt handelt und wir nächste Woche neue Tiefststände sehen werden. Nun, ich weiß es nicht...

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed-Index 
Earnings-Season sorgt für Kursturbulenzen
Es ist wieder Earnings-Season und die Unternehmen präsentieren Quartalszahlen. Dabei ist festzuhalten, dass die US-Unternehmen mit hohem Auslandsanteil unter dem starken Dollar zu leiden haben und die Umsätze und Gewinne daher zurückgehen oder aber weniger schnell wachsen. Da ich tendenziell von einem weiter festen Dollar gegenüber dem Euro ausgehe, blicke ich bei Neuengagements eher Richtung Eurozone. Hier unterstützt zusätzlich der niedrige Ölpreis, denn der wirkt als Konjunkturrakete für Konsumwerte. Deutschee Exportwerte bekommen hingegen ein stärker werdendes Problem mit der Nachfrage aus Ländern, die stark am Öl-Verkauf hängen, also die arabischen Länder, Russland etc. Andererseits wirkt der niedrige Ölpreis ebenso wie die niedrigen Rohstoffpreise gerade für den Weltwirtschaftsmotor China wie Speed auf Crack. Daher sollte die dortige Wirtschaftsabkühlung eher eine sanfte Landung werden, als ein schmerzvoller Bauchklatscher.

BDC-Sektor vor dem Rebound?
Der gesamte Sektor der Business Development Companys (BDC) ist massiv unter die Räder gekommen in den letzten Wochen, der Angst vor Pleiten und somit Kreditausfällen in der US-Ölbranche sei Dank. In den nächsten Wochen werden die BDCs nun ihre Quartalsergebnisse präsentieren und hier dürften eher positive Überraschungen auf uns warten, einfach weil die Erwartungen nun bodenlos niedrig sind. Das könnte folglich einen kräftigen Rebound der BDC-Aktien auslösen. Hier sollte man dennoch auf qualitativ hochwertige BDCs setzen wie Main Street Capital Corp. oder Triangle Capital Corp. Oder auf New Mountain Finance Corp., die haben bereits Ergebnisse präsentiert, die deutlich über den Erwartungen lagen. Oder eben auf Gladstone Capital Corp., die massiv unterbewertet scheinen auf dem aktuellen Kursniveau. Einen Bogen sollte man weiterhin um die BDCs machen, die stark auf Collateralized Loan Obligations (CLOs) setzen, wie KCAP Financial Inc. und TICC Capital Corp., die ich auch deshalb kürzlich von meiner Empfehlungsliste gestrichen habe.