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Freitag, 5. Juni 2026

Howard Hughes Holdings schließt Übernahme der Vantage Group ab - und Bill Ackman kommt mit seiner "modernen Berkshire" einen entscheidenden Schritt voran

Howard Hughes Holdings schließt die bereits angekündigte Übernahme der Vantage Group Holdings Ltd., eines führenden Spezialversicherungs- und Rückversicherungsunternehmens, für rund 2,1 Mrd. Dollar erfolgreich ab. 

Damit kommt Starinvestor Bill Ackman seinem Ziel einen großen Schritt näher, Howard Hughes in eine diversifizierte Holdinggesellschaft zu verwandeln.

Montag, 2. März 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 02.03.2009 verbuchte der Versicherungskonzern AIG den höchsten Quartalsverlust aller Zeiten. Seine Pleite heizte die Globale Finanzkrise weiter an

Am 02.03.2009 veröffentlichte der US-amerikanische Versicherungskonzern American International Group (AIG) seine Zahlen für das vierte Quartal 2008 – und schockierte die Finanzwelt. Mit einem Quartalsverlust von 61,7 Milliarden Dollar meldete das Unternehmen den bis dahin größten Verlust in der Geschichte der US-Wirtschaft. Die Dimension der Schieflage zwang die US-Regierung, den Konzern mit insgesamt rund 180 Milliarden Dollar zu stabilisieren, um den Meltdown des globalen Finanzsystems abzuwenden.

Der Fall AIG wurde zu einem der zentralen Lehrstücke der globalen Finanzkrise und offenbarte die Risiken eines Versicherungsriesen, der sich weit über sein traditionelles Geschäftsmodell hinaus in den Schattenbankensektor vorgewagt hatte und durch seine Gier und Selbstüberschätzung nicht nur sich selbst, seine Aktionäre und Gläubiger, sondern ganze Staaten mit an den Rand des Abgrund brachte - und darüber hinaus...

Donnerstag, 29. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] JDC Group: Dieses InsurTech bietet zweistellige Wachstumsraten – und mehr

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 03/2026 vom 28.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: JDC Group, Limes Schlosskliniken, Zeal Networks

Samstag, 20. Dezember 2025

Wochenrückblick 51/2025: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Almonty, Rocket Lab, Howard Hughes, Viper Energy und Amphenol - doch am Ende war's viel Lärm um nix

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Mittwoch, 12. November 2025

[Im Fokus] Howard Hughes Holdings: Bill Ackmans "moderne Berkshire" nimmt Fahrt auf

In diesem Kurzportrait geht es um Howard Hughes Holdings, deren Immobilientochter sog. Master Planned Communities entwickelt, also große abgeschottete Stadteile mit bis zu 120.000 Einwohnern. Eine ganze Reihe dieser Projekte werden von externen Investoren errichtet, der Rest wird in Eigenregie entwickelt und später verkauft oder in den eigenen Bestand überführt. Das Unternehmen erzielt daher neben einmaligen Verkaufserlösen auch stetige Mieteinnahmen, wobei der so generierte Cashflow bisher immer zurück ins Business floss und das Unternehmen immer wertvoller machte. Auch wenn der Aktienkurs das schon länger nicht (mehr) abbildete und der Abschlag zwischen Kurs und Wert immer größer wurde.

Doch dann kam Starinvestor Bill Ackman und änderte die Spielregeln. Denn das Business hat inzwischen einen hohen Reifegrad erreicht, so dass der Cashflow zunehmend zur freien Verfügung steht. Und anstelle in neue Immobilienprojekte zu investieren oder das Geld einfach "nur" als Dividenden an die Aktionäre auszuschütten, witterte Ackman eine viel größere Gelegenheit: er will Warren Buffetts Berkshire Hathaway nachbauen, nur nach modernen Maßstäben.

Nachdem Ackman im Frühjahr seine Pläne dargelegt und für 900 Mio. USD eine fette Kapitalerhöhung gezeichnet hat, nehmen seine Pläne inzwischen Gestalt an. Soeben legte das Unternehmen saustarke Quartalszahlen vor, aber noch spannender ist, was Ackman zum neuen Versicherungsbusiness zu sagen hat, denn das wird der Zaubertrank seiner "modernen Berkshire"...

Montag, 14. Juli 2025

[Im Fokus] Kinsale Capital: Wachstumsstarker und extrem profitabler Spezialversicherer

In diesem Kurzportrait geht es um Kinsale Capital. Der US-amerikanische Spezialversicherer ist ein wachstumsstarkes Unternehmen in einer Marktnische, das seit Jahren überdurchschnittliche Margen generiert und seine Wettbewerber auf Abstand zu halten weiß. Zu denen Buffetts Berkshire Hathaway ebenso zählt wie Lloyds oder Markel.

Der Aktienkurs kommt gefühlt seit zwei Jahren nicht von der Stelle, doch beim genaueren Hinsehen zeichnet er ein anderes Bild von steigenden Hochs und Tiefs. Diese Konsolidierungsphase zerrt an den Nerven der Anleger, insbesondere dann, wenn andernorts scheinbar leicht Geld zu verdienen ist. Doch der nächste Schub könnte bei Kinsale Capital bevorstehen, denn es ist eines der am besten geführten und profitabelsten Versicherungsunternehmen. Und das zahlt sich auf lange Sicht aus und sollte sich auch (bald) wieder im Aktienkurs niederschlagen. Kurseinbrüche nach den Quartalszahlen sind hier eher die Regel als die Ausnahme und (bisher) stets eine neue Chance für Hartgesottene. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich...

Dienstag, 13. Mai 2025

[Im Fokus] Hannover Rück punktet mit relativ sicheren Renditen

In diesem Kurzportrait geht es um die Hannover Rück, eine der weltweit führenden Rückversicherungsgruppen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 hat sie sich als drittgrößter globaler Rückversicherer etabliert und bietet ein umfassendes Spektrum an Rückversicherungsdienstleistungen in den Bereichen Schaden- und Personen-Rückversicherung an.

Dies seit 2022 im DAX notierende Hannover Rück SE gehört zum Talanx-Konzern und ist mit einem Netzwerk von über 170 Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen und mehr als 3.700 Mitarbeitern auf allen fünf Kontinenten präsent. Trotz Schwankungen im Geschäftsverlauf präsentiert sich das Geschäftsmodell als robust und widerstandsfähig in fast allen Lebens- und Wirtschaftslagen. Und das macht die Hannover Re zu einem ganz besonders leckeren Bissen...

Samstag, 26. April 2025

In der Börsenwoche 17/2025 waren die stärksten Kurstreiber in meinem Depot nicht nur LendingClub, Kinsale Capital, Almonty Industries, KKR und Ares Management

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Donnerstag, 17. April 2025

Kissigs Aktien Report: Stell dir vor es ist Zoll-Krieg – und Vonovia und JDC Group machen einfach nicht mit

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 204 vom 11.04.2025

Donnerstag, 10. April 2025

Kissigs Portfoliocheck: Buffett-Fan Chris Davis setzt jetzt noch stärker auf die „Baby-Berkshire“ Markel

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 294. Portfoliocheck beschäftige ich mich wieder mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der 'Owners Earnings', das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt. Im Gegensatz zum Free Cashflow berücksichtigen die Owners Earnings also nur Positionen, die sich auf den Gewinnanteil der Eigentümer auswirken.

Im 4. Quartal 2024 erneut auf eine Turnoverrate von 5% und agierte damit stärker als gewöhnlich. Im Bestand befanden sich nun 100 Unternehmen, darunter zwei Neuaufnahmen. Der Portfoliowert von Davis Advisors sank im letzten Quartal leicht von 17,83 Mrd. auf 17,21 Mrd. USD und damit wieder auf den Stand von Ende Juni 2024. Trotz der teilweise starken Verkäufe blieb der Finanzsektor mit einer Gewichtung von 36 % annähernd stabil und unangefochten an der Spitze von Chris Davis‘ Portfolio. Ihm folgen weiterhin Gesundheitswerte mit einer Gewichtung 17,4 % vor Kommunikationsdienstleistern mit leicht niedrigeren 13,5 %, zyklischen Konsumtiteln mit 11,6 und Technologiewerten mit 8,6 %. Industriewerte folgen mit 3,3 % vor Rohstoffen mit 2,7 %, Immobilienwerten mit 2,3 % und defensiven Konsumtiteln mit 1,5 %. Das Schlusslicht bilden Energiewerte mit 0,8 %. Seine größten Beteiligungen machten zusammen rund 24 % des Portfolios von Chris Davis aus, während es die fünf größten Beteiligungen auf fast 34 % brachten.

Der Finanzsektor zeigte auch im letzten Quartal des Jahres 2024 weiter Stärke und wieder nahm Chris Davis hier Geld vom Tisch – allerdings deutlich mehr als in den Vorquartalen; er reduzierte seinen Bestand bei Wells Fargo um knapp 40 %, bei der Bank of New York Mellon um 60 % und bei JPMorgan Chase um 53 %. Im Gegenzug kaufte er sich neu ein bei Full Truck Alliance und stockte bei CVS Health, Applied Materials und Markel Corp. auf. Der 1930 gegründete Versicherungskonzern investiert seinen Floart aus Versicherungsbeiträgen in Aktien und in nicht börsennotierte Unternehmen, die sog. "Markel Ventures". Und das sind nicht die einzigen Parallelen dieser "Baby-Berkshire" mit Warren Buffetts Berkshire Hathaway...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 4. April 2025

Kissigs Aktien Report: Energiekontor, Friedrich Vorwerk und Hannover Rück sind meine drei Top-Favoriten unter den nicht zyklischen Werten in Deutschland

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 202 vom 28.03.2025

Montag, 27. Januar 2025

Kissigs Portfoliocheck: Mit Spezialversicherer Arch Capital fährt Ron Baron bereits seit 2002 stattliche Renditen ein

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 285. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 3. Quartal 2024 lag Ron Barons Portfoliowert mit 37,7 Mrd. USD über dem Juni-Wert von 34,9 Mrd. Er verteilte sich auf 328 Positionen, darunter 18 Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate lag erneut bei niedrigen 3 % und die fünf Top-Werte stehen für rund 29 % Gewichtung.

In Ron Barons Portfolio liegen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem Anteil von 26,3 % an der Spitze vor den nun wieder zweitplatzierten Finanzwerten mit 22,6 %, die sich an den Technologiewerten mit 21,9 % vorbeigeschoben haben. Dahinter folgen unverändert Gesundheitswerte mit 9,7 %, Immobilienwerte mit 8,7 % und Industrieunternehmen mit 6,8 % Gewichtung.

Seinen Bestand an Edwards Lifesciences reduzierte Baron um 88 %, bei Intuit verkaufte er 14 % seiner Aktien und bei American Tower 65 %. Im Gegenzug stieg er neu beim auf Rechenzentren spezialisierten REIT Iron Mountain ein und eröffnete eine Position beim chinesischen Internethändler JD.com. Zudem stockte er bei Interactive Brokers um 16 % auf. Bei seinen größten Beteiligungen nahm Ron Baron allerdings nur moderates Positionstrimming vor. Guidewire Software konnte sich dank einer leichten Aufstockung vom neunten auf den siebten Rang verbessern, ansonsten blieb auch die Reihenfolge gleich. Spitzenwert bleibt mit großem Abstand Tesla. Ron Barons Anteil an Elon Musks Autobauer sank leicht von 0,49 % auf 0,47 %, aber dank starker Kursentwicklung stieg von 3,1 auf 3,9 Mrd. USD. Auch sein zweitgewichtigster Depotwert Arch Capital hat sich stark entwickelt und zusammen mit Wettbewerber Kinsale Capital kommen die beiden Spezialversicherer auf eine Depotgewichtung von 8,3 %. Kein Wunder, denn sie glänzen mit ihrem diversifizierten Geschäftsmodell und erwirtschaften mit ihren Spezialversicherungsangeboten überdurchschnittliche Kapitalrenditen. Die disziplinierten Underwriting-Praktiken von Arch Capital und robustes Risikomanagement sorgen für konstante Erträge. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 78,3 % und damit glänzt Arch Capital weiterhin mit herausragender Rentabilität in seinem Versicherungsgeschäft. Ron Baron gefällt das schon lange, denn er ist bereits seit 2002 an Bord. Aus Gründen...


Disclaimer: Habe American Tower, Edwards Lifesciences, Intuit, Kinsale Capital auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Kissigs Aktien Report: DAX als Renditeschummler geoutet – aber MunichRe und Hannover Rück zeigen sich unbeeindruckt

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 191 vom 06.12.2024

Freitag, 9. August 2024

Kissigs Portfoliocheck: Prem Watsa fährt seinen Aktienbestand runter - vor allem Micron

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 266. Portfoliocheck schaue ich wieder in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Seit 1985 leitet Prem Watsa bei Fairfax Financial die Geschicke und hält beinahe die Hälfte des Aktienkapitals. Damals lernte Watsa auch Francis Chou kennen, der ihm von Warren Buffetts außerordentlichen Erfolgen durch Investitionen auf Basis des 'Floats' der Versicherungsunternehmen von Berkshire Hathaway erzählte. Diesem überzeugenden Konzept folgte Watsa und baute die Strategie von Fairfax Financial auf dieser Praxis auf. Neben einem diszipliniertem 'Underwriting' in der Versicherungssparte legt er bei der Anlage von deren Vermögenswerten den Schwerpunkt auf einer konservativen Value-Investment-Philosophie; er investiert also auf einer Total-Return-Basis und auf lange Sicht.

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert belief sich Ende März 2024 auf rund 63 Mrd. USD, wovon knapp 7,8 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Das Aktienportfolio stand lediglich für 1,5 Mrd. USD. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein 27%iger Anteil an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Ltd und 31 % an Quess Corp Ltd.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 1. Quartal 2024 ist interessant: Obwohl der Gesamtwert von Fairfax Financial im letzten Quartal um 5 % zulegen konnte, sank sein Portfoliowert von zuletzt 1,47 Mrd. weiter auf 1,23 Mrd. USD. Das ist weniger Kurseinbrüchen geschuldet, als vielmehr der Tatsache, dass er erneut seinen Aktienbestand ausgedünnt hat. Auch hier folgt er seinem großen Vorbild Warren Buffett.

Die mit Abstand größte Auswirkung auf sein Portfolio hatte der Verkauf von vier Fünfteln seiner Micron-Aktien. Micron ist eines der größten Halbleiterunternehmen der Welt und hat sich auf Speicherchips spezialisiert. Im Gegenzug baute er vor allem seinen Anteil an Orla Mining aus, an der er Ende 2023 bereits knapp 12 % hielt; inzwischen sind es mehr als 17,5 %.

Watsas Turnoverrate lag bei 7 % und die drei größten Positionen stehen für rund 60 % von seinem Portfolio. Occidental Petroleum bleibt mit 32 % Gewichtung der Spitzenreiter, dahinter gab es einige Veränderungen. Es dominieren nun Energiewerte mit 33,7 % Anteil, während die zuvor lange Zeit führenden Technologiewerte mit 19,0 % auf den zweiten Platz verdrängt wurden. Basismaterialien stiegen mit 17,2 % auf den dritten Rang auf und überholten die Immobilienwerte deutlich, die es nur noch auf 9,5 % Gewichtung bringen. Finanzwerte folgen mit 6,6 % Depotanteil. Aber es gibt noch Einiges mehr zu entdecken...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Montag, 15. Juli 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Das InsurTech JDC Group wechselt auf die Überholspur

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 12/2024 vom 27.06.2024

Montag, 15. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Netfonds: Der FinTech-Aufsteiger schlägt sich wacker

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 6/2024 vom 26.03.2024

Dienstag, 19. März 2024

Kissigs Portfoliocheck: Rekordjahr für Prem Watsa. Nun holt er sich Gold ins Depot, aber dort glänzt nicht alles…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 249. Portfoliocheck schaue ich erstmals in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Seit 1985 leitet Prem Watsa bei Fairfax Financial die Geschicke und hält beinahe die Hälfte des Aktienkapitals. Damals lernte Watsa auch Francis Chou kennen, der ihm von Warren Buffetts außerordentlichen Erfolgen durch Investitionen auf Basis des 'Floats' der Versicherungsunternehmen von Berkshire Hathaway erzählte. Diesem überzeugenden Konzept folgte Watsa und baute die Strategie von Fairfax Financial auf dieser Praxis auf. Neben einem diszipliniertem 'Underwriting' in der Versicherungssparte legt er bei der Anlage von deren Vermögenswerten den Schwerpunkt auf einer konservativen Value-Investment-Philosophie; er investiert also auf einer Total-Return-Basis und auf lange Sicht

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert belief sich Ende 2023 auf rund 60 Mrd. USD, wovon knapp 6,5 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Das Aktienportfolio stand lediglich für 1,5 Mrd. USD. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein 27%iger Anteil an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited und 31 % an Quess Corp Limited.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 4. Quartal 2023 ist interessant: Hier dominieren weiterhin Technologiewerte mit 35,6 % (Q3: 34,4 %) vor Energieunternehmen mit 26,1 % (Q3: 27,3 %) und Immobilienwerten mit 11,4 % (Q3: 13 %). Die drei größten Positionen stehen für rund 60 % von Watsas Portfolio. Occidental Petroleum bleibt mit 23 % Gewichtung der Spitzenreiter, dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge BlackBerry und Micron Technology, wobei der Kurs des Chipproduzenten dank der Chip-Hausse kräftig zugelegt hat.

Von Kursgewinnen ist bei BlackBerry wenig zu vermelden und Watsa äußerte sich in seinem Investorenbrief ausführlich und sehr selbstkritisch zu diesem Langzeitengagement. Er bezeichnete es als "eine weitere horrende Investition ihres Vorsitzenden" - und stockte dennoch kürzlich seine Position weiter auf. Und dann hat es ihm Gold angetan. Prem Watsa etablierte eine neue Position in Franco-Nevada Corp und baute vor allem seinen Anteil an Orla Mining aus, an der er Ende 2023 bereits knapp 12 % hielt – und er hat auch in den letzten Wochen weitere Anteile erworben. Orla Mining sucht nach Gold-, Silber-, Zink-, Blei- und Kupferlagerstätten und erschließt sie. Orla Mining erwirtschafte dabei einen attraktiven freien Cashflow und verfüge über ausreichend Liquidität, um seine Erschließungs- und Explorationsaktivitäten zu finanzieren. Aussichtsreich, findet Watsa...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

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Freitag, 8. März 2024

Im Fokus: Fairfax Financial ist so viel mehr als ein simpler Buffett-Klon

In diesem Kurzportrait geht es um Fairfax Financial. Einer der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben, ist Prem Watsa. Dabei gilt er als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen. Auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 %, wobei es durchaus deutlich unterschiedliche Erfolgsperioden gibt. Zwischen 1985 und 1998 steigerte er den Buchwert je Fairfax Financial-Aktie um 43 % - pro Jahr. Von da an bis 2018 betrug der Zuwachs 'nur' noch 9 % pro Jahr und zwischen 2019 und 2021 waren es wieder 16 % jährlich.

Beide Effekte waren Watsas Depotabsicherungsgeschäften geschuldet. Während des Crashs 2000-2003 verloren die Aktienmärkte rund 50 % an Wert, während das Portfolio von Fairfax Financial um 100 % zulegen konnte. Und auch in der Globalen Finanzkrise 2008/09 verloren Watsas Positionen kaum an Wert, weil er sehr pessimistisch eingestellt gewesen war und sein Depot entsprechend abgesichert hatte. Er behielt seine pessimistische Sichtweise allerdings zu lange bei und seine Depotabsicherungsgeschäfte kosteten in den ersten Jahren des gerade beginnenden längsten und stärksten Bullenmarktes aller Zeiten viel Rendite. 2016 steuerte Watsa um und seitdem können sich seine Renditen wieder richtig sehen lassen...

Dienstag, 5. März 2024

Kissigs Portfoliocheck: Nebenwertespezialist Ron Baron fährt voll auf Kinsale Capital ab

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 248. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 4. Quartal 2023 lag Ron Barons Portfoliowert bei 37,55 Mrd. USD und verteilte sich auf 330 Positionen, darunter 16 Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate lag bei niedrigen 3%. Die fünf Top-Werte stehen für 29,3% Gewichtung, die Top 10 für 42,75%. Zyklische Konsumwerte liegen mit 28% weiterhin an der Spitze (Q3: 28,8%) vor den nun zweitplatzierten Technologiewerten mit 21% (Q3: 19,5%), die sich an den Finanzwerten vorbeigeschoben haben, die es noch auf 19,8% (Q3: 20,7%) bringen. Es folgen weiterhin Gesundheitswerte mit unveränderten 11% und Immobilienwerte mit 9% (Q3: 8,6%).

Die größte Bewegung ergab sich durch die Neuaufnahme von Birkenstock PLC. Der deutsche Kultschuhhersteller war Mitte Oktober 2023 an die New Yorker Börse gegangen, kann dem Dunstkreis von LVMH zugerechnet werden, denn Mehrheitseigentümerin ist L Catterton, eine amerikanische Private-Equity-Gesellschaft. Diese entstand 2016 aus der Fusion von Catteron Partners mit dem Family Office von LVMH-Chef und Mehrheitseigentümer Bernard Arnault und hat inzwischen über 250 Investitionen in Marken in allen Segmenten der Konsumgüterindustrie getätigt. Nach einem durchwachsenen Börsendebut mit anschließendem Kursrutsch hat sich der Kurs inzwischen rund 10 % in die Pluszone gehievt. Ebenfalls neu im Portfolio ist das chinesische Unternehmen PDD Holdings, eine multinationale Handelsgruppe, die hauptsächlich die E-Commerce-Plattform Pinduoduo betreibt sowie den aufstrebenden Onlinemarktplatz Temu. Daneben gab es eine Reihe von Bewegungen bei bestehenden Positionen.

Barons Depot wird weiterhin angeführt von Tesla, Gartner und CoStar Group. Die drei Top-Werte stehen für 21,25% des fokussierten Portfolios, die größten fünf bringen es auf 29,25%. Auf Rang 11 findet sich Kinsale Capital, die hervorragend in Ron Barons Beuteschema passt: ein wachstumsstarkes Unternehmen in einer Marktnische, das seit Jahren überdurchschnittliche Margen generiert und seine Wettbewerber auf Abstand zu halten weiß. Zu denen Buffetts Berkshire Hathaway ebenso zählt wie Lloyds...


Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, CoStar, Kinsale Capital, Tesla auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 24. November 2023

Kissigs Nebenwerte-Analyse zur JDC Group: Auf dem Weg zu Europas führender Versicherungsplattform

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 17/2023 vom 23.11.2023