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Donnerstag, 11. Juni 2026

[Im Fokus] Caterpillar verdient sich mit KI eine goldene Nase. Aber reicht das auch?

In diesem Kurzportrait geht um Caterpillar. Das Unternehmen wurde 1925 gegründet und ist heute in der Herstellung und dem Vertrieb von Bau- und Bergbaumaschinen tätig. Das Unternehmen stellt zudem industrielle Nebenprodukte her, darunter Dieselmotoren und Gasturbinen. Mit einer Marktkapitalisierung von über 400 Mrd. Dollar zählt es damit zu den größten Industrieunternehmen der Welt.

Als Industrieunternehmen, das stark in der Energie- und Bergbauindustrie engagiert ist, hängt Caterpillar am globalen Wirtschaftswachstum und den Rohstoffpreisen. Dies führt zu deutlichen Schwankungen der Unternehmensergebnisse und der Aktie. Jedenfalls bisher. Denn der Energie-Superzyklus, der durch den Nachfrageboom bei KI und KI-Infrastruktur angefeuert wird, erlebt auch Caterpillar eine deutlich steigende und robuste Nachfrage nach seinen Maschinen. Aber da ist noch mehr zu entdecken...

Montag, 3. Februar 2025

Im Fokus: 3M kriegt langsam wieder die Kurve

In diesem Kurzportrait geht es um die 3M Company, ein jahrelang erfolgsverwöhntes Unternehmen dank seiner zahlreichen Produkte, die das Leben der Menschen vereinfachen. Post-its und Scotch-Klebebänder finden sich in vielen Haushalten und 3M war daher stets bei Fans defensiver Konsumwerte beliebt. Der ursprüngliche Klebstoffspezialist hatte über die Jahre in viele weitere Branchen expandiert, wie zum Beispiel den Pharmasektor. Die Angebotspalette umfasste mehr als 60.000 Produkte, wie Klebstoffe, Schleifmittel, Laminatmaterialien, passiven Brandschutz, persönliche Schutzausrüstung, Fensterfolien, Lackschutzfolien, elektrische und elektronische Verbindungs- und Isoliermaterialien, medizinische Produkte, zahnärztliche und kieferorthopädische Produkte, Autopflegeprodukte, elektronische Schaltungen, Gesundheitssoftware und optische Folien. Doch in den letzten Jahren hat 3M überwiegend durch Rechtsstreitigkeiten Schlagzeilen gemacht und hier Milliarden versenkt...

Mittwoch, 7. August 2024

RTX Corp. im Fokus: Gut gerüstet in die Zukunft

In diesem Kurzportrait geht es um die RTX Corp. einen der führenden Rüstungskonzerne der Welt. Dieser ging aus der Fusion von Raytheon mit United Technologies Technologies hervor. Raytheon wurde anschließend in RTX Corp umbenannt und entwickelt und produziert Technologie im Bereich der Verteidigung und der Luft- und Raumfahrt, darunter Flugzeugtriebwerke, Avionik, Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen.

Die drei maßgeblichen Tochterunternehmen von RTX sind Pratt & Whitney, Collins Aerospace und Raytheon. Collins Aerospace hat sich auf fortschrittliche Strukturen, Avionik, Innenausstattung, Missionssysteme sowie Energie- und Steuersysteme spezialisiert, die Kunden in der kommerziellen, regionalen, Geschäftsluftfahrt und im militärischen Bereich bedienen. Pratt & Whitney entwickelt, fertigt und wartet die (nach eigenen Angaben) weltweit modernsten Flugzeugtriebwerke und Hilfstriebwerke für Verkehrs-, Militär- und Geschäftsflugzeuge
Raytheon ist die Rüstungssparte von RTX und dürfte vor allem für seine Patriot-Abwehrraketen bekannt sein, produziert aber auch andere Raketen wie die AIM-9 Sidewinder, Torpedos und Marschflugkörper. Zudem produziert man Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US Air Force.

Mit seinen drei Geschäftsfelder bedient RTX also gleich mehrere wachstumsstarke Zukunftsfelder...

Dienstag, 30. Juli 2024

Einstein mahnt: Nutze den Zinseszinseffekt, sonst bezahlst du dafür!

Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, den Kapitalstock erhöhen und sich ab Beginn der darauffolgenden Periode somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«
(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...

Donnerstag, 18. Januar 2024

Börsenweisheit des Tages | 18.01.2024

"Einer der überzeugendsten Tests hoher Qualität von Firmen ist eine ununterbrochene Historie von Dividenden, die sehr viele Jahre zurückreicht."
(Benjamin Graham)

Freitag, 27. Oktober 2023

Ken Fisher mahnt: Dividendenrenditen sind manchmal auch mit Vorsicht zu genießen

Immer mehr Anleger setzen auf passive Einkommensströme, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder ihre Rente aufzupolstern. In Zeiten niedriger Zinsen gingen Anlegern die Alternativen für rentierliche Anlagen aus, inzwischen bekommt man für Geldanlagen wieder Zinsen und auch Anleihen werfen einiges ab, wobei die Inflation die Erträge wieder wegfrisst.

Als charmante Möglichkeit bietet sich an, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen. Doch so ganz ohne Risiko ist auch dieser Weg natürlich nicht und es gibt Einiges zu beachten...

Sonntag, 22. Oktober 2023

Im Fokus: Versicherungsmakler Brown & Brown punktet nicht nur als Dividendenaristokrat

Brown & Brown wurde bereits 1939 gegründet und ist einer der größten und angesehensten Versicherungsmakler der Welt. Über seine lizenzierten Tochtergesellschaften bietet der in Daytona Beach, Florida beheimatete Konzern Lösungen für das Risikomanagement an, Versicherungsprodukte und -dienstleistungen für Unternehmen, Körperschaften, staatliche Einrichtungen, Berufsorganisationen, Handelsverbände, Familien und Einzelpersonen.

Brown & Brown ist überwiegend in den USA, Kanada, Irland und Großbritannien aktiv. Man ist dabei in vier Segmenten tätig und das seit Jahren sehr erfolgreich...

Sonntag, 25. Juni 2023

Im Fokus: W.P. Carey - Alleskönner-REIT im Sonderangebot?

In diesem Kurzportrait geht es um W.P. Carey, einen Real Investment Trust (REIT), der in gewerbliche Immobilien investiert, um diese langfristig zu vermieten. Das Portfolio umfasst mehr als 1.250 Immobilien, die sich auf verschiedene Branchen aufteilen wie Büros, Warenhäuser, Logistik, Hotels oder Self-Storage. Aufgrund dieser breiten Aufstellung wird der REIT dem Sektor 'Diversified' zugeordnet und ist dort mit einer Marktkapitalisierung von 16,5 Mrd. USD der mit Abstand größte Player. Darüber hinaus ist der REIT auch regional diversifiziert, denn 62 % der Mietumsätze werden in den USA erzielt und 36 % in Europa.

Donnerstag, 22. Juni 2023

Im Fokus: Diageo - Hochprozentiges für die Rendite?!

In diesem Kurzportrait geht es um Diageo PLC, einen führenden britischen Spirituosenhersteller und Vertreiber weltbekannter Marken. 1997 waren die Guinness Brauerei und Grand Metropolitan zu Diageo fusioniert. Schwerpunkt des britischen Unternehmens sind alkoholische Getränke, während man die übrigen Aktivitäten nach und nach verkaufte. Dadurch kam ordentlich Geld in die Kasse, was Diageo für eine Expansionstour im Bereich Spirituosen nutzte...

Donnerstag, 15. Juni 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenaristokrat

Viele börsennotierte Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre am Erfolg durch Zahlung einer Dividende. Die Dividendenrendite spielt daher für die Anlageentscheidung eine wichtige Rolle.

Doch kann sie auch künstlich hochgehalten werden, um das Unternehmen attraktiver aussehen zu lassen, als es auf den zweiten Blick wirklich ist. Wenn zum Beispiel 10 Cents je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden, während im Geschäftsjahr nur 5 Cents verdient wurden oder sogar ein Verlust anfiel. In diesem Fall geht die Ausschüttung zulasten der Substanz des Unternehmens und passiert dies mehrmals, ist das Unternehmen irgendwann ausgezehrt und die optisch attraktive Dividendenrendite kann den Kursverfall dann auch nicht mehr aufhalten. Die sog. 'Dividendenaristokraten' sollen hier Abhilfe schaffen...

Freitag, 19. Mai 2023

Im Fokus: AFLAC - Kein Buffett-Investment, aber eine ganz spezielle Versicherung mit Fokus auf Japan

In diesem Kurzportrait geht es um AFLAC, ein ganz spezielles Versicherungsunternehmen mit hohem Japan-Exposure.

Die American Family Life Assurance Company ist ein US-amerikanisches Versicherungsunternehmen mit Sitz in Columbus, Georgia. Das im S&P 500 gelistete Unternehmen bietet vor allem Kranken- und Lebensversicherungen an und hat inzwischen mehr als 40 Mio. Kunden in den Vereinigten Staaten und Japan.

Warren Buffett liebt Versicherungen und folgt man seiner jüngsten Einschätzung, ist Japan momentan mehr als eine Wette wert...

Samstag, 13. Mai 2023

Im Fokus: Coca-Cola - Eine Geschichte über Kultbrause, Dividenden und... Warren Buffett

In diesem Kurzportrait geht es um The Coca-Cola Company, den Hersteller der gleichnamigen Kult-Brause. Im Ranking von Interbrand für 2021 belegt die Marke Coca-Cola weltweit Platz 6. Das Unternehmen wurde bereits 1892 gegründet und ist heute das weltweit größte Unternehmen für alkoholfreie Getränke. Es besitzt oder lizenziert mehr als 500 alkoholfreie Getränke, darunter sowohl kohlensäurehaltige als auch stille Getränke. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in mehr als 200 Ländern auf der ganzen Welt und hat 20 Marken, die jeweils einen Jahresumsatz von 1 Mrd. USD oder mehr erzielen. Täglich werden mehr als 2 Mrd. Getränke des Konzerns konsumiert, die einen Jahresumsatz von mehr als 43 Mrd. USD erwirtschaften.

Das Portfolio an kohlensäurehaltigen Getränken umfasst das Flaggschiff Coca-Cola sowie weitere Limonadenmarken wie Sprite, Fanta oder Mezzo Mix. Das Portfolio an stillen Getränken umfasst Wasser (Apollinaris, Vio), Säfte (Lift, Powerade) und trinkfertige Tees (Dasani, Minute Maid, Honest Tea).

Größter Aktionär des Unternehmens ist Warren Buffett - und das ist eine spannende Geschichte über erfolgreiches Quality Investing und die enorme Kraft des Compounding...

Montag, 28. November 2022

Kissigs Aktien Report: Cashflow-Investing zahlt sich aus – mit Coca-Cola, Home Depot und Mondelez

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 114 vom 18.11.2022

Samstag, 19. November 2022

Benjamin Graham wertet Dividenden als Qualitätsmerkmal. Natürlich...

In Zeiten niedriger Zinsen für Spareinlagen und Anleihen gehen Anlegern die Alternativen aus. Immer hört man den Rat, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so attraktive Renditen zu erzielen. "Dividenden sind der neue Zins" ist gar zu einem geflügelten Werbespruch geworden. Richtig so!?

Benjamin Graham erkannte eine langfristige und zuverlässige Dividendenzahlung sogar als ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Auswahl von geeigneten Aktieninvestitionen.
»Einer der überzeugendsten Tests hoher Qualität von Firmen ist eine ununterbrochene Historie von Dividenden, die sehr viele Jahre zurückreicht.«
Doch die Dividendenrendite alleine ist kein Qualitätsmerkmal; auch hier kommt es darauf an, genauer hinzusehen und sich die richtigen Gedanken zu machen, bevor man investiert. Denn hohe Dividendenrenditen können auch unschöne und ggf. teure Begleiterscheinungen haben...

Donnerstag, 23. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ray Dalio wettet auf fallende Kurse – und Coca-Cola

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 197. Portfoliocheck nehme ich mir wieder Ray Dalio vor, der den 1975 von ihm gegründeten Hedgefonds Bridgewater Associates zum größten Hedgefonds der Welt aufgebaut hat. Seit einigen Jahren kritisiert Dalio die Geldflut der Notenbanken und warnt vor den negativen Konsequenzen, wenn diese Blase platzt. In den letzten Monaten gewann seine Kritik an Bedeutung, nachdem die Preise explosionsartig in die Höhe schossen und die Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Zinswende eingeläutet haben. Doch eine grundsätzliche Abkehr vom Aktienmarkt empfiehlt Ray Dalio Anlegern nicht. Vielmehr rät er zu ausgesuchten Investments in Unternehmen, die auch in Krisenzeiten hohe Kundennachfrage auf sich ziehen.

Im 2021er Schlussquartal hatte Dalio am stärksten seine Emerging Markets-Wetten reduziert und seine dies bezüglichen ETF-Positionen zwischen 29 % und 56 % abgebaut. Im 2022er Auftaktquartal stockte er nun genau hier am massivsten auf mit knapp 4,8 % Depotgewichtung. Die aufstrebenden Staaten in Asien stehen in seinen Augen viel aussichtsreicher da als Europa, wo im Osten der Ukrainekrieg ausgetragen wird, die Lieferketten am stärksten beeinträchtigt und die Energiepreise auf heftigsten abgestiegen sind. Nachvollziehbare Sichtweise.

Dalio blieb auch im 1. Quartal 2022 seinem aktiven Stil treu und krempelte gewaltige 38 % seines breit diversifizierten 24,8 Mrd. USD schweren Portfolios um. Es umfasst nun 970 Aktien, darunter 260 Neuaufnahmen. Mit 25,9 % nach zuvor 28,1 % sind defensive Konsumwerte weiterhin am höchsten gewichtet. Ihnen folgen nun Gesundhitswerte mit 18,2 %, die sich an den zyklischen Konsumwerten vorbeigeschoben haben, deren Gewichtung von 17,9 % auf 13,8 % gefallen ist. Mit großem Abstand folgen Technologiewerte mit 4,5 %, die nun vor den Finanzwerten mit 4,2 % liegen.

Bei den Einzelwerten langte Dalio beim Konsumgüterreisen Procter & Gamble ordentlich zu und baute seine Position um annähernd ein Drittel aus. Bei Johnson & Johnson stockte er sogar um 40 % auf und in ähnlichen Größenordnungen bei Coca-Cola, PepsiCo, Walmart, Costco und McDonald’s. Hier hatte Dalio bereits im Vorquartal seine Aktienpositionen jeweils zwischen 10 und 15 % ausgebaut. Dalio hat also neben den Emerging Markets ETFs also vor allem seine Depotschwergewichte aufgestockt. Und zu diesen gehört seit einiger Zeit schon Coca-Cola; der größte Getränkehersteller der Welt verkauft mehr als 2 Milliarden Getränke - pro Tag...


Disclaimer: Habe Costco auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Kissigs Portfoliocheck: Jeremy Granthams Top-Recovery-Wette ist… Coca Cola

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 150. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 1. Quartal 2021 schichtete Grantham 16% seines Portfolios um und hielt Ende März 829 Positionen, darunter 198 Neuaufnahmen. Der Wert seiner bei GMO verwalteten Kundenportfolios stieg im Quartal um $2 Mrd. auf $18,3 Mrd. an. Dabei dominieren mit 29,1% Gewichtung weiterhin Technologiewerte vor Healthcare mit 18,8% und Financial Services mit 15,1%.

Microsoft ist schon seit längerer Zeit der am höchsten gewichtete Wert in Granthams Portfolio und bringt es auf 3,9%. Dahinter folgt Alphabet mit 3,33%, verteilt auf die A- und C-Aktien, vor United Healthcare 2,99%. Mit Coca Cola hat Grantham seit seinem Ersteinstieg 2005 schon viel Geld verdient. Nach dem Aufstocken in 2007 und 2008 erfolgte ab 2012 ein über fünf Jahre laufender 90-prozentiger Verkauf, bevor Grantham im Coronatief Anfang 2020 wieder zugriff und seinen Bestand bei "The Real Thing" seither wieder deutlich aufstockte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Alphabet, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Sonntag, 11. April 2021

Das Erfolgsgeheimnis der Dividendenstrategie liegt nicht in den Dividenden!

"Dividenden sind der neue Zins" ist ein geflügelter Begriff geworden, seitdem die Zinsen um die Nullmarke notieren und Banken und Sparkassen inzwischen sogar von Otto Normalkunde Strafzinsen auf dem Privatgirokonto einfordern. Wenn das Tagesgeld oder das Sparbuch keine Zinsen mehr bringt und Anleihen ebenso wenig, sehen Dividendenrenditen von drei Prozent und mehr entsprechend verlockend aus. Also eine sichere Sache, sollte man meinen. Wirklich?

Mittwoch, 31. Oktober 2018

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung von Unternehmen. Dividenden sind der Anteil am Gewinn eines Unternehmens, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

In Deutschland erfolgt dies üblicherweise einmal im Jahr, in den USA sind auch halb- oder vierteljährliche oder in Einzelfällen sogar monatliche Dividendenausschüttungen gängige Praxis. Dort schwanken die Dividendenhöhen auch stärker als in Deutschland, weil hierzulande einer kontinuierlichen und verlässlichen Dividendenpolitik der Vorzug gegeben wird. Deshalb werden in besonders erfolgreichen Jahren auch ggf. einmalige Boni gezahlt und als solche gekennzeichnet, um nicht im nächsten Jahr die Dividenden wieder senken zu müssen.

Freitag, 21. Juli 2017

McCormick und der scharfe Ritt: Kurseinbruch nach Übernahme als Chance?

Der Gewürzhersteller McCormick & Company ist ein ziemlich unbekannter Riese, jedenfalls hierzulande. Das ist insofern verständlich, als dass Otto Normalverbraucher mit seinen Produkten (bisher) eher selten direkt in Kontakt kommt. Denn der 1889 in Baltimore gegründete Konzern stellt Gewürze oder Gewürzmischungen her und vertreibt sie an die Lebensmittelindustrie. Dabei ist es fast unmöglich als Konsument, nicht täglich etwas zu Essen oder zu Trinken, was nicht mit Zutaten von McCormick gewürzt wurde, zumindest in deren Hauptmarkt, den USA. Und in den letzten drei Jahren hatten die Aktionäre auch viel Freude mit ihrem Investment, denn McCormick zählt zu den gesuchten defensiven Werten, die auch in einer Rezession gute Geschäfte machen.

Neben den Gewürzen ist McCormick allerdings inzwischen auch selbst als Hersteller von Lebensmitteln aktiv und diese ist vor allem in den USA momentan im Umbruch. Denn die Verbraucher wenden sich vom Zucker ab und schauen verstärkt danach, Produkte aus regionalem und ökologischem Anbau zu bevorzugen. Das stellt einige der Platzhirsche der Branche vor große Herausforderungen, wie Campbell Soup oder General Mills. Und zumindest teilweise nun auch McCormick.

Während also das Gewürzbusiness weiter attraktive Renditen abwirft, sieht sich auch McCormick mit seinen Produkten zunehmendem Gegenwind ausgesetzt. Und begegnet diesen auch durch Übernahmen. So hat man den Tubenkräuterspezialisten Gourmet Garden und den Saucenprofi Cajun Injector gekauft und ganz aktuell das Lebensmittelbusiness von Reckitt Benckiser für 4,2 Mrd. Dollar. Dieser letzte Zukauf kommt an der Börse nicht gut an und wird als zu teuer eingestuft. Immerhin hatte sich McCormick in einem Bieterverfahren gegen andere Größen der Branche durchgesetzt und am Ende einiges mehr bezahlt, als Analysten als Wert für RBs Lebensmittelbusiness angesetzt hatten. Der Kauf soll überwiegend über Kredite finanziert werden, was prompt die Ratingagentur Moody's auf den Plan rief, die eine Bonitätsabstufung für McCormick in Aussicht stellt. Also alles schlecht und der Kurseinbruch nur allzu gerechtfertigt. Oder?

Samstag, 14. Januar 2017

Kimberly Clark: Der unerkannte Champion

Manchmal gelingt Unternehmen ein echter Marketing-Coup, wenn nämlich das eigene Produkt zum Begriff wird. Der Pritt-Stift von Henkel ist so ein Geniestreich, Tesafilm von Beiersdorf oder der Edding. 'Haste mal ein Tempo?' ist auch so eine gängige Redewendung, wenn man mal ein Taschentuch braucht. Bei der Werbung kommt es ja darauf an, einen Markennamen bekannt zu machen und den Bedarf nach diesem Produkt zu wecken. Das geht ins Geld, aber wenn man den Begriff Kleenex hört, weiß man sofort, um was es geht.

Was der Konsument in der Regel nicht weiß und was ihm auch völlig egal sein kann, ist der Hersteller dieses Produkts. Für Anleger hingegen ist diese Information Geld wert, denn wir sprechen von Konsumgütern, den langweiligen Dingen des täglichen Bedarfs, an die man nicht viele Gedanken verschwendet. Hier gibt es selten wirkliche Innovationen, Käufer campen nicht vor den Läden und es bilden sich keine langen Schlangen kreischender Teenager, wenn es mal wieder ein Produktupdate gibt. Und auch auf Partys wird kaum über Toilettenpapier oder Windeln gesprochen, da sind andere Themen hipper. Doch gerade diese kleinen Helferlein des Alltags, die jeder ständig benötigt, lassen Anlegerherzen höher schlagen, denn es besteht ein reger und steigender Bedarf, ohne selbst das alles verändernde Internet und der Drang in die mobile Welt ist keine Konkurrenz. Jedenfalls wäre mir bisher keine App bekannt, die beim Naseputzen helfen könnte und auch eine cloudbasierte Lösung scheint kaum vorstellbar…

Latente Goldgräberstimmung
Börsenaltmeister André Kostolany erinnerte immer gerne daran, dass während des Goldrausches nicht unbedingt die Goldsucher reich wurden, sondern vor allem diejenigen, die ihnen die nötigen Utensilien verkauften: Schaufeln, Spitzhacken oder auch Jeans. Das waren sichere Einnahmequellen, egal ob der Goldsucher nun auf eine Goldader stieß oder enttäuscht aufgeben musste.

In der Welt der nützlichen Nebensächlichkeiten ist Kimberly-Clark zuhause. Die Mutter des Kleenex wurde 1872 von John Kimberly, Havilah Babcock, Charles Clark und Frank Shattuck als Papierhersteller gegründet und expandierte hierauf aufbauend in viele weitere Bereiche. Neben den Konsumentenprodukten ist Kimberly-Clark besonders stark bei Hygiene- und Verbrauchsmaterialien positioniert und bei uns bekannte Marken sind u.a. Camelia, DryNites, Huggies, Kleenex, Servus oder Hakle. Die Produkte des Unternehmens sind eine gefühlte Selbstverständlichkeit, was dazu führt, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Nachfrage nicht sinkt. Wird das Geld knapper, spart man nicht unbedingt zuerst am Toilettenpapier.