Die Optikerkette Fielmann hat schwer zu kämpfen in diesem Jahr; die Gewinnwarnung im Sommer war nicht die erste in den letzten beiden Jahren und hat dem Aktienkurs mächtig zugesetzt. Denn Fielmann scheint bisher keine Antwort auf die drängenden Zukunftsfragen gefunden zu haben. Im bisherigen Erfolgsmodell knirscht es zunehmend, denn der Trend geht immer stärker weg vom stationären Brillengeschäft hin zum Onlinebrillenversand.
Fielmann stemmt sich klar gegen den Onlinetrend und setzt stattdessen darauf, seine Kunden durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit auch weiterhin in seine Ladengeschäfte zu locken: mit Hörgeräten. Denn diese benötigen eine fachmännische Einstellung, um wirklich effektiv funktionieren zu können. Und nicht selten greifen Kunden gleich zu kombinierten Seh- und Hörhilfen. Fielmann setzt also nicht nur auf günstige Preise, sondern vor allem auf gute Beratung. Bei Hörgeräten ein Muss und damit die Trumpfkarte von Fielmann und elementarer Grundstein für die Zukunftsstrategie. Doch seit gestern könnte das alles Makulatur sein und zu einem BOSEn Erwachen führen...
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Mittwoch, 10. Oktober 2018
Sonntag, 1. Juli 2018
Fielmann: Das ist nicht mehr viel, Mann...
Die Optikerkette Fielmann (WKN: 577220) reiht sich ein in die länger werdende Schlange der Unternehmen, die mit Gewinnwarnungen den Markt negativ überraschen. Der Aktienkurs brach darauf hin zweistellig ein auch ich habe meinen Investmentcase überdacht - und musste feststellen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Ich hatte das "Family-Business mit Durchblick" vor gut einem Jahr auf meine Empfehlungsliste genommen, weil ich davon überzeugt war, dass Fielmann seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben könnte. Die Menschen werden immer älter und brauchen immer früher eine Sehhilfe; dazu hatte Fielmann begonnen, auch Hörgeräte in seinen Läden anzubieten - sehr clever, denn die kann man kaum über das Internet verkaufen, sondern die müssen ganz individuell angepasst und eingestellt werden. Hierzu kommen die Kunden persönlich in den Laden und damit schlägt Fielmann zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Online-Konkurrenz von Mr. Spex oder Brille24 setzt Fielmann schon zu. Auch wenn deren Marktanteilsgewinne bisher hauptsächlich die kleinen Mitbewerber getroffen haben und nicht Fielmann selbst. Darüber hinaus weitet Fielmann sein Erfolgsmodell auch auf die angrenzenden Staaten aus.
Nun hat Fielmann Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr präsentiert und kam mit einer saftigen Gewinnwarnung um die Ecke...
Ich hatte das "Family-Business mit Durchblick" vor gut einem Jahr auf meine Empfehlungsliste genommen, weil ich davon überzeugt war, dass Fielmann seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben könnte. Die Menschen werden immer älter und brauchen immer früher eine Sehhilfe; dazu hatte Fielmann begonnen, auch Hörgeräte in seinen Läden anzubieten - sehr clever, denn die kann man kaum über das Internet verkaufen, sondern die müssen ganz individuell angepasst und eingestellt werden. Hierzu kommen die Kunden persönlich in den Laden und damit schlägt Fielmann zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die Online-Konkurrenz von Mr. Spex oder Brille24 setzt Fielmann schon zu. Auch wenn deren Marktanteilsgewinne bisher hauptsächlich die kleinen Mitbewerber getroffen haben und nicht Fielmann selbst. Darüber hinaus weitet Fielmann sein Erfolgsmodell auch auf die angrenzenden Staaten aus.
Nun hat Fielmann Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr präsentiert und kam mit einer saftigen Gewinnwarnung um die Ecke...
Mittwoch, 3. Mai 2017
Fielmann: Family-Business mit Durchblick
In der Wirtschaftsgeschichte ist kaum ein erfolgreiches Unternehmen von angestellten Managern geschaffen worden, sondern zumeist von Einzelpersonen mit einer Vision. Gottfried Daimler, Werner Siemens, die Albrecht-Brüder, August Oetker oder Günther Fielmann, sie alle waren oder sind solche Menschen. Und die meisten dieser Unternehmen werden anfangs in Familienhand weitervererbt und auch –geführt, während sie später irgendwann von externen Managern übernommen werden (müssen), weil sich in der Familie selbst kein geeigneter Kandidat für die Chefetage mehr findet. Selbst die Otto Group steht nun vor diesem Problem und Michael Otto übergibt den Staffelstab nun erstmals an einen externen Manager.
In der realen Wirtschaftswelt sind Familienunternehmen eher die Regel als die Ausnahme und in allen Regionen der Erde zu finden. In Deutschland sind mehr als 90 Prozent der Unternehmen in Familienhand. Nach einer Untersuchung von Havard-Professor John Davis machen Familienunternehmen weltweit zwei Drittel aller Firmen aus und zeigen sich darüber hinaus auch noch für 70 bis 90 Prozent des global erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts (BIP) verantwortlich. Auch deshalb werden Familienunternehmen gerne als das Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet.
In der realen Wirtschaftswelt sind Familienunternehmen eher die Regel als die Ausnahme und in allen Regionen der Erde zu finden. In Deutschland sind mehr als 90 Prozent der Unternehmen in Familienhand. Nach einer Untersuchung von Havard-Professor John Davis machen Familienunternehmen weltweit zwei Drittel aller Firmen aus und zeigen sich darüber hinaus auch noch für 70 bis 90 Prozent des global erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts (BIP) verantwortlich. Auch deshalb werden Familienunternehmen gerne als das Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet.
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