Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.
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Mittwoch, 12. Januar 2022
Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Lloyd Fonds: Dieses FinTech bietet sehr viel mehr als Fonds
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Freitag, 7. September 2018
Von der DEWB und Lloyd Fonds musste ich mich einfach trennen...
Die Aktien des Asset Managers Lloyd Fonds und der Beteiligungsgesellschaft DEWB habe ich als Turnaroundspekulationen begleitet und die gute Nachricht ist, dass man sich als Anleger wohl keine Sorgen mehr um eine Pleite der beiden machen muss. Der Einstieg des neuen Großaktionärs SPSW Capital bei der DEWB (Deutschen Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft) und dieser wiederum bei Lloyd Fonds brachte nicht nur frische Ideen und Value Investing Expertise mit sich, sondern für beide Unternehmen eine Neuausrichtung, neue Aufsichtsratsmitglieder und frisches Kapital für den Neustart. So viel zu den guten Nachrichten.
Die schlechte Nachricht ist Zeit. Denn der Umbau bei der DEWB und bei der neuen Tochter Lloyd Fonds wird ein tiefgreifender sein und geht bei beiden mit strukturellen Veränderungen sowie Aufgabe bzw. Abgabe ganzer Geschäftsbereiche und ggf. Tochtergesellschaften einher. Das kostet Geld und Energie - und viel Zeit. Daher steht die Abwägung an zwischen einer durchaus interessant klingenden Neuausrichtung für beide Gesellschaften und den Erfordernissen eines belastbaren Investmentszenarios. Und ich habe für mich diese Entscheidung getroffen...
Die schlechte Nachricht ist Zeit. Denn der Umbau bei der DEWB und bei der neuen Tochter Lloyd Fonds wird ein tiefgreifender sein und geht bei beiden mit strukturellen Veränderungen sowie Aufgabe bzw. Abgabe ganzer Geschäftsbereiche und ggf. Tochtergesellschaften einher. Das kostet Geld und Energie - und viel Zeit. Daher steht die Abwägung an zwischen einer durchaus interessant klingenden Neuausrichtung für beide Gesellschaften und den Erfordernissen eines belastbaren Investmentszenarios. Und ich habe für mich diese Entscheidung getroffen...
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Sonntag, 14. Januar 2018
Investor-Update: Deutsche Balaton, Deutsche Rohstoff AG, Gladstone Capital, Lloyd Fonds, Marenave, Newtek Business Services, Technotrans
In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Starker Jahresstart
Nachdem uns die Börsen eine solide Jahresendrallye hingelegt hatten, machten sie in der ersten Woche des neuen Jahres unverändert weiter. Die Kurse zogen deutlich an und vor allem bei den deutschen Nebenwerten gibt es nicht selten prozentual zweistellige Kurszuwächse zu feiern. Und die Rahmenbedingungen für Aktien sind weiterhin gut: niedrige und nur moderat ansteigende Zinsen, steigende Unternehmensgewinne (mit einem zusätzlichen Schub dank der US-Steuerreform), nur moderate Inflation von unter 2%, trotz gestiegenen Ölpreises. Und die politischen Gegebenheiten liefern auch nur geringes Störfeuer...
Starker Jahresstart
Nachdem uns die Börsen eine solide Jahresendrallye hingelegt hatten, machten sie in der ersten Woche des neuen Jahres unverändert weiter. Die Kurse zogen deutlich an und vor allem bei den deutschen Nebenwerten gibt es nicht selten prozentual zweistellige Kurszuwächse zu feiern. Und die Rahmenbedingungen für Aktien sind weiterhin gut: niedrige und nur moderat ansteigende Zinsen, steigende Unternehmensgewinne (mit einem zusätzlichen Schub dank der US-Steuerreform), nur moderate Inflation von unter 2%, trotz gestiegenen Ölpreises. Und die politischen Gegebenheiten liefern auch nur geringes Störfeuer...
Donnerstag, 4. Januar 2018
Turnaround-Spekulation: Bausch Health, Lloyd Fonds, Marenave vor Wiederauferstehung?
Turnaround-Spekulationen üben auf Anleger eine ganz besondere Magie aus, obwohl sie nur selten erfolgreich sind. Der Reiz liegt darin, Aktien eines Unternehmens zu ausgebombten Kursen zu kaufen, die früher in ganz anderen Spähren zuhause waren. Was so stark abgestürzt ist, muss ja eine Riesenchance darstellen, der Kurs muss sich ja wieder erholen, so lautet eine gängige Ansicht. Und die ist falsch!
Der Kurs muss sich nicht wieder erholen, denn es gibt zumeist sehr gute Gründe, weshalb Aktienkurse abstürzen. Und nicht selten folgt auf den Kursabsturz die Pleite und damit der Totalverlust des investierten Geldes. Anleger tun also gut daran, sich an Turnaround-Versuche nur unter größter Vorsicht und Sorgfalt heranzuwagen. Denn er kommt darauf an, auch eine "Turnaround-Spekulation als Value Investment" anzugehen. Nur so kann es funktionieren, will man sich nicht auf den Zufall verlassen.
Ich habe mich in drei ausführlichen Artikel bereits diesem Thema gewidmet. Anfang 2013 ("Turnaround: Profitieren, wenn gefallene Engel wiederauferstehen"), Anfang 2016 ("Turnaround-Spekulation: Wenn Totgesagte länger leben") und Ende 2016 noch einmal ("Deutsche Forfait, SBF AG, United Electronic Technology: Turnarounds seldom turn. But if..."). Die in den Artikeln vorgestellten Werte haben die Hoffnungen nicht alle erfüllt, doch zumindest ist kein Totalausfall darunter.
Neben diesen vier Artikeln habe ich ab und zu auch Einzelwerte in Turnaround-Situationen hier im Blog besprochen und bisweilen auf meine Empfehlungsliste gesetzt. Und darum geht es auch heute, um drei Unternehmen, deren Business total abgestürzt ist und ihr Aktienkurs ebenso. Bei denen aber die Hoffnung besteht, dass sie die Kurve kriegen und den latenten Krisenmodus wieder verlassen können und wieder zu stinknormalen Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell werden. Also werfen wir einen Blick auf die drei Turnaround-Kandidaten, auf neue Hoffnungsträger und alte Bekannte...
Der Kurs muss sich nicht wieder erholen, denn es gibt zumeist sehr gute Gründe, weshalb Aktienkurse abstürzen. Und nicht selten folgt auf den Kursabsturz die Pleite und damit der Totalverlust des investierten Geldes. Anleger tun also gut daran, sich an Turnaround-Versuche nur unter größter Vorsicht und Sorgfalt heranzuwagen. Denn er kommt darauf an, auch eine "Turnaround-Spekulation als Value Investment" anzugehen. Nur so kann es funktionieren, will man sich nicht auf den Zufall verlassen.
Ich habe mich in drei ausführlichen Artikel bereits diesem Thema gewidmet. Anfang 2013 ("Turnaround: Profitieren, wenn gefallene Engel wiederauferstehen"), Anfang 2016 ("Turnaround-Spekulation: Wenn Totgesagte länger leben") und Ende 2016 noch einmal ("Deutsche Forfait, SBF AG, United Electronic Technology: Turnarounds seldom turn. But if..."). Die in den Artikeln vorgestellten Werte haben die Hoffnungen nicht alle erfüllt, doch zumindest ist kein Totalausfall darunter.
Neben diesen vier Artikeln habe ich ab und zu auch Einzelwerte in Turnaround-Situationen hier im Blog besprochen und bisweilen auf meine Empfehlungsliste gesetzt. Und darum geht es auch heute, um drei Unternehmen, deren Business total abgestürzt ist und ihr Aktienkurs ebenso. Bei denen aber die Hoffnung besteht, dass sie die Kurve kriegen und den latenten Krisenmodus wieder verlassen können und wieder zu stinknormalen Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell werden. Also werfen wir einen Blick auf die drei Turnaround-Kandidaten, auf neue Hoffnungsträger und alte Bekannte...
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Montag, 4. September 2017
Projektverschiebungen, Gewinnwarnung: Lloyd Fonds kann nicht (mehr) überzeugen
Die Hamburger Lloyd Fonds AG, einen seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierter Investment- und Asset-Manager, habe ich seit letztem Jahr als Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste. Und die Geschäfte liefen gut an, 2016 musste Lloyd Fonds mehrfach die eigenen Prognosen nach oben schrauben und der Turnaround kam spürbar voran, so dass 2016 mit einem Konzernjahresergebnis von 3,2 Mio. Euro abgeschlossen werden konnte. Und dieses war für 2017 die Messlatte, die sich nun allerdings als deutlich zu hoch erwies. Denn mit Vorlage der Halbjahreszahlen für 2017 musste Lloyd Fonds einräumen, die Prognosen für dieses Jahr deutlich zu verfehlen und sogar unterhalb des letztjährigen Konzernergebnisses abschließen zu müssen.
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Donnerstag, 8. Juni 2017
EZB bleibt bei ihrer Nullzinspolitik. Und das hat Folgen...
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat getagt und es passierte... nichts. Naja, fast nichts und das ist dann eben doch schon was. Zunächst ließ EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins unangetastet bei null Prozentpunkten. Das hatten nicht alle so erwartet, was mich wiederum verwundert. Denn Hauptaugenmerk der EZB ist ihr postuliertes Inflationsziel von 2 Prozent und als zum Jahresanfang die Energiepreise stiegen und mit ihnen die Inflationsrate, da meinten viele schon, die Inflation sei dauerhaft zurückgekehrt und die EZB würde nun endlich die Zinsen erhöhen. Falsch gedacht, wie ich Ende März schon schrieb, als ich den Immobilien-Manager Corestate Capital auf meine Empfehlungsliste nahm.
Schon damals meinte ich, die um die Energiepreise bereinigte Inflationsrate würde deutlich weniger stark ansteigen und aufgrund des Basiseffekts aus dem Vorjahr demnächst auch die Inflationsrate insgesamt wieder absinken. Und genau das geschieht nun, denn die EZB hat ihre Inflationserwartungen für die Eurozone für die Jahre 2017 bis 2019 gesenkt, während sie ihre Annahmen für das BIP-Wachstum erhöht hat, wie die Financial Times berichtet. Des Weiteren sieht Mario Draghi keine Deflationsgefahren mehr, was insgesamt beruhigend ist als Ausblick für die wirtschaftliche Gesamtsituation. Folgerichtig hat er auch erstmals nicht mehr sein Mantra von bestehenden konjunkturellen Abwärtsrisiken wiederholt und die Notenbank stellt auch keine weiteren Zinssenkungen mehr in Aussicht. Zumindest verbal steuert die EZB auf Normalkurs um, von einem Inflationsszenario ist jedoch weit und breit keine Spur.
Und das hat natürlich Folgen, denn damit rückt die Aussicht auf eine Zinswende auch in der Eurozone in weite(re) Ferne. Zumal auch in den USA die Stimmen leiser werden, die von schnellen weiteren Zinsanhebungen der FED ausgehen, da auch in den USA das Wachstum und die Arbeitslosenzahlen dies nicht (mehr) ohne Weiteres hergeben.
Wenn nun aber die Zinsen erst einmal nicht steigen, bleibt das Schuldenmachen weiter attraktiv, während das Sparen weiter nichts abwirft oder sogar schon Strafzinsen kostet. Daher dürften auch künftig Banken und Versicherungen unter Druck bleiben, während Asset Manager und Immobilien (-unternehmen) weiter auf der Sonnenseite stehen, ebenso das FinTech-Unternehmen Hypoport, das über seine Tochter Dr. Klein zweitgrößter Anbieter von Online-Immobilienkreditvermittlungen in Deutschland ist.
Schon damals meinte ich, die um die Energiepreise bereinigte Inflationsrate würde deutlich weniger stark ansteigen und aufgrund des Basiseffekts aus dem Vorjahr demnächst auch die Inflationsrate insgesamt wieder absinken. Und genau das geschieht nun, denn die EZB hat ihre Inflationserwartungen für die Eurozone für die Jahre 2017 bis 2019 gesenkt, während sie ihre Annahmen für das BIP-Wachstum erhöht hat, wie die Financial Times berichtet. Des Weiteren sieht Mario Draghi keine Deflationsgefahren mehr, was insgesamt beruhigend ist als Ausblick für die wirtschaftliche Gesamtsituation. Folgerichtig hat er auch erstmals nicht mehr sein Mantra von bestehenden konjunkturellen Abwärtsrisiken wiederholt und die Notenbank stellt auch keine weiteren Zinssenkungen mehr in Aussicht. Zumindest verbal steuert die EZB auf Normalkurs um, von einem Inflationsszenario ist jedoch weit und breit keine Spur.
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| Quelle: Financial Times |
Wenn nun aber die Zinsen erst einmal nicht steigen, bleibt das Schuldenmachen weiter attraktiv, während das Sparen weiter nichts abwirft oder sogar schon Strafzinsen kostet. Daher dürften auch künftig Banken und Versicherungen unter Druck bleiben, während Asset Manager und Immobilien (-unternehmen) weiter auf der Sonnenseite stehen, ebenso das FinTech-Unternehmen Hypoport, das über seine Tochter Dr. Klein zweitgrößter Anbieter von Online-Immobilienkreditvermittlungen in Deutschland ist.
Freitag, 31. März 2017
Zinsen, Inflation: Die weiteren Aussichten für Asset-Manager wie Corestate Capital, Deutsche Beteiligungs AG, DIC Asset, Ernst Russ, Lloyd Fonds, MPC Capital, Patrizia, Publity
Asset-Manager legen im Auftrag ihrer Kunden Geld an, überwiegend für institutionelle Investoren wie Family Offices, Versicherungen, Pensionsfonds. Eine Reihe von ihnen bietet seine Dienstleistungen allerdings auch Privatkunden an, gerne über Fonds. Und diese Unternehmen hatten die letzten Jahre regen Zulauf, sie konnten ihre Assets under Management (AuM), also das von ihnen verwaltete Vermögen erheblich ausweiten. Was nicht zuletzt am immer weiter fallenden Zinsniveau in der Eurozone lag, das die Jagd auf Rendite immer mehr verschärfte. Im Zuge der Niedrigzinsphase kamen und kommen auch zunehmend "Bastionen der Sicherheit" in immer ärgere Bedrängnis, wie Versicherungen und Bausparkassen. Von Banken ganz zu schweigen, denen ist das Kerngeschäft komplett weggebrochen da ihre Zinsmarge immer weiter zusammenschrumpft. Ich hatte neulich wieder ein längeres Gespräch mit dem Vorstand unserer örtlichen Sparkasse, bei dem es um das unerfreuliche Thema Filialschließungen ging. Dabei wurden auch erneut Zahlen präsentiert, die ich hier im Blog schon mehrfach angesprochen habe.
Zinsmarge implodiert
In der Vergangenheit konnte bei einem höheren Zinsniveau die Zinsmarge von den Banken relativ konstant bei 2% gehalten werden. Für die Spar- und Termineinlagen der Kunden erhielten diese also im Schnitt etwa 2% weniger an Zinsen gutgeschrieben, als Kunden für Anschaffungs- und Immobilienkredite zahlen mussten. Ich meine damit die durchschnittliche Zinsmarge über alle Fristen hinweg. Für die Banken war das Zinsniveau relativ belanglos, denn ob die ihre 2% Marge zwischen 6 und 8 Prozent oder zwischen 3 und 5 Prozent verdienten, war ihren eigentlich egal. Das Zinsniveau hatte, ebenso wie die allgemeine Konjunkturlage, eher Auswirkungen auf das Volumen der nachgefragten Kredite.
Zinsmarge implodiert
In der Vergangenheit konnte bei einem höheren Zinsniveau die Zinsmarge von den Banken relativ konstant bei 2% gehalten werden. Für die Spar- und Termineinlagen der Kunden erhielten diese also im Schnitt etwa 2% weniger an Zinsen gutgeschrieben, als Kunden für Anschaffungs- und Immobilienkredite zahlen mussten. Ich meine damit die durchschnittliche Zinsmarge über alle Fristen hinweg. Für die Banken war das Zinsniveau relativ belanglos, denn ob die ihre 2% Marge zwischen 6 und 8 Prozent oder zwischen 3 und 5 Prozent verdienten, war ihren eigentlich egal. Das Zinsniveau hatte, ebenso wie die allgemeine Konjunkturlage, eher Auswirkungen auf das Volumen der nachgefragten Kredite.
Montag, 20. März 2017
Lloyd Fonds grandios: Auf die Gewinnverdopplung folgt die Dividendenverdopplung
Die Lloyd Fonds AG, ein seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierter Investment- und Asset-Manager aus Hamburg, hat noch einmal nachgelegt. Nachdem kürzlich die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 vorgelegt wurden, das mit einem Konzernjahresergebnis von €3,2 Mio. abgeschlossen wurde. Damit erfüllte Lloyd Fonds die eigenen Prognosen, die aufgrund der erfolgreichen Geschäftstätigkeit im Herbst und Winter jeweils nochmals angehoben worden waren. Zur Jahresmitte war das Unternehmen von einem Konzernergebnis zwischen zwei und drei Millionen Euro ausgegangen. Wie der Investment- und Asset-Manager mitteilte, hat sich das Konzernjahresergebnis damit zum zweiten Mal in Folge verdoppelt (2015: €1,6 Mio, 2014: €0,8 Mio.).
Dividende wird von 7 auf 16 Cents je Aktie angehoben
Und nun haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auch die Aktionäre am Erfolg teilhaben zu lassen. So soll den Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von €0,16 pro Aktie vorgeschlagen werden und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (€0,07), sofern die Bilanzfeststellung, die am 11. April keine entgegenstehenden Überraschungen bringt.
Dividende wird von 7 auf 16 Cents je Aktie angehoben
Und nun haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auch die Aktionäre am Erfolg teilhaben zu lassen. So soll den Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von €0,16 pro Aktie vorgeschlagen werden und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (€0,07), sofern die Bilanzfeststellung, die am 11. April keine entgegenstehenden Überraschungen bringt.
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Donnerstag, 1. Dezember 2016
Lloyds Fonds AG erhöht die Jahresprognose. Schon wieder...
Die Lloyd Fonds AG, ein seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierter Investment- und Asset-Manager aus Hamburg hatte seine Aktionäre am 30. November zu einer außerordentlichen Hauptversammlung geladen und nun gibt es Gutes zu berichten.
Zum einen stimmten die Aktionäre mit 99,99% einem Gewinnabführungsvertrag zwischen der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH und ihrer Muttergesellschaft Lloyd Fonds AG zu. Die Lloyd Fonds REM erbringt als geschäftsführende Kommanditistin vieler Fonds Managementdienstleistungen für Dritte und tritt als Maklerin bei Immobilientransaktionen auf. Außerdem ist sie im Zusammenhang mit der neu gegründeten Investitionsgesellschaft "Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA" im Bereich des sozialen Wohnungsbaus tätig.
Gewinnabführungsvertrag führt zu verbessertem Ergebnis
Klingt jetzt auf den ersten Blick nicht spektakulär, das machen viele Gesellschaften mit ihren Töchtern. Allerdings liegen die Vorzeichen in diesem Fall anders, denn die Tochter ist einfach zu erfolgreich bei der Realisierung zahlreicher laufender und zukünftiger Immobilienprojekte und durch die steigenden Erträge in der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH drohen deshalb künftig hohe Steuerzahlungen. Durch den GAV können die in der Muttergesellschaft Lloyd Fonds AG vorhandenen Verlustvorträge von jeweils rund €20 Mio. für Körperschafts- und Gewerbesteuer gewinnbringend genutzt werden.
Nachdem nun der GAV gestern von der HV beschlossen wurde, führt er bereits im laufenden Jahr zu positiven Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Nach Vorlage der Halbjahreszahlen hatte Lloyd Fonds seine Jahresprognosen von €2 Mio. bis €3 Mio. noch bestätigt, allerdings schon vermerkt, man werde sich wohl eher am oberen Rand der Prognose einfinden. Nun, das ist seit heute Makulatur, denn nun geht das Management davon aus, mehr als €3 Mio. Gewinn zu erzielen.
Meine Einschätzung
Der GAV ist ein schlauer Schachzug, nutzt er doch die bestehenden Verlustvorträge zum Wohl des Unternehmens und seiner Aktionäre. Und für die Folgejahre sind die Auswirkungen natürlich wesentlich höher, als für die letzten Wochen des Jahres 2016. Keine Steuern auf erzielte Gewinne zahlen zu müssen, ist eine schöne Bescherung und es zeigt, dass der Turnaround bei Lloyd Fonds voll im Gang ist. Für geduldige Anleger ist der Nebenwert weiterhin eine spekulative Depotbeimischung wert, denn das Beste sollte noch vor dem Unternehmen liegen, wenn sich die neue Strategie richtig auszuzahlen beginnt. Das jüngst von SRC-Research bei €4 bestätigte Kursziel dürfte mittel- und langfristig dabei nur eine Zwischenetappe bleiben.
Lloyd Fonds befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.
Zum einen stimmten die Aktionäre mit 99,99% einem Gewinnabführungsvertrag zwischen der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH und ihrer Muttergesellschaft Lloyd Fonds AG zu. Die Lloyd Fonds REM erbringt als geschäftsführende Kommanditistin vieler Fonds Managementdienstleistungen für Dritte und tritt als Maklerin bei Immobilientransaktionen auf. Außerdem ist sie im Zusammenhang mit der neu gegründeten Investitionsgesellschaft "Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA" im Bereich des sozialen Wohnungsbaus tätig.
Gewinnabführungsvertrag führt zu verbessertem Ergebnis
Klingt jetzt auf den ersten Blick nicht spektakulär, das machen viele Gesellschaften mit ihren Töchtern. Allerdings liegen die Vorzeichen in diesem Fall anders, denn die Tochter ist einfach zu erfolgreich bei der Realisierung zahlreicher laufender und zukünftiger Immobilienprojekte und durch die steigenden Erträge in der Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH drohen deshalb künftig hohe Steuerzahlungen. Durch den GAV können die in der Muttergesellschaft Lloyd Fonds AG vorhandenen Verlustvorträge von jeweils rund €20 Mio. für Körperschafts- und Gewerbesteuer gewinnbringend genutzt werden.
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| Lloyd Fonds AG (Quelle: finanzen.net) |
Meine Einschätzung
Der GAV ist ein schlauer Schachzug, nutzt er doch die bestehenden Verlustvorträge zum Wohl des Unternehmens und seiner Aktionäre. Und für die Folgejahre sind die Auswirkungen natürlich wesentlich höher, als für die letzten Wochen des Jahres 2016. Keine Steuern auf erzielte Gewinne zahlen zu müssen, ist eine schöne Bescherung und es zeigt, dass der Turnaround bei Lloyd Fonds voll im Gang ist. Für geduldige Anleger ist der Nebenwert weiterhin eine spekulative Depotbeimischung wert, denn das Beste sollte noch vor dem Unternehmen liegen, wenn sich die neue Strategie richtig auszuzahlen beginnt. Das jüngst von SRC-Research bei €4 bestätigte Kursziel dürfte mittel- und langfristig dabei nur eine Zwischenetappe bleiben.
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Stock-Picking
Dienstag, 15. November 2016
Zahlen & Mehr: Lloyd Fonds, PNE Wind, Publity, Surteco
▸ Lloyd Fonds
Der Asset-Manager macht ernst mit seinem neuen Geschäftsfeld und hat die "Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA" gegründet. Damit wird deutschlandweit die erste kapitalmarktorientierte Investmentgesellschaft etabliert, über die vorwiegend institutionelle Anleger in den wachsenden Markt des staatlich geförderten Wohnungsbaus investieren können. Die Aktien werden zunächst vorbörslich an langfristig orientierte institutionelle Investoren platziert und der anschließende Börsengang soll im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. Die Lloyd WohnWert strebt eine Ausschüttungsrendite von 3% pro Jahr an.
Ziel der Gesellschaft ist es, in den kommenden Jahren über Kapitalerhöhungen ein attraktives Portfolio aus Immobilienobjekten im Segment des geförderten Wohnungsbaus mit einer langfristigen Haltestrategie aufzubauen. Dabei werden die Investments maßgeblich in Metropolregionen stattfinden, in denen der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum angesichts wachsender Bevölkerungszahlen und steigender Wohnungs- und Mietpreise besonders groß ist. Ein erstes Objekt in Hamburg wurde auch bereits erworben.
Meine Einschätzung
Die Lloyd Fonds AG stößt mit ihrem neuen Produkt in eine attraktive Nische vor, den Sozialen Wohnungsbau. Während dieses Segment bis vor wenigen Jahren noch ein stiefmütterliches Dasein fristete, hat sich in diesem Bereich einiges gewandelt. Insbesondere sind die Kriterien, nach denen Menschen berechtigt sind, in Sozialwohnungen einzuziehen, ausgeweitet worden. In Schleswig-Holstein gelten inzwischen für Single-Haushalte Einkommensgrenzen von 19.400 Euro pro Jahr. Das ist meilenweit weg vom "Einkommen" auf Hartz IV-Niveau. Die Ausweitung ist Folge der rasant ansteigenden Urbanisierung und des großen Mangels an bezahlbarem Wohnraum über die Gruppe der sozial Bedürftigen hinaus. Auch für normale Angestellte, Polizeibeamte oder Rettungsassistenten ist es in den boomenden Großstädten kaum mehr möglich, eine aus ihrem Gehalt bezahlbare Wohnung zu finden.
Einen Ausschüttungsrendite von 3% ist durchaus attraktiv angesichts der vorherrschenden Nullzinsphase. Und wenn die Wohnungen nach Tilgung der Kredite in vielen Jahren aus der Sozialbindung herausfallen, winken hier unter Umständen noch erhebliche stille Reserven, weil dann Mietanpassungen möglich wären. Insofern dürfte es großes Interesse bei institutionellen Investoren für diese Art der Investment geben und für Lloyd Fonds bietet sich hier eine attraktive Chance, in einem neuen Geschäftsfeld stetige Gebühreneinnahmen zu generieren.
Das Nachsteuer-Ergebnis der Lloyd Fonds AG zum Ende des dritten Quartals lag bei €2,2 Mio. Das Unternehmen bestätigte auf dieser Basis noch einmal seine Prognose, für das Gesamtjahr 2016 ein Ergebnis im oberen Bereich der Spanne zwischen €2 und €3 Mio. zu erreichen.
Der Turnaround bei Lloyd Fonds ist in vollem Gange und Anleger können weiter auf eine kräftige Erholung in den nächsten Jahren setzen, sowohl in Bezug auf die Geschäfte als auch auf den Aktienkurs.
▸ PNE Wind
Der Windpark-Projektierer konnte einige Fortschritte vermelden. Auch wenn es sich (noch) nicht um den mit Spannung erwarteten "großen Deal" bzgl. des YieldCo-Portfolios handelt, ist der Frankreich-Deal der Tochtergesellschaft WKN ein gutes Zeichen. Das Windenergieprojekt Saint Martin l’Ars wurde in der vergangenen Woche an die John Laing Group plc verkauft. Es ist kurz nach der Veräußerung des Windparks „Sommette“ (21,6 MW) im September bereits das zweite Projekt aus dem Anfang des Jahres geschlossenen Rahmenvertrag für John Laing. Das Projekt, das sich bereits in der Bauphase befindet, kommt auf eine Gesamtleistung von 10,25 Megawatt. WKN zeichnet für den Bau der Projekte verantwortlich und wird seitens John Laing erneut als Generalunternehmerin beauftragt.
Meine Einschätzung
Der Aktienkurs steht noch unter Druck wegen der Auswirkungen der Trump-Wahl auf die PNE-Pläne, in Nordamerika die Geschäfte auszuweiten. Hier könnte Trumps Ignoranz ggü. dem globalen Klimawandel und der Mitschuld des CO2-Ausstoßes hieran sowie der Erfordernis, auch saubere Energie zu setzen, hemmend wirken. Des Weiteren muss PNE Wind endlich zu neuen finanziellen Mitteln kommen, also das YieldCo-Portfolio endlich verkaufen und somit bis zu €300 Mio. einnehmen. Hierauf wartet die Börse und dies dürfte der Befreiungsschlag sein, auch für den Aktienkurs. Nicht nur die erwarteten hohen Gewinne aus dem Verkauf, sondern vor allem die Aussicht darauf, die vielen Projekte dann mit genügend Cash im Rücken erfolgreicher vorantreiben zu können. Risikobereite Anleger setzen auf dieses Szenario und auf ein Wiedererstarken der PNE Wind, nachdem die internen Querelen im Aktionariat endlich der Vergangenheit angehören und ein neuer Chef frischen Wind in den Laden bringt.
▸ Publity
Publit ist weiter gefragt, jedenfalls bei seinen Kunden, den internationalen Finanzinvestoren. Nachdem man in diesem Jahr bereits mehrere Deals im neuen Standbein "Non-performing-Loans" (NPL) erzielen konnte, wurde Publity nun mit der Betreuung eines weiteren Portfolios im Volumen von €700 Mio. betraut. Das zusätzliche Portfolio umfasst etwa 1.200 Immobilien-Kredite mit einer Forderungshöhe von insgesamt mehr als €700 Mio. und der Servicing-Vertrag läuft über 5 Jahre. Publity ist dabei in Form einer Servicing Fee mit 22% am Verwertungserlös beteiligt, es winken also erkleckliche erfolgsabhängige Provisionen. Nachdem man bereits €1,7 Mrd. von einem anderen Investor anvertraut bekam, erhöht sich durch das neue Portfolio das Volumen der NPL-Portfolios nun auf €2,4 Mrd.
Meine Einschätzung
Publity befindet sich voll auf Kurs. Bis zum Jahresende will man die AuM auf €3 Mrd. steigernund mit dem neuen NPL-Deal liegt man nun bei rund €3,2 Mrd., Ende 2017 sollen die AuM dann bereits €5 Mrd. betragen.
Das NPL-Segment soll als zweite Säule des Geschäftsmodells von Publity zum dynamischen Wachstum der Gesellschaft beitragen und das Co-Investment-Kerngeschäft bei Joint Ventures mit institutionellen Investoren ergänzen. Aus diesem Bereich fließen weniger hohe Einnahmen, dafür jedoch verstetigen sie die Einnahmebasis und balancieren sie ein Stückweit aus.
Für Anleger ist der Deal insoweit interessant, als dass die hieraus zu erwartenden Einnahmen erst ab dem nächsten Jahr ihren Niederschlag in den Geschäftszahlen von Publity finden werden, wenn die NPLs auch verwertet werden. Neben der bereits angekündigten Rekorddividende von €2,80 je Aktie, was eine Dividendenrendite von mehr als 8% bedeutet, sollte die Aussicht auf weiter steigende Einnahmen aus Gebühren und Provisionen das Geschäft und den Aktienkurs von Publity befeuern. Darüber hinaus winkt noch der schon länger erwartete größere Exit bei einigen Portfolio-Immobilien, dessen Abschluss einen weiteren kräftigen Impuls für den Aktienkurs zünden würde.
Das Geschäftsmodell von Publity ist (noch) nicht so stetig wie das anderer Gesellschaften und weist höhere Risiken auf. Auf der anderen Seite liegen hier auch besondere Chancen, so dass sich das Chance-Risiko-Verhältnis weiterhin sehr positiv darstellt.
▸ Surteco
Eher unspektakulär kommen die 9-Monatszahlen von Surteco daher, dem weltweit führenden Hersteller von dekorativen Oberflächenmaterialien. Der Konzernumsatz stieg um €7 Mio. auf €490,9 Mio. und das EBIT um 28% auf €30,6 Mio. Die Jahresprognose sieht das Management voll im Zielfenster. So soll der Konzernumsatz leicht gegenüber dem Vorjahreswert (€638,4 Mio.) steigen, während das EBIT des Konzerns voraussichtlich im mittleren bis unteren Bereich der prognostizierten €38 bis €42 Mio. landen soll. Dies wäre "substanziell über dem Vorjahreswert von €31,1 Mio." wie der Vorstand betont.
Meine Einschätzung
Surteco hatte sich an der Übernahme der Süddekor verhoben und die Integration benötigte viel mehr Zeit und Geld als gedacht. Die erhofften Potenziale lassen sich nicht nachhaltig heben und die neue Schlagkraft des Unternehmens lässt auf sich warten. Anleger brauchen hier Geduld und setzen darauf, dass das Management seine Pläne erfolgreich umsetzen kann, auch wenn es (noch) länger dauert, als geplant.
Lloyd Fonds, PNE Wind, Publity und Surteco befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.
Der Asset-Manager macht ernst mit seinem neuen Geschäftsfeld und hat die "Lloyd WohnWert GmbH & Co. KGaA" gegründet. Damit wird deutschlandweit die erste kapitalmarktorientierte Investmentgesellschaft etabliert, über die vorwiegend institutionelle Anleger in den wachsenden Markt des staatlich geförderten Wohnungsbaus investieren können. Die Aktien werden zunächst vorbörslich an langfristig orientierte institutionelle Investoren platziert und der anschließende Börsengang soll im zweiten Halbjahr 2017 erfolgen. Die Lloyd WohnWert strebt eine Ausschüttungsrendite von 3% pro Jahr an.
Ziel der Gesellschaft ist es, in den kommenden Jahren über Kapitalerhöhungen ein attraktives Portfolio aus Immobilienobjekten im Segment des geförderten Wohnungsbaus mit einer langfristigen Haltestrategie aufzubauen. Dabei werden die Investments maßgeblich in Metropolregionen stattfinden, in denen der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum angesichts wachsender Bevölkerungszahlen und steigender Wohnungs- und Mietpreise besonders groß ist. Ein erstes Objekt in Hamburg wurde auch bereits erworben.
Meine Einschätzung
Die Lloyd Fonds AG stößt mit ihrem neuen Produkt in eine attraktive Nische vor, den Sozialen Wohnungsbau. Während dieses Segment bis vor wenigen Jahren noch ein stiefmütterliches Dasein fristete, hat sich in diesem Bereich einiges gewandelt. Insbesondere sind die Kriterien, nach denen Menschen berechtigt sind, in Sozialwohnungen einzuziehen, ausgeweitet worden. In Schleswig-Holstein gelten inzwischen für Single-Haushalte Einkommensgrenzen von 19.400 Euro pro Jahr. Das ist meilenweit weg vom "Einkommen" auf Hartz IV-Niveau. Die Ausweitung ist Folge der rasant ansteigenden Urbanisierung und des großen Mangels an bezahlbarem Wohnraum über die Gruppe der sozial Bedürftigen hinaus. Auch für normale Angestellte, Polizeibeamte oder Rettungsassistenten ist es in den boomenden Großstädten kaum mehr möglich, eine aus ihrem Gehalt bezahlbare Wohnung zu finden.
Einen Ausschüttungsrendite von 3% ist durchaus attraktiv angesichts der vorherrschenden Nullzinsphase. Und wenn die Wohnungen nach Tilgung der Kredite in vielen Jahren aus der Sozialbindung herausfallen, winken hier unter Umständen noch erhebliche stille Reserven, weil dann Mietanpassungen möglich wären. Insofern dürfte es großes Interesse bei institutionellen Investoren für diese Art der Investment geben und für Lloyd Fonds bietet sich hier eine attraktive Chance, in einem neuen Geschäftsfeld stetige Gebühreneinnahmen zu generieren.
Das Nachsteuer-Ergebnis der Lloyd Fonds AG zum Ende des dritten Quartals lag bei €2,2 Mio. Das Unternehmen bestätigte auf dieser Basis noch einmal seine Prognose, für das Gesamtjahr 2016 ein Ergebnis im oberen Bereich der Spanne zwischen €2 und €3 Mio. zu erreichen.
Der Turnaround bei Lloyd Fonds ist in vollem Gange und Anleger können weiter auf eine kräftige Erholung in den nächsten Jahren setzen, sowohl in Bezug auf die Geschäfte als auch auf den Aktienkurs.
▸ PNE Wind
Der Windpark-Projektierer konnte einige Fortschritte vermelden. Auch wenn es sich (noch) nicht um den mit Spannung erwarteten "großen Deal" bzgl. des YieldCo-Portfolios handelt, ist der Frankreich-Deal der Tochtergesellschaft WKN ein gutes Zeichen. Das Windenergieprojekt Saint Martin l’Ars wurde in der vergangenen Woche an die John Laing Group plc verkauft. Es ist kurz nach der Veräußerung des Windparks „Sommette“ (21,6 MW) im September bereits das zweite Projekt aus dem Anfang des Jahres geschlossenen Rahmenvertrag für John Laing. Das Projekt, das sich bereits in der Bauphase befindet, kommt auf eine Gesamtleistung von 10,25 Megawatt. WKN zeichnet für den Bau der Projekte verantwortlich und wird seitens John Laing erneut als Generalunternehmerin beauftragt.
Meine Einschätzung
Der Aktienkurs steht noch unter Druck wegen der Auswirkungen der Trump-Wahl auf die PNE-Pläne, in Nordamerika die Geschäfte auszuweiten. Hier könnte Trumps Ignoranz ggü. dem globalen Klimawandel und der Mitschuld des CO2-Ausstoßes hieran sowie der Erfordernis, auch saubere Energie zu setzen, hemmend wirken. Des Weiteren muss PNE Wind endlich zu neuen finanziellen Mitteln kommen, also das YieldCo-Portfolio endlich verkaufen und somit bis zu €300 Mio. einnehmen. Hierauf wartet die Börse und dies dürfte der Befreiungsschlag sein, auch für den Aktienkurs. Nicht nur die erwarteten hohen Gewinne aus dem Verkauf, sondern vor allem die Aussicht darauf, die vielen Projekte dann mit genügend Cash im Rücken erfolgreicher vorantreiben zu können. Risikobereite Anleger setzen auf dieses Szenario und auf ein Wiedererstarken der PNE Wind, nachdem die internen Querelen im Aktionariat endlich der Vergangenheit angehören und ein neuer Chef frischen Wind in den Laden bringt.
▸ Publity
Publit ist weiter gefragt, jedenfalls bei seinen Kunden, den internationalen Finanzinvestoren. Nachdem man in diesem Jahr bereits mehrere Deals im neuen Standbein "Non-performing-Loans" (NPL) erzielen konnte, wurde Publity nun mit der Betreuung eines weiteren Portfolios im Volumen von €700 Mio. betraut. Das zusätzliche Portfolio umfasst etwa 1.200 Immobilien-Kredite mit einer Forderungshöhe von insgesamt mehr als €700 Mio. und der Servicing-Vertrag läuft über 5 Jahre. Publity ist dabei in Form einer Servicing Fee mit 22% am Verwertungserlös beteiligt, es winken also erkleckliche erfolgsabhängige Provisionen. Nachdem man bereits €1,7 Mrd. von einem anderen Investor anvertraut bekam, erhöht sich durch das neue Portfolio das Volumen der NPL-Portfolios nun auf €2,4 Mrd.
Meine Einschätzung
Publity befindet sich voll auf Kurs. Bis zum Jahresende will man die AuM auf €3 Mrd. steigern
Das NPL-Segment soll als zweite Säule des Geschäftsmodells von Publity zum dynamischen Wachstum der Gesellschaft beitragen und das Co-Investment-Kerngeschäft bei Joint Ventures mit institutionellen Investoren ergänzen. Aus diesem Bereich fließen weniger hohe Einnahmen, dafür jedoch verstetigen sie die Einnahmebasis und balancieren sie ein Stückweit aus.
Für Anleger ist der Deal insoweit interessant, als dass die hieraus zu erwartenden Einnahmen erst ab dem nächsten Jahr ihren Niederschlag in den Geschäftszahlen von Publity finden werden, wenn die NPLs auch verwertet werden. Neben der bereits angekündigten Rekorddividende von €2,80 je Aktie, was eine Dividendenrendite von mehr als 8% bedeutet, sollte die Aussicht auf weiter steigende Einnahmen aus Gebühren und Provisionen das Geschäft und den Aktienkurs von Publity befeuern. Darüber hinaus winkt noch der schon länger erwartete größere Exit bei einigen Portfolio-Immobilien, dessen Abschluss einen weiteren kräftigen Impuls für den Aktienkurs zünden würde.
Das Geschäftsmodell von Publity ist (noch) nicht so stetig wie das anderer Gesellschaften und weist höhere Risiken auf. Auf der anderen Seite liegen hier auch besondere Chancen, so dass sich das Chance-Risiko-Verhältnis weiterhin sehr positiv darstellt.
▸ Surteco
Eher unspektakulär kommen die 9-Monatszahlen von Surteco daher, dem weltweit führenden Hersteller von dekorativen Oberflächenmaterialien. Der Konzernumsatz stieg um €7 Mio. auf €490,9 Mio. und das EBIT um 28% auf €30,6 Mio. Die Jahresprognose sieht das Management voll im Zielfenster. So soll der Konzernumsatz leicht gegenüber dem Vorjahreswert (€638,4 Mio.) steigen, während das EBIT des Konzerns voraussichtlich im mittleren bis unteren Bereich der prognostizierten €38 bis €42 Mio. landen soll. Dies wäre "substanziell über dem Vorjahreswert von €31,1 Mio." wie der Vorstand betont.
Meine Einschätzung
Surteco hatte sich an der Übernahme der Süddekor verhoben und die Integration benötigte viel mehr Zeit und Geld als gedacht. Die erhofften Potenziale lassen sich nicht nachhaltig heben und die neue Schlagkraft des Unternehmens lässt auf sich warten. Anleger brauchen hier Geduld und setzen darauf, dass das Management seine Pläne erfolgreich umsetzen kann, auch wenn es (noch) länger dauert, als geplant.
Lloyd Fonds, PNE Wind, Publity und Surteco befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Freitag, 4. November 2016
Nach dem Sündenfall: Lassen Negativzinsen für Sparer jetzt alle Dämme brechen?
Der Sündenfall ist biblisch belegt, Eva ließ sich von der Schlange verführen und naschte den Apfel vom Baum der Erkenntnis. Mit dem bekannten Ergebnis, dass wir Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden und uns jetzt mit so profanen Dingen wie Geldanlage beschäftigen müssen.
Und der Sündenfall der Neuzeit ist ein solches Geldthema. Genauer gesagt, ist es das Einführen von Strafzinsen für Sparer. Und zwar ab dem ersten Euro. Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG wird als erste künftig Sparern Geld dafür abknöpfen, dass sie ihr Geld zur Bank tragen und dort anlegen; aktuell noch indirekt über neu eingeführte monatliche Kontogebühren zwischen €5 und €50. Nicht nur die Inflation lässt also das Geldvermögen schwinden, auch die Bank verstärkt dies darüber hinaus zusätzlich.
Natürlich macht die Volksbank dies nicht ohne Grund und schon gar nicht, um die Sparer zu schädigen. Sie reagiert damit auf die Politik der EZB, die durch künstliches Niederhalten der Zinsen, ausgelöst durch eine Flutung der Märkte mit billigem Geld, den Banken letztlich gar keine andere Wahl mehr lässt. Denn diese müssen für die Einlagen ihrer Kunden selbst bereits Strafzinsen entrichten bei der EZB.
Das Problem ist nicht neu, es wird seit Jahren an die Wand gemalt - nun ist es da. Neu ist hingegen, dass es ab dem ersten Euro gilt, also nicht mehr nur für vermögendere Privatkunden. Und die Konsequenz, die sich aus diesem ersten Sündenfall ergibt, die wird es in sich haben. Es wird eine Kaskade der Zinsabwertung geben!
Und der Sündenfall der Neuzeit ist ein solches Geldthema. Genauer gesagt, ist es das Einführen von Strafzinsen für Sparer. Und zwar ab dem ersten Euro. Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG wird als erste künftig Sparern Geld dafür abknöpfen, dass sie ihr Geld zur Bank tragen und dort anlegen; aktuell noch indirekt über neu eingeführte monatliche Kontogebühren zwischen €5 und €50. Nicht nur die Inflation lässt also das Geldvermögen schwinden, auch die Bank verstärkt dies darüber hinaus zusätzlich.
Natürlich macht die Volksbank dies nicht ohne Grund und schon gar nicht, um die Sparer zu schädigen. Sie reagiert damit auf die Politik der EZB, die durch künstliches Niederhalten der Zinsen, ausgelöst durch eine Flutung der Märkte mit billigem Geld, den Banken letztlich gar keine andere Wahl mehr lässt. Denn diese müssen für die Einlagen ihrer Kunden selbst bereits Strafzinsen entrichten bei der EZB.
Das Problem ist nicht neu, es wird seit Jahren an die Wand gemalt - nun ist es da. Neu ist hingegen, dass es ab dem ersten Euro gilt, also nicht mehr nur für vermögendere Privatkunden. Und die Konsequenz, die sich aus diesem ersten Sündenfall ergibt, die wird es in sich haben. Es wird eine Kaskade der Zinsabwertung geben!
Donnerstag, 1. September 2016
Ernst Russ, Lloyd Fonds, MPC Capital: Profiteure der Hanjin-Pleite?
Seit der großen Finanzkrise 2008/2009 leiden nicht nur die europäischen Banken, sondern mindestens genauso darbend präsentiert sich der Bereich Schifffahrt und Seehandel. Dabei gehen beide Problemzonen Hand in Hand, denn insbesondere die norddeutschen Landesbanken, aber auch die Commerzbank, waren und sind ganz stark exponiert im Bereich der Schiffsfinanzierungen. Der hohe Wettbewerbsdruck durch Überkapazitäten und dadurch sinkende Frachtraten hat zu vielen Ausfällen von Schiffsfinanzierungen geführt mit entsprechenden Belastungen für die Bilanzen der Banken und die Darlehen bzw. Investments der Anleger, die z.B. in steueroptimierte Schiffsfonds investiert hatten.
Und nun muss die weltweit siebtgrößte Reederei, die südkoreanische Hanjin Shipping, die Segel streichen und Insolvenzverwaltung beantragen. Sie verfügt über eine Flotte von 141 Schiffe, darunter alleine 90 Container-Schiffe, und erreicht nach Bloombergangaben einen Weltmarktanteil von 2,9%. Ein Gericht entscheidet nun, ob gleich die Abwicklung erfolgt, oder ob Hanjin Shipping noch eine Chance zur Restrukturierung bekommt. Das gilt auch für die Tochterfirmen der Gruppe, zu der etwa die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air gehört.
Erst vor wenigen Tagen hatten die Gläubiger des Unternehmens eine Kreditlinie gekündigt, nachdem selbst eine Finanzspritze von mehr als 1 Billion Won (€804 Mio.) Hanjin Shipping nicht über Wasser halten konnte. Insgesamt hat das Unternehmen inzwischen einen Schuldenberg von €4,5 Mrd. angehäuft, den man nicht mehr bedienen kann.
Mit weitreichenden Konsequenzen, denn da nunmehr auch keine Hafengebühren mehr entrichtet werden können, sperren die Häfen weltweit ihre Tore für Hanjin-Schiffe. Was auch für die an Bord befindliche Ware zu einem Problem wird und damit für die Kunden der Reederei, deren Produkte nicht mehr oder zumindest nicht mehr rechtzeitig ausgeliefert werden. Die Kunden werden sich also ganz schnell andere Logistik-Partner suchen und ihre Waren über andere Reedereien verschiffen. Eine Restrukturierung von Hanjin dürfte damit kaum mehr möglich sein, denn eine Rückkehr der Kunden nach erfolgtem Wechsel zur Konkurrenz ist eher unwahrscheinlich.
Umso wahrscheinlicher ist daher die Option, dass der Mitbewerber Hyundai Merchant Marine wichtige Vermögenswerte von Hanjin übernehmen wird, darunter Schiffe und das Verkaufsnetz im Ausland.
Für Wettbewerber, wie AP Moeller-Maersk oder Hapag-Lloyd sind dies durchaus positive Nachrichten, denn sie dürften von der Pleite profitieren und zusätzliche Aufträge abgreifen. Und auch für die Schiffsfinanzierer könnte sich ein Silberstreif am Horizont auftun, denn die weniger rentablen und älteren Kähne von Hanjin dürften abgewrackt werden und somit für geringere Frachtkapazitäten auf den Weltmeeren sorgen.
Und das führt mich zu meinen Investments... Denn die Ernst Russ AG hat eigene Schiffe und einen eigenen Reederei-Betrieb, Lloyds Fonds und MPC Capital haben Fonds aufgelegt, die in Schiffe investiert haben, und wo sie an den Gebühren für die Verwaltung dieser Fonds verdienen. Sie alle dürften mittel- und langfristig zumindest indirekt von der Hanjin-Pleite profitieren, denn sie alle haben einen Vorteil davon, wenn nun Überkapazitäten abgebaut werden und die Frachtraten wieder steigen. Weniger Margendruck sollte zu steigenden Gewinne führen und das ist Wasser auf Anlegers Mühlen.
Ernst Russ, Lloyd Fonds und MPC Capital befinden sich als aussichtsreiche Turnaround-Spekulationen auf meiner Emfehlungsliste und in meinem Depot.
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ERGÄNZUNG VOM 13.09.2016
Das Manager Magazin berichtet, dass aufgrund der Pleite von Hanjin Shipping die Frachtraten weltweit kräftig anziehen würden. Aus Daten der Schifffahrtsbörse in Shanghai gehe hervor, dass sich die Frachtraten zwischen Asien und Nordeuropa allein in der ersten Woche nach dem Konkurs um fast 40 Prozent, auf dem Pazifik im Frachtverkehr zwischen Asien und den USA sogar um mehr als 50 Prozent erhöht hätten.
Es bleibe allerdings abzuwarten, wie nachhaltig dieser Anstieg sei, denn einerseits sei ein Teil der 90 Container-Schiffe von Hanjin Shipping mit geladenen 500.000 Standardcontainern Eigentum von Charterreederein, die ihre Schiffe bei einer Hanjin-Pleite zurückerhielten, so dass diese dann wieder auf dem Weltmarkt zur Verfügung stünden. Und auch die eigenen Hanjin-Schiffe (etwa 60) würden bei einem Konkurs verkauft werden und so ggf. wieder die Kapazitäten erhöhen. Wann dies der Fall sein wird, und ob nicht eher ein erheblicher Anteil der Schiffe abgewrackt würde, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall freuen sich Reedereien weltweit über die unerwarteten zusätzlichen Einnahmen, die ihnen die gestiegenen Charterraten einspielen.
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ERGÄNZUNG VOM 14.09.2016
Nach Informationen des Manager Magazins wird Hanjin Shipping keine Hilfen von Seiten des Südkoreanischen Staates erhalten, weil man dort erkannt habe, dass der Markt seit langem unter Überkapazitäten leide und dringend einer Bereinigung bedürfe. Folgerichtig habe nun der Notverkauf der ersten Hanjin-Schiffe begonnen, die in etwa zu Buchwerten über den Tisch gingen. Experten erwarten indes, dass die siebtgrößte Reederei der Welt am Ende allenfalls als lokaler Player diese Krise überleben wird.
Und nun muss die weltweit siebtgrößte Reederei, die südkoreanische Hanjin Shipping, die Segel streichen und Insolvenzverwaltung beantragen. Sie verfügt über eine Flotte von 141 Schiffe, darunter alleine 90 Container-Schiffe, und erreicht nach Bloombergangaben einen Weltmarktanteil von 2,9%. Ein Gericht entscheidet nun, ob gleich die Abwicklung erfolgt, oder ob Hanjin Shipping noch eine Chance zur Restrukturierung bekommt. Das gilt auch für die Tochterfirmen der Gruppe, zu der etwa die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air gehört.
Erst vor wenigen Tagen hatten die Gläubiger des Unternehmens eine Kreditlinie gekündigt, nachdem selbst eine Finanzspritze von mehr als 1 Billion Won (€804 Mio.) Hanjin Shipping nicht über Wasser halten konnte. Insgesamt hat das Unternehmen inzwischen einen Schuldenberg von €4,5 Mrd. angehäuft, den man nicht mehr bedienen kann.
Mit weitreichenden Konsequenzen, denn da nunmehr auch keine Hafengebühren mehr entrichtet werden können, sperren die Häfen weltweit ihre Tore für Hanjin-Schiffe. Was auch für die an Bord befindliche Ware zu einem Problem wird und damit für die Kunden der Reederei, deren Produkte nicht mehr oder zumindest nicht mehr rechtzeitig ausgeliefert werden. Die Kunden werden sich also ganz schnell andere Logistik-Partner suchen und ihre Waren über andere Reedereien verschiffen. Eine Restrukturierung von Hanjin dürfte damit kaum mehr möglich sein, denn eine Rückkehr der Kunden nach erfolgtem Wechsel zur Konkurrenz ist eher unwahrscheinlich.
Umso wahrscheinlicher ist daher die Option, dass der Mitbewerber Hyundai Merchant Marine wichtige Vermögenswerte von Hanjin übernehmen wird, darunter Schiffe und das Verkaufsnetz im Ausland.
Für Wettbewerber, wie AP Moeller-Maersk oder Hapag-Lloyd sind dies durchaus positive Nachrichten, denn sie dürften von der Pleite profitieren und zusätzliche Aufträge abgreifen. Und auch für die Schiffsfinanzierer könnte sich ein Silberstreif am Horizont auftun, denn die weniger rentablen und älteren Kähne von Hanjin dürften abgewrackt werden und somit für geringere Frachtkapazitäten auf den Weltmeeren sorgen.
Und das führt mich zu meinen Investments... Denn die Ernst Russ AG hat eigene Schiffe und einen eigenen Reederei-Betrieb, Lloyds Fonds und MPC Capital haben Fonds aufgelegt, die in Schiffe investiert haben, und wo sie an den Gebühren für die Verwaltung dieser Fonds verdienen. Sie alle dürften mittel- und langfristig zumindest indirekt von der Hanjin-Pleite profitieren, denn sie alle haben einen Vorteil davon, wenn nun Überkapazitäten abgebaut werden und die Frachtraten wieder steigen. Weniger Margendruck sollte zu steigenden Gewinne führen und das ist Wasser auf Anlegers Mühlen.
Ernst Russ, Lloyd Fonds und MPC Capital befinden sich als aussichtsreiche Turnaround-Spekulationen auf meiner Emfehlungsliste und in meinem Depot.
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ERGÄNZUNG VOM 13.09.2016
Das Manager Magazin berichtet, dass aufgrund der Pleite von Hanjin Shipping die Frachtraten weltweit kräftig anziehen würden. Aus Daten der Schifffahrtsbörse in Shanghai gehe hervor, dass sich die Frachtraten zwischen Asien und Nordeuropa allein in der ersten Woche nach dem Konkurs um fast 40 Prozent, auf dem Pazifik im Frachtverkehr zwischen Asien und den USA sogar um mehr als 50 Prozent erhöht hätten.
Es bleibe allerdings abzuwarten, wie nachhaltig dieser Anstieg sei, denn einerseits sei ein Teil der 90 Container-Schiffe von Hanjin Shipping mit geladenen 500.000 Standardcontainern Eigentum von Charterreederein, die ihre Schiffe bei einer Hanjin-Pleite zurückerhielten, so dass diese dann wieder auf dem Weltmarkt zur Verfügung stünden. Und auch die eigenen Hanjin-Schiffe (etwa 60) würden bei einem Konkurs verkauft werden und so ggf. wieder die Kapazitäten erhöhen. Wann dies der Fall sein wird, und ob nicht eher ein erheblicher Anteil der Schiffe abgewrackt würde, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall freuen sich Reedereien weltweit über die unerwarteten zusätzlichen Einnahmen, die ihnen die gestiegenen Charterraten einspielen.
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ERGÄNZUNG VOM 14.09.2016
Nach Informationen des Manager Magazins wird Hanjin Shipping keine Hilfen von Seiten des Südkoreanischen Staates erhalten, weil man dort erkannt habe, dass der Markt seit langem unter Überkapazitäten leide und dringend einer Bereinigung bedürfe. Folgerichtig habe nun der Notverkauf der ersten Hanjin-Schiffe begonnen, die in etwa zu Buchwerten über den Tisch gingen. Experten erwarten indes, dass die siebtgrößte Reederei der Welt am Ende allenfalls als lokaler Player diese Krise überleben wird.
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Turnaround
Mittwoch, 20. Juli 2016
Lloyd Fonds mit Gewinnverdopplung im ersten Halbjahr voll im Plan
Der seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierte Investment- und Asset-Manager Lloyd Fonds aus Hamburg kommt bei seinem Turnaround weiter voran. Die heute stattfindende Hauptversammlung soll erstmals seit sieben Jahren wieder eine Dividende beschließen und €0,07 je Aktie ausschütten.
Im Vorfeld der Hauptversammlung präsentierte das Unternehmen auch vorläufige Halbjahreszahlen und kann damit den erfolgreichen Turnaround eindrucksvoll bestätigen. So wurde ein Konzernergebnis von €1,8 Mio. erzielt und damit deutlich mehr als doppelt so viel wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres (€0,7 Mio). Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses resultiere aus einem Anstieg der Managementeinnahmen und der darin enthaltenen Transaktionsgebühren, insbesondere im Immobilienbereich, teilte das Unternehmen mit.
Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung erwartet die Lloyd Fonds AG für das Geschäftsjahr 2016 einen kräftigen Anstieg des Konzernergebnisses, das nun am oberen Ende der bisherigen Gewinnprognose von €2 Mio. bis €3 Mio. erwartet wird.
Nachhaltiges Wachstum durch neue Strategie und neue Projekte
Vor dem Hintergrund der strategischen Entscheidung des Unternehmens, aktienbasierte und handelbare Investments zu entwickeln, arbeitet Lloyd Fonds derzeit aktiv an dem Aufbau einer börsennotierten Gesellschaft für den geförderten Wohnungsbau in Metropolregionen. Zielgruppe sind primär institutionelle Investoren.
Darüber hinaus soll in einem zweiten Projekt Privatanlegern über einen börsennotierten Real Estate Investment Trust (REIT) Zugang zu Immobilieninvestments ermöglicht werden.
Im maritimen Bereich wird der Aufbau einer Plattform für Schiffe, die sich in wirtschaftlicher Krise befinden, vorbereitet.
Meine Einschätzung
Lloyds Fonds befindet sich seit Anfang Juni auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Seitdem konnte der Aktienkurs bereits deutlich zulegen und die hervorragenden Unternehmenszahlen bestätigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist hin zu einem erfolgreichen Turnaround. Ich habe vor, das Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten, weil sich im Bereich alternativer Anlageformen eine Menge Potenzial bietet. Die anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Immobilienpreise und Mieten sowie die Aussicht auf sich verbessernde Frachtraten im Schifffahrtsbereich sollten Anlegern in den nächsten Jahren eine Menge Freude an den Aktien der Lloyds Fonds AG bieten, sofern sie sich des erhöhten Risikos einer Turnaround-Spekulation immer bewusst sind.
Im Vorfeld der Hauptversammlung präsentierte das Unternehmen auch vorläufige Halbjahreszahlen und kann damit den erfolgreichen Turnaround eindrucksvoll bestätigen. So wurde ein Konzernergebnis von €1,8 Mio. erzielt und damit deutlich mehr als doppelt so viel wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres (€0,7 Mio). Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses resultiere aus einem Anstieg der Managementeinnahmen und der darin enthaltenen Transaktionsgebühren, insbesondere im Immobilienbereich, teilte das Unternehmen mit.
Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung erwartet die Lloyd Fonds AG für das Geschäftsjahr 2016 einen kräftigen Anstieg des Konzernergebnisses, das nun am oberen Ende der bisherigen Gewinnprognose von €2 Mio. bis €3 Mio. erwartet wird.
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| Lloyd Fonds AG (Quelle: finanzen.net) |
Vor dem Hintergrund der strategischen Entscheidung des Unternehmens, aktienbasierte und handelbare Investments zu entwickeln, arbeitet Lloyd Fonds derzeit aktiv an dem Aufbau einer börsennotierten Gesellschaft für den geförderten Wohnungsbau in Metropolregionen. Zielgruppe sind primär institutionelle Investoren.
Darüber hinaus soll in einem zweiten Projekt Privatanlegern über einen börsennotierten Real Estate Investment Trust (REIT) Zugang zu Immobilieninvestments ermöglicht werden.
Im maritimen Bereich wird der Aufbau einer Plattform für Schiffe, die sich in wirtschaftlicher Krise befinden, vorbereitet.
Meine Einschätzung
Lloyds Fonds befindet sich seit Anfang Juni auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Seitdem konnte der Aktienkurs bereits deutlich zulegen und die hervorragenden Unternehmenszahlen bestätigen, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist hin zu einem erfolgreichen Turnaround. Ich habe vor, das Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten, weil sich im Bereich alternativer Anlageformen eine Menge Potenzial bietet. Die anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Immobilienpreise und Mieten sowie die Aussicht auf sich verbessernde Frachtraten im Schifffahrtsbereich sollten Anlegern in den nächsten Jahren eine Menge Freude an den Aktien der Lloyds Fonds AG bieten, sofern sie sich des erhöhten Risikos einer Turnaround-Spekulation immer bewusst sind.
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Mittwoch, 29. Juni 2016
Zahlen & Mehr: Aurelius, Deutsche Rohstoff, Lloyd Fonds, Ringmetall
:: Aurelius SE
Der Münchener Finanzinvestor Aurelius erwirbt Working Links, den führenden Anbieter von beruflichen und sozialen Wiedereingliederungsleistungen, mit Niederlassungen in Großbritannien, Irland und im Nahen Osten. Working Links bietet Beratungs- und Betreuungsleistungen zur Wiedereingliederung und Rehabilitation in drei verschiedenen Bereichen: Der Bereich der beruflichen Wiedereingliederung zielt darauf ab, die Lebensverhältnisse von Menschen durch Beschäftigung, Schulung und die Entwicklung persönlicher Fertigkeiten zu verbessern. Mit den sozialen Wiedereingliederungsmaßnahmen zur Rückfallprävention soll eine erneute Straffälligkeit verhindert und so die Öffentlichkeit geschützt werden. Der Bereich internationale Dienstleistungen beinhaltet Beratungsdienstleistungen zur beruflichen Wiedereingliederung für inländische Arbeitnehmer in Saudi-Arabien und Kuwait sowie die Durchführung von "Job Path", einem Programm der irischen Regierung, um Langzeitarbeitslose in sechs Regionen Irlands wieder zurück in Arbeit zu bringen. 2015 erzielte Working Links einen Jahresumsatz von rund €160 Mio. und über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.
Dies ist bereits die dritte Aurelius-Akquisition im zweiten Quartal 2016 und nach CEO Dr. Dirk Markus sind noch 6 bis 8 Käufe und Verkäufe in der Pipeline für dieses Jahr. Negative Auswirkungen durch den Brexit erwartet Aurelius nicht, weder für seine Tochterunternehmen in Großbritannien noch für für den Konzern. Aurelius handele von jeher eher antizyklisch und derartige gesamtwirtschaftliche Umbruchsituationen liefern für das Geschäftsmodell interessante Opportunitäten.
:: Deutsche Rohstoff AG
Die DRAG wird bis 18.7.2016 eine neue Unternehmensanleihe 2016/2021 (WKN A2AA05) mit einem Volumen von bis zu €75 Mio. platzieren, deren Laufzeit 5 Jahre beträgt. Der jährliche Zinssatz beläuft sich auf 5,625% und wird halbjährlich ausgezahlt. Darüber hinaus erhalten die Inhaber der Anleihe 2013/2018 (WKN A1R07G) eine Einladung zur Abgabe von Umtauschangeboten und können je €1.000 nominal der Anleihe 2013/2018 in den gleichen Betrag der neuen Anleihe 2016/2021 tauschen. Zusätzlich erhalten sie eine Barzahlung in Höhe von €40 pro €1.000 nominal, so dass der Umtausch zu 104% erfolgt.
Die DRAG verfolgt hiermit das Ziel, ihre deutlich höher verzinste Anleihe aus den Büchern zu bekommen, um sie gegen eine günstigere Variante auszutauschen. Sie hat die Möglichkeit, die alte Anleihe ab 11. Juli zu kündigen und zu 103% zurückzukaufen. Es ist davon auszugehen, dass die DRAG hiervon Gebrauch machen wird, um (Zins-)Kosten zu sparen. Das Umtauschangebot ist daher eine freundliche Variante für die Anleiheinhaber, denn die DRAG möchte diese ja nicht vergraulen, sondern als Anleger für die neue Anleihe gewinnen.
Mit den verfügbaren liquiden Mitteln, die sich per 31.12.2015 auf €83 Mio. beliefen, beabsichtigt die DRAG im Wesentlichen, Öl- und Gasbohrungen auf ihren Flächen in der Nähe von Denver im US-Bundesstaat Colorado zu finanzieren. Seit September 2015 besteht dort eine Öl- und Gasproduktion aus fünf Horizontalbohrungen, die bereits in den ersten drei Produktionsmonaten rund 35% der Investitionskosten wieder eingespielt hatten. Seit Ende März 2016 läuft ein weiteres Bohrprogramm, in dessen Rahmen insgesamt 25 Bohrungen abgeteuft werden sollen. Alle 25 Bohrungen werden voraussichtlich zwischen August und Oktober 2016 mit der Öl- und Gasproduktion beginnen. Bei den Bohrungen handelt es sich nicht um Explorationsbohrungen mit dem entsprechenden Fündigkeitsrisiko, sondern um die Entwicklung des bereits gut erschlossenen und bekannten Wattenberg Öl- und Gasfeldes.
:: Lloyd Fonds AG
Der Asset-Manager Lloyd Fonds verkauft zwei Hotels in Berlin und Nürnberg aus dem Bestand seines Immobilienfonds "Moderne Großstadthotels". Dessen Anleger erzielen somit eine Rendite von über 11% p.a. vor Steuern und die Lloyd Fonds AG erhält einen substantiellen Ertrag aus der Erfolgsbeteiligung. Käufer der beiden Motel One-Hotels ist die Hotelgruppe Motel One. Die beiden Hotels wurden zum 14,6-fachen der Jahresnettomiete erworben und nun konnte Lloyd Fonds sie zum rund 19,8-fachen verkaufen. Der jetzige Verkaufspreis liegt damit um rund 42% über dem damaligen Kaufpreis und da Lloyd Fonds über eine Performance-Regelung am Erfolg des Fonds beteiligt ist, verzeichnet das Unternehmen aus diesem Verkauf einen substantiellen Ergebnisbeitrag. Die Lloyds Fonds AG geht mit großen Schritten ihren Weg und mausert sich zu einem äußert erfolgreichen Turnaroundwert, der künftig verstärkt mit Schiffen und Immobilien punkten will. Nachdem man den Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppeln konnte und damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich lag, wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen, die bei €0,07 je Aktie liegen soll. Und auch im laufenden Jahr kommt man voran: so konnte der Asset-Manager zuletzt vermelden, er habe "ergebniswirksam" mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt.
:: Ringmetall AG
Ringmetall, früher unter H.P.I. Holding firmierend, hat ertsmals nach der großen Firmenübernahme der Self Industries im vergangenen Jahr Unternehmenszahlen präsentiert und die können sich sehen lassen. Im ersten Quartal 2016 legte man in der neuen Firmenstruktur sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutlich zu: die Umsatzerlöse erhöhten sich um 35,9% auf €22,4 Mio. (Q1 2015: €16,5 Mio.), die Bruttomarge verbesserte sich von 48,5% auf 51,5% und dementsprechend überproportional stiegen auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 76,9% auf über €3,0 Mio. (Q1 2015: €1,7 Mio.) an und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bei dem ein Anstieg um 114,7% auf €1,9 Mio. zu verzeichnen war (Q1 2015: €0,9 Mio.).
Künftig möchte man einen verbesserte Kapitalmarktkommunikation an den Tag legen und heuerte hierzu den Experten Ingo Middelmenne an. Gut möglich, dass dieser schon bald Meldungen über neue Zukäufe verfassen muss, denn Ringmetall befinde sich in "fortgeschrittenen Gesprächen mit diversen interessanten Unternehmen". Ringmetall wird zurzeit noch im Entry Standrad gelistet, strebt aber mittelfristig eine Notiz im Geregelten Markt an.
Aurelius, Deutsche Rohstoff, Lloyd Fonds und Ringmetall befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.
Der Münchener Finanzinvestor Aurelius erwirbt Working Links, den führenden Anbieter von beruflichen und sozialen Wiedereingliederungsleistungen, mit Niederlassungen in Großbritannien, Irland und im Nahen Osten. Working Links bietet Beratungs- und Betreuungsleistungen zur Wiedereingliederung und Rehabilitation in drei verschiedenen Bereichen: Der Bereich der beruflichen Wiedereingliederung zielt darauf ab, die Lebensverhältnisse von Menschen durch Beschäftigung, Schulung und die Entwicklung persönlicher Fertigkeiten zu verbessern. Mit den sozialen Wiedereingliederungsmaßnahmen zur Rückfallprävention soll eine erneute Straffälligkeit verhindert und so die Öffentlichkeit geschützt werden. Der Bereich internationale Dienstleistungen beinhaltet Beratungsdienstleistungen zur beruflichen Wiedereingliederung für inländische Arbeitnehmer in Saudi-Arabien und Kuwait sowie die Durchführung von "Job Path", einem Programm der irischen Regierung, um Langzeitarbeitslose in sechs Regionen Irlands wieder zurück in Arbeit zu bringen. 2015 erzielte Working Links einen Jahresumsatz von rund €160 Mio. und über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.
Dies ist bereits die dritte Aurelius-Akquisition im zweiten Quartal 2016 und nach CEO Dr. Dirk Markus sind noch 6 bis 8 Käufe und Verkäufe in der Pipeline für dieses Jahr. Negative Auswirkungen durch den Brexit erwartet Aurelius nicht, weder für seine Tochterunternehmen in Großbritannien noch für für den Konzern. Aurelius handele von jeher eher antizyklisch und derartige gesamtwirtschaftliche Umbruchsituationen liefern für das Geschäftsmodell interessante Opportunitäten.
:: Deutsche Rohstoff AG
Die DRAG wird bis 18.7.2016 eine neue Unternehmensanleihe 2016/2021 (WKN A2AA05) mit einem Volumen von bis zu €75 Mio. platzieren, deren Laufzeit 5 Jahre beträgt. Der jährliche Zinssatz beläuft sich auf 5,625% und wird halbjährlich ausgezahlt. Darüber hinaus erhalten die Inhaber der Anleihe 2013/2018 (WKN A1R07G) eine Einladung zur Abgabe von Umtauschangeboten und können je €1.000 nominal der Anleihe 2013/2018 in den gleichen Betrag der neuen Anleihe 2016/2021 tauschen. Zusätzlich erhalten sie eine Barzahlung in Höhe von €40 pro €1.000 nominal, so dass der Umtausch zu 104% erfolgt.
Die DRAG verfolgt hiermit das Ziel, ihre deutlich höher verzinste Anleihe aus den Büchern zu bekommen, um sie gegen eine günstigere Variante auszutauschen. Sie hat die Möglichkeit, die alte Anleihe ab 11. Juli zu kündigen und zu 103% zurückzukaufen. Es ist davon auszugehen, dass die DRAG hiervon Gebrauch machen wird, um (Zins-)Kosten zu sparen. Das Umtauschangebot ist daher eine freundliche Variante für die Anleiheinhaber, denn die DRAG möchte diese ja nicht vergraulen, sondern als Anleger für die neue Anleihe gewinnen.
Mit den verfügbaren liquiden Mitteln, die sich per 31.12.2015 auf €83 Mio. beliefen, beabsichtigt die DRAG im Wesentlichen, Öl- und Gasbohrungen auf ihren Flächen in der Nähe von Denver im US-Bundesstaat Colorado zu finanzieren. Seit September 2015 besteht dort eine Öl- und Gasproduktion aus fünf Horizontalbohrungen, die bereits in den ersten drei Produktionsmonaten rund 35% der Investitionskosten wieder eingespielt hatten. Seit Ende März 2016 läuft ein weiteres Bohrprogramm, in dessen Rahmen insgesamt 25 Bohrungen abgeteuft werden sollen. Alle 25 Bohrungen werden voraussichtlich zwischen August und Oktober 2016 mit der Öl- und Gasproduktion beginnen. Bei den Bohrungen handelt es sich nicht um Explorationsbohrungen mit dem entsprechenden Fündigkeitsrisiko, sondern um die Entwicklung des bereits gut erschlossenen und bekannten Wattenberg Öl- und Gasfeldes.
:: Lloyd Fonds AG
Der Asset-Manager Lloyd Fonds verkauft zwei Hotels in Berlin und Nürnberg aus dem Bestand seines Immobilienfonds "Moderne Großstadthotels". Dessen Anleger erzielen somit eine Rendite von über 11% p.a. vor Steuern und die Lloyd Fonds AG erhält einen substantiellen Ertrag aus der Erfolgsbeteiligung. Käufer der beiden Motel One-Hotels ist die Hotelgruppe Motel One. Die beiden Hotels wurden zum 14,6-fachen der Jahresnettomiete erworben und nun konnte Lloyd Fonds sie zum rund 19,8-fachen verkaufen. Der jetzige Verkaufspreis liegt damit um rund 42% über dem damaligen Kaufpreis und da Lloyd Fonds über eine Performance-Regelung am Erfolg des Fonds beteiligt ist, verzeichnet das Unternehmen aus diesem Verkauf einen substantiellen Ergebnisbeitrag. Die Lloyds Fonds AG geht mit großen Schritten ihren Weg und mausert sich zu einem äußert erfolgreichen Turnaroundwert, der künftig verstärkt mit Schiffen und Immobilien punkten will. Nachdem man den Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppeln konnte und damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich lag, wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen, die bei €0,07 je Aktie liegen soll. Und auch im laufenden Jahr kommt man voran: so konnte der Asset-Manager zuletzt vermelden, er habe "ergebniswirksam" mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt.
:: Ringmetall AG
Ringmetall, früher unter H.P.I. Holding firmierend, hat ertsmals nach der großen Firmenübernahme der Self Industries im vergangenen Jahr Unternehmenszahlen präsentiert und die können sich sehen lassen. Im ersten Quartal 2016 legte man in der neuen Firmenstruktur sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutlich zu: die Umsatzerlöse erhöhten sich um 35,9% auf €22,4 Mio. (Q1 2015: €16,5 Mio.), die Bruttomarge verbesserte sich von 48,5% auf 51,5% und dementsprechend überproportional stiegen auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 76,9% auf über €3,0 Mio. (Q1 2015: €1,7 Mio.) an und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bei dem ein Anstieg um 114,7% auf €1,9 Mio. zu verzeichnen war (Q1 2015: €0,9 Mio.).
Künftig möchte man einen verbesserte Kapitalmarktkommunikation an den Tag legen und heuerte hierzu den Experten Ingo Middelmenne an. Gut möglich, dass dieser schon bald Meldungen über neue Zukäufe verfassen muss, denn Ringmetall befinde sich in "fortgeschrittenen Gesprächen mit diversen interessanten Unternehmen". Ringmetall wird zurzeit noch im Entry Standrad gelistet, strebt aber mittelfristig eine Notiz im Geregelten Markt an.
Aurelius, Deutsche Rohstoff, Lloyd Fonds und Ringmetall befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Donnerstag, 16. Juni 2016
Die Lloyd Fonds AG will verstärkt mit Schiffen und Immobilien punkten
Der seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierte Investment- und Asset-Manager Lloyd Fonds AG treibt den Umbau des Unternehmens weiter voran. Wie man heute bekannt gab, wird man den Vorstand um zwei erfahrene Manager erweitern.
So wird neben CEO Dr. Torsten Teichert künftig Klaus M. Pinter zum Generalbevollmächtigten des Unternehmens berufen und ab sofort die Aktivitäten im Schifffahrtsbereich verantworten und mit neuen Projekten ausbauen. Von 2006 bis 2015 war er in verschiedenen leitenden Positionen bei der Commerzbank tätig und hatte dort zuletzt mit der Hanseatic Ship Asset Management GmbH (HSAM) eine sehr erfolgreiche Schifffahrtsplattform aufgebaut. Als Geschäftsführer managte er eine Flotte von 18 Containerschiffen und Bulkern.
Holger Schmitz verantwortet als Generalbevollmächtigter die Bereiche Finanzen und Immobilien. Er war in den Jahren 2001 bis 2007 bereits maßgeblich am Aufbau der Lloyd Fonds AG inklusive des Börsenganges beteiligt, seit 2004 als Finanzvorstand. Von 2010 bis 2011 war Schmitz Vorstand eines auf Sozialimmobilien spezialisierten Unternehmens und kehrte 2012 kehrte als Generalbevollmächtigter zu Lloyd Fonds zurück.
Neue Projekte, neue Ziele, neue Phantasie
Mit dem Ausbau der Unternehmensleitung verfolgt die Lloyd Fonds AG das Ziel, neue Projekte zu entwickeln und diese nachhaltig zu etablieren. "Wir haben in den letzten 12 Monaten viele neue Vorhaben entwickelt und verfügen jetzt über eine starke Projektpipeline. Über unsere Wachstumsstrategie als Investment- und Asset-Manager sowie konkrete Projekte in neuen Strukturen werden wir auf unserer Hauptversammlung im Juli berichten", sagte CEO Dr. Torsten Teichert. "Wir sind überzeugt, dass börsennotierte Aktiengesellschaften eine nachhaltige Struktur für Investitionen in Sachwerte durch institutionelle und private Investoren bieten. Dies gilt gleichermaßen für die Immobilien - wie für die im Moment noch besonders herausfordernden Schifffahrtsmärkte. So planen wir zum Beispiel im Immobilienbereich eine börsennotierte Gesellschaft für geförderten Wohnungsbau sowie im maritimen Bereich den Aufbau und das Management einer Plattform für Schiffe."
Meine Einschätzung
Ich hatte kürzlich die Aktien der Lloyds Fonds AG gekauft und als spekulativen Turnaroundwert auf meine Empfehlungsliste genommen. Seitdem hat der Kurs schon etwas Fahrt aufgenommen und die heutigen Nachrichten bestätigen mich in der Einschätzung, dass das Unternehmen bei seinem Umbau voranschreitet und die Weichen wieder auf einträgliches Wachstum stellt. Nachdem man den Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppeln konnte und damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich lag, wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen, die bei €0,07 je Aktie liegen soll. Und auch im laufenden Jahr kommt man voran: so konnte der Asset-Manager zuletzt vermelden, er habe "ergebniswirksam" mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt.
Demnächst dürfte es weitere interessante Neuigkeiten geben. Neben der Konkretisierung der Neuausrichtungspläne auf der Hauptversammlung soll Lloyds Fonds eine weitere Hotel-Transaktion in Vorbereitung haben. Für risikoaffine Investoren könnte sich hier eine weitere erfolgreiche Turnaround-Spekulation anbahnen.
Ergänzung vom 18.06.2016
==========================
SRC Research hat nach den Zahlen für 2015 eine Studie herausgegeben und das Kursziel für die Lloyd Fonds-Aktie von €2,70 auf €3,00 erhöht. Das Researchhaus erwartet von dem Hamburger Unternehmen für die kommenden Jahre Eigenkapitalrenditen im zweistelligen Bereich in einer Größenordnung von 12 bis 18 Prozent und bestätigt seine Kaufempfehlung mit dem Rating "Buy".
So wird neben CEO Dr. Torsten Teichert künftig Klaus M. Pinter zum Generalbevollmächtigten des Unternehmens berufen und ab sofort die Aktivitäten im Schifffahrtsbereich verantworten und mit neuen Projekten ausbauen. Von 2006 bis 2015 war er in verschiedenen leitenden Positionen bei der Commerzbank tätig und hatte dort zuletzt mit der Hanseatic Ship Asset Management GmbH (HSAM) eine sehr erfolgreiche Schifffahrtsplattform aufgebaut. Als Geschäftsführer managte er eine Flotte von 18 Containerschiffen und Bulkern.
Holger Schmitz verantwortet als Generalbevollmächtigter die Bereiche Finanzen und Immobilien. Er war in den Jahren 2001 bis 2007 bereits maßgeblich am Aufbau der Lloyd Fonds AG inklusive des Börsenganges beteiligt, seit 2004 als Finanzvorstand. Von 2010 bis 2011 war Schmitz Vorstand eines auf Sozialimmobilien spezialisierten Unternehmens und kehrte 2012 kehrte als Generalbevollmächtigter zu Lloyd Fonds zurück.
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| Lloyds Fonds AG (Quelle: finanzen.net) |
Mit dem Ausbau der Unternehmensleitung verfolgt die Lloyd Fonds AG das Ziel, neue Projekte zu entwickeln und diese nachhaltig zu etablieren. "Wir haben in den letzten 12 Monaten viele neue Vorhaben entwickelt und verfügen jetzt über eine starke Projektpipeline. Über unsere Wachstumsstrategie als Investment- und Asset-Manager sowie konkrete Projekte in neuen Strukturen werden wir auf unserer Hauptversammlung im Juli berichten", sagte CEO Dr. Torsten Teichert. "Wir sind überzeugt, dass börsennotierte Aktiengesellschaften eine nachhaltige Struktur für Investitionen in Sachwerte durch institutionelle und private Investoren bieten. Dies gilt gleichermaßen für die Immobilien - wie für die im Moment noch besonders herausfordernden Schifffahrtsmärkte. So planen wir zum Beispiel im Immobilienbereich eine börsennotierte Gesellschaft für geförderten Wohnungsbau sowie im maritimen Bereich den Aufbau und das Management einer Plattform für Schiffe."
Meine Einschätzung
Ich hatte kürzlich die Aktien der Lloyds Fonds AG gekauft und als spekulativen Turnaroundwert auf meine Empfehlungsliste genommen. Seitdem hat der Kurs schon etwas Fahrt aufgenommen und die heutigen Nachrichten bestätigen mich in der Einschätzung, dass das Unternehmen bei seinem Umbau voranschreitet und die Weichen wieder auf einträgliches Wachstum stellt. Nachdem man den Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppeln konnte und damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich lag, wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividendenausschüttung vorgeschlagen, die bei €0,07 je Aktie liegen soll. Und auch im laufenden Jahr kommt man voran: so konnte der Asset-Manager zuletzt vermelden, er habe "ergebniswirksam" mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt.
Demnächst dürfte es weitere interessante Neuigkeiten geben. Neben der Konkretisierung der Neuausrichtungspläne auf der Hauptversammlung soll Lloyds Fonds eine weitere Hotel-Transaktion in Vorbereitung haben. Für risikoaffine Investoren könnte sich hier eine weitere erfolgreiche Turnaround-Spekulation anbahnen.
Ergänzung vom 18.06.2016
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SRC Research hat nach den Zahlen für 2015 eine Studie herausgegeben und das Kursziel für die Lloyd Fonds-Aktie von €2,70 auf €3,00 erhöht. Das Researchhaus erwartet von dem Hamburger Unternehmen für die kommenden Jahre Eigenkapitalrenditen im zweistelligen Bereich in einer Größenordnung von 12 bis 18 Prozent und bestätigt seine Kaufempfehlung mit dem Rating "Buy".
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Dienstag, 7. Juni 2016
Zahlen & Mehr: Deutsche Beteiligungs AG, Hypoport, Lloyd Fonds
:: Deutsche Beteiligungs AG
Warbug Pincus übernimmt vom Management den Mehrheitsanteil am Breitbandanbieter Inexio. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung bringt der Londoner Finanzinvestor €30 Mio. frische Mittel in das Unternehmen ein, wobei das Management-Team um CEO und Gründer David Zimmer teilweise nicht bei der Kapitalerhöhung mitzieht. Das Management hält daher künftig nur noch 25 Prozent an Inexio. Der zu Grunde liegende Unternehmenswert von Inexio wird auf €250 Mio. taxiert. Ex-Telekom CEO René Obermann, der im vergangenen Jahr als Partner bei Warburg Pincus angeheuert hatte, wird den Aufsichtsratsvorsitz bei Inexio übernehmen. Er will das 2007 gegründete Unternehmen „zu einem der führenden Netzanbieter Deutschlands“ machen. Um dieses Ziel zu erreichen, würde in den kommenden Jahren ein ambitionierter Wachstums- und Konsolidierungsplan finanziert“ mit Geld aus dem elften Beteiligungsfonds von Warburg Pincus, der einen Umfang von 11,2 Mrd. hat.
Weiterer Eigentümer von Inexio ist seit drei Jahren die DBAG, die bei der Kapitalerhöhung voll mitgezogen hat und so ihren Anteil bei 10% halten konnte. Danke Warburg Pincus und René Obermann könnten hier eine echte Wachstumsperle im DBAG-Portfolio heranreifen. So scheint es auch die Baader Bank zu sehen, die die DBAG auf ihre Liste der "Top Stock Ideas" gesetzt hat mit einem Kursziel von €34,80 und ihr damit ein Kurspotenzial von weiteren 25% zubilligt.
:: Hypoport
Das FinTech-Unternehmen hat zugekauft und mit dem Erwerb des Softwareunternehmens NKK Programm Service AG seine Wettbewerbsposition im Versicherungsmarkt gestärkt. Ich hatte ja kürzlich unter dem Hinweis auf den hohen Kostendruck und die anstehenden enormen Investitionssummen im Versicherungsbusiness Aktien der GFT Technologies gekauft und auf meine Empfehlungsliste genommen, und Hypoport stößt mit diesem Zukauf ins gleiche Horn.
:: Lloyd Fonds
Die Lloyd Fonds AG ist ein Anbieter von geschlossenen Fonds und strukturierten Kapitalanlageprodukten. Das Unternehmen ist in den Anlageklassen Schifffahrt, Zweitmarkt-Lebensversicherungen, Immobilien, Private Equity, Regenerative Energien und Flugzeuge aktiv, wobei die Leistungen die komplette Wertschöpfungskette eines traditionellen Emissionshauses abdecken. Nachdem man insbesondere mit Schiffsfonds vor einigen Jahren ziemlich Schiffbruch erlitten hat (was für ein Wortspiel...) und viele Anleger sich eine blutige Nase geholt haben, befindet man sich inzwischen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Turnaround.
Die letzten Tage gibt es gleich mehrfach positive Nachrichten. So konnte der Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppelt werden und liegt damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich. Daher wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividende auszukehren, die bei €0,07 je Aktie liegen soll und somit eine Dividendenrendite von knapp 4% erreicht. Und bereits am Donnerstag konnte der Asset-Manager vermelden, er habe mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt. Dabei handelt es sich um 4-Sterne First-Class und 4-Sterne Superior Hotels, die langfristig an einen renommierten Betreiber verpachtet sind. Sie liegen größtenteils an der deutschen Küste und verfügen insgesamt über rund 700 Zimmer. Mit der Vermittlung des Hotelportfolios konnte die Lloyd Fonds AG erneut ergebniswirksam ein Projekt im Bereich der Asset-Anlage für institutionelle Investoren realisieren und hat eine weitere Hoteltransaktion in Vorbereitung. Für risikoaffine Investoren könnte sich hier eine weitere erfolgreiche Turnaround-Spekulation anbahnen.
Die DBAG, GFT Technologies, Hypoport und Lloyd Fonds befinden sich in meinem Depot und mit Kauf-Votum auf meiner Empfehlungsliste.
Warbug Pincus übernimmt vom Management den Mehrheitsanteil am Breitbandanbieter Inexio. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung bringt der Londoner Finanzinvestor €30 Mio. frische Mittel in das Unternehmen ein, wobei das Management-Team um CEO und Gründer David Zimmer teilweise nicht bei der Kapitalerhöhung mitzieht. Das Management hält daher künftig nur noch 25 Prozent an Inexio. Der zu Grunde liegende Unternehmenswert von Inexio wird auf €250 Mio. taxiert. Ex-Telekom CEO René Obermann, der im vergangenen Jahr als Partner bei Warburg Pincus angeheuert hatte, wird den Aufsichtsratsvorsitz bei Inexio übernehmen. Er will das 2007 gegründete Unternehmen „zu einem der führenden Netzanbieter Deutschlands“ machen. Um dieses Ziel zu erreichen, würde in den kommenden Jahren ein ambitionierter Wachstums- und Konsolidierungsplan finanziert“ mit Geld aus dem elften Beteiligungsfonds von Warburg Pincus, der einen Umfang von 11,2 Mrd. hat.
Weiterer Eigentümer von Inexio ist seit drei Jahren die DBAG, die bei der Kapitalerhöhung voll mitgezogen hat und so ihren Anteil bei 10% halten konnte. Danke Warburg Pincus und René Obermann könnten hier eine echte Wachstumsperle im DBAG-Portfolio heranreifen. So scheint es auch die Baader Bank zu sehen, die die DBAG auf ihre Liste der "Top Stock Ideas" gesetzt hat mit einem Kursziel von €34,80 und ihr damit ein Kurspotenzial von weiteren 25% zubilligt.
:: Hypoport
Das FinTech-Unternehmen hat zugekauft und mit dem Erwerb des Softwareunternehmens NKK Programm Service AG seine Wettbewerbsposition im Versicherungsmarkt gestärkt. Ich hatte ja kürzlich unter dem Hinweis auf den hohen Kostendruck und die anstehenden enormen Investitionssummen im Versicherungsbusiness Aktien der GFT Technologies gekauft und auf meine Empfehlungsliste genommen, und Hypoport stößt mit diesem Zukauf ins gleiche Horn.
:: Lloyd Fonds
Die Lloyd Fonds AG ist ein Anbieter von geschlossenen Fonds und strukturierten Kapitalanlageprodukten. Das Unternehmen ist in den Anlageklassen Schifffahrt, Zweitmarkt-Lebensversicherungen, Immobilien, Private Equity, Regenerative Energien und Flugzeuge aktiv, wobei die Leistungen die komplette Wertschöpfungskette eines traditionellen Emissionshauses abdecken. Nachdem man insbesondere mit Schiffsfonds vor einigen Jahren ziemlich Schiffbruch erlitten hat (was für ein Wortspiel...) und viele Anleger sich eine blutige Nase geholt haben, befindet man sich inzwischen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Turnaround.
Die letzten Tage gibt es gleich mehrfach positive Nachrichten. So konnte der Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2015 auf €1,6 Mio. glatt verdoppelt werden und liegt damit das dritte Jahr infolge im positiven Bereich. Daher wird der Hauptversammlung am 20. Juli erstmals seit vielen Jahren wieder eine Dividende auszukehren, die bei €0,07 je Aktie liegen soll und somit eine Dividendenrendite von knapp 4% erreicht. Und bereits am Donnerstag konnte der Asset-Manager vermelden, er habe mehrere Touristen-Hotels an ein namhaftes Family Office vermittelt. Dabei handelt es sich um 4-Sterne First-Class und 4-Sterne Superior Hotels, die langfristig an einen renommierten Betreiber verpachtet sind. Sie liegen größtenteils an der deutschen Küste und verfügen insgesamt über rund 700 Zimmer. Mit der Vermittlung des Hotelportfolios konnte die Lloyd Fonds AG erneut ergebniswirksam ein Projekt im Bereich der Asset-Anlage für institutionelle Investoren realisieren und hat eine weitere Hoteltransaktion in Vorbereitung. Für risikoaffine Investoren könnte sich hier eine weitere erfolgreiche Turnaround-Spekulation anbahnen.
Die DBAG, GFT Technologies, Hypoport und Lloyd Fonds befinden sich in meinem Depot und mit Kauf-Votum auf meiner Empfehlungsliste.
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