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Freitag, 18. März 2016

Investor-Update: Aareal Bank, Hypoport, KKR, Publity, SHW, Triangle Capital

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

DAX kämpft mit der 10.000, Dow auf Jahreshoch
Die Stimmung an den Börsen ist weiterhin nervös, aber sie ist nicht mehr angespannt. Der Ölpreis hat sich von seinen Tiefs deutlich erholt und notiert wieder jenseits der $40-Marke; er kratzt an seinen Jahreshochs. Das gibt der Börse Auftrieb, denn es entspannt die Lage bei den Ölwerten, bei den ölproduzierenden Ländern, bei den Banken mit ihren Krediten, die sie im Öl-Sektor vergeben haben und auch die Notenbanken dürfen sich freuen, da ihr Ziel einer moderaten Inflation mit weiter sinkenden Energiepreisen kaum erreichbar ist.

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index 
Fear-and-Greed-Index weiter gestiegen
Der DAX ringt wieder mit der Marke von 10.000 Punkten und liegt in diesem Jahr noch gute 5 Prozent im Minus, während der Dow Jones bei 17.600 Punkten bereits einen neuen Jahreshöchststand markiert.

Im Zuge dieser Entwicklung hat der Angst-und-Gier-Index weiter leicht zugelegt und notiert mit 79 Punkten inzwischen im oberen Viertel. Das ist noch nicht Besorgniserregend, aber es erhöht auch wieder die Gefahr, dass Anleger zu sorglos werden und unerwartete Rückschläge zu heftigeren Korrekturen ausufern können, weil zu viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt werden können. Andererseits sind die Cash-Quoten vieler institutioneller Anleger immer noch hoch und die geraten zunehmend unter Druck, weil ihnen die Märkte davon laufen und sie nicht dabei sind. Sie hoffen auf einen Rücksetzer, um wieder einsteigen zu können. Kommt der nicht, wird der Leidensdruck immer größer, auf immer höherem Niveau in den Markt einsteigen zu müssen. Value-Investoren haben es da leichter, die schauen auf die Bewertung, nicht auf den Kurs oder Indexstand.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Dividendensprünge: Aareal Bank will ihre Anleger reichlich verwöhnen

Der deutsche Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat heute seine mittelfristige Dividendenpolitik konkretisiert und diese dürfte Anlegerherzen höher schlagen lassen. So sollen für die Geschäftsjahre ab 2016 eine Basisdividende von weiterhin circa 50% des Ergebnisses je Stammaktie (EPS) ausgeschüttet werden und ergänzend für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 noch Zusatzdividende, ansteigend von 10% auf 20 bis 30% des EPS. Für das Geschäftsjahr 2016 wird daher eine Dividende von insgesamt rund 60% und für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 jeweils eine Dividende in Höhe von insgesamt rund 70-80% des EPS angestrebt.

Entsprechend der bisherigen Dividendenpolitik werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 25. Mai 2016 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von €1,65 je Aktie vorschlagen. Bezogen auf den aktuellen Aktienkurs von €25,00 ergäbe sich somit eine Dividendenrendite von gut 6,5%.

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Freitag, 29. Januar 2016

Investor-Update: Aareal Bank, Amazon, Blackstone, Starbucks

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Erholung auf breiter Front - dank Öl
Die beeindruckende Erholung des Ölpreises stützt die Börsen und die Earnings-Season der US-Unternehmen bringt zusätzliche Volatilität in die Märkte. Wer gute Zahlen und hoffnungsvolle Ausblicke abliefert, wird mit fetten Kurssprüngen belohnt, wer die Erwartungen verfehlt, wird gnadenlos abgestraft. Dabei zeigen sich bei einigen runtergeknüppelten Werten durchaus schnelle Erholungstendenzen, was Anlass zu der Überlegung gibt, dass die steigenden Börsen sich wieder berappeln und das Gröbste vielleicht schon hinter uns liegt. Der von CNN Money ermittelte "Fear & Greed-Index" hat sich von 10 Punkten über 12 in der Vorwoche auf nun schon 25 erholt - noch immer im Panik-Terrain, aber immerhin mit deutlicher Aufwärtstendenz und weit weg von Euphoriewerten.

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index
Earnings-Season sorgt für Kursturbulenzen
Die Earnings-Season ist in vollem Gange und die Unternehmen präsentieren ihre Quartalszahlen. US-Unternehmen mit hohem Auslandsanteil leiden unter dem starken Dollar und die Umsätze und Gewinne gehen daher zurück oder wachsen weniger schnell. Da ich tendenziell von einem weiter festen Dollar gegenüber dem Euro ausgehe, blicke ich bei Neuengagements tendenziell eher Richtung Eurozone, nutze aber auch gerne sich bietende Sondersituationen. In Europa unterstützt zusätzlich der niedrige Ölpreis, denn der wirkt als Konjunkturrakete für Konsumwerte. Deutsche Exportwerte bekommen hingegen ein stärker werdendes Problem mit der Nachfrage aus Ländern, die stark am Öl-Verkauf hängen, also die arabischen Länder, Russland etc. Andererseits wirkt der niedrige Ölpreis ebenso wie die niedrigen Rohstoffpreise gerade für den Weltwirtschaftsmotor China wie intravenös verabreichtes Red Bull. Daher sollte die dortige Wirtschaftsabkühlung eher eine sanfte Landung werden, als ein schmerzvoller Bauchklatscher. Und die bisher angenommenen weiteren Zinsanhebungen der US-Notenbank dürften erste einmal von der Tagesordnung verschwunden sein, denn angesichts der (Börsen-) Probleme in China und Asien nimmt der Druck auf Jellen zu, die Zinszügel wieder loszulassen. Denn gerade die Chinesen sind massiv in Dollar verschuldet und jede Zinsanhebung wird weitere Beben im Reich der Mitte auslösen. Hierzu braucht es eine robustere Weltkonjunktur, so zumindest der weitgehend einhellige Tenor.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Aareal Bank mit Immobilienverkauf und Prognoseanhebung

Der mittelständische Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat sämtliche Anteile ihrer 100 prozentigen Konzerngesellschaft Aqvatrium AB veräußert, die Eigentümerin des Objekts Fatburssjön 10/Fatburen ist, einer Gewerbeimmobilie in Stockholm. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf umgerechnet rund 323 Mio. EUR.

Durch die Transaktion erzielt die Aareal Bank einen positiven Einmalertrag, der voraussichtlich bei insgesamt rund 70 Mio. EUR liegen wird. Der überwiegende Teil dieses positiven Ergebniseffekts wird zum Zeitpunkt des Closings anfallen, das für April 2016 erwartet wird, und sich somit auf das kommende Geschäftsjahr auswirken. Aufgrund des bereits in diesem Jahr anfallenden Teils des positiven Einmalertrags von 12,5 Mio. EUR hebt die Aareal Bank ihre Prognose für das Konzernbetriebsergebnis im Geschäftsjahr 2015 von bisher 450 bis 460 Mio. EUR auf 460 bis 470 Mio. EUR an.

Über die Einbettung des in 2016 erwarteten Ergebnisbeitrags in die Gesamtjahresprognose 2016 wird die Aareal Bank Ende Februar im Rahmen der Vorstellung ihres Ausblicks für das Geschäftsjahr 2016 berichten.

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Freitag, 23. Oktober 2015

Investor-Update: Aareal Bank, Blackstone, Johnson & Johnson, VTG

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Notenbanken starten Jahresendrallye
Seit Anfang Oktober steigen die Kurse unter großer Nervosität, doch nachdem die Notenbanken weiterhin "billiges Geld" in die Märkte pumpen werden, klettern die Kurse bei zunehmendem Volumen. Die "Berichtssaison" birgt weiterhin Chancen und Risiken: wer die Erwartungen nicht erfüllt, wird gnadenlos abgestraft, wer sie toppt, in den Himmel gehoben. Und insbesondere große High-Tech-Werte wie Amazon, Google, Microsoft haben die Börsen mit ihren Zahlen geradezu befeuert. Ich habe die zwischenzeitliche Kursschwäche genutzt und mir weitere langfristig aussichtsreiche und attraktiv bewertete Unternehmen ins Depot gelegt.

+ Aareal Bank
Die Aareal Bank ist ein reiner Immobilienfinanzierer und ohne größere Blessuren durch die Finanzkrise gekommen. Zuletzt hat man zwei große Zukäufe getätigt (erst die CorealCredit, dann die WestImmo), die das Eigenkapital gestärkt haben und das Unternehmen neben seinem robusten operativen Geschäft in die Lage versetzen, hohe Dividenden auszuschütten und gleichzeitig noch die Power für weitere Zukäufe oder ggf. Sonderausschüttungen zu haben. Die harte Kernkapitalquote (Basel III) liegt bei überdurchschnittlichen 12,5%, das 2016er KGV bei 11, die Dividendenrendite bei 4,6%. Die vermutlich solideste - und attraktivste - Bankaktie auf dem deutschen Kurszettel.

Intensiv(er) beschäftige ich mit der Aareal Bank in meiner nächsten Kolumne im "Aktien Magazin". Ausgabe 20/2015 kommt am Montag heraus.

= Blackstone Group L.P.
Keine Veränderung habe ich bei meiner größten Depotposition vorgenommen, aber es gab diese Woche den Dividendenabschlag, der allerdings bereits wieder aufgeholt wurde. Ausgeschüttet werden die 0,49 USD (0,431 EUR) am 2. November.

Untätig waren der Finanzinvestor nicht in den letzten Wochen, insbesondere im Immobilienbereich hat man kräftig weiter zugekauft. Spektakulär ist der Kauf von 11.200 Wohnungen in New York für 5,3 Mrd. USD, den man gemeinsam mit dem kanadischen Pensionsfonds Ivanhoe Cambridge angeht. Die aus 56 Gebäuden bestehenden beiden Wohnkomplexe Stuyvesant Town und Peter Cooper Village sind eine große, einheitlich geplante Wohnsiedlung aus zahlreichen Ziegel-Apartmenthäusern an der Ostseite des Stadtbezirks Manhattan und sie werden Blackstone und seinen Investoren auf viele Jahre hin sichere und attraktive Renditen bescheren.

+ Johnson & Johnson
Das seit 1944 an der Börse notierte Pharma- und Konsumgüterunternehmen ist ein sog. Dividendenaristokrat, denn im April hat J&J die Dividende um 7,1% erhöht auf den aktuellen Wert von 0,75 USD - und damit hat J&J seine Dividende das dreiundfünfzigste Jahr in Folge angehoben. Das alleine ist natürlich kein Grund für einen Kauf. Doch J&J hat kürzlich seine Quartalszahlen vorgelegt und obwohl man unter dem starken Dollar zu leiden hatte, lagen diese doch mal wieder über den Erwartungen und J&J hat einige neue Medikamente in der Pipeline, die das Zeug zu Milliardenumsätzen in sich bergen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53% und der Umsatz beträgt rund 74 Mrd. USD. Mit einem KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 3% ist J&J attraktiv bewertet und das neue Aktienrückkaufprogramm von 10 Mrd. USD sollte dem Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

+ VTG
Der Wagonvermietungs- und Logistikkonzern hat letztes Jahr den Mitbewerber AEE übernommen und trotz einer hohen Schuldenaufnahme sich hieraus erhebliche Synergieeffekte und damit Gewinnsteigerungen versprochen. Und diese stellen sich nun ein und das Unternehmen hat seine mittelfristigen Planungen deutlich angehoben. Zugleich sinken die Finanzierungskosten, weil man Schulden erheblich günstiger refinanzieren kann. Der grenzübergreifende Gütertransport auf der Schiene ist ein robustes Geschäft und die Wagons werden im Durchschnitt für drei Jahre an die Kunden vermietet, so dass konjunkturelle Eintrübungen nicht so stark ins Gewicht fallen. Ein KGV von 14 erscheint angesichts der anstehenden Gewinndynamik als fairer Preis für ein Unternehmen, das in Mitteleuropa annähernd konkurrenzlos ist und noch erhebliche Einsparmöglichkeiten heben kann, während die immer länger werdenden Staus auf den Straßen den Hauptkonkurrenten, die LKWs zunehmend unattraktiver machen.


.: Cashquote
Meine Cashquote ist aufgrund der Käufe inzwischen unter 10 Prozent gefallen und ich habe bewusst mein Depot aufgestockt, um die Erholung der Märkte zum Jahresende hin voll mitnehmen zu können. Denn Aktien sind und bleiben auf absehbare Zeit alternativlose Anlagen und die in den letzten Monaten geflüchteten Gelder werden an die Börsen zurückfluten. Nachdem nun auch die Lebensversicherungen künftig mit deutlich höheren Aktienquoten agieren wollen, entsteht zusätzliche Nachfrage nach Dividendentiteln, was den Kursen zusätzliches Potenzial bieten sollte.