Dienstag, 30. April 2024

Kissigs Portfoliocheck: Mason Hawkins Favorit im Finanzsektor ist jetzt Fidelity National Information Services

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 254. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Value Investor Mason Hawkins. Flaggschiff der von Hawkins 1975 gegründeter Southeastern Asset Management ist der Hedge-Fonds 'Longleaf Partners Funds'. Hawkins Anlagestil erinnert stark an den von Warren Buffett und Charlie Munger: er fokussiert sich auf eine überschaubare Zahl von Werten und hält seine Positionen zumeist viele Jahre lang. Dabei machen seine Top-10-Positionen oft mehr als die Hälfte des Portfolios aus und er investiert gern antizyklisch, setzt also auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht angesagt sind an der Wall Street. Oder auf Unternehmen, die nicht als die großen Profiteure von Megatrends wahrgenommen werden und daher nicht auf dem Radar des Marktes auftauchen. Daher finden sich in seinem Portfolio nur selten Aktien aus dem Hochtechnologiebereich, sondern eher Werte aus den klassischen Sektoren der 'Old Economy'.

Im 4. Quartal 2023 lag Mason Hawkins Turnoverrate wieder bei für ihn übliche 4 % und unter seinen aktuell 45 Depotwerten finden sich zwei Neuzugänge. Der Wert seines stark fokussierten Portfolios war mit 2,60 Mrd. USD leicht rückläufig. Die drei größten Beteiligungen machen knapp 18 % aus, während es die fünf Schwergewichte auf knapp 28 % bringen. An der Spitze können sich mit einer Gewichtung von 21,9 % die zyklischen Konsumwerte behaupten vor den viele Jahre dominierenden Communications Services, die 21,6 % auf die Waagschale bringen. Defensive Konsumwerte legten um anderthalb Prozentpunkte zu und liegen mit 12,1 % nun auf dem dritten Rang vor den um zwei Prozentpunkte abgesackten Industrietiteln mit 11,2 %. Dahinter folgen mit ähnlichen Gewichtungen Finanzwerte mit 7,1 %, Technologieaktien mit 6,7 %, Gesundheitswerte mit 6,6 %, Energieunternehmen mit 6,4 % und Immobilienwerte mit 5,5 %.

Verkäufe dominierten das Geschehen: reduziert wurden u.a. Beteiligungen am Logistikriesen FedEx, dem Medien- und Streaminggiganten Warner Bros. Discovery und am Öl- und Gasexplorer CNX Resources. Das machte den Spielzeugkonzern Mattel zum neuen Depotspitzenreiter, der nun knapp vor CNX Resources liegt. Und hinter der fünftplatzierten FedEx rangiert nun Fidelity National Information Services, eines der führenden Serviceunternehmen der Finanzindustrie. Hier hat Hawkins seine Position zuletzt um ein Fünftel aufgestockt, denn nachdem FIS sich 2019 mit der 43 Mrd. USD schweren Übernahme von Worldpay kolossal verhoben hatte, erfolgte in 2023 (endlich) der Verkauf von 55 % der Anteile und damit die Rückbesinnung auf das eigene hoch profitable Kerngeschäft, wo man mit Fiserv im US-amerikanischen Markt ein schier unangreifbares Duopol bildet. Und das sollte sich lohnen...


Disclaimer: Habe keinen der Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 30.04.2024

"Der Wunsch nach ständigem Traden, unabhängig von den zugrunde liegenden Bedingungen, ist für viele Verluste in der Wall Street verantwortlich."
(Jesse Livermore)

Montag, 29. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Hensoldt: Die Verteidigung gewinnt

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 8/2024 vom 25.04.2024

Börsenweisheit des Tages | 29.04.2024

"Man kann keine guten langfristigen Erträge erzielen, wenn man kurzfristig denkt."
(Bill Nygren)

Sonntag, 28. April 2024

Benjamin Graham mahnt uns zu Geduld, denn sie ist die oberste Tugend des Investors!

Die Börsenschwankungen sind heftig, die Volatilität hoch. Viele Aktien haben Tagesschwankungen von 5 0der 10 %, das zerrt an den Nerven. Viele Anleger halten das nicht aus und werfen ihre Aktien nach einem deftigen Kursrücksetzer entnervt auf den Markt und vernichten so viel Geld. Umso belastender ist es dann, wenn der Kurs kurze Zeit später dreht und wieder Richtung alter Hochs läuft. "Ich hab's doch gewusst" denkt der Anleger dann, aber das stimmt natürlich nicht. Sonst hätte er ja nicht verkauft.

Genau dieses typische Verhalten ist der Grund dafür, dass Otto Normalanleger so viel schlechter abschneidet als der Markt. Anstatt mit Aktien durchschnittlich 8 % Rendite pro Jahr einzufahren, kommen die meisten Anleger nur auf 2 %. Weil sie zu viel traden und das nicht besonders erfolgreich. Auch wenn sie am liebsten nur ihre großem Tradingerfolge nach vorne kehren, zeigt die Bilanz im Depot die unschöne Wahrheit: mit Trading lässt sich für Normalanleger kein Geld verdienen. Nicht in der Praxis, lediglich in der Theorie und in der Rückschau. Dabei kann es so einfach sein, mit Aktien große Renditeerfolge einzufahren. Und so entspannt...

Börsenweisheit des Tages | 28.04.2024

"Niemand, der Getreide anbaut, gräbt die Saat nach einem oder zwei Tagen wieder aus, um zu sehen, ob sie aufgegangen ist. Bei Aktien aber wollen die meisten mittags ein Konto eröffnen und abends den Gewinn kassieren."
(Charles Dow)

Samstag, 27. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 27.04.2024

"Fokussiere Dich darauf nichts zu verlieren. Die Gewinne kümmern sich in der Regel um sich selbst."
(Bill Nygren)

Freitag, 26. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 26.04.2024

"Beim Investieren muss man absolut rational sein und darf seine Entscheidungen nicht von Emotionen beeinflussen lassen. Nur die Fakten zählen."
(Bill Ackman)

Donnerstag, 25. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 25.04.2024

"Wir versuchen von ängstlichen oder gelangweilten Investoren zu kaufen und an gierige Investoren mit Hunger nach Aufregung zu verkaufen."
(Bill Nygren)

Mittwoch, 24. April 2024

Kissigs Portfoliocheck: Steve Mandels Lone Pine setzt bevorzugt auf profitable Wachstumsunternehmen – wie KKR und Blackstone

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 253. Portfoliocheck führt mich erneut zu Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten 'Tiger Cups', den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Mit seinem Fokus auf Wachstumsunternehmen erzielte Mandel seit der Lone Pipe-Gründung 1997 über viele Jahre hinweg eine durchschnittliche Rendite von über 20 % pro Jahr. 2019 schied er aus dem aktiven Management aus und fungiert seitdem als Managing Director des Unternehmens. Mit dem Börseneinbruch Ende 2021 und dem Ausverkauf im Technologiesektor dank der stark gestiegenen Notenbankzinsen ging auch Lone Pines Erfolgsserie zu Ende. Die aggressive Strategie wurde überdacht. Man setzt zwar weiterhin auf stark wachsende Unternehmen, jedoch wird nun viel mehr Wert auf Profitabilität und Marktdominanz gelegt - und diese angepasste Strategie zahlt sich aus.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 4. Quartal 2023 lag seine Turnoverrate bei 15 % und unter den nun 25 Werten in seinem Portfolio finden sich vier Neuaufnahmen, während der Depotwert von 10,4 auf 11,6 Mrd. USD zulegen konnte. Dabei dominieren weiterhin Technologiewerte sein Portfolio mit einem Anteil von 40,3 % vor dem Finanzsektor mit 19,8 % und zyklischen Konsumwerten mit 19,3 %, die beide die Plätze getauscht haben. Mit deutlichem Abstand folgen dann Kommunikationsdienste mit 11,5 % und Gesundheitswerte mit 4,1 %.

Nur ein kurzes Gastspiel gab die Google-Mutter Alphabet, die bereits nach nur einem Quartal wieder weichen musste. Mandels drei Top-Positionen bringen es auf über 22 % Gewichtung, die fünf Top-Werte auf mehr als ein Drittel. Das Depotschwergewicht ist weiterhin die Facebook-Mutter Meta Platforms mit knapp 9 % vor dem Onlineshopping- und Cloud-Giganten Amazon mit gut 7 %. Beide Unternehmen profitieren ist hohem Maße vom Megatrend Künstliche Intelligenz und das gilt auch für die drittplatzierte Taiwan Semiconductor Manufactoring als weltweit führender Chipauftragsfertiger. Mit 2,5 % Depotgewicht kommt Neuzugang Blackstone hier nicht ganz heran, aber der weltgrößte Alternative-Asset-Manager mit mehr als 1 Bio. USD an Assets under Management und Schwerpunkt auf Immobilieninvestments ergänzt KKR, einem direkten Wettbewerber und einer der größten Positionen in Mandels Depot.


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Blackstone, KKR, Meta auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 24.04.2024

"Ein niedriger Kaufpreis erzeugt nicht nur das Potenzial für künftige Gewinne; er reduziert auch das Abwärtsrisiko. Je größer der Abschlag zum fairen Wert, desto größer ist die Sicherheitsmarge des Investments."
(Howard Stanley Marks)

Dienstag, 23. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 23.04.2024

"Ein großer Einflussfaktor auf den Erfolg oder Misserfolg eines Investors ist das Managen von Fehlern. Im Allgemeinen gilt: je früher man sich einen Fehler eingesteht, desto eher minimiert man den Einfluss auf seine Performance."
(Bill Nygren)

Montag, 22. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Blue Cap will endlich wieder in die Offensive kommen

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 6/2024 vom 26.03.2024

Börsenweisheit des Tages | 22.04.2024

"Investieren ist ein Geschäft, bei dem Du sehr lange sehr dämlich aussehen kannst, bevor Du Recht bekommst."
(Bill Ackman)

Sonntag, 21. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 21.04.2024

"Eine der Grundannahmen beim Value Investing ist, dass, sofern alles andere gleich bleibt, ein höherer Preis die Attraktivität der Aktie mindert und andersherum."
(Bill Nygren)

Samstag, 20. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 20.04.2024

"Die Finanzgemeinde ist normalerweise langsam darin, eine bedeutende fundamentale Änderung zu erkennen, außer ein großer Name oder ein großes Ereignis ist dafür verantwortlich."
(Philip A. Fisher)

Freitag, 19. April 2024

Kissigs Portfoliocheck: Ken Fisher kehrt Europa den Rücken, während Technologieaktien ihm fette Profite einbringen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 252. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Die Ende 2021 begonnene Börsenkorrektur als Reaktion auf Inflation und Zinsanhebungen stuft Fisher als Chance und vorübergehende Marktirritation ein. Fisher bleibt ein Bulle und setzt dabei vor allem auf die großen Technologiewerte sowie auf Wachstumsaktien für den Rebound. Einer Umkehr der grundsätzlichen Überrenditen bei den Growth-Aktien, die wir seit Ende der Finanzkrise 2009 beobachten können zugunsten von Konjunkturzyklikern und Value-Aktien, wie sie von vielen Marktkommentatoren ausgerufen wird, widerspricht Ken Fisher deutlich. Und angesichts der nun näher rückenden neuerlichen Zinswende sprechen die Vorzeichen für ihn.

Im 4. Quartal 2023 gab es keine Änderung bei der Reihenfolge der Sektorgewichtungen; es dominieren weiterhin die Technologieaktien, deren Anteil auf 30 % deutlich zulegte. Auf dem zweiten Rang behaupteten sich die Finanzwerte mit 12,5 %  vor den zyklischen Konsumwerten mit 10,0 %. Es schließen sich die Gesundheitswerte mit 9,8 % an vor den Industriewerten, deren Anteil auf 7,7 % fiel. Das von Ken Fisher verwaltete Vermögen stieg im letzten Quartal um 15 % auf 203 Mrd. USD nach 176 Mrd. im Vorquartal; es verteilte sich auf 989 Aktien, von denen 99 neu aufgenommen wurden. Die Turnoverrate fiel leicht auf 4 %.

Alle 10 Top-Positionen sind weiterhin ganz vorne zu finden; es führen Apple, Microsoft und Amazon. Fishers Aufstellung für 'seinen' Bullenmarkt bleibt weiterhin die gleiche: er setzt wie zuvor auf die dominierenden Player in ihren Branchen und bevorzugt vor allem Technologiewerte, die traditionell von sinkenden Zinsen besonders profitieren. Beim Blick auf seine Top-Transaktionen fällt sofort auf, dass Fisher überwiegend Verkäufe getätigt hat und dass es vor allem europäische Werte traf. Insbesondere französische Unternehmen flogen aus seinem Depot, wie LVMH, der größte Luxuskonzern der Welt, der Kosmetikkonzern L’Oréal, die Großbank BNP Paribas und der Elektronikkonzern Schneider Electric SE. Aus Deutschland traf es Siemens und auch einige Schweizer Werte standen auf Ken Fishers Verkaufsliste.

Das KI-Wettrennen nimmt weiter Fahrt auf und die Musik spielt eindeutig und einseitig bei den führenden US-Konzernen. Europa hängt weit und erneut wohl uneinholbar zurück und gilt weiterhin "America innovates, China replicates, Europe regulates". Starinvestoren wie Ken Fisher tragen dem mit ihren Investments Rechnung.


Disclaimer: Habe Amazon, Apple, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 19.04.2024

"Es ist die Leistung des Unternehmens, die zählt. Es ist schon schwer genug, die Zukunft des Unternehmens zu ergründen. Versuchen Sie nicht, die Zukunft des Landes oder der Welt zu ergründen, sondern konzentrieren Sie sich auf Ihr Unternehmen."
(Mohnish Pabrai)

Donnerstag, 18. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 18.04.2024

"Ich will unabhängig sein. Und das beste Mittel für Unabhängigkeit ist Geld."
(André Kostolany)

Mittwoch, 17. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 17.04.2024

"Es geht an der Börse nicht darum, immer richtig zu liegen, sondern öfter richtig zu liegen als falsch."
(Ken Fisher)

Dienstag, 16. April 2024

Charlie Munger lehrt: "Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt."

"Kaufe niedrig, verkaufe nie" hat Warren Buffett mal gesagt und damit die sog. Buy & Hold-Strategie beschrieben. Er wird hiermit seitdem oft bewusst fehlinterpretiert und der so elementare Grundgedanke hinter seiner Aussage viel zu oft ignoriert. Leider. Dabei weiß der gute Kaufmann, dass der Gewinn im Einkauf liegt; je geringer der Einkaufspreis, desto höher ist die Chance auf Gewinn. Und umso niedriger ist auch das Risiko, die Ware nicht zu einem guten Preis wieder loszuwerden, also einen Verlust realisieren zu müssen.

Manche Kritiker bezeichnen Buy & Hold als veraltet, antiquiert, unzeitgemäß und als Beleg verweisen sie auf Aktien wie die der Deutschen Telekom. Die hatten Anleger im Jahr 2000 zu Mondpreisen von über 100 Euro gekauft und wer sie noch immer hat, sitzt auf massiven Verlusten von bis zu 85 %. Und das nach 24 Jahren und trotz steter Dividendenzahlungen.
»Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt.«

Buy & Hold bedeutet nicht Buy & Forget

Doch 'Kaufen & Halten' bedeutet eben nicht, zu jedem Kurs zu kaufen und starrsinnig daran festzuhalten, sondern es heißt, zu niedrigen Kursen einzusteigen und die Aktien dann nicht (zu schnell) wieder aus den Händen zu geben. Warren Buffett hält einige Aktien in seinem Portfolio bereits seit über 40 Jahren und genau diese Aktien haben ihn zum Multimilliardär und einem der reichsten Menschen der Welt gemacht.

Börsenweisheit des Tages | 16.04.2024

"Wenn die Dinge gut laufen und die Preise hoch sind, überschlagen sich die Anleger beim Kaufen und vergessen alle Vorsicht. Dann, wenn überall Chaos herrscht und die Vermögenswerte zu Schnäppchenpreisen gehandelt werden, verlieren sie jegliche Bereitschaft, Risiken zu tragen und verkaufen. Und es wird immer so sein."
(Howard Stanley Marks)

Montag, 15. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Netfonds: Der FinTech-Aufsteiger schlägt sich wacker

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 6/2024 vom 26.03.2024

Börsenweisheit des Tages | 15.04.2024

"Wenn sich der Markt und die Medien stark auf negative Trends fokussieren, sehen wir oftmals eine Chance."
(Bill Nygren)

Sonntag, 14. April 2024

Kissigs Kloogschieterei: Über Fluch und Segen der Earnings Season und warum die Zinsen eigentlich gar nicht die größte Rolle spielen

Nun hagelt es wieder Quartalsergebnisse und die Kurse werden wild, weil die Börsen nicht nur auf die Ergebnisse der zurückliegenden drei Monate schauen, sondern beim Blick noch vorne immer noch  zuvorderst auf die Zinsentwicklung und das Zucken der US-Notenbanker achten. Dabei ist die Entwicklung der Zinsen für die Börsenkurse gar nicht der treibende Faktor, wie Starinvestor Ken Fisher in seinem aktuellen Brief an seine Investoren ausführt...

Börsenweisheit des Tages | 14.04.2024

"Wenn das Ziel ist, langfristig in einem großartigen Business investiert zu sein, muss man sich daran gewöhnen, eine Aktie zu halten, die nicht immer billig ist."
(Ian Cassel)

Samstag, 13. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 13.04.2024

"Wir wollen überdurchschnittliche Unternehmen zu durchschnittlichen Preisen."
(Bill Nygren)

Freitag, 12. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 12.04.2024

"Ein Kurs kann auch auf Null fallen."
(Jesse Livermore)

Donnerstag, 11. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 11.04.2024

"Inflation oder Deflation sind nur zwei Fremdwörter für Pleite."
(Carl Fürstenberg)

Mittwoch, 10. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 10.04.2024

"In einem Zeitraum von 20 Jahren haben Sie nie Geld mit Aktien verloren, aber Sie haben mit Anleihen die Hälfte Ihres Portfolios vernichtet, nach Inflation. Welches ist also die riskantere Anlage?"
(Jeremy S. Siegel)

Dienstag, 9. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 09.04.2024

"Fusionieren beruht auf gegenseitiger Überschätzung."
(Carl Fürstenberg)

Montag, 8. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse zur Deutsche Rohstoff AG: Erfolge in Serie mit Öl und Gas

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 6/2024 vom 26.03.2024

Börsenweisheit des Tages | 08.04.2024

"Ich habe noch niemanden kennengelernt, der mit technischer Analyse richtig reich geworden ist."
(Jim Rogers)

Sonntag, 7. April 2024

Kissigs Börsentheater: Seth Klarman warnt vor Sorglosigkeit an der Börse und rät Anlegern, immer die Risiken im Blick zu behalten

Sorglosigkeit ist gefährlich, auch und ganz besonders an der Börse. Die Börsen hängen größtenteils von Psychologie ab und wenn alle entspannt und sorglos sind, können schon kleine Schockmomente zu Panikattacken führen. So werden aus Rücksetzern Korrekturen und manchmal sogar Börsencrashs. Anleger sollten also immer aufmerksam bleiben und Risiken gründlich bewerten. Und wenn sich die Lage grundlegend ändert, dann muss man handeln. Eigentlich aber auch nur dann.
"Wenn sich alles entspannt anfühlt und die Kurse in die Höhe schießen, mögen sich die Märkte sicher fühlen; in Wirklichkeit sind sie jedoch gefährlich, weil sich nur wenige Anleger auf das Risiko konzentrieren."
Erfolgsinvestoren wie Warren Buffett, Charlie Munger und Peter Lynch warnen deshalb davor, Emotionen zur Grundlage des Handelns zu machen. Es geht eben auch anders. Und viel besser. Man sollte nicht den Trend hinterherlaufen, nicht den reißerischsten Schlagzeilen die größte Aufmerksamkeit schenken und schon gar nicht die betreffenden Aktien kaufen, die gerade (auch) jeder andere unbedingt haben will. Man sollte sich Qualitätsaktien suchen, die steigende Cashflows und Gewinne aufweisen und diese auch in absehbarer Zukunft weiter steigern werden. Unternehmen mit Preissetzungsmacht und starken Marken und loyalen Kunden, die auch in Krisenzeiten nicht umgeworfen werden. Mit anderen Worten: Burggrabenaktien.

Idealerweise kauft man diese Top-Unternehmen, wenn ihre Aktien gerade mal im Ausverkauf zu haben sind. Und das kommt auch bei diesen Werten öfter vor, als man denkt. Selbst Superaktien wie NVIDIA, Microsoft oder Costco werden ab und an von massiven Kurseinbrüchen heimgesucht, bei denen der Kurs um 20, 50 oder auch mal 80 Prozent in die Tiefe rauscht. Der Wert der Unternehmen hat sich dann natürlich nicht annähernd so stark verringert, die Aussichten sich nicht ansatzweise so verdüstert, aber die Anlegerpanik sorgt für den Brutalabsturz.

Auf einen solchen muss man natürlich nicht warten, denn sowas kommt im Durchschnitt nur einmal pro Jahrzehnt vor. Aber deutliche Kursrücksetzer von 10 oder 15 Prozent sind in der Regel super Gelegenheiten, bei den Top-Performern einzusteigen oder seine Position aufzustocken.

Emotionen wirken an der Börse in beide Richtungen, Angst und Gier sorgen für Übertreibungen nach oben und nach unten. Wem es gelingt, sich hiervon weitgehend frei zu machen und rein rational die besten Unternehmen dann zu kaufen, wenn alle anderen in Panik verkaufen, wird auf lange Sicht die besten Renditen einfahren. Und mit solchen Werten im Depot lassen sich auch ohne größeren Stress Krisen- und Baissephasen relativ entspannt durchstehen. So wird Geldverdienen fast schon langweilig. Fast...

Disclaimer: Habe: Costco, Microsoft, NVIDIA auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 07.04.2024

"Der Geldschöpfungsprozess der Banken ist so simpel, dass der menschliche Geist davor zurückschreckt."
(John Kenneth Galbraith)

Samstag, 6. April 2024

Börsenweisheit des Tages | 06.04.2024

"Je mehr du tradest, desto weniger verdienst du."
(John C. Bogle)

Freitag, 5. April 2024

Kissigs Portfoliocheck: Buffett stockt im Energiesektor weiter auf. Und hat hier die größten Probleme

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 251. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 4. Quartals 2023 hatte Buffett 41 Aktienpositionen im Depot, darunter fanden sich keine Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios stieg im Quartal um 11 % auf 347 Mrd. USD. Zudem kann Berkshire auf Barmittel in Höhe von 167,6 Mrd. USD zurückgreifen und übertraf mit diesem neuen Rekordwert die 157,2 Mrd. USD von Ende September. Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand lediglich für etwa die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Hinzu kommen noch die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen sowie einige Anleihen und ausländische Aktienbeteiligungen, die nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 80% des Gesamtwerts. Technologieunternehmen dominieren mit 51,5% (Q3: 52,1) vor Finanzwerten mit 24,3% (Q3: 22,0), defensiven Konsumwerten mit 10,9% (Q3: 11,4), dem Energiesektor mit 9,6% (Q3: 10,6) und Kommunikationsdiensten mit 1,9% (Q3: 2,0). Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple, eines von Buffetts größten Erfolgsinvestments, obwohl der Kurs seit drei Jahren seitwärts läuft. Der Iphone-Konzern steht nun für 50% von Berkshires Aktienportfolio, nachdem es Ende des Vorquartals noch 46,5 % waren. Dank deren ausgedehnter Aktienrückkäufe steigt Buffetts Anteil auch ohne eigenes Zukaufen weiter an auf inzwischen 5,86%. Dem Anlegermagazin Barron's zufolge hat Apple seit 2018 durch aggressive Rückkäufe die Anzahl der ausstehenden Aktien um fast 25% reduziert. Die Bank of America bringt 10% auf die Waage und die drittplatzierte American Express 8,2%. An dem Kreditkartenpionier hält Buffett mehr als 20% und mit 29 Jahren Zugehörigkeit ist es Buffetts zweitälteste Depotposition. Mit inzwischen 35 Jahren ist die mit 6,8% viertplatzierte Beteiligung an Coca-Cola Buffetts älteste noch im Portfolio vorhandene Position. Buffett hat für seine 400 Mio. Anteile insgesamt rund 1,29 Mrd. USD investiert und bekommt dafür inzwischen 736 Mio. USD an Dividenden – pro Jahr! Es schließen sich der Energieriese Chevron mit 5,4% Gewichtung und der Öl- und Gasexplorer Occidental Petroleum mit 4,2% an, die Buffett beide während der Schwächephase der Energieaktien aufgestockt hat.

Die nicht (mehr) börsennotierte Tochter BH Energy bezeichnete Buffett in seinem Aktionärsbrief allerdings als "schwerwiegende Ergebnisenttäuschung im vergangenen Jahr". Die eigentlich so soliden Resultate im Stromnetz geraten zunehmend unter Druck aufgrund kurzfristig motivierter politischer Eingriffe. Und das gefährdet nicht nur die Ergebnisse der Unternehmen, sondern könnte sogar Insolvenzen zur Folge haben. Mit entsprechenden enormen negativen Folgen für die Anteilseigner - wie Berkshire...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 05.04.2024

"Geld ist nicht mit Glück gleichzusetzen, aber Geldmangel mit Elend."
(Daniel Kahneman)

Donnerstag, 4. April 2024

Umfrageergebnis: Eure BDC-Favoriten sind Hercules Capital, FS KKR Capital, Ares Capital, Main Street Capital und MidCap Financial

Ich hatte euch auf einen Leserwunsch hin nach euren Favoriten im BDC-Sektor gefragt; es haben 22 Blogleser mitgemacht und teilweise auch die Vorzüge ihrer Favoriten aufgezeigt. Da einige mehr als fünf Werte genannt haben, habe ich jede Nennung als Stimmabgabe gewertet.


Nun das Ergebnis mit den Favoriten und weiteren Nennungen.

Börsenweisheit des Tages | 04.04.2024

"Einer der Gründe, warum Aktien auf lange Sicht eine Überrendite erzielen, ist ihre hohe Volatilität auf kurze Sicht. Aktien steigen fast immer, aber eben nicht ständig. Aber langfristig betrachtet sind Aktien ein absoluter No-Brainer."
(Ben Carlson)

Mittwoch, 3. April 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Finanzinvestor KKR greift nach Encavis und will den Stecker ziehen. Was nun?

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 6/2024 vom 26.03.2024

Börsenweisheit des Tages | 03.04.2024

"Wenn Sie den S&P 500 im Jahr 1917 zu einem KGV von 5,3 gekauft und 1999 zu einem KGV von 34 verkauft hätten, hätte Ihre jährliche Rendite 11,6% betragen. Nur 2,3% jährlich stammten aus dem massiven Anstieg des KGV. Der Rest der Rendite stammt aus den Gewinnen der Unternehmen und deren Reinvestition."
(Terry Smith)

Dienstag, 2. April 2024

Kissigs Investor-Update Q1/24 mit KKR, Blackstone, Costco, Apollo Global Management, NVIDIA, LendingClub, Microsoft, Mutares, Danaher, Opendoor Technologies

Mein Investor-Update zum Ende des 1. Quartals '24

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte in meinem Investmentdepots; es ist in gewisser Weise 'mein persönliches 13F'. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Börsenweisheit des Tages | 02.04.2024

"Jede Schuld wird letztlich bezahlt, wenn nicht vom Schuldner, so doch vom Gläubiger."
(James Grant)

Montag, 1. April 2024

Umfrage: Welche Business Development Company ist euer Favorit?

Ich wurde darum gebeten, hier im Blog mal wieder eure Favoriten im BDC-Sektor abzufragen. Mein Schwerpunkt liegt ja nicht (mehr) auf den High-Yield-Aktien, eher auf Dividendenwachstumswerten, aber dennoch sticht die eine oder andere Business Development Company aus meiner Sicht attraktiv aus der Masse hervor.

Frage: "Welche BDC ist euer Favorit - und warum?"

Bitte postet bis zu fünf eurer Favoriten als Kommentar und am besten natürlich mit kurzer Begründung, weshalb eure Wahl gerade auf diese BDC fällt. Die Dividendenrendite, der Zahlungsrhythmus und vor allem Chancen und Risiken sind bestimmt von großem Interesse für die Leser.

Meine Favoriten war zuletzt
Zusätzlich fand ich vor einem Jahr Blackstone Secured Lending sehr attraktiv, aber da hat meine Depotbank (die Commerzbank) leider einen Riegel vorgeschoben, denn die Aktie ist über die Commerzbank nicht handelbar. Das betrifft seit MIFID II so einige interessante Werte aus den Bereichen BDC, REIT u.ä. Wie sind eure dies bezüglichen Erfahrungen mit euren Brokern? Auch das könnt ihr gerne als Kommentar hier hinterlassen.

Disclaimer: Habe Ares Capital, FS KKR Capital, Hercules Capital, MidCap Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Fettes Ostergeschenk: Amazon kündigt die Aufnahme von Dividendenzahlungen an!

Es zeichnet sich ein neuer Trend ab bei den großen Technologieriesen: sie nutzen ihre gewaltigen Cashflows nicht mehr nur für Aktienrückkäufe, sondern setzen zunehmend auch auf Dividendenzahlungen, um sich ganz neue Aktionärsgruppen zu erschließen.

Nach Meta Platforms, Booking und Salesforce kündigte nun auch Online-Powerhouse Amazon die Aufnahme von Dividendenzahlungen an. Doch anders als Meta oder NVIDIA allerdings in durchaus beeindruckender Größenordnung, denn mit einer annualisierten Dividendenrendite von 5,4321% stellt Amazon gleich vom Start weg sogar viele etablierte 'Dividendenperlen' in den Schatten.
So außergewöhnlich wie der Schritt auf den ersten Blick klingt, ist er gar nicht. Der langjährige Chef der Cloudsparte (AWS) Andy Jassny folgte Mitte 2021 Amazon-Gründer Jeff Bezos auf den Chefposten, während Bezos das Amt des Executive Chairman übernahm. Mit Jassny änderte sich der Blick des Unternehmens auf den Shareholder Value, wie damals schnell positiv vermerkt wurde, so vom aktivistischen Starinvestor Daniel Loeb, der seit Jahren Amazon als eine der größten Positionen in seinem Depot hält. Bereits gut zwei Jahre nach Übernahme des CEO-Postens ließ Jassny einen 20:1-Aktiensplit durchführen und Ende Februar 2024 erfolgte die Aufnahme in den Dow Jones Index. Der zweitgrößte Einzelhändler der USA hat wahrlich seine Sturm- und Drangjahre hinter sich gelassen und ist erwachsen geworden.

Trend oder Eintagsfliege?

Es stellt sich nun die Frage, ob weitere Wachstumsunternehmen auf den Fahrt aufnehmenden Zug aufspringen und ebenfalls bei Dividendenjägern punkten wollen. Entsprechende Andeutungen gab es zuletzt ja schon bei Alphabet, Airbnb, PayPal, Netflix und sogar Uber, nachdem die Mobilitätsplattform inzwischen nachhaltig die Profitabilitätsschwelle überschritten hat.

Was meint ihr, wer wird der nächste Dividendenfan? Oder bleibt Amazon mit seinem 'Dividendenkracher' allein?

Disclaimer: Habe Airbnb, Alphabet, Amazon, Meta, Netflix, NVIDIA, PayPal, Uber auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Der eine oder andere hat es sicher gleich erkannt: Dieser Beitrag war mein diesjähriger Aprilscherz. Amazon plant Stand heute keine Dividendenausschüttungen. Aber das kann sich natürlich ab dem 2. April schon ändern... Wahr ist, dass man nicht alles glauben sollte, was man so im Internet zu lesen bekommt oder was einem auf andere Weise aufgetischt wird. Immer ein gesundes Maß an Zweifeln haben, immer auf Plausibilität prüfen. Ironischerweise sind viele von uns nur am 1. April dafür sensibilisiert - wenn überhaupt. Auch das sollte einem zu Denken geben...

Börsenweisheit des Tages | 01.04.2024

"Der Tiefpunkt der Aktienkurse ist dann erreicht, wenn die meisten Menschen mit schlechten Nachrichten rechnen, und nicht, wenn die schlechten Nachrichten eintreffen."
(Sir John Templeton)