"Nur zwei Dinge auf Erden sind uns ganz sicher: der Tod und die Steuer."
(Benjamin Franklin)
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Freitag, 31. Juli 2026
Dienstag, 2. Dezember 2025
Börsenweisheit des Tages | 02.12.2025
"Es ist viel besser, Probleme mit einer zu hohen Einkommensteuer zu haben als mit einem zu niedrigem Einkommen."
(Warren Buffett)
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Freitag, 8. August 2025
Dienstag, 30. Juli 2024
Einstein mahnt: Nutze den Zinseszinseffekt, sonst bezahlst du dafür!
Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, den Kapitalstock erhöhen und sich ab Beginn der darauffolgenden Periode somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...
Donnerstag, 25. Juli 2024
Börsenweisheit des Tages | 25.07.2024
"Ich werde alles tun, was grundsätzlich durch das Gesetz gedeckt ist, um den Steuersatz von Berkshire Hathaway zu senken."
(Warren Buffett)
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Sonntag, 5. Mai 2024
Sonntag, 19. November 2023
Aktienrückkäufe erzeugen positive Effekte - mit Nebenwirkungen und Besonderheiten
Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vorstand grünes Licht geben, eigene Aktien kaufen zu können, und das Unternehmen dies dann umsetzt, spricht man von einem Aktienrückkauf. Dieser ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und oft wird ein Höchstkurs für die zurückzukaufenden Aktien vorgegeben. Und nach geltendem deutschem Recht darf eine Aktiengesellschaft nicht über mehr als 10 % ihres eigenen Grundkapitals verfügen.
Anleger lieben Aktienrückkäufe
Aktienrückkaufprogramme sind bei Anlegern aufgrund ihrer positiven Nebenwirkungen in der Regel sehr beliebt, weil sie durch die zusätzliche Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens tendenziell zu steigenden Kursen derselben führen. Jedenfalls, wenn der faire Wert des Unternehmens oberhalb des aktuellen Aktienkurses notiert. Darüber hinaus repräsentiert nun jede andere Aktie einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn, weil das Unternehmen ja keine Gewinne an sich selbst ausschüttet, und die Gewinn bezogenen Bewertungskennziffern sinken entsprechend, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Als direkte Folge steigt auch der faire Wert der Aktien.
»Keine andere Maßnahme nützt Aktionären so viel wie Aktienrückkäufe. Sofern das Unternehmen über ausreichend Liquidität für das operative Geschäft verfügt und die Aktie mit einem nennenswerten Abschlag auf den inneren Wert notiert - konservativ gerechnet.«
Daher werden Aktienrückkäufe von vielen Anlegern auch als Alternative zu Dividenden angesehen. Sie bleiben zunächst auch steuerfrei, bis die Aktien irgendwann verkauft werden und dann auf die erzielten Kursgewinne Kapitalertragsteuer anfällt.
Einige Aspekte sind aber schon zu beachten, damit die Freude über Aktienrückkäufe nicht getrübt wird...
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Mittwoch, 18. Oktober 2023
[Kissigs Börsenlexikon] Die Aktiendividende
Aktiengesellschaften schütten oft einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies erfolgt ganz überwiegend als Bardividende und der Aktionär erhält Geld auf sein Konto und er muss diese gegenüber dem Finanzamt versteuern. Eine interessante Alternative zur Bardividende ist die sog. Aktiendividende, bei der die Ausschüttung in Form neuer Aktien erfolgt. Dabei gibt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten...
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Freitag, 28. Oktober 2022
Warren Buffett liebt den unterschätzten Mehrwert von Aktienrückkäufen
Aktienrückkaufprogramme werden nicht selten als "einfallslos und langweilig" kritisiert. Der Free Cashflow solle doch lieber im eigenen Unternehmen investiert werden, in die Entwicklung neuer Produkte oder in Firmenkäufe. Und diese Sichtweise hat durchaus etwas für sich, sofern das Unternehmen etwas Sinnvolles mit dem Geld anstellt.
Nicht selten werden aber Übernahmen getätigt, die sich dann als Rohrkrepierer erweisen und unter dem Strich das Geld der Aktionäre vernichten. Oder so teuer sind, dass sie in absehbarer Zeit eigentlich keine Rendite einfahren können. Abschreckende Beispiele gibt es zuhauf, wie die Time Warner Übernahme durch AOL, die Pleite von Rupert Murdochs News Corp. mit MySpace die gescheiterte Rover-Übernahme durch BMW oder Microsofts Übernahmeflop von Nokia, die dem Windows-Konzern Mitte 2015 mit -3,2 Mrd. USD den bis dahin größten Quartalsverlust seiner Geschichte einbrachte. Und der von GE-Ikone Jack Welch zusammengekaufte Gemischtwarenladen General Electric implodierte und machte den ehemals wertvollsten Konzern der Welt zum Pleitekandidaten - dem Börsenabsturz folgte der Rausschmiss aus dem Dow Jones Index, Verkäufe von zig Milliarden schweren Konzernsparten und nun die Aufspaltung des Rests in drei Unternehmen. Börsenlegende Peter Lynch nennt diese Katastrophenstrategie "Verdiversifizierung".
Wie man anhand dieser Beispiele sehen kann, fahren Aktionäre unter Umständen besser, wenn die liquiden Mittel des Unternehmens in die eigenen Aktien investiert werden, als irgendetwas Dummes mit dem Geld anzustellen. Doch auch Aktienrückkäufe sind kein Selbstgänger, die immer Mehrwert für Aktionäre schaffen. Es kommt eben drauf an...
Freitag, 26. August 2022
Sei schlau wie Buffett: Recht haben bringt Anlegern die Rendite, nicht Aktionismus!
Beim Aktienkauf wird vor allem auf den Kaufkurs geachtet, den sog. Briefkurs. Er ist entscheidendes Kriterium, wie teuer - oder preiswert - ein Engagement letztlich ist und ab dem Kauf für die meisten Anleger der Maßstab, ob sie eine kluge Entscheidung getroffen haben oder nicht.
Zum reinen Aktienkurs kommen aber noch Nebenkosten hinzu, denn sowohl beim Ankauf müssen noch Provisionen und Börsenentgelte gezahlt werde. Ebenso beim späteren Verkauf, wo noch ggf. zusätzlich die eventuell erzielten Kursgewinne versteuert werden müssen.
Üblicherweise werden Aktiengeschäfte von Privatpersonen über Börsenhandelsplätze abgewickelt in Deutschland zumeist über das XETRA-System der Deutschen Börse. Und die Börsen haben ebenso wie die Depotbanken ein großes Eigeninteresse, wenn die Anleger ihre Aktien häufig handeln, denn diese Provisionen fallen bei jeder Transaktion jedes Mal aufs Neue an. Anders die Depotgebühren, die auf den Bestand erhoben werden, egal wie oft dieser in der Zwischenzeit umgeschichtet wurden.
»Investoren werden nicht für Aktionismus bezahlt, sondern fürs Recht haben.«(Warren Buffett)
Zugegeben, im Zeitalter der Direktbanken und Discountbroker machen diese Spesen nicht mehr eine solch gewaltige Summe aus wie noch vor einigen Jahren. Aber wenn man für eine Order von 10.000 EUR gute 50 EUR Gebühren und Provisionen zahlt und beim Verkauf noch einmal, dann liegt man mit seinem Engagement schon zum Kaufzeitpunkt mindestens ein Prozent im Minus. Was bereits mehr ist, als man an Zinsen auf seinem Tagesgeldkonto erhält. Für ein ganzes Jahr, wohlgemerkt! Und das ist nur ein Grund, sich mal ein paar Gedanken zu machen...
Sonntag, 15. Mai 2022
Warren Buffett und sein gespaltenes Verhältnis zu Dividenden. Und Aktienrückkäufen...
Zum Thema Dividenden äußert sich Warren Buffett gerne und regelmäßig. Doch man könnte glatt zu der Ansicht gelangen, er würde je nach Blickwinkel unterschiedliche Ansichten vertreten. Und das gilt durchaus auch für Aktienrückkäufe.
Buffett liebt Dividenden. Eigentlich...
Buffet bevorzugt Unternehmen mit saftigen Dividenden, denn sie bringen ihm für seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einen steten Zustrom frischen Geldes, das er dann wieder reinvestieren kann. Aufgrund seiner vielen Beteiligungen landet nicht alle paar Wochen mal ein Dividendenscheck im Briefkasten, sondern es gehen täglich viele Dividenden auf dem Konto von Berkshire Hathaway ein. Und die warten geradezu auf neue Anlageideen von Warren Buffett und Charlie Munger. Zwischenzeitlich hatte sich sein Cashbestand auf atemberaubende 150 Mrd. USD hochgeschraubt, doch seit Jahresbeginn investierte Buffett bereits mehr als 50 Mrd. USD für Aktienkäufe und so liegen jetzt "nur" noch rund 100 Mrd. USD in der Kasse. Die heftigen Börsenturbulenzen haben also auch ihr Gutes - für Buffett und Berkshire-Aktionäre.
Wenn jedoch die eigenen Investoren seiner Holding - Buffett betrachtet sie als Partner - die Forderung an Buffett herantragen, diese hohen Cash-Reserven auch für Dividendenzahlungen an die Berkshire-Aktionäre einzusetzen, blockt Buffett kurzerhand ab. Und dafür hat er natürlich seine Gründe. Auch Gute?!
Freitag, 15. April 2022
Weshalb sich solide Dividendenwerte für Anleger richtig auszahlen können

Am Sinn von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen Dividenden für elementar halten, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also komplett einbehalten, denn dadurch erhöhe sich der Wert des Unternehmens. Und folglich auch der Aktienkurs.
Auf die Dividendenrendite bin ich schon eingegangen, daher möchte ich jetzt andere wichtige Aspekte in den Fokus nehmen. Denn Dividenden polstern in Zeiten von Kursflauten das Konto erfreulich auf und stellen auf lange Sicht immerhin rund 40 % des Gesamtertrages eines Depots aus. Grund genug also, Dividenden ein wenig (mehr) Beachtung zu schenken!
Mittwoch, 29. Juli 2020
Für Peter Lynch sind Aktienrückkäufe die einfachste und beste Art, wie ein Unternehmen seine Anleger belohnen kann
Kündigt ein Unternehmen einen Aktienrückkauf an, brennt der Kurs ein Feuerwerk ab. Verständlich, ist doch der Aktienkurs das Ergebnis von Angebot und Nachfrage und wenn das Unternehmen seine eigenen Aktien über die Börse zurückkauft, stellt dies zusätzliche Nachfrage dar. Außerdem sollte das Unternehmen am besten wissen, bei welchem Kurs die eigenen Aktien unter ihrem fairen Wert notieren. Und so sind Aktienrückkäufe für die Aktionäre immer eine gute Sache, findet Börsenlegende Peter Lynch.
»Aktienrückkäufe sind die einfachste und beste Art, wie ein Unternehmen seine Anleger belohnen kann. Wenn ein Unternehmen an seine eigene Zukunft glaubt, warum sollte es dann nicht in sich selbst investieren, genauso wie die Aktionäre?«(Peter Lynch)
Doch wie wie bei allen Wundermitteln, gibt es auch bei Aktienrückkäufen einige Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, über die man sich vorher ein Bild machen sollte. Damit sich der gewünschte positive Effekt auch wirklich einstellt...
Donnerstag, 21. Mai 2015
WCM macht Lust auf mehr. Viel mehr!
Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG drückt mächtig auf die Tube und will nach ihrer Wiederauferstehung ihr neues Leben als Gewerbeimmobilieneigner in vollen Zügen genießen. Die von mir hier im Blog beschriebene Transformation und die ersten großen Deals zeigen, mit welcher Macht die Milliardäre, die hinter der WCM stehen, zurück ins Business drängen: wie Milliardäre eben Milliarden machen...
Seit meiner Empfehlung, aber eigentlich schon seit der Wiederbelebung im Dezember 2014 zog der Aktienkurs mächtig an und erreichte mit fast 4 EUR lang nicht mehr gesehene Höhen. Heute gab es nun Zahlen zum ersten Quartal, und die zeigen, weshalb sich WCM einer zunehmenden Beliebtheit in Anlegerkreise erfreut. Denn WCM schreibt schwarze Zahlen, obwohl die Mieteinnahmen aus den ersten Deals fast noch gar nicht im ersten Quartal geflossen sind und obwohl die ersten Einmalkosten für Akquisitionen schon im jüngsten Zahlenwerk verarbeitet wurden. So hat WCM im ersten Quartal einen Umsatz von 0,7 Mio. EUR erzielt, wobei eigentlich nur minimale Mieteinnahmen flossen aus einer Immobilie. Die drei Objekte, die erst in der zweiten Märzhälfte in das Eigentum der WCM AG übergingen, trugen nur für zwei Wochen zum Umsatz bei. Ab nun aber dauerhaft. Genauso verhält es sich mit den diversen angekündigten Zukäufen: der Bilanzansatz der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belief sich zum 31. März auf 86,0 Mio. EUR nach 17,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2014. "Ursächlich hierfür war insbesondere das in der zweiten Märzhälfte erfolgte Closing des bereits Ende 2014 vermeldeten Erwerbs von drei Gewerbeimmobilien. Die im April angebahnten Transaktionen der WCM AG sind in dem Zahlenwerk naturgemäß noch nicht enthalten. Die Bilanzsumme stieg von 43,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 94,1 Mio. EUR zum 31. März 2015. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich um rd. 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR".
Hier spiegelt sich ansatzweise das rasante Wachstum des WCM-Konzerns wieder und gibt einen ersten Blick auf das enorme Potenzial, das vor dem Unternehmen und seinen Anlegern liegt. Doch auch das Ergebnis unter dem Strich ist nicht uninteressant, gerade auch, weil WCM ja zu einem soliden Dividendenwert ausgebaut werden soll. Und diese müssen ja auch erwirtschaftet werden, will man nicht aus der Substanz ausschütten (müssen). Im 1. Quartal drehte das Konzernergebnis von -0,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf plus 0,4 Mio. EUR. Das klingt jetzt nicht spektakulär und schon gar nicht ausschüttungsrelevant. Allerdings muss man bedenken, dass ja erst geringe Einnahmen geflossen sind, aber gleichzeitig in diesem Ergebnis bereits Transaktionskosten von 2,9 Mio. EUR als Einmalbelastung verarbeitet wurden. Wenn also der Vorstand verkündet, er plane für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses, dann kann man ihm hierbei getrost folgen. Denn großvolumige und renditestarke Zukäufe wurden bereits avisiert und vermutlich wird WCM-Chef Efremidis auf der anstehenden Hauptversammlung am 16. Juni hierzu ein wenig den Vorhang lüften. Womöglich auch schon erste Indizien geben für die zu erwartende Kapitalerhöhung, mit der die Zukäufe auf den Weg gebracht werden sollen.
WCM macht jedenfalls Nägel mit Köpfen und dürfte seinen Aktionären noch viel Freude bereiten. Ehlerding & Co. haben wieder großes vor mit "ihrem Baby" und wir Kleinanleger können uns freuen, dass die Milliardäre dies nicht ganz ohne uns und unser Geld tun können.
WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Seit meiner Empfehlung, aber eigentlich schon seit der Wiederbelebung im Dezember 2014 zog der Aktienkurs mächtig an und erreichte mit fast 4 EUR lang nicht mehr gesehene Höhen. Heute gab es nun Zahlen zum ersten Quartal, und die zeigen, weshalb sich WCM einer zunehmenden Beliebtheit in Anlegerkreise erfreut. Denn WCM schreibt schwarze Zahlen, obwohl die Mieteinnahmen aus den ersten Deals fast noch gar nicht im ersten Quartal geflossen sind und obwohl die ersten Einmalkosten für Akquisitionen schon im jüngsten Zahlenwerk verarbeitet wurden. So hat WCM im ersten Quartal einen Umsatz von 0,7 Mio. EUR erzielt, wobei eigentlich nur minimale Mieteinnahmen flossen aus einer Immobilie. Die drei Objekte, die erst in der zweiten Märzhälfte in das Eigentum der WCM AG übergingen, trugen nur für zwei Wochen zum Umsatz bei. Ab nun aber dauerhaft. Genauso verhält es sich mit den diversen angekündigten Zukäufen: der Bilanzansatz der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belief sich zum 31. März auf 86,0 Mio. EUR nach 17,3 Mio. EUR zum Jahresultimo 2014. "Ursächlich hierfür war insbesondere das in der zweiten Märzhälfte erfolgte Closing des bereits Ende 2014 vermeldeten Erwerbs von drei Gewerbeimmobilien. Die im April angebahnten Transaktionen der WCM AG sind in dem Zahlenwerk naturgemäß noch nicht enthalten. Die Bilanzsumme stieg von 43,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 94,1 Mio. EUR zum 31. März 2015. Das Eigenkapital im Konzern erhöhte sich um rd. 5,1 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR".
Hier spiegelt sich ansatzweise das rasante Wachstum des WCM-Konzerns wieder und gibt einen ersten Blick auf das enorme Potenzial, das vor dem Unternehmen und seinen Anlegern liegt. Doch auch das Ergebnis unter dem Strich ist nicht uninteressant, gerade auch, weil WCM ja zu einem soliden Dividendenwert ausgebaut werden soll. Und diese müssen ja auch erwirtschaftet werden, will man nicht aus der Substanz ausschütten (müssen). Im 1. Quartal drehte das Konzernergebnis von -0,3 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf plus 0,4 Mio. EUR. Das klingt jetzt nicht spektakulär und schon gar nicht ausschüttungsrelevant. Allerdings muss man bedenken, dass ja erst geringe Einnahmen geflossen sind, aber gleichzeitig in diesem Ergebnis bereits Transaktionskosten von 2,9 Mio. EUR als Einmalbelastung verarbeitet wurden. Wenn also der Vorstand verkündet, er plane für den weiteren Jahresverlauf eine Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses, dann kann man ihm hierbei getrost folgen. Denn großvolumige und renditestarke Zukäufe wurden bereits avisiert und vermutlich wird WCM-Chef Efremidis auf der anstehenden Hauptversammlung am 16. Juni hierzu ein wenig den Vorhang lüften. Womöglich auch schon erste Indizien geben für die zu erwartende Kapitalerhöhung, mit der die Zukäufe auf den Weg gebracht werden sollen.
WCM macht jedenfalls Nägel mit Köpfen und dürfte seinen Aktionären noch viel Freude bereiten. Ehlerding & Co. haben wieder großes vor mit "ihrem Baby" und wir Kleinanleger können uns freuen, dass die Milliardäre dies nicht ganz ohne uns und unser Geld tun können.
WCM befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Donnerstag, 30. April 2015
WCM oder wie Milliardäre Milliarden machen
WCM hat eine bewegte Börsenvergangenheit. Man war mal kurz davor, in den DAX aufzusteigen, doch dann verhob man sich beim Versuch, die Commerzbank zu übernehmen. Das war vor vielen Jahren, noch weit vor der Bankenkrise, und die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG engagierte sich damals hauptsächlich im Bereich der Wohnimmobilien und der Firmenbeteiligungen. Dann folgte die Pleite, WCM war jahrelang ein Börsenmantel ohne Inhalt. Fast jedenfalls. Denn in diesem Börsenmantel schlummerten inzwischen Verlustvorträge in Milliardenhöhe und daher ist es nicht verwunderlich, dass der Milliardär Karl Ehlerding, der schon früher hinter WCM stand, alles daran setzte, WCM durch die Klippen der Insolvenz zu lotsen und ihr wieder neues Leben einzuhauchen. Auch mittels eines Kapitalschnitts und späterer Kapitalerhöhung. Dabei blieb Ehlerding nicht alleine, denn die Aussicht, zukünftige Gewinne in großem Stil steuerfrei einfahren zu können, ist einfach zu verlockend.
WCM und das dritte Leben
Im Dezember 2014 fiel dann der Startschuss, die erste großangelegte Kapitalerhöhung wurde in Angriff genommen und zu 1,30 EUR betrieb das Unternehmen seine Wiederauferstehung. Künftig wird man sich allerdings weder an Wohnimmobilien versuchen, noch an Firmenbeteiligungen, der neue Fokus liegt im Bereich der Gewerbe- und Einzelhandelsimmobilien. Hier erkennt WCM noch einen erheblichen Nachholbedarf in Deutschland und lukrative Investmentperspektiven. Denn die Steuerfreiheit der Gewinne bringt ja nur etwas, wenn zuvor auch Gewinne erwirtschaftet wurden. Und wie man Ehlerding kennt, dürfen diese Gewinne ruhig üppig ausfallen. Ehlerding und weitere Betuchte zogen bei der Kapitalerhöhung voll mit und nicht nur das: sie brachten auch eigenes Immobilienvermögen mit ein und dieses wurde gegen WCM Aktien getauscht, wobei diese mit 2,70 EUR bewertet wurden. Also mehr als doppelt so hoch, wie damals der Aktienkurs notierte, aber entsprechend einem Wertgutachten, das eben die Verlustvorträge mit diesem Wert ansetze. Ein großer Vertrauensbeweis Ehlerdings in "seine" neue WCM und ein Signal an alle potenziellen Investoren, sich die WCM mal wieder ernsthaft anzusehen.
Frisches Personal, frische Ideen
Zur operativen Umsetzung der Pläne wurde mit Stavros Efremidis ein absoluter Immobilienprofi ins Boot geholt. Dieser hatte einst die KWG Kommunale Wohnen AG mit Werten gefüllt, und als diese dann von der österreichischen conwert übernommen wurde, freute sich auch KWG-Großaktionär Karl Ehlerding. Aus dieser Verbindung heraus heuerte dann Efremidis bei WCM an und brachte gleich noch zwei Kollegen für die zweite Managementebene mit. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele, denn immerhin will man aus dem Stand ein Immobilienportfolio von 1 Milliarde Euro aufbauen.
Und die Einkaufstour begann...
Zunächst wurden im März drei Gewerbeimmobilien von GE Real Estate erworben im Rahmen eines Share Deals für einen Kaufpreis von 64 Mio. EUR. Die Finanzierung des Erwerbs von 94,9% an den jeweiligen Objektgesellschaften erfolgte durch Mittel aus der erfolgreichen Barkapitalerhöhung sowie durch ein Bankdarlehen. Der Erwerb der drei Büroimmobilien sowie einer Industrieimmobilie in Bremerhaven, der bereits im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, führen bei der WCM AG zu Mieteinnahmen von etwa 5,9 Mio. EUR im Jahr.
Im April wurde dann eine Büroimmobilie in Berlin Mitte zugekauft. Der Nettokaufpreis beträgt 22 Mio. EUR, bzw. rund 2.290 EUR pro qm. Der Vollzug der Transaktion wird für August 2015 erwartet.
Nur wenige Tage später sicherte sich WCM durch eine vorvertragliche Vereinbarung den Erwerb eines Gewerbeportfolios von 16 Objekten mit einer Mietfläche von insgesamt circa 88.500 qm, die sich hälftig im Rhein-Main-Gebiet und in Dresden befinden. Die Miet-Anfangsrendite auf den Nettokaufpreis von 116 Mio. EUR beträgt 8%, der Vermietungsstand liegt derzeit bei rund 91% und die durchschnittliche Restmietlaufzeit beträgt 5 Jahre. Der Vollzug dieser Transaktion ist für Oktober 2015 vorgesehen.
Und am Dienstag wurde ein Portfolio bestehend aus Einzelhandelsimmobilien mit 29 EDEKA-Supermärkten übernommen für einen Nettokaufpreis von 95 Mio. EUR. Die Mietanfangsrendite liegt bei 7% und die Mietvertragslaufzeit beträgt 15 Jahre.
Mit diesen Maßnahmen hat WCM sein Gesamtportfolio innerhalb weniger Tage auf 315 Mio. EUR verdreifacht und seine Mieteinnahmen auf 24 Mio. EUR pro Jahr. Und ist dem Ziel eines Bestandes von 1 Milliarde Euro mit Riesenschritten näher gekommen.
Starkes Wachstum braucht frisches Kapital
Der Aktienkurs hat diese Erfolge kräftig honoriert und die Aktie notiert aktuell bei 2,55 EUR, also etwa doppelt so hoch, wie zur Kapitalerhöhung im Dezember. Und da sind wir beim Stichwort: Kapitalerhöhung. Denn das rasante Wachstum kann WCM nicht mit Bordmitteln bestreiten und auch nicht alleine über Bankdarlehen. Das war von vornherein klar und wird seit dem Neustart auch regelmäßig so kommuniziert vom Vorstand. Die Aktionäre dürfen sich bei der anstehenden Hauptversammlung also nicht nur auf Äußerungen zur weiteren Wachstumsstrategie freuen, sondern auch auf Details zu einer deutlichen Kapitalerhöhung. Das dürfte jedoch kaum jemanden schrecken, nach einer Kursverdopplung in weniger als einem halben Jahr. Vor allem, weil es keine Kapitalerhöhung "auf blauen Dunst" sein wird, sondern ja konkrete Projekte damit finanziert werden sollen. Und genehmigt hatte bereits die Hauptversammlung im Dezember ein mehr als ausreichendes Kapital, von dem der Vorstand jetzt "nur" Gebrauch machen muss. Alles wussten schon damals, worauf sie sich einlassen. Und es läuft prächtig...
Dank riesiger Verlustvorträge winken steuerfreie Gewinne
Die erzielten Anfangsrenditen sind jedenfalls attraktiv und lassen vermuten, dass es bald Gewinne geben wird, die den hohen Verlustvortrag von rund 272 Mio. EUR bei der Körperschaftssteuer und 250 Mio. EUR bei der Gewerbesteuer abzuschmelzen beginnen. Und dann gibt es noch ein steuerliches Einlagenkonto von 1,3 Mrd. EUR, das für die zukünftigen Dividenden in Anspruch genommen werden kann. Was bedeutet, dass diese an die Aktionäre ohne Steuerabzug ausgekehrt werden - und erst beim Verkauf der Aktien mit zu versteuern sind (der Einstiegskurs wird um die Dividendenzahlungen reduziert). Und Dividenden, die will WCM künftig ausschütten, das hat Ehlerding von Anfang an klar gemacht. Die erste Ausschüttung dürfen die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2015 erwarten, also im Jahr 2016. Und wenn WCM in diesem Tempo weiter macht, dann ist man dem Ziel eines Immobilienbestands von 1 Milliarde Euro bis dahin noch sehr viel näher gekommen.
WCM ist eine Turnaround-Spekulation wert
WCM ist eine Spekulation auf das Gespür des Milliardärs Karl Ehlerding und auf das Können des Vorstandschefs Stavros Efremidis, weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen. Beide sind signifikant an WCM beteiligt und Efremidis hält noch Optionen, die mit steigenden Aktienkursen immer mehr Wert werden. Und es schadet freien Aktionären selten, wenn sie auf den Eigennutz der Großaktionäre und Vorstände setzen. Denn diese verdienen nur, wenn WCM und damit die Kleinaktionäre auch verdienen. Die Steuerfreiheit der Gewinne ist dabei für die Gesellschaft und die Aktionäre ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Auch wenn es um Übernahmen geht, die mit WCM-Aktien bezahlt werden könnten. Ich habe mir jedenfalls einige WCM-Aktien ins Depot gelegt und werde den Wert auf meine Empfehlungsliste setzen.
WCM und das dritte Leben
Im Dezember 2014 fiel dann der Startschuss, die erste großangelegte Kapitalerhöhung wurde in Angriff genommen und zu 1,30 EUR betrieb das Unternehmen seine Wiederauferstehung. Künftig wird man sich allerdings weder an Wohnimmobilien versuchen, noch an Firmenbeteiligungen, der neue Fokus liegt im Bereich der Gewerbe- und Einzelhandelsimmobilien. Hier erkennt WCM noch einen erheblichen Nachholbedarf in Deutschland und lukrative Investmentperspektiven. Denn die Steuerfreiheit der Gewinne bringt ja nur etwas, wenn zuvor auch Gewinne erwirtschaftet wurden. Und wie man Ehlerding kennt, dürfen diese Gewinne ruhig üppig ausfallen. Ehlerding und weitere Betuchte zogen bei der Kapitalerhöhung voll mit und nicht nur das: sie brachten auch eigenes Immobilienvermögen mit ein und dieses wurde gegen WCM Aktien getauscht, wobei diese mit 2,70 EUR bewertet wurden. Also mehr als doppelt so hoch, wie damals der Aktienkurs notierte, aber entsprechend einem Wertgutachten, das eben die Verlustvorträge mit diesem Wert ansetze. Ein großer Vertrauensbeweis Ehlerdings in "seine" neue WCM und ein Signal an alle potenziellen Investoren, sich die WCM mal wieder ernsthaft anzusehen.
Frisches Personal, frische Ideen
Zur operativen Umsetzung der Pläne wurde mit Stavros Efremidis ein absoluter Immobilienprofi ins Boot geholt. Dieser hatte einst die KWG Kommunale Wohnen AG mit Werten gefüllt, und als diese dann von der österreichischen conwert übernommen wurde, freute sich auch KWG-Großaktionär Karl Ehlerding. Aus dieser Verbindung heraus heuerte dann Efremidis bei WCM an und brachte gleich noch zwei Kollegen für die zweite Managementebene mit. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele, denn immerhin will man aus dem Stand ein Immobilienportfolio von 1 Milliarde Euro aufbauen.
Und die Einkaufstour begann...
Zunächst wurden im März drei Gewerbeimmobilien von GE Real Estate erworben im Rahmen eines Share Deals für einen Kaufpreis von 64 Mio. EUR. Die Finanzierung des Erwerbs von 94,9% an den jeweiligen Objektgesellschaften erfolgte durch Mittel aus der erfolgreichen Barkapitalerhöhung sowie durch ein Bankdarlehen. Der Erwerb der drei Büroimmobilien sowie einer Industrieimmobilie in Bremerhaven, der bereits im Dezember 2014 abgeschlossen wurde, führen bei der WCM AG zu Mieteinnahmen von etwa 5,9 Mio. EUR im Jahr.
Im April wurde dann eine Büroimmobilie in Berlin Mitte zugekauft. Der Nettokaufpreis beträgt 22 Mio. EUR, bzw. rund 2.290 EUR pro qm. Der Vollzug der Transaktion wird für August 2015 erwartet.
Nur wenige Tage später sicherte sich WCM durch eine vorvertragliche Vereinbarung den Erwerb eines Gewerbeportfolios von 16 Objekten mit einer Mietfläche von insgesamt circa 88.500 qm, die sich hälftig im Rhein-Main-Gebiet und in Dresden befinden. Die Miet-Anfangsrendite auf den Nettokaufpreis von 116 Mio. EUR beträgt 8%, der Vermietungsstand liegt derzeit bei rund 91% und die durchschnittliche Restmietlaufzeit beträgt 5 Jahre. Der Vollzug dieser Transaktion ist für Oktober 2015 vorgesehen.
Und am Dienstag wurde ein Portfolio bestehend aus Einzelhandelsimmobilien mit 29 EDEKA-Supermärkten übernommen für einen Nettokaufpreis von 95 Mio. EUR. Die Mietanfangsrendite liegt bei 7% und die Mietvertragslaufzeit beträgt 15 Jahre.
Mit diesen Maßnahmen hat WCM sein Gesamtportfolio innerhalb weniger Tage auf 315 Mio. EUR verdreifacht und seine Mieteinnahmen auf 24 Mio. EUR pro Jahr. Und ist dem Ziel eines Bestandes von 1 Milliarde Euro mit Riesenschritten näher gekommen.
Starkes Wachstum braucht frisches Kapital
Der Aktienkurs hat diese Erfolge kräftig honoriert und die Aktie notiert aktuell bei 2,55 EUR, also etwa doppelt so hoch, wie zur Kapitalerhöhung im Dezember. Und da sind wir beim Stichwort: Kapitalerhöhung. Denn das rasante Wachstum kann WCM nicht mit Bordmitteln bestreiten und auch nicht alleine über Bankdarlehen. Das war von vornherein klar und wird seit dem Neustart auch regelmäßig so kommuniziert vom Vorstand. Die Aktionäre dürfen sich bei der anstehenden Hauptversammlung also nicht nur auf Äußerungen zur weiteren Wachstumsstrategie freuen, sondern auch auf Details zu einer deutlichen Kapitalerhöhung. Das dürfte jedoch kaum jemanden schrecken, nach einer Kursverdopplung in weniger als einem halben Jahr. Vor allem, weil es keine Kapitalerhöhung "auf blauen Dunst" sein wird, sondern ja konkrete Projekte damit finanziert werden sollen. Und genehmigt hatte bereits die Hauptversammlung im Dezember ein mehr als ausreichendes Kapital, von dem der Vorstand jetzt "nur" Gebrauch machen muss. Alles wussten schon damals, worauf sie sich einlassen. Und es läuft prächtig...
Dank riesiger Verlustvorträge winken steuerfreie Gewinne
Die erzielten Anfangsrenditen sind jedenfalls attraktiv und lassen vermuten, dass es bald Gewinne geben wird, die den hohen Verlustvortrag von rund 272 Mio. EUR bei der Körperschaftssteuer und 250 Mio. EUR bei der Gewerbesteuer abzuschmelzen beginnen. Und dann gibt es noch ein steuerliches Einlagenkonto von 1,3 Mrd. EUR, das für die zukünftigen Dividenden in Anspruch genommen werden kann. Was bedeutet, dass diese an die Aktionäre ohne Steuerabzug ausgekehrt werden - und erst beim Verkauf der Aktien mit zu versteuern sind (der Einstiegskurs wird um die Dividendenzahlungen reduziert). Und Dividenden, die will WCM künftig ausschütten, das hat Ehlerding von Anfang an klar gemacht. Die erste Ausschüttung dürfen die Aktionäre für das Geschäftsjahr 2015 erwarten, also im Jahr 2016. Und wenn WCM in diesem Tempo weiter macht, dann ist man dem Ziel eines Immobilienbestands von 1 Milliarde Euro bis dahin noch sehr viel näher gekommen.
WCM ist eine Turnaround-Spekulation wert
WCM ist eine Spekulation auf das Gespür des Milliardärs Karl Ehlerding und auf das Können des Vorstandschefs Stavros Efremidis, weitere Werte für die Aktionäre zu schaffen. Beide sind signifikant an WCM beteiligt und Efremidis hält noch Optionen, die mit steigenden Aktienkursen immer mehr Wert werden. Und es schadet freien Aktionären selten, wenn sie auf den Eigennutz der Großaktionäre und Vorstände setzen. Denn diese verdienen nur, wenn WCM und damit die Kleinaktionäre auch verdienen. Die Steuerfreiheit der Gewinne ist dabei für die Gesellschaft und die Aktionäre ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Auch wenn es um Übernahmen geht, die mit WCM-Aktien bezahlt werden könnten. Ich habe mir jedenfalls einige WCM-Aktien ins Depot gelegt und werde den Wert auf meine Empfehlungsliste setzen.
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Montag, 28. Januar 2013
AdCapital: steuerfreie Rendite von 50%. Und dann?
Die Beteiligungsgesellschaft AdCapital ist schon etwas Besonderes auf deutschen Kurszetteln, denn sie wird ihrer Aktionäre am 10. Februar mit einer Sonderausschüttung in Höhe von 6,23 EUR beglücken - je Aktie und das auch noch steuerfrei!
Das ist seit längerem bekannt und die notwendigen Beschlüsse hat die Hauptversammlung längst durchgewunken. Die Gründe liegen in einem Strategiewechsel hin zu einer Beteiligungsholding, die sich auf den langfristigen Fokus orientiert und gezielt in das bestehende Beteiligungsportfolio investieren möchte, anstatt wie bisher große Mengen liquider Mittel in der Vemögensverwaltung, also kurz- und mittelfristigen Anlagen, einzusetzen. Nach Durchführung der Sonderausschüttung will AdCapital noch rund 50 Mio. EUR in der Liquiditätsreserve haben, um das Portfolio verstärken und ausbauen zu können.
Interessant wird das Ganze für Aktionäre, weil einerseits Beteiligungsgesellschaften inzwischen den seit Jahrzehnten üblichen "Konglomeratsabschlag" abgebaut haben und viele nahe am oder inzwischen über ihrem inneren Wert notieren. Beteiligungsgesellschaften sind "in", weil sich bei Veräußerungen gezeigt hat, welch enorme stille Bewertungsreserven teilweise in den Bilanzen schlummern. So hat sich etwa Aurelius mit den Verkäufen der Consinto und der Schabmüller 2012 eine goldene Nase verdient und wird die Aktionäre mit Rekorddividende und zusätzlicher Sonderausschüttung verwöhnen. Aber auch MBB Industries feiert einen Rekord nach dem anderen, sowohl bei Umsatz, als auch bei Gewinn und Aktienkurs, nachdem man die Claas Fertigungstechnik übernommen hat und den Umsatz schlicht verdoppelte und die Gewinne verdreifachte. Und die Kursverläufe von Gesco oder der Shareholder Value AG lassen die Augen der investierten Aktionäre leuchten.
Bei AdCapital wird künftig der Fokus auf die Beteiligungen im Portfolio gelegt werden mit den Schwerpunktbranchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Die deutsche Wirtschaft läuft weiterhin rund, der Maschinenbau prosperiert und die Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft und der südlichen europäischen Ländern verdichten sich. Die neue Ausrichtung wird daher allenthalben als aussichtsreich und folgerichtig bewertet.
Doch was passiert am 10. Februar? Die Aktie wird dramatisch einbrechen, denn die ausgeschütteten 6,23 EUR werden den Aktionären auf ihrem Konto gutgeschrieben und gleichzeitig reduziert sich der Aktienkurs um denselben Betrag, den sog. Dividendenabschlag. Die Charttechnik wird also kollabieren und das Chartbild grausam aussehen. Doch wen juckt's? AdCapital ist ein MidCap mit einer niedrigen Marktkapitalisierung (aktuell rund 180 Mio. EUR und nach der Ausschüttung rund 90 Mio. EUR) und einem Streubesitz von 15,45%. Die Handelsumsätze in der Aktie sind entsprechend gering - selbst Anhänger der Charttechnik räumen ein, dass dies keine erfolgversprechenden Voraussetzungen für Chartanalysen sind.
Der Kurseinbruch wird jedenfalls für Aufmerksamkeit sorgen, es dürften einige Artikel hierzu erscheinen. Und während Focus Money im Januar meinte, man solle auf Kursgewinne vor der Ausschüttung setzen und die Aktien dann vor dem 10. Februar verkaufen, weil im Anschluss weitere Kursabschläge drohten, sehe ich die Aussichten für den Kurs eher genau umgekehrt. Viele Aktien holen nach einer Dividendenausschüttung schnell einen Gutteil des Abschlags wieder auf. Und dabei reden wir über die üblichen 2 bis 5 Prozent, die Aktien als Dividendenrendite durchschnittlich so abwerfen. Bei AdCapital wird der Abschlag sehr viel höher sein, nämlich rund 50 Prozent. Die Aktie wird also optisch billiger werden und derartige Einbrüche führen oft dazu, dass sich der Kurs schnell wieder erholt. Der Vorteil ist hier, dass der Abschlag ja steuerfrei erfolgte und die Aktionäre genauso viel Geld haben wie zuvor. Und im Anschluss wird AdCapital als das wahrgenommen werden, was es ist: eine Industrieholding mit erfolgreichen Mittelständlern in ihrem Beteiligungsportfolio, die einiges an Reserven versprechen.
Ich denke, ein Einstieg um die 12,50 EUR sollte sich langfristig auszahlen. Und bereits im Februar sollte ein (kleiner) Teil der Kursverluste aufgrund der steuerfreien Sonderausschüttung wieder aufgeholt werden können. Und behält AdCapital eine reguläre Dividendenausschüttung von 0,50 EUR bei, würde die bezogen auf den reduzierten Aktienkurs eine Dividendenrendite von knapp 8% bedeuten.
Interessant wird das Ganze für Aktionäre, weil einerseits Beteiligungsgesellschaften inzwischen den seit Jahrzehnten üblichen "Konglomeratsabschlag" abgebaut haben und viele nahe am oder inzwischen über ihrem inneren Wert notieren. Beteiligungsgesellschaften sind "in", weil sich bei Veräußerungen gezeigt hat, welch enorme stille Bewertungsreserven teilweise in den Bilanzen schlummern. So hat sich etwa Aurelius mit den Verkäufen der Consinto und der Schabmüller 2012 eine goldene Nase verdient und wird die Aktionäre mit Rekorddividende und zusätzlicher Sonderausschüttung verwöhnen. Aber auch MBB Industries feiert einen Rekord nach dem anderen, sowohl bei Umsatz, als auch bei Gewinn und Aktienkurs, nachdem man die Claas Fertigungstechnik übernommen hat und den Umsatz schlicht verdoppelte und die Gewinne verdreifachte. Und die Kursverläufe von Gesco oder der Shareholder Value AG lassen die Augen der investierten Aktionäre leuchten.
Bei AdCapital wird künftig der Fokus auf die Beteiligungen im Portfolio gelegt werden mit den Schwerpunktbranchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Die deutsche Wirtschaft läuft weiterhin rund, der Maschinenbau prosperiert und die Aussichten auf eine Erholung der Weltwirtschaft und der südlichen europäischen Ländern verdichten sich. Die neue Ausrichtung wird daher allenthalben als aussichtsreich und folgerichtig bewertet.
Doch was passiert am 10. Februar? Die Aktie wird dramatisch einbrechen, denn die ausgeschütteten 6,23 EUR werden den Aktionären auf ihrem Konto gutgeschrieben und gleichzeitig reduziert sich der Aktienkurs um denselben Betrag, den sog. Dividendenabschlag. Die Charttechnik wird also kollabieren und das Chartbild grausam aussehen. Doch wen juckt's? AdCapital ist ein MidCap mit einer niedrigen Marktkapitalisierung (aktuell rund 180 Mio. EUR und nach der Ausschüttung rund 90 Mio. EUR) und einem Streubesitz von 15,45%. Die Handelsumsätze in der Aktie sind entsprechend gering - selbst Anhänger der Charttechnik räumen ein, dass dies keine erfolgversprechenden Voraussetzungen für Chartanalysen sind.
Der Kurseinbruch wird jedenfalls für Aufmerksamkeit sorgen, es dürften einige Artikel hierzu erscheinen. Und während Focus Money im Januar meinte, man solle auf Kursgewinne vor der Ausschüttung setzen und die Aktien dann vor dem 10. Februar verkaufen, weil im Anschluss weitere Kursabschläge drohten, sehe ich die Aussichten für den Kurs eher genau umgekehrt. Viele Aktien holen nach einer Dividendenausschüttung schnell einen Gutteil des Abschlags wieder auf. Und dabei reden wir über die üblichen 2 bis 5 Prozent, die Aktien als Dividendenrendite durchschnittlich so abwerfen. Bei AdCapital wird der Abschlag sehr viel höher sein, nämlich rund 50 Prozent. Die Aktie wird also optisch billiger werden und derartige Einbrüche führen oft dazu, dass sich der Kurs schnell wieder erholt. Der Vorteil ist hier, dass der Abschlag ja steuerfrei erfolgte und die Aktionäre genauso viel Geld haben wie zuvor. Und im Anschluss wird AdCapital als das wahrgenommen werden, was es ist: eine Industrieholding mit erfolgreichen Mittelständlern in ihrem Beteiligungsportfolio, die einiges an Reserven versprechen.
Ich denke, ein Einstieg um die 12,50 EUR sollte sich langfristig auszahlen. Und bereits im Februar sollte ein (kleiner) Teil der Kursverluste aufgrund der steuerfreien Sonderausschüttung wieder aufgeholt werden können. Und behält AdCapital eine reguläre Dividendenausschüttung von 0,50 EUR bei, würde die bezogen auf den reduzierten Aktienkurs eine Dividendenrendite von knapp 8% bedeuten.
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Mittwoch, 10. Oktober 2012
Spinn-Offs: Ende der steuerlichen Benachteiligung deutscher Anleger
Spinn-Offs (Ausgründungen) können für Unternehmen ein Befreiungsschlag sein, sowohl für das Abspaltende wie auch das Abgespaltene. Kraft Foods hat es gerade vorgemacht und seine europäischen und Non-Food-Aktivitäten unter dem Kunstnamen "Mondelez International" ausgegliedert und so an die Börse gebracht. Vereinfacht gesagt, hat Kraft sich aufgeteilt und seine Aktionäre haben nun zwei Aktien im Depot - der Kurs der Kraft-Aktien sank entsprechend des Wertes der neuen Mondelez-Aktien.
Bei amerikanischen Unternehmen sind Spin-Offs keine Seltenheit, in Deutschland hingegen sind sie bisher eher nur vereinzelt anzutreffen. Allerdings wurde gerade der Spezialchemiehersteller Lanxess in den DAX aufgenommen, dabei ist das Unternehmen eine Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern, der 2005 seine siechende Chemie- und Polymersparte hier gebündelt und abgestoßen hatte. Seitdem hat sich einiges geändert und Lanxess sich zu einen ertrag- und margenstarken Unternehmen gewandelt, das mit der DAX-Aufnahme nun quasi den Ritterschlag erhalten hat. Und auch der DAX-Konzern Siemens liebäugelt nun mit einem Spinn-Off seiner Glühlampen-Tochter Osram, nachdem ein Verkauf und Börsengang mehrfach nicht zu Ende gebracht werden konnten.
Für deutsche Anleger sind Spin-Offs bisher allerdings mit Problemen behaftet, Steuerproblemen. Denn während bei deutschen Unternehmen die neuen Aktien einfach mit dem Anschaffungspreis von Null Euro ins Depot gebucht werden (und der Kurs des abgebenden Unternehmens entsprechend fällt), erfasste das Finanzamt Spin-Offs amerikanischer Unternehmen als Ertrag und verlangte auf die Einbuchung entsprechend 25% Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer). Und das, obwohl der Anleger keinen Vermögens- oder Ertragszuwachs hatte, den der Kurs des abspaltenden Unternehmens fiel ja um den Kurswert des angespaltenen Teils.
Diese die Realität verkennende und ignorante Benachteiligung soll nun mit dem Jahressteuergesetz 2013 beendet werden und zwar für alle Vorfälle ab dem 1. Januar 2013. Ein zum Anfang 2012 rückwirkendes Inkrafttreten haben die Banken ggü. der Bundesregierung erfolgreich verhindert, weil sie sich nicht in der Lage sehen, die rückwirkende Berechnung korrekt durchführen zu lassen. Ich lasse dieses Argument unserer ach so am Kundeninteresse ausgerichteten Banken mal kommentarlos stehen und hoffe, dass die Banker bei der Berechnung ihrer Boni genauso einfallsfreudig sein werden, wenn um das Nichtberechnenkönnen geht.
Tatsache ist, dass sich Spin-Offs in der Regel für die beteiligten Unternehmen und die Aktionäre auszahlen und ab 2013 kann dies der deutsche Anleger auch steuergefahrlos genießen. Erst beim Verkauf der Aktien muss der erzielte Kursgewinn dann ggf. versteuert werden.
Bei amerikanischen Unternehmen sind Spin-Offs keine Seltenheit, in Deutschland hingegen sind sie bisher eher nur vereinzelt anzutreffen. Allerdings wurde gerade der Spezialchemiehersteller Lanxess in den DAX aufgenommen, dabei ist das Unternehmen eine Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern, der 2005 seine siechende Chemie- und Polymersparte hier gebündelt und abgestoßen hatte. Seitdem hat sich einiges geändert und Lanxess sich zu einen ertrag- und margenstarken Unternehmen gewandelt, das mit der DAX-Aufnahme nun quasi den Ritterschlag erhalten hat. Und auch der DAX-Konzern Siemens liebäugelt nun mit einem Spinn-Off seiner Glühlampen-Tochter Osram, nachdem ein Verkauf und Börsengang mehrfach nicht zu Ende gebracht werden konnten.
Für deutsche Anleger sind Spin-Offs bisher allerdings mit Problemen behaftet, Steuerproblemen. Denn während bei deutschen Unternehmen die neuen Aktien einfach mit dem Anschaffungspreis von Null Euro ins Depot gebucht werden (und der Kurs des abgebenden Unternehmens entsprechend fällt), erfasste das Finanzamt Spin-Offs amerikanischer Unternehmen als Ertrag und verlangte auf die Einbuchung entsprechend 25% Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer). Und das, obwohl der Anleger keinen Vermögens- oder Ertragszuwachs hatte, den der Kurs des abspaltenden Unternehmens fiel ja um den Kurswert des angespaltenen Teils.
Diese die Realität verkennende und ignorante Benachteiligung soll nun mit dem Jahressteuergesetz 2013 beendet werden und zwar für alle Vorfälle ab dem 1. Januar 2013. Ein zum Anfang 2012 rückwirkendes Inkrafttreten haben die Banken ggü. der Bundesregierung erfolgreich verhindert, weil sie sich nicht in der Lage sehen, die rückwirkende Berechnung korrekt durchführen zu lassen. Ich lasse dieses Argument unserer ach so am Kundeninteresse ausgerichteten Banken mal kommentarlos stehen und hoffe, dass die Banker bei der Berechnung ihrer Boni genauso einfallsfreudig sein werden, wenn um das Nichtberechnenkönnen geht.
Tatsache ist, dass sich Spin-Offs in der Regel für die beteiligten Unternehmen und die Aktionäre auszahlen und ab 2013 kann dies der deutsche Anleger auch steuergefahrlos genießen. Erst beim Verkauf der Aktien muss der erzielte Kursgewinn dann ggf. versteuert werden.
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Montag, 30. April 2012
AdCapital: 50% Ausschüttung, steuerfrei
Die Beteiligungsgesellschaft AdCapital hat heute Details zu ihrer Neustrukturierung und den hierdurch frei werdenden Finanzmitteln mitgeteilt. Die bisherige Beteiligungs- und Asset-Management-Gesellschaft ist jetzt eine Industrieholding mit den Schwerpunktbranchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Das Unternehmen konzentriert sich in Zukunft darauf, seinen Beteiligungen mit seiner langjährigen Erfahrung bei der strategischen Entwicklung von Unternehmen zur Seite zu stehen, beispielsweise bei der Expansion oder Internationalisierung.
Durch diese Neuausrichtung wird Liquidität frei, die an die Aktionäre ausgezahlt werden soll. Der Aufsichtsrat beschloss, der Hauptversammlung eine Höhe der Ausschüttungen von 84,9 Mio. EUR vorzuschlagen. Dies entspricht 6,23 EUR je zum Bezug der Ausschüttung berechtigter Aktie. Ermöglicht wird die Ausschüttung in dieser Höhe durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung der Kapitalrücklage durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und eine sofortige Kapitalherabsetzung. Beide Beschlüsse, Kapitalerhöhung um 82 Mio. EUR und Kapitalherabsetzung um 85 Mio. EUR, werden am 22. Juni 2012 der Hauptversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Die Kapitalherabsetzung erfolgt dabei zum Zwecke der Rückzahlung von Teilen des Grundkapitals an die Aktionäre in Form der angekündigten Barausschüttung von 84,9 Mio. EUR.
Der Lohn der Mühen? Die Kapitalrückzahlung unterliegt, anders als eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn, nicht der Kapitalertragsteuer. Die Aktionäre erhalten die Ausschüttung von 6,23 EUR also steuerfrei!
Im Gegenzug werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 22. Juni 2012 vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 5,6 Millionen Euro nicht auszuschütten, sondern auf neue Rechnung vorzutragen. Was nichts anderes bedeutet, als dass die eigentlich anstehende Dividende von 0,50 EUR je Aktie für dieses Jahr entfallen wird als "Tausch" gegen die 6,23 EUR aus der Sonderausschüttung.
Einziger Wermutstropfen: während die Dividende bereits im Juni 2012 fällig gewesen wäre, darf die Sonderausschüttung erst 6 Monate nach Eintragung der Kapitalherabsetzung vorgenommen werden. Also voraussichtlich im Februar 2013.
Geht man vom heutigen Kurs von gut 12 EUR aus, wird die Sonderausschüttung also eine Rendite von 50% abwerfen. Da diese sich im Kurs niederschlagen wird, wäre die Aktie "ex" mithin noch etwa 5,75 EUR teuer - und wird die bisherige Dividendenzahlung von 0,50 EUR dann ab dem Geschäftsjahr 2012 wieder aufgenommen, betrüge die Dividendenrendite stolze 8,7%.
Die Neuausrichtung hin zu einem Beteiligungsunternehmen wie Gesco oder Indus verspricht einiges an Potenzial und die Auschüttung sowie die zu erwartende Dividendenrendite ab dem Geschäftsjahr 2013 sind weitere Argumente für die AdCapital-Aktie - jendenfalls für Anleger mit mittel- und langfristigem Anlagehorizont.
Der Lohn der Mühen? Die Kapitalrückzahlung unterliegt, anders als eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn, nicht der Kapitalertragsteuer. Die Aktionäre erhalten die Ausschüttung von 6,23 EUR also steuerfrei!
Im Gegenzug werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 22. Juni 2012 vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 5,6 Millionen Euro nicht auszuschütten, sondern auf neue Rechnung vorzutragen. Was nichts anderes bedeutet, als dass die eigentlich anstehende Dividende von 0,50 EUR je Aktie für dieses Jahr entfallen wird als "Tausch" gegen die 6,23 EUR aus der Sonderausschüttung.
Einziger Wermutstropfen: während die Dividende bereits im Juni 2012 fällig gewesen wäre, darf die Sonderausschüttung erst 6 Monate nach Eintragung der Kapitalherabsetzung vorgenommen werden. Also voraussichtlich im Februar 2013.
Geht man vom heutigen Kurs von gut 12 EUR aus, wird die Sonderausschüttung also eine Rendite von 50% abwerfen. Da diese sich im Kurs niederschlagen wird, wäre die Aktie "ex" mithin noch etwa 5,75 EUR teuer - und wird die bisherige Dividendenzahlung von 0,50 EUR dann ab dem Geschäftsjahr 2012 wieder aufgenommen, betrüge die Dividendenrendite stolze 8,7%.
Die Neuausrichtung hin zu einem Beteiligungsunternehmen wie Gesco oder Indus verspricht einiges an Potenzial und die Auschüttung sowie die zu erwartende Dividendenrendite ab dem Geschäftsjahr 2013 sind weitere Argumente für die AdCapital-Aktie - jendenfalls für Anleger mit mittel- und langfristigem Anlagehorizont.
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