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Mittwoch, 1. Juni 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im Mai

Der Mai begann erneut schwach, doch zum Ende schloss er versöhnlich. Am Markt weicht die Angst vor einem heftigen Überdrehen der Zinsschraube durch die US-Notenbank, weil der Preisdruck etwas nachlässt, die Konjunktur schwächelt, China seinen Lockdown in Shanghai lockert und damit die Störungen der Lieferketten langsam entwirrt werden. Gleichzeitig trifft man fast nur noch auf Pessimisten, die ellenlange Erklärungen dafür haben, dass alles nur noch schlimmer werden kann. Viel schlimmer. Dazu passt, dass die professionellen Fondsmanager mehr Bargeld horten als in den letzten 20 Jahren zuvor. Doch wie sagte schon André Kostoalany: "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief". Aber was könnte schiefgehen? Richtig, die Rezession wird abgeblasen, der Börsencrash bleibt aus und die Aktienkurse beginnen einfach wieder zu steigen. Vielleicht sogar (schon) die niedergeknüppelten High-Growth-Werte. Also nix da mit "Sell in may", der Spruch ist ohnehin renditeschädlich.

Und bisher ist ja auch kaum was passiert. Die Earnings Season offenbarte, dass die Unternehmen noch immer gut verdienen; -1 % ggü. Q1/21, allerdings -14 % ggü. Q4/2021. Die Dividendenausschüttungen sind auf Rekordniveau. Optimismus? Fehlanzeige. Beim Blick nach vorn herrscht Tristesse, es werden sorgenvolle Minen aufgesetzt. Doch wie lehrte uns Börsenlegende Sir John Templeton: "Die Zeiten des größten Pessimismus sind die besten Zeiten, um zu kaufen und die Zeiten des äußersten Optimismus sind die besten Zeiten, um zu verkaufen".

Für die meisten Anleger stellt sich die Frage, ob jetzt (schon) die beste Zeit ist, um mit Aktien wieder ordentlich Geld zu verdienen. Doch das ist die falsche Frage. Die (einzig) richtige Frage lautet, an welchen großartigen Unternehmen man jetzt beteiligt sein sollte. Und davon gibt es einige...

Montag, 4. April 2022

Kissigs Investor-Update Q1/22 mit Funkwerk, Energiekontor, PNE, Costco, SBF, Berkshire Hathaway, Mutares, Microsoft, Nynomic, Netfonds und FS KKR Capital

Mein Investor-Update zum Ende des 1. Quartals '22

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Mittwoch, 5. Januar 2022

Kissigs Investor-Update Q4/21 mit Funkwerk, KKR, Apollo Global Management, Energiekontor, Netfonds, Nynmoic, Costco, Mutares, SBF, Corestate Capital

Mein Investor-Update zum Ende des 4. Quartals '21

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Montag, 3. Januar 2022

Kissigs Nebenwertefavoriten für 2022: Corestate Capital, Funkwerk, Netfonds, PNE, SBF

Ich investiere ja gerne in Nebenwerte, weil hier eine Überperformance erzielbar ist ggü. Blue Chips. Das zeigt sich auch an der langfristigen Performance von SDAX und MDAX, die den DAX meilenweit abhängen.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass alle heutigen DAX- oder DOW-Werte mal als kleine Unternehmen angefangen haben und es ihre herausragende Entwicklung war, die sie erst zu DAX-Werten heranwachsen ließ. Es lohnt sich daher, auf die erfolgreichsten Unternehmen von morgen zu setzen: mit meinen 2022er Nebenwertefavoriten Corestate Capital, Funkwerk, Netfonds, PNE und SBF.

Sonntag, 20. Oktober 2019

Die 42. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Steico, Wirecard

Die vergangene Börsenwoche brachte dem Deutschen Aktienindex DAX ein neues Jahreshoch, das er aber am Freitag nicht halten konnte. Und auch in den USA notieren die führenden Indizes Dow Jones und S&P 500 nur um wenige Prozentpunkte unterhalb ihrer vormaligen Allzeithochs.

Eigentlich sieht das nach Euphorie aus, doch davon ist wenig zu spüren. Immerhin gehen die Konjunkturindikatoren und Wirtschaftsdaten weiter in den Keller, so dass China mit nur noch 6% im dritten Quartal das niedrigste Wirtschaftswachstum seit 30 Jahren aufweist und auch von politischer Seite gibt es keine positiven Impulse.

Auffällig ist, dass Deutschlands Börsenunternehmen immer öfter in das Visier von aktivistischen Investoren geraten, die sich einkaufen und dann das Management unter Druck setzen, damit es das Unternehmen umstrukturiert und/oder Teile verkauft. Und auch die Zahl der Short-Attacken nimmt deutlich zu; Wirecard und Corestate Capital sind nur zwei Unternehmen, die es in der letzten Woche erwischt hat.

Sonntag, 24. Februar 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 8. Börsenwoche im Rückspiegel mit Berkshire Hathaway, Corestate Capital, Kraft Heinz, The Trade Desk

Momentan herrscht (politische) Ruhe an den Börsen. Vielleicht ist es auch nur eine trügerische Ruhe, aber man ist gewillt, extremes Agieren zu unterlassen.

Das gilt für die Großwetterlage, bei einzelnen Unternehmen fallen die Kursausschläge durchaus noch extrem aus, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen. Oder übererfüllen, auch das geschieht durchaus.

Wenn zum Beispiel The Tradedesk einen Raketenstart von 30% hinlegt, weil die sowieso schon hohen Erwartungen geradezu vaporisiert wurden, dann ist das schon extrem, egal in welcher Börsenphase. Und auch ich habe meine Freude an dem Kurssprung, denn obwohl der Wert nicht auf meiner Beobachtungsliste steht, habe ich ihn doch im Depot - indirekt über Stefan Waldhausers High Tech Stock-Picking-Wiki, in dem ich investiert bin, denn dort ist es die größte Position.

Auf der anderen Seite hat Warren Buffetts Berkshire Hathaway enttäuschende Zahlen vorgelegt. Jedenfalls auf den ersten Blick. Und das hat nicht nur mit dem miesen Ergebnis von Kraft Heinz Co. zu tun, einer seiner größten Beteiligungen. Er hatte aber auch zuvor schon deutlich nachgegeben. Es trennt sich weiterhin die Spreu vom Weizen und man kann durchaus erkennen, dass es in einigen Sektoren weiterhin ausgezeichnet läuft, während andere ihren Absturz fortsetzen. Zu diesen gehören die Automobilwerte und ihre Zulieferer oder auch die Modebranche. Gerade hier häufen sich Verluste und Insolvenzen und die vermeintlichen Schnäppchen werden schnell zur finanziellen Todesfalle.

Auch bei den Turnaroundwerten muss man aufpassen und sollte stets Warren Buffetts weise Worte im Hinterkopf behalten: "Turnarounds seldom turn". Und während meine Turnaroundwetten wie Teva Pharmaceuticals oder Bausch Health in der letzten Woche auch keine Freunde bereiteten, geben die US-Technologiewerte weiterhin den Ton an und ziehen die Märkte - und mein Depot - wieder nach oben...

Samstag, 16. Februar 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 7. Börsenwoche im Rückspiegel mit Arista, Aumann, Corning, IT Competence Group, MBB, McCormick, Navigator Equity, Teva, TTL Beteiligung

Es dominieren weiterhin Entspannungstendenzen an den Börsen, auch was die Gefühlslage angeht. Die Berichtssaison läuft auf vollen Touren und Unternehmen, die (vermeintlich) die hohen Erwartungen nicht erfüllen, werden hart abgestraft.

So traf es meine Turnaround-Spekulation Teva Pharmaceuticals mit einem zweistelligen Kurseinbruch, nachdem man mit den 2018er Zahlen und dem Ausblick auf 2019 nicht punkten konnte. Und doch... auf Wochensicht verbleibt auf Eurobasis lediglich ein Minus von 1,1%. Man könnte daraus schließen, dass immer weniger Marktteilnehmer Instinkt getrieben agieren und stattdessen wieder mehr Ratio das Börsengeschehen bestimmt. Könnte man, aber der eine oder andere Punkt spricht doch dagegen, dass die Panikzeiten wirklich ernsthaft definitiv abschließend hinter uns liegen (hab ich da noch was vergessen? Oh ja, ultimativ!)...

Freitag, 28. Dezember 2018

2018 im Rückspiegel: Rekord, Korrektur, Allzeithoch, Börsencrash - und ein Rekordminus

2018 lief nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Und mit diesem Fazit stehe ich vermutlich nicht allein. Mein Jahresausblick auf dieses Jahr lautete "2018 laufen die Börsen weiter. Soweit die Kurse tragen..." und darin hatte ich die Erwartung geäußert, dass die Börsen gut ins Jahr 2018 starten würden, getragen von der US-Steuerreform und den daraus resultierenden höheren Gewinnen der US-Unternehmen.

Im Jahresverlauf hatte ich aufkommende Schwierigkeiten verortet bzgl. der anziehenden Inflation und der auch deshalb steigenden Zinsen in den USA, während es in der Eurozone keine Zinsanhebungen geben würde. Bzgl. der Immobilienpreise hatte ich steigende Mieten und Preise erwartet, bei den Rohstoffen ein anziehen der Preise aufgrund der guten Konjunktur und für Öl (WTI) hatte ich Preise zwischen 50 und 60 Dollar im Jahresmittel erwartet - was auch nicht wirklich daneben lag, auch wenn die Spitzen deutlich außerhalb dieses Bandes lagen und der Ölpreis nach Kursen von gut 75 Dollar im Jahresverlauf nun am Ende bei 45 Dollar notiert. Für Gold hatte ich nicht viel erwartet, was auch so eingetreten ist. Absolut gesehen jedenfalls; relativ betrachtet wäre man mit Gold und Geld in 2018 besser gefahren als mit Aktieninvestments, das steht nun fest. Für Banken war ich sehr negativ eingestellt und was die deutschen/europäischen Banken angeht, lag ich völlig richtig. Die US-Banken stehen hingegen prächtig dar, das habe ich so nicht erwartet bzw. nicht wirklich auf dem Schirm gehabt. Und der große Einbruch bei Anleihen blieb bisher auch aus, trotz der anziehenden Zinsen. Das Damoklesschwert in den Bilanzen der Banken und Versicherungen (und der EZB) schwebt aber weiterhin latent über uns... Und dann war da noch meine Prognose für Bitcoins und Kryptowährungen, die lautete: "Diese Blase wird platzen und eine Reihe von Kryptowährungen in den Abgrund reißen. Zuvor dürften aber noch eine Reihe von Bitcoin-Börsen gehackt werden und/oder einfach ihre Kunden/Anleger abzocken und auch so für Ernüchterung sorgen". Geradezu prophetisch richtig lag ich hier.

Tja, alles irgendwie ziemlich gut getroffen. Und am Ende habe ich doch kräftige Kursverluste einstecken müssen dank der Korrektur im vierten Quartal. Das betraf zunächst vor allem die deutschen Nebenwerte, während die US-Techwerte mein Depot über Wasser hielten. Aber dieser Zwischenstand erwies sich als trügerisch, wie die letzten Wochen zeigten...

Freitag, 14. September 2018

Immobilienwerte rotieren: Corestate Capital, DIC Asset, Patrizia, TTL Beteiligung

Auf meiner Beobachtungsliste habe ich einige Immobilienwerte und hier gab es in den letzten Wochen einige Bewegung, über die ich kurz berichten möchte. Insofern handelt es sich quasi um ein Branchen-Investor-Update.

Von Immobilien als Anlage bin ich nicht wirklich begeistert und der langfristige Wertzuwachs ist mau. Klar, in den letzten paar Jahren steigen die Preise rasant, jedenfalls in den deutschen Metropolen., und das verklärt den Blick auf den längeren Zeithorizont. So haben die Immobilienpreise in Deutschland gerade erst wieder den Wert erreicht, den sie 1970 hatten. Ich bin nicht beeindruckt.

Insofern habe ich seit jeher nicht auf Bestandshalter von Immobilien gesetzt; und wenn doch, dann eher im Gewerbebereich (wie WCM). Des Weiteren hat es mir das Geschäftsmodell der Asset Manager angetan, weil diese überwiegend fremder Leute Geld investieren und dafür stetige Provisionen kassieren. Über Co-Investments sind sie aber auch direkt mit einem kleinen Anteil am Erfolg beteiligt. In Zeiten von Magerzinsen herrschen für Asset Manager geradezu paradiesische Zustände.

Ich habe mich daher in den letzten Jahren bei Werten wie Corestate Capital, DIC Asset, Patrizia und TTL Beteiligungs -und Grundbesitz eingekauft. Aber nicht alle meine Überlegungen sind so eingetroffen oder haben die Zeit überdauert. Daher habe ich meinen jeweiligen Investmentcase überprüft und das hat zu der einen oder anderen Konsequenz geführt...

Dienstag, 15. Mai 2018

Legt Corestate Capital mit soliden Zahlen den Grundstein für den nächsten Kursschub?

Lange währt die Geschichte des niederländischen Immobilien-Asset Managers Corestate Capital Holding SA (WKN: A141J3) mit Sitz in Luxemburg an der Börse noch nicht: erst im Herbst 2016 kam das Unternehmen, das sich selbst als "voll integrierter Investmentmanager und Co-Investor" bezeichnet, an die Börse. Und es war damals eher ein Stolpern und auch erst im zweiten Anlauf wurde man ein paar seiner Aktien zum reduzierten Emissionspreis los und schleppte sich mit 17 Euro auf's Parkett. Um so rasanter dann die Unternehmens- und Kursentwicklung, die Corestate Capital innerhalb kürzester Zeit immerhin schon in den SDAX geführt hat und den Kurs in der Spitze bis auf über 50 Euro mehr als verdreifachte.

In dieser Zeit konnten das verwaltet Anlagevermögen (Assets under Management, AuM) von damals 2,5 Mrd. Euro auf aktuell 22 Mrd. Euro fast verzehnfacht werden. Dabei halfen die drei großen Übernahmen der Hannover Leasing, der Helvetic Financial Service und der ATOS Capital und man ist weiter auf der Suche nach weiteren Übernahmezielen. Hierzu hatte Corestate Capital in den letzten Monaten eine Kapitalerhöhung durchgeführt sowie einer 300-Mio-Euro Wandelschuldverschreibung. Gut 200 Mio. Euro davon wurden allerdings bereits ausgegeben und zwar zur Tilgung teurerer Verbindlichkeiten, wie u.a. einer Zwischenfinanzierung, die für die Übernahme der HFS genutzt worden war. So entlastet Corestate Capital erheblich sein Finanzergebnis, was in den nächsten Jahren die Gewinne dauerhaft erhöht.

Und nun gab es Zahlen zum ersten Quartal 2018 und die Anleger schauten auch darauf, ob es denn Neues hinsichtlich der ersehnten weiteren Übernahmen gab...

Dienstag, 9. Januar 2018

Aurelius, Corestate Capital, Deutsche Beteiligung und Muehlhan punkten mit Übernahmen

Zum Jahresstart gibt es gleich bei mehreren Unternehmen positive Nachrichten auf der Akquisitionsseite zu vermelden.

▶ Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA
Conaxess Trade ist ein exklusiver Distributor von Fast Moving Consumer Goods (FMCG) für den großflächigen europäischen Einzelhandel und gehört seit 2016 zu Aurelius. Conaxess beschäftigt in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland, Österreich sowie der Schweiz insgesamt rund 500 Mitarbeiter und erreicht als exklusiver Distributor von FMCG mehr als 130 Mio. Endverbraucher. Nun erwirbt Conaxess die Galleberg AS, einen in Norwegen führenden Distributor von Markenartikeln für Lebensmittel- und Gemischtwarenläden sowie für Gastronomie (HoReCa) und Reformhäuser und verdoppelt mit dieser Add-on-Akquisition in etwa den Jahresumsatz der Conaxess Trade Group in Norwegen auf mehr als 45 Mio. Euro. Die deutliche Ausweitung des FMCG-Angebots und Nutzung neuer Vertriebskanäle in Kombination mit einer starken Sales-Mannschaft soll den Marktanteil von Conaxess in Norwegen erhöhen. Olaf J. Styrmoe, bisheriger Eigentümer und Vorstandsvorsitzender von Galleberg, wird Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtunternehmens und bringt dabei seine Erfahrung im Umgang mit Markeninhabern und Kunden ein. Über den Kaufpreis der Transaktion wurde, wie üblich, Stillschweigen vereinbart.

Dienstag, 2. Januar 2018

2018 laufen die Börsen weiter. Soweit die Kurse tragen...

In meinem Jahresrückblick "2017 im Rückspiegel: Was trumpelt so laut durch Nacht und Wind..." habe ich mich mit den Entwicklungen des letzten Jahres befasst und dieser Jahresausblick auf 2018 schließt hier nahtlos an.

Nach einer Reihe von Allzeithochs bei weltweit führenden Aktienindizes wie Dow Jones, S&P 500, NASDAQ, DAX, MDAX, und vielen mehr dürfte auch 2018 eher positiv starten, denn die Haupttriebfeder der steigenden Aktienkurse sind niedrige Zinsen und die Aussicht auf höhere Unternehmensgewinne. Und gerade letztere schüren die Phantasie, denn Donald Trump hat nach mehr als einem Jahr im Amt seinen ersten großen Erfolg feiern können: die große und lang angekündigte Steuerreform.

Und die ändert einiges. Vor allem die Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% wird sich sehr positiv auf die Gewinne der US-Unternehmen auswirken. Denn wenn die Steuerbelastung sinkt, steigt der Jahresgewinn  und entsprechend der Gewinn je Aktie. Ein höheres EPS erzeugt ein niedrigeres KGV und wenn die Unternehmensgewinne durchschnittlich zwischen 15% und 20% ansteigen, haben die Bewertungen der Aktien wieder mehr Luft nach oben. Also die Kurse.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Investor-Update: m-u-t, Naspers, Navigator Equity Solutions, Tencent, Vectron Systems

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Jahresendrallye ist in vollem Gange. Partiell...
Er hat es getan, wirklich: Donald Trump hat sein erstes Reformprojekt in die Tat umgesetzt und seine Unterschrift unter die US-Steuerreform gesetzt. Die wird gravierende Auswirkungen haben und vor allem Reiche Amerikaner und US-Unternehmen entlasten. Insbesondere die Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% dürfte sich auf viele Unternehmen positiv auswirken, während die Senkung der Einkommensteuersätze die Inlandsnachfrage ankurbeln und so ebenfalls bei den Unternehmen für mehr Umsatz - und Gewinn - sorgen dürfte. Alleine für Berkshire Hathaway wird der positive Effekt auf das Jahresergebnis mit rund 15% angegeben.

So gewichtig die steuerlichen Auswirkungen auch sind, so unsinniger wäre es, seine Aktieninvestments nur danach auszurichten. Denn die Unternehmen werden sich anpassen und auch die übrige Staaten dieser Welt werden die USA nicht als alleiniges Unternehmenssteuerparadies davonkommen lassen. Und so habe ich bei meinen Depotveränderungen auch weniger auf die steuerlichen Aspekte geachtet, als vielmehr meine Position dahingehend abgeklopft, ob sie für 2018 aussichtsreich erscheinen und nach ihrer Positionsgröße untereinander. Es gab also eine Art Revision meines Depots. Zunächst schauen wir aber auf die allgemeine Marktstimmung...

Freitag, 8. Dezember 2017

Zinsen, Inflation: Was bedeutet die Entwicklung für Asset-Manager wie Corestate Capital, Deutsche Beteiligungs AG, DIC Asset, Ernst Russ, MPC Capital und PEH Wertpapier?

Asset Manager legen im Auftrag ihrer Kunden Geld an, überwiegend für institutionelle Investoren wie Family Offices, Versicherungen, Pensionsfonds. Eine Reihe von ihnen bietet seine Dienstleistungen allerdings auch Privatkunden an, gerne über Fonds. Und diese Unternehmen hatten die letzten Jahre regen Zulauf, sie konnten ihre Assets under Management (AuM), also das von ihnen verwaltete Vermögen erheblich ausweiten. Was nicht zuletzt am immer weiter fallenden Zinsniveau in der Eurozone lag, das die Jagd auf Rendite immer mehr verschärfte. Im Zuge der Niedrigzinsphase kamen und kommen auch zunehmend "Bastionen der Sicherheit" in immer ärgere Bedrängnis, wie Versicherungen und Bausparkassen. Von Banken ganz zu schweigen, denen ist das Kerngeschäft komplett weggebrochen da ihre Zinsmarge immer weiter zusammenschrumpft. Ich hatte neulich wieder einmal ein längeres Gespräch mit dem Vorstand unserer örtlichen Sparkasse, bei dem es neben dem unerfreulichen Thema Filialschließungen auch um die aktuellen Entwicklungen an Finanz- und Geldmärkten ging. Insbesondere das anhaltende Niedrigzinsniveau und die neuen regulatorischen Vorgaben (Basel III) haben die Sorgenfalten nicht verringert in den letzten Monaten. Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nicht viel ändern...

Sonntag, 3. Dezember 2017

Investor-Update: Amazon, Blue Cap, Corestate Capital, Deutsche Rohstoff AG, Ernst Russ, JDC Group, m-u-t, Navigator Equity Solutions

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Alles blickt auf Amerika
Es bewegt sich nicht viel an den Märkten, die Börsen schwanken so vor sich hin. Allerdings vollzieht sich die letzten Tage eine Wende weg von High Tech-Titeln hin zu Finanzwerten. Das dürfte mit Trumps angekündigter großen Steuerreform zusammenhängen, die nun auch die zweite Hürde genommen hat - nun müssen beide Kammern des Kongresses einigen, damit Trump das gesetzt am Ende unterschreiben kann. Da beide Kammern von den Republikanern dominiert werden, sollte dies keine unüberwindliche Hürde mehr sein.

Die USA senken nicht nur die Steuern, insbesondere die Körperschaftssteuer von 35% auf 20%, sondern sie vollziehen einen dramatische Wende in der globalen Besteuerung. Zwar nur bezogen auf die USA, aber als stärkste Wirtschaftsmacht hat dies natürlich für alle Länder auf der Welt Konsequenzen. Abgesehen mal von Nord-Korea, mit denen ja irgendwie keiner mehr Handel betreibt, außer China. Und auch die fahren das erheblich zurück. Und die Auswirkungen dieses "neuen Zeitalters der Besteuerung" sind bisher kaum absehbar...

Sonntag, 26. November 2017

Investor-Update: Amazon, Blue Cap, Corestate Capital, m-u-t, Navigator Equity Soultions, Opera Software ASA, PEH Wertpapier

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Panik nach Jamaika-Aus... bleibt aus
Lethargisch, so kann man den Marktverlauf beschreiben, oder stoisch gelassen, wenn man es denn positiv betrachten möchte. Nachdem die FDP-Boygroup Lindner/Kubicki sich einer möglichen "Jamaika-Konstellation" wohl aus Angst vor der Verantwortung entzogen hat, schien große Ungewissheit aufzuziehen. Doch bereits im Tagesverlauf des Montagshandels war klar, dass die Börse dem Ganzen keine große Bedeutung beimisst. Schließlich gibt es ja weitere Optionen/Konstellationen jenseits Jamaika und jenseits einer - wohl so gar kein anderes Ergebnis bringenden - Neuwahl. Und so wird wieder sondiert, ob es denn eine Unions-Minderheitsregierung geben wird, oder eine Schwarz-Grüne Minderheitsregierung oder, und das scheint am Wahrscheinlichsten, eine Fortsetzung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD. Unter veränderten Rahmenbedingungen. Politik eben und politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine...

Freitag, 17. November 2017

Corestate Capital vs. Patrizia: Wer punktet im Duell der Immobilien-Asset-Manager?

Corestate Capital und Patrizia sind zwei börsennotierte Immobilien-Asset-Manager, die beide eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des sehr zersplitterten Marktes spielen. Im letzten Jahr wäre ein direkter Vergleich fast noch undenkbar gewesen, waren doch die Größenverhältnisse sehr weit auseinander. So hatte Patrizia rund 20 Mrd. Euro Assets under Management (AuM), während Corestate mit rund 2,5 Mrd. Euro AuM seine Börsenreise begann. Doch Corestate holte mit Riesenschritten auf und wird dank der Übernahmen der Hannover Leasing, der Helvetic Financial Services und der ATOS Capital zum Jahresende 2017 etwa 22 Mrd. AuM betreuen, während Patrizia insbesondere durch die Übernahme von TRIUVA, dem IVG-Immobilienfonds-Manager, dann knapp 30 Mrd. AuM erreichen wird. Angesichts des neuen Kräfteverhältnisses ist absehbar, dass sich beide künftig öfter bei weiteren Übernahmen als Konkurrenten gegenüberstehen dürften. Scheint also ein guter Zeitpunkt zu sein, nach einem Favoriten Ausschau zu halten...

Samstag, 30. September 2017

Investor-Update: Blue Cap, Burberry, Corestate Capital, Deutsche Telekom, Goldman Sachs BDC, Greiffenberger, Hypoport, Publity, Rocket Internet, Softship

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

September bezaubert mit Traumfinale
Wir haben den September überstanden und entgegen der allgemeinen und überall verkündeten Meinung, es würde zu einem Crash kommen, weil der September ja der schlechteste Börsenmonat überhaupt sei, rannten die Kurse weiter nach oben. Aktienkurse haben kein Gedächtnis und wenn alle Marktteilnehmer der gleichen Meinung sind, dann haben sie sich auch im Vorfeld bereits entsprechend positioniert. Folgerichtig ist das erwartete Ereignis ausgeblieben. Für die Pessimisten noch schlimmer: die Aktienmärkte schlossen den September nahe an ihren Allzeithochs ab.

»Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.«
(André Kostolany)

So markierte der S&P 500 am Freitag ein neues Allzeithoch bei 2.518 Punkten, der Dow Jones bei 22.405 Punkten, der MDAX bei 26.012 Punkten und der DAX liegt nur knapp 40 Zähler unter seinem Allzeithoch von rund 22.880 Punkten. Und wir haben noch immer Niedrigst- und sogar Negativzinsen, so dass es gut möglich ist, dass das Geld der "schlauen" Investoren nun bald in die Aktienmärkte zurückkehrt und eine fette Herbstrallye auslöst. Jenseits aller Bedenken bzgl. der Bewertung der Aktienmärkte.

Samstag, 23. September 2017

Investor-Update: Corestate Capital, Ernst Russ, FinTech Group, JDC Group, Paul Hartmann

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Lust- und ereignislose Woche
In dieser Woche hat sich irgendwie nichts getan. Die FED hat die Zinsen nicht angehoben, aber eine Zinserhöhung angedeutet und den sukzessiven Ausstieg aus ihrem Anleihe-Ankaufprogramm. Wie erwartet. Der Französische Präsident Macron hat die angekündigte Arbeitsmarktreform auf den Weg gebracht. Wie erwartet. Trump will Nordkorea und den Iran in die Steinzeit zurückbomben. Wie erwartet. Die finden das beide nicht so gut und sich total missverstanden. Wie erwartet. Und meine Parteichefin Angela Merkel hat die Bundestagswahl gewonnen wird die Bundestagswahl gewinnen. Wie erwartet. Und der September-Crash ist (bisher) ausgeblieben. Wie erwartet, jedenfalls von mir. Von einer Vielzahl von Marktteilnehmern, ganz zu schweigen von den seit Monaten und Jahren warnenden Crashpropheten ala Marc Faber, allerdings nicht, die haben sich im Vorfeld schon aus dem Markt verabschiedet, zumindest teilweise. Naja, wenn alle schon verkauft haben und auf den Crash warten, wo soll der dann herkommen?

»An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil.«
(André Kostolany)

Also warten wir doch erstmal das Ende des Septembers ab, bevor wir ein Resümee ziehen. Auch wenn ich dabei bleibe, dass die Wahrscheinlichkeit eines Crashs nicht besonders hoch ist, ausgeschlossen ist sie nicht.

In meinem Depot hat sich in der letzten Woche nicht sooo viel getan. Aber ein bisschen was schon.

Dienstag, 12. September 2017

Kann Musterschüler Corestate Capital weiter punkten?

Der Immobilien-Asset Manager Corestate Capital Holding SA ist eine wahre Erfolgsgeschichte, seitdem man holprig an die Börse stolperte. Inzwischen hat man zwei große Übernahmen gestemmt und durch den Erwerb der Hannover Leasing und der Helvetic Financial Services die Assets under Management (AuM) per Ende Juli auf rund 20 Mrd. Euro vervielfacht und die jüngst vorgelegten Halbjahreszahlen lassen erahnen, wohin die Reise geht. Die Gesamtleistung betrug 48,6 Mio. Euro und lag damit um 116% über dem Vergleichswert aus dem ersten Halbjahr 2016. Der um Einmaleffekte im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen und M&A-Transaktionen bereinigte Konzernjahresüberschuss vervierfachte sich auf 22,8 Mio. Euro (H1 2016: 5,1 Mio. Euro). Dabei bilden diese Zahlen nur das organische Wachstum der Corestate ab, da die Effekte aus den zu Anfang Juli vollzogenen Akquisitionen der HL und der HFS noch nicht in den Halbjahreszahlen berücksichtigt sind.