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Mittwoch, 4. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 04.02.2000 gewann Vodafone die Schlacht um Mannesmann. Doch das damit größte Mobilfunkunternehmen der Welt war zu gierig...

Am 04.02.2000 gab der Aufsichtsrat der Mannesmann AG dem Druck nach und stimmte der Übernahme durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone zu. Damit ging ein erbittertes Ringen um Deutschlands führenden Mobilfunkanbieter zu Ende und hinterließ viele Besiegte und Verlierer. Selbst der vermeintliche Gewinner musste schnell erkennen, dass er sich überfressen hatte und kämpfte wenig später ums eigene Überleben. Die "New Economy" implodierte und mit ihr die Börsenkurse. Die Zeit des billigen Geldes war (erstmal) vorbei und "Leveraged Buyouts" erwiesen sich als Genickbrecher. Und auch für Vodafone wurde es richtig eng...

Mittwoch, 12. Juli 2023

Kissigs Aktien Report: Wunder oder Bluff? Die hohen Dividendenrenditen im Telekom-Sektor unter der Lupe

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 140 vom 07.07.2023

Dienstag, 21. September 2021

Kissigs Aktien Report: Family Affairs - Softbank tauscht Tochter T-Mobile gegen Mutter Deutsche Telekom

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 17. Juni 2021

Kissigs Portfoliocheck: T-Mobile US ist Andreas Halvorsens heißeste 5G-Wette

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 144. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cubs" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Andreas Halvorsen blieb auch im 1. Quartal 2021 seinem aktiven Stil treu und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 25% und zum Quartalsende hielt er 94 Positionen, darunter 28 neue in seinem nun $33,6 Mrd.schweren Depot. Mit gut 33% Anteil hat Halvorsen den Healthcare-Sektor noch etwas stärker gewichtet als bisher. Es folgen Technologiewerte mit 23,7% auf dem zweiten Platz vor Financial Services mit 16,4%, Communication Services mit 11,9$ und Industriewerten mit 8,2%.

Stärkste Auswirkung erzielte ein Bankentausch, den wir so auch schon seit längerer Zeit bei Warren Buffett beobachten konnten: Halvorsen hat sich neu bei der Bank of America eingekauft, während er bei JPMorgan Chase sein Aktienpaket beinahe vollständig veräußert hat. Komplett ausgestiegen ist er bei Walt Disney, American Express, Taiwan Semiconductor und Hilton Worldwide, während sich T-Mobile US zur viertgrößten Position gemausert hat. Damit liegt Halvorsen bisher wieder einmal sehr richtig...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Walt Disney auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 28. August 2020

Kissigs Aktien Report: Tower-REITS - Auf diese Türme kann man bauen!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 12. Aktien Reports (vom 14.08.20): "Tower-REITS: Auf diese Türme kann man bauen!"

Donnerstag, 20. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller goes Pink – mit T-Mobile

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 102. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Das 2. Quartal 2020 war für ihn insofern gleich doppelt ein Ausnahmequartal. Er bekannte Mitte Juni, er habe den Markt während der Corona-Pandemie völlig falsch eingeschätzt und in der starken Erholungsphase im April und Mai lediglich magere drei Prozent gutmachen können, während der Markt in dieser Zeit 40% gegenüber dem Tiefststand vom 23. März erzielte.

Er hat sein eigentlich stark fokussiertes Portfolio enorm umgekrempelt und kam auf eine Turnoverrate von 45%. Dabei hat er eine ganze Reihe von Positionen erheblich reduziert und unter den 72 Werten (Q1: 46) finden sich gleich 41 neue. Am stärksten reduziert hat er bei Amazon, Netflix und Facebook, während er Microsoft durch massives Aufstocken zu seiner neuen Nummer 1 gemacht hat. Neu im Depot sind JPMorgan Chase, Starbucks und T-Mobile, die sich gerade an AT&T vorbei auf Platz 2 der US-Telekomunternehmen hochgearbeitet haben...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Facebook, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 18. August 2020

Kissigs Aktien Report: Value Investing ist tot. Es lebe… Value Investing!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 11. Aktien Reports (vom 07.08.20): "Value Investing ist tot. Es lebe… Value Investing!"

Dienstag, 11. Februar 2020

Mutterglück: Genehmigung der Fusion von T-Mobile US und Sprint beflügelt auch Deutsche Telekom und Softbank Group

Fast zwei Jahre brauchte die Deutsche Telekom gebraucht, um im dritten Anlauf endlich den großen Wurf zu schaffen: das zuständige US-Gericht hat die Fusion der Nummer drei und vier der US-Telekomriesen, T-Mobile US und Sprint genehmigt und die Klagen einiger US-Bundesstaaten abgeschmettert. Mit "New T-Mobile" entsteht der drittgrößte Anbieter in den USA, der sich nun jedoch in Schlagdistanz begibt zu den Branchenführern Verizon und AT&T.

Für die beiden Muttergesellschaften Deutsche Telekom und Softbank Group ist die Entscheidung richtungweisend, denn sie versprechen sich hierdurch Synergieeffekte in Milliardenhöhe; vor allem die anstehenden großen Investitionen ins den Aufbau des neuen 5G-Netzes sind von dem Gemeinschaftsunternehmen viel leichter zu stemmen, als von beiden als Wettbewerber allein. Und für die Softbank Group bedeutet die Fusion, dass sie Sprint nicht mehr in ihrer Bilanz konsolidieren wird, so dass auch deren großer Schuldenberg aus der Softbank-Bilanz verschwindet. Für die eigenen Bilanzrelationen und die Bewertung ein neuer großer Pluspunkt. Also, good news for all - außer für Verizon und AT&T; dafür aber für die Anbieter von Sendemasteninfrastruktur, wie American Tower und Crown Castle...

Montag, 19. August 2019

Softbank Group im News-Flash. Und (fast) alle sind positiv. Aber der Kurs...

Der japanische Venture Capital-Spezialist Softbank Group ist zurzeit täglich in den Schlagzeilen und anders als bei vielen Click-Bait-Hülsen dreht es sich ganz überwiegend um relevante Informationen zum Unternehmern oder seinen Beteiligungen. Bzw. denen aus seinen beiden mehr als 100 Mrd. Dollar schweren Venture Capital Fonds, den sog. Vision Funds 1 und 2.

Dem Kurs sieht man die Nachrichtenflut momentan nicht wirklich an, der muss dem starken Anstieg seit Jahresanfang Tribut zollen und natürlich dem US-China-Handelskrieg und den schwächelnden Konjunkturdaten rund um den Globus. Aber Aktienkurs und Unternehmensentwicklung gehen nicht immer Hand in Hand, sondern können sich auch eine ganze Weile entgegengesetzt entwickeln. Was entweder Chance oder Risiken birgt für Anleger...

Freitag, 26. Juli 2019

Softbank Group in Jubelstimmung: Vision Funds 2 mit 108 Mrd. Dollar platziert und Okay für Fusion von Sprint und T-Mobile US

Die Softbank Group hat heute gleich doppelt was zu feiern. Schon am frühen Morgen konnte man bekanntgeben, dass der neue Venture Capital Fonds Vision Funds 2.0 mit 108 Mrd. Dollar starten wird und am Nachmittag bekam man die Genehmigung für die Fusion der US-Telefon-Tochter Sprint mit T-Mobile US. Zwar unter einigen Auflagen, aber im dritten Anlauf kam man nun endlich über die Ziellinie. Für Aktionäre der Softbank Group ist das ein Grund zu feiern. Nicht nur wegen des vier prozentigen Kursanstiegs, sondern wegen der positiven Aussichten...

Sonntag, 16. Juni 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 24. Börsenwoche im Rückspiegel mit Axel Springer, BDCs, Grenke, KKR, Softbank Group, UET United Electronic Technology, United Internet

Die Pfingstwoche war erstaunlich ruhig an den Börsen und es gab nur wenige Aufreger. Einer davon war die Attacke auf Schiffe im Golf von Oman, für die die USA sofort den Iran verantwortlich machten. Nicht erstaunlich. Durchaus erstaunlich fand ich allerdings die Reaktion des Ölpreises, denn der fiel. Und das, wo 40% der Welterdölförderung durch die Straße von Oman verschifft werden. Vielleicht hatte aber auch die neue Studie der IEA, der Internationalen Energie Agentur, größeren Einfluss, denn die prognostiziert für die Zukunft einen Rückgang des weltweiten Ölbedarfs. Dennoch bleibt Öl auf absehbare Zeit der wichtigste Energeilieferant auf unserem Globus und das Schmiermittel für unsere Wirtschaft.

Dienstag, 4. Juni 2019

Portfoliocheck: Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller geht T-Mobile ins Netz

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 37. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit wenigen, ausgesuchten Werten. Im ersten Quartal 2019 hat Druckenmiller sein Portfolio kräftig aufgestockt, denn seine 100-Millionen-Put-Spekulation auf Tesla hat sich richtig ausgezahlt. Und auch Salesforce hat er nun komplett verkauft und so zusätzliche 8,5% Depotanteil für neue Investments freigeräumt. Hier setzt er neben einem weiteren Zukauf bei seiner mit Abstand größten Position Microsoft nun vor allem auf T-Mobile US, die Tochter der Deutschen Telekom, die sich vom Milliardengrab zur Cashcow gemausert hat und vor der Übernahme des Wettbewerbers Sprint steht, einer Tochter der Softbank Group...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Microsoft, Salesforce und Softbank Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Sonntag, 26. Mai 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 21. Börsenwoche im Rückspiegel mit Apple, Blue Cap, Cisco Systems, Softbank Group

"Die Geister, die ich rief, ich werd' sie nicht mehr los..." stammt aus Goethes "Der Zauberlehrling" und nichts liegt mir ferner als Johann Wolfgang von Goethe mit Donald Trump zu vergleichen! Doch das permanente Säbelrasseln und weltweite Brändelegen des Donaldissimo erzeugt zunehmend erhebliche - und dauerhafte - Kollateralschäden. Und damit meine ich nicht nur Politikverdrossenheit, internationale Spannung und Kriegsangst, sondern handfeste Einbußen und nachhaltig eingetrübte Geschäftsaussichten von Unternehmen. Es betrifft nicht alle, aber doch einige. Und zwar auch Giganten, wie Apple oder Cisco Systems aus den USA. Und dabei geht es weit mehr als um ein paar - vorübergehende - Strafzölle.

Auf die aktuelle "Earnings Season" in den USA hat das noch relativ geringe Auswirkungen, aber natürlich auf die Ausblicke der Unternehmen für den Rest des Jahres. weiter und in Deutschland nimmt die Dividendensaison Fahrt auf. Mit entsprechenden deutlicheren Kursschwankungen bei den betroffenen Werten. Und auch wenn Quartalsergebnisse kein Maßstab für langfristig orientierte Anleger sind, prägen sie doch auf kurze Sicht den Kursverlauf einer Aktie. Und das bietet Chancen und Risiken...

Mittwoch, 17. April 2019

Mit der Softbank Group in unterbewerte Visionen investieren

Beim japanischen Beteiligungs- und Venture Capital-Konzern Softbank Group wurden Anleger zuletzt mit widersprüchlichen Nachrichten konfrontiert. So mussten sie die Nachricht verdauen, dass es in den USA bei der Fusion bzw. Übernahme seiner Telekom-Tochter Sprint durch T-Mobile (US) auch im dritten Anlauf erhebliche Bedenken gibt. Schlechte News für Softbank, denn Sprint verliert in den USA weiter Marktanteile - vor allem an T-Mobile. Und wie in Deutschland steht dort die Versteigerung von 5G-Lizenzen an und der dann folgende enorme Investitionsbedarf zum Aufbau des 5G-Netzes. Das möchten die Nummer drei und vier in den USA gerne zusammen machen.

Auf der anderen Seite elektrisieren momentan Milliarden-IPOs die Wall Street. Und das beflügelt auch die Phantasie bei der Softbank Group...

Samstag, 30. September 2017

Investor-Update: Blue Cap, Burberry, Corestate Capital, Deutsche Telekom, Goldman Sachs BDC, Greiffenberger, Hypoport, Publity, Rocket Internet, Softship

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

September bezaubert mit Traumfinale
Wir haben den September überstanden und entgegen der allgemeinen und überall verkündeten Meinung, es würde zu einem Crash kommen, weil der September ja der schlechteste Börsenmonat überhaupt sei, rannten die Kurse weiter nach oben. Aktienkurse haben kein Gedächtnis und wenn alle Marktteilnehmer der gleichen Meinung sind, dann haben sie sich auch im Vorfeld bereits entsprechend positioniert. Folgerichtig ist das erwartete Ereignis ausgeblieben. Für die Pessimisten noch schlimmer: die Aktienmärkte schlossen den September nahe an ihren Allzeithochs ab.

»Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief.«
(André Kostolany)

So markierte der S&P 500 am Freitag ein neues Allzeithoch bei 2.518 Punkten, der Dow Jones bei 22.405 Punkten, der MDAX bei 26.012 Punkten und der DAX liegt nur knapp 40 Zähler unter seinem Allzeithoch von rund 22.880 Punkten. Und wir haben noch immer Niedrigst- und sogar Negativzinsen, so dass es gut möglich ist, dass das Geld der "schlauen" Investoren nun bald in die Aktienmärkte zurückkehrt und eine fette Herbstrallye auslöst. Jenseits aller Bedenken bzgl. der Bewertung der Aktienmärkte.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Die Deutsche Telekom zeigt Stärke mit guten Zahlen und Dividendensprung

Die Deutsche Telekom ist Europas Marktführer in Sachen Telekommunikation und auch in den USA spielt man dank der Tochter T-Mobile US wieder sehr erfolgreich mit. Denn dieses Sorgenkind einstiger Tage hat sich zu einer echten Perle entwickelt - dank des umtriebigen Chefs John Legere und seiner frechen, innovativen Strategie, mit der den beiden Platzhirschen AT&T und Verizon immer mehr Kunden abjagt.

Auch in Europa mischt die Telekom kräftig mit und ist inzwischen größter Aktionär der BT Group, der ehemaligen British Telecom. Darüber hinaus ist man der Partner von Microsoft in Sachen "Deutsche Cloud" und bietet ab Mitte 2016 deutschen Kunden so die Möglichkeit, dass ihre Daten in Deutschland bleiben und nicht auf US-Servern landen. Die Microsoft-Dienste Azure, Office 365 und CRM Online werden künftig aus zwei deutschen Rechenzentren angeboten und die Telekom-Tochter T-Systems wird dabei als Treuhänder den Zugang überwachen. Ein interessantes Konstrukt für viele deutsche Unternehmen, die sich um die Sicherheit ihrer Daten Sorgen machen.

Heute hat nun die Telekom ihre Zahlen präsentiert und die können sich sehen lassen, denn auch dank des starken Dollars und der Stärke der US-Tochter, die ihren Jahresgewinn annähernd verdreifacht und die Zahl der Mobilfunkkunden auf 64 Mio. gesteigert hatte, legte man bei Umsatz und Gewinn prozentual zweistellig zu. Die Erlöse stiegen um 10,5% auf €69,2 Mrd., während der Zuwachs ohne Wechselkurseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe 3% betragen hätte. Das EBITDA, also der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg um 13,3% auf €19,91 Mrd und der Nettogewinn wuchs um 11,3% auf €3,25 Mrd. Bereinigt um Sondereffekte hätte der Gewinn allerdings um fast 70% zugelegt.

 Deutsche Telekom (Quelle: comdirect.de) 
Dividende wird um 10% erhöht
Nachdem in früheren Jahren die hohe Dividendenrendite fast der einzige Grund war, sich die Aktien der Telekom ins Depot zu legen, waren diese dann jahrelang aus der Substanz ausgeschüttet worden, weil der Konzern nicht einmal mehr diese Ausschüttung verdient hatte. Eine drastische Dividendenreduzierung war die Folge. Mitte 2014 gelang dann langsam operative die Wende und der Deutsche Telekom gelang eine Renaissance. Die erstarkende US-Tochter und die Fokussierung in Europa auf die Kernkompetenzen sowie in Deutschland das Vorantreiber von Glasfaserkabelausbau und Vectoring zeigen nun zunehmend Erfolge. Konsequent sollen nun auch die Aktionäre wieder am Erfolg stärker beteiligt werden und so wird die Dividende um 10% auf €0,55 (bisher €0,50) angehoben.

Die Deutsche Telekom befindet sich als langfristig interessanter Infrastrukturwert mit hoher Substanz auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Deutsche Telekom wird größter Aktionär der British Telecom Group

Die Deutsche Telekom und die französische Orange (die frühere France Telecom) verkaufen ihr gemeinsames Mobilfunk-Joint-Venture "Everything Everywhere" (EE) an die BT Group. Der ehemalige britische Staatsmonopolist hatte sich vor gut zehn Jahren von seinem Mobilfunkbereich getrennt, nachdem inzwischen jedoch Mobil, Festnetz und Kabel-TV zu einer Medieneinheit zusammenwachsen, erfolgt mit der Übernahme nun die Rolle rückwärts.

EE ist Großbritanniens führender Mobilfunkanbieter mit mehr als 30 Millionen Kunden, beschäftigt etwa 15.000 Mitarbeiter und verfügt über 580 Filialen. EE geht inkl. Schulden für 12,5 Milliarden Britische Pfund (rund 16,5 Mrd. EUR) an die BT Group, was einer Bewertung in Höhe des 7,9-fachen operativen EBITDA im Jahr 2014 entspricht. Nach dem Deal wird die Deutsche Telekom eigenen Angaben zufolge mit 12 Prozent größter Aktionär der Briten und erhält einen Sitz im Verwaltungsrat der BT Group, während Orange dann 4 Prozent halten wird. Der Kaufpreis wird zum Großteil in Aktien der BT Group bezahlt, die mit einer 18-monatigen Lock-up-period versehen sind.

Die Deutsche Telekom befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 7. November 2014

Bundeskartellamt lässt Deutsche Telekom beim Vectoring punkten

Eine wichtige Entscheidung für die Deutsche Telekom hat heute das Bundeskartellamt gefällt: es erhebt keinen Einspruch gegen die von der Telekom und ihrem Konkurrenten O2 (Telefonica Deutschland-Tochter, ehemals E-Plus) Kooperationspläne beim Ausbau des schnellen Internets, also dem Vectoring beim VDSL-Ausbau.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Das wettbewerbliche Umfeld des Breitbandausbaus hat sich in den letzten Jahren verändert. Wettbewerber der Telekom haben sich entschieden, auf weiteren Eigenausbau zu verzichten und stattdessen mit der Telekom zu kooperieren. Heute ist absehbar, dass es vorerst nicht zu einem flächendeckenden, parallelen Ausbau von Kupfer- und Glasfasernetzen kommen wird. (...) Telekom und Telefónica haben Kooperationsverträge vorgelegt, auf Basis derer sie zukünftig beim Angebot von schnellen Breitbandanschlüssen enger zusammenarbeiten wollen. Telefónica möchte ihren Kunden Breitbandanschlüsse mit schnellerer Übertragung (so genannte NGA-Anschlüsse, hier insbesondere VDSL-Vectoring) anbieten, was ihr allein wirtschaftlich nicht möglich ist. Die Telekom erwartet sich von dieser Kooperation, den Breitbandausbau mit schnelleren Anschlüssen in bereits erschlossenen Gebieten künftig in kürzerer Zeit leisten zu können".
Das Entscheidende ist nicht nur der Zeitfaktor, sondern auch die damit einhergehenden erheblich geringeren Investitionskosten. Die Deutsche Telekom kann die alten Kupferleitungen, die heute in jedes Gebäude in Deutschland führen, weiternutzen durch den Glasfaserausbau in den Straßen und neue Verteilerkästen mit neuer Software als Infrastruktur. Die Ausbaukosten werden nur einen Bruchteil betragen gegenüber einem vollständigen Ausbau mit Glasfaserkabel in jeden Haushalt. Und die Telekom wird auch künftig Netznutzungsentgelte (von Ihren Konkurrenten) bekommen, wenn deren Kunden die neuen Verträge abschließen und das neue, schnelle Internet nutzen. Ich hatte die sich hier bietenden enormen Chancen für die Deutsche Telekom bereits im Sommer unter dem Titel "Deutsche Telekom: Siechtum oder Renaissance?" thematisiert und dies zum Anlass genommen, den Wert auf meine Empfehlungsliste zu setzen.

Montag, 16. Juni 2014

Deutsche Telekom: Siechtum oder Renaissance?

Die Deutsche Telekom ist einer der großen Spieler im weltweiten Telekommunikationsmarkt. Ob Telefon, Mobilfunk, Internetzugänge oder TV-Entertainment, die Telekom bietet Endkunden jede Menge Möglichkeiten. Und auch Geschäftskunden werden Lösungen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie, Internet- und Cloud-Services angeboten.

Sorgenkind und in aller Munde ist die Mobilfunktochter in den USA, T-Mobile US. Nachdem der Verkauf an den großen Rivalen AT&T aufgrund von Kartellbedenken gescheitert war, fusionierte man mit dem fünftgrößten Mobilfunkanbieter der USA, MetroPCS. Unter dem neuen Chef John Legere macht T-Mobile US Furore und nimmt nach Jahren der Kundenverluste den Konkurrenten wieder deutlich Marktanteile ab. Verluste fährt man nach wie vor ein. Inzwischen wurde der US-Konkurrent Sprint vom Internetgiganten Softbank übernommen und strebt nun seinerseits die Übernahme von T-Mobile-US an. Zusammen wäre man "nur" der drittgrößte Anbieter in den USA sein, so dass die Chancen auf eine Genehmigung höher anzusiedeln sind, als beim seinerzeitigen Übernahmeversuch durch AT&T. Medien berichten von einem angeblichen Übernahmevolumen von 32 Mrd. USD.

Dieses Szenario würde für die Telekom erhebliche Vorteile bieten. Nicht nur, dass man erhebliche Mittel erhalten würde, um die hohe Verschuldung abzubauen und so seine Bonität und Finanzierungskosten zu senken, man würde sich auch die anstehenden enormen Investitionen in das US-Netz sparen. Reduzierte Investitionen und geringere Finanzierungskosten würden den ausschüttungsfähigen Cashflow deutlich ansteigen lassen und die Telekom wieder in die Lage versetzen, eine höhere Dividende auszuschütten. Diese hatte die Telekom letztes Jahr von 0,70 auf 0,50 EUR je Aktie gesenkt, nachdem sie zuvor bereits aus der Substanz Ausschüttungen vorgenommen hatte.

In das Geschäft in Europa muss die Telekom weitaus weniger investieren. Zwar steht hierzulande noch der weitere Ausbau des neuen Mobilfunkstandards LTE auf der Agenda, aber ein anderer Bereich wird vom Sorgenkind zur Goldgrube: Kupferkabel. Die Telekom verfügt über ein deutschlandweites Netz aus Telefonkabeln, ist der einzige flächendeckende Anbieter. Als Ex-Monopolist muss die Telekom alle anderen Anbieter zu staatlich regulierten Preisen in ihr Netz lassen - sie verdient also nicht nur an den über sie abgewickelten Telefonaten direkt, sondern auch indirekt an denen der Konkurrenz. Und das betrifft nicht nur das Telefonieren, sondern insbesondere auch das Internet. Seit Jahren schleppt sich der Ausbau mit Glasfaserkabeln in Deutschland vor sich hin, denn der flächendeckende Ausbau verschlingt Unsummen. Dabei sind es weniger die Glasfaserkabel, die entlang der Hauptstraße verlegt werden müssen, hier sind oftmals bereits Leerrohre verlegt worden oder die Kabel können kostengünstig "geschossen" werden, anstatt alles aufzugraben (und dieser Tiefbau ist der eigentliche Kostenblock, nicht die Kabel an sich). Das besonders Teure sind die Anschlüsse, die zwischen Verteilerkasten bzw. Straße und Haus erfolgen müssen. Diese kosten mehre tausend Euro und rentieren sich dem entsprechend bei Eigenheimen nicht, nur bei großen Wohnanlagen, wo die Anschlusskosten sich auf viele Nutzer verteilen. Hier sind denn auch viele private Anbieter unterwegs, die ihre Chance im Glasfaserausbau sehen. Oder sahen. In der Branche herrscht nämlich Katerstimmung, die Geschäftsmodelle sind ins Wanken geraten...

Denn eine neue Technik wirft die bestehenden Denkmodelle über den Haufen, aus dem alten Ackerweg wird mit minimalem (Kosten-)aufwand eine achtspurige Autobahn, ohne Tempolimit. Die Rede ist vom Vectoring. Dabei wird "der letzte Meter" zum Haus eben nicht mehr mit Glasfaserkabel überbrückt, sondern es wird auf die alten, in jedem Haushalt vorhandenen Kupferkabel gesetzt. Lediglich die alten Verteilerkästen an der Straße müssen erneuert und mit neuster Software bestückt werden. Und schon sind Geschwindigkeiten von 100 MB pro Sekunde möglich, also "das schnelle Internet". Und diese Entwicklung ist noch nicht am Ende, denn die Telekom prüft in Feldversuchen eine noch schnellere Variante, die bis zu 1.000 MB/s erlaubt.

Das Entscheidende an dieser Entwicklung ist, dass der Kostenaufwand vergleichsweise gering ist - weniger als ein Zehntel der für einen flächendeckenden Glasfaserkabelausbau benötigten Summe. Und dass das Netz für das schnelle Internet nun doch schon vorhanden ist, deutschlandweit, in jedem Haushalt. Und es gehört der Telekom!

Natürlich muss die Telekom auch weiterhin ihre Konkurrenten in ihr Netz lassen, auch weiterhin erhält sie dann lediglich den staatlich festgelegten Durchleitungspreis. Aber das bisher als alt und abgängig angesehene Kupferkabelnetz ist auf einmal wieder ein zukunftsfähiges Netz und die eigentlich drohenden Zig Milliarden für den Netzausbau schrumpfen auf einen überschaubaren Betrag zusammen. Das größte Asset der Telekom ist viel werthaltiger als bisher angenommen. Und die Investitionssummen in das Netz fallen erheblich geringer aus, so dass die Telekom viel schneller bei der Umstellung voranschreiten kann als dies bei einem Glasfaserkabelausbau der Fall wäre. Auch dies wird dem Cashflow sehr zugute kommen und die Ertragskraft der Telekom mittel- und langfristig erhöhen.

Aktuell notiert die Telekom bei 12,60 EUR und einem 2015er KGV von 18,9 sowie einer Dividendenrendite von 3,9%. Doch sie dürfte vor einer Neubewertung stehen. Die aktuellen Kennziffern werden schon bald überholt sein und die neue Ertragskraft wird sich hier widerspiegeln. Die Telekom wird von einem globalen zu einem europäischen Telekommunikationsanbieter und das Netz in Deutschland wird noch lange Jahre hohe Erträge in die Kasse des Unternehmens spülen. Und dieses Netz ist durch die neue Technik auf absehbare Zeit unangreifbar geworden, denn die Konkurrenten werden sich den Aufbau eigener Glasfasernetze weitgehend sparen, weil er schlicht zu teuer ist und zu wenig abwirft. Und so haben denn auch Vodafone, O2 und andere große bereits Abkommen mit der Telekom geschlossen, dass sie das neue "Vectoring-Netz" nutzen dürfen.

Die Deutsche Telekom betreibt wieder ein zunehmend langweiliges Geschäft, aber die Ertragsaussichten haben sich nachhaltig verbessert. Unabhängig davon, ob ihre Konkurrenten ihr im direkten Kundengeschäft den einen oder anderen Prozentpunkt bei den Marktanteilen abnehmen werden. Sie alle werden weiterhin das Netz der Telekom nutzen (müssen). Es gibt schlicht keine bezahlbare Alternative. Und das sind Aussichten, die ein Value-Investorenherz höher schlagen lassen, auch wenn die aktuellen Bewertungskennzahlen noch keine Unterbewertung der Aktie erkennen lassen wollen. Noch nicht...

Freitag, 2. November 2012

Deutsche Telekom: Dividendenkürzung ante portas?

Der Wettbewerb in der Telekom-Branche wird immer härter und das drückt die gewinne. Denn einerseits müssen Milliarden in neue Technik investiert werden (LTE, VDSL) und andererseits kommen immer mehr junge und freche Anbieter auf den Markt, die ohne eigenes Netz nur große Minutenkontingente bei den Netzbetreibern einkaufen und so günstige Tarife für die Verbraucher bieten. In Deutschland ist zudem durch die Regulierungsbehörde der Preis, den die Deutsche Telekom als Ex-Monopolist für die Nutzung ihrer Netze von den Wettbewerbern verlangen darf, gedeckelt.

Bisher hat die Deutsche Telekom eine hohe Dividende "garantiert", aber das Versprechen, 3,4 Mrd. EUR auszuschütten, endet 2013. Dass sich die Telekom diese hohe Dividende schon heute längst nicht mehr leisten kann, weil die deutlich weniger verdient, als sie ausschüttet, habe ich kürzlich hier dargelegt: "Deutsche Telekom: Raubbau an der Substanz durch zu hohe Dividende". Und dem Handesblatt zufolge, denkt man in den (Aufsichtsrats-)Kreisen der Telekom inzwischen auch so.

Blickt man auf die Konkurrenz, legt das ebenfalls den Schluss nahe, dass die Telekom vor einer massiven Dividendenkürzung steht: die niederländische E-Plus-Mutter KPN hat ihre Ausschüttung gekürzt, France Telekom hat die Dividende um zwei Fünftel gesenkt, Telekom Austria reduzierte sie von 38 Cents auf 5 Cents und die spanische Telefonica hat sie gar ganz gestrichen und auch das Aktienrückkaufprogramm gestoppt.

Die Zeit der (zu) hohen Dividenden bei der Deutschen Telekom neigt sich dem Ende zu und das ist auch gut so. Eine derartige substanzverzehrende Dividendenpolitik schädigt das Unternehmen nachhaltig und muss enden! Die Telekom sollte ihr Geld für die dringend benötigten Infrastrukturinvestitionen nutzen, um wieder wettbewerbsfähig(er) zu werden und als Dividende sollten die üblichen 40 bis 60 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden, mehr nicht. Unsolides Finanzgebaren macht sich auch an der Börse auf Dauer nicht bezahlt. Im Gegenteil. Und die Anleger sollten sich von einer optisch hohen Dividendenrendite nicht blenden lassen, wenn diese nicht durch Gewinne verdient wird.