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Dienstag, 28. April 2026

Mit dem VanEck Dividend Leaders ETF einfach ganz entspannt satte Renditen einfahren?!

Anleger sind ständig auf der Suche nach Rendite und das am besten ohne Risiko. So ganz ohne geht das natürlich nicht, denn Chance und Risiko sind die beiden Seiten derselben Medaille. Also muss man Risiken akzeptieren und so geht es beim Investieren nicht um Risikovermeidung, sondern um Risikokontrolle, wie uns schon Benjamin Graham lehrte.

Doch wie wäre es, wenn man sich die Sache echt einfach machen könnte, und sein Geld so investiert, dass einfach immer mehr Geld aufs Konto zurückfließt, während die Risiken weitgehend gezähmt sind? Und dennoch die Chance auf zusätzliche Kursgewinne winkt? Gibt's doch gar nicht? Naja...

Montag, 27. Oktober 2025

Charlie Munger rät zu Buy & Hold: "Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest."

Charles Thomas Munger ist der kongeniale Geschäftspartner von Warren Buffett und beide setzen bei ihren Investments seit jeher auf Buy & Hold. Diese Anlagestrategie zielt darauf ab, Wertpapiere langfristig zu halten, womit das Risiko durch die Schwankungen an den Märkten gesenkt und die Erfolgsaussichten auf außerordentliche Renditen steigen.

Historische Daten belegen für für den S&P 500 zwischen 1926 und 2010 eine durchschnittliche jährliche Aktienrendite von 9,7 Prozent, während Staatsanleihen nur 5,6 Prozent p.a. brachten. Dabei unterliegen die Kurse in einzelnen Jahren durchaus heftigen Schwankungen, die auch schon mal 50 Prozent und mehr ausmachen können. Auch in diesen Phasen kann und sollte man nicht panisch verkaufen und versuchen, den Markt zu timen. Mit Geduld und Ruhe hat man in den letzten 100 Jahren jedenfalls nichts falsch gemacht am Aktienmarkt. Denn die durchschnittliche Überrendite von 4 Prozent pro Jahr erzielte man durch Nichtstun...

Sonntag, 26. Oktober 2025

Börsenweisheit des Tages | 26.10.2025

"Rendite muss immer im Verhältnis betrachtet werden zur Höhe des dafür einzugehenden Risikos."
(Howard Stanley Marks)

Mittwoch, 24. September 2025

Kostolany lehrt uns: An der Börse ist 2 mal 2 nicht 4, sondern 5 minus 1. Komm damit klar!

André Kostolany, der erfolgreiche Börsenspekulant und Bonvivant, hat zahlreiche Bücher verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über sie gelernt, sondern es hat mich auch mit dem noch immer anhaltenden Börsenfieber angesteckt. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um die Schwankungen der Börsenkurse, ihren nicht linearen Verlauf und wie Anleger sie bei ihrer Aktienanlage als etwas Natürliches akzeptieren sollten.
»An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins. Und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.«
(André Kostolany)
Ich halte ja nichts von Charttechnik, aber wenn man sich den Verlauf von Börsenkursen ansieht erkennt man schnell, dass sie nicht linear von einem Punkt zum anderen führen, sondern ein ziemliches Hin- und Hergezucke sind. Auch wenn sich aus ihnen eine Tendenz ablesen lässt, die man durch Verbinden des Startpunkts mit dem Endpunkt "glätten" kann. Manche Kurscharts vermitteln den Eindruck, als würde es mit der Aktie nur nach oben gehen, schnurgerade von links unten nach rechts oben. Aber natürlich gibt und gab es unterwegs immer Schwankungen, meistens sogar deutliche Kurseinbrüche, die sich im Nachhinein beim Betrachten des Kursverlaufs als Kaufgelegenheiten entpuppen. Aber Hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger...

Dienstag, 30. Juli 2024

Einstein mahnt: Nutze den Zinseszinseffekt, sonst bezahlst du dafür!

Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, den Kapitalstock erhöhen und sich ab Beginn der darauffolgenden Periode somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«
(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...

Donnerstag, 15. Februar 2024

Börsenweisheit des Tages | 15.02.2024

"Dividendenwachstum ist die Dividendenrendite von morgen."
(Christian W. Röhl)

Dienstag, 26. Dezember 2023

"Value Investing is simple, but not easy". Warren Buffett erklärt, wie's einfach geht...

Das Bonmot "Value Investing ist simpel, aber nicht einfach" von Investorenlegende Warren Buffett bringt das Dilemma auf den Punkt: das Grundprinzip des Value Investings ist nicht schwer zu verstehen, es aber anzuwenden, seine Elemente richtig umzusetzen, hingegen schon. Denn sie prallen auf das menschliche Verhalten und das ist (leider) völlig anders konditioniert, als es für Langfristanleger gut ist.

Dabei ist es wirklich einfach: Value Investing ist das langfristig orientierte Investieren in beständige, Ertrag starke Unternehmen, deren Aktien man zu einem attraktiven Kurs einsammelt. Und dann muss man der Saat nur noch genügend Zeit geben, aufzugehen.
»Aktien sind einfach. Man kauft bloß Anteile an einem großartigen Unternehmen mit höchst integrem und fähigem Management für weniger als seinen inneren Wert. Dann behält man diese Anteile für immer.«
(Warren Buffett)

Montag, 18. Dezember 2023

Börsenlegende Bernard Baruch lehrt: "Entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns". Also sei einfach clever(er)...

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland immer weiter auseinander, das liest man alle paar Monate irgendwo. Gerne auch in einem Armutsbericht der Bundesregierung. Und ebenso regelmäßig kommen die Kommentatoren zu den immer gleichen Schlüssen: Man müsse den Reichen nur mehr Geld wegnehmen und es den Armen geben. Doch schon der erste Deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, warnte: "Das einzige, was Sozialisten vom Geld verstehen, ist dass sie es von anderen haben wollen". Neben der Ausbeutung der Arbeiterklasse durch böse Kapitalisten gibt es aber auch weniger klischeehafte Erklärungsansätze. Und einen lieferte schon vor fast hundert Jahren Börsenlegende Bernard Baruch.
»Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns.«
(Bernard Baruch)
Auf der einen Seite steht der Konsum, die schier endlose Möglichkeit, Geld auszugeben. Die Menschen leisten sich immer mehr, immer kostspieligere Spielsachen, das neuste iPhone-Modell für, sündhaft teure Louis Vuitton-Handtaschen, Schuhe von Jimmy Choo oder einfach nur einen neuen Porsche. Und immer seltener haben sie das Geld dafür, sie kaufen immer häufiger auf Pump. Und wer glaubt, nur die Reichen würden es so machen, der irrt. Vor allem die einkommens- und vermögensschwachen Bevölkerungsschichten verschulden sich immer mehr und das rauf bis Oberkante Unterlippe. Wenn das über das Girokonto läuft, kommen da schnell zweistellige Zinssätze zusammen. Auch das schmälert das Vermögen, dass man zu früh im Leben zu viel will und es sich auf Kredit leistet. Der Zinseszinseffekt kann also keine Wirkung entfalten, weil gar kein Vermögen angespart wird. Wer sich verschuldet, arbeitet für dieses Geld, für die Zinsen anderer Leute. Nicht sehr clever.

Und dann sehen wir uns den zweiten Satz von Baruchs weisen Worten an: die Ärmeren sind primär auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen, während die Vermögenden immer häufiger von Zinsen, Mieten und Dividenden leben können. Nun könnte man behaupten, das liege daran, dass nur die Reichen sich Aktien oder Immobilien leisten können, aber das wäre zu kurz gesprungen. Die Erklärung ist ganz simpel, wenn auch nicht gerade charmant: der gewöhnliche Deutsche handelt dumm nicht sehr clever in Sachen Geldanlage, er ist zu behäbig, zu bequem - und zu zu ängstlich. Ich entschuldige ich bei allen Lesern, die sich jetzt angesprochen fühlen, das war nicht nett. Aber nötig, glaubt mir. Und gerade die 'Ertappten' sollten jetzt unbedingt weiterlesen...

Sonntag, 19. November 2023

Aktienrückkäufe erzeugen positive Effekte - mit Nebenwirkungen und Besonderheiten

Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vorstand grünes Licht geben, eigene Aktien kaufen zu können, und das Unternehmen dies dann umsetzt, spricht man von einem Aktienrückkauf. Dieser ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und oft wird ein Höchstkurs für die zurückzukaufenden Aktien vorgegeben. Und nach geltendem deutschem Recht darf eine Aktiengesellschaft nicht über mehr als 10 % ihres eigenen Grundkapitals verfügen.

Anleger lieben Aktienrückkäufe

Aktienrückkaufprogramme sind bei Anlegern aufgrund ihrer positiven Nebenwirkungen in der Regel sehr beliebt, weil sie durch die zusätzliche Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens tendenziell zu steigenden Kursen derselben führen. Jedenfalls, wenn der faire Wert des Unternehmens oberhalb des aktuellen Aktienkurses notiert. Darüber hinaus repräsentiert nun jede andere Aktie einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn, weil das Unternehmen ja keine Gewinne an sich selbst ausschüttet, und die Gewinn bezogenen Bewertungskennziffern sinken entsprechend, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Als direkte Folge steigt auch der faire Wert der Aktien.
»Keine andere Maßnahme nützt Aktionären so viel wie Aktienrückkäufe. Sofern das Unternehmen über ausreichend Liquidität für das operative Geschäft verfügt und die Aktie mit einem nennenswerten Abschlag auf den inneren Wert notiert - konservativ gerechnet.«
Daher werden Aktienrückkäufe von vielen Anlegern auch als Alternative zu Dividenden angesehen. Sie bleiben zunächst auch steuerfrei, bis die Aktien irgendwann verkauft werden und dann auf die erzielten Kursgewinne Kapitalertragsteuer anfällt.

Einige Aspekte sind aber schon zu beachten, damit die Freude über Aktienrückkäufe nicht getrübt wird...

Freitag, 27. Oktober 2023

Ken Fisher mahnt: Dividendenrenditen sind manchmal auch mit Vorsicht zu genießen

Immer mehr Anleger setzen auf passive Einkommensströme, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder ihre Rente aufzupolstern. In Zeiten niedriger Zinsen gingen Anlegern die Alternativen für rentierliche Anlagen aus, inzwischen bekommt man für Geldanlagen wieder Zinsen und auch Anleihen werfen einiges ab, wobei die Inflation die Erträge wieder wegfrisst.

Als charmante Möglichkeit bietet sich an, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so eine attraktive Verzinsung zu erzielen. Doch so ganz ohne Risiko ist auch dieser Weg natürlich nicht und es gibt Einiges zu beachten...

Freitag, 15. September 2023

Die 12 Investmentgebote des Pioneer Fonds-Gründers und Buffett-Freunds Philip Carret

Philip Carret gründete den Pioneer Fonds und tauschte Investment-Ideen mit dem Vater von Warren Buffett, als das 'Orakel von Omaha' noch in den Kinderschuhen steckte.

Durch seine Tätigkeit als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron's entdeckte Philip Carret seine Vorliebe für die Börse und das Value Investing. Insbesondere riet er, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte des täglichen Bedarfs herstellen und die man auch versteht.

In Erinnerung bleibt besonders sein zeitloses Buch 'Die Kunst des Spekulierens', in der er seine goldenen Investment-Regeln über Diversifikation, Stock-Picking und ständige Risikokontrolle verewigte...

Montag, 11. September 2023

Kissigs Kunstfehler: Weshalb Kursraketen auch mal Gift für die Rendite sein können...

Aktien, deren Kurs sich innerhalb weniger Monate oder manchmal auch nur Wochen verdoppelt, lassen Anlegerherzen höher schlagen und nicht wenige Börseninteressierte sind stets auf der Suche nach diesen 'Hot Stocks'.

In den Depots von Value Investoren finden sich solche Aktien eher selten; sie graben die langweiligen, unterbewerteten Aktien aus, deren Kurs vor sich hin dümpelt und irgendwann einmal von der Börse entdeckt wird. Das geschieht zumeist eher gemächlich und ist mit langsamen Kursanstiegen verbunden. Doch manchmal erwischt man eine solche Aktie und dann erfreut man sich an deren Kursfeuerwerk und sieht die Euroscheine zu Bergen wachsen.

Diese schnellen und starken Kurssteigerungen sind einerseits erfreulich (und einträglich), andererseits bringen diese Kursexplosionen auch ein nicht zu unterschätzendes Problem mit sich. Jedenfalls für mich...

Sonntag, 10. September 2023

Vermögenswirksame Leistungen: Aktiensparplan für Arbeitnehmer mit 20% Extrarendite

Börsenlegende Bernard Baruch brachte unser Dilemma mit dem Geld treffsicher auf den Punkt:

(Bernard Baruch)

Dabei sind natürlich diejenigen gekniffen, die nicht groß geerbt haben oder üppig beschenkt wurden. Alle anderen können nicht einfach ihr Geld anlegen und damit relevante Einnahmen erzielen aus Zinsen oder Dividenden. Wer kaum Geld auf der hohen Kante hat, muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Und dabei verdienen sich die meisten kein großes Vermögen zusammen - aber ein kleines Vermögen kann schon drin sein und Vater Staat greift hierbei durchaus fürstlich unter die Arme. Wenn man es denn richtig anstellt.

Konkret geht es um die sog. Vermögenswirksamen Leistungen, mit denen der Staat normal- und gering verdienenden Arbeitnehmern beim Vermögensaufbau unterstützt. Und zwar durch die Arbeitnehmersparzulage, die bei der Anlage in Aktien oder ähnlichen Vermögenswerten 20 % auf die Sparrate beträgt. Zusätzlich zu der Rendite, die man ohnehin mit den Aktien erzielt! Zudem regeln viele Tarifverträge, dass der Arbeitgeber auch noch einen Teil der Sparrate übernimmt. Klingt jetzt nicht so schlecht, oder?

Donnerstag, 10. August 2023

Dividendeninvestoren setzen auf hohe Renditen - mit Business Development Companies

Business Development Companies stellen vor allem für Dividendeninvestoren eine interessante Anlagekategorie dar, zeichnen sie sich doch insbesondere durch attraktive Dividendenrenditen aus.
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um Dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
Doch üppige Dividendenrenditen sind nicht alles! Es sind schon einige wesentliche Aspekte zu beachten, um mit überschaubarem Risiko überdurchschnittliche Renditen einzufahren...

Donnerstag, 15. Juni 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenaristokrat

Viele börsennotierte Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre am Erfolg durch Zahlung einer Dividende. Die Dividendenrendite spielt daher für die Anlageentscheidung eine wichtige Rolle.

Doch kann sie auch künstlich hochgehalten werden, um das Unternehmen attraktiver aussehen zu lassen, als es auf den zweiten Blick wirklich ist. Wenn zum Beispiel 10 Cents je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden, während im Geschäftsjahr nur 5 Cents verdient wurden oder sogar ein Verlust anfiel. In diesem Fall geht die Ausschüttung zulasten der Substanz des Unternehmens und passiert dies mehrmals, ist das Unternehmen irgendwann ausgezehrt und die optisch attraktive Dividendenrendite kann den Kursverfall dann auch nicht mehr aufhalten. Die sog. 'Dividendenaristokraten' sollen hier Abhilfe schaffen...

Freitag, 5. Mai 2023

Renditekiller Ankereffekt: Passiert fast jedem, ganz unbewusst. Ist aber echt teuer...

Psychologie hat einen enormen Einfluss auf unsere Entscheidungen, auch an der Börse. André Kostolany meinte sogar, die Börsenkurse würden zu 90 % von psychologischen Faktoren beeinflusst. Grund genug, sich als Anleger mit "Behavioral Finance" (Verhaltensökonomie) zu beschäftigen und dabei einem Phänomen auf die Schliche zu kommen, das so natürlich zu unserem Lebensalltag gehört, dass wir es gar nicht mitbekommen. Und das uns viel Rendite kostet, wenn wir uns nicht bewusst dagegen zu Wehr setzen: der Ankereffekt.

Freitag, 10. März 2023

[Einfach gedacht] Investieren kann so einfach sein... wie das Pflanzen eines Baumes

Investieren ist wie einen Baum zu pflanzen: Man pflanzt und anfangs muss man sich ein bisschen drum kümmern, vielleicht düngen, ab und zu mal gießen. Dann der erste Spross, die Freude ist groß! Niemand würde doch jetzt das Bäumchen ausreißen, oder? Man lässt ihn einfach wachsen, bei Sonne, Sturm und Schnee. Ab und zu schaut man ihn sich mal an, erfreut sich an seinem Wachstum, bisweilen erstaunt darüber, wie weit er schon gediehen ist. Man lässt ihn wachsen und ab und zu denkt man sich, man könnte ihn auch fällen, das Holz verkaufen und damit schöne Profite einstreichen. Oder einfach nur Platz schaffen für einen anderen Baum. Weil der vielleicht noch schneller wächst und noch schöner wird. Aber ist das wirklich eine gute Idee?

Montag, 21. November 2022

Risikovermeidung geht vor Renditemaximierung: Benjamin Grahams 7 Kriterien für das erfolgreiche Investieren

Benjamin Graham war ein einflussreicher US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendärer Investor. Er gilt als Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse, der Basis für das Value Investing. Geprägt von ruinierenden Kursverlusten während der Weltwirtschaftskrise stand für Graham zeitlebens immer der Kapitalerhalt und das Minimieren von Risiken an erster Stelle noch vor dem Erzielen einer Rendite. Wenn man bedenkt, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Investments auch positive Resultate erzielen, dann führt das Vermeiden von größeren Verlusten fast zwangsläufig zu überdurchschnittlichen Renditen.
»Wenn die Verluste minimiert werden, erzeugen durchschnittliche Gewinne überdurchschnittliche Ergebnisse.«
(Benjamin Graham)
Die Risiken zu begrenzen und ausschließlich auf sichere Investments zu setzen, darin wurde Benjamin Graham zum Experten. Der Lehrer und Mentor Warren Buffetts veröffentlichte 1934 gemeinsam mit David Dodd das Buch "Die Geheimnisse der Wertpapier Analyse" (orig.: "Security Analysis"), welches noch heute als Bibel der Value Investoren gilt. 1949 erschien die Erstausgabe von "Intelligent investieren" (orig.: "The Intelligent Investor"), einer etwas populärwissenschaftlicheren Version von "Security Analysis". Hierin benannte der "Dekan der Wall Street" seine 7 Kriterien für erfolgreiches Investieren für den privaten Investor.

Samstag, 19. November 2022

Benjamin Graham wertet Dividenden als Qualitätsmerkmal. Natürlich...

In Zeiten niedriger Zinsen für Spareinlagen und Anleihen gehen Anlegern die Alternativen aus. Immer hört man den Rat, auf dividendenstarke Aktien zu setzen, um so attraktive Renditen zu erzielen. "Dividenden sind der neue Zins" ist gar zu einem geflügelten Werbespruch geworden. Richtig so!?

Benjamin Graham erkannte eine langfristige und zuverlässige Dividendenzahlung sogar als ein besonderes Qualitätsmerkmal für die Auswahl von geeigneten Aktieninvestitionen.
»Einer der überzeugendsten Tests hoher Qualität von Firmen ist eine ununterbrochene Historie von Dividenden, die sehr viele Jahre zurückreicht.«
Doch die Dividendenrendite alleine ist kein Qualitätsmerkmal; auch hier kommt es darauf an, genauer hinzusehen und sich die richtigen Gedanken zu machen, bevor man investiert. Denn hohe Dividendenrenditen können auch unschöne und ggf. teure Begleiterscheinungen haben...

Freitag, 28. Oktober 2022

Warren Buffett liebt den unterschätzten Mehrwert von Aktienrückkäufen

Aktienrückkaufprogramme werden nicht selten als "einfallslos und langweilig" kritisiert. Der Free Cashflow solle doch lieber im eigenen Unternehmen investiert werden, in die Entwicklung neuer Produkte oder in Firmenkäufe. Und diese Sichtweise hat durchaus etwas für sich, sofern das Unternehmen etwas Sinnvolles mit dem Geld anstellt.

Nicht selten werden aber Übernahmen getätigt, die sich dann als Rohrkrepierer erweisen und unter dem Strich das Geld der Aktionäre vernichten. Oder so teuer sind, dass sie in absehbarer Zeit eigentlich keine Rendite einfahren können. Abschreckende Beispiele gibt es zuhauf, wie die Time Warner Übernahme durch AOL, die Pleite von Rupert Murdochs News Corp. mit MySpace die gescheiterte Rover-Übernahme durch BMW oder Microsofts Übernahmeflop von Nokia, die dem Windows-Konzern Mitte 2015 mit -3,2 Mrd. USD den bis dahin größten Quartalsverlust seiner Geschichte einbrachte. Und der von GE-Ikone Jack Welch zusammengekaufte Gemischtwarenladen General Electric implodierte und machte den ehemals wertvollsten Konzern der Welt zum Pleitekandidaten - dem Börsenabsturz folgte der Rausschmiss aus dem Dow Jones Index, Verkäufe von zig Milliarden schweren Konzernsparten und nun die Aufspaltung des Rests in drei Unternehmen. Börsenlegende Peter Lynch nennt diese Katastrophenstrategie "Verdiversifizierung".

Wie man anhand dieser Beispiele sehen kann, fahren Aktionäre unter Umständen besser, wenn die liquiden Mittel des Unternehmens in die eigenen Aktien investiert werden, als irgendetwas Dummes mit dem Geld anzustellen. Doch auch Aktienrückkäufe sind kein Selbstgänger, die immer Mehrwert für Aktionäre schaffen. Es kommt eben drauf an...