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Montag, 6. November 2017

BDC-Earnings-Report Q3/2017: Apollo Investment, Ares Capital, Triangle Capital

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

Montag, 16. Mai 2016

Investor-Update: Blackstone, KKR, MPC Capital, Patrizia, Publity, Softship, Triangle Capital

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Sell in may? Echt jetzt?
Der Wonnemonat Mai ist zur Hälfte vorüber und die Nervosität an den Börsen nimmt wieder zu. Die alte Börsenweisheit "Sell in my and go away" wird in allen Börsengazetten bemüht und die Autoren schreiben, weshalb die Regel zu beachten sei - oder weshalb in diesem Jahr gerade nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass statistisch gesehen von Mitte Oktober bis Mitte April das deutliche bessere Börsenhalbjahr ist und der Kalender sagt uns, dass wir dies bereits hinter uns haben. Schaut man allerdings auf die Börsenindizes kann von "gut" nicht die Rede sein. Was nicht heißt, dass das zweite Halbjahr nicht noch viel schlechter werden kann.

Für den DAX hört man jedenfalls Ziele von 3.000 Punkten oder von 15.000. Es ist für jeden was dabei. Da ich kein Wahrsager bin, setze ich nicht darauf, den Kursverlauf vorhersagen zu können. Und ich spekuliere auch nicht darauf. Ich investiere in Werte, in Unternehmen. Und diese Unternehmen stellen sich den Herausforderungen, den Währungsschwankungen, den Konjunktursorgen, den Änderungen der Konsumentenbedürfnisse. Dafür gibt es das Management und mich darum zu kümmern ist nicht mein Job als Anleger, als Mitinhaber an einem Unternehmen. Andererseits mahnt die Erfahrung auch zur Vorsicht und daher schaue ich diese Tage, welche Aktien in meinem Depot vielleicht etwas Staub angesetzt haben, welche eine bessere Zukunft versprechen als andere. In gewisser Weise unterziehe ich mein Depot einem verspäteten Frühjahrsputz. Denn eine höhere Cashquote hat im Sommer selten zu schlechten Ergebnissen geführt. Im Gegenteil, man kann so sich ggf. bietende Möglichkeiten wahrnehmen und sich mit ausgesuchten Aktien eindecken, sollten die Kurse taumeln.

Montag, 9. Mai 2016

Investor-Update: Clere, DBAG, Leifheit, Triangle Capital, Wells Fargo

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Unternehmensergebnisse geben weiter den Ton an
Die Unternehmensergebnisse sorgen weiterhin für starke Kursschwankungen und die Börsen wenden sich zunehmend dem Entscheid der Briten über den Verbleib in bzw. Austritt aus der EU zu ("Brexit"). Die Nervosität wird wieder spürbarer und da wir nun auch den Wonnemonat Mai eingeläutet haben, erinnert sich so mancher an die alte Börsenweisheit "Sell in may and go away". Da im Jahresverlauf bisher kaum Gewinne eingefahren wurden mit den großen Indizes, ist hier nicht viel in Sicherheit zu bringen. Dennoch dürften die nächsten Monate bis in den Herbst hinein zumindest keine ganz einfachen werden. Die Cashquote etwas hochzufahren, um bei guten Gelegenheiten zugreifen zu können, dürfte wohl keine ganz falsche Entscheidung sein.

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index 
Fear-and-Greed-Index gibt weiter nach
Der Angst-und-Gier-Index sinkt weiter von 64 auf 61 Punkte und nähert sich zusehends dem neutralen Bereich. Von überschäumendem Optimismus kann jedenfalls keine Rede sein und das zeigt eine gesunde Einstellung der Börsenteilnehmer. Realitätssinn schadet auch an der Börse nicht und gerade die Blue Chips sind weiterhin eher ambitioniert bewertet, zumal die Unternehmensgewinne doch eher verhalten ausfallen und die Bäume nicht (mehr) in den Himmel wachsen.

Im Bereich der Nebenwerte finden sich jedoch durchaus Perlen, deren Potenzial noch nicht erkannt wurde oder noch nicht ausgeschöpft ist, also Werte, die unterhalb des Radars großer Investoren und des Börsen-Mainstreams liegen, und/oder die sich in Sondersituationen befinden. Wie beispielsweise in Turnaroundsituationen. Hier habe ich zuletzt wieder verstärkt investiert, auch wenn man um tiefer gehende Analysen und Bewertungen anhand der Geschäftsberichte nicht herumkommt und einen erhöhten Aufwand betreiben muss, da weniger Informationen "einfach so" im Netz verfügbar sind. Aber das Plus an Chancen rechtfertigt den Aufwand durchaus. Wenn man die richtigen Perlen erwischt...

Donnerstag, 5. Mai 2016

Darum bricht Triangle Capital heute um 20 Prozent ein

Die Business Development Company (BDC) Triangle Capital Corp. (NYSE: TCAP) legte gestern Abend nachbörslich Zahlen für das abgelaufene erste Quartal vor - und hat die Anleger geschockt. Das Net Investment Income (NII) lag mit $0,29 je Aktie nur noch halb so hoch wie im Vorquartal ($0,58) und so rauscht der Aktienkurs fast 20% in die Tiefe.

Für sich betrachtet ist die Halbierung des Nettogewinns ein herber Schlag, allerdings gibt es dafür auch handfeste Gründe. Denn insbesondere die Ruhestands-Abfindungszahlung an den Ex-CEO hat mächtig ins Konto geschlagen und ohne diese Sonderzahlung hätte das NII immerhin $0,45 je Aktie betragen. Das wäre jetzt auch kein berauschender Wert, aber einen Kursrutsch um ein Fünftel hätte dieser Rückgang nicht gerechtfertigt. Der Net Asset Value (NAV) sank dann auch nur moderat von $15,23 auf $15,02 je Aktie.

Dividendenkürzung kommt nicht gut an
Durch den deutlichen Kurseinbruch heute hat sich der Aufschlag zum NAV, der ein konstantes Markenzeichen von TCAP war,  jedenfalls kurzfristig erst einmal vaporisiert und die Anleger schauen in die Röhre, auch weil die Dividende auf $0,45 je Aktie gesenkt wurde (von $0,54 bisher). Sie liegt somit auf Höhe des NII ohne die Sonderbelastung. Das Ex-Dividendendatum ist der 6. Juni und die Ausschüttung erfolgt am 22. Juni.

 Triangle Capital Corp. (Quelle: comdirect.de) 
Einschätzung
Man sollte bedenken, dass die Abfindungszahlung eine einmalige Belastung darstellt, der NAV nicht wirklich eingebrochen und das Exposure der Kredite im strauchelnden Öl- und Gasbereich überschaubar ist. Ich gehe daher davon aus, dass sich im nächsten Quartal wieder "normale" Ergebnisse einstellen werden und die Dividende wieder auf die bisherige Höhe hochgesetzt wird, denn das Management hat angekündigt, seine Kreditvergabebemühungen hochzufahren - was dann ja auch wieder zusätzliche Erträge bringt. Beim aktuellen Kurs von €14,5 ergäbe sich bei $0,45 eine annualisierte Dividendenrendite von 11%. Steigt die Dividende ab Q2 wieder auf $0,54, läge die Dividendenrendite schon bei 12,7% - ohne eine mögliche Wiederaufnahme der Bonusdividende von $0,05.

TCAP befindet sich auf meiner Empfehlungsliste, bisher als Halteposition. Auf diesem ausgebombten Kursniveau überwiegen jedoch die Chancen und der Kurs sollte sich wieder deutlich erholen.

Freitag, 18. März 2016

Investor-Update: Aareal Bank, Hypoport, KKR, Publity, SHW, Triangle Capital

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

DAX kämpft mit der 10.000, Dow auf Jahreshoch
Die Stimmung an den Börsen ist weiterhin nervös, aber sie ist nicht mehr angespannt. Der Ölpreis hat sich von seinen Tiefs deutlich erholt und notiert wieder jenseits der $40-Marke; er kratzt an seinen Jahreshochs. Das gibt der Börse Auftrieb, denn es entspannt die Lage bei den Ölwerten, bei den ölproduzierenden Ländern, bei den Banken mit ihren Krediten, die sie im Öl-Sektor vergeben haben und auch die Notenbanken dürfen sich freuen, da ihr Ziel einer moderaten Inflation mit weiter sinkenden Energiepreisen kaum erreichbar ist.

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index 
Fear-and-Greed-Index weiter gestiegen
Der DAX ringt wieder mit der Marke von 10.000 Punkten und liegt in diesem Jahr noch gute 5 Prozent im Minus, während der Dow Jones bei 17.600 Punkten bereits einen neuen Jahreshöchststand markiert.

Im Zuge dieser Entwicklung hat der Angst-und-Gier-Index weiter leicht zugelegt und notiert mit 79 Punkten inzwischen im oberen Viertel. Das ist noch nicht Besorgniserregend, aber es erhöht auch wieder die Gefahr, dass Anleger zu sorglos werden und unerwartete Rückschläge zu heftigeren Korrekturen ausufern können, weil zu viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt werden können. Andererseits sind die Cash-Quoten vieler institutioneller Anleger immer noch hoch und die geraten zunehmend unter Druck, weil ihnen die Märkte davon laufen und sie nicht dabei sind. Sie hoffen auf einen Rücksetzer, um wieder einsteigen zu können. Kommt der nicht, wird der Leidensdruck immer größer, auf immer höherem Niveau in den Markt einsteigen zu müssen. Value-Investoren haben es da leichter, die schauen auf die Bewertung, nicht auf den Kurs oder Indexstand.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Triangle Capital toppt Ergebnisprognosen, enttäuscht aber bei der Dividende

Die Business Development Company (BDC) Triangle Capital Corp. (NYSE: TCAP) legte gestern Abend nachbörslich Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal vor und konnte die Erwartungen an das Zahlenwerk übertreffen - und enttäuschte doch auf einem anderen Gebiet.

Das Nettoergebnis (Net Investment Income) betrug $19.2 Mio. bzw. $0.58 je Aktie gegenüber $18.5 Mio. und $0.56 im dritten Quartal. Damit toppte man die Erwartungen um $0,02 je Aktie. Für das Gesamtjahr weist TCAP ein um 3,7% erhöhtes Nettoergebnis von $31,8 Mio. aus bzw. $2.16 je Aktie. Damit wurde über die Dividenden das komplette Nettoergebnis an die Aktionäre ausgekehrt.

Der Buchwert je Aktie sank im Quartalsvergleich leicht von $15,48 auf $15,23, was u.a. an dem vergleichsweise geringen Engagement im US-Öl- und Gasbereich liegt.

 Triangle Capital Corp. (Quelle: comdirect.de)
De facto eine Dividendenkürzung
Einen Wermutstropfen müssen Anleger dennoch schlucken: denn auch wenn die Quartalsdividende konstant bei $0,54 gehalten wird, handelt es sich de facto dennoch um eine Dividendenkürzung. Denn über längere Zeit hinweg schüttete TCAP zusätzlich zu dieser regulären Dividende einen Bonus von $0,05 je Aktie aus. Diesen hat man nun gestrichen, da die Einnahmen nicht mehr ausreichen für eine Sonderzahlung. Anleger sollten also davon ausgehen, dass TCAP auf absehbare Zeit erst einmal nur die $0,54 auskehren wird; sollten sich höhere Ergebnisse erzielen lassen, könnte es zu zwischenzeitlichen Sonderausschüttungen kommen, wie das Unternehmen dies früher bereits praktiziert hat. Aber rechnen sollte man angesichts der angespannten Börsen- und Zinslage hiermit nicht unbedingt.

Auf Basis eines Aktienkurses von €16,00 ergäbe sich allerdings noch immer eine attraktive annualisierte Dividendenrendite von 12,3%. Die Ausschüttung erfolgt am 23. März und der Dividendenabschlag ereilt die Aktie am 7. März. Wer in ihren Genuss kommen möchte, sollte also spätestens zum Börsenschluss des 6. Märzes TCAP-Aktien in seinem Depot haben.

TCAP befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Investor-Update: Burberry, KCAP, Main Street Capital, Suncor, TICC

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Doch noch eine Weihnachtsrallye...
Fast schon ein klassisches Börsenmuster: bis Mitte Dezember eher fallende Kurse, dann die Trendwende hin zur Jahresendrallye. Naja, Weihnachtsrallye, das Jahr ist ja noch nicht vorbei und wir haben noch drei Handelstage in diesem stimmungs- und schwankungsanfälligen Jahr 2015. Ich habe mich zu Weihnachten mit ein paar neuen Unternehmen beschenkt und musste mich auch von einem trennen, bei dem ich die Risiken nicht ausreichend gewürdigt, sondern zu sehr auf die Chancen geschaut hatte. Und den Preis dafür bezahlen muss(te).

Donnerstag, 26. November 2015

Triangle Capital zahlt erneut Bonusdividende

Der Finanzkonzern Triangle Capital Corp. ist eine Business Development Companiy (BDC) und gab heute bekannt, dass man für das abgelaufene Quartal eine konstante Basisdividende von 54 Cents auskehren werde und obendrauf erneut einen Bonus von zusätzlichen 5 Cents.

Beim derzeitigen Aktienkurs von 21,35 USD ergeben die annualisierten 2,16 USD (ohne Bonusdividende) eine Dividendenrendite von 11 Prozent. Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 23. Dezember 2015, der Dividendenabschlag ereilt die Aktie bereits am 7. Dezember.

>>> zur Meldung

Freitag, 18. September 2015

Investor-Update: TICC Capital, Triangle Capital, Wells Fargo

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Stock-Picking lohnt sich schon
Wenn nicht gerade der China-Crash (erinnert sich überhaupt noch jemand daran?) als Thema herhalten muss, dann ist es die Zinswende der US-Notenbank FED. Und egal, wie sich die FED entscheidet, die Börse interpretiert das Ereignis selektiv so, wie es gerade passt. War bis Donnerstagabend das Einleiten der Zinswende durch die erste Zinsanhebung seit vielen Jahren noch als großes negatives Event verkauft worden, strafen heute die Börsen das Ausbleiben genau dieses negativen Events ab. Mit der Begründung, festhalten bitte!, wenn die FED die Zinswende nun doch noch einmal verschiebt, dann wohl nur, weil die Konjunktur dermaßen schlecht läuft, dass die höhere Zinsen sie gänzlich abwürgen würden. Hm... die dazu passenden negativen Nachrichten haben wir aber schon seit Wochen vorgelegt bekommen und sie wurden von den Börsianern schlichtweg ignoriert. Ich sehe daher das heutige Hochhüpfen des Euros ggü. dem Dollar sowie das Abtauchen des DAX unter die 10.000 Punkte ganz entspannt. Und als weitere Kaufgelegenheiten.

Denn trotz meiner grundsätzlich negativen Erwartungshaltung für die nächsten Wochen gibt es auch heute schon Unternehmen, die ich für so attraktiv bewertet halte, dass ich mir einige ihrer Aktien ins Depot gelegt habe. Hier habe ich mich bei US-Finanztiteln schadlos gehalten, insbesondere bei zwei Business Development Companies (BDCs), also Mitbewerbern von der bereits auf meiner Empfehlungsliste befindlichen KCAP Capital. Ich werde demnächst einmal ausführlich auf BDCs, ihr Geschäftsmodell, die Chancen und Risiken eingehen. Nur kurz dazu: BDCs sind Investmentfirmen, die in kleine und mittlere Unternehmen investieren und diese mit Kapital ausstatten. Grundlage für ihr Wirken ist der "Investment Company Act of 1940" und sie müssen den ganz überwiegenden Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten - hier ähneln sie den auch in Deutschland bekannten REITs aus dem Immobilienbereich. Am Dienstagabend tauchten die Kurse vieler BDCs an den USA-Börsen nochmals deutlich ab und ich habe gleich am Mittwochmorgen in Frankfurt zu den Eröffnungskursen zugegriffen. Die Kurseinbrüche bei den BDCs in den letzten Monaten mit teilweise Kurshalbierungen bei gleichzeitig sehr hohen Dividenden sehe ich als Einstiegschancen und BDCs auf diesem Niveau als lukrative Depotbeimischungen mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis an.

+ TICC Capital Corp.
Eine Business Development Company (BDC), die deutlich unter ihrem NAV (Nettoinventarwert) notiert und dazu eine Dividendenrendite von rund 17,5% p.a bietet. Mein Timing war bei diesem Unternehmen ganz hervorragend, wenn auch mindestens ebenso glücklich, denn TICC zählt zu den BDCs, die ihre Investments durch eine externe Managementfirma betreuen lassen. Und die wollen sie austauschen. Das TICC-Board hat auch ein neues Managementunternehmen ausfindig gemacht, das zu verbesserten Konditionen arbeiten will. Allerdings gibt es seit kurzem einen Mitbewerber, der es noch günstiger erledigen möchte und dazu noch 20 Mio. USD in TICC-Aktien investieren will. Das Board ignoriert diesen Mitbewerber, obwohl seine Offerte für die TICC-Aktionäre die bessere Wahl zu sein scheint. Und just am Donnerstag, also kurz nach meinem Kauf, trat eine weitere BDC-Firma auf den Plan, TPG Specialty Lending, die TICC ganz übernehmen möchte. Für 7,50 USD, allerdings komplett bezahlt mit (neuen) TPG-Aktien. Der Kurs von TICC schoss daraufhin erst einmal auf deutlich über 6 USD hoch.

Es ist Bewegung in der Branche, denn die Kurseinbrüche haben die Unternehmen sehr attraktiv gemacht für Übernahmen durch größere Mitbewerber. Und auch wenn ich TICC-Aktien vor allem wegen der niedrigen Bewertung und der hohen Dividendenrendite gekauft habe, so sehe ich der weiteren Entwicklung bzgl. der potenziellen neuen Manager - oder gar neuen Eigentümer - sehr entspannt entgegen.

+ Triangle Capital Corp.
Auch TCAP ist eine BDC mit niedriger Bewertung und hoher Dividendenrendite; aktuell rund 12,3% p.a. Meine Kaufgründe sind die gleichen wie bei KCAP Financial und TICC und ich setze zwecks Risikostreuung auf nun drei verschiedene BDCs.

+ Wells Fargo
Keine BDC, sondern eine grundsolide Bank, die größte Bank der USA. Kein Investmentgeschäft, sondern klassisches Einlagen und Kreditgeschäft, inzwischen der größte Haus-Kreditgeber der USA. Wells Fargo ist die Lieblingsaktie von Warren Buffett und die mit Abstand größte Position in seinem Portfolio. Doch nicht nur deshalb habe ich Wells Fargo heute gekauft, sondern wegen des starken Kurseinbruchs von über 6% (auf Euro-Basis). Ursächlich hierfür dürften zwei Faktoren sein: zum einen hat die FED erklärt, einige Großbanken wären nicht ausreichend kapitalisiert für Krisenzeiten (was aber nicht Wells Fargo betrifft) und zum anderen sind Banken große Nutznießer eines Zinsanstiegs, weil sich bei höheren Zinsniveaus für sie höhere Zinsmargen durchsetzen lassen. Da die FED die Zinswende mal wieder verschoben hat, bleiben diese potenziellen zusätzlichen Margen-Ausweitungen erst einmal aus. Damit wird uns richtig verstehen: die Zinsen in den USA werden angehoben werden und zwar schon bald. Ein so großer Kursabsturz (bei gleichzeitigem deutlichem Anziehen des Euros) ist daher völlig überzogen. Und bietet mir als Value Investor eine tolle Gelegenheit, endlich in die wohl beste und solideste Bank der Welt zu einem attraktiven Preis einzusteigen mit einem 2016er KGV von 11,5 und eine Dividendenrendite von 3%.

.: Cashquote
Meine Cashquote liegt trotz der drei Zukäufe weiterhin oberhalb von 20 Prozent und ich erwarte in den kommenden Wochen weitere Kaufgelegenheiten, für die ich Pulver trocken halte.