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Dienstag, 2. Juni 2026

[Guru Investing] Berkshires große KI-Wette ist jetzt... Alphabet

Greg Abel hat Warren Buffett als CEO von Berkshire Hathaway beerbt und ist seit dem Jahresanfang für alle Investmententscheidungen verantwortlich. Im ersten Quartal überwogen die Verkäufe klar die Käufe, so dass Berkshires Cashberg auf atemberaubende 393 Milliarden Dollar angewachsen war – und Sorgen nährte, auch Greg Abel würde keine geeigneten Investmentziele finden. Irrtum!

Allerdings hatte Abel unter anderem sämtliche Position glattgestellt, die der zu JPMorgan gewechselte Todd Combs verantwortet hatte, während er Buffetts fünf "Japan Bets" auf jeweils über 10% an deren Kapital erhöhte hatte und bei Alphabet Berkshires Position mehr als verdreifachte auf 6,3% des Berkshire-Portfolios.
Die Beteiligung an der Google-Mutter war Ende März rund 17 Milliarden Dollar schwer und ist durch Kursgewinne seitdem auf knapp 20 Milliarden Dollar angewachsen. Und nun kommen weitere 10 Milliarden Dollar hinzu, so dass Abel Berkshires Position um ein weiteres Drittel erhöht.

Samstag, 16. Mai 2026

[Guru Investing] Greg Abel kickt die Hälfte von Buffetts Aktien aus dem Berkshire-Depot

Warren Buffetts Portfolio studiere ich schon seit viel Jahren und habe bei vielen seiner neuen und ganz alten Investments seine Beweggründe und Investmentstorys genau angesehen. Ende 2026 ging der beste Investor aller Zeiten in den verdienten Ruhestand und seitdem hat Greg Abel als sein Nachfolger nicht nur den Chefposten bei Berkshire Hathaway übernommen, sondern ist auch für das mehrere hundert Milliarden Dollar schwere Investmentportfolio zuständig.

Nun hat Berkshire sein 13F bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und die Depotveränderungen per 31.03.2026 offenbaren viel Interessantes. Vor allem scheint Greg Abel Tabula Rasa zu machen und reihenweise Positionen zu veräußern, die Buffett teilweise schon vor Jahrzehnten gekauft und dort enorme Kursgewinne und Dividendenzahlungen angehäuft hat.

Diese Entwicklungen und auch der noch einmal deutlich angewachsene Cashberg von um weitere 24 auf inzwischen über 393 Milliarden Dollar wirft einige Fragen auf...

Montag, 19. Januar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Buffett im (Un-)Ruhestand – und was wird jetzt aus Berkshire?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 330. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 3. Quartals 2025 hatte Buffett 41 Aktienpositionen im Depot, darunter eine Neuaufnahme, während der Gesamtwert seines Aktienportfolios leicht auf 267,3 Mrd. USD anwuchs. Sein Portfolio bleibt stark fokussiert, denn die drei größten Positionen stellen mehr als die Hälfte des Gesamtwerts und die fünf größten Positionen bringen es auf mehr als zwei Drittel Gewichtung. Mit einer Turnoverrate von 2 % war er etwas aktiver als zuvor, aber insgesamt gewohnt passiv. Er hat Aktien im Wert von 7,1 Mrd. USD gekauft, aber im Gegenzug Verkäufe im Volumen von 11,6 Mrd. USD getätigt. Er war also erneut Nettoverkäufe von Aktien und Berkshires Aktienquote sank mit 267,3 Mrd. USD auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren – auch wenn der Depotwert sich dank steigender Börsenkurse um knapp 10 Mrd. USD erhöht hat.

Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung bleiben weiterhin die Finanzwerte mit wieder deutlich erhöhtem Anteil von 41 %, während die dahinter liegenden Technologiewerte 23,6 % auf die Waage bringen. Defensive Konsumwerte sanken leicht auf 15,0 %, halten sich aber vor dem Energiesektor mit 11,8 % und den Kommunikationswerten, die ihren Anteil auf 3,5 % annähernd verdoppelt haben und damit die Gesundheitsbranche überholten, die weiter nachgab auf 2,3 %.

Nach einer vorübergehenden Pause hat Buffett nun zum zweiten Mal wieder Apple-Aktien verkauft. Er trennte sich von 14,8 Mio. Anteilen bzw. knapp 15 % seines Bestands. Und auch bei der Bank of America blieb er auf der Verkäuferseite und stieß weitere 6 % seiner Position ab, während er bei VeriSign sogar ein Drittel seiner Position verkauft hat.

Erneut aufgestockt hat Buffett seine Position am Spezialversicherer Chubb Ltd., SiriusXM und an Domino's Pizza. Besonders bemerkenswert ist allerdings Buffetts Einstieg bei der Google-Mutter Alphabet. Den Zug hatte er immer wieder verpasst und im Jahr 2017 angemerkt, dass er Google schon vor Jahren hätte kaufen sollen.

Und doch ist dies alles nur Begleitmusik, denn die eigentliche Geschichte spielt sich woanders ab: nach 60 Jahren auf dem Chefposten ist Warren Buffett ins zweite Glied zurückgetreten und hat den Staffelstab an Greg Abel übergeben. Operativ liefen die Geschäfte bei Berkshire hervorragend, aber der Kurs preist schon länger den "Buffett-Faktor" aus und hinkt der Börsenentwicklung hinterher. Doch Buffett hat seine Entscheidung für Abel nicht aus der Not heraus getroffen, sondern aus Überzeugung! Und zeigte er sich überzeugt, dass Berkshire auch in hundert Jahren noch bestehe und erfolgreich sei - aber kann das wirklich wahr sein?


Disclaimer: Habe Alphabet, Apple, Berkshire, Domino's auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Sonntag, 5. Oktober 2025

[Im Fokus] The Coca-Cola Company: Warren Buffett liebt diesen Dividendenking - und seine Kultbrause. (Nicht nur) eine Frage des Geschmacks?!

Quelle: Coca-Cola
In diesem Kurzportrait geht es um The Coca-Cola Company, eine der wertvollsten Marken der Welt. Das Unternehmen wurde bereits 1892 gegründet und ist heute das weltweit größte Unternehmen für alkoholfreie Getränke. Es besitzt oder lizenziert mehr als 500 alkoholfreie sowohl kohlensäurehaltige als auch stille Getränke. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in mehr als 200 Ländern auf der ganzen Welt und hat 20 Marken, die jeweils einen Jahresumsatz von 1 Mrd. USD oder mehr erzielen. Täglich werden mehr als 2 Mrd. Getränke des Konzerns konsumiert, die 2024 einen Jahresumsatz von knapp 47 Mrd. USD erwirtschafteten.

Das Portfolio an kohlensäurehaltigen Getränken umfasst das Flaggschiff Coca-Cola sowie weitere Limonadenmarken wie Sprite, Fanta oder Mezzo Mix. Das Portfolio an stillen Getränken umfasst Wasser (Apollinaris, Vio), Säfte (Lift, Powerade) und trinkfertige Tees (Dasani, Minute Maid, Honest Tea).

Größter Aktionär ist Starinvestor Warren Buffett, den eine ganz besondere Geschichte mit dem Unternehmen verbindet. Und noch mehr...

Montag, 25. August 2025

Kissigs Portfoliocheck: Buffetts Depot soll mit UnitedHealth gesunden

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 312. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 2. Quartals 2025 hatte Buffett 41 Aktienpositionen im Depot, darunter drei Neuaufnahmen, während der Gesamtwert seines Aktienportfolios leicht auf 257,5 Mrd. USD zurückging. Sein Portfolio bleibt stark fokussiert, denn die drei größten Positionen stellen mehr als die Hälfte des Gesamtwerts und die fünf größten Positionen bringen es auf knapp drei Viertel Gewichtung. Mit einer Turnoverrate von 1 % war er wieder gewohnt passiv, während Berkshires Aktienquote mit 257,5 Mrd. USD auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren sank. Anzumerken ist allerdings, dass Berkshires US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand inzwischen für deutlich weniger als die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway ausmacht. Den überwiegenden Teil des Cashbergs von 344 Mrd. USD hat Buffett in kurzlaufende US-Staatsanleihen investiert, die nach Schätzung von JPMorgan inzwischen für 5 % aller von der US-Regierung ausgegebenen Anleihen stehen.

Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung bleiben weiterhin die Finanzwerte mit wieder deutlich erhöhtem Anteil von 41,4 %, während die dahinter liegenden Technologiewerte mit nun 23,8 % weiter an Boden verloren haben. Defensive Konsumwerte blieben mit 16,5 % weitgehend konstant vor dem leicht auf 1,1 % gesunkenen Energiesektor und dem weit abgeschlagenen Gesundheitssektor mit einem Anteil von 2,5 %.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit trennte sich Buffett wieder von Apple-Aktien; er baute seinen Bestand um 200.000 Anteile bzw. knapp 7 % ab. Auch bei der Bank of America verkaufte er über 4 % seiner Aktienposition, allerdings reduziert er bei der US-Großbank sein Engagement schon länger und fortlaufend und stieß inzwischen fast die Hälfte seiner ursprünglichen Position ab. Bei T-Mobile US, der Tochter der Deutschen Telekom, stieg er sogar vollständig aus - mit einem fetten Gewinn.

Aufgestockt hat Buffett vor allem bei seinen kleineren Positionen, so bei Pool Corp. um 136 % und bei Constellation Brands um 11,5 %. Zudem stieg er ganz frisch ein beim größten US-Krankenversicherungsunternehmen UnitedHealth. Und damit erzielte er höchste Aufmerksamkeit. Denn das Unternehmen war jahrelang der Traum eines jeden Anlegers mit steigenden Umsätzen, steigenden Gewinnen und steigenden Aktienkursen. Doch seit einiger Zeit hat sich einfach alles gegen die erfolgsverwöhnte Firma gewendet. Außer Buffett...!?


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire, auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 22. Mai 2025

Kissigs Portfoliocheck: Ist Warren Buffett jetzt wirklich am Ende?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 299. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 1. Quartals 2025 hatte Buffett Buffett 36 Aktienpositionen im Depot, darunter keine Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel leicht von 267 Mrd. auf 258,7 Mrd. USD, denn Buffett hat erneut mehr Aktien verkauft als Positionen aufgestockt; sein Cashberg (inkl. US-Staatsanleihen) erzielte mit 347,7 Mrd. USD einen neuen Rekordwert.

Sein Portfolio bleibt stark fokussiert, denn die drei größten Positionen stellen mehr als die Hälfte des Gesamtwerts, und die fünf größten Positionen bringen es auf deutlich über zwei Drittel. Bei seiner größten Position Apple hat Buffett seine Verkäufe seit einiger Zeit eingestellt und hält seine Position bei konstanten 300 Mio. Aktien. Doch bei der Bank of America setzte er seine Verkäufe unbeirrt fort und baute weitere 7 % seines Bestands ab und bei der Citigroup ist er inzwischen sogar komplett ausgestiegen. Ein bisschen Geld ausgegeben hat Buffett dann aber doch. Im Vorquartal war er bei Constellation Brands frisch eingestiegen und hat nun seine Position mehr als verdoppelt. Mit mehr als 140 % noch stärker aufgestockt hat Buffett seine Beteiligung an Pool Corp., die Schwimmbadbedarf verkaufen, und bei Domino's um weitere 10 %.

Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung bleiben weiterhin die Finanzwerte mit leicht reduzierten 37 %, während die dahinter liegenden Technologiewerte mit nun 27 % ebenfalls etwas an Boden verloren haben. Defensive Konsumwerte sind mit 17 % nun nochmals höher gewichtet vor dem Energiesektor, der in ähnlichem Ausmaß auf 13 % gesunken ist. Weit abgeschlagen folgen Kommunikationsdienste und Gesundheitswerte mit jeweils rund 2 % vor zyklischen Konsumwerten mit gut 1 % Anteil und neuerdings auch Industriewerten, die es aber gerade mal auf ein Gewicht von 0,5 % bringen.

Doch die größte Aufmerksamkeit erzielte Buffett diesmal an anderer Stelle, denn auf der Hauptversammlung von Berkshire verkündete er seinen Abschied vom Posten des CEO. Diesen wird ab dem Jahresende Greg Abel übernehmen, während Buffett "nur" noch als Chairman of the Board und als Berater fungieren wird. Nach 60 Jahren an der Spitze ist diese Veränderung nach dem Tod von Charlie Munger, den Buffett letztes Jahr als "Architekt von Berkshire" gewürdigt hatte, die zweite gravierende Zäsur für Berkshire - und sorgt für Unruhe unter deren Aktionären...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire, Domino's auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 6. März 2025

Kissigs Aktien Report: Buffett liebt unangreifbare Geschäftsmodelle und kaufte sich... eine Eisenbahn

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 200 vom 28.02.2025

Montag, 3. März 2025

Kissigs Portfoliocheck: Domino’s macht nun auch Warren Buffett heiß

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 289. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 4. Quartals 2024 hatte Buffett Buffett 39 Aktienpositionen im Depot, darunter eine Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios stieg leicht von 266 Mrd. auf 267 Mrd. USD und unterstreicht die starke Börsenperformance im 2024er Schlussquartal, denn Buffett war erneut ein Nettoaktienverkäufer. Sein Portfolio bleibt stark fokussiert, denn die fünf größten Positionen stellen 72 % des Gesamtwerts. Dabei gab es bei seiner größten Position Apple keine weiteren Verkäufe mehr. Doch bei der Bank of America drückte er weiter unbeirrt den Verkaufsknopf und baute nochmals 15 % seiner Position ab. Mit der Citigroup traf es eine weitere US-Großbank, bei der Buffett auf einen erfolgreichen Turnaround spekuliert hat. Nun verkaufte er rund drei Viertel seiner Anteile. Neu eingestiegen ist Buffett bei Constellation Brands, dem größten Anbieter von alkoholischen Getränken in den Kategorien Bier, Wein und Spirituosen in den USA und bei Domino's Pizza stockte er nach seinem Ersteinstieg im letzten Quartal nun weiter auf. Das Franchise-Unternehmen passt als nimmersatt sprudelnde Lizenzgebührenquelle perfekt in Buffetts Strategie.

Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung sind erneut die Finanzwerte mit unveränderten 39 %, während die Technologiewerte mit 29 % wieder etwas an Boden gewonnen haben. Es folgen weiterhin defensive Konsumwerte mit 15 % vor dem Energiesektor mit 11 % sowie Kommunikationsdienste und Gesundheitswerte mit jeweils rund 2 %. Neu in der Liste sind zyklische Konsumwerte mit gut 1 % Anteil. Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem auf 325 Mrd. USD angewachsenen Cashbestand (inkl. Anleihen) inzwischen für deutlich weniger als die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Und dann präsentierte Buffett auch noch Berkshires Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 und das 4. Quartal spielte einen neuen Rekordwert ein - passend zum neuen Allzeithoch der Berkshire-Aktie. 5,5 Mio. % Kursgewinn in 60 Jahren sind weiterhin ungeschlagen...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 10. Januar 2025

Kissigs Portfoliocheck: 3,8 Millionen Prozent in 60 Jahren – das schafft nur Warren Buffett

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 283. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 3. Quartals 2024 hatte Buffett unverändert 37 Aktienpositionen im Depot, darunter zwei Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel von 280 Mrd. auf 266 Mrd. USD, vor allem wegen größerer Verkäufe. Höchstes Augenmerk richten die Anleger seit einiger Zeit auf Berkshires Cash-Bestand, da Buffett seit einigen Quartalen bei seinen beiden größten Positionen Apple und Bank of America seinen Aktienbestand deutlich verringert. Das setzte sich auch zwischen Juli und September fort und so wuchs sein Cash-Bestand in dieser Zeit um 48 Mrd. auf die neue Rekordmarke von 325,2 Mrd. USD an.

Sein Depot bleibt stark fokussiert und so machen die fünf größten Positionen rund 71 % des Portfolios aus. Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung sind erneut die Finanzwerte mit 39,4 %, während die Technologiewerte mit 27,2 % weiter an Boden verloren haben. Es folgen weiterhin defensive Konsumwerte mit nun 16,2 % vor dem Energiesektor mit 11,5 %, Gesundheitswerten mit 2,2 % und Kommunikationsdiensten mit 2,1 %. Unter Buffetts Top-Beteiligungen gab es nur zwei Bewegungen, und beides waren kräftige Verkäufe. Die Reduzierung bei Apple hatte die größte Auswirkung auf sein Portfolio, dennoch blieb der iPhone-Konzern mit mehr als 26 % seine schwerste Beteiligung. Die bisherige zweitplatzierte Bank of America musste wegen des Teilverkaufs sogar den zweiten Platz räumen, auf den nun American Express vorgerückt ist. Der Kreditkartenkonzern war 2024 mit einem Zugewinn von knapp 58,5 % die drittbeste Aktie im Dow Jones Index. An dem Kreditkartenpionier hält Buffett rund 21,5 % und mit 29 Jahren Zugehörigkeit ist es Buffetts zweitälteste Position im Depot.

Höchstes Augenmerk verdient aber Buffetts Jubiläum: vor 60 Jahren stieg er bei der maroden Berkshire Hathaway ein und formte daraus eine unbändige Compounding Machine. Der Aktienkurs folgte den Erfolgen von 12 USD, die Buffett 1964 dafür bezahlt hatte, bis auf das bisherige Allzeithoch bei gut 724.000 USD, das die A-Aktie Ende November 2024 markierte. Am Jahresende hatte die Aktie gut 27 % zugelegt, während der S&P 500 23,3 % erreichte. Der kumulierte Zuwachs der Berkshire-Aktie seit Buffetts Übernahme 1964 beläuft sich auf 3.787.464 % verglichen mit "nur" 24.708 % für den S&P 500. Kein anderer Vergleich zeigt die unbändige Kraft des Zinseszinses besser - und Buffetts außergewöhnliche Klasse!


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Mittwoch, 9. Oktober 2024

Kissigs Portfoliocheck: Warren Buffett und die neue große Leere – nach Apple fliegt nun auch die Bank of America

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 273. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 2. Quartals 2024 hatte Buffett unverändert 41 Aktienpositionen im Depot, darunter zwei Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel im Quartal von 332 auf 280 Mrd. USD. Nicht aufgrund von Kursschwäche oder Erfolglosigkeit, sondern wegen der erheblicher Aktienverkäufe, vor allem bei Apple. Dem entsprechend stellte sein Cashbestand Ende Juni neue Rekordmarken auf. Nach bereits kräftiger Erhöhung zum Ende des 1. Quartals stieg Berkshires Bestand an Bargeld und US-Staatsanleihen weiter von 189 Mrd. auf nun 277 Mrd. USD an, davon 234,6 Mrd. USD in Schatzanweisungen. Das hatte auch Folgen für die Sektorgewichtung. Neuer Spitzenreiter sind die Finanzwerte mit 37,9 %, während die Technologiewerte mit 30,9 % nur noch den zweiten Platz einnehmen. Es folgen weiterhin Defensive Konsumwerte mit 13,7 %, der Energiesektor mit 12,4 %, Kommunikationsdienste mit 2,1 % und der Gesundheitssektor mit 1,8 %.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 75% des Gesamtwerts. Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand lediglich für etwa die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Hinzu kommen noch die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen sowie einige Anleihen und ausländische Aktienbeteiligungen, die nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen.

Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple. Buffett hat seine größte Position allerdings signifikant reduziert. Als er im Vorquartal 13 % abbaute, erklärte er noch: "Solange nichts Dramatisches passiert, das die Kapitalallokation und die Strategie wirklich ändert, wird Apple unsere größte Investition sein". Nun folgte eine glatte Halbierung, was sein Depotvolumen alleine um ein Fünftel verringerte. Und so unspektakulär in Buffetts Portfolio die Position an Bank-of-America im 2. Quartal daherkommt, macht seine zweitgrößte Beteiligung doch seitdem immer wieder Schlagzeilen. Denn Buffett verkauft ständig weitere Aktienpakete und da er mehr als 10 % der Anteile hält, muss er seine Verkäufe zeitnah öffentlich bekannt geben. Noch. Denn inzwischen liegt er nur noch knapp über dieser Marke. Der Grund für seine Verkäufe dürfte derselbe sein wie bei Apple...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 16. August 2024

Kissigs Aktien Report: Apple vor dem Aus? Die wahren Gründe für Buffetts Verkauf

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 176 vom 09.08.2024

Freitag, 12. Juli 2024

Kissig Portfoliocheck: Warren Buffett setzt auf Cash – und OXY

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 262. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 1. Quartals 2024 hatte Buffett unverändert 41 Aktienpositionen im Depot. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel im Quartal von 352 auf 332 Mrd. USD, vor allem durch Aktienverkäufe. Und so hat der Cashbestand per Ende März mit 189,0 Mrd. USD gegenüber 167,64 Mrd. zum 31. Dezember 2023 einen neuen Rekord erzielt und dürfte in absehbarer Zeit die Marke von 200 Mrd. USD übersteigen.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 75% des Gesamtwerts. Technologieunternehmen dominieren mit 41,8 % (Q3: 51,5) vor Finanzwerten mit 31,2 % (Q4: 24,3), defensiven Konsumwerten mit 11,9 % (Q4: 10,9), dem Energiesektor mit 10,7 % (Q4: 9,6), Kommunikationsdiensten mit 1,9 % (Q4: 1,9) und dem Gesundheitssektor mit 1,5 % (Q4: 1,1). Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand lediglich für etwa die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Hinzu kommen noch die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen sowie einige Anleihen und ausländische Aktienbeteiligungen, die nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen.

Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple. Der iPhone-Konzern steht allerdings 'nur' noch für rund 40 % statt zuvor 50 % von Berkshires Aktienportfolio, da Buffett seine Position um knapp 13 % abgebaut hat. Er verwies darauf, dass die gewaltige Zunahme bei der US-Verschuldung zwangsläufig in höhere Steuersätze münden werde. Da Berkshire auf sehr hohen Buchgewinnen bei seinem Apple-Engagement sitze, realisiere man heute einen Teil dieser Gewinne, um dies nicht später bei erwartet höheren Steuersätzen tun zu müssen. Bei Paramount und HP ist Buffett inzwischen komplett ausgestiegen und das Rätsel um seine "geheime neue Aktienposition", die er seit dem 3. Quartal 2023 eingesammelt hatte, ist nun ebenfalls gelüftet: es ist der Versicherungskonzern Chubb Ltd. Und dann kauft Buffett unbeirrt weitere Aktien von Occidental Petroleum; hier hält er inzwischen 29 % und könnte seinen Anteil auf bis zu 50 % ausbauen...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 5. April 2024

Kissigs Portfoliocheck: Buffett stockt im Energiesektor weiter auf. Und hat hier die größten Probleme

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 251. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 4. Quartals 2023 hatte Buffett 41 Aktienpositionen im Depot, darunter fanden sich keine Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios stieg im Quartal um 11 % auf 347 Mrd. USD. Zudem kann Berkshire auf Barmittel in Höhe von 167,6 Mrd. USD zurückgreifen und übertraf mit diesem neuen Rekordwert die 157,2 Mrd. USD von Ende September. Allerdings steht das US-Aktienportfolio zusammen mit dem Cashbestand lediglich für etwa die Hälfte der Vermögenswerte von Berkshire Hathaway. Hinzu kommen noch die vielen nicht börsennotierten Tochterunternehmen sowie einige Anleihen und ausländische Aktienbeteiligungen, die nicht in seinen 13F-Formularen auftauchen.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 80% des Gesamtwerts. Technologieunternehmen dominieren mit 51,5% (Q3: 52,1) vor Finanzwerten mit 24,3% (Q3: 22,0), defensiven Konsumwerten mit 10,9% (Q3: 11,4), dem Energiesektor mit 9,6% (Q3: 10,6) und Kommunikationsdiensten mit 1,9% (Q3: 2,0). Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple, eines von Buffetts größten Erfolgsinvestments, obwohl der Kurs seit drei Jahren seitwärts läuft. Der Iphone-Konzern steht nun für 50% von Berkshires Aktienportfolio, nachdem es Ende des Vorquartals noch 46,5 % waren. Dank deren ausgedehnter Aktienrückkäufe steigt Buffetts Anteil auch ohne eigenes Zukaufen weiter an auf inzwischen 5,86%. Dem Anlegermagazin Barron's zufolge hat Apple seit 2018 durch aggressive Rückkäufe die Anzahl der ausstehenden Aktien um fast 25% reduziert. Die Bank of America bringt 10% auf die Waage und die drittplatzierte American Express 8,2%. An dem Kreditkartenpionier hält Buffett mehr als 20% und mit 29 Jahren Zugehörigkeit ist es Buffetts zweitälteste Depotposition. Mit inzwischen 35 Jahren ist die mit 6,8% viertplatzierte Beteiligung an Coca-Cola Buffetts älteste noch im Portfolio vorhandene Position. Buffett hat für seine 400 Mio. Anteile insgesamt rund 1,29 Mrd. USD investiert und bekommt dafür inzwischen 736 Mio. USD an Dividenden – pro Jahr! Es schließen sich der Energieriese Chevron mit 5,4% Gewichtung und der Öl- und Gasexplorer Occidental Petroleum mit 4,2% an, die Buffett beide während der Schwächephase der Energieaktien aufgestockt hat.

Die nicht (mehr) börsennotierte Tochter BH Energy bezeichnete Buffett in seinem Aktionärsbrief allerdings als "schwerwiegende Ergebnisenttäuschung im vergangenen Jahr". Die eigentlich so soliden Resultate im Stromnetz geraten zunehmend unter Druck aufgrund kurzfristig motivierter politischer Eingriffe. Und das gefährdet nicht nur die Ergebnisse der Unternehmen, sondern könnte sogar Insolvenzen zur Folge haben. Mit entsprechenden enormen negativen Folgen für die Anteilseigner - wie Berkshire...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 29. Dezember 2023

Kissigs Aktien Report: Buffett auf Rekordjagd. Zahlen sich seine Big Bets auch 2024 aus?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 155 vom 22.12.2023

Dienstag, 19. September 2023

Kissigs Aktien Report: Charlie Mungers bester Deal war keine große Sache. Und genau darum geht’s…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 147 vom 08.09.2023

Montag, 4. September 2023

[Kissigs Börsentheater] Bill Ackman erklärt, die besten Absicherungsgeschäfte seien die, in die man ohnehin investieren würde, auch wenn man die Absicherung nicht bräuchte

Starinvestor Bill Ackmann führt ein sehr fokussiertes Depot und ab und zu sichert er dieses gegen Verlustrisiken ab. So war er einer der wenigen Investoren, die im Corona-Absturz einen große Summe mit Puts verdienten, deren Gewinne er dann realisierte und in die Erholung hinein in aussichtsreiche Aktien investierte. So verdiente er gleich doppelt. Dieses Vorgehen ist letztlich auch eine Form des Markttimings und klappt natürlich nicht jedes Mal - irrt man sich über die Marktentwicklung kostet es sogar Rendite. Daraus hat Ackman seine Lehren gezogen, die sich auch auf die Auswahl der Unternehmen für sein Depot auswirkt.
"Die besten Absicherungsgeschäfte sind die, in die man ohnehin investieren würde, auch wenn man die Absicherung nicht bräuchte."
(Bill Ackman, 2023)
Hat man Angst vor Kurseinbrüchen, kann man entweder seine Aktien verkaufen oder das Depot durch Puts absichern. Manchmal liegt man damit richtig, wie Bill Ackman im Corona-Absturz, manchmal schmeißt man Geld zum Fenster raus. Eine Alternative ist, vor allem auf Unternehmen zu setzen, die in jeder Wirtschafts- und Krisenlage zurechtkommen und ggf. sogar gestärkt aus ihnen hervorgehen. Solche Dauerbrenner mit Preissetzungsmacht und starkem ökonomischen Burggraben ('Moat') gehören ins Depot – egal, ob in guten oder schlechten Zeiten. Das dahinterstehende Konzept nennt sich Quality Investing und damit klappt’s auf lange Sicht auch mit der Rendite, allen zwischenzeitlichen Turbulenzen zum Trotz.

Dienstag, 29. August 2023

Kissigs Portfoliocheck: Warren Buffett und sein Gespür für… Geld?!

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 234. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 2. Quartals 2023 hatte hatte Buffett 49 Positionen im Depot und damit drei mehr als bisher. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios lag Ende des Quartals bei 348 Mrd. USD gegenüber 325 Mrd. drei Monate zuvor. Hinzu kommt der Bestand an Barmitteln und kurzfristigen Wertpapieren von beinahe 150 Mrd. USD.

Buffetts Depot ist stark fokussiert: Die fünf Top-Aktien stehen für knapp 80 % des Gesamtwerts. Technologieaktien bringen es auf 53,3 % (Q1: 48,7 %) vor Finanzwerten mit 21,9 % (Q1: 22,5 %). Defensive Konsumwerte behaupten den dritten Rang mit 11 % (Q1: 12,3 %) vor Energiewerten mit 9,3 % (Q1: 10,7) vor Kommunikationswerten mit 2,2 % (Q1: 3,2 %).

Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple. Der Iphone-Konzern steht nun für 51 % von Berkshires Aktienportfolio, nachdem es Ende des Vorquartals noch 46,5 % waren. Dank deren ausgedehnter Aktienrückkäufe steigt Buffetts Anteil auch ohne eigenes Zukaufen weiter an von 5,82 auf inzwischen 5,86 %. Die Bank of America bringt 8,5 % auf die Waage und die drittplatzierte American Express 7,6 %. An dem Kreditkartenpionier hält Buffett mehr als 20 % und mit 29 Jahren Zugehörigkeit ist es Buffetts zweitälteste Position im Depot. Mit inzwischen 35 Jahren ist die mit 6,9 % viertplatzierte Beteiligung an Coca-Cola Buffetts älteste noch im Portfolio vorhandene Position, während der Energieriese Chevron wegen der anhaltenden Verkäufe bereits im Vorquartal auf den fünften Rang zurückgefallen war. Mit 5,6 % Gewichtung liegt er aber noch immer deutlich vor der erneut aufgestockten Occidental Petroleum, die es auf 3,8 % bringen.
"Cash ist immer eine wichtige Reserve, um investieren zu können, wenn andere verkaufen müssen."
(Warren Buffett)
Der 'weiße Elefant' im Raum ist Buffetts weiter ansteigender Cash-Berg. Dieser ist Ende Juni auf 147,4 Mrd. USD angewachsen nach 130,6 Mrd. Ende März und 128,6 Mrd. Ende 2022. Das ist Rekordniveau und angesichts der fulminanten Börsenrallye im 1. Halbjahr, dem bevorstehenden 'launischen Börsenherbst', herausfordernder Wirtschaftslage und wieder haussierender Crash-Prognosen deuten Beobachter dies gern als Buffetts Vorbereitung auf einen drohenden Börsencrash. Und dann sollen Buffett angeblich auch noch die Investitionsmöglichkeiten ausgegangen sein. Oder steckt mehr dahinter?


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Dienstag, 15. August 2023

Kissigs Aktien Report: Jahrhundertdeal oder Klumpenrisiko? Warren Buffett und sein Gespür für… Apple

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 144 vom 11.08.2023

Freitag, 19. Mai 2023

Kissigs Portfoliocheck: Buffett steigt bei den Banken aus und kauft sich... eine Bank?!

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 224. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das 'Orakel von Omaha', wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Über viele Jahre häufte Buffett einen immer größer werdenden Cash-Berg an, der in der Spitze 150 Mrd. USD erreichte. Ihm schienen die Investitionsmöglichkeiten ausgegangen zu sein, wurde kritisiert oder er habe sein Gespür für gute Gelegenheiten verloren, weil er während der Hausse der Wachstumswerte den steigenden Bewertungen nicht hinterherlief. Zudem operieren unter dem Dach von Berkshire Hathaway eine Reihe von nicht börsennotierten Versicherungsgesellschaften, für deren operatives Geschäft Buffett stets ausreichend Liquidität vorhalten muss. Er hat also weniger Geld zur freien Verfügung, als es auf den ersten Blick scheint.

Ende des 1. Quartals 2023 hatte Buffett 48 Aktienpositionen im Depot und damit zwei weniger als bisher. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios lag Ende des Quartals bei 325 Mrd. USD gegenüber 299 Mrd. drei Monate zuvor. Hinzu kommt der Bestand an Barmitteln und kurzfristigen Wertpapieren von rund 130 Mrd. USD.

Buffetts Depot ist stark fokussiert; die drei Top-Werte stehen für etwa 63 % des Gesamtwerts, die 5 Schwergewichte bringen es auf 77 %. Technologieaktien bringen es auf 48,7 % (+7,4 %) vor Finanzwerte mit 22,5 % (-2,2 %). Neuer dritter sind defensive Konsumwerte mit 12,3 % (-1,4 %), die sich an den Energiewerten vorbeigeschoben haben, die es noch auf 10,7 % bringen (-3,2 %). Auf Platz fünf liegen weiterhin die Kommunikationswerte mit 3,2 % (-0,4 %).

Alter und neuer Depotspitzenreiter ist Apple. Dank der starken Kursentwicklung und dem Aufstocken der Position steht der iPhone-Konzern nun für knapp 46,5 % von Berkshires Aktienportfolio. Die ebenfalls aufgestockte Position an der Bank of America bringt 9,1 % auf die Waage und die drittplatzierte American Express 7,7 %. Es folgen Coca-Cola und Chevron, bei der Buffett annähernd ein Fünftel seiner Position veräußert hat, während er gleichzeitig bei Occidental Petroleum weiter aufstockte. Komplett getrennt hat er sich u.a. von der Bank of New York Mellon und U.S. Bancorp. Doch eine grundlegende Abkehr vom Bankensektor bedeutet dies nicht, denn neben dem Aufstocken bei BoA kaufte sich Buffett auch ganz frisch beim Kreditkartendienstleister Capital One ein...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Mittwoch, 17. Mai 2023

Kissigs Aktien Report: Big in Japan - Oder was treibt Warren Buffett da im Land der aufgehenden Sonne?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 132 vom 12.05.2023