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Freitag, 15. Mai 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 15.05.1911 erging das Zerschlagungsurteil gegen Standard Oil und zwang Rockefellers Öl-Imperium in die Knie - oder nicht?

Quelle: Wikipedia
Am 15.05.1911 fiel der Hammer: Standard Oil, das Öl-Imperium von John D. Rockefeller, erlitt vor dem Obersten Gerichtshof der USA eine bis dahin beispiellose Niederlage und wurde in 34 einzelne Unternehmen zerschlagen.

Damit endete eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Das war zumindest der Plan, aber die Realität sah dann doch etwas anders aus. Und so ist dies eine Geschichte über skrupelloses Unternehmertum, Erfolg, Dominanz und Scheitern - und das Erbe eines Imperiums das bis heute (s)eine Rolle spielt...
 

Freitag, 2. Januar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 02.01.1882 schuf John D. Rockefeller den Standard Oil Trust und damit das wohl mächtigste Monopol der Weltgeschichte

Am 02.01.1882 gründete John D. Rockefeller den Standard Oil Trust und schrieb damit Wirtschaftsgeschichte, indem er das wohl mächtigste Monopol der Weltgeschichte schuf. Sein Aufstieg ist eng mit der Entstehung der amerikanischen Erdölindustrie verbunden. Seine Skrupellosigkeit machte ihn zum reichsten Menschen der Welt, führte aber auch zu politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen, die schließlich in der Zerschlagung von Standard Oil im Jahr 1911 gipfelten. Und Rockefeller noch reicher machten.

Kaum eine Unternehmerpersönlichkeit hat die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert so nachhaltig geprägt wie John Davison Rockefeller. Sein Name ist untrennbar mit dem Aufstieg der amerikanischen Erdölindustrie verbunden und steht zugleich als Symbol für die Ambivalenz des industriellen Kapitalismus: außergewöhnlicher unternehmerischer Erfolg auf der einen Seite, aggressive Geschäftspraktiken, Marktkonzentration und monopolistische Macht auf der anderen. Es ist die Geschichte eines rasanten Aufstiegs und epischen Falls - sollte man meinen...

Montag, 19. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Das Ende des Öl-Zeitalters?!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Freitag, 8. Juni 2018

Texas Pacific Land: Gelddruckmaschine oder Öl getriebene Spekulationsblase?

Texas Pacific Land ist ein weitgehend unbekanntes Unternehmen aus dem Süden der USA. Ich hatte es erst im Mai auf meine Beobachtungsliste genommen und es wurde seitdem mehrfach der Wunsch an mich heran getragen, das Unternehmen ausführlicher vorzustellen. Es gibt nämlich nur wenig Informationen und kaum/keine Analystenberichte und das Unternehmen scheint hoch bewertet und damit wohl auf den ersten Blick nicht besonders attraktiv für Anleger.

Wirft man einen Blick auf die Kursentwicklung, wird dieser Eindruck noch verstärkt: jahrzehntelang kaum Kursbewegungen, aber seit 2010 eine Steigerung um rund 2.500%. Nach einem Zwischenhoch im Jahr 2014 bei rund 200 Dollar gab es in der kurzen Ölkrise Anfang 2016 eine Kurshalbierung auf 100 Dollar, doch seitdem kennt der Kurs kein Halten mehr und schraubte sich bis auf aktuell 700 Dollar hoch. Ins Jahr gestartet war der Kurs bei 450 Dollar und da Texas Pacific Land Trust nur ein Grundbesitzer ist mit großen Flächen an staubigem Wüstensand, kann es sich ja nur um eine hochexplosive Spekulationsblase handeln...

Donnerstag, 26. März 2015

Warren Buffett tankt Kraft mit Übernahme

Er hat es wieder getan, er hat erneut alle überrascht: Starinvestor Warren Buffett hat mit der Übernahmeofferte für Kraft Foods einmal mehr seine Vorliebe für spektakuläre Übernahme bewiesen. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway wird zusammen mit dem Brasilianischen Finanzinvestor 3G Kraft Foods mit der erst vor anderthalb Jahren übernommenen Heinz Ketchup verschmelzen. Kraft Foods-Aktionäre werden 49 Prozent Anteil an der neuen "The Kraft Heinz Company" halten und bekommen noch einen Baraufschlag von 16,50 USD pro Aktie als Ausgleich. Buffett und 3G werden insgesamt zusätzliche 10 Mrd. USD in die Übernahme stecken. Die restlichen Aktien bleiben bei 3G und Berkshire; Buffetts Anteil an der 23 Mrd. USD-Übernahme von Heinz hatte 12 Mrd. USD betragen und er meinte damals, die Übernahme habe Berkshire lediglich den Gewinn eines einzigen Jahres gekostet. Das zeigt die enorme Ertragskraft des Konglomerats.

Mit der Fusion entsteht ein neuer Gigant am Nahrungsmittelhimmel, weltweit die Nummer 5. Der Umsatz wird auf 28 Mrd. USD kommen, während Branchenprimus Nestlé 95 Mrd. USD Umsatz erzielt. Alex Behring, Vorsitzender von Heinz, wird Vorsitzender von Kraft Heinz Co., der Vorsitzende und CEO von Kraft, John Cahill, wird Vizevorsitzender. Kraft hat in den USA zu kämpfen, weil immer mehr Amerikaner auf gesünderes Essen setzen. Und so wird der Synergieeffekt für das fusionierte Unternehmen auch auf 1,5 Mrd. USD pro Jahr beziffert.

Mit der Übernahme setzen Berkshire und 3G ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die sie bereits bei der Übernahme von Heinz Ketchup und später bei der Übernahme der Donut-Kette Tim Hortons (für die 3G-Tochter Burger King) praktiziert hatten. Und jetzt ist auch klar, was Warren Buffet kürzlich meinte, als er gefragt wurde, weshalb er seine Beteiligung an ExxonMobil komplett abgestoßen hat. Er äußerte damals, ExxonMobil sei ein hervorragendes Unternehmen mit weiterhin guten Aussichten, Berkshire habe jedoch bessere Möglichkeiten, sein Geld zu investieren. Seit gestern wissen wir, was ihm vor die Elefantenbüchse gekommen war und entsprechend begeistert zeigt er sich über die Aussichten für das kombinierte Unternehmen: "Das ist meine Art einer Transaktion: zwei Unternehmen von Weltklasse zu vereinen und Shareholder-Value zu schaffen“.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 4. Quartal 2014?

Value Investor Warren Buffett musste wieder einmal für seine Investmentholding Berkshire Hathaway das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe offenlegen muss.

Wichtigste Käufe
Nachdem die Position im Landmaschinenhersteller Deere & Co. erst im dritten Quartal 2014 abgestoßen wurde, kaufte Buffett nun wieder massiv zu und hält per 31. Dezember 2013 nun 17,1 Mio. Aktien. Neu ist seine Position in Rupert Murdochs 21st Century Fox, einer Abspaltung von dessen News Corp., an der Buffett 4,7 Mio. Aktien erwarb. Weiter zugekauft hat er auch bei IBM, wo er nach dem Erwerb von fast 6,5 Mio. Aktien inzwischen 76.971.817 Anteile hält. Aufgrund der Kursschwäche ist dies trotzdem hinter American Express nur noch die viertgrößte Position im Berkshire-Portfolio. Doch Kreditkartenunternehmen haben es ihm ohnehin schwer angetan, denn er baute seine Position in Mastercard um 700.000 auf 5,4 Mio. Anteile weiter aus und ebenso wuchs sein Paket an Visa von 2,15 Mio. Aktien auf 2,5 Mio. Stücke. Massiv stockte er auch bei Suncor Energy auf, wo seine Position von knapp 18,5 Mio. Anteilen auf 22,5 Mio. anschwoll sowie beim Öl-Raffinerie-Betreiber Phillips 66, an dem er nun 6,5 Mio. nach 6,2 Mio. Anteilen besitzt. Darüber hinaus kaufte Buffet im Bereich Satelliten- und Kabelnetzbetreiber bei DirecTV, Viacom und Liberty Global weiter zu und er kaufte weitere 1,2 Mio. Aktien von Charter Communications und hält hier nun 6,5 Mio. Anteile.

Wichtigste Verkäufe
Buffett steigt bei den Öl-Multis aus und hat seine Positionen bei Exxon Mobil und ConocoPhillips komplett veräußert. Ende September war Berkshire noch mit rund 41 Millionen Aktien im Wert von etwa 3,7 Mrd. USD (3,2 Mrd EUR) an Exxon beteiligt und hatte 471.994 Anteilsscheine von ConocoPhillips im Depot gehabt. Aber auch National Oilwell Varco stand weiter auf Buffetts Verkaufsliste, wo er sein Aktienpaket um gut 18 Prozent auf 5,25 Mio. Stücke schrumpfte nach zuvor noch 6,4 Mio. Komplett aus dem Portfolio verschwinden wird demnächst die 4,8 Mrd. USD schwere Position von Procter & Gamble, die Buffett kürzlich gegen Duracell eingetauscht hatte.

Montag, 17. Februar 2014

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 4. Quartal 2013?

Der weltberühmte Value Investor Warren Buffett musste wieder einmal das sog. Formular 13-F bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) einreichen, ein vierteljährlich vorzulegendes Dokument, in dem er seine An- und Verkäufe für seine Investmentholding Berkshire Hathaway offenlegen muss.

Warren E. Buffett
Buffett kaufte große Mengen an Akten von General Electric und baute seinen Anteil von 600.000 auf gut 11 Millionen Stück aus. Des Weiteren kaufte er bei Exxon Mobil massiv weiter zu und besitzt inzwischen einen Anteil von mehr als 4 Mrd. US-Dollar und er hat auch seine Position USG auf annähernd 35 Mio. Stück glatt verdoppelt. Neu ist eine Position von 2,95 Mio. Aktien in Liberty Global, der in London beheimateten Kabelfirma von John Malone.

Abgebaut hat er seine Positionen an Dish Network, ConocoPhillips, Moody's und den Bestand an GlaxoSmithKline gänzlich veräußert.

Dass er darüber hinaus seinen erst zuvor ausgebauten Anteil an Phillips 66 reduzierte, liegt an der 1,4 Mrd teuren Übernahme von deren Spezialchemie-Tochter Phillips Specialty Products Inc., die sich Buffett Ende des Jahres einverleibt hat - und mit Aktien von Phlipps 66 bezahlte.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Samstag, 18. August 2012

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 2. Quartal 2012?

Im zweiten Quartal 2012 hat Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einige Änderungen an ihrem Portfolio vorgenommen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Warren Buffett
Neue Investments wurden eingegangen beim Ölfeld-Dienstleister National Oilwell Varco (2,8 Mio. Aktien) und beim Raffineriebetreiber Phillips 66 (237 Mio. Aktien).

Aufgestockt hat Buffett bei IBM und der US-Bank Wells Fargo & Co., die nach Coca-Cola die größten Investestments in Buffetts Portfolio sind.

Gesenkt wurde der Anteil bei Johnson & Johnson von 29 Mio. auf 10,3 Mio. Aktien und bei Kraft Foods um fast die Hälfte auf jetzt noch gut 59 Mio. Aktien. Ebenfalls auf der Verkaufsliste standen Procter & Gamble, General Electric, Visa und UPS. Seinen Anteil an Intel hat Buffett komplett abgestoßen.

Unter dem Strich reduziert Buffett also im Konsumgüterbereich und setzt verstärkt auf Erdöldienstleister/-exploration und die Erholung des US-Häusermarktes. Im Erdölbereich hatte Buffett zuletzt im vierten Quartal 2011 sämtliche gehaltene Aktion von ExxonMobil veräußert und schon damals begann sein Ausverkauf bei Johnson & Johnson und Kraft Foods. Das muss nicht bedeuten, dass er den Konsumgüterbereich nicht mehr fü aussichtsreich hält, sondern ihm könnten einfach die Bewertungen der Unternehmen inzwischen zu hoch sein. Denn das so gut wie jeder auf diese defensiven Titel setzt, sind die Kurse entsprechend gut gelaufen. Und anderswo bieten sich vielleicht schon bessere Chancen...

Und man könnte meinen, Buffett sei vorsichtiger geworden, denn er hat mehr verkauft als eingekauft und sein Cash-Bestand wuchs auf satte 40 Mrd. USD an. Andererseits wird auf eine neue große Übernahme spekuliert - zuletzt hatte Buffett 2009 mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway den Schmierstoffhersteller Lubrizol für 9 Mrd. USD übernommen. Leisten könnte er sich also so einiges...

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 4. Quartal 2011?

Im vierten Quartal 2011 hat Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einige Änderungen an ihrem Portfolio vorgenommen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Warren Buffett
Neue Investments wurden eingegangen bei Liberty Media mit 1,7 Mio. Aktien und bei dem Dialysespezialisten DaVita.

Aufgestockt hat Buffett bei Direct-TV, wo er mit 20,3 Mio. Aktien seinen Anteil auf rund 1 Mrd. USD beinahe verfünffacht hat und bei CVS Caremark, Intel, VISA, IBM, Verisk Analytics sowie General Dynamics. Und an der Großbank Wells Fargo & Co. hält Berkshire inzwischen Anteile von über 11 Mrd. USD.

Gesenkt wurde der Anteil bei Johnson & Johnson um fast ein Viertel (8,4 Mio. Aktien) und bei Kraft Foods um 2,7 Mio. Aktien. Seinen Anteil an ExxonMobil hat Buffett komplett abgestoßen.

Nachdem Buffett selbst ja eher technikfeindlich eingestellt ist, kann man bei den neuen Engagements zunehmend den wachsenden Einfluss des ehemaligen Hedgefondsmanagers Ted Weschler und des früheren Portfoliomanagers Todd Combs erkennen, die beide als möglicher Nachfolger Buffetts an der Spitze von Berkshire Hathaway im Gespräch sind.

Zur Gesamtlage hatte sich Warren Buffett kürzlich ebenfalls geäußert und von Investments in Gold und Anleihen abgeraten. Nach seiner Auffassung seien Aktien die beste Anlageform auch und gerade in der aktuellen unsicheren Zeit.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.