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Donnerstag, 14. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: DoorDash bleibt Chase Colemans Lieferheld

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 186. Portfoliocheck nehme ich mir erneut Chase Coleman III vor. Coleman begann seine Investmentkarriere 1997 beim Hedgefonds Tiger Management von Julian Robertson und als dieser seinen Fonds im Jahr 2000 schloss, betraute er Coleman mit der Verwaltung von über 25 Mio. USD, was ihn zu einem der über 30 sogenannten "Tiger Cubs" machte, den Tigerwelpen. Chase Coleman gründet seine eigene Investmentfirma Tiger Global Management und war einer der frühen Investoren bei Facebook und LinkedIn. Inzwischen managt Coleman in seiner Tiger Global Management über 50 Mrd. USD; er ist ein aktiver Investor, der sein Depot häufiger umschlägt. Dennoch ist sein Portfolio fokussiert und seine zehn größten Positionen bringen es auf ein Gewicht von beinahe 50%. Auf der 2019er Forbes-Liste der Milliardäre der Welt rangiert er auf Platz 458 mit einem Nettovermögen von 4,5 Mrd. USD und hat nach Angaben von Institutional Investor im Jahr 2020 schätzungsweise 2,5 Mrd. USD verdient.

Coleman blieb auch im 4. Quartal seinem aktiven Stil treu und wirbelte sein 45,9 Mrd. USD schweres Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei 15 % und zum Quartalsende hielt er 169 Positionen, darunter 16 neue. Mit 51,8 % hat der Technologie-Sektor in Colemans Depot weiter zugelegt. Es folgen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einer etwas reduzierten Gewichtung von 20,9 % vor Communication Services mit 17,1 % und Financial Services mit 8,4 %.

Nach dem Verkauf von 35 % der Aktien rutschte Microsoft auf Platz 2 in Colemans Depot; neuer Spitzenreiter ist nun JD.com. Auf Rang 3 liegt weiterhin Sea Ltd, und vom 4. auf den 6. Platz abgerutscht ist DoorDash - mit über 55 % Marktanteil der führende Anbieter für Food Delivery in den USA.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Microsoft, Sea Limited auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 16. Februar 2021

Softbank Group: Neues Allzeithoch nach 21 Jahren. Und noch immer krass unterbewertet!

An Venture Capital-Spezialist Softbank Group scheiden sich die Geister. Unbestritten ist jedoch, dass das Unternehmen des umtriebigen Gründers und Großaktionärs Masayoshi "Masa" Son einen Rekord nach dem anderen abliefert. Und der Aktienkurs nun auch (wieder). Denn mit 11.000 Yen (umgerechnet etwa $50 bzw. €80 je ADR) markierte er im Handelsverlauf ein neues Allzeithoch und das erstmals seit dem Jahr 2000, als die Internetblase platzte und der Kurs der Softbank Group ins Bodenlose abstürzte.

Son nahm das damals relativ gelassen hin, wie seine legendäre Aussage belegt:
»Ich war mal der zweitreichste Mensch der Welt. Dann verlor ich 70 Milliarden Dollar.«
(Masayoshi Son)
Er hielt an seiner Vision fest, krempelte die Ärmel hoch und begann, erst Millionen, später Milliarden in aufstrebende Internetfirmen zu investieren. Seine beste Entscheidung dabei: der Einstieg beim damals unbekannten Startup Alibaba, wo er im Jahr 2000 für einen Anteil von 29,5% $20 Mio. ausgab. Heute hält Softbank Group noch rund 26% an Chinas führendem Internetpowerhouse und dieser Anteil alleine ist €155 Mrd. wert, während die ganze Softbank Group mit lediglich €139 Mrd. bepreist wird. Kein Wunder, dass Son Milliarden aufwendet, um eigene Aktien zurückzukaufen. Denn schneller kann man gar keine Werte schaffen für Aktionäre. Außer vielleicht, indem man die für wenig Geld eingekauften Startups für Milliardenbeträge an die Börse bringt. Und genau das macht Softbank Group...

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Good News bei... Softbank: Delisting-Spekulation treibt den Kurs - und das Doordash-IPO

Obwohl die Softbank Group beinahe täglich für ihre "riskanten" Wetten und vermeintlichen Misserfolge kritisiert wird, klettert der Aktienkurs der Internet- und Venture Captial-Holding scheinbar unaufhaltsam weiter nach oben. An der Börse herrscht noch das Bild des WeWork-Fiaskos und des Uber-Fehlgriffs vor, doch das ist schon längst nicht mehr passend. WeWork hat sich stabilisiert und Uber markiert an der Börse neue Allzeithochs - Softbanks Pre-IPO-Investment liegt also deutlich im Plus.

Nun gibt es weitere, erfreuliche Neuigkeiten und die betreffen einerseits das hyperventilierende IPO des Essenslieferanten Doordash und eine von Bloomberg ins Spiel gebrachte Delisting-Spekulation...