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Samstag, 8. Februar 2025

Die Börsenwoche 06/2025 im Rückblick: Die Kurstreiber in meinem Depot waren nicht nur Almonty Industries, PayPal, KKR, Costco und PJT Partners

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Donnerstag, 2. Januar 2025

Kissigs Investor-Update Q4/24 mit Costco, KKR, Ares Management, Blackstone, Brookfield, Apollo Global, LendingClub, Rheinmetall, Texas Pacific Land, Amazon

Mein Investor-Update zum Ende des 4. Quartals '24

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere euch die Top-Werte in meinem Investmentdepot; es ist in gewisser Weise "mein persönliches 13F". Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Samstag, 7. Dezember 2024

Apollo Global Management und Workday entern den S&P 500 Index

Apollo Global Management und Workday haben kursbewegende Neuigkeiten zu bieten: S&P Dow Jones Indices teilte das Ergebnis seiner Überprüfungen zur Indexzusammensetzung mit und danach werden die beiden Unternehmen mit Wirkung vom 23. Dezember 2024 in den S&P 500 Index aufgenommen und dort Qorvo und Amentum Holdings ersetzen.

Für die Unternehmen sind das gute Nachrichten, denn die Zugehörigkeit in den weltweit viel beachteten S&P 500 Index bringt Aufmerksamkeit und eine erhöhte Reputation. Zudem wird sich die Nachfrage nach ihren Aktien spürbar erhöhen, weil Index-Fonds die Aktien nun kaufen müssen und manche institutionelle Anleger aufgrund ihrer (internen) Richtlinien bisher nicht in Apollo oder Workday investieren durften. 

Ende 2022 waren die Aufnahmekriterien dem entsprechend geändert worden, dass auch Finanzinvestoren in den S&P 500 aufgenommen werden können. Im September 2023 erfolgte mit Branchenprimus Blackstone der erste Schritt, KKR folgte im Juni 2024. Und nun auch Apollo. Dabei war die S&P 500-Aufnahme seit meinem Ersteinstieg bei diesem Alternativen Asset Manager im Frühjahr 2021 bereits eine meine Überlegungen zur künftigen Performance. Nun also der Ritterschlag für Apollo und ein schönes Weihnachtsgeschenk obendrein. Dabei hat sich das Unternehmen in den letzten drei Jahren fulminant entwickelt und meine darin gesetzten Erwartungen mehr als erfüllt...

Dienstag, 29. Oktober 2024

Earnings Quickcheck Q3/24: M&A-Berater PJT Partners dreht jetzt so richtig auf

In meinen 'Earnings-Quickchecks' schaue ich mir die aktuellen Geschäftszahlen der Unternehmen an und unterziehe sie einem kurzen Abgleich mit meinem Investmentcase.

PJT Partners ist eine global führende auf Beratung ausgerichtete Investmentbank. Das Unternehmen entstand 2015, als Finanzinvestor Blackstone sein Beratungsbusiness mit dem Strategieberatungsunternehmen PJT Capital zusammenlegte. Investmentbanker Paul J. Taubman hatte Morgan Stanley 2012 verlassen, um seine eigene Investmentfirma aufzumachen. Innerhalb von nur zwei Jahren schaffte er es, sich im Markt für Mergers and Acquisitions (M&A) zu etablieren und gleich mehrere Milliarden-Deals einzufädeln. Was wohl daran lag, dass Taubman ein ausgewiesener Experte im Bereich Fusionen und Übernahmen ist. Und seit dem Börsendebut kennt die Firma eigentlich nur einen Weg: Richtung Erfolg...

Dienstag, 1. Oktober 2024

Kissigs Investor-Update Q3/24 mit KKR, Brookfield, Costco, Apollo Global, Blackstone, Texas Pacific Land, PayPal, LendingClub, RTX, Rheinmetall - und Mutares

Mein Investor-Update zum Ende des 3. Quartals '24

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte in meinem Investmentdepots; es ist in gewisser Weise 'mein persönliches 13F'. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Mittwoch, 31. Juli 2024

Im Fokus: Der wiedererstarkende M&A-Markt lässt die Kassen bei PJT Partners klingeln

In diesem Kurzportrait geht es um PJT Partners, eine global führende auf Beratung ausgerichtete Investmentbank. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet als Finanzinvestor Blackstone sein Beratungsbusiness mit dem von Paul J. Taubman gegründeten Strategieberatungsunternehmen PJT Capital zusammenlegte.

Investmentbanker Taubman hatte 2012 Morgan Stanley verlassen, um seine eigene Investmentfirma aufzumachen. Innerhalb von nur zwei Jahren schaffte er es, sich im Markt für Mergers and Acquisitions (M&A) zu etablieren und gleich mehrere Milliarden-Deals einzufädeln. Was wohl daran lag, dass Taubman ein ausgewiesener Experte im Bereich Fusionen und Übernahmen ist. So geriet er dann auch Ende 2014 auf den Schirm von Stephen A. Schwarzman, Gründer und CEO von Blackstone, dem erfolgreichsten Finanzinvestor der Welt....

Sonntag, 11. November 2018

Nicht mehr (meine) erste Wahl: Deutsche Balaton, JDC Group, Johnson & Johnson, PEH Wertpapier, PJT Partners, Select Energy Services

Ich hatte ja kürzlich angekündigt, dass ich einiges an meinem Blog verändern möchte und dabei auch die ziemlich lang gewordene Beobachtungsliste ins Visier genommen.

Ich möchte sie künftig wieder kürzer halten, mich auf die aussichtsreichsten Werte konzentrieren und das bedeutet einerseits, dass ich nicht mehr so viele Werte aufnehmen werde, andererseits aber auch in nächster Zeit eine Reihe von Werten streichen werde. Dabei kann es daran liegen, dass das Unternehmen meine Erwartungen nicht erfüllt hat, mein Investmentcase nicht aufgegangen ist, oder dass ich andere Werte auf der Liste habe, die in etwa das gleiche Spektrum/Geschäftsfeld abdecken und aus meiner Sicht einen Tick besser positioniert sind.

Auf jeden Fall möchte ich zu meinen Streichungen jeweils eine kurze Begründung abgeben. Und heute fange ich damit an, indem ich aufzeige, weshalb ich Deutsche Balaton, JDC Group, Johnson & Johnson, PEH Wertpapier, PJT Partners und Select Energy Services von meiner Beobachtungsliste gestrichen habe...

Freitag, 17. Juni 2016

PJT Partners fädelt milliardenschweren Windkraft-Deal für Blackstone ein

Die M&A-Beratung PJT Partners hat ihren ersten Deal in Deutschland abgewickelt und zwar für den US-Finanzinvestor Blackstone. Und es war ein Paukenschlag, denn im Markt für Fusionen und Übernahmen hatte hierzulande (noch) niemand PJT auf dem Schirm.

PJT ist eine Investment-Boutique, also eine Investmentbank ohne eigentliche Bank-Sparte. In diesem Bereich haben sich einige Investmentgrößen in den letzten Jahren selbständig gemacht, die zuvor bei den großen Investmentbanken an der Wall Street für Fusionen und Übernahmen zuständig waren. Sie haben ihre Expertise und ihre Kunden gleich mitgenommen. Und diese kleineren und schlagkräftigen Unternehmen kommen gut an bei den Kunden, so dass die Branche insgesamt steigende Umsätze und Gewinne zu verzeichnen hat. Was selbstverständlich auch an der allgemeinen Marktverfassung liegt, denn seit der Finanzkrise 2008/2009 hat sich der Aktienmarkt ja kräftig erholt und die Übernahmen und Fusionen erreichen immer neue Größenordnungen.

PJT steht für Paul J. Taubman, einen Investmentbanker, der 2012 nach 30 Jahren Morgan Stanley verlassen hatte, um seine eigene Investmentfirma aufzumachen - Gerüchten zufolge, weil ihm der Sprung auf dem Chefsessel bei Morgan Stanley verwehrt wurde. Innerhalb von nur zwei Jahren schaffte er es, sich im M&A-Markt (Mergers and Acquisitions) zu etablieren und gleich mehrere Milliarden-Deals einzufädeln. Was wohl daran lag, dass der 54-jährige Taubman ein ausgewiesener Experte im Bereich Fusionen und Übernahmen ist. So kam er dann auch Ende 2014 auf den Schirm von Stephen A. Schwarzman, Gründer und CEO von Blackstone, einem der erfolgreichsten Finanzinvestoren der Welt. Denn Blackstones eigene Wurzeln gehen auf genau jenen Bereich der M&A zurück, mit denen sich Schwarzman ursprünglich einmal selbständig gemacht hatte. Und seine Überlegung war, die ursprüngliche Keimzelle von Blackstone mit Taubmans Elan und Schaffenskraft zu vereinen - und von Blackstone abzuspalten. 

 PJT Partners (Quelle: finanzen.net) 
Diese Verbindung erklärt auch, weshalb die bisher in Deutschland noch nicht aktive PJT Partners einen Mega-Deal an Land ziehen konnte. So hat Johannes Gröller, Deutschlandchef von PJT, den Verkauf des Offshore-Windkraftbetreibers WindMW für den Private-Equity-Investor Blackstone eingefädelt. WindMW geht für eine unbekannte Summe an den chinesischen Stromkonzern Three Gorges. Dass die Chinesen bei Übernahmen in Europa bereit sind, auch kräftige Aufgelder zu zahlen, ist spätestens seit dem €4,5 Mrd. teuren Übernahmeangebot von Midea für den Robotikspezialisten KUKA allgemein bekannt. Und mit "Meerwind" betreibt WindMW einen der größten Windparks in der deutschen Nordsee, dessen Wert zuletzt auf €1,4 Mrd. geschätzt wurde, um mal eine Größenordnung zu nennen. PJT wird an diesem Deal also ordentlich verdient haben und auch künftig die Fühler nach weiteren lukrativen M&A-Deals ausstrecken. Die Verbundenheit zu Blackstone, dem weltweit größten Manager von alternativen Anlagen, sollte hierbei auch künftig ein echtes Asset sein, denn Blackstones Business erfordert vielfache M&A-Dienstleistungen.

Die Aktien von PJT Partners sind sehr volatil und seit dem Spin-off von Blackstone schwankte der Kurs zwischen €18,50 und 26,50 - ein Delta von fast 45%. Der Markt für Fusionen und Übernahmen läuft auf Hochtouren, nicht zuletzt auch dank der Wucht, mit der chinesische Investoren auf den europäischen und amerikanischen Markt drängen. Große Aufmerksamkeit erzielte auch die Übernahme des Karrierenetzwerks LinkedIn durch den Softwaregiganten Microsoft. Salesforce-Chef Benioff, der auch an LinkedIn interessiert war, meinte hierzu, die Tech-Branche sei "in einer Saison der Übernahmen".

Die PJT-Aktie, die ich seit dem Spin-off auf meiner Empfehlungsliste habe, kann man daher gut als spekulative Beimischung im Depot behalten - wenn man bereit ist, die bisweilen starken Schwankungen auszuhalten.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Blackstone legt schauderhafte Zahlen vor - doch ein zweiter Blick lohnt sich...

Der weltgrößte Manager alternativer Finanzinvestments, die Blackstone Group L.P. von Gründer und CEO Stephan A. Schwarzman legte heute vorbörslich Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015 vor (hier die Präsentation). Und die dürften bei den Börsianern erneut für miese Stimmung sorgen, jedenfalls auf den ersten Blick. Denn Blackstone bekommt die Börsenturbulenzen massiv zu spüren, nicht nur bei seinen "Performance Fees", also den erfolgsabhängigen Gebühren, sondern auch bei seinen Verkaufsbemühungen an Unternehmensbeteiligungen sowie durch die Abwertung bestehender Beteiligungen aufgrund der Kurseinbrüche an der Wall Street.

Was die Zahlen zeigen...
Der Nettogewinn  lag bei im 4. Quartal bei 435,7 Mio USD oder 0,37 USD je Aktie und damit um 70 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim Gesamtjahresvergleich ergibt sich "nur" ein Rückgang um 51 Prozent auf 2,15 Mrd. USD (4,345 Mrd. USD).

Das vierte Quartal lief sowohl bei den Performance Fees nicht gut (194 Mio USD und damit 85 Prozent niedriger) als auch bei den Gesamteinnahmen, die bei 877,2 Mio. USD lagen oder um 59 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auf Jahresbasis liegen beide Werte um 59 bzw. 40 Prozent niedriger.

 Blackstone Earnings Report (Quelle: Blackstone) 
...und was nicht
Jedenfalls auf den ersten Blick lässt sich nicht viel Positives finden in diesem Zahlenwerk, sollte man meinen. Und doch lassen die entscheidenden Zahlen aufhorchen. Denn für einen Finanzinvestor wie Blackstone und seine Aktionäre sind einige andere Stellschrauben die entscheidenden. Da sind zum einen die Assets under Management (AUM), also das insgesamt verwaltete Vermögen. Je höher dieses ist, desto größer sind die Einnahmen aus Zinsen und (erfolgsabhängigen) Managementgebühren. Dann ist noch wichtig, wie viel von diesem Geld investiert ist und was noch für Investments zur Verfügung steht. Blackstone nennt dies "Dry Powder", sein trockenes Pulver. Hieraus lässt sich die Quote ableiten, welcher prozentuale Anteil der AUM überhaupt schon Einnahmen für Blackstone erzeugt.

Das verwaltete Vermögen (AUM) steigt weiter an, trotz Kursschwächen der Börsen
Die AUM sind im Gesamtjahr 2015 um 16 Prozent angewachsen auf 336,4 Mrd. USD und das, obwohl Blackstone Kunden Gelder zurückgezahlt hat (diese überlassen den Blackstone-Fonds das Geld für fest vereinbarte Zeiträume) und die Börsenbewertungen der Beteiligungen auch im Abschlussquartal deutlich zurückgegangen sind. Investoren drängen Blackstone also ihr Geld geradezu auf!

Der Anteil der AUM, die bereits Einnahmen generieren, wuchs dabei um 14 Prozent auf 246,2 Mrd. USD. Das bedeutet, dass 26,8 Prozent der AUM noch keine Einnahmen generieren, so dass hier ein enormes Potenzial für zukünftige Erträge schlummert. Gerade in der angespannten Lage an der Börse, denn jetzt sind die Kaufkurse günstig. Auch bei vielen Immobilien-REITs, die in Schwierigkeiten stecken, und die Blackstone günstig übernimmt. So wurde Blackstone zum größten Immobilieneigentümer New Yorks und der USA. Und dann ist da noch das "Dry Powder", das sich auf immerhin 80 Mrd. USD beläuft und Blackstone so alle Möglichkeiten der Welt bietet, sich nun günstig einzukaufen. Im vierten Quartal steckte Blackstone jedenfalls schon mal 15,7 Mrd. USD in neue Investments, was in etwa die Hälfte der gesamten in 2015 investierten Summe ausmacht. Der Börsenabsturz bietet also großartige Investitionsmöglichkeiten für ausgebuffte Investoren, die konsequent einer "Kaufe niedrig, verkaufe hoch-Strategie" folgen.

Spin-off des Beratungsgeschäfts nicht vergessen
Und dann ist da noch ein Umstand, der einen Vergleich mit den Vorjahreswerten einschränkt: der Spin-off des M&A-Beratungsgeschäfts. Dieses ursprüngliche Kerngeschäft von Blackstone wurde von Blackstone abgespalten und mit einer anderen Firma fusioniert. Diese neue "Investment Boutique" (also eine Investmentbank ohne eigentliche Bank-Sparte) firmiert nun eigenständig an der Börse unter den Namen "PJT Partners Inc." und ist insbesondere im Geschäftsfeld Beratungen bei Fusionen und Übernahmen tätig. Und da die Einheit nun selbständig ist, trägt sie nicht mehr zu den Gebühren- und Provisionseinnahmen von Blackstone bei, was ein wesentlicher Faktor für den starken Einbruch in dieser Sparte ist, nicht etwa eine mangelnde Ertragskraft.

Ausschüttungsquote bei 85 Prozent
Für die Blackstone-Aktionäre ist noch eine weitere Kennzahl wichtig, die "Distributable Earnings", die ausschüttungsfähigen Gewinne. Im "Earnings Call" zu den Zahlen des dritten Quartals hatte Blackstone angekündigt, auf Sicht der nächsten 5 Jahre jeweils rund 85 Prozent der ausschüttungsfähigen Gewinne als Quartalsdividenden an die Aktionäre auszuzahlen.

Ausschüttungsfähige Gewinne legen im Quartalsvergleich kräftig zu
Im Gesamtjahr 2015 konnten die Distributable Earnings um 25 Prozent gesteigert werden auf 3,843 Mrd. USD und im vierten Quartal beliefen sie sich auf 878 Mio. USD bzw. 0,72 USD je Aktie, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 23 Prozent entspricht. Unter dem Strich wird Blackstone nun eine Quartalsdividende von 0,61 USD ausschütten, was im Vergleich zum Vorjahresquartal und der damaligen Dividende von 0,78 USD einen Rückgang von 21,8 Prozent bedeutet. Allerdings liegen die 0,61 USD gegenüber der Zahlung für das dritte Quartal 2015 um 24,5 Prozent höher und spiegeln Blackstones Fähigkeit wider, auch in schwierigen Marktphasen wachsende Erträge für seine Aktionäre zu generieren.

DIVIDENDENHISTORIEFebruarAprilJuliOktoberGesamtDifferenz
20160,61 $




20150,78 $0,89 $0,74 $0,49 $2,90 $0,98 $
20140,58 $0,35 $0,55 $0,45 $1,92 $0,74 $
20130,42 $0,30 $0,23 $0,23 $1,18 $0,66 $
20120,22 $0,10 $0,10 $0,10 $0,52 $-0,10 $
20110,32 $0,10 $0,10 $0,10 $0,62 $

Die Dividende wird am 16. Februar ausgeschüttet und ergibt auf das Jahr hochgerechnet eine Dividendenrendite von 9,76 Prozent. Ex-Dividendentag ist der 4. Februar.

Fazit
 Blackstone Group L.P. (Quelle: comdirect.de) 
Die Zahlen sind in etwa so ausgefallen, wie ich es erwartet hatte. Und die Reaktion des Marktes auf sie auch. Ich hatte ja vor einigen Tagen in meinem Investor-Update berichtet, dass ich meinen Bestand an Blackstone-Aktien reduziert hatte, um sie bei dem von mir erwarteten Kurseinbruch günstig zurückzukaufen. Und genau das habe ich heute getan, denn an meiner positiven Einschätzung zu Blackstone hat sich nichts geändert. Im Gegenteil!

Blackstone hat es als "Contrarian Investor" in den vergangenen 30 Jahren immer wieder verstanden, während schwieriger Phasen antizyklisch die besten Gelegenheiten beim Schopf zu packen und so für seine Investoren große Werte und Vermögen zu schaffen. Wie in der Immobilien- und Finanzkrise, als man den Banken günstig Hypothekendarlehen zu Tiefstpreisen abkaufte und auch ganze Immobilienportfolios. So hat man damals 50.000 Häuser günstig aus Insolvenzen heraus gekauft, renoviert und vermietet. Hieraus erzielt man bis heute steigende Mieteinnahmen und auch hohe Verkaufsgewinne, denn ab und zu trennt man sich inzwischen auch wieder von diesen Häusern.

Und Blackstone hat 18 Mrd. USD eingesammelt, um sie in die strauchelnde US-Öl- und Schiefergas-Industrie zu investieren - wovon bisher allerdings erst 100 Mio. geflossen sind. So legt Blackstone den Grundstein für die nächsten Milliardengewinne, die dann über die nächsten Jahre an die Investoren zurückfließen werden. Und an die Aktionäre. In Form von üppigen, wenn auch erheblich schwankenden Quartalsdividenden, und in Form von steigenden Aktienkursen, wenn sich am Markt die Erkenntnis durchsetzt, das Blackstone wieder einmal ein Vermögen in seinen Büchern angehäuft hat.

Ich bin jedenfalls wieder in vollem Umfang investiert in Blackstone, die nicht nur auf meiner Empfehlungsliste stehen, sondern die ich auch als eines meiner Ankerinvestments in meinem Depot habe. Als eine meiner größten Positionen. Und eine der aussichtsreichsten.

Freitag, 16. Oktober 2015

Investor-Update: Blackstone, Delignit, KKR, PJT Partners, WCM

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Unsicherheit an den Börsen hält an
Schlagartig zum Beginn des Oktober haben sich die Aktienkurse deutlich erholt, aber die Unsicherheit und die damit verbundene hohe Volatilität halten an. Die nun in dieser "Berichtssaison" vorgelegten Unternehmenszahlen werden vom Markt eher negativ aufgenommen und Prognoseverfehlungen bzw. Umsatz- und Gewinnwarnungen gnadenlos mit zweistelligen Kurseinbrüchen bestraft. Aber diese bieten für langfristig orientierte Anleger auch Chancen.

= Blackstone Group L.P.
Erst wurde der Spin-off der "Investment Boutique" PJT Partners vollzogen und dann meldete Blackstone Geschäftszahlen zum 3. Quartal, bei denen das Nettoergebnis ins Minus rutschte und auch die Erwartungen verfehlte. Ich hatte gehofft, dass hierdurch der Aktienkurs noch einmal kurzfristig unter Druck käme, um weitere Aktien einsammeln zu können, aber der Aktienkurs stieg sogar leicht an. Die Anleger fokussierten sich - wie ich - wohl eher auf den gestiegenen ausschüttungsfähigen Gewinn und die hohe Quartalsdividende, so dass ich leider nicht zum Zug kam.

+ Delignit
Der Abgasskandal und reihenweise Gewinnwarnungen setzen den Autozulieferern zu. Ein solcher ist auch der Smallcap Delignit, den ich seit Jahren auf der Empfehlungsliste habe und seit den Höchstkursen aus dem Jahr 2014 von rund 4,5 EUR hat man sich wieder meilenweit entfernt. 2015 war nach Jahren des rasanten Wachstums ein Übergangsjahr und ab 2016 soll wieder verstärkt Wachstum generiert werden - ohne dabei die Margen zu belasten, wie der Vorstand betont. Delignit stellt Komponenten aus ökologischen Materialien, vornehmlich Buchenholz, her und diese kommen in der Automobilindustrie zum Einsatz. Allerdings konnte auch ein erster Großauftrag der Bahn in England an Land gezogen werden und hier erhofft man sich Folgeaufträge.

Also Automobilzulieferer kam Delignit mit unter die Räder, allerdings dürfte das Unternehmen eher zu den Profiteuren gehören. Denn nicht nur VW will nun künftig auf Elektro- und Hybridantriebe setzen und die benötigen neben verbesserten Batterien vor allem leichte Baumaterialien, die zudem genauso sicher und haltbar sind wie Kohlefaser und/oder Aluminium und Stahl. Hier haben sich in den letzten Wochen aus meiner Sicht enorme Potenziale für Delignit aufgetan und der Kurs von 2,70 EUR hat mich daher gereizt, mir wieder einige Stücke ins Depot zu legen.

+ KKR & Co. L.P.
Der Kurs von KKR kommt nicht vom Fleck, zu groß ist die Angst vor weiteren schlechten Nachrichten von den Energie-Beteiligungen und davor, dass sich die turbulenten Börsenphase negativ auf die Ergebnisse von KKR ausgewirkt haben könnten. Denn KKR ist noch stärker als Blackstone von der Börsenverfassung abhängig, denn man ist bisher in deutlich geringerem Maße im Immobiliensektor unterwegs, aus dem Blackstone regelmäßig solide Ergebnisse einfährt.

Die aktuelle Marktphase nutzt KKR in zweierlei Hinsicht: einerseits kauft man in großem Stil Beteiligungen und auf der anderen Seite bringt man alte Engagements an die Börse. So wie heute den indischen Starbucks-Konkurrenten Coffee Day Enterprises und gestern den weltgrößten Zahlungsabwickler First Data, das mit 2,6 Mrd. USD bisher größte IPO des Jahres.

Für mich ist KKR ein sehr aussichtsreiches Investment, weil man insbesondere an der Börse antizyklisch agiert. Ich hatte daher im Vorfeld des First Data-IPOs meinen Bestand weiter aufgestockt und er reicht nun fast an die Blackstone-Position heran.

+ PJT Partners Inc.
Der Spin-off von Blackstones M&A-Beratungsbusiness spülte mir ein paar Aktien von PJT Partners ins Depot und ich habe die Position soweit aufgestockt, dass sie eine relevante Größe in meinem Depot ausmacht. Ich habe rund 18,40 EUR für die Aktien bezahlt und denke, sie werden sich tendenziell gut entwickeln, da der Markt für Fusionen und Übernahmen immer mehr Fahrt aufnimmt. Eine Dividende ist allerdings zunächst nicht auf der Agenda des Unternehmens.

= WCM
Die außerordentliche Hauptversammlung ist unspektakulär über die Bühne gegangen und alle Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit angenommen. Zwischendurch wurde noch ein weiterer Zukauf in Eschborn vermeldet, so dass das Gewerbe-Immobilien-Portfolio nun die 500 Mio. EUR Marke durchbrochen hat. Am 19. November stehen die Zahlen zum 3. Quartal an und dann wird man erstmals sehen, wie dynamisch WCM wächst und welche Erträge man inzwischen bereits generiert. Der Kurs hat sich noch nicht vom Niveau der großen Kapitalerhöhung bei 2,05 EUR abgesetzt und CEO Efremidis nutzt diese Chance und kauft munter im sechsstelligen Euro-Bereich weitere Aktien zu. Auch das ist ein deutliches Zeichen, wohin die Reise des Unternehmens und seines Aktienkurses künftig gehen sollte.


.: Cashquote
Meine Cashquote ist aufgrund der Käufe auf knapp 15 Prozent gefallen, doch es stehen ja demnächst Zahlungseingänge aus Dividenden an, z.B. die von KCAP Financial. Auch wenn die Börsen die nächsten Wochen noch weiter schwankungsanfällig bleiben dürften, steigt mit jedem Tag die Chance auf eine Jahresendrallye. Denn die negativen Ergebnisberichte werden vom Markt erstaunlich gut kompensiert. Es ist also schon einiges an negativem Sentiment in den Kursen enthalten. Und wenn alle auf einen schwarzen Schwan warten, ist sein Auftauchen quasi bereits ausgeschlossen...

Dienstag, 13. Oktober 2015

PJT Partners: Was tun mit dem Blackstone-Spin-off?

Aktionäre des Finanzinvestors Blackstone haben seit einigen Tagen Zuwachs im Depot, denn der Gigant der "alternativen Investments" hat einen kleinen Teil seiner Aktivitäten mit einer anderen Firma zusammengeschlossen und als separates Unternehmen an die Börse gebracht. Dieser sog. Spin-off firmiert nun unter PJT Partners Inc. und für Anleger stellt sich die Frage, was sie mit diesen Aktien anfangen sollen.

Samstag, 12. September 2015

Investor-Update: Blackstone, KKR, Western Digital

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Cash ist die Mutter des Investierens
Niemand weiß, was die Börse als nächstes tut, nur eines ist momentan recht sicher: die Schwankungsbreite ist enorm, also die Volatilität. Sie zeugt von einer stark erhöhten Nervosität an den Märkten und wenn man sich die Nachrichtenlage aktuell ansieht, kann es eigentlich nur nach unten gehen, uns zwar kräftig. Denn die konjunkturellen Wasserstandsmeldungen sind zurückhaltend bis schlecht, die Perspektiven trüben sich weltweit ein, in China scheint die Notenbank massive Stützungskäufe zu tätigen und die Zinswende der FED dürfte eher früher als später kommen. Und all das nehmen die Börsianer geleassen hin, die Kurse schwanken, aber sie brechen nicht ein. Noch nicht! Denn das wird kommen, ich bin fest davon überzeugt! Uns zwar in den nächsten Wochen. Nicht wegen der Börsenzeit, nicht weil Crash-Propheten gerade wieder einmal Hochkonjunktur haben, sondern weil die Berichtssaison ansteht und die sich seit Wochen und Monaten abzeichnenden Schwierigkeiten sich in die Unternehmensberichte fressen werden. Die zur Zeit noch gültigen Prognosen der Analysten dürften sich als etwas zu optimistisch herausstellen und daher werden die Unternehmen vielfach die Schätzungen nicht erreichen. Und das wird zu Kursstürzen der betreffenden Unternehmen führen und in Summe des Gesamtmarktes. Ich erwarte also eine Korrektur des Marktes, also ein nochmaliges deutliches Absinken, bevor dann die negativen Überraschungen (die eigentlich keine mehr sein sollten!) dann eingepreist sind und so die Basis für wieder steigende Aktienkurse bilden werden. Das ist meine Erwartungshaltung an "den Markt". Allerdings kaufe ich ja nicht "den Markt" sondern beteilige mich an einzelnen Unternehmen, die sich in diesem Marktumfeld beweisen müssen. Ich nutze "den Markt" lediglich, um zu hoch bewertete Aktien zu verkaufen oder um zu niedrig bzw. attraktiv bewertete Unternehmensanteile zu kaufen. Daher stelle ich meine Positionen auch nicht glatt, wie es Trader machen würden, sondern halte eine große Cash-Position, um die von mir erwarteten Kurseinbrüche für weitere Zukäufe zu nutzen. Allerdings wird meine Mindest-Cash-Position nicht 20 Milliarden Dollar betragen, wie die von Warren Buffett. Aber ich arbeite daran. ;-)

Trotz meiner negativen Erwartungshaltung für die nächsten Wochen gibt es auch heute schon Unternehmen, die ich für so attraktiv bewertet halte, dass ich mir einige ihrer Aktien ins Depot gelegt habe.

= Blackstone Group L.P.
Nein, bei Blackstone habe ich nicht weiter zugekauft, aber ich bin weiterhin sehr positiv gestimmt und denke, wir Aktionäre werden weiterhin sehr viel Freude an diesem Top-Investment haben. Allerdings kommt auf deutsche Anleger wieder eine Sondersituation zu, die ich in ihren konkreten Auswirkungen leider nicht wirklich einschätzen kann. Denn Blackstone wird den bereits Ende 2014 angekündigten Spin-Off seines Beratungsgeschäfts durchziehen. Hier gab es immer wieder mal Kritik, dass es Interessenskonflikte dieser Sparte mit dem Kerngeschäft von Blackstone geben könnte und daher wird die Sparte mit Paul Taubman's PJT Capital zusammengelegt und unter PJT Partners ab 1. Oktober an der Börse notiert werden. Blackstone-Aktionäre erhalten für je 40 Blackstone-Aktien in ihrem Depot (Stichtag US-Börsenschluss am 22. September) eine PJT-Aktie und werden somit rund 65% an der neuen Firma halten. Analysten begrüßen diesen Schritt ausdrücklich und gehen davon aus, dass sich beide Bereiche fortan noch besser entwickeln werden - insbesondere für Blackstone ist es von Vorteil, weil man einerseits den Kritikern entgegen kommt und andererseits eine weniger profitable Einheit veräußert.

Die Krux - für deutsche Anleger - liegt nun wiederum im deutschen Fiskus, der sich ja zumeist skurril verhält bzgl. solcher Spin-Offs. Denn er behandelt diese neuen Aktien wie eine Dividendenausschüttung und daher bekommt man einerseits die neuen Aktien ins Depot eingebucht, andererseits muss man diese aber wie eine Ausschüttung versteuern. Der Kurs der "alten", abgebenden Aktien verringert sich natürlich entsprechend und daher "spart" man hier bei einer Veräußerung den entsprechenden Kursgewinn (den der Aktienkurs der neuen Aktien ausmacht). Irrwitzige, konfuse, dumm-dämliche Regelung des deutschen Fiskus, aber was soll ich mich darüber aufregen? Zumal bisher noch nicht klar ist, wie der Fiskus damit umgeht...

Unter dem Strich werde ich also einige PJT Partners-Aktien ins Depot bekommen und werde mir dann überlegen, was ich mit ihnen anstelle. Ganz überwiegend entwickeln sich Spin-Offs recht positiv nach der Abspaltung. Für etwas Ungewissheit sorgt dieser Spin-Off allerdings schon, aber das ist für mich kein Grund, meine Position in Blackstone zu überdenken. Im Gegenteil, die jüngsten Nachrichten aus dem Unternehmen sind ganz hervorragend und die Aktie bleibt mein Top-Pick!

+ KKR & Co. L.P.
KKR war beim Flash-Crash am 24.08. massiv abgetaucht, wie viele US-Werte, und anders als die meisten notiert man inzwischen wieder in diesem Bereich der damaligen Tiefstkurse. Und das, obwohl damals der US-Dollar auf 1,17 EUR hochschoss, während er jetzt bei 1,13 notiert. KKR ist auch im Öl- und Gasbereich engagiert und hier gab es zuletzt negative Nachrichten über eine Pleite einer Beteiligung. Das ist zwar keine schöne Nachricht, aber die "Chapter 11"-Regelung, also der US-Gläubigerschutz für Unternehmen, wirkt ja zunächst gegen die Gläubiger. Und KKR ist ist Anteilseigner. Man hat zwar vor vielen Jahren etliche Milliarden US-Dollar in die Hand genommen, und die betreffende Firma zu schlucken, aber in bewährter PE-Manier diese dann dem Unternehmen selbst aufgebürdet und so seinen ursprünglichen Einstand bzw. sein Risiko erheblich reduziert. Und in der Zwischenzeit fette Zinsen kassiert. Gut möglich, dass KKR am Ende hier doch noch mit Gewinn aus der Nummer raus kommt.

Und dann ist da noch das First Data IPO, das je nach Bösenlage noch in diesem Monat erfolgen könnte und mit rund 2,5 Mrd. USD das größte IPO des Jahres wäre, wenn man Bloomberg Glauben schenkt.

Insgesamt hat KKR eine Reihe von lukrativen Deals sowohl auf der Kauf- als auch der Verkaufsseite getätigt bzw. in Arbeit und daher halte ich die Aktie für knapp 16 EUR für ein echtes Schnäppchen für Anleger mit langfristiger Perspektive. Die stärksten Abschreibungen auf die US-Öl- und Gasengagements hat man bereits Ende 2014 vorgenommen, daher sollte von dieser Seite her nicht mehr so viel nachkommen. Sofern der Ölpreis (WTI) nicht auf unter 30 Dollar abrutscht. Ich bin gespannt auf die nächste Dividendenankündigung, die lag im Vorjahr bei 0,45 USD und dürfte vermutlich diesmal nicht ganz erreicht werden. Aber eine hohe einstellige Dividendenrendite dürfte es auf Jahressicht unterm Strich schon werden - die durchschnittlichen Kursziele der Analysten liegen dem entsprechend auch bei rund 27 USD (rund 24 EUR), also ein Drittel über dem aktuellen Börsenkurs; sie weisen also auf ein Kurspotenzial von 50% hin.

Ich erwarte jetzt keinen schnellen Anstieg auf die Jahreshöchstkurse, aber die attraktive Bewertung haben mich dazu veranlasst, meine Position um einige Stücke aufzustocken.

+ Western Digital
Ganz neu dabei ist Western Digital, Weltmarktführer bei Festplatten. Richtig gelesen, die gute alte (verstaubte) Festplatte, die früher jeder PC und jedes Notebook an Bord hatte. Der Kurs von WDC ist massiv abgetaucht, denn die immer schleppender verlaufenden PC-Verkäufe nährten zunehmende Befürchtungen, das Hauptgeschäft von WDC würde einfach wegbrechen. Das ist nicht ganz unbegründet, denn WDC und Seagate teilen sich 90 Prozent des Festplattenmarktes - bei den neuen und zunehmend beliebteren Flash-Speichern hingegen gibt es keinen derartigen Platzhirschen und die beiden "Großen" müssen sich mit vielen kleinen und neuen Konkurrenten um den Markt streiten. Warum also auf die Dinosaurier setzen? Tja, weil es sich lohnt! WDC ist niedrig bewertet und Weltmarktführer. Der Absatz von PCs wird wieder anziehen, Tabletts haben ihren Zenit überschritten, Windows 10 wird hier den Absatz von PCs und Notebooks massiv vorantreiben. Und Festplatten verbrauchen zwar mehr Strom und sind langsamer als Flash-Speicher, aber eben auch noch erheblich günstiger. Daher profitiert WDC vom anziehenden PC-Absatz und zwar am stärksten.

Des Weiteren ist WDC ja nicht untätig und der enorme Cashflow, den man mit den HDs erzielt, wird nicht nur für Dividenden und Aktienrückkäufe genutzt, sondern man verstärkt sich gezielt im Flash-Bereich und kauft die innovativsten Unternehmen einfach auf. Und bietet seinem riesigen Kundenstamm neben HDs nun auch Flash-Drives an - den über Jahrzehnte gewachsenen Kundenstamm haben die "jungen" Konkurrenten nicht. Ein enormes Pfund, mit dem WDC wuchern kann. Und Big Data, das Internet der Dinge, die Cloud... all diese neuen Technologien, auf die immer mehr IT-Unternehmen setzen, verbrauchen Unmengen an Speicherkapazitäten. Denn wenn die Daten nicht mehr bei mir auf der Festplatte im Mac-Book liegen, sondern bei XY-Data-Systems, muss ja dort Speicherkapazität vorhanden sein. Und anders als bei mir eben auch zwei- oder dreifach, denn das Thema Datensicherheit und Schutz vor Datenverlust ist bei der Cloud ja ein elementares Anliegen! Nicht nur die Datenleitungen müssen sicher sein, die Übertragungswege, sondern auch das Ziel. Und hier ist und bleibt WDC der Platzhirsch und rüstet die Speicherzentren mit seinen HDs aus. Dort geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern vor allem um die Kosten!

WDC ist hier im Wandel, hat aber den Vorteil, dass es die Kundenbeziehungen bereits hat und die finanziellen Rücklagen bzw. den hohen Cashflow, um es mit der Konkurrenz aus einer Position der Stärke heraus aufnehmen zu können. Kurse um 70 EUR sehe ich als attraktive Bewertung an für ein langfristiges Investment.

.: Cashquote
Meine Cashquote liegt trotz der beiden Zukäufe weiter deutlich über 20 Prozent und ich erwarte die nächsten Kaufgelegenheiten in den nächsten Wochen.