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Freitag, 2. August 2024

Kissigs Aktien Report: Enteignung durch StaRUG-Verfahren - (nur) so können Aktionäre sich schützen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 174 vom 26.07.2024

Samstag, 9. Februar 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 6. Börsenwoche im Rückspiegel mit Aumann, Daimler, Leoni, MBB, Wirecard

Nach dem starken Januar kehrt nun Normalität und ein Stück weit auch Ernüchterung an den Börsen ein. Die alten Probleme sind nicht weg, sie wurden nur mal wieder vor sich her geschoben und poppen nun wieder hoch.

Trump erklärte erst, der Handelsdeal mit China werde toll, um einige Tage später zu poltern, er werde mit Chinas Staatspräsident Xi keinesfalls vor dem Ablauf der Deadline Ende März zusammenkommen. Natürlich alles via Twitter...

Es mehren sich die Stimmen in der FED, dass es 2019 wohl doch eher keine Zinsanhebungen geben wird. Das lässt die Pessimisten frohlocken, die nun von einer Rezession fabulieren. Andere sehen es positiv, weil das billige Geld, das die Börsen bisher (mit) angetrieben hat, länger im Markt bleibt.

Und dann steht der Brexit vor der Tür am 29. März. Realitätsverweigernd meint das britische Parlament, und die Premierministerin May, dass die EU den Brexit-Vertrag nochmal aufschnüren und nachverhandeln wird. Obwohl die anderen EU-Staaten dies kategorisch ausgeschlossen hatten. Irgendwie dreht es sich "nur" noch um die Frage Nordirland/Irland und da scheint man May einen Kompromiss anzubieten, der auf eine Zollunion hinausläuft. Was die Hardliner in London partout nicht wollen, aber Labour könnte diesen Weg vielleicht mitgehen. Letztlich würde man sich wieder nur Zeit erkaufen, um viele weitere Monate und Jahre die immer gleichen Themen diskutieren zu können. Aber in der Zwischenzeit stehen Wahlen in UK an und ggf. auch ein neues Brexit-Votum. Und man hätte sich über die Europawahl im Mai gerettet (UK hat ja wegen des anstehenden Brexit keine Wahlen eigener Abgeordneter vorbereitet). Also wäre Zeit wohl nicht das Schlechteste in diesem Szenario...

Montag, 2. Juli 2018

Welche Auswirkungen hat die Börsengötterdämmerung im Automobilsektor auf Zulieferer wie Aumann, Delignit, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie, Osram und Technotrans?

Der Automobilsektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland: Dreiviertel der Autos werden exportiert, fast 8% der Wirtschaftsleistung Deutschlands geht auf den Automobilsektor zurück, die einen Jahresumsatz von mehr 400 Mrd. Euro erzielt. Das beinhaltet nicht nur die Global Player BMW, Daimler und Volkswagen, sondern auch die Zulieferbranche, wie Continental, Osram oder Schaeffler. Insgesamt sind hier rund 800.000 Menschen beschäftigt. Und die Gewinnwarnungen bei einigen von ihnen zeigen, dass sich hier großes Ungemach zusammenbraut, das seinen Ursprung im aufziehenden Wirtschaftskrieg hat, den Donald Trump dem Rest der Welt aufzwingt. Die US-Steuerreform, die Strafzölle auf Stahl und Automobilimporte zeigen erste negative Wirkungen und gerade die US-Strafzölle auf Autos könnten Deutschlands Wirtschaft hart treffen.

Jenseits der großen DAX-und MDAX-Konzerne gibt es auf dem deutschen Kurszettel eine Reihe von Unternehmen, die im Automobilsektor tätig oder vom ihm abhängig sind. Einige davon habe ich auf meiner Empfehlungsliste, wie Aumann, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie oder Technotrans und wenn sich das Sentiment einer ganzen Branche eintrübt, wäre es fahrlässig, seine Positionen nicht zu überdenken. Und das habe ich...

Mittwoch, 28. Februar 2018

Leoni: Kabelsalat war gestern...

Deutschland lebt von seinem breit aufgestellten Mittelstand und weltweit werden wir hierfür beneidet. Diese „Unternehmen aus der zweiten Reihe“ sind oftmals unbekannt, auch wenn sie sich in ihren Nischen führende Positionen im Weltmarkt erobert haben und wir immer wieder mit ihren Produkten in Berührung kommen, ohne dies immer auch zu wissen.

Schaut man in Deutschland auf die Börse, ist fast nur vom DAX die Rede. Dabei ist sein kleinerer Bruder, der MDAX für die Mid Caps eigentlich viel interessanter. Er weist seit Jahren eine bessere Rendite auf als der DAX und viel DAX-Unternehmen waren lange Zeit Mitglied des MDAX, bevor sie in die erste Index-Liga aufstiegen. Schaut man auf den Kursverlauf solcher Werte wie Lanxess oder Pro7Sat1 stellt man schnell fest, dass sie in ihrer Zeit im MDAX eine beeindruckende Entwicklung vorzuweisen haben, während sie nach Aufnahme in den DAX eher durchwachsen performt haben. Es lohnt sich also ein genauerer Blick auf die MDAX-Werte, zumal viele von ihnen auch schon Milliardenwerte auf die Börsenwaage bringen und somit weit entfernt von kleinen Nebenwerten sind. Und mit genau so einem Nischenwert mit rund 2 Milliarden Euro Börsenkapitalisierung haben wir es bei Leoni zu tun.