Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir den Gewürzspezialisten McCormick ins Depot geholt, nachdem der Kurs aufgrund der $4,2 Mrd schweren Übernahme der Marken French’s and Frank’s RedHot Brands, die auf Schlag zur zweit- und drittgrößten von McCormick avancierten, deutlich unter Druck geraten war. Seitdem habe ich mein Investment keinen Tag lang bereut.
Gestern hat nun McCormick wieder einmal Zahlen vorgelegt und die waren, wie üblich, gut. Allerdings dämpft das Unternehmen die Erwartungen für die nächste Zeit und das passt nicht (mehr) zu der doch recht üppigen Bewertung der Aktie. Und wie heißt es so richtig? Ein gutes Unternehmen, zu teuer bezahlt, ist ein schlechtes Investment. Daher habe ich mich von "meinem scharfen Ritt" verabschiedet, werde McCormick aber weiterhin auf dem Radar behalten und ggf. wieder zuschlagen, wenn Wachstumsaussichten und Bewertung für dieses Qualitätsunternehmen wieder zusammenpassen.
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Mittwoch, 29. Januar 2020
Sonntag, 13. Oktober 2019
Die 41. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit eBay, Grenke, McCormick
Nach zwei Wochen Pause kommentiere ich heute wieder die Ereignisse der vorausgegangenen Börsenwoche. Noch immer treiben uns die gleichen Themen um wie am Jahresanfang: die US-Handelskriege, vor allem mit China, der auch daraus resultierende globale Wirtschaftsabschwung und der Brexit.
Doch während die konjunkturelle Eintrübung in vollem Gange ist und weltweit zu Zinssenkungen führt, gab es hinsichtlich der Handelskriege und beim Brexit bisher nur heiße Luft, was die Lösungsvorschläge anging, und negative Entwicklungen im Realen. Die Börsen spiegeln dieses emotionale Hin- und Her mit ihren teilweise heftigen Kurszuckungen wider.
Doch nun gibt es - mal wieder - Hoffnungen auf ein gutes Ende, sowohl beim US-China-Handelskrieg als auch beim Brexit. Und mit gutem Ende meine ich nicht ein gutes Ende im engeren Sinne, sondern das Abwenden einer Vollkatastrophe, wie sich als Alternative lange Zeit abzeichnete. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Börse, die Unternehmen und die Aktienkurse...
Doch während die konjunkturelle Eintrübung in vollem Gange ist und weltweit zu Zinssenkungen führt, gab es hinsichtlich der Handelskriege und beim Brexit bisher nur heiße Luft, was die Lösungsvorschläge anging, und negative Entwicklungen im Realen. Die Börsen spiegeln dieses emotionale Hin- und Her mit ihren teilweise heftigen Kurszuckungen wider.
Doch nun gibt es - mal wieder - Hoffnungen auf ein gutes Ende, sowohl beim US-China-Handelskrieg als auch beim Brexit. Und mit gutem Ende meine ich nicht ein gutes Ende im engeren Sinne, sondern das Abwenden einer Vollkatastrophe, wie sich als Alternative lange Zeit abzeichnete. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Börse, die Unternehmen und die Aktienkurse...
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Samstag, 16. Februar 2019
Kissigs Kloogschieterei: Die 7. Börsenwoche im Rückspiegel mit Arista, Aumann, Corning, IT Competence Group, MBB, McCormick, Navigator Equity, Teva, TTL Beteiligung
Es dominieren weiterhin Entspannungstendenzen an den Börsen, auch was die Gefühlslage angeht. Die Berichtssaison läuft auf vollen Touren und Unternehmen, die (vermeintlich) die hohen Erwartungen nicht erfüllen, werden hart abgestraft.
So traf es meine Turnaround-Spekulation Teva Pharmaceuticals mit einem zweistelligen Kurseinbruch, nachdem man mit den 2018er Zahlen und dem Ausblick auf 2019 nicht punkten konnte. Und doch... auf Wochensicht verbleibt auf Eurobasis lediglich ein Minus von 1,1%. Man könnte daraus schließen, dass immer weniger Marktteilnehmer Instinkt getrieben agieren und stattdessen wieder mehr Ratio das Börsengeschehen bestimmt. Könnte man, aber der eine oder andere Punkt spricht doch dagegen, dass die Panikzeiten wirklich ernsthaft definitiv abschließend hinter uns liegen (hab ich da noch was vergessen? Oh ja, ultimativ!)...
So traf es meine Turnaround-Spekulation Teva Pharmaceuticals mit einem zweistelligen Kurseinbruch, nachdem man mit den 2018er Zahlen und dem Ausblick auf 2019 nicht punkten konnte. Und doch... auf Wochensicht verbleibt auf Eurobasis lediglich ein Minus von 1,1%. Man könnte daraus schließen, dass immer weniger Marktteilnehmer Instinkt getrieben agieren und stattdessen wieder mehr Ratio das Börsengeschehen bestimmt. Könnte man, aber der eine oder andere Punkt spricht doch dagegen, dass die Panikzeiten wirklich ernsthaft definitiv abschließend hinter uns liegen (hab ich da noch was vergessen? Oh ja, ultimativ!)...
Mittwoch, 28. November 2018
McCormick trotz der Kurskrise und erhöht die Dividende. Fett!
Angesichts teilweise deutlicher Kursabschläge in den vergangenen Wochen und der allgemein eher verhaltenen bis negativen Entwicklung vieler Aktien im laufenden Jahr stechen Gewinneraktien natürlich heraus. Eine solche ist die des Gewürzherstellers McCormick & Company [WKN: 858250], den ich hier im Blog im Sommer letzten Jahres vorgestellt habe. Der Kurs neigte damals zur Schwäche infolge der größten Übernahme der Unternehmensgeschichte und ich war davon überzeugt, dass sich für langfristig orientierte Anleger eine hervorragende Chance bieten würde.
Auch wenn 16 Monate natürlich viel zu früh für eine abschließende Beurteilung sind, so möchte ich sie doch für ein Zwischenfazit nutzen. Denn bisher hat McCormick meine Erwartungen mehr als erfüllt. So summiert sich die Rendite aus Kursgewinnen und Dividendenzahlungen auf bisher gut 65%, wovon alleine 45% auf den Kurszuwachs im laufenden Jahr zurückzuführen sind. Und nun konnte McCormick mit weiteren guten Nachrichten punkten...
Auch wenn 16 Monate natürlich viel zu früh für eine abschließende Beurteilung sind, so möchte ich sie doch für ein Zwischenfazit nutzen. Denn bisher hat McCormick meine Erwartungen mehr als erfüllt. So summiert sich die Rendite aus Kursgewinnen und Dividendenzahlungen auf bisher gut 65%, wovon alleine 45% auf den Kurszuwachs im laufenden Jahr zurückzuführen sind. Und nun konnte McCormick mit weiteren guten Nachrichten punkten...
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Freitag, 21. Juli 2017
McCormick und der scharfe Ritt: Kurseinbruch nach Übernahme als Chance?
Der Gewürzhersteller McCormick & Company ist ein ziemlich unbekannter Riese, jedenfalls hierzulande. Das ist insofern verständlich, als dass Otto Normalverbraucher mit seinen Produkten (bisher) eher selten direkt in Kontakt kommt. Denn der 1889 in Baltimore gegründete Konzern stellt Gewürze oder Gewürzmischungen her und vertreibt sie an die Lebensmittelindustrie. Dabei ist es fast unmöglich als Konsument, nicht täglich etwas zu Essen oder zu Trinken, was nicht mit Zutaten von McCormick gewürzt wurde, zumindest in deren Hauptmarkt, den USA. Und in den letzten drei Jahren hatten die Aktionäre auch viel Freude mit ihrem Investment, denn McCormick zählt zu den gesuchten defensiven Werten, die auch in einer Rezession gute Geschäfte machen.
Neben den Gewürzen ist McCormick allerdings inzwischen auch selbst als Hersteller von Lebensmitteln aktiv und diese ist vor allem in den USA momentan im Umbruch. Denn die Verbraucher wenden sich vom Zucker ab und schauen verstärkt danach, Produkte aus regionalem und ökologischem Anbau zu bevorzugen. Das stellt einige der Platzhirsche der Branche vor große Herausforderungen, wie Campbell Soup oder General Mills. Und zumindest teilweise nun auch McCormick.
Während also das Gewürzbusiness weiter attraktive Renditen abwirft, sieht sich auch McCormick mit seinen Produkten zunehmendem Gegenwind ausgesetzt. Und begegnet diesen auch durch Übernahmen. So hat man den Tubenkräuterspezialisten Gourmet Garden und den Saucenprofi Cajun Injector gekauft und ganz aktuell das Lebensmittelbusiness von Reckitt Benckiser für 4,2 Mrd. Dollar. Dieser letzte Zukauf kommt an der Börse nicht gut an und wird als zu teuer eingestuft. Immerhin hatte sich McCormick in einem Bieterverfahren gegen andere Größen der Branche durchgesetzt und am Ende einiges mehr bezahlt, als Analysten als Wert für RBs Lebensmittelbusiness angesetzt hatten. Der Kauf soll überwiegend über Kredite finanziert werden, was prompt die Ratingagentur Moody's auf den Plan rief, die eine Bonitätsabstufung für McCormick in Aussicht stellt. Also alles schlecht und der Kurseinbruch nur allzu gerechtfertigt. Oder?
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