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Dienstag, 27. Juni 2023

Im Fokus: Cisco Systems - Die nächste Chance auf fette Renditen!?

In diesem Kurzportrait geht es um Cisco Systems, das am 30. März 2000 mit einem Aktienkurs von 77 USD und einer Marktkapitalisierung von 555 Mrd. USD das wertvollste Unternehmen der Welt war. Der Aktienkurs war viele Jahre lang raketengleich in die Höhe geschossen und erst kurz zuvor zum neunten Mal innerhalb von 10 Jahren gesplittet worden.

Heute steht der Aktienkurs mit 50 USD zweieinhalbmal so hoch wie vor 10 Jahren, notiert aber noch immer rund 35 % unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2000. Dabei ist Cisco Systems mit seinen Produkten und Dienstleistungen heute relevanter als damals, macht viel mehr Umsatz, fährt üppige Margen und Gewinne ein. Aber es ist kein Hyper-Growth-Unternehmen mehr, das die Fantasie der Anleger ins Unermessliche steigert.

Zur Jahrtausendwende stand Cisco Systems für den Aufbruch in die neue Welt: Das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und vieles von dem, was für uns heute selbstverständlich ist, waren damals Zukunftsfantasien. Cisco stellte und stellt Router und Switches her, die das Rückgrat des Internets darstellen, sozusagen die Hardware der Datenautobahn. Die Aktie musste man einfach in seinem zukunftsgerichteten Depot haben. Doch das war damals. Und heute?

Dienstag, 7. Juli 2020

Cisco Systems und Walt Disney sind nicht mehr (meine) erste Wahl...

Cisco Systems und Walt Disney sind beide in aussichtsreichen Märkten aktiv, stehen jedoch vor großen Herausforderungen. Sie haben sich in den vergangen Jahren unterdurchschnittlich entwickelt und es steht zu befürchten, dass dies auch in absehbarer Zeit so bleiben wird. Mein ursprünglicher Investmentcase geht nicht (mehr) auf; Grund genug, mich von beiden Werten zu trennen und mein Geld in aussichtsreichere Werte zu investieren.

Sonntag, 18. August 2019

Die 33. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Cisco, Intuit, Wirecard

Heftige Schwankungen bleiben den Börsen wohl erhalten; die Nerven liegen blank und die Stimmung trübt sich weiter ein. Die Konjunkturdaten stimmen wenig froh und wir Menschen neigen dazu, aktuelle Gegebenheiten in die Zukunft fortzuschreiben.

Donald Trump beherrschte zur Abwechslung mal nicht die Schlagzeilen, auch wenn Ende der Woche die Börsen zu einer Erleichterungsrallye ansetzten, nachdem der Donaldissimo twitterte, er erwarte, dass die Chinesen einen Deal machen wollten. Ansonsten haben wir viel mehr über Greta erfahren, als wir jemals wissen wollten. Aber der Showdown steht bevor, denn Greta ist nun per Segelschiff auf dem Weg zum Don. Das wird bestimmt toll...

Sonntag, 26. Mai 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 21. Börsenwoche im Rückspiegel mit Apple, Blue Cap, Cisco Systems, Softbank Group

"Die Geister, die ich rief, ich werd' sie nicht mehr los..." stammt aus Goethes "Der Zauberlehrling" und nichts liegt mir ferner als Johann Wolfgang von Goethe mit Donald Trump zu vergleichen! Doch das permanente Säbelrasseln und weltweite Brändelegen des Donaldissimo erzeugt zunehmend erhebliche - und dauerhafte - Kollateralschäden. Und damit meine ich nicht nur Politikverdrossenheit, internationale Spannung und Kriegsangst, sondern handfeste Einbußen und nachhaltig eingetrübte Geschäftsaussichten von Unternehmen. Es betrifft nicht alle, aber doch einige. Und zwar auch Giganten, wie Apple oder Cisco Systems aus den USA. Und dabei geht es weit mehr als um ein paar - vorübergehende - Strafzölle.

Auf die aktuelle "Earnings Season" in den USA hat das noch relativ geringe Auswirkungen, aber natürlich auf die Ausblicke der Unternehmen für den Rest des Jahres. weiter und in Deutschland nimmt die Dividendensaison Fahrt auf. Mit entsprechenden deutlicheren Kursschwankungen bei den betroffenen Werten. Und auch wenn Quartalsergebnisse kein Maßstab für langfristig orientierte Anleger sind, prägen sie doch auf kurze Sicht den Kursverlauf einer Aktie. Und das bietet Chancen und Risiken...

Sonntag, 19. Mai 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 19. und 20. Börsenwoche im Rückspiegel mit Arista, Aumann, Cisco, Fintech Group, Hello Fresh, IAC InterActiveCorp., Match Group, MBB, Nynomic, Rocket Internet, SBF, Teva Pharmaceuticals

Nach dem "Aussetzer" am letzten Wochenende gibt es in dieser Woche wieder meine Klookschietereien. Und man kann feststellen, dass die "politischen Börsen" zurück sind, nachdem Donaldissimo zunächst den US-China-Handelskrieg zugespitzt hat, mit Börsenturbulenzen im Gefolge, um wenig später wieder etwas zurückzurudern. Die - nicht ganz so starke - Erhöhung an den Weltbörsen zeigt, wie psychisch instabil die Märkte sind, und was ein Egomane an der Spitze einer Weltmacht anrichten kann.

Daneben läuft die "Earnings Season" in den USA weiter und in Deutschland nimmt die Dividendensaison Fahrt auf. Mit entsprechenden deutlicheren Kursschwankungen bei den betroffenen Werten. Und auch wenn Quartalsergebnisse kein Maßstab für langfristig orientierte Anleger sind, prägen sie doch auf kurze Sicht den Kursverlauf einer Aktie. Und das bietet Chancen und Risiken...

Donnerstag, 11. April 2019

Kissigs Investor-Update Q1/19 mit Amazon, Cisco, Funkwerk, MasterCard, MBB, Microsoft, PayPal, Xylem und dem High-Tech Stock Picking-Wiki

Investor-Update zum Ende des 1. Quartals 2019

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und gebe aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben.

Darüber hinaus beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden. Des Weiteren berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und in meinem Dividendendepot.

Die größten Positionen in meinem Investmentdepot waren Ende März PayPal, MasterCard, Amazon, Cisco Systems, MBB, Xylem, Microsoft, Funkwerk sowie das High-Tech Stock Picking Wiki von Stefan Waldhauser. Und damit gab es durchaus einige wesentliche Veränderungen, die nicht alleine auf die heftigen Schwankungen der Börsenkurse zurückzuführen sind...

Freitag, 25. Januar 2019

Portfoliocheck: Primecap setzt auf den digitalen Wandel. Vor allem mit Cisco Systems!

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 19. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die nicht nur drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen, sondern mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Damit erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und hängten den S&P 500 um 2% p.a. ab.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Beim Netzwerkgiganten Cisco Systems gehört Primecap zu den größten Aktionären und will so gleich von mehreren Megatrends profitieren...

▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Cisco Systems befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 23. Januar 2018

Cisco Systems erfindet sich immer wieder neu und das sehr erfolgreich

Es gibt sie wirklich, die Dinosaurier des Internetzeitalters. Cisco Systems ist einer von ihnen, kurzfristig während der Dot-Com-Blase war es sogar mal mit 555 Milliarden Dollar das nach Börsenkapitalisierung wertvollste Unternehmen der Welt. Und wie alle Dinosaurier wurde Cisco schon mehrfach totgesagt, denn seine Produkte sind antiquiert. Zumindest im Maßstab der schnelllebigen Zeit des digitalen Wandels.

Cisco Systems ist der weltweit führende Entwickler und Hersteller von High-Performance-Multimedia- und Multiprotokoll-Internetworking-Produkten für Computernetzwerke. Die Produkte, insbesondere Router und Switches, decken eine große Bandbreite an End-to-End Netzwerk-Hardware, -Software und -Services ab und die Hauptkunden sind Telefongesellschaften, Internet-Service-Anbieter, Energieversorger, der Staat und kleine bis mittelständische Unternehmen. Der normale Anwender bekommt die Geräte und Dienste von Cisco eigentlich gar nicht direkt zu sehen, er nutzt sie allerdings ständig, wenn er sich ins Internet einloggt oder über sein Smartphone surft.

Das Kerngeschäft von Cisco ist noch immer Hardware, die Router und Switches stellen das Rückgrat der Netzwerkinfrastruktur dar. Doch der Trend geht schon seit einigen Jahren weg von dieser Hardware, die Cisco seine Dominanz einbrachte, hin zu Softwarelösungen. Und wie alle Dominatoren hat auch Cisco diesen Trend anfangs belächelt, dann bekämpft und erst (zu) spät versucht, auf den Trend aufzuspringen. Und hat seitdem Mühe, auch hier an die Spitze zu gelangen. Ein Milliardenkonzern und Dow Jones Schwergewicht ist eben kein Schnellboot, sondern ein Ozeandampfer: weder leicht zu steuern, noch schnell zu wenden. Und doch gehören schnelle und konsequente Entscheidungen und Richtungsänderungen seit jeher zu Ciscos Geschäftsmodell und zu seinem Erfolgsgeheimnis.

Donnerstag, 16. November 2017

Zahlen & Mehr: Cisco Systems, MPC Capital, Ringmetall, VTG

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

▸ Cisco Systems
Der Netzwerkgigant scheint die Trendwende zu schaffen. Nach einer Serie von Quartalen mit zurückgehenden Umsatzerlösen musste Cisco für das abgelaufene Quartal zwar noch einmal ein Minus von 1,7% verkünden, aber gleichzeitig hob das Unternehmen die Guidance für das aktuelle zweite Geschäftsquartal an. Demnach sollen die Umsätze zwischen 1% und 3% zulegen. An den Gewinnen war sowieso wenig(er) auszusetzen gewesen, denn die hatte Cisco trotz sinkender Umsätze um 3% auf 2,4 Mrd. Dollar steigern können.

Meine Einschätzung
Cisco Systems befindet sich mitten im Wandel weg von seinem Hardware-Kerngeschäft Router und Switches hin zu Softwarelösungen, cloudbasierten Anwendungen und Cybersecurity. Bisher hatten die neuen Geschäftsfelder die Umsatzrückgänge im Stammgeschäft nicht kompensieren können, doch nun scheint sich der Trend umzukehren und der Strategieschwenk auszuzahlen. Dabei setzt Cisco neben der bewährten Strategie der gezielten Zukäufe auch zunehmend auf Kooperationen, wie zuletzt mit dem Suchmaschinengiganten Google (Alphabet).

Cisco Systems sollte seine Erholung weiter fortsetzen und zunehmend wieder stärkere Umsatz- und Ergebniszahlen vorlegen können. Sollte die Steuerreform in den USA tatsächlich kommen und es eine Art Amnestie für im Ausland liegende Cashbestände geben, wird es für Cisco hier einen indirekten Geldregen geben in Form gesparter Steuern.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Cisco Systems: Mund abputzen, weitermachen. Eigentlich läuft's doch...

Vor knapp fünf Jahren fragte ich mich, ob Cisco ein Value Investment wert sei, und habe die Aktie infolgedessen auf meine Empfehlungsliste genommen. Seitdem hat sich eine Rendite aus Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen von mehr als 150% eingestellt, was den Netzwerkausrüster Cisco Systems zu einem erfolgreichen, aber nicht zu einem der besten meiner Investments macht. Jedenfalls kann sich die Durchschnittsrendite von mehr als 22% pro Jahr durchaus sehen lassen.

Seit fünf Jahren wird Cisco Systems von Zweifeln begleitet, von Befürchtungen über den wachsenden Konkurrenzdruck asiatischer Anbieter im Kerngeschäft Router und Switches, der Hardware für den Internet- und Datenverkehr. Und seit fünf Jahren verliert Cisco hier Umsätze und streicht zigtausende von Stellen. Auf der anderen Seite wächst Cisco immer weiter in den Bereich Software und Sicherheit hinein, weg vom Hardwaregeschäft. Und so stehen den Umsatz- und Personalrückgängen immer wieder Quartalsergebnisse gegenüber, die die Erwartungen des Marktes hinsichtlich Umsatz und Gewinn übertreffen. So auch dieses Mal, als Cisco gestern Abend seine Zahlen für das abgelaufene erste Quartal präsentierte. Die Umsätze lagen bei 11,94 Mrd.$ und damit um 0,5% unter dem Wert des Vorjahrs, allerdings auch um 40 Mio.$ über den Analystenerwartungen. Und beim Gewinn je Aktie erreichte Cisco mit 0,60$ einen um 0,02$ besseren Wert, als gedacht. Also Freude bei den Aktionären und beim Aktienkurs? Weit gefehlt...

Donnerstag, 11. Februar 2016

Cisco Systems punktet mit Top-Zahlen und Dividendenexplosion

Der Dow-Jones-Wert Cisco Systems hat Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal vorgelegt und konnte damit positiv überraschen. Während die einhellige Meinung eher von Zurückhaltung angesichts der Dollarstärke und Konjunktursorgen geprägt war, punktete das US-Netzwerkunternehmen in allen Bereichen. Der Umsatz wuchs um 2 Prozent auf $11,9 Mrd. und der Gewinn stieg auf 3,1 Mrd. und damit um 31 Prozent. Somit lag der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie bei $0,57 und damit um 3 Cents über den Erwartungen.

Was die Anlegerherzen noch deutlich mehr erfreuen wird, sind die Ankündigungen des neuen CEO Charles H. Robbins zur Dividende und zu Aktienrückkäufen. So wird Cisco seine Quartalsdividende zur nächsten Zahlung am 27. April um fast 25 Prozent auf $0,26 erhöhen (bisher $0,21), so dass die Dividendenrendite auf Jahressicht stolze 4,6 Prozent erreicht. Darüber hinaus legt das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm auf und wird für weitere $15 Mrd. eigene Aktien über die Börse erwerben. Das wird den Gewinn je Aktie auch künftig weiter erhöhen, losgelöst vom erfolgreichen Verlauf des operativen Geschäfts.

Für das laufenden dritte Geschäftsquartal rechnet Cisco mit einem Umsatzwachstum zwischen 1 und 4 Prozent und einem bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen $0,54 und $0,56. Während das Hardwaregeschäft mit Routern und Switches weiterhin unter Druck steht, legt der Bereich Software und Sicherheitslösungen deutlich zu. Cisco unternimmt seit einiger Zeit größere Anstrengungen, diesen Bereich immer weiter auszubauen und kauft auch regelmäßig aufstrebende Firmen in diesem Bereich zu.

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt für mich ein Top-Pick im Tech-Sektor, denn das Unternehmen ist einer der größten Treiber und Profiteure des Internets der Dinge.

Sonntag, 22. November 2015

Andere Ansichten: Cisco Systems und die Warnsignale

Warnsignale bei Cisco hat die ARD Börse ausgemacht und begründet so den signifikanten Kursrücksetzer bei dem Netzwerkspezialisten. Dabei hatte das Unternehmen hervorragende Quartalszahlen präsentiert und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 wären die Erlöse um 3,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar gesteigert worden und beim Ergebnis habe der Hersteller von Routern und Switches für Internet- und Netzwerkverbindungen weltweit 2,43 Milliarden Dollar erreicht. Je Aktie habe der Gewinn von Cisco Systems bei 59 Cent und damit 3 Cent über den Prognosen der Analysten gelegen - eine Steigerung um 33 Prozent.

Blick nach vorne, nicht zurück...
Enttäuscht wäre allerdings der Ausblick auf das laufende Quartal aufgenommen worden. Denn Cisco traue sich hier nur ein Wachstum von maximal zwei Prozent bei den Umsätzen zu und im schlechtesten Fall könnten die Erlöse sogar stagnieren. Bei den Ergebnissen gehe Cisco von Gewinnen je Aktie von 53 bis 55 Cent aus und läge damit ebenfalls unterhalb der bisherigen Markterwartungen von 56 Cent.

Die ARD Börse orakelt, dass der niedrigere Ausblick ein Vorbote für die gesamte IT-Branche sein könnte, da Cisco als Ausrüster des weltumspannenden Daten-Netzes und vieler Unternehmensnetzwerke sehr sensibel spüre, wenn die Investitionsbereitschaft der Unternehmen nachlasse. Und eventuell lasse auch die Phantasie im Bereich der cloud-basierten Speicherung von Daten etwas nach, wo Cisco einer der großen Profiteure und Platzhirsche sei.

 Cisco Systems (Quelle: comdirect.de)
Meine Einschätzung
Cisco Systems hat sich in den letzten Jahren immer wieder großen Herausforderungen stellen müssen und diese eindrucksvoll gemeistert. Was nötig ist, um an der Spitze der Entwicklung zu stehen und dabei hohe Renditen einzufahren, wird gemacht - selbst wenn dies tausende von Jobs kostet. Das Unternehmen ist hoch profitabel, erzielt enorme Cashflows und nutzt diese sowohl für Zukäufe als auch für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Gerade wurde vermeldet, dass am 20. Januar eine konstante Quartalsdividende von 21 Cents ausgeschüttet werden soll. Zuletzt war die Zahlung im Februar 2015 um 10,5 Prozent angehoben worden. Auf das Jahr hochgerechnet ergäben die kumulierten 84 Cents eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent.

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und stellt für mich auf der aktuellen Kursbasis von rund 26 Euro weiterhin eine aussichtsreiche Langfrist-Investition dar.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Cisco-Chef Chambers räumt mit Top-Zahlen das Feld

Zum Juli wird John Chambers den Chefsessel beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems nach 20 Jahren räumen und an den für weltweite Geschäft zuständigen Top-Manager Chuck Robbins übergeben. Chambers wird Cisco als Chef des Verwaltungsrates erhalten bleiben und präsentierte nun letztmalig die Quartalsergebnisse des Internet-Titans.

Im dritten Geschäftsquartal, das bis Ende April geht, stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 2,4 Mrd. USD und der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 12,1 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,54 USD und damit ebenfalls über den Prognosen der Analysten, die durchschnittlich 0,53 USD erwartet hatten.

"Dieses ganze Gerede über neue Spieler, neue Software und
White-Label, das unser Geschäft killen würde, war völlig falsch."
(John Chambers)

Die guten Zahlen treffen auf ein gehöriges Maß an Skepsis, ob sich Cisco weiterhin behaupten können. Denn das in letzter Zeit stark zunehmende Geschäftsfeld "Software-Defined Networking" wildert in Ciscos Kerngeschäftsfeld, der Hardware-Netzwerkausrüstung. Diese Gefahr, die durch eine Reihe von Start-ups immer konkreter wird, sieht auch Cisco und verstärkt sich selbst in diesem Bereich. Und bisher hinterlässt der Hype um SDN (noch) keine Spuren in der Cisco-Bilanz und im letzten Quartal generierte man einen sagenhaften Cashflow von 3 Mrd. USD, der vom Unternehmen gerne für Aktienrückkäufe und Dividenden für die Aktionäre verwendet wird. Die Quartalsdividende hatte Cisco gerade erst um mehr als 10 Prozent auf 0,21 USD angehoben.

Unbestritten, Cisco sieht sich wachsender Konkurrenz und neuen Herausforderungen gegenüber, doch das Unternehme hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass es adäquat auf neue Herausforderungen reagieren kann. Dabei schreckte der scheidende CEO Chambers auch vor der Schließung ganzer Geschäftsbereiche und der Entlassung tausender Mitarbeiter nicht zurück, um Cisco auf Erfolgskurs zu halten. Der Erfolg gibt ihm recht und es ist anzunehmen, dass auch unter dem langjährigen Cisco-Manager Robbins diese Marschroute konsequent fortgesetzt wird. Daher bleibt Cisco als Quality Invstment aussichtsreich und auf meiner Empfehlungsliste. Der Dow-Jones-Wert ist mit einem KGV von unter 13 und einer Dividendenrendite von fast 3 Prozent attraktiv bewertet und bietet für Langfristanleger eine hervorragende Möglichkeit, am boomenden Wachstumsmarkt "Internet der Dinge" zu partizipieren.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Cisco Systems surft die digitale Erfolgswelle. Und wie!

Der global agierende Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet und die Datenkommunikation, Cisco Systems, hat seine Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert und dabei die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 11,9 Mrd. USD und das Ergebnis je Aktie legte um 70 Prozent auf 2,4 Mrd. USD oder 46 Cents nach 1,4 Mrd USD bzw. 26 Cents im entsprechenden Vorjahresquartal zu. Bereinigt um Sondereinflüsse blieben beim Ergebnis je Aktie sogar 53 Cents übrig, 2 Cents mehr als Analysten erwartet hatten.

Die starken Zahlen resultieren sowohl aus zunehmenden Produktverkäufen also auch Zuwächsen in der Service- bzw. Dienstleistungssparte. Hier kommen Cisco Systems die Investitionsoffensiven der Telekommunikationsanbieter entgegen und gleichzeitig bietet Cisco neuere und profitablere Produkte an. Die digitale Welt spricht eben Cisco. Ergänzend macht sich allerdings inzwischen auch das neuerliche Kostensenkungsprogramm mit der Streichung von bis zu 6.000 Stellen positiv in der Bilanz bemerkbar.

Die hervorragenden Ergebnisse haben natürlich auch Auswirkungen auf die Quartalsdividende. Die nächste Ausschüttung wird von den bisherigen 19 Cents nun um mehr als 10 Prozent auf 21 Cents angehoben, was einer aufs Jahr hochgerechneten Dividendenrendite von 3,1 Prozent entspräche. Der Dividendenabschlag erfolgt am 2. April, die eigentliche Ausschüttung an die Aktionäre, die zum US-Börsenschluss am 31. März die Aktien in ihren Depots hatten, am 22. April.

Das von CEO John Chambers geführte Netzwerkunternehmen bleibt damit sowohl unter Bewertungs- als auch unter Dividendenaspekten einer der Top-Picks im High-Tech-Sektor!

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Montag, 5. Januar 2015

Die digitale Welt spricht... Cisco

Datenaustausch, Kommunikation zwischen (mobilen) Geräten, dafür steht ein Unternehmen wie kein anderes: Cisco Systems, der weltweit agierende Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet und die Datenkommunikation.

Seit zweieinhalb Jahren befindet sich der Dow-Jones-Wert Cisco auf meiner Empfehlungsliste und der Kurs hat sich seitdem inkl. der üppigen Dividendenzahlungen etwa verdoppelt. Damals war mir Cisco ein Value Investment wert, doch der starke Kursanstieg bringt mich zum Nachdenken, ob die Aktie nicht ihren fairen Wert erreicht oder gar überschritten hat und es dem entsprechend Zeit wäre, die Kollekte zu kassieren und woanders zu investieren.

Cisco hat schwierige Zeiten hinter sich, der NSA-Skandal hat massive Furchen in die Bilanz gegraben und das Unternehmen musste mit einer weiteren Mitarbeiterentlassungswelle reagieren, weil man sich auf die Kernbereiche gesundschrumpfen wollte. Insbesondere in den Schwellenländern hatte Cisco mit einer deutlich nachlassenden Nachfrage zu kämpfen, doch ich war mir vor gut einem Jahr sicher, dass die Schwellenangst Cisco nur kurzfristig bremst. Damals schon thematisierte ich das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT), auf das so viele setzen, und Cisco Systems ganz besonders. Dort nennt man es das "internet of everything", man will alle möglichen Geräte miteinander vernetzen und kommunizieren lassen. Was für die Einen nach dem endgültigen Durchbruch für George Orwells Big Brother klingt, verheißt für die Anderen eine (noch) einfachere Welt. Wenn einem das Smartphone mitteilt, wo genau sich der nächste freie Parkplatz in der Umgebung des Restaurants befindet, das ich mir gerade ausgesucht habe, und ich nicht nur den Tisch sondern auch den Stellplatz "smart" und sofort buchen kann, dann macht dies das Leben sehr viel einfacher und schafft Raum für die Dinge, die wichtiger sind, als Parkplatzsuche oder das Warten auf einen freien Platz im Bistro.

An diesem Markt wollen viele teilhaben und daran verdienen und das werden sie auch. Allerdings hat Cisco Systems eine Menge Vorteile auf seiner Seite - und wohl auch die entscheidenden. Einerseits seine Größe, seine Power, die Dinge voranzutreiben und auch in Vorleistung gehen zu können, um die Dinge in Bewegung zu bringen. Weltweit stößt Cisco mit Städten Pilotprojekte an, ob in Nizza oder in Hamburg. Und Cisco ist wohl der einzige Anbieter, der alles aus einer Hand liefern kann, von der (Netz-)Infrastruktur bis hin zur Software und den Dienstleistungen. Beim Schaffen einer neuen Infrastruktur ist es nicht nur wichtig, die benötigten Komponenten zu bekommen und sie dann auch zusammenzubauen, sondern auch sie reibungslos zum Laufen zu bringen. Und am Laufen zu halten. Cisco tut das und Cisco kann das. Cisco wächst aggressiv in einem schnell wachsenden Markt - das Unternehmen geht davon aus, dass der IoT-Markt von 25 Milliarden verbundener Geräte in 2015 auf 50 Milliarden in 2020 ansteigen wird. Innerhalb der nächsten 10 Jahre erwartet Cisco Investitionen in den IoT-Markt von insgesamt 19 Billionen US-Dollar. Und Cisco ist der Dominator in diesem Markt und hat vor, diese Stellung zu behaupten.

Hier wächst ein riesiges Potenzial für Cisco heran und das dürfte die schwierige Situation in seinem angestammten Geschäftsbereich, wo es sich harter Konkurrenz ausgesetzt sieht. Mehr als kompensieren. Cisco hat mehrfach gezeigt, dass es sich Herausforderungen stellt und die nötigen Konsequenzen gezogen, teilweise ganze Geschäftsbereiche einfach dicht gemacht oder abgestoßen. Auch deshalb ist Cisco Systems nach wie vor eine enorme Cash-Maschine, die jedes Quartal Milliarden US-Dollar an Gewinnen generiert und diese in das operative Geschäft, Firmenübernahmen, Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen steckt. Die letzten Jahre hat diese Mischung die Aktionäre glücklich gemacht und den Aktienkurs aus seiner fast 10 Jahre währenden Lethargie seit dem Platzen der Dot-Com-Blase wachgeküsst. Dabei zahlt Cisco erst seit 2011 Dividenden, hat diese aber seitdem jedes Jahr angehoben - beim aktuellen Kurs von 23 EUR liegt die Dividendenrendite bei stolzen 2,7 Prozent. Tendenz steigend, denn nach der bisherigen Historie dürfte Cisco zum April seine Quartalsdividende erneut erhöhen.

Als ich vor zweieinhalb Jahren Cisco auf die Empfehlungsliste genommen habe, lag das KGV bei rund 8 und die Dividendenrendite bei 1,5 Prozent. Heute hat sich das Verhältnis umgekehrt, der starke Kursanstieg hat das KGV auf 13 (für 2015) ansteigen lassen. Die Dividendenrendite liegt deutlich höher und es ist davon auszugehen, dass die Quartalsdividende demnächst weiter angehoben wird. Das Internet der Dinge ist Realität geworden und Ciscos Aussichten sind glänzend. Unter Bewertungsgesichtspunkten kann man Cisco heute wohl nicht mehr als reines Value Investment bezeichnen, denn eine klare Unterbewertung wie Mitte 2012 liegt nicht mehr vor. Aber Cisco ist auch nicht überbewertet auf dem aktuellen Kursniveau, sondern sollte sollte noch weitere Chancen auf Kurs- und Dividendensteigerungen bieten. Für mich ist Cisco Systems ein qualitativ hochwertiges und weiterhin aussichtsreiches Basisinvestment.

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Schwellenangst bremst Cisco Systems nur kurzfristig

Der im Dow-Jones-Index gelistete weltgrößte Netzwerkspezialist Cisco Systems hat Zahlen vorgelegt und die sind erwartet schwach ausgefallen. Noch immer hat Cisco Probleme in den Schwellenländern und so fiel der Umsatz um 7,8 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar und der bereinigte Gewinn je Aktie sank ebenfalls um 7,8 Prozent auf 47 US-Cents. Dabei hatten Analysten im Schnitt noch etwas weniger erwartet.

Der Ausblick fällt ebenfalls trübe aus. So erwartet Cisco Systems im laufenden Quartal einen Umsatzrückgang um 6 bis 8 Prozent. Was in etwa dem entspricht, was Cisco bereits Mitte Dezember verlautbart hatte, so dass dies eigentlich keine Überraschung mehr sein sollte.

Deutlich erfreulicher ist hingegen die Nachricht, dass Cisco seine Quartalsdividende nochmals deutlich anhebt und zwar um weitere 12% auf nunmehr 19 US-Cents. Auf das Jahr gerechnet 0,76 US-Dollar und beim aktuellen Kurs einer Dividendenrendite von gut 3,4 Prozent.

Fazit
Cisco hat aktuell mit Problemen zu kämpfen, in den Schwellenländern und auch aufgrund der Nachwehen der NSA-Affäre. Dennoch ist das Unternehmen der Architekt der vernetzten Zukunft und wird unabhängig davon, ob nun mehr iPhones oder Galaxys oder Nokias von den Konsumenten nachgefragt werden, oder ob der PC durch Tablets ersetzt wird oder gar iWatches das Medium der Zukunft sind, vom Trend hin zu mehr Vernetzung profitieren. Unter dem Motto "Internet der Dinge" (Internet of everything) plant Cisco hier Großes und Großartiges und wird langfristig einer der größten Profiteure dieser Vernetzung sein. Weil die Microsofts, die Apples, die Samsungs dieser Welt die Infrastruktur, die Cisco baut, für ihre immer mobileren und "smarteren" Produkte brauchen. Und darüber hinaus diese Geräte mit immer mehr Informationen gefüttert werden, ob es nun freie Parkplätze sind, freie Hotelzimmer oder Restaurantplätze, ggf. sogar bestimmte Artikel in Kaufhäusern oder Läden. Das Internet of everything kann und wird Informationen schneller und aktueller zur Verfügung stellen und die Menschen werden sich an diese neue und bequeme Welt sehr schnell gewöhnen. In San Francisco, Nizza aber auch in Hamburg laufen Smart City Projekte von Cisco, um Städte vernetzter zu machen, erlebbarer. Und der Trend zu mehr Mobilität, mehr Urbanität wird dazu führen, dass die Menschen, die Konsumenten immer mehr Informationen immer schneller abrufen werden wollen. Und immer lokaler. Nicht (nur) die Nachrichten aus aller Welt, sondern das, was gerade dort, wo sie sind, aktuell passiert.

Das "Internet of everything" wird die Welt verändern und diese Veränderung hat bereits vor Jahren begonnen. Die Gedanken sind nicht neu, nur sind sie jetzt umsetzbar. Und dieses Umsetzen, das macht Cisco Systems. Für mich nach wie vor eines der absoluten Zukunftsinvestments und das mit einem sehr attraktiven Kurs-Gewinn-Verhältnis und einer geradezu üppigen Dividendenrendite flankiert von einem großvolumigen Aktienrückkaufprogramm.

Cisco Systems befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 15. August 2012

Cisco Systems erhöht die Quartalsdividende um 75%

Der im Dow-Jones-Index vertretene Netzwerk- und Datenverkehrsspezialist Cisco Systems hat seine Zahlen präsentiert und die Erwartungen des Marktes übertroffen. Im vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 4% auf 11,7 Mrd. USD (9,5 Mrd. EUR) und der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 56% auf 1,9 Mrd. USD (1,54 Mrd. EUR).

Doch damit nicht genug der guten Nachrichten: Cisco hebt die Quartalsdividende von 8 auf 14 US-Cents an, also um 75%. Das macht etwa 11,5 Euro-Cents je Anteilschein aus und etwa 0,46 EUR pro Jahr. Die Dividendenrendite liegt nun bei rund 3,25% und das KGV bei 9, so dass der Wachstumswert äußerst attraktiv bewertet ist. Für mich ist Cisco Systems weiterhin ein lohnendes Value-Investment.

Dienstag, 24. Juli 2012

Ist Cisco Systems ein Value Investment wert?

Die Aktien von Cisco Systems standen am 30. März 2000 bei über 77 USD und damit war das Unternehmen mit 555 Mrd. USD das teuerste der Welt. Der eine oder andere von den Älteren wird sich noch erinnern, denn Cisco war eines der Unternehmen, die "man haben musste", denn es baute die Produkte, die für das rasante Wachstum des Internets nötig waren. Selbst Harald Schmidt ließ sich damals in seiner Late-Night-Show über die Kursentwicklung von Cisco aus. Fast unnötig zu erwähnen, dass Cisco damals erheblich weniger Umsatz machte als heute, und noch viel weniger Gewinn erwirtschaftete. Aber es war die Hochphase der "New Economy", als den Anlegern erzählt wurde, die alten Gesetzmäßigkeiten der Wirtschaftslehre würden nicht mehr zählen und Umsatz sei wichtiger als Gewinn. Jaja, Groupon ick hör dir trapsen...

Es folgte, was folgen musste: ein starker Absturz von den einstigen Höhen und eine zehn Jahre anhaltende Seitwärtsbewegung, wenn auch sehr volatil, zwischen etwa 10 und 25 EUR.

Und nun? Cisco Systems ist noch immer der weltweit führende Entwickler und Hersteller von High-Performance-Multimedia- und Multiprotokoll-Internetworking-Produkten für Computernetzwerke. Die Produkte, insbesondere Router und Switches, decken eine große Bandbreite an End-to-End Netzwerk-Hardware, -Software und -Services ab und die Hauptkunden sind Telefongesellschaften, Internet-Service-Anbieter, Energieversorger, der Staat und kleine bis mittelständische Unternehmen.

Daher wirkt sich die aktuelle globale Konjunkturschwäche natürlich auch auf die Geschäfte von Cisco Systems aus, denn die Unternehmen achten genauer auf ihre Investitionen. Cisco hat reagiert und sich ein striktes Abspeckprogramm auferlegt: so wurden 11.500 Mitarbeiter entlassen - oder rund 14% der Belegschaft - und Randbereiche wurden abgestoßen bzw. aufgegeben. Des Weiteren hat Cisco soeben angekündigt, weitere 1.300 Stellen abzubauen.

Doch es gibt auch positive Nachrichten, denn Cisco stärkt weiter seine Position in Kerngeschäft und dies nicht nur durch eigene innovative Produkte, sondern auch durch gezielte Übernahmen. So gab heute die EU-Kommission grünes Licht zu der von Cisco bereits im März angekündigten Übernahme von NDS, eines israelischen Spezialisten für Software für Betreiber von Pay-TV-Angeboten, dessen Produkte u.a. auch vom deutschen Pay-TV-Sender Sky genutzt werden.

Cisco Systems ist also ein Unternehmen, dessen Produkte gebraucht werden und das sich seit vielen Jahren in einem Wachstumsmarkt behauptet und diesen sogar beherrscht. Seit 2004 hat Cisco fast jedes Jahr den Umsatz gesteigert und Cashflow sowie Gewinn liegen auf hohem Niveau.

Im Mai hatte Cisco seine Zahlen präsentiert: die anhaltend hohe Nachfrage nach Netzwerk-Technik hatte im dritten Geschäftsquartal (bis Ende April) zu einem Umsatzanstieg von 7% geführt und der Gewinn legte dank eingedämmter Kosten sogar um 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Allerdings gab Cisco-Chef John Chambers bereits damals einen verhaltenen Ausblick auf das aktuelle Quartal, woraufhin der Aktienkurs deutlich nachgab. Und heute gab es einen weiteren Rücksetzer um gut 5%, weil dem Markt die Zahlen des Konkurrenten Texas Industries so gar nicht schmecken wollten.

Kurs: 12,60 EUR

Marktkapitalisierung: 68,48 Mrd. EUR
Streubesitz: 75,70%
Aktienanzahl: 5,44 Mrd.
Cashflow je Aktie: 1,81 / KCV: 6,96
Buchwert je Aktie: 7,00 EUR / KBV: 1,8
EPS 2012e: 1,53 EUR / KGV 2012: 8,24
EPS 2013e: 1,59 EUR / KGV: 2013: 7,92
Dividende 2012e: 0,19 EUR / Div.Rendite: 1,5%

Cisco Systems ist eines der innovativsten Tech-Unternehmen mit hohen Wachstumsraten in einer sehr starken Marktposition und einen sehr fähigen Management. Und wird aktuell mit einem sensationell günstigen 13er KGV von unter 8 bewertet - der heutige Kursrücksetzer macht's möglich.

Mag sein, dass der Kurs noch etwas nachgeben wird, vor allem weil wir ja auf den Herbst zusteuern, die generell tristeste Börsenzeit. Aber auf mittel- und langfristige Sicht ist Cisco ein Basisinvestment für jeden, der das Internet, Cloud -Computing  und mobile Kommunikation nicht für Eintagsfliegen hält. Daher ist für mich Cisco Systems auf diesem Niveau ein Value Investment wert.