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Montag, 26. Mai 2025

KKR oder Howard Hughes Holdings - wer formt wirklich die "moderne Berkshire"?

Berkshire Hathaway steht für Unternehmenserfolg pur. Jedenfalls seit Warren Buffett das Unternehmen 1964 übernommen und es in seine private Vermögensverwaltung umgewandelt hat. Der S&P 500 Index hat seitdem rund 39.000 Prozent zugelegt, aber die Berkshire-Aktie um unschlagbare 5,5 Millionen Prozent! Kein Wunder also, dass Warren Buffett als der beste Investor aller Zeiten gilt.

Dabei nutz er nur eine Handvoll Prinzipien, denen er aber unbedingt treu bleibt. Im Grunde genommen kann das jeder Anleger auch, aber kaum einer macht es wirklich nach. Weil Buffetts Prinzipien zu einfach klingen und keine schnellen und großen Gewinne in kurzer Zeit versprechen. Aber das wollen wir alle: möglichst schnell möglichst reich werden. Und scheitern dabei.

Buffett hat immer versucht, langsam reich zu werden, aber eben sicher. Er hat die dümmsten Fehler vermieden und so haben viele durchschnittlich erfolgreiche Entscheidungen am Ende zu einem außergewöhnlichen Ergebnis geführt. Und natürlich einige wirklich grenzgeniale Deals.

5,5 Millionen Prozent!

Wir Anleger haben es dabei sogar eigentlich besonders einfach, denn Starinvestoren wie Buffett müssen vierteljährlich ihre Depots gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC offenlegen. Mitte des Quartals kann jeder Mensch genau sehen, was der Guru an börsennotierten US-Aktien zum Ende des vorangegangenen Quartals im Depot hatte. Und gerade war es wieder soweit: am 15. Mai wurden die Depots offengelegt und deren Wertpapierbestand zum 31. März.

Aber um Buffett geht es mir heute gar nicht, jedenfalls nicht in erster Linie. Heute geht es im weiteren Sinne um einen "Enkeltrick", denn gleich mehrere legendäre Wall Street-Größen versuchen, Buffetts außergewöhnlichen Erfolgen nachzueifern - indem sie seine Strategie gnadenlos kopieren und in die Gegenwart transformieren. Auch für Anleger winken hier im Erfolgsfall außergewöhnliche Renditen. Aber nur dann...

Donnerstag, 16. Juli 2020

Kissigs Aktien Report: Das Märchen vom bösen Short-Seller

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 8. Aktien Reports (vom 04.07.20): "Das Märchen vom bösen Short-Seller"

Samstag, 6. Juni 2020

Kissigs Portfoliocheck: Bausch Health ist für Mario Gabelli mehr als einen zweiten Blick wert

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 91. Portfoliocheck befasse ich mich mit Mario Gabelli, einem Value Investor, der bei Roger Murray, Benjamin Grahams Nachfolger als Professor an der Columbia Universität, in die Lehre ging und eine ganz eigene Value Investing-Erfolgsformel kreiert hat: Er bestimmt den Marktwert eines Unternehmens aus Sicht eines strategischen Käufers. Hierzu ergänzt er den Zerschlagungswert eines Unternehmens um eine strategische Übernahmeprämie und erweitert das Ergebnis um eine Zeitkomponente, den Katalysator. Als Katalysator oder Trigger definiert Gabelli Ereignisse, die zu einem schnellen Anstieg des Marktpreises führen und so die Diskrepanz zwischen intrinsischen Unternehmenswert und Börsenpreis abbauen. Das können zum Beispiel Gesetzesänderungen sein, neue Technologien, der Einstieg aktivistischer Investoren oder der Spin-off von Unternehmenssparten.

Obwohl der Industriesektor mit 30% Anteil Gabellis am stärksten gewichteter Sektor blieb, gab es im ersten Quartal 2020 in seinem Depot ordentlich Bewegung. Bei Tiffany brach er seine Spekulation auf einen Extragewinn bei der anstehenden Übernahme durch LVMH ab, nachdem der Juwelier in der Coronakrise massiv unter Druck kam. Vorausschauend, denn inzwischen gibt es sogar Gerüchte, LVMH wolle den Übernahmepreis nochmal neu verhandeln.

Die größte Auswirkung auf der Kaufseite hatte Gabellis kräftiges Aufstocken bei Amazon und auch beim Chemieunternehmen DuPont de Nemours baute er seine Position um 67% aus. Beim kanadischen Gesundheitskonzern Bausch Health, die ich ja auch schon länger als aussichtsrieche Turnaorund-Spekulation begleite, stockte er seine bisher kleine Anfangsposition massiv um 1.366% auf.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon und Bausch Health befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Kissigs Turnaround-Favoriten für 2020: Bausch Health, Exceet Group, SBF, UET United Electronic Technology

Als Sondersituationen habe ich vier besonders aussichtsreiche Kandidaten herausgepickt: Bausch Health, Exceet Group, SBF und UET United Electronic Technology. Dabei ist bei den drei deutschen Nebenwerten unbedingt zu beachten, dass es sich um hoch spekulative Werte handelt, die mit niedrigen Börsenumsätzen aufwarten, was zu teilweise hohen Spreads führt. Also bitte stets ruhig und mit Limits ordern; es muss nicht jede Order sofort und zu jedem noch so absurden Kurs ausgeführt werden und auch nach einem erfolgreichen Einstieg muss man unbedingt die nötige Geduld aufbringen, damit sich das Unternehmen entwickeln kann. Man muss lange Seitwärtsphasen aushalten können, um in den wenigen Tagen mit satten Kursbewegungen an Bord zu sein, sonst verpasst man den Großteil der Rendite...

2020 wird unbeständig, launisch, wechselhaft, aber nicht unbedingt auch unergiebig

Nach meinem Rückblick "2019 im Rückspiegel: Wie der Januar so das Jahr. (M)eine Rekordjagd, trotz Wirecard-Fiasko" wage ich nun einen Ausblick auf die nächsten 12 Monate und dabei werde ich euch auch meine Aktienfavoriten für 2020 vorstellen.

Nachdem die Bären die Börsen Ende 2018 fest im Griff hatten, haben im Schlussquartal 2019 nochmals die Bullen die Zügel in die Hand genommen und so die Börsen auf neue Rekordhöhen geführt: der DAX legte sein bestes Jahr hin seit 2012 und der S&P 500 sein sechst bestes seit 1928. Nach derartigen Steigerungen ist es nur natürlich, dass viele Anleger mit mulmigen Gefühlen auf das neue Jahr 2020 blicken und befürchten, dass es kaum etwas zu verdienen geben wird an den Börsen oder gar größeres Ungemach droht. Verständlich ist diese Furcht, aber auch richtig?

Dienstag, 31. Dezember 2019

2019 im Rückspiegel: Wie der Januar so das Jahr. (M)eine Rekordjagd, trotz Wirecard-Fiasko

2019 haben die Aktienmärkte neue Rekordmarken erzielt, zumindest in den USA. Aber auch in Deutschland erholten sich DAX & Co. von dem heftigen Einbruch, der Ende 2018 die Börsen heimgesucht hatte. Der DAX legte sein bestes Jahr seit 2012 hin, der S&P 500 sein sechst bestes Jahr seit 1928.Und wenn man jetzt den einen oder anderen Rückblick liest, dann haben es wieder alle gewusst, 2019 war ein "einfaches" Jahr, das Geld "leicht verdient". Quatsch, das war es nie und das wird es nie, nicht in dieser Welt!

Donnerstag, 21. November 2019

Bausch Health: Shortseller Citron wechselt die Seiten und sieht erhebliches Kurspotenzial

Bausch Health hieß früher Valeant Pharmaceuticals und wurde von Hedgefonds-Manager Bill Ackmann mal als "die neue Berkshire Hathaway" tituliert. Er setze einen zweistelligen Milliardenbetrag auf das kanadische Unternehmen und dabei fast alles in den Sand. Ich habe das Unternehmen seit Anfang 2017 als Turnaround-Spekulation im Depot und der Kurs lag in diesen fast drei Jahren bereits um die 50% im Minus, aber auch schon um die 50% im Plus. In den letzten Wochen scheint sich die Turnaround-Spekulation nun aber endlich richtig Fahrt aufzunehmen und bei Kursen um €25 liege ich rund 70% im Plus. Und das dürfte noch nicht das Ende gewesen sein. Noch nicht einmal das Ende des Anfangs...

Donnerstag, 4. Januar 2018

Turnaround-Spekulation: Bausch Health, Lloyd Fonds, Marenave vor Wiederauferstehung?

Turnaround-Spekulationen üben auf Anleger eine ganz besondere Magie aus, obwohl sie nur selten erfolgreich sind. Der Reiz liegt darin, Aktien eines Unternehmens zu ausgebombten Kursen zu kaufen, die früher in ganz anderen Spähren zuhause waren. Was so stark abgestürzt ist, muss ja eine Riesenchance darstellen, der Kurs muss sich ja wieder erholen, so lautet eine gängige Ansicht. Und die ist falsch!

Der Kurs muss sich nicht wieder erholen, denn es gibt zumeist sehr gute Gründe, weshalb Aktienkurse abstürzen. Und nicht selten folgt auf den Kursabsturz die Pleite und damit der Totalverlust des investierten Geldes. Anleger tun also gut daran, sich an Turnaround-Versuche nur unter größter Vorsicht und Sorgfalt heranzuwagen. Denn er kommt darauf an, auch eine "Turnaround-Spekulation als Value Investment" anzugehen. Nur so kann es funktionieren, will man sich nicht auf den Zufall verlassen.

Ich habe mich in drei ausführlichen Artikel bereits diesem Thema gewidmet. Anfang 2013 ("Turnaround: Profitieren, wenn gefallene Engel wiederauferstehen"), Anfang 2016 ("Turnaround-Spekulation: Wenn Totgesagte länger leben") und Ende 2016 noch einmal ("Deutsche Forfait, SBF AG, United Electronic Technology: Turnarounds seldom turn. But if..."). Die in den Artikeln vorgestellten Werte haben die Hoffnungen nicht alle erfüllt, doch zumindest ist kein Totalausfall darunter.

Neben diesen vier Artikeln habe ich ab und zu auch Einzelwerte in Turnaround-Situationen hier im Blog besprochen und bisweilen auf meine Empfehlungsliste gesetzt. Und darum geht es auch heute, um drei Unternehmen, deren Business total abgestürzt ist und ihr Aktienkurs ebenso. Bei denen aber die Hoffnung besteht, dass sie die Kurve kriegen und den latenten Krisenmodus wieder verlassen können und wieder zu stinknormalen Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell werden. Also werfen wir einen Blick auf die drei Turnaround-Kandidaten, auf neue Hoffnungsträger und alte Bekannte...

Samstag, 4. März 2017

Zahlen & Mehr: Bausch Health, GBK Beteiligungen, GFT, msg life, Scherzer & Co.

In der Rubrik "Zahlen & Mehr" gehe ich kurz auf aktuelle Unternehmensmeldungen ein und bewerte diese im Hinblick auf meinen Investmentcase.

GBK Beteiligungen
Die auf Eigenkapitalbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen fokussierte GBK kann bei ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2016 ein Rekordergebnis ausweisen. So haben die Hannoveraner im Geschäftsjahr 2016 ein Realisiertes Ergebnis in Höhe von €12,4 Mio. erwirtschaftet und unter Berücksichtigung des Nicht realisierten Ergebnisses beläuft sich das Ergebnis des Geschäftsjahres auf €7,6 Mio. Dieses ist maßgeblich durch den Verkauf von drei Beteiligungen positiv beeinflusst worden. Der Nettoinventarwert je Aktie ist weiter gestiegen und beläuft sich am 31.12.2016 auf €10,18 je Aktie, so dass das Unternehmen der Hauptversammlung eine Ausschüttung von €1,00 je Aktie vorschlagen werden (zuvor €0,70), also einen Gesamtbetrag von €6,75 Mio. Dies entspricht einer Dividendenrendite von knapp 10%.

Meine Einschätzung
GBK Beteiligungen investiert dort, wo andere gar nicht hinschauen: bei den kleinen Unternehmen des erfolgreichen Mittelstands. Diese fliegen für die großen Beteiligungsgesellschaften unter dem Radar und GBK ist auch bereit, sich mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu geben. Zuletzt war man zwei neue Beteiligungen eingegangen, um die drei Verkäufe aus dem Vorjahr zu kompensieren. Eine aktive Rolle bei der Führung des jeweiligen Tochterunternehmens strebt man nicht an, wie auch die beiden jüngsten Beteiligungen wieder zeigen. GBK ist ein Nischenwert mit allen Vor- und Nachteilen eines so kleinen Unternehmens, insbesondere der eingeschränkten Handelbarkeit der Aktie und die seltene Berichterstattung in den Medien. Wen das nicht schreckt und wer auf hohe Dividendenausschüttungen aus ist, der findet bei GBK Beteiligungen eine interessante Möglichkeit von Investments in kleine und mittlere Unternehmen des deutschen Mittelstands profitieren zu können.

Dienstag, 10. Januar 2017

Bausch Health: Kann Ikarus zum Phönix werden?

Valeant Pharmaceuticals International Inc. war ein Star, jahrelang kannte der Aktienkurs nur einen Weg: nach oben. Und wie einst Ikarus kam man in völliger Selbstüberschätzung der Sonne zu nahe, so dass die aus Wachs gefertigten Flügel zu schmelzen begannen, was zum unweigerlichen Absturz führte.

So viel zur Vergangenheit; für die Zukunft stellt sich die Frage, ob Valeant Bausch Health im Staub verenden wird, oder ob es den Kanadiern gelingen kann, wie einst Phönix aus der Asche wieder aufzuerstehen.