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Dienstag, 12. Dezember 2023

Kissigs Portfoliocheck: Charlie Mungers letzter Deal

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 242. Portfoliocheck schaue ich zum letzten Mal Charlie Munger über die Schulter, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt und zweifellos einer der intelligentesten Menschen unseres Zeitalters. Die bekannteste Rolle des kürzlich im Alter von 99 Jahren verstorbenen Starinvestors ist wohl die des Beifahrers von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway.

Munger hielt mit seiner Meinung nie hinterm Berg und scheute sich nicht, mit seinen Aussagen anzuecken. Gerade deshalb war er stets ein gern gesehener Interviewpartner in nahezu allen Medien. Mit seinem Buch "Poor Charlie's Almanack" hat Munger das Konzept der 'elementaren, weltlichen Weisheit' in Bezug auf Wirtschaft und Finanzen eingeführt. Er verfolgt einen ganzheitlichen Denkansatz über ein breites Wissensspektrum und verbindet all diese unterschiedlichen mentalen Modelle zu einer Art Gitterkonstruktion zur Lösung kritischer Geschäftsprobleme.

Munger war ein Anhänger des Focus Investing und setzte nur auf eine kleine Zahl von Unternehmen. Er kaufte nur die besten und das genau und nur dann, wenn sich eine außergewöhnlich gute Einstiegsmöglichkeit bietet.
"Weise Investoren setzen viel, wenn die Welt ihnen großartige Gelegenheiten bietet. Sie setzen viel, wenn die Chancen auf ihrer Seite sind. Den Rest der Zeit tun sie das nicht. So einfach ist das."
(Charlie Munger)
Dabei konzentrierte er sich auf absolute Qualitätsunternehmen, nicht zuvorderst auf den günstigsten Preis. Buffett und Munger bezeichnen sich als 'Business-Picker', nicht als 'Stock-Picker'. Sie investieren in Qualitätsunternehmen mit starkem Geschäftsmodell, anhaltender Preissetzungsmacht und einem fähigen Management. Und dann mischen sie sich nicht in das operative Geschäft dieser Unternehmen ein, sondern überwachen lediglich, dass es seine außergewöhnlichen Eigenschaften bewahrt. Des Weiteren investierte Munger mit viel Geduld und sehr langfristig. Er gab dem Zinseszinseffekt ('Compounding') die nötige Zeit, seine ganze Kraft zu entfalten.
"Die erste Regel beim Compounding ist, es nie unnötig zu unterbrechen."
(Charlie Munger)
Wenn man Mungers Investments durschauen will, muss man mehrere Ebenen betrachten. Sein Vermögen steckte ganz überwiegend in Berkshire-Aktien, die ihn zum Milliardär machten. Zudem hielt er einen signifikanten Anteil an Himalaya Capital Management von Li Lu; dieser chinesisch-stämmige Investor gilt als der Warren Buffett Asiens und war einer der engsten Freunde Mungers.

Mungers privates Portfolio

Knapp 95 % seines Vermögens hielt Munger in Berkshire-Hathaway-Aktien, weitere 4 % in Aktien von Costco Wholesale und dann noch 1 % in Aktien von Daily Journal, einem kleinen Zeitungsverlag, an dem Munger mit seinen 50.000 Aktien rund 3,6 % hält und wo er als Chairman jahrzehntelang die Investments verwaltete. Daily Journal wird daher auch öfter mal als Mungers 'private Vermögensverwaltung' bezeichnet. 

Das Portfolio von Daily Journal ist recht übersichtlich. Im 3. Quartal 2023 gab es erneut keine Aktiendispositionen; die letzte Veränderung datiert aus dem 4. Quartal 2022, als der kleine 0,25%ige Depotanteil am südkoreanischen Stahlkonglomerat POSCO veräußert worden war. Ende September bestand das Portfolio aus ganzen vier Aktienpositionen: drei Bankwerte, die Munger sehr günstig während der Globalen Finanzkrise 2008/09 eingekauft hatte und seitdem hielt, sowie dem chinesischen Internetgiganten Alibaba Group, wo Munger im Frühjahr 2021 eingestiegen war und in den folgenden Quartalen bei weiter stark sinkenden Kursen zweimal seinen Bestand verdoppelt hatte. Im 1. Quartal 2022 halbierte er seine Position, wohl aus steuerlichen Gründen, und seitdem schlummert sie mit einem Anteil von gut 16 % in seinem Depot.

Alibaba war Mungers letzter Deal und kein guter, wie er selbst bekannte. Viel besser hatte er es vor 70 Jahren gemacht, als er sich ein ölreiches Grundstück sicherte, das ihm bis zuletzt fette 'Royalties' einspielte - ein echter Thousandbagger! Und da war da natürlich noch Mungers wichtigster Deal...


Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Costco auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 27. Juli 2023

Kissigs Portfoliocheck: Charlie Munger und sein „schlimmer“ Alibaba-Irrtum

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 231. Portfoliocheck schaue ich Charlie Munger über die Schulter, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt und zweifellos einer der intelligentesten Menschen unseres Zeitalters. Die bekannteste Rolle des inzwischen 99-Jährigen ist wohl die des Beifahrers von Warren Buffett bei Berkshire Hathaway.

Munger hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg und scheut sich nicht, mit seinen Aussagen anzuecken. Gerade deshalb ist er ein gern gesehener Interviewpartner in nahezu allen Medien. Mit seinem Buch "Poor Charlie's Almanack" hat Munger das Konzept der 'elementaren, weltlichen Weisheit' in Bezug auf Wirtschaft und Finanzen eingeführt. Er verfolgt einen ganzheitlichen Denkansatz über ein breites Wissensspektrum und verbindet all diese unterschiedlichen mentalen Modelle zu einer Art Gitterkonstruktion zur Lösung kritischer Geschäftsprobleme.

Munger ist ein Anhänger des Focus Investing und setzt nur auf eine kleine Zahl von Unternehmen. Er kauft nur die besten und das genau dann, wenn sich eine außergewöhnlich gute Einstiegsmöglichkeit bietet. Und nur dann.
"Weise Investoren setzen viel, wenn die Welt ihnen großartige Gelegenheiten bietet. Sie setzen viel, wenn die Chancen auf ihrer Seite sind. Den Rest der Zeit tun sie das nicht. So einfach ist das."
(Charlie Munger)
Dabei konzentriert er sich auf absolute Qualitätsunternehmen, nicht zuvorderst auf den günstigsten Preis. Buffett und Munger bezeichnen sich als 'Business-Picker', nicht als 'Stock-Picker'. Sie investieren in Qualitätsunternehmen mit starkem Geschäftsmodell, anhaltender Preissetzungsmacht und einem fähigen Management. Und dann mischen sie sich nicht in das operative Geschäft dieser Unternehmen ein, sondern überwachen lediglich, dass es seine außergewöhnlichen Eigenschaften bewahrt. Des Weiteren investiert Munger mit viel Geduld und sehr langfristig. Er gibt dem Zinseszinseffekt ('Compounding') die nötige zeit, seine ganze Kraft zu entfalten.
"Die erste Regel beim Compounding ist, es nie unnötig zu unterbrechen."
(Charlie Munger)
Wenn man Mungers Investments durschauen will, muss man mehrere Ebenen betrachten. Sein Vermögen steckt ganz überwiegend in Berkshire-Aktien, die ihn zum Milliardär machten. Zudem hält er einen signifikanten Anteil an Himalaya Capital Management von Li Lu; dieser chinesisch-stämmige Investor gilt als der Warren Buffett Asiens und ist einer der engsten Freunde Mungers.

Mungers privates Portfolio

Knapp 95 % seines Vermögens hält Munger in Berkshire-Hathaway-Aktien, weitere 4 % in Aktien von Costco Wholesale und dann noch 1 % in Aktien von Daily Journal, einem kleinen Zeitungsverlag, an dem Munger mit seinen 50.000 Aktien rund 3,6 % hält und wo er als Chairman jahrzehntelang die Investments verwaltete. Daily Journal wird daher auch öfter mal als Mungers 'private Vermögensverwaltung' bezeichnet. 

Das Portfolio von Daily Journal ist recht übersichtlich. Im 2. Quartal 2023 gab es erneut keine Aktiendispositionen; die letzte Veränderung datiert aus dem 4. Quartal 2022, als der kleine 0,25%ige Depotanteil am südkoreanischen Stahlkonglomerat POSCO veräußert worden war.

Ende Juni bestand das Portfolio aus ganzen vier Aktienpositionen: drei Bankwerte, die Munger sehr günstig eingekauft hat und schon seit langem hält, sowie dem chinesische Internetgiganten Alibaba Group, wo Munger im Frühjahr 2021 eingestiegen war und in den folgenden Quartalen bei weiter stark sinkenden Kursen zweimal seinen Bestand verdoppelt hatte. Im 1. Quartal 2022 halbierte er seine Position dann und seitdem schlummert sie mit einem Anteil von rund 15 % in seinem Depot. Kürzlich äußerte sich Munger zu Alibaba und bezeichnete dieses Investment als einen seiner schlimmsten Fehler. Doch damit meinte er nicht etwa den großen Verlust, den ihm Alibaba eingebrockt hat...


Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Costco auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Montag, 12. Dezember 2022

Kissigs Aktien Report: Jahresendrally in den Startlöchern? Auf diese Aktien setzen jetzt die Hedgefonds

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 116 vom 02.12.2022

Dienstag, 12. April 2022

Charlie Munger's Daily Journal halbiert in Q1/22 die Alibaba-Position

Charlie Munger halbierte sein Paket an Alibaba Group.  Und zwar nicht bei seiner mit Warren Buffett betriebenen Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern bei seiner eigenen Vermögensverwaltung, der Daily Journal Corp, die er 1977 übernahm und bei der er seitdem Chairman ist war.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Im Herbst hatte er seinen Bestand annähernd verdoppelt, doch der Aktienkurs befindet sich weiterhin im Sturzflug und Munger und Munger verdoppelte seinen Einsatz gleich noch einmal im 2021er Schlussquartal. Doch im 1. Quartal 2022 ist nun auf einmal alles anders!?

Mittwoch, 16. Februar 2022

Charlie Munger's Daily Journal verdoppelt in Q4/21 den Einsatz bei Alibaba - nochmals

Charlie Munger hat Aktien der Alibaba Group gekauft. Und zwar nicht für seine mit Warren Buffett gemeinsam betriebene Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern für seine eigene Vermögensverwaltung, die Daily Journal Corp, die er 1977 übernahm und bei der er seitdem Chairman ist.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren der Kaufzurückhaltung hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Der Aktienkurs befindet sich seitdem weiterhin im Sturzflug - und Munger verdoppelt seinen Einsatz. Nicht zum ersten Mal...

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Kissigs Portfoliocheck: Value Investor Tom Russo kauft nur noch eine einzige Aktie… Alibaba

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 171. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 3. Quartal 2021 ließ er es wieder ruhig angekehen und kam auf eine Tornoverrate von unter 1%. Mit 40,4% nehmen defensive Konsumwerte weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, gefolgt von Finanzwerten mit 31,7% sowie Kommunikationswerten mit 13,6%. Seine fünf größten Positionen bringen es zusammen auf einen Depotanteil von 53,5%, wobei Berkshire Hathaway alleine für 16,5% steht. Die einizge Aktie, die Tom Russo weiter aufgestockt hat, ist die von Alibaba. Seit dem Allzeithoch von über $300 Anfang des Jahres fällt der Kurs wie ein Stein. Der regulatorische Crackdown in China ist dabei nur ein Grund. Doch Tom Russo wittert seine Chance bei Asiens Online-Powerhouse...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Charlie Munger's Daily Journal verdoppelt den Einsatz bei Alibaba in Q3/21

Charlie Munger hat Aktien der Alibaba Group gekauft. Und zwar nicht für seine mit Warren Buffett gemeinsam betriebene Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern für seine eigene Vermögensverwaltung, die Daily Journal Corp, die er 1977 übernahm und bei der er seitdem Chairman ist.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Der Aktienkurs befindet sich weiterhin im Sturzflug - und Munger verdoppelt seinen Einsatz...

Dienstag, 14. September 2021

Kissigs Aktien Report: Ist Regulierungswut das neue tödliche China-Virus?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Sonntag, 22. August 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele über Zinsen, Inflation, Konjunktur, Notenbanken und Chinas fortgesetzten Regulierungswahn(sinn)

Börsen sind Marktplätze, wo Angebot und Nachfrage aufeinanderprallen und so der Preisfindung dienen. Je weniger Manipulationen, je weniger Eingriffe es in den Markt gibt, desto effizienter kann er funktionieren.

Die Notenbanken gehören auch zum Staatssektor und sie sind zu einem entscheidenden Faktor für die Börsen geworden. Seit dem Crash von 2000 weiten die Notenbanken, allen voran die US-Notenbank FED, die Geldmenge immer weiter aus und dadurch wurden die Aktienkurse, aber auch andere Vermögenswerte, kräftig angeheizt. Diese Vermögenspreisinflation hat Immobilienwert und Aktienkurse auf immer neue Höchststände katapultiert. Die Kehrseite ist, dass hierdurch auch die Anhängigkeit des Marktes von den Notenbanken und von der stetigen Versorgung mit immer mehr und immer billigerem Geld zunahm. Die Entwöhnung ist nur noch sehr schwer möglich und wenn die Notenbanken es versuchen, dann lösen sie damit größere Erschütterungen aus. Wie 2000, als die FED mehrfach die Zinsen anhob, und genauso 2018. Beides waren keine guten Börsenjahre.

Die große Unbekannte in der Formel ist die Inflation. Die Notenbanken habe auch die Aufgabe, die Geldentwertung in Zaum zu halten. Ein bisschen Inflation muss sein und fördert die Wirtschaft, zu viel Inflation entwertet das Geld zu schnell und sorgt für Panik. Grundlegende Theorie ist, dass eine steigende Geldmenge zu mehr Inflation führt und ein drosseln der Geldmenge die Inflation wieder eindämmt. Doch trotz exzessiver Ausweitung der Geldmenge gab es in den letzten 25 Jahren kaum merkbare Inflationstendenzen. Weil das Geld nicht zuvorderst in den Konsum floss und so Nachfrage und Preise anheizte, sondern in Vermögenswerte, wo es dann gebunden war. Doch nun ist die Inflation zurück...

Dienstag, 10. August 2021

Kissigs Aktien Report: Jetzt in China investieren? Aber sicher!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Dienstag, 3. August 2021

Kissigs Aktien Report: Ist die Softbank Group die günstigste Tech-Aktie der Welt oder nur heiße Luft?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Freitag, 14. Mai 2021

Kissigs Portfoliocheck: Ausgerechnet bei Alibaba kauft Tom Russo jetzt ganz groß ein

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 139. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 1. Quartal 2021 dominierten bei Russo die Verkäufe; er hat bei vielen Positionen zwischen 5% und 10% seiner Anteile reduziert. Bei seinem Spitzenwert Mastercard sogar 17,5%, so dass dessen Depotanteil auf 11,6% absackte, nachdem er zuvor viele jahre lang immer um die 15% gelegen hatte. Neuer Top-Wert ist Berkshire Hathaway, deren A- und B-Aktien es zusammen auf eine Gewichtung von gut 16%.

An der grundsätzlichen Ausrichtung hat Russos nichts geändert. Zum Ende des 1. Quartals 2021 nehmen defensive Konsumwerte mit 41% weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, gefolgt von Finanzwerten mit 34% sowie Kommunikationswerten mit 12%. Seine fünf größten Positionen bringen es zusammen auf einen Depotanteil von knapp 55%.

Für Russos Verhältnisse ist eine Turnoverrate von 4% vergleichsweise hoch. Seine einzige Neuerwerbung ist Alibaba; der chinesische Online-Gigant bringt es aus dem Stand auf 2,3% Depotgewichtung. Aus gutem Grund...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Mastercard auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 8. April 2021

Charlie Munger's Daily Journal kauft sich in Q1/21 bei Alibaba ein - gleich mit 19% des Vermögens

Charlie Munger hat Aktien der Alibaba Group gekauft. Und zwar nicht für seine mit Warren Buffett gemeinsam betriebene Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern für seine eigene Vermögensverwaltung, die Daily Journal Corp, die er 1977 übernahm und Chairman ist.

Nach vielen Jahren hat Munger nun mal wieder zugeschlagen. Er agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen.

Donnerstag, 7. Januar 2021

Kissigs Aktien Report: Zeitenwende? Mächtig(er) Gegenwind für Chinas Big-Tech

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Alibaba ist Jeremy Granthams Top-Wette auf den Boom im Onlinehandel. Und mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 111. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2020 schichtete Grantham 12% seines Portfolios um; eine hohe Quote, aber deutlich unter den 20% aus dem Vorquartal. Ende Juni hielt er 736 Positionen, darunter 122 Neuaufnahmen. Auf den vorderen Plätzen gab es wenig Bewegung in seinem Portfolio: Microsoft und Apple führen weiterhin souverän, während sich Alibaba Group vom fünften auf den dritten Rang vorgearbeitet hat, nachdem er seinen Bestand um ein Viertel weiter aufgestockt hat.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Apple und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 25. Mai 2020

Corona: Bill Gates gibt den Trend vor, auch in seinem Portfolio...

Bill Gates gründete Microsoft und führte den Konzern viele Jahre lang; er brachte ihn mit Windows und Office an die Weltspitze. Dann zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück und überließ die Zügel Steve Ballmer, der Microsoft führte wie Darth Vader das Imperium. Erst mit Nachfolger Satya Nadella kehrte Microsoft der dunklen Seite den Rücken, was vor allem Nadellas Meister Yoda-ähnlichem Führungsstil geschuldet ist.

Bill Gates widmete sich nach seinem Rückzug vom Chefposten seinen philanthrophischen Ambitionen in der Bill und Melinda Gates Stiftung. Er bekämpft Polio, setzt sich für regenerative Energien und saubere Trinkwasserversorgung in der Dritten Welt ein und pumpt Milliarden in die Forschung gegen das Corona-Virus. Wie viele andere Milliardäre auch hat er sich Warren Buffetts "The Giving Pledge" angeschlossen und wird den Großteil seines Milliardenvermögens wohltätigen Zwecken zukommen lassen.

Das Wertpapier-Portfolio der Bill und Melinda Gates Stiftung hat inzwischen ein Volumen von mehr als $17 Mrd. und das auch dank der Spenden Warren Buffets, der der Stiftung seines Freundes bereits mehrfach Berkshire Hathaway-Aktien zukommen ließ, um ihre Arbeit zu unterstützen. Gates managt das Portfolio als besonnener Buy & Hold-Anleger mit defensiven Werten. Doch der Blick in seine Transaktionen des ersten Quartals lassen aufmerken - und setzen den Trend auch für Value Investoren...

Montag, 27. Januar 2020

Kissigs Kloogschieterei: Auf das Corona-Virus folgt die Börsengrippe. Oder etwa nicht?

Das Corona-Virus, das die Lungenkrankheit COVID-19 auslöst und China in Atem hält, verbreitet sich nun auch nach Amerika und Europa. Und mit ihm die Angst, sich anzustecken und zu sterben. Und Angst ist seit jeher ein Grund, Börsenkurse taumeln zu lassen - jedenfalls kurzfristig. In den USA gab es bereits am Freitag entsprechende Kurseinbrüche, in Asien heute morgen und so auch in Europa. Dabei ist noch gar nicht klar, wie lange das Virus sich weiter ausbreitet und eine Gefahr darstellt, was aber für die Unternehmen und damit für die Aktienkurse der entscheidende Faktor ist. Und selbst wenn das Virus uns länger in Atem hält, sind nicht alle Branchen gleich stark betroffen. Manche dürften sogar profitieren...

Donnerstag, 26. September 2019

Portfoliocheck: Mit Richemont setzt Tom Russo auf den Luxus von Cartier und IWC. Und auf Alibaba...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 54. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Auch im zweiten Quartal 2019 war Tom Russo nur wenig aktiv und hat sein Depot kaum umgeschichtet; er setzt weiter auf die Schwächen und Vorlieben der Menschen: Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen. Dabei ist er fast immer voll investiert und setzt auf einige wenige ausgesuchte Aktien. Der Schweizer Luxusgüterkonzern Compagnie Finaniciere Richemont SA konzentriert sich auf die vier Segmente Schmuck, Uhren, Accessoires und Mode und Tom Russo investierte hier erstmals 2011. Die größte Herausforderung sieht er durch Amazon und Alibaba - wie treffend, dass Richemont mit den Chinesen eine Partnerschaft eingegangen ist...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Freitag, 23. August 2019

Einfach gedacht: Bist du auch in Alibaba investiert, obwohl du die Aktien gar nicht im Depot hast?

Der chinesische Internet-Gigant Alibaba dümpelt seit einem Jahr vor sich hin, obwohl er operativ von Erfolg zu Erfolg eilt. Gerade erst hat er herausragende Zahlen zum abgelaufenen Quartal berichtet, wie man in diesem interessanten Artikel des Digital Leaders Funds nachlesen kann: "Alibaba: Welcher Handelskrieg?".

Ich bin ja bei China-Investments sehr zurückhaltend, nicht nur dank der ganzen "China-Buden", die in den letzten Jahren deutschen Anlegern das Geld aus der Tasche gezogen haben, aber an Alibaba bin dennoch beteiligt. Nicht direkt, aber "einfach gedacht" doch schon signifikant bezogen auf mein Portfolio. Und zwar so...

Montag, 19. August 2019

Softbank Group im News-Flash. Und (fast) alle sind positiv. Aber der Kurs...

Der japanische Venture Capital-Spezialist Softbank Group ist zurzeit täglich in den Schlagzeilen und anders als bei vielen Click-Bait-Hülsen dreht es sich ganz überwiegend um relevante Informationen zum Unternehmern oder seinen Beteiligungen. Bzw. denen aus seinen beiden mehr als 100 Mrd. Dollar schweren Venture Capital Fonds, den sog. Vision Funds 1 und 2.

Dem Kurs sieht man die Nachrichtenflut momentan nicht wirklich an, der muss dem starken Anstieg seit Jahresanfang Tribut zollen und natürlich dem US-China-Handelskrieg und den schwächelnden Konjunkturdaten rund um den Globus. Aber Aktienkurs und Unternehmensentwicklung gehen nicht immer Hand in Hand, sondern können sich auch eine ganze Weile entgegengesetzt entwickeln. Was entweder Chance oder Risiken birgt für Anleger...