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Samstag, 10. Januar 2026

Kissigs Rückblick 02/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Rheinmetall, RocketLab, Costco, KKR, LendingClub - und auch Neuling TransDigm legte ordentlich los

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Dienstag, 1. Oktober 2024

Kissigs Investor-Update Q3/24 mit KKR, Brookfield, Costco, Apollo Global, Blackstone, Texas Pacific Land, PayPal, LendingClub, RTX, Rheinmetall - und Mutares

Mein Investor-Update zum Ende des 3. Quartals '24

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte in meinem Investmentdepots; es ist in gewisser Weise 'mein persönliches 13F'. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Mittwoch, 7. August 2024

RTX Corp. im Fokus: Gut gerüstet in die Zukunft

In diesem Kurzportrait geht es um die RTX Corp. einen der führenden Rüstungskonzerne der Welt. Dieser ging aus der Fusion von Raytheon mit United Technologies Technologies hervor. Raytheon wurde anschließend in RTX Corp umbenannt und entwickelt und produziert Technologie im Bereich der Verteidigung und der Luft- und Raumfahrt, darunter Flugzeugtriebwerke, Avionik, Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen.

Die drei maßgeblichen Tochterunternehmen von RTX sind Pratt & Whitney, Collins Aerospace und Raytheon. Collins Aerospace hat sich auf fortschrittliche Strukturen, Avionik, Innenausstattung, Missionssysteme sowie Energie- und Steuersysteme spezialisiert, die Kunden in der kommerziellen, regionalen, Geschäftsluftfahrt und im militärischen Bereich bedienen. Pratt & Whitney entwickelt, fertigt und wartet die (nach eigenen Angaben) weltweit modernsten Flugzeugtriebwerke und Hilfstriebwerke für Verkehrs-, Militär- und Geschäftsflugzeuge
Raytheon ist die Rüstungssparte von RTX und dürfte vor allem für seine Patriot-Abwehrraketen bekannt sein, produziert aber auch andere Raketen wie die AIM-9 Sidewinder, Torpedos und Marschflugkörper. Zudem produziert man Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US Air Force.

Mit seinen drei Geschäftsfelder bedient RTX also gleich mehrere wachstumsstarke Zukunftsfelder...

Freitag, 5. Juli 2024

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt setzt mit Sicherheit auf RTX

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 261. Portfoliocheck blicke ich wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er bevorzugt günstige und gute Unternehmen, die im Idealfall einen Katalysator aufweisen, damit absehbare Erfolge möglichst zeitnah eintreten. Auch deshalb setzt er gerne auf Sondersituationen, wie zum Beispiel Spin-offs. Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 1. Quartals 2024 Joel Greenblatts Portfolio von Gotham Capital einen Wert von 6,6 Mrd. USD nach 5,4 Mrd. im Vorquartal. Und schon das war eine erhebliche Steigerung von den 4,8 Mrd. USD Ende September 2023. Er hielt 1.368 Werte, darunter 166 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag erneut bei hohen 20 %. In seinem breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 18,3 % vor Industriewerten mit einer Gewichtung von 13,0 % und zyklischen Konsumwerten mit 10,8 %. Der Gesundheitssektor folgt mit 8,8 %, dahinter haben die Finanzwerte sich mit 5,9 % wieder an den defensiven Konsumwerten vorbeigeschoben, die es auf 5,5 % bringen.

Greenblatt setzt nach wie vor auf einen breiten Marktaufschwung, der vor allem von den Technologieschwergewichten getragen wird. Er hat deshalb den S&P 500 ETF Trust ETF um weitere 26 % aufgestockt. Des Weiteren hat er seine Position an Börsenliebling NVIDIA um starke 55 % weiter ausgebaut und mit dem führenden AI-Play genau richtig gelegen. Beherzt zugegriffen hat Greenblatt auch im Energiesektor, wo er seinen Bestand an Duke Energy mehr als verzehnfacht und bei Marathon Oil knapp vervierfacht hat. Beide Unternehmen haben ihren Schwerpunkt in der Öl- und Gasförderung in den USA, wo es zuletzt zu einer Reihe von Fusionen und Übernahmen kam.

Keine große Rolle spielen in Greenblatts Portfolio Luft-/ Raumfahrt und Verteidigung, dabei bestimmen sie seit zwei Jahren die Schlagzeilen. Aus der Fusion von Raytheon mit United Technologies ging die RTX Corp als einer der führenden US-Rüstungskonzerne hervor. RTX entwickelt und produziert Technologie im Bereich der Verteidigung und der Luft- und Raumfahrt, darunter Flugzeugtriebwerke, Avionik, Cybertechnologie, Raketen, Luftabwehrsysteme und Drohnen. Die drei maßgeblichen Tochterunternehmen sind Pratt & Whitney, Collins Aerospace und Raytheon und die Nachfrage steigt in allen Bereichen. Grennblatt ist hier also nicht ohne Grund investiert...


Disclaimer: Habe NVIDIA, RTX auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 25. Januar 2024

Kissigs Portfoliocheck: Mason Hawkins fährt mit General Electric satte Gewinne ein und setzt nun auf Rüstungswert RTX und… Entertainment

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 245. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Value Investor Mason Hawkins. Der Hedge-Fonds "Longleaf Partners Funds" von Hawkins 1975 gegründeter Southeastern Asset Management verwaltet mehr als 30 Mrd. USD. Dabei erinnert Hawkins Anlagestil stark an den von Warren Buffett und Charlie Munger: er fokussiert sich auf eine überschaubare Zahl von Werten und hält seine Positionen zumeist viele Jahre lang. Dabei machen seine Top-10-Positionen oft mehr als die Hälfte des Portfolios aus und er investiert gern antizyklisch, setzt also auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht angesagt sind an der Wall Street. Oder auf Unternehmen, die nicht als die großen Profiteure von Megatrends wahrgenommen werden und daher nicht auf dem Radar des Marktes auftauchen. Daher finden sich in seinem Portfolio nur selten Aktien aus dem Hochtechnologiebereich, sondern eher Werte aus den klassischen Sektoren der 'Old Economy'.

Im 3. Quartal 2023 lag Mason Hawkins Turnoverrate bei vergleichsweise hohen 11 % und unter seinen 45 Depotwerten finden sich vier Neuzugänge. Der Wert seines stark fokussierten Portfolios lag Ende des Quartals bei 2,70 Mrd. USD, wobei die drei größten Beteiligungen knapp 21 % ausmachen, während es die fünf Schwergewichte auf rund 30 % bringen. Hawkins Portfolio wird neuerdings von zyklischen Konsumwerten angeführt, die sich knapp vor die seit vielen Jahre dominierenden Communications Servcies geschoben haben. Drittplatzierte Branche bleiben die Industriewerte, dann folgen Energiewerte und Finanztitel, die ebenfalls die Plätze getauscht haben. Es schließen sich unverändert Gesundheitswerte und Technologieunternehmen an.

Die größte Auswirkung auf Hawkins Portfolio hatte der Abschied von General Electric. Das Industriekonglomerat war der beste Performer des Jahres in Hawkins Portfolio und der Verkauf dieser mehrjährigen Investition erfolgte, weil die Bewertung den von Hawkins ermittelten fairen Wert deutlich überschritt. Im 1. Quartal 2023 hatte GE seine Tochter GE Healthcare ausgegliedert und separat an die Börse gebracht und Hawkins hatte diese neuen Aktien umgehend verkauft. Hawkins lobt GEs CEO Larry Culp ausdrücklich als "großartigen Partner, der durch den Abbau der Verschuldung, Kostenreduzierung, Rationalisierung des Betriebs, Verbesserung der Unternehmenskultur und Vereinfachung der Struktur mit Plänen zur Aufteilung des Unternehmens in drei Geschäftsbereiche" Enormes geleistet habe. Und er äußerte die Hoffnung, in Zukunft wieder mit ihm zusammenzuarbeiten zu können.

Neu im Depot hat Hawkins RTX; der Rüstungskonzern firmierte zuvor unter Raytheon Technologies. Während der Rüstungssektor boomt und RTX insbesondere mit seinen Patriot-Raketen glänzende Geschäfte macht, hatte man bei der Tochter Pratt & Whitney mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Wegen der Verwendung eines schadhaften Pulvers mussten Hunderte von Triebwerken zurückbeordert und einer Kontrolle bzw. einer Überarbeitung unterzogen werden. RTX beziffert die Kosten hierfür alleine für das 3. Quartal 2023 mit rund 3 Mrd. USD und geht insgesamt von einer Belastung von bis zu 3,5 Mrd. USD aus. Der Aktienkurs hatte entsprechend zu leiden und Hawkins nutzte seine Chance für einen Einstieg.

Und dann investierte Hawkins noch in einige aussichtsreiche Unternehmen, die man im weiteren Sinne unter 'Entertainment' zusammenfassen könnte...


Disclaimer: Habe General Electric, RTX auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.