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Samstag, 21. März 2020

Weshalb Business Development Companies ganz besonders unter Corona leiden werden

Business Development Companies habe ich als Anlageklasse nun schon seit mehr als vier Jahren auf dem Schirm und so einige ausgesuchte BDCs auf meiner Beobachtungsliste. Bis zum Beginn der Trump'schen Handelskriege und der Wiederumkehr der US-Zinspolitik mit erneut sinkenden Zinsen  agierten die BDCs in ihrem eigenen Goldilocks-Umfeld aus robuster Konjunktur, niedrigen Steuern und moderat steigenden Zinsen. Doch diese besten aller Zeiten sind vorbei und die Corona-Pandemie wirft die Frage auf, wie schlimm es kommen kann und wird - und ob BDCs noch eine gute Anlageform darstellen oder ob sie inzwischen nicht ein zu schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen und zu den größten Verlierern der Krise gehören könnten...

Samstag, 29. Juni 2019

Investor-Update | Mein Dividendendepot: Die neue große Leere...

In meinen Investor-Updates notiere ich in jeweils zum Ende eines Quartals aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Heute gibt es eine Sonderausgabe , in dem ich mich ausschließlich mit meinem Dividenden-Depot befasse. Darin habe hatte ich ausschließlich Business Development Companies (BDCs), die im Durchschnitt eine zweistellige Dividendenrendite aufzuweisen hatten.
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
(Warren Buffett)
Mein Ziel ist, durch den hohen Dividendenzufluss meinen privaten steuerlichen Freibetrag nicht verfallen zu lassen, denn mein Investmentdepot führe ich ja in meiner GmbH. Und die regelmäßigen, teilweise monatlichen Dividendenzahlungen erzeugten einen schönen zusätzlichen Einnahmestrom.

Doch seit Kurzem trübt sich das Chance-Risiko-Verhältnis kräftig ein, was ich vor einer Woche hier genauer dargelegt hatte: "Zinsen, Konjunktur: Was braut sich denn da für Business Development Companies zusammen?". Ich habe mir meine Argumentationen ein Woche lang durch den Kopf gehen lassen und "meine" BDCs im Hinblick auf meinen Investmentcase, die Chancen und Risiken hin abgeklopft. Am Ende hat mich das Ergebnis selbst überrascht...

Montag, 1. Oktober 2018

Kissigs Investor-Update Q3/18 mit Amazon, Blue Cap, IAC InterActiveCorp, MBB, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligung, Apollo Investment, Ares Capital, Gladstone Capital, Gladstone Investment, Main Street Capital, PennantPark Investment, TPG Specialty Lending

Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2018

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten zurück und gebe aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben.

Darüber hinaus beschäftige ich mich auch mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden. Des Weiteren berichte ich über die Gewichtung der größten Werte in meinem Investmentdepot und in meinem Dividendendepot.

Die größten Positionen in meinem Investmentdepot waren Ende September Texas Pacific Land Trust, Amazon, ein Technologie-Wiki, Blue Cap, IAC InterActiveCorp., MBB und TTL Beteiligung und Grundbesitz.

In meinem Dividendendepot sind meine größten Positionen Gladstone Investment (GAIN), TPG Specialty Lending (TSLX), Ares Capital (ARCC), Main Street Capital (MAIN), PennantPark Investment (PNNT), Gladstone Capital (GLAD) und Apollo Investment (AINV).

Um diese Unternehmen geht es heute. Und um einiges mehr...

Sonntag, 5. August 2018

Gladstone Capital profitiert vom Öl-Boom und steigenden Zinsen

In meinem Dividendendepot setze ich ausschließlich auf Business Development Companies (BDCs), mit denen ich auf hohe Dividendeneinnahmen abziele. Dabei ist die Kursentwicklung ebenfalls im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite und damit den Erfolg oder Misserfolg des Investments ausmacht.

BDC-Earnings-Report Q2/2018
Daher richte ich in meinen BDC-Earnings-Reports meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Und mitunter ergeben sich hierdurch auch Auswirkungen auf meine Einschätzung zur jeweiligen BDC.

▶ Gladstone Capital
Gladstone Capital (GLAD, WKN: 797937) lieferte grundsolide Zahlen für das zweite Quartal ab. Das Net Investment Income lag bei $6,00 Mio. bzw. $0,22 je Aktie und damit um $0,01 über dem NII des ersten Quartals und den Markterwartungen. Gegenüber dem ersten Quartal ist dies ein Anstieg um 6,8%. Das Total Investment Income (TII) stieg sogar um 11,7% auf $12,38 Mio. und schlug die Erwartungen um $0,78 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert lag das TII sogar um 28,6% höher. Aber das ist noch nicht alles...

Freitag, 18. Mai 2018

Wie ich von steigenden Ölpreisen profitiere mit Apollo Investment, Deutsche Rohstoff, Gladstone Capital, Main Street Capital und Texas Pacific Land Trust

Die Ölpreise ziehen seit einiger Zeit merklich an und Anleger können hiervon profitieren. Natürlich könnte man direkt Kontrakte auf Öl kaufen, aber ich bin ja kein Rohstoff-Spekulant, sondern Value Investor. Was wiederum nicht bedeutet, dass ich nicht in Aktien von Unternehmen investieren kann, die von Rohstofftrends profitieren.

Vermutlich denkt nun jeder an Aktien von großen Öl-Multis wie ExxonMobil oder Shell, aber ich halte mich lieber an meine Neben- und Spezialwerte, von denen einige direkt oder indirekt vom steigenden Ölpreis profitieren. Während die Deutsche Rohstoff AG hier im Blog ja keine Unbekannte ist, dürften vermutlich die vier übrigen von mir präferierten Öl-Profiteure nicht sofort als solche erkennbar sein: Apollo Investment, Gladstone Capital, Main Street Capital und Texas Pacific Land Trust. Die drei Business Development Companies (BDC) sind auch keine Unbekannten hier im Blog, während TPL erst am Montag ganz frisch dazu gestoßen ist. Und schon fast von der ersten Minute an Freude bereitet...

Sonntag, 14. Januar 2018

Investor-Update: Deutsche Balaton, Deutsche Rohstoff AG, Gladstone Capital, Lloyd Fonds, Marenave, Newtek Business Services, Technotrans

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Starker Jahresstart
Nachdem uns die Börsen eine solide Jahresendrallye hingelegt hatten, machten sie in der ersten Woche des neuen Jahres unverändert weiter. Die Kurse zogen deutlich an und vor allem bei den deutschen Nebenwerten gibt es nicht selten prozentual zweistellige Kurszuwächse zu feiern. Und die Rahmenbedingungen für Aktien sind weiterhin gut: niedrige und nur moderat ansteigende Zinsen, steigende Unternehmensgewinne (mit einem zusätzlichen Schub dank der US-Steuerreform), nur moderate Inflation von unter 2%, trotz gestiegenen Ölpreises. Und die politischen Gegebenheiten liefern auch nur geringes Störfeuer...

Mittwoch, 1. November 2017

Umfrageergebnis: Eure BDC-Favoriten sind Gladstone Investment, Main Street Capital, Goldman Sachs BDC, Gladstone Capital, TPG Speciality Lending, New Mountain Finance

Ich hatte euch in einer mehrwöchigen Umfrage gebeten, Eure Favoriten aus dem Sektor der Business Development Companies (BDC) zu benennen und es haben 205 Leser abgestimmt. Die Favoriten sind eindeutig und es zeigt sich, dass ihr vor allem auf qualitativ hochwertige BDCs setzt mit konstantem bzw. steigendem NAV und adäquater Payout-Ratio. Ihr bevorzugt Sicherheit vor Rendite und nehmt lieber eine vergleichsweise geringere Dividendenrendite in Kauf, um das Risiko von Kursverlusten zu reduzieren. Turnaround-Kandidaten und/oder BDCs, deren Dividendenausschüttungen nicht durch das NII/NIO gedeckt sind und bei denen Dividendenkürzungen anstehen könnten, habt ihr konsequent auf die hinteren Plätze verbannt.

Der zur Umfrage gehörende Artikel, in dem ihr eure Favoritenwahl erläutern konntet, ist weiterhin online und es finden sich interessante Werte und Aspekte darin. Doch nun geht es an die Kür der Umfragegewinner...

Samstag, 14. Oktober 2017

Investor-Update: Deutsche Beteiligungs AG, Gladstone Investment, Gladstone Capital, Goldman Sachs BDC, MBB, TPG Specialty Landing

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Warten auf den Crash - oder auf Godot?
Es gab keinen Crash im September und auch die ersten beiden Oktoberwochen laufen positiv: die internationalen Indizes vermelden neue Allzeithochs und selbst der DAX konnte im Verlauf erstmals Luft oberhalb der 13.000er-Marke schnuppern. Und unisono treten immer mehr Mahner auf den Plan, die eine große Blase und folglich einen Crash herbeireden wollen. Nun, ich sehe das (noch) anders.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Umfrage: Welche BDC haltet ihr für besonders aussichtsreich?

Mein Dividenden-Depot enthält zur Zeit 11 Business Development Companies (BDC) und ich möchte von euch wissen, welche ihr aktuell als besonders attraktiv anseht. Daher habe ich eine Umfrage (in der rechten Menüleiste) dazu gestartet und bitte euch um eure Stimme.

Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn ihr bei diesem Artikel eine Begründung für eure Einschätzung abgeben würdet, damit wir uns über die einzelnen Werte, ihre Chancen und Risiken, austauschen können. Gerne auch über BDCs, die ich (noch?) nicht in meinem Depot habe...

Meine aktuellen Positionen im Dividenden-Depot:

Sonntag, 8. Oktober 2017

Investor-Update | Mein Dividendendepot: Renditestarke Business Development Companies

In meinen Investor-Updates notiere ich in jeweils zum Ende eines Quartals aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Heute gibt es eine Sonderausgabe (aktualisiertes Update), in dem ich mich ausschließlich mit den Werten in meinem Dividenden-Depot befasse. Das sind allesamt Business Development Companies (BDCs ), denn diese weisen nicht selten zweistellige Dividendenrenditen auf. REITs sind keine mehr enthalten; die Immobilienbewertungen in den USA erscheinen mir inzwischen ambitioniert und die häufige Ausrichtung auf Retail- und Shopping-Mall-Immobilien halte ich für zu risikoreich angesichts der großen Umwälzungen, die der Onlinehandel mit sich bringt. Und hier allen voran Amazon, "the world's most disruptive company".
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
(Warren Buffett)

Freitag, 4. März 2016

Investor-Update: Berentzen, Gladstone Capital, Publity, Wirecard

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

DAX Richtung 10.000, Dow über 17.000 Punkten
Trotz weiterhin starker Schwankungen der Börsenkurse steigen die Aktienmärkte weiter an. Die ganz große Panik ist ausgeblieben und dass die Börsen nicht mehr ausschließlich auf jedes negative Detail starren, führt dazu, dass viele Leute, die auf hohen Cash-Reserven sitzen, zunehmend nervös werden und zu nun höheren Kursen in den Markt zurückdrängen. Alternativen zu Aktien finden sich nach wie vor nicht und so streben die Kurse wieder gen Norden. Auch wenn die Risiken ja nicht verschwunden sind, sie werden nur halt nicht mehr ganz so einseitig man Markt übergewichtet.

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index 
Fear-and-Greed-Index deutlich positiv
Das zeigt sich auch Angst-und-Gier-Index, der mit 71 Punkten inzwischen im völlig entspannten Terrain liegt. Die Angst, die noch vor drei Wochen alles bestimmte, scheint hinweggefegt und nachdem sogar Crash-Prophet und Dauer-Pessimist Marc Faber neulich eine Rallye voraussagte, werden wieder andere Faktoren wichtiger: Konjunkturdaten, Unternehmenszahlen.

Die meisten Unternehmen haben inzwischen ihre Zahlen präsentiert und bei vielen ist es nicht so schlimm gekommen, wie inzwischen erwartet wurde. Die Unternehmen passen sich an den stärkeren Dollar und den konjunkturellen Gegenwind an und die Anleger preisen die neuen Erkenntnisse und Erwartungen in die Aktienkurse ein. Es gibt jetzt kaum noch Aktien zu Tiefstkursen, die meisten haben sich schon um einiges erholt. Aber man findet noch immer gute Gelegenheiten - und wenn Aktien noch immer am Boden liegen, dann hat das meistens eine Grund. Wie bei Hugo Boss, die ich nicht kaufen würde, weil die Strategie nicht schlüssig ist. Oder Berentzen, wo der Ausstieg des Großaktionärs den Kurs zweistellig ins Minus geritten hat. Und die ich deshalb gekauft habe.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Gladstone Capital: Ein Investment mit mehreren Sicherheitsnetzen

Gladstone Capital ist eine Business Development Company (BDC), deren Aktien ich kürzlich gekauft und auf meine Empfehlungsliste genommen habe. Man tritt überwiegend als Kreditgeber für Unternehmen mit zweitrangiger Bonität auf. Dafür erzielt man zweistellige Renditen und kehrt monatliche Dividenden an seine Aktionäre aus, die sich auf das Jahr gesehen im zweistelligen Prozentbereich bewegen.

Abgesehen von der allgemeinen miesen Stimmung für Finanzwerte, die auch den Kursen von Banken und Finanzinvestoren schwer zusetzt, bleiben natürlich auch die BDCs von den wachsenden Sorgen um steigende Zinsen und Kreditausfälle, insbesondere bei den Rohstoffwerten, nicht verschont. Der Aktienkurs von Gladstone wurde seit Anfang Dezember geradezu in die Tiefe gerissen, was hauptsächlich an seinem überdurchschnittlichen Engagement in die amerikanischen Öl- und Gasindustrie liegt. Lag der Kurs Ende November noch bei $8,75, sackte er zum Jahresende auf $7,75 ab und stürzte im Januar auf $4,87 ab. Innerhalb von 6 Wochen hatte sich der Kurs also fast halbiert. Bei €4,44 habe ich dann zugegriffen und eine mittelgroße Position aufgebaut.

Sicherheitsnetz 1: Die Margin of Safety
Gladstone hat 14 Prozent bzw. $51 Mio. seiner Kredite an Firmen aus der US-Öl-und Gasindustrie vergeben, in der sich aufgrund des Ölpreisverfalls auf $30 die Lage immer mehr verschärft. Der Markt erwartete eine große Abschreibung Gladstones auf seine dies bezüglichen Kredite, doch der Absturz von 50% erschien mir maßlos übertrieben angesichts eines Totalausfallrisikos von 14%. Denn bei €4,50 notierte der Aktienkurs um 46% unterhalb des NAV (Nettoinventarwert oder Net Asset Value) und selbst wenn man einen Totalausfall der besagten drei Kredite einpreisen würde, hätte der Abstand noch 29% betragen.

Freitag, 22. Januar 2016

Investor-Update: Blackstone, Gladstone Capital, Hornbach, Sixt

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Erholung oder nur eine Bärenmarktrallye?
Nachdem zum Wochenstart die Kursabstürze ungebremst weiterzugehen schienen, setzten dann Erholungstendenzen ein, so dass es auf einen versöhnlichen Wochenausklang hindeutet. Vielleicht weicht nun auch die Panik aus dem Markt, denn der Fear-and-Greed-Index von CNN Money sackte von den niedrigen 10 sogar noch bis auf 9 ab, um sich auf aktuelle 12 zu erholen. 12 von 100 möglichen Punkten, wohlgemerkt. Also noch immer höchstpanisches Terrain. Insofern stellt sich die Frage, ob die Konsolidierung beendet ist, oder ob es sich nur um eine Erholungsrallye in einem Bärenmarkt handelt und wir nächste Woche neue Tiefststände sehen werden. Nun, ich weiß es nicht...

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed-Index 
Earnings-Season sorgt für Kursturbulenzen
Es ist wieder Earnings-Season und die Unternehmen präsentieren Quartalszahlen. Dabei ist festzuhalten, dass die US-Unternehmen mit hohem Auslandsanteil unter dem starken Dollar zu leiden haben und die Umsätze und Gewinne daher zurückgehen oder aber weniger schnell wachsen. Da ich tendenziell von einem weiter festen Dollar gegenüber dem Euro ausgehe, blicke ich bei Neuengagements eher Richtung Eurozone. Hier unterstützt zusätzlich der niedrige Ölpreis, denn der wirkt als Konjunkturrakete für Konsumwerte. Deutschee Exportwerte bekommen hingegen ein stärker werdendes Problem mit der Nachfrage aus Ländern, die stark am Öl-Verkauf hängen, also die arabischen Länder, Russland etc. Andererseits wirkt der niedrige Ölpreis ebenso wie die niedrigen Rohstoffpreise gerade für den Weltwirtschaftsmotor China wie Speed auf Crack. Daher sollte die dortige Wirtschaftsabkühlung eher eine sanfte Landung werden, als ein schmerzvoller Bauchklatscher.

BDC-Sektor vor dem Rebound?
Der gesamte Sektor der Business Development Companys (BDC) ist massiv unter die Räder gekommen in den letzten Wochen, der Angst vor Pleiten und somit Kreditausfällen in der US-Ölbranche sei Dank. In den nächsten Wochen werden die BDCs nun ihre Quartalsergebnisse präsentieren und hier dürften eher positive Überraschungen auf uns warten, einfach weil die Erwartungen nun bodenlos niedrig sind. Das könnte folglich einen kräftigen Rebound der BDC-Aktien auslösen. Hier sollte man dennoch auf qualitativ hochwertige BDCs setzen wie Main Street Capital Corp. oder Triangle Capital Corp. Oder auf New Mountain Finance Corp., die haben bereits Ergebnisse präsentiert, die deutlich über den Erwartungen lagen. Oder eben auf Gladstone Capital Corp., die massiv unterbewertet scheinen auf dem aktuellen Kursniveau. Einen Bogen sollte man weiterhin um die BDCs machen, die stark auf Collateralized Loan Obligations (CLOs) setzen, wie KCAP Financial Inc. und TICC Capital Corp., die ich auch deshalb kürzlich von meiner Empfehlungsliste gestrichen habe.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Gunst der Stunde: Gladstone Capital will 7 Prozent seiner Aktien zurückkaufen

Die Business Development Company (BDC) Gladstone Capital Corp. (GLAD) wehrt sich gegen den rasanten Absturz ihrer Aktien, den ich ja kürzlich zum Einstieg genutzt habe. Heute gab Chairman und CEO David Gladstone bekannt, man habe keine Ahnung, weshalb der Aktienkurs so dramatisch eingebrochen sei und deshalb habe sein Board of Directors beschlossen, für 7,5 Mio. USD eigene Aktien zurückzukaufen, über die Börse oder außerbörslich. Zum heutigen US-Schlusskurs von 4,97 USD würde dies für rund 1,5 Millionen oder 7 Prozent aller ausgegeben Aktien der Gesellschaft reichen. Gladstone hält auf diesem Kursniveau einen Aktienrückkauf für eine hervorragende Idee, um einen Mehrwert für seine Aktionäre zu schaffen.

 Gladstone Capital Corp. (Quelle: comdirect.de) 
Auf's Jahr gesehen notieren die Aktien von GLAD rund 32 Prozent im Minus. Seit 7 Jahren wird eine monatliche Dividende von 0,07 USD ausgekehrt und auf dem aktuellen Kursniveau liegt damit die annualisierte Dividendenrendite bei stolzen 16,9 Prozent. Auch das ist ein Grund, weshalb ich Gladstone Capital auf meine Empfehlungsliste und in mein Depot genommen habe. Denn ich bin überzeugt, dass die durchaus vorhandenen Risiken von dem panikartigen Sell-off mehr als übertrieben eingepreist wurden und dass Gladstone auf diesem ausgebombten Niveau eine aussichtsreiche Spekulation für mutige und geduldige Anleger darstellt. Dabei ist zu beachten, dass erst Ende Oktober 2015 noch junge Aktien an institutionelle Anleger ausgeben wurden - und zwar 8,55 USD je Stück und damit zu einem Preis, der nur 5 Prozent unterhalb des NAV lag. Von dem der Aktienkurs dank des Absturzes inzwischen meilenweit entfernt ist.

Samstag, 16. Januar 2016

Investor-Update: Blackstone, Gladstone Capital, Main Street Capital

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Grottenschlechter Jahresauftakt...
So einen schlechten Start in ein Börsenjahr habe ich meiner Erinnerung nach noch nicht erlebt, der DAX hat in den ersten beiden Handelswochen rund 11 Prozent abgegeben und damit die gesamten Gewinne des Vorjahres vaporisiert. Mein Depot hat es fast in ähnlicher Größenordnung getroffen und das stimmt mich nicht froh. Ich hatte in den Wochen zum Jahresende hin mein Liquiditätspolster ja etwas reduziert, um nach dem Oktobereinbruch eine vermutete Jahresendrallye mitzunehmen - was unter dem Strich aufgrund des Einbruchs in den ersten beiden Dezemberwochen nicht wirklich gut funktioniert hat. Dafür wurde ich dann vom Jahresanfangsabsturz voll erwischt. Im Nachhinein muss ich mir auf die Finger klopfen, weil ich zu sehr auf den Markt und weniger auf die Einzeltitel und ihre Bewertung geschaut habe. Naja, das Börsengeschehen ist ein ewiges Lernen...

 Quelle: CNN Money - Fear and Greed-Index 
Immer mehr Endzeitauguren malen Crash-Szenarien an die Wand und die Prophezeiungen werden immer obskurer. Nachdem Goldman Sachs ja bereits im Herbst davon sprach, der Ölpreis können Anfang 2016 bis auf bis zu 20 USD absacken, kommen nun Pessimisten und sagen 10 USD voraus. Sie schreiben "einfach" den aktuellen Trend fort, das macht es einfach. Besonders dubios ist die Aussage einer "Dame", die ernsthaft zu vermitteln versuchte, der Ölpreis würde ins Negative abstürzen. Weil ja die Lagerkapazitäten bald erschöpft seien und die Lagerung selbst ja auch Geld koste, könnten Ölproduzenten versucht sein, Öl lieber zu verschenken bzw. Abnehmern noch eine Prämie zu zahlen. Es scheint von nichts anderem mehr die Rede zu sein als von Börsencrash, einer Finanzkrise, die 2008 noch in den Schatten stellen wird, und Aktienkursen, die um 75 Prozent einbrechen werden, wie Société Générale-Analyst Albert Edwards fatalisiert.

An dieser Stelle sollte man dann fast sicher sein, dass der Tiefpunkt erreicht ist. Ich habe jedenfalls den Absturz genutzt und ausgesuchte Werte zugekauft. Allesamt aus der Finanzbranche, weil diese aufgrund der Sorgen über den Ölpreis zweistellig in den Keller gegangen sind, obwohl sie nur bedingt wirklich betroffen sind.


"Es ist unmöglich, überdurchschnittliche Renditen zu erreichen, wenn man nicht anders handelt als die Mehrheit."


Top-Unternehmen wie Microsoft oder Cisco haben ebenfalls Kurseinbrüche zu verzeichnen und bieten auf dem aktuellen Niveau hervorragende Investmentchancen. Ich habe mich jedoch für andere Werte entschieden, weil diese stärker abgestürzt sind und zwar im Hinblick auf ihren Unternehmenswert und noch größere Erholungschancen bieten. Allerdings ist meine Engagement im Finanzsektor nun in einem Bereich, wo ich ihn nicht mehr weiter ausbauen werde, um das Depot unter Risikoaspekten nicht zu einseitig auszurichten. Allenfalls werde ich hier noch Umschichtungen innerhalb des Sektors im Depot vornehmen.