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Freitag, 22. November 2024

Kissigs Aktien Report: Bayer - Die Verzwergung eines deutschen Wirtschaftsriesen. Und Buffett mischte kräftig mit!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 188 vom 15.11.2024

Dienstag, 27. November 2018

Portfoliocheck: Ken Fisher kehrt Europa und Bayer den Rücken. Und Buffett...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 12. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, mal Growth Investor, je nachdem, welcher Ansatz gerade die besseren Renditen verspricht. Auf lange Sicht hat der Value-Ansatz die Nase vorn, aber die Geschichte zeigt auch, dass selten beide Ansätze gleichzeitig überdurchschnittliche Renditen abwerfen. Und Fisher versucht stets, auf der besseren Welle zu surfen.

Er sieht den Markt "in der letzten Phase eines Bullenmarktes" und auch im dritten Quartal 2018 setzt er stark auf die dann stets besser performenden Technologie-Werte: Amazon, Apple, VISA und Microsoft hat er hoch gewichtet und bei Rohstoffwerten kräftig aufgestockt. Gar nicht mehr zu sagten ihm hingegen europäische Blue Chips wie Roche, Vodafone Daimler und Bayer, die er fast vollständig aus seinem Portfolio verbannt hat. Ebenso wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway übrigens...

▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Apple, Berkshire Hathaway und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Bayer darf endlich Monsanto übernehmen. And the winner is... Warren Buffett!

Der deutsche Chemie- und Agrar-Gigant Bayer versucht seit fast zwei Jahren, den US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto zu übernehmen. Diese Übernahme erkauft man sich mit erheblichen Zugeständnissen und wird einige Teilbereiche verkaufen müssen, unter anderem wohl an BASF. Darüber hinaus hat Monsanto keinen guten Ruf und auch der von Bayer leidet zunehmend.

Heute kam nun die Genehmigung seitens der US-Behörden und Bayer dürfte am Ziel sein. Bayer hat die Finanzierung für seine Bar-Offerte inzwischen geklärt und allen Monsanto-Aktionären winkt nun die Barabfindung von 128 Dollar je Aktie. Und hier kommt Warren Buffett und seine seine Investmentholding Berkshire Hathaway ins Spiel...

Mittwoch, 15. November 2017

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 3. Quartal 2017?

Value Investor Warren Buffett, das "Orakel von Omaha", musste für seine Investmentholding Berkshire Hathaway wieder das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen. In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen.

Veränderungen im 3. Quartal 2017
Im abgelaufenen Quartal gab es nur wenige, aber dafür bemerkenswerte Veränderungen an Buffetts Positionen.

Mittwoch, 2. August 2017

Lanxess ist Bayers erfolgreich(st)er Spin-off

Der Chemie- und Agrarkonzern Bayer ist nicht nur einer der bekanntesten deutschen Konzerne, sondern auch einer der erfolgreichsten. Und diese Erfolge basieren auf eigener Expertise, wie dem Schmerzmittel Aspirin, und auf geschickten Firmenübernahmen. Dabei wandelt sich insbesondere durch die Zukäufe auch immer wieder das Gesicht von Bayer und die Ausrichtung wird mal ein wenig, mal stärker neu justiert. So wie es auch gerade mit der aktuellen Übernahme von Monsanto geschieht, durch die Bayer seinen Schwerpunkt erheblich in Richtung Agrarchemie und Saatgut verlagern wird. Dabei werden im Rahmen der Übernahme wohl einige Auflagen auf Bayer zukommen und der Konzern vermutlich einige Geschäftsbereiche abgeben müssen, da weltweit die Kartellbehörden monopolartige Konzentrationen verhindern möchten.

Doch nicht nur im Rahmen von Übernahmen hat Bayer sich und sein Geschäft verändert, auch aus eigenem Antrieb heraus erfolgten Verkäufe oder Abspaltungen von Geschäftsfeldern. Eine enorme Veränderung gab es im Jahr 2004, als das damalige Sortiment des Vorgängerunternehmens Bayer Polymers AG neu sortiert wurde. Ein Teil wanderte inklusive der Produktionsstätten in die neue Gesellschaft Lanxess, der andere Teil verblieb im Bayer-Konzern und wanderte in die Bayer MaterialScience AG, die man heute als Covestro kennt und die seit Herbst 2015 ebenfalls an der Börse notiert.

Bayer ist mit 100 Milliarden Euro ein DAX-Schwergewicht, während Covestro mit 13 Milliarden und Lanxess mit 6 Milliarden Euro im MDAX gelistet sind. Doch während Covestro bereits einige Monate nach dem Börsenstart in den MDAX aufstieg, hatte Lanxess einen viel längeren Weg bis dorthin vor sich. Denn Bayer trennte sich bereits 2005 von Lanxess und ließ die Aktien dieses Spin-offs einfach den Bayer-Aktionären zusätzlich ins Depot buchen. Man könnte fast sagen, Bayer entledigte sich einfach der ungeliebt gewordenen Sparte, während man von Covestro nur einen Teil an die Börse brachte und seitdem den Bestand immer mal wieder reduziert. Zuletzt unterschritt man die Schwelle von 50 Prozent.

Donnerstag, 27. April 2017

Monsanto: Was treibt Buffett bloß in diese Aktie?

Warren Buffett ist nicht nur einer der reichsten Menschen auf unserem Erdball und als Value-Investor eine Legende, sondern er steht auch für einen zurückhaltenden, bescheidenen Charakter. An ihm ist wenig Auffälliges, abgesehen von seiner Unauffälligkeit. Vermutlich auch deshalb ist er ein gern gesehener Gast zum Thema Börse bei Fernsehstationen und Journalisten. Buffett versteht es, komplizierte Dinge in wenigen Worten unkompliziert darzustellen.

Auch ich bin ein großer Fan seiner viele Börsenzitate, die einen mal zum Schmunzeln und mal zum Nachdenken bringen. Oder beides. Und eine dieser vielen Weisheiten ist, man könne mit schlechten Leuten keine guten Geschäfte machen.
»Mit schlechten Leuten macht man keine guten Geschäfte.«
(Warren Buffett)
Dies ist ein wichtiger Grundsatz des Value Investings, denn man bindet sich ja langfristig an ein Unternehmen. Und wenn dieses von Menschen geführt wird, denen man nicht trauen kann, sollte man die Finger davon lassen.

Samstag, 18. Februar 2017

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 4. Quartal 2016?

Value Investor Warren Buffett, das "Orakel von Omaha",musste für seine Investmentholding Berkshire Hathaway wieder das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen. In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen.

Veränderungen im 4. Quartal 2016
Auch im abgelaufenen Quartal gab es einige Veränderungen an Buffetts Positionen.

Käufe
Vor allem bei US-Airlines hat Buffett zugegriffen und ist neben den im 3. Quartal eröffneten Positionen eine weitere Positionen eingegangen. So erwarb er 23,8 Mio. weitere Aktien von American Airlines und verdoppelte seine Position, verfünffachte seinen Anteil an United Continental durch den Erwerb von zusätzlichen 24,4 Mio. Aktien und bei Delta Airlines verachtfachte er seine Position sogar durch den Zukauf von 53,7 Mio. Anteilen. Neu ist sein Aktienpaket an Southwest Airlines, wo er 43,2 Mio. Aktien erwarb.

Ich denke, dass diese Airline-Käufe nicht von Buffett selbst initiiert sind. Er hat sich jahrzehntelang gegen Investments in Airlines ausgesprochen, auch wenn sich das Business der US-Airlines in den letzten Jahren natürlich grundlegend verändert hat. Wie sein Partner Charlie Munger ausführte, sei es ähnlich wie bei Eisenbahnen. Auch dies sei jahrzehntelang ein mieses Business gewesen, aber seitdem es nur noch eine Handvoll Anbieter gäbe, habe Berkshire sich hier engagiert. Das spricht dafür, dass Buffett und Munger den Airline-Investments nicht (mehr) grundsätzlich negativ gegenüberstehen. Allerdings war Buffett immer ein Verfechter des konzentrierten Investierens. "Warum sollte ich die zweitbeste Aktie kaufen, wenn ich auch die beste kaufen kann?", ist eines seiner Mantras. Und nun kauft Berkshire Hathaway großflächig Aktien von gleich vier US-Airlines - ein Investmentstil, den Peter Lynch geprägt hat. Daher glaube ich, dass diese Investments auf seine "Leutnants" Todd Combs und/oder Ted Weschler zurückgehen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

KKR kauft Bayers Diabetes-Sparte

Die Private Equity-Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR) gab heute bekannt, dass ihre Tochter Panasonic Healthcare die Diabetes-Sparte des deutschen Pharmariesen Bayer für gut 1 Mrd. EUR übernehmen wird. Zum nun verkauften Bereich, der im vergangenen Jahr 909 Mio. EUR Umsatz erzielte, gehören Blutzuckermessgeräte und -sensoren der Marke Contour und weitere Blutzuckermesssysteme wie Breeze oder Elite sowie Microlet-Stechhilfen.

Hinter der auf Medizintechnik spezialisierten Panasonic Healthcare Holdings Ltd. stehen KKR mit 80% Anteil und der Elektronikriese Panasonic, der die restlichen 20% hält.

KKR & Co. befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Spinn-Offs: Ende der steuerlichen Benachteiligung deutscher Anleger

Spinn-Offs (Ausgründungen) können für Unternehmen ein Befreiungsschlag sein, sowohl für das Abspaltende wie auch das Abgespaltene. Kraft Foods hat es gerade vorgemacht und seine europäischen und Non-Food-Aktivitäten unter dem Kunstnamen "Mondelez International" ausgegliedert und so an die Börse gebracht. Vereinfacht gesagt, hat Kraft sich aufgeteilt und seine Aktionäre haben nun zwei Aktien im Depot - der Kurs der Kraft-Aktien sank entsprechend des Wertes der neuen Mondelez-Aktien.
Bei amerikanischen Unternehmen sind Spin-Offs keine Seltenheit, in Deutschland hingegen sind sie bisher eher nur vereinzelt anzutreffen. Allerdings wurde gerade der Spezialchemiehersteller Lanxess in den DAX aufgenommen, dabei ist das Unternehmen eine Ausgliederung aus dem Bayer-Konzern, der 2005 seine siechende Chemie- und Polymersparte hier gebündelt und abgestoßen hatte. Seitdem hat sich einiges geändert und Lanxess sich zu einen ertrag- und margenstarken Unternehmen gewandelt, das mit der DAX-Aufnahme nun quasi den Ritterschlag erhalten hat. Und auch der DAX-Konzern Siemens liebäugelt nun mit einem Spinn-Off seiner Glühlampen-Tochter Osram, nachdem ein Verkauf und Börsengang mehrfach nicht zu Ende gebracht werden konnten.

Für deutsche Anleger sind Spin-Offs bisher allerdings mit Problemen behaftet, Steuerproblemen. Denn während bei deutschen Unternehmen die neuen Aktien einfach mit dem Anschaffungspreis von Null Euro ins Depot gebucht werden (und der Kurs des abgebenden Unternehmens entsprechend fällt), erfasste das Finanzamt Spin-Offs amerikanischer Unternehmen als Ertrag und verlangte auf die Einbuchung entsprechend 25% Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer). Und das, obwohl der Anleger keinen Vermögens- oder Ertragszuwachs hatte, den der Kurs des abspaltenden Unternehmens fiel ja um den Kurswert des angespaltenen Teils.

Diese die Realität verkennende und ignorante Benachteiligung soll nun mit dem Jahressteuergesetz 2013 beendet werden und zwar für alle Vorfälle ab dem 1. Januar 2013. Ein zum Anfang 2012 rückwirkendes Inkrafttreten haben die Banken ggü. der Bundesregierung erfolgreich verhindert, weil sie sich nicht in der Lage sehen, die rückwirkende Berechnung korrekt durchführen zu lassen. Ich lasse dieses Argument unserer ach so am Kundeninteresse ausgerichteten Banken mal kommentarlos stehen und hoffe, dass die Banker bei der Berechnung ihrer Boni genauso einfallsfreudig sein werden, wenn um das Nichtberechnenkönnen geht.

Tatsache ist, dass sich Spin-Offs in der Regel für die beteiligten Unternehmen und die Aktionäre auszahlen und ab 2013 kann dies der deutsche Anleger auch steuergefahrlos genießen. Erst beim Verkauf der Aktien muss der erzielte Kursgewinn dann ggf. versteuert werden.