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Freitag, 11. Oktober 2019

Portfoliocheck: Auch Value-Ikone Jeremy Grantham setzt jetzt auf Technologiewerte. Und stockt bei eBay auf...

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 56. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt. Grantham ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren, da im Kapitalismus überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber anziehen, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2007 und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Jeremy Grantham, als er sich 2017 vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Die Depotschwergewichte von Jeremy Grantham sind daher inzwischen die Technologie-Giganten Microsoft, Apple und Oracle. Daneben setzte er im zweiten Quartal 2019 auch auf ein Wiedererstarken des Gesundheitssektors. Und auf die aussichtsreiche Sondersituation bei der unter Druck stehenden Handelsplattform eBay - aus mehreren Gründen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Ebay und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Sonntag, 14. April 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 15. Börsenwoche im Rückspiegel mit Amazon, Blue Cap, DIC Asset, Jumia, Microsoft, Rocket Internet

Unterm Strich notieren die großen Indizes der Welt unverändert nach der vergangenen Woche. Zur Wochenmitte waren DAX und Dow Jones zwar deutlich unter Druck, ebenso der MDAX, doch das hat sich am Freitag wieder gegeben. Lediglich der technologielastige NASDAQ zeichnet ein etwas anderes Bild: er hat in der letzten Woche gut 1% zugelegt und ist eigentlich die ganze Woche über moderat angestiegen. Hiermit zeichnet sich die jetzt schon seit einigen Jahren auffällige Entwicklung weiter fort, dass die US-Technologiewerte zulegen und alle Indizes mitreißen. Beim NASDAQ ist das sehr ausgeprägt, da diese viele der großen Technologiewerte beinhaltet, aber auch S&P 500, DOW oder der MSCI World würden ohne die Kursstärke der US-Techgiganten ein ziemlich düsteres Bild zeichnen.

Und genau das ist der Punkt: Skeptiker orientieren sich gerne an den vermeintlichen Höchstständen der Indizes, dabei ist der breite Markt gar nicht großartig angestiegen in den letzten zwei Jahren. So notierte der breite Russel 2000 Ende Dezember 2018 mit knapp 1.337 Punkten leicht unterhalb seines Wertes vom 30. Dezember 2016, als er bei 1.357 Punkten lag. Zwei Jahre ohne Zugewinn. Natürlich auch dank des allgemeinen Börseneinbruchs Ende 2018; Ende August 2018 hatte der Russel 2000 einen Höchststand von rund 1.740 Punkten markiert. Und damit notiert er aktuell, trotz des fulminanten Jahresauftakts, noch gut 10 Prozent unter seinen alten Hochs.

Es ziehen also die großen Technologiewerte und das nicht ohne Grund. Denn sie legen weiterhin Wachstumsraten im prozentual zweistelligen Bereich vor und kaufen mit ihren enormen Cashflows weiterhin massiv eigene Aktien zurück, so dass ihr Ergebnis je Aktie überproportional profitiert. Ohne dass sie dabei auf Investitionen in Forschung & Entwicklung verzichten würden oder auf Firmenzukäufe. In anderen Bereichen der Wirtschaft läuft es allerdings nicht (mehr) ganz so rund...

Freitag, 16. November 2018

Portfoliocheck: Warren Buffett und der große Run auf die Banken

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 11. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Börsenlegende Warren Buffett, der im dritten Quartal einige recht interessante Veränderungen vorgenommen hat.

Anders als erwartet, hat seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nicht etwa deutlich bei Apple weiter aufgestockt, sondern ist beim SAP-Rivalen Oracle eingestiegen. Besonderes stark zugegriffen hat Buffett aber im Finanzsektor, wo er massiv Aktien von Bankwerten auf dem Einkaufszettel hatte: Bank of America, Goldman Sachs, US Bancorp und Bank of New York Mellon sowie ganz neu bei deren direkten Wettbewerber PNC Financial Services.

Einen echten Überraschungscoup landete Buffett aber mit dem Einstieg bei der von seinem Freund Jamie Dimon geführten größten US-Bank JPMorgan Chase. Nun hält Buffett maßgebliche Anteile an vier der fünf größten US-Banken. Und er weiß genau, warum...

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Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.