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Dienstag, 15. September 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 15.09.2008 meldete Lehman Brothers Insolvenz an, nachdem die US-Regierung dieser Investmentbank die Rettung verweigerte - und aus der US-Bankenkrise wurde so eine globale Finanzkrise

Am 15.09.2008 endete eine mehr als 150 Jahre währende Unternehmensgeschichte auf dramatische Weise. Lehman Brothers Holdings Inc. beantragte beim Insolvenzgericht in New York Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts. Mit bilanzierten Vermögenswerten von rund 639 Milliarden Dollar und Schulden von etwa 613 Milliarden Dollar war es damals die größte Unternehmensinsolvenz der US-Geschichte.

Doch Lehman Brothers war weit mehr als nur eine weitere Investmentbank, die an der Immobilienkrise gescheitert war. Das Unternehmen war ein Symbol für den Aufstieg der modernen Wall Street, für die zunehmende Bedeutung von Verbriefungen und Fremdfinanzierung – und schließlich für die Risiken eines Finanzsystems, in dem Banken mit immer komplexeren Produkten immer größere Risiken eingingen.

Der Zusammenbruch von Lehman war deshalb ein Wendepunkt. Bereits zuvor hatten die US-Behörden Bear Stearns, Fannie Mae und Freddie Mac stützen müssen. Kurz nach Lehman musste der Versicherungsriese AIG gerettet werden. Merrill Lynch verschwand durch die Übernahme durch Bank of America, während Morgan Stanley und Goldman Sachs ihre Geschäftsmodelle änderten und zu Bankholdinggesellschaften wurden. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich eine Immobilien- und Kreditkrise in eine globale Finanzkrise...

Montag, 7. September 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 07.09.2008 wurden Freddie Mac und Fannie Mae unter staatliche Kontrolle gestellt, um die beiden US-Hypothekenriesen vor der Insolvenz zu bewahren

Als am 07.09.2008 die US-Regierung die Übernahme der Kontrolle über Fannie Mae und Freddie Mac bekannt gab, markierte dies einen der entscheidenden Wendepunkte der Globalen Finanzkrise. Die beiden Institute waren keine gewöhnlichen Banken. Sie standen seit Jahrzehnten im Zentrum des amerikanischen Immobilienfinanzierungssystems und spielten eine entscheidende Rolle dabei, Hypotheken für Millionen von US-Haushalten verfügbar und bezahlbar zu machen. Zugleich waren sie börsennotierte Unternehmen mit privaten Aktionären und einem auf Gewinn ausgerichteten Geschäftsmodell, deren besondere Beziehung zum Staat ihnen erhebliche Vorteile verschaffte. Genau diese Konstruktion – privatwirtschaftliche Gewinne bei einer impliziten staatlichen Absicherung – wurde während der Immobilienkrise zu einem zentralen Problem.

Der Zusammenbruch von Fannie Mae und Freddie Mac hätte im Herbst 2008 vermutlich weite Teile des amerikanischen und internationalen Finanzsystems zusätzlich destabilisiert. Ihre Verbindlichkeiten und garantierten Hypothekenpapiere erreichten ein Volumen von mehreren Billionen Dollar. Die US-Regierung entschied deshalb, dass ein Konkurs der beiden Hypothekenfinanzierer nicht akzeptabel war. Am 6. September 2008 wurden beide Unternehmen formell unter die Kontrolle der Federal Housing Finance Agency gestellt; am folgenden Tag wurden die Details der Rettungsmaßnahmen öffentlich bekanntgegeben. Seitdem befinden sich Fannie Mae und Freddie Mac in einer sogenannten Conservatorship, einer staatlichen Zwangsverwaltung. Bemerkenswert ist, dass dieser ursprünglich als Übergangslösung gedachte Zustand auch 18 Jahre später noch nicht endgültig beendet ist...

Montag, 8. Juni 2026

[Im Fokus] Service Corp.: Einfach tödlich gute Geschäfte

In diesem Kurzportrait geht um Service Corp.  Der Anbieter von Bestattungs- und Friedhofsdienstleistungen betreibt ein Netzwerk aus knapp 1.500 Bestattungshäusern und rund 500 Friedhöfen in den USA, Kanada und Puerto Rico. Damit ist man Marktführer in Nordamerika.

Die marktbeherrschende Stellung wird durch einen fragmentierten Markt und die demografische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte mit einer alternden Gesellschaft weiter gestärkt und bietet dennoch auch künftig attraktive Wachstumschancen.

Freitag, 22. Mai 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Scout24: Vom Immobilienportal zur digitalen Transaktionsplattform

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 11/2026 vom 20.05.2026

Aktien in dieser Ausgabe: GFT Technologies, Ionos, Scout24

Samstag, 10. Januar 2026

Kissigs Wochenrückblick 02/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Rheinmetall, RocketLab, Costco, KKR, LendingClub - und auch Neuling TransDigm legte ordentlich los

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Mittwoch, 12. November 2025

[Im Fokus] Howard Hughes Holdings: Bill Ackmans "moderne Berkshire" nimmt Fahrt auf

In diesem Kurzportrait geht es um Howard Hughes Holdings, deren Immobilientochter sog. Master Planned Communities entwickelt, also große abgeschottete Stadteile mit bis zu 120.000 Einwohnern. Eine ganze Reihe dieser Projekte werden von externen Investoren errichtet, der Rest wird in Eigenregie entwickelt und später verkauft oder in den eigenen Bestand überführt. Das Unternehmen erzielt daher neben einmaligen Verkaufserlösen auch stetige Mieteinnahmen, wobei der so generierte Cashflow bisher immer zurück ins Business floss und das Unternehmen immer wertvoller machte. Auch wenn der Aktienkurs das schon länger nicht (mehr) abbildete und der Abschlag zwischen Kurs und Wert immer größer wurde.

Doch dann kam Starinvestor Bill Ackman und änderte die Spielregeln. Denn das Business hat inzwischen einen hohen Reifegrad erreicht, so dass der Cashflow zunehmend zur freien Verfügung steht. Und anstelle in neue Immobilienprojekte zu investieren oder das Geld einfach "nur" als Dividenden an die Aktionäre auszuschütten, witterte Ackman eine viel größere Gelegenheit: er will Warren Buffetts Berkshire Hathaway nachbauen, nur nach modernen Maßstäben.

Nachdem Ackman im Frühjahr seine Pläne dargelegt und für 900 Mio. USD eine fette Kapitalerhöhung gezeichnet hat, nehmen seine Pläne inzwischen Gestalt an. Soeben legte das Unternehmen saustarke Quartalszahlen vor, aber noch spannender ist, was Ackman zum neuen Versicherungsbusiness zu sagen hat, denn das wird der Zaubertrank seiner "modernen Berkshire"...

Montag, 10. November 2025

Kissigs Portfoliocheck: Prem Watsa geht beim strauchelnden Immobilienprofi Kennedy-Wilson jetzt all in

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 322. Portfoliocheck schaue ich wieder in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert belief sich Ende 2024 auf rund 66 Mrd. USD, wovon knapp 7,6 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Das Aktienportfolio steht lediglich für einen kleinen Teil. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein 27%iger Anteil an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited, 31 % an Quess Corp Limited, sowie der bestimmenden Anteil an Fairfax India.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 2. Quartal 2025 ist interessant: Das Portfolio von Fairfax Financial legte von 1,84 auf 1,87 Mrd. USD nur leicht zu. Watsas Turnoverrate lag bei niedrigen 5 % und unter den nun 28 Positionen befinden sich zwei Neuzugänge.

Watsa größtes neues Engagement betraf den US-Gesamtmarkt, den er sich mit dem Vanguard S&P 500 ETF ins Portfolio legte. Zudem stieg er neu beim kriselnden Sportwettenanbieter Penn Entertainment ein. Massiv aufgestockt hat er zudem bei The Kraft Heinz Co., während er beim früheren Smartphone-Giganten BlackBerry seine Position erneute reduzierte. Und beim Rauchmelderhersteller Gentex sowie beim Hotel- und Casinobetreiber MGM Resorts stieg Watsa komplett aus.

In Prem Watsas Aktiendepot dominieren Rohstoffwerte mit einem Anteil von 36,1 % vor Energiewerten mit 14,4 % und dem Gesundheitssektor mit 12,2 %. Knapp dahinter liegen Technologiewerte mit 11,1 % und defensive Konsumwerte mit 9,9 % Gewichtung. Orla Mining ist mit einem Anteil von knapp 29 % Watsas mit Abstand größte Position. Der frühere Depotspitzenreiter Occidental Petroleum ist nur noch Watsas zweitgrößte Beteiligung und stellt rund 16 % des Portfolios, Drittplatzierter ist der strauchelnde Gesundheitsdienstleister CVS Health. Und zu Watsa weiteren gewichtigen Position zählt auch der strauchelnde Nahrungsmittelriese Kraft Heinz. Die größten drei Positionen bringen es zusammen auf gut 54 % der Depotgewichtung und die ersten fünf Positionen bringen sogar gemeinsam 70 % auf die Waage.

Zu Watsas Top-Werten gehört auch Kennedy-Wilson Holdings. Erstmals eingestiegen war er bei dem Immobilienkonzern bereits 2010 und bringt es auf 9,66 % der Anteile, doch daneben hält er auch Optionsscheine, womit er auf rund 20 % kommt - und zusammen mit deren CEO William McMorrow kontrolliert Watsa sogar rund 31 % des Immobilienkonzerns. Das ist insofern von Bedeutung, weil Fairfax Financial und McMorrow kürzlich ein gemeinsames Übernahmeangebot für Kennedy-Wilson Holdings veröffentlicht haben...

-▶ zum Artikel auf aktienmagazin.de

Disclaimer: Habe Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Börsenweisheit des Tages | 22.10.2025

"Die bei den immobiliengläubigen Deutschen weit verbreitete Ansicht, Immobilien würden im Preis ständig steigen, ist Unsinn. Sie können ebenso fallen. Der Besitzer nimmt es nur nicht wahr wie bei seinen Aktien, da der Preis für seine Wohnung, sein Haus oder sein Bürogebäude nicht jeden Tag in der Zeitung steht oder über den Börsenticker läuft. Natürlich haben sich die Immobilienpreise langfristig nach oben entwickelt. Doch im Bundesdurchschnitt sind sie nicht schneller gestiegen als die Inflationsrate, so dass ihre Besitzer nur nominal, real jedoch keinen Gewinn gemacht haben."
(André Kostolany)

Freitag, 11. Juli 2025

Kissigs Portfoliocheck: Akre hält American Tower wohl für ausgereitzt

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 306. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Neudeutsch formuliert setzte Chuck Akre bevorzugt auf 'Compounding Machines'. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des 'Focus Investing' konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 1. Quartal 2025 agierte Akre erneut mit der bekannten ruhigen Hand. Man hält unverändert 18 Positionen in seinem fokussierten Portfolio, darunter keine Neuerwerbungen.

Es überwiegten weiterhin die Verkäufe. Akre hat erneut bei einigen seiner Langzeitperformer Anteile verkauft. Bei Mastercard wurden 10 % veräußert nach 5 % im Vorquartal, bei Visa waren es 3 %. Die Position an der Ratingagentur Moody's wurde sogar um ein Fünftel reduziert, nach 8 % im Vorquartal. Beim Alternativen Asset Manager KKR gab es ebenfalls einen weiteren Teilverkauf von 14 %, wohingegen beim kanadischen Wettbewerber Brookfield Corp. erneut leicht aufgestockt wurde. Die stärkste Auswirkung hatte jedoch die Halbierung der Position an American Tower, die Akre bereits seit mehr als 20 Jahren im Portfolio hat. Zwischen 2012 und 2018 wurde der Aktienbestand immer weiter aufgestockt und in dieser Zeit auf über 7 Mio. Anteile mehr als vervierfacht. Seit einem Jahr verkauft Akre zunehmend Aktien und nun gipfelte der Räumungsverkauf in einer Reduzierung von knapp 53 %. Akre streicht hier sehr hohe Gewinne ein, auch wenn der Aktienkurs knapp ein Viertel unter seinem Allzeithoch aus dem Sommer 2021 liegt.

Akre Capitals Portfoliowert sank um 10 % auf 10,4 Mrd. USD. Neben der schwächeren Börsenentwicklung machten sich vor allem die breit angelegten Verkäufe bemerkbar. Wie Warren Buffett und und Charlie Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machten zum Ende des Quartals mit 59 % weiterhin weit mehr als die Hälfte des Portfolios aus. Dahinter folgen nun zyklische Konsumtitel mit 15,5 % vor Immobilienwerten mit 12,5 %, Technologieunternehmen mit 9,5 % und Gesundheitswerten mit 3,5 %.

Trotz des erneuten Teilverkaufs behauptet Mastercard weiterhin mit großem Abstand und einer Gewichtung von 17,5 % die Spitzenposition. Visa liegt auf dem vierten Platz und beide gemeinsam bringen mehr als ein Viertel des investierten Kapitals auf die Waage. Dazwischen liegen O'Reilly Automotive, die sich vom fünften auf den zweiten Rang hochgeschoben haben vor Moody's, die sich auf dem dritten Platz behaupten konnten. Finanzinvestor KKR ist nur noch Fünftplatzierter, was sowohl an den erneuten Teilverkäufen liegt als auch am deutlichen Kursrückgang nach zuvor rasanten Kurssteigerungen über 18 Monate hinweg. Direkt dahinter folgt nun bereits der kanadische Wettbewerber Brookfield Corp., die auch von der Dollarschwäche profitieren und damit kursseitig Währungsgewinne zu verbuchen hatten. Gemeinsam bringen es die beiden Alternativen Asset Manager auf knapp ein Fünftel von Akres Depot. Und der ehemalige Topwert American Tower wurde weit nach hinten durchgereicht...


Disclaimer: Habe American Tower, Brookfield, KKR, Mastercard, Moody's auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 25. Juni 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Hypoport profitiert von der Wiederauferstehung des Immobilienmarkts

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 12/2025 vom 24.06.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Hypoport, Sto, Uzin-Utz

Samstag, 10. Mai 2025

In der Börsenwoche 19/2025 waren die stärksten Kurstreiber in meinem Depot nicht nur CHAPTERS Group, Rheinmetall, Howard Hughes, Ares und Intercontinental Exchange

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Donnerstag, 24. April 2025

Kissig Portfoliocheck: Ron Baron schmeißt Rexford Industrial Reality wohl gerade noch rechtzeitig aus dem Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 296. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 4. Quartal 2024 lag Ron Barons Portfoliowert mit 38,7 Mrd. USD leicht über dem Septemberwert von 37,7 Mrd. Er verteilte sich auf 350 Positionen, wobei 35 davon zu seinen höher gewichteten zählen. Er initiierte 16 Neuaufnahmen, doch seine Turnoverrate lag erneut bei niedrigen 3 %. Die fünf Topwerte stehen für rund 32 % seines Depots und haben ihre Gewichtung damit nochmals erhöht. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Barons anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg.

In Ron Barons Portfolio liegen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem um nochmals 3,5 % angestiegenen Anteil von 29,9 % an der Spitze vor den zweitpaltzierten Finanzwerten mit 21,5 %, die sich knapp vor den Technologiewerten mit 21,3 % halten konnten. Dahinter haben Immobilienwerte mit 8,4 % und Gesundheitswerte mit 8,2 % die Plätze getauscht, bevor sich Industrieunternehmen mit 6,5 % Gewichtung anschließen, vor Kommunikationsdiensten mit 3,4 %. Es überwiegten die Verkäufe. So nahm Ron Baron bei Tesla etwas mehr als 2 % vom Tisch, der Autobauer bleibt aber unangefochten Barons Spitzenwert. Bei Vertiv Holdings, die besonders vom Ausbau der KI-Rechenzentren profitieren, nahm er sogar knapp 23 % vom Tisch und bei Altair Engineering reduzierte er seinen Bestand um 57 %, doch da Ende März 2025 die Übernahme durch Siemens abgeschlossen wurde, dürfte er inzwischen auch den Rest verkauft oder angedient haben. Komplett ausgestiegen ist Ron Baron bei Rexford Industrial Realty, einem REIT mit Fokus auf gewerbliche Immobilien an der Westküste der USA. Und damit liegt man voll im Epizenztrum des Erdbebens, das Trump mit seinem Zollkrieg gegen China ausgelöst hat. Hat Baron hier also weise Voraussicht beweiesen?


Disclaimer: Habe Vertiv auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Dienstag, 22. April 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Hornbach trotzt der Konsumkrise

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 10/2025 vom 15.04.2025

Aktien in dieser Ausgabe:  Hornbach, KSB, Atoss Software

Donnerstag, 17. April 2025

Kissigs Aktien Report: Stell dir vor es ist Zoll-Krieg – und Vonovia und JDC Group machen einfach nicht mit

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 204 vom 11.04.2025

Donnerstag, 6. Februar 2025

Kissigs Aktien Report: Winken beim gefallenen Engel Hypoport jetzt wieder teuflisch gute Renditen?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 197 vom 31.01.2025

Freitag, 24. Januar 2025

Kissigs Aktien Report: Bei diesen beiden Finanzkrisenlosern wittert Starinvestor Bill Ackman Milliardenpotenziale – und nicht nur dort…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 196 vom 17.01.2025

Dienstag, 14. Januar 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse: Hypoport als Hebel auf die Wende am Immobilienmarkt

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 1/2025 vom 14.01.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Hypoport, Evotec, Dürr, Deutz, Elmos

Freitag, 3. Januar 2025

Kissigs Aktien Report: Jetzt auf die Low-Performer-Sektoren des S&P 500 setzen?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 193 vom 27.12.2024

Sonntag, 29. September 2024

Kissigs Kloogschieterei: Nach dem Ereignis ist vor dem Ereignis

Nun ist es also passiert: die Fed hat (endlich) ihre erste Zinssenkung gewagt und es waren gleich 50 Basispunkte. Zudem hat Fed-Chef Jerome Powell erklärt, die US-Notenbank sähe die US-Wirtschaft trotz zunehmender negativer Einflüsse weiter in einer robusten Verfassung. Der Fokus der Fed richtet sich nun stärker in Richtung Arbeitsmarkt. 

Im Grunde hat die Fed nun also (endlich) das geliefert, was schon länger von ihr erwartet wurde. Und trotzdem feierte der Markt den Startschuss der Zinswende mit einem kleinen Kursfeuerwerk. Unverständlich?

Verständlich. Immerhin hinkt die Notenbank der realen Entwicklung zumeist hinterher und agiert dann zu hart. Diese Befürchtungen hatten auch zuletzt wieder deutlich zugenommen. Nicht ganz zu Unrecht. Blackstones CFO Michael Chae erklärte jüngst, da die Fed bei der Inflationsbewertung zunehmend volatile Komponenten heranziehe, wie Wohnkosten, führe dies zu einer verzögerten Erfassung der tatsächlichen Entwicklung. Blackstone filtere solche Entwicklungen heraus und könne daher vor der Welle agieren – nicht von ungefähr hat der weltgrößte Alternative Asset Manager in den vergangenen 12 Monate mehr als 30 Mrd. USD in REITs und Immobilien investiert und damit vor dem nun einsetzenden breiten Aufschwung am Immobilienmarkt. Während also die Wirtschaft unter der zu langsam agierenden Notenbank zu lange leidet, ergeben sich hieraus für clevere Investoren zusätzliche Chancen. Wenn sie denn die Chuzpe haben, diese auch konsequent zu nutzen.

Für Privatanleger ist es kaum leistbar, bessere Informationen als die Notenbaken zu haben, geschweige denn, hieraus sinnstiftendere Analysen abzuleiten für die eigenen Investments. Aber das müssen sie auch gar nicht, denn man kann sich inzwischen ja auch bei denen als Aktionär einkaufen, die das quasi zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. Nicht nur Blackstone fährt seit Jahren und Jahrzehnten höhere Renditen als das Durchschnittsunternehmen ein, sondern auch seine kleineren Wettbewerber Apollo, Ares, Brookfield und KKR. Anleger haben also die Qual der Wahl und das ist allemal besser, als an der Börse hinterherhinken zu müssen. Und das ist ja vielen Anlegern passiert, die nicht auf die großen Cloud- und KI-Boomer gesetzt haben. Auch unter den Profis.

Doch die gute Nachricht ist, dass es an der Börse nie zu spät ist für gute Entscheidungen und man auch später noch auf die richtigen Zugpferde setzen kann. Und was die Fed macht...

Mittwoch, 25. September 2024

Kissigs Aktien Report: Nach der Zinssenkung jetzt bei Immobilien 'all-in' gehen? Und wo?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 181 vom 20.09.2024