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Samstag, 30. Mai 2026

Wochenrückblick 22/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren 2G Energy, LandBridge, Frequency Electronics, Costco, Rheinmetall - was für eine Achterbahnfahrt

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung nebst altkluger Einschätzungen. Natürlich... ツ

Montag, 25. Mai 2026

[Im Fokus] Cashflow-Investing simplified: Capital Southwest lässt Anlegerherzen höher schlagen mit einer üppigen Dividendenrendite von 11% und monatliche Ausschüttungen

Capital Southwest ist eine Business Development Company und weist eine hohe Dividendenrendite auf. Doch im Gegensatz zu vielen anderen hochrentierlichen Unternehmen handelt es sich hierbei nicht um einen Kreditgeber für notleidende Kredite, sondern um eine Qualitäts-BDC mit solider operativer Performance und einer langen Tradition zufriedener Aktionäre.

Als BDC wird das Unternehmen dem Bereich Private Credit zugeordnet und damit aktuell ziemlich kritisch beäugt. BDCs vergeben Kredite an kleine und mittlere US-Unternehmen; sie sind steuerbegünstigt, müssen im Gegenzug dafür aber rund 90% ihrer ausschüttungsfähigen Gewinne als Dividenden auszahlen.

Bei Unternehmenskrediten schrillen sofort die Alarmglocken, denn hier hört man überall von steigenden Kreditausfällen, Abschreibungen und Dividendenkürzungen. Doch bei Capital Southwest ist diese Gefahr gering und das eröffnet Chancen...

Dienstag, 12. Mai 2026

[Einfach gedacht] RELOADED: Wie hoch sind die Risiken bei "Private Credit" wirklich?

"Die Risiken bei Private Credit steigen" lautete mein Intro, als ich mir die Situation vor einem halben Jahr angesehen habe. Und ich lag mit meiner Einschätzung relativ gut im Wind, auch wenn sich die Gründe für die stürmische See teilweise verändert haben. Die Folgen sind gleich geblieben und so haben die Anleger mit Schlagseiten und Wassereinbrüchen zu kämpfen. Aussicht auf Besserung besteht nicht - noch nicht. Erst dürfte es noch schlimmer werden, bevor es wieder besser wird. Aber das muss keine wirklich schlechte Nachricht sein...

Samstag, 11. April 2026

[Marks Memos] Starinvestor Howard Marks beruhigt: Private Credit steuert nicht auf eine bedrohliche Schieflage zu. Und doch müssen einige Investoren eine alte Lektion neu lernen

Howard Stanley Marks ist einer der besten Investoren der Welt. Regelmäßig veröffentlicht er seine "Marks Memos", über die Warren Buffett sagt, er würde sofort alles stehen und liegen lassen, sobald sich eine neue Ausgabe in seinem Posteingang fände. Zu Recht!

In seinem Memo "What’s Going on in Private Credit?" widmete sich Marks jüngst der Frage, ob die seit Wochen durch die Schlagzeilen geprügelten Befürchtungen über drohende Kreditausfälle und darauf folgende systemische Risiken im Bereich Private Credit Substanz haben, oder ob es sich um ein normales Boom & Bust-Szenario in einer zyklischen Branche handelt. Einfach lesenswert...

Sonntag, 8. März 2026

Wochenrückblick 10/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Palantir, Comfort Systems, SoFi, KKR, Apollo. Finanz- und Energiewerte waren top - und natürlich Costco...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Dienstag, 11. November 2025

[Einfach gedacht] Wie hoch sind die Risiken von "Private Credit" wirklich?

Die Risiken bei "Private Credit" steigen und wachsen sich zu einer systemischen Gefahr aus - so muss man schlussfolgern, wenn man den Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate glaubt. Und JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte bereits von "Kakerlaken" in den Bankbilanzen, nachdem Abschreibungen auf Kreditausfälle zunahmen. Dimon wird auch nicht müde, auf die Alternativen Asset Manager einzuprügeln - nachvollziehbar, denn die nehmen den Banken seit Jahren lukratives Geschäft weg.

Inzwischen nimmt das allerdings absurde Züge an, denn Dimons eigene Bank JPMorgan Chase hat sich bei der Kreditvergabe an Private-Equity-Sponsoren mit 47 Mrd. Dollar an Kreditfazilitäten für Fondsmanager sogar an die Spitze der Bewegung gesetzt. Nicht ganz überraschend, denn die Ratingagentur Moody's hat festgestellt, dass sich die US-Banken zu einer wichtigen Triebkraft von Private Credit entwickelt haben und im ersten Halbjahr 2025 rund 300 Mrd. Dollar an Darlehen für private Kreditfonds bereitstellten. Dabei leiten die Banken zunehmend Finanzierungen an private Kreditgeber weiter, anstatt sie direkt an hochverzinsliche oder nicht geratete Kreditnehmer zu vergeben, da sie dies als sichereren Weg ansehen, um am Wachstum der Anlageklasse teilzuhaben und gleichzeitig ein direktes Risiko zu vermeiden.

Wie es aussieht, hat Jamie Dimon Recht. Er spielt ja auch auf beiden Seiten des Netzes und kann damit irgendwie gar nicht falschliegen. Also blicken wir einfach mal darauf, wie führende Private Credit-Profis die aktuelle Lage einschätzen - und die Risiken...

Freitag, 3. Oktober 2025

Under Pressure: Business Development Companies im Stresstest

Business Development Companies haben sich seit ihrer Einführung als wichtiges Bindeglied zwischen privatwirtschaftlicher Mittelvergabe und öffentlichen Kapitalmärkten etabliert. Sie finanzieren kleine und mittelgroße Unternehmen, Buyouts, Wachstumsunternehmen oder restrukturierungsbedürftige Firmen und nutzen dabei meist nachrangige Darlehen, Unitranche- oder Mezzanine-Finanzierungen. Für Anleger sind sie vor allem wegen ihrer regelmäßigen Ausschüttungen interessant, da sie hohe Dividendenrenditen versprechen.
Doch das Umfeld, in dem BDCs agieren, hat sich spürbar verändert. Zwei Faktoren stehen dabei besonders im Vordergrund: das Risiko sinkender Zinsen und die Gefahr steigender Kreditausfälle. Beide wirken nicht isoliert, sondern können sich gegenseitig verstärken. Die Folgen reichen von Abschreibungen auf Kreditportfolios über rückläufige Ergebnisse bis hin zu möglichen Dividendenkürzungen, die das Vertrauen der Investoren erschüttern können. Grund genug, sich die Lage einmal genauer anzusehen...

Samstag, 1. März 2025

Die Börsenwoche 09/2025 im Rückblick: Die Kurstreiber in meinem Depot waren nicht nur Rheinmetall, Texas Pacific Land, MercadoLibre, Hypoport und MidCap Financial

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Dienstag, 21. Januar 2025

Im Fokus: Ares Capital ist ein wahres Dividendenmonster

In diesem Kurzportrait geht es um Ares Capital, die mit einer Marktkapitalisierung von rund 14,3 Mrd. USD größte Business Development Company. Sie gehört zum Imperium von Ares Management, einem der weltweit führenden Finanzinvestoren.

Wie REITs zahlen BDCs hohe Dividenden, weil sie verpflichtet sind, 90 % ihres steuerpflichtigen Einkommens als Dividende auszuschütten, um die Körperschaftssteuer zu vermeiden. Entsprechend hoch sind der verfügbare Cashflow und die Ausschüttungen und die Dividendenrendite liegt daher oft im zweistelligen Bereich. Der Kursverlauf bleibt damit eher auf der Strecke, denn die Gesamtrendite wird von den Dividenden dominiert. Während die Aktie in den letzten 10 Jahren knapp 40 % zugelegt hat und damit wenig spektakulär daherkommt, liegt die Gesamtrendite inkl. der üppigen Dividendenausschüttungen bei über 250 %. Und das klingt dann doch schon sehr einträglich...

Freitag, 15. November 2024

Kissigs Aktien Report: Trumps Zollgranate wird viele Opfer fordern. Aber nicht nur…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 187 vom 08.11.2024

Mittwoch, 24. Juli 2024

Heftiger Kursrutsch bei MidCap Financial. Was geht da denn ab?

Die MidCap Financial Investment Corp. ist die von Finanzinvestor Apollo Global Management gesteuerte Business Development Company (BDC). Das Unternehmen firmierte früher als Apollo Investment Corp, dann gab es eine Fusion mehrerer BDCs zur MidCap Financial - und nun eine weitere Verschmelzung mit zwei Closed End Funds (CEFs) von Apollo: dem Apollo Senior Floating Rate Fund Inc. (AFT) und dem Apollo Tactical Income Fund Inc. (AIF).

Heute rauscht der Kurs MFIC um 9 % in den Keller - nachrichtenlos. Aber nicht ereignislos. Denn die Fusion ist nun wirksam und die ehemaligen AIF- und AFT-Anleger sind neue MFIC-Aktionäre. Und nicht alle wollen eine BDC im Depot haben! Daher schmeißen einige der neuen MFIC-Aktionäre heute wohl unlimitiert ihre MFIC-Aktien auf den Markt.
MidCap Financial selbst erklärte, infolge der Fusionen halten die ehemaligen MFIC-Aktionäre 69,6 % der Anteile am neuen Unternehmen, die ehemaligen AFT-Aktionäre 15,8 % und die ehemaligen AIF-Aktionäre14,6 %. Zudem wird es im Zusammenhang mit dem Abschluss der Fusion erfolgt eine Sonderausschüttung von 0,20 USD je Aktie, die am 15. August 2024 an die am 5. August 2024 eingetragenen MFIC-Aktionäre gezahlt wird.

Meine Einschätzung

Wer (schon immer) in MidCap Financial investieren wollte, dem könnte sich aktuell eine tolle Gelegenheit bieten, da es sich wohl um einen kurzfristigen Angebotsüberhang an MFIC-Aktien handeln dürfte. Die Kursdelle könnte in den nächsten Tagen/Wochen wieder ausgeglichen werden, wenn
  • die Verkäufe der neuen MFIC-Aktionäre vorbei sind
  • und der Markt sich wieder um die Fundamentaldaten von MFIC kümmert.
Das Ganze erinnert durchaus an das Muster bei Spin-offs.

Und Apollo Global bleibt ohnehin eine gute Wahl für langfristig orientierte Anleger; ein tolles GARP-Investment, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht vermuten würde bei einem Alternativen Asset Manager mit Schwerpunkt Private Credit und Insurance. ツ

Disclaimer: Habe Apollo Global und MidCap Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 10. Mai 2024

Leserfrage: Sollte man (nicht) einen Wertpapierkredit aufnehmen, um damit High-Yield-BDCs zu kaufen?

Mich erreichte eine interessante frage von Blogleser Thomas, die ich mal in einen Artikel gegossen habe: "Ich weiß du setzt hin und wieder Wertpapierkredite ein. Mal laut gedacht: Mein Broker verlangt im Moment knapp 7 % dafür. Wenn ich mit BDCs zwischen 11 und 14 % Ausschüttung erhalte, ist das doch ne gute Idee, oder? Wo liegt mein Denkfehler?"

Klingt auf den ersten Blick ziemlich lukrativ, aber der Hund hat doch ein paar Flöhe. Doch wenn man sich mit diesen arrangieren kann und die Risiken im Blick behält, kann die Kiste dennoch fliegen...

Donnerstag, 4. April 2024

Umfrageergebnis: Eure BDC-Favoriten sind Hercules Capital, FS KKR Capital, Ares Capital, Main Street Capital und MidCap Financial

Ich hatte euch auf einen Leserwunsch hin nach euren Favoriten im BDC-Sektor gefragt; es haben 22 Blogleser mitgemacht und teilweise auch die Vorzüge ihrer Favoriten aufgezeigt. Da einige mehr als fünf Werte genannt haben, habe ich jede Nennung als Stimmabgabe gewertet.


Nun das Ergebnis mit den Favoriten und weiteren Nennungen.

Montag, 1. April 2024

Umfrage: Welche Business Development Company ist euer Favorit?

Ich wurde darum gebeten, hier im Blog mal wieder eure Favoriten im BDC-Sektor abzufragen. Mein Schwerpunkt liegt ja nicht (mehr) auf den High-Yield-Aktien, eher auf Dividendenwachstumswerten, aber dennoch sticht die eine oder andere Business Development Company aus meiner Sicht attraktiv aus der Masse hervor.

Frage: "Welche BDC ist euer Favorit - und warum?"

Bitte postet bis zu fünf eurer Favoriten als Kommentar und am besten natürlich mit kurzer Begründung, weshalb eure Wahl gerade auf diese BDC fällt. Die Dividendenrendite, der Zahlungsrhythmus und vor allem Chancen und Risiken sind bestimmt von großem Interesse für die Leser.

Meine Favoriten war zuletzt
Zusätzlich fand ich vor einem Jahr Blackstone Secured Lending sehr attraktiv, aber da hat meine Depotbank (die Commerzbank) leider einen Riegel vorgeschoben, denn die Aktie ist über die Commerzbank nicht handelbar. Das betrifft seit MIFID II so einige interessante Werte aus den Bereichen BDC, REIT u.ä. Wie sind eure dies bezüglichen Erfahrungen mit euren Brokern? Auch das könnt ihr gerne als Kommentar hier hinterlassen.

Disclaimer: Habe Ares Capital, FS KKR Capital, Hercules Capital, MidCap Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 22. Dezember 2023

Kissigs Aktien Report: Zinswende voraus - Hier lauern jetzt hohe (Dividenden-) Renditen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 154 vom 15.12.2023

Dienstag, 26. September 2023

Kissigs Portfoliocheck: Bei Finanzfragen vertraut Prem Watsa auf Crescent Capital BDC

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 236. Portfoliocheck schaue ich erstmals in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Seit 1985 leitet Prem Watsa bei Fairfax Financial die Geschicke und hält beinahe die Hälfte des Aktienkapitals. Damals lernte Watsa auch Francis Chou kennen, der ihm von Warren Buffetts außerordentlichen Erfolgen durch Investitionen auf Basis des 'Floats' der Versicherungsunternehmen von Berkshire Hathaway erzählte. Diesem überzeugenden Konzept folgte Watsa und baute die Strategie von Fairfax Financial auf dieser Praxis auf. Neben einem diszipliniertem 'Underwriting' in der Versicherungssparte legt er bei der Anlage von deren Vermögenswerten den Schwerpunkt auf einer konservativen Value-Investment-Philosophie; er investiert also auf einer Total-Return-Basis und auf lange Sicht

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Watsas quartalsweise bei der US-Börsenaufsicht SEC einzureichenden 13F-Formulare geben nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wieder. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein 27%iger Anteil an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited und 31 % an Quess Corp Limited.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 2. Quartal 2023 ist interessant: Der Gesamtwert belief sich am Ende des Quartals auf 58 Mrd. USD, wovon 6,5 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Das Aktienportfolio stand für 1,88 Mrd. USD nach 1,75 Mrd. im Vorquartal und bestand aus 60 Positionen (Q1/23: 66), darunter fünf Neuaufnahmen. In Prem Watsas Depot dominieren Technologiewerte mit 35,5 % (Q1: 34,2 %) vor Energieunternehmen mit 24,6 % (Q1: 18,8 %) und Immobilienwerten mit 14,4 % (Q1: 15,9 %). An der Reihenfolge gab es keine Veränderungen, aber neuer Vierter sind die Basismaterialien mit 5,6 % (Q1: 5,3 %), die sich an den von 12,4 % auf 5,2 % abgesackten Finanzwerten vorbeigeschoben haben.

Die größten Veränderungen gab es bei den Energieengagements. Hier folgte er Buffetts Spuren und stockte weiter massiv beim Öl- und Gasexplorer Occidental Petroleum auf. Nachdem er seinen Aktienbestand im Auftaktquartal noch um knapp ein Viertel ausgebaut hatte, verdoppelte er ihn im 2. Quartal annähernd und hält nun mehr als 6 Mio. Anteile. Im Gegenzug stieß er weitere Aktien von Chevron ab und warf den Energiemulti komplett aus seinem Depot. Und auch von seinem Aktienpaket an der Bank of America hat sich Watsa ebenfalls komplett getrennt, während sie Buffetts zweitgrößte Position ist. Watsa geht durchaus eigene Wege als sein Vorbild, so auch bei Activision Blizzard. Während Buffett seine Aktien alle aus dem Depot geworfen hat, stockte Watsa sein Aktienpaket wieder massiv auf, um ein weiteres Mal bei der Übernahmespekulation abzusahnen - inzwischen scheint Microsoft dabei die letzte Hürde überwunden zu haben.

Und dann ist das noch die kaum beachtete Crescent Capital BDC mit einer Depotgewichtung von 2 %. Hierbei handelt es sich um eine Business Development Company, also einen steuerlich begünstigten Mittelstandsfinanzierer, bei dem Watsa antizyklisch im 1. Quartal 2020 mitten im Corona-Absturz eingestiegen war bei Kursen zwischen 6,21 und 17,10 USD. In der 2. Jahreshälfte 2022 gab es einige Teilverkäufe, zuletzt hielt Watsa seinen Bestand aber stabil und kommt auf einen Anteil von 5,65 % an der BDC. Interessant...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Fairfax Financial, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Montag, 28. August 2023

Inflationssorgen, Wirtschaftsflaute, Zinssenkungen: Was braut sich denn da für Business Development Companies zusammen?

Business Development Companies habe ich als Anlageklasse schon länger auf dem Schirm und einige ausgesuchte BDCs auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot und nutze mit ihnen den Turboantrieb des Zinseszinseffekts voll aus.

In unregelmäßigen Abständen berichte ich über deren Entwicklung und bis vor zwei Jahren agierten sie in ihrem eigenen Goldilocks-Umfeld aus robuster Konjunktur, niedrigen Steuern und steigenden Zinsen. Doch diese besten aller Zeiten sind vorbei, nachdem die Inflation auf zweistellige Raten hochschoss, die Notenbanken sehr schnell und stark an der Zinsschraube gedreht, ihre Liquiditätsversorgung gedrosselt haben und damit die Konjunktur  zunehmend abwürgen. Inzwischen zeigen die Maßnahmen Wirkung, die gewünschten und die negativen Kollateralschäden, und es wird in den USA nicht mehr nur über eine Zinspause diskutiert, sondern das Lager derjenigen wächst, die ab 2024 Zinssenkungen erwarten. Es drängt sich die Frage auf, wie schlimm es bis dahin kommen kann und wird - und ob BDCs noch eine gute Anlageform darstellen oder ggf. welche ein (zu) schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen...

Donnerstag, 10. August 2023

Dividendeninvestoren setzen auf hohe Renditen - mit Business Development Companies

Business Development Companies stellen vor allem für Dividendeninvestoren eine interessante Anlagekategorie dar, zeichnen sie sich doch insbesondere durch attraktive Dividendenrenditen aus.
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um Dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
Doch üppige Dividendenrenditen sind nicht alles! Es sind schon einige wesentliche Aspekte zu beachten, um mit überschaubarem Risiko überdurchschnittliche Renditen einzufahren...

Mittwoch, 9. August 2023

FS KKR Capital im Earnings-Quickcheck Q2/2023: Starke Entwicklung und 14,7 % Rendite

In meinen "Earnings-Quickchecks" schaue ich mir die aktuellen Geschäftszahlen der Unternehmen an und unterziehe sie einem kurzen Abgleich mit meinem Investmentcase.

FS KKR Capital hat Zahlen für das 2. Quartal 2023 vorgelegt. Business Development Companies (BDC) haben einen festen Platz in dividendenorientierten Depots. Dabei gilt es, neben der Dividendenrendite auch immer die Kursentwicklung im Auge zu behalten, denn beides zusammen ergibt die Gesamtrendite des Investments. Auf den Kursverlauf hat man als Anleger kaum Einfluss, sehr wohl aber auf die Auswahl der Aktien mit den besten Kursaussichten. Grundsätzlich gilt: Wenn das Business floriert, wird der Kurs letztlich folgen.

Bei BDCs richte ich meinen Blick vor allen auf die Entwicklung von deren wichtigsten Kennzahlen, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Ausschüttungsquote. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite. Auch wenn die bei FSK durchaus überaus attraktiv ist...

Sonntag, 11. Juni 2023

Kissigs Kloogschieterei: Nach Schuldenstreit und "Kleiner Finanzkrise" - War’s das jetzt?

Der große Knall blieb aus: Am Ende einigten sich Republikaner und Demokraten doch noch auf ein Finanzpaket, das zu einem Anheben der US-Schuldengrenze führte. Das war (eigentlich) absehbar, wie ich zuletzt ausführlich dargelegt hatte.

Auch die 'Kleine Finanzkrise' scheint inzwischen weitgehend beherrscht zu sein und nun folgen die Konsequenzen: In den USA werden die Großbanken künftig bis zu 20 % mehr Eigenkapital vorhalten müssen für die Kreditvergabe. Das kostet Marge und schränkt die ohnehin schrumpfende Kreditvergabe weiter ein.

"Das Bankensystem als Größe im Verhältnis zur Weltwirtschaft wird immer kleiner. (...) Inzwischen hat man 80 % des Hypothekengeschäfts außerhalb des Bankgeschäfts und es gibt eine immer größere Menge an Privatkrediten außerhalb des Bankwesens (...) und es werden immer mehr Bereiche, einer nach dem anderen, die das Bankgeschäft verlassen, weil sie draußen günstiger behandelt werden. Und die Aufsichtsbehörden (...) irgendwann werden sie die Banken aus dem Bankgeschäft herausreguliert haben."
(Jamie Dimon, JPMorgan-CEO, Ende 2020)

Dabei ist der Kreditbedarf der Wirtschaft nicht kleiner geworden angesichts drohender Rezession und wachsender Investitionserfordernisse. Das gilt für alte und junge Unternehmen, für gesetzte und Wachstumsfirmen. Denn "Auf Schulden reitet das Genie zum Erfolg", lehrte schon Eugen Schmalenbach...