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Montag, 6. Mai 2024

Kissigs Nebenwerte-Analyse: PATRIZIA will mit neuer Führung und angepasster Strategie zurück in die Erfolgsspur

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 8/2024 vom 25.04.2024

Montag, 9. Oktober 2023

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu PATRIZIA: Der erfolgreiche Immobilien-Asset Manager steht kräftig unter Druck

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 13/2023 vom 20.09.2023

Montag, 10. April 2023

Kissigs Aktien Report: Immobilienwerte unter Wasser – Jetzt in den Immobilienmarkt investieren, ohne sich die Finger zu verbrennen?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 128 vom 31.03.2023

Mittwoch, 28. Dezember 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu PATRIZIA: Zu Unrecht abgestrafter Immobilien-Asset Manager?!

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht.
Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich die eine oder andere meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 17/2022 vom 22.12.2022

Mittwoch, 5. Mai 2021

Good News bei... KKR: Das 1. Quartal bringt Umsatz- und Gewinnexplosion - und eine Dividendenanhebung

Asset Manager KKR & Co. hat Zahlen für das 1. Quartal 2021 vorgelegt und konnte restlos überzeugen. Und nicht nur das, KKR hat zum wiederholten Male die Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen.

Dabei spielen KKR eine ganze Reihe von positiven Trends in die Karten, so dass der steile Kursanstieg seit Ende Januar nur den Anfang einer langfristig anhaltenden Entwicklung darstellen dürfte.

Freitag, 14. September 2018

Immobilienwerte rotieren: Corestate Capital, DIC Asset, Patrizia, TTL Beteiligung

Auf meiner Beobachtungsliste habe ich einige Immobilienwerte und hier gab es in den letzten Wochen einige Bewegung, über die ich kurz berichten möchte. Insofern handelt es sich quasi um ein Branchen-Investor-Update.

Von Immobilien als Anlage bin ich nicht wirklich begeistert und der langfristige Wertzuwachs ist mau. Klar, in den letzten paar Jahren steigen die Preise rasant, jedenfalls in den deutschen Metropolen., und das verklärt den Blick auf den längeren Zeithorizont. So haben die Immobilienpreise in Deutschland gerade erst wieder den Wert erreicht, den sie 1970 hatten. Ich bin nicht beeindruckt.

Insofern habe ich seit jeher nicht auf Bestandshalter von Immobilien gesetzt; und wenn doch, dann eher im Gewerbebereich (wie WCM). Des Weiteren hat es mir das Geschäftsmodell der Asset Manager angetan, weil diese überwiegend fremder Leute Geld investieren und dafür stetige Provisionen kassieren. Über Co-Investments sind sie aber auch direkt mit einem kleinen Anteil am Erfolg beteiligt. In Zeiten von Magerzinsen herrschen für Asset Manager geradezu paradiesische Zustände.

Ich habe mich daher in den letzten Jahren bei Werten wie Corestate Capital, DIC Asset, Patrizia und TTL Beteiligungs -und Grundbesitz eingekauft. Aber nicht alle meine Überlegungen sind so eingetroffen oder haben die Zeit überdauert. Daher habe ich meinen jeweiligen Investmentcase überprüft und das hat zu der einen oder anderen Konsequenz geführt...

Freitag, 17. November 2017

Corestate Capital vs. Patrizia: Wer punktet im Duell der Immobilien-Asset-Manager?

Corestate Capital und Patrizia sind zwei börsennotierte Immobilien-Asset-Manager, die beide eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des sehr zersplitterten Marktes spielen. Im letzten Jahr wäre ein direkter Vergleich fast noch undenkbar gewesen, waren doch die Größenverhältnisse sehr weit auseinander. So hatte Patrizia rund 20 Mrd. Euro Assets under Management (AuM), während Corestate mit rund 2,5 Mrd. Euro AuM seine Börsenreise begann. Doch Corestate holte mit Riesenschritten auf und wird dank der Übernahmen der Hannover Leasing, der Helvetic Financial Services und der ATOS Capital zum Jahresende 2017 etwa 22 Mrd. AuM betreuen, während Patrizia insbesondere durch die Übernahme von TRIUVA, dem IVG-Immobilienfonds-Manager, dann knapp 30 Mrd. AuM erreichen wird. Angesichts des neuen Kräfteverhältnisses ist absehbar, dass sich beide künftig öfter bei weiteren Übernahmen als Konkurrenten gegenüberstehen dürften. Scheint also ein guter Zeitpunkt zu sein, nach einem Favoriten Ausschau zu halten...

Donnerstag, 6. Juli 2017

Patrizia Immobilien: Chance-Risiko-Verhältnis verschlechtert sich

Der Asset-Manager Patrizia Immobilien kann kursseitig schon einige Zeit nicht mehr überzeugen. nachdem man weg vom eigenen Immobilienbestand hin zu Verwalten fremder Immobilienvermögen umgeschwenkt ist, bringt dies auch eine Umstellung der Ergebnisstrukturen mit sich. Man kann ein deutlich höheres Immobilienvermögen betreuen, aus dem sich stetige Provisionseinnahmen generieren lassen, andererseits entfallen immer mehr die lukrativen Gewinne aus dem Verkauf von eigenen Immobilien, in denen sich über die letzten Jahre hohe Buchgewinne angesammelt hatten. Seit dem Allzeithoch von 25 Euro Ende 2015 war die Aktie zwischenzeitlich auf unter 15 Euro eingebrochen und notiert mit knapp über 16 Euro auch nicht signifikant darüber. Und nun tritt ein, was bisher nur als potenzielles Risiko am Horizont lauerte...

Donnerstag, 8. Juni 2017

EZB bleibt bei ihrer Nullzinspolitik. Und das hat Folgen...

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat getagt und es passierte... nichts. Naja, fast nichts und das ist dann eben doch schon was. Zunächst ließ EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins unangetastet bei null Prozentpunkten. Das hatten nicht alle so erwartet, was mich wiederum verwundert. Denn Hauptaugenmerk der EZB ist ihr postuliertes Inflationsziel von 2 Prozent und als zum Jahresanfang die Energiepreise stiegen und mit ihnen die Inflationsrate, da meinten viele schon, die Inflation sei dauerhaft zurückgekehrt und die EZB würde nun endlich die Zinsen erhöhen. Falsch gedacht, wie ich Ende März schon schrieb, als ich den Immobilien-Manager Corestate Capital auf meine Empfehlungsliste nahm.

Schon damals meinte ich, die um die Energiepreise bereinigte Inflationsrate würde deutlich weniger stark ansteigen und aufgrund des Basiseffekts aus dem Vorjahr demnächst auch die Inflationsrate insgesamt wieder absinken. Und genau das geschieht nun, denn die EZB hat ihre Inflationserwartungen für die Eurozone für die Jahre 2017 bis 2019 gesenkt, während sie ihre Annahmen für das BIP-Wachstum erhöht hat, wie die Financial Times berichtet. Des Weiteren sieht Mario Draghi keine Deflationsgefahren mehr, was insgesamt beruhigend ist als Ausblick für die wirtschaftliche Gesamtsituation. Folgerichtig hat er auch erstmals nicht mehr sein Mantra von bestehenden konjunkturellen Abwärtsrisiken wiederholt und die Notenbank stellt auch keine weiteren Zinssenkungen mehr in Aussicht. Zumindest verbal steuert die EZB auf Normalkurs um, von einem Inflationsszenario ist jedoch weit und breit keine Spur.

 Quelle: Financial Times
Und das hat natürlich Folgen, denn damit rückt die Aussicht auf eine Zinswende auch in der Eurozone in weite(re) Ferne. Zumal auch in den USA die Stimmen leiser werden, die von schnellen weiteren Zinsanhebungen der FED ausgehen, da auch in den USA das Wachstum und die Arbeitslosenzahlen dies nicht (mehr) ohne Weiteres hergeben.

Wenn nun aber die Zinsen erst einmal nicht steigen, bleibt das Schuldenmachen weiter attraktiv, während das Sparen weiter nichts abwirft oder sogar schon Strafzinsen kostet. Daher dürften auch künftig Banken und Versicherungen unter Druck bleiben, während Asset Manager und Immobilien (-unternehmen) weiter auf der Sonnenseite stehen, ebenso das FinTech-Unternehmen Hypoport, das über seine Tochter Dr. Klein zweitgrößter Anbieter von Online-Immobilienkreditvermittlungen in Deutschland ist.

Freitag, 31. März 2017

Zinsen, Inflation: Die weiteren Aussichten für Asset-Manager wie Corestate Capital, Deutsche Beteiligungs AG, DIC Asset, Ernst Russ, Lloyd Fonds, MPC Capital, Patrizia, Publity

Asset-Manager legen im Auftrag ihrer Kunden Geld an, überwiegend für institutionelle Investoren wie Family Offices, Versicherungen, Pensionsfonds. Eine Reihe von ihnen bietet seine Dienstleistungen allerdings auch Privatkunden an, gerne über Fonds. Und diese Unternehmen hatten die letzten Jahre regen Zulauf, sie konnten ihre Assets under Management (AuM), also das von ihnen verwaltete Vermögen erheblich ausweiten. Was nicht zuletzt am immer weiter fallenden Zinsniveau in der Eurozone lag, das die Jagd auf Rendite immer mehr verschärfte. Im Zuge der Niedrigzinsphase kamen und kommen auch zunehmend "Bastionen der Sicherheit" in immer ärgere Bedrängnis, wie Versicherungen und Bausparkassen. Von Banken ganz zu schweigen, denen ist das Kerngeschäft komplett weggebrochen da ihre Zinsmarge immer weiter zusammenschrumpft. Ich hatte neulich wieder ein längeres Gespräch mit dem Vorstand unserer örtlichen Sparkasse, bei dem es um das unerfreuliche Thema Filialschließungen ging. Dabei wurden auch erneut Zahlen präsentiert, die ich hier im Blog schon mehrfach angesprochen habe.

Zinsmarge implodiert
In der Vergangenheit konnte bei einem höheren Zinsniveau die Zinsmarge von den Banken relativ konstant bei 2% gehalten werden. Für die Spar- und Termineinlagen der Kunden erhielten diese also im Schnitt etwa 2% weniger an Zinsen gutgeschrieben, als Kunden für Anschaffungs- und Immobilienkredite zahlen mussten. Ich meine damit die durchschnittliche Zinsmarge über alle Fristen hinweg. Für die Banken war das Zinsniveau relativ belanglos, denn ob die ihre 2% Marge zwischen 6 und 8 Prozent oder zwischen 3 und 5 Prozent verdienten, war ihren eigentlich egal. Das Zinsniveau hatte, ebenso wie die allgemeine Konjunkturlage, eher Auswirkungen auf das Volumen der nachgefragten Kredite.

Dienstag, 14. März 2017

Patrizia hebt 2017er Prognosen an. Geht da noch (viel) mehr?

Der europaweit tätige Immobilien-Investment-Manager hat 2016 mehrfach seine Prognosen angehoben und auch 2017 führt er diese liebgewonnene Tradition fort. Das Augsburger Unternehmen rechnet nun mit einem operativen Gewinn von 60 bis 75 Mio.€ (2016 bereinigt: 72,2 Mio.€), nachdem man bisher mindestens 55 Mio. € Euro in Aussicht gestellt hatte. Patrizia stapelt also bekanntermaßen tief, um sich dann selbst zu übertreffen.

Im November stellte ich mir die Frage, ob Patrizia nach dem Kursrutsch überbewertet oder spottbillig sei. Und ich kam zu dem Schluss: "Patrizia ist massiv unterbewertet, die Zahlen zeigen es nur noch nicht an. Aber das werden sie bald. Im Moment schaue ich aus dem Fenster und draußen ist es stockfinster, nichts deutet darauf hin, dass bald die Sonne aufgehen und es wieder hell wird. Aber es wird, ich weiß das...".

Anstelle des damaligen Aktienkurses von unter 15€ liegt man aktuelle schon wieder bei 17,50€, aber auch dieses Niveau erscheint mir noch viel zu billig. Spottbillig geradezu. Nimmt man den Mittelwert des Gewinnkorridors, läge man bei rund 67,5 Mio. € Gewinn. Oder rund 0,80€ je Aktie. Ein KGV von 22 sieht natürlich nicht wirklich billig aus, insbesondere nicht für ein Immobilienunternehmen.

Allerdings gibt es noch ein paar Dinge zu berücksichtigen, die den Mehrwert von Patrizia aufzeigen könnten. Patrizia wandelt sich gerade vom Bestandshalter von Immobilien zu einem global agierenden Immobilien-Investment-Manager. Man investiert im Kundenauftrag Geld und legte Fondsprodukte auf, an denen man sich selbst nur mit einem geringen Anteil beteiligt. Man verdient an den stetigen Gebühren und Provisionen und nicht mehr wie bisher vor allem an den Verkaufsgewinnen der Liegenschaften. Das senkt einerseits die einzelnen Gewinne, verstetigt aber die Gewinnbasis. Und da Patrizia mit dem selben Eigenkapital viel mehr Volumen stemmen kann, steigen auch die Gebühren und Provisionen deutlich an.

Montag, 14. November 2016

Ist Patrizia nach dem Kursrutsch überbewertet oder spottbillig?

Eine interessante Frage warf J.Drews zu Patrizia Immobilien auf, deren Kurs sich in den vergangenen Wochen stark abwärts entwickelt hatte und die seit einiger Zeit meine Beobachtungsliste ziert.

Leserfage
"Hallo Michael! Da Du Patrizia als chancenreich und derzeit unterbewertet ansiehst, frage ich mich und Dich warum? Die aktuellen Gewinne beinhalten wohl erhebliche Sondereffekte, die "core earnings" lagen also bei 24 Mio in 2015, 43 Mio. in 2016 und sind avisiert mit 55 Mio. für 2017. Das ergäbe nach dem aktuellen Kursrutsch ein KGV 2016 von circa 30 und ein KGV 2017 von 23. Auch wenn die Aussichten konservativ gehalten sind sehe ich immer noch kein Schnäppchen. Was habe ich verpasst?"

Meine Antwort
"Schau nach vorne, nicht zurück, denn gestern war heute noch morgen", sangen die Böhsen Onkelz. Und das tun wir dann mal...

Mittwoch, 9. November 2016

Investor-Update: GBK Beteiligungen, Patrizia, PNE Wind, Technotrans

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Trump ist Präsident - und die Kurse taumeln!
Es war wie ein Déjà-vu des Brexits: kurz vor der Entscheidung schien das Pendel Richtung "Gut" auszuschlagen und die Börse nahm eine kleine Erholungsrallye vorweg, um dann im Angesicht der doch erfolgten Katastrophe in Panik umzuschlagen. Das Undenkbare ist wahr geworden, Donald Trump wird der nächste Präsident der USA: Und die Börsen stürzten ab, zumindest in Asien und heute morgen auch der DAX, der vorbörslich um mehr als 5 Prozent nachgab.

Doch politische Börsen haben kurze Beine und da ja viele Leute schon länger auf hohen Cash-Beständen sitzen und nur auf Einstiegschancen warten, gab es denn auch große Nachfrage in die abstürzenden Kurse hinein. Diese erholten sich dann zunehmend wieder und jetzt kann man sich fragen ob da wirklich etwas war?

Dienstag, 8. November 2016

Zahlen & Mehr: DIC Asset, Jungheinrich, Patrizia

▸ DIC Asset
Der Gewerbeimmobilienspezialist meldete 9-Monatszahlen und konnte durchaus überzeugen. Sein Konzernüberschuss legte um fast 40% auf €22,5 Mio. zu , was vor allem am starken Anstieg der Gewinne aus Immobilienverkäufen, einem deutlich verbessertes Zinsergebnis sowie steigenden Erträgen im Fondsbereich lag.

Die FFO (Funds from Operations) betrugen €36,9 Mio. und damit nur etwas mehr als im Vorjahr, als man €36,8 Mio. erzielte. Im Bereich Vermietung stiegen die annualisierten Mieteinnahmen von €13,6 Mio. auf €22,2 Mio. und die Leerstandsquote sank um 1,3% auf 11,9% ab. Im zukunftsträchtigen Fondsgeschäft wurden im laufenden Geschäftsjahr bereits Immobilien im Volumen von rund €110 Mio. für die bestehenden Fonds gekauft, womit DIC Asset bereits nach den ersten 9 Monaten das prognostizierte Jahresvolumen von €80 bis €100 Mio übertraf. Darüber hinaus wurden auch noch Einzelhandelsimmobilien im Gesamtvolumen von rund €220 Mio. für einen neuen Einzelhandelsfonds gekauft, der demnächst aufgelegt werden soll.

Dank der operativen Erfolge konnte DIC Asset seine Finanzverbindlichkeiten weiter senken, was zu einem dauerhaft verbesserten Finanzergebnis führt. Per 30. September sanken sie gegenüber dem Vorjahresende um rund €216 Mio auf €1,36 Mrd. und die durchschnittliche Verzinsung sank dabei um 0,1% auf 3,4%. Dabei konnte das Zinsergebnis deutlich von zuvor minus €46,3 Mio auf minus €34 Mio. verbessert werden und der Zinsaufwand sank auf €41,1 Mio. Für das Gesamtjahr rechnet DIC Asset mit Brutto-Mieteinnahmen zwischen €109 und €111 Mio. und hat die Prognose für den FFO von zuvor €43 bis €44 Mio. auf € 46 bis € 47 Mio. erhöht.

Meine Einschätzung
DIC Asset bewegt sich in einem boomenden Markt und hat mit der Übernahme von 25% der Anteile an der WCM einen echten Erfolgscoup gelandet - in 2017 dürfte hier der erste fette Dividendenscheck eintrudeln. Das Unternehmen wandelt sich hin zu einem Asset-Manager und will sich von volatileren und spekulativeren Unternehmensbereichen trennen. Hinzu kommt eine deutliche Unterbewertung der Aktien ggü. ihrem Substanzwert und vergleichbaren Unternehmen. Die Achillesferse war bisher immer die hohe Verschuldung sowie die vergleichsweise hohe Leerstandsquote. Beide Kennzahlen verbessern sich stetig und daher dürfte sich der Blick künftig mehr und mehr in Richtung der operativen Fortschritte richten und die guten Perspektiven aufgrund der Neuausrichtung weg vom volatilen Projektentwicklungsgeschäft in den Vordergrund rücken. Daher sollte DIC Asset auch bei einer deutlichen Börsenkorrektur nach unten hin gut abgesichert sein und aufgrund der massiven Unterbewertung, gepaart mit einer Reihe potenzieller Gewinntreiber, so dass sich dem langfristig orientierten Anleger bei der DIC Asset ein ausgezeichnetes Chance-Risiko-Verhältnis bietet.


▸ Jungheinrich
Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich ist im dritten Quartal vor allem dank einer hohen Nachfrage in Europa kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg um 13,4% auf €754 Mio. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 2,5% auf €54,1 Mio. und unterm Strich blieben rund €34 Mio. hängen und damit etwas weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Bestellungen von Gabelstaplern und Lagertechnik legten im zweiten Quartal um 8,5% auf €781 Mio. zu und summierten sich in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres auf €2,4 Mrd., einem Plus von 15%. Die im August erhöhten Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen. Demnach soll der Umsatz auf €3,0 bis €3,1 Mrd. steigen und das EBIT in der Spanne €228 bis €238 Mio. landen. 2015 hatte Jungheinrich einen Umsatz von €2,75 Mrd. ausgewiesen und ein EBIT von €213 Mio.

Meine Einschätzung
Jungheinrich ist konjunktur- und währungssensibel, kann jedoch immer wieder Rückgänge in Krisenregionen durch Fortschritte in anderen Regionen ausgleichen und sogar überkompensieren. Der Trend zu immer komplexerer Logistik, auch dank des boomenden Internethandels, sorgt für weiterhin volle Auftragsbücher und rentierliches Wachstum beim familiengeführten MDAX-Unternehmen. Für Langfristanleger bleibt Jungheinrich auch nach der erfreulichen Kursentwicklung der vergangenen Jahre weiterhin ein solides Investment. Der letzte Kursrücksetzer scheint sich als gute Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheit herauszustellen.


▸ Patrizia Immobilien
Patrizia hat 9-Monatszahlen präsentiert und die sind so gut, dass man die bisherigen Jahresprognosen anheben muss. Die ursprüngliche Erwartung eines operativen Ergebnisses von €250 Mio. hat Patrizia Immobilien mit €252,5 Mio Millionen Euro schon nach neun Monaten erreicht. Im Vorjahr lag der Wert noch bei € 112,2 Mio. und wurde somit weit mehr als verdoppelt. Nach der Prognoseanhebung erwartet Patrizia bis zum Jahresende nun €265 Mio.

Auch der Gewinn kann sich mehr als sehen lassen, wurde allerdings durch einen Sondereffekt günstig beeinflusst. Denn man hat den so "Harald"-Wohnungsbestand an die Deutsche Wohnen verkauft, der allein mehr als €200 Mio. einbrachte und sehr lukrativ war. Doch auch ohne diesen Effekt hätte sich der operative Gewinn in den ersten 9 Monaten von €24,1 auf €43,9 Mio. fast verdoppelt.

Beim Ausblick aufs nächste Jahr geht Patrizia von von einem Nettowachstum der Assets under Management (AuM) von €2 Mrd. aus bei einem Gesamttransaktionsvolumen von etwa €4 Mrd. Auf dieser Basis erwartet das Management ein laufendes operatives Ergebnis von mindestens €55 Mio., das aber durchaus auch höher ausfallen könnte, wenn ein höheres Transaktionsvolumen, eine höheren leistungsabhängige Vergütung und/oder die Investition der liquiden Mittel von über €300 Mio. gelingen würde.

Meine Einschätzung
Patrizia Immobilien ist operativ weiterhin erfolgreich unterwegs. Die Transformation vom deutschen Immobilienbestandshalter hin zu einem europaweit agierenden Immobilien-Asset-Manager birgt angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin großes Potenzial für geduldige Anleger. Der Fokus auf institutionelle Investoren trägt Früchte, denn diese haben angesichts ihrer immer weiter zusammenschrumpfenden Zinseinnahmen wenig Alternativen, als sich in neue Anlagen zu begeben, wie den Immobiliensektor. Und hier weist Patrizia Immobilien eine hohe Kompetenz und ausgezeichnete Vernetzung in der Branche auf, die Investoren selbst nicht im Vorbeigehen erwerben können. Daher wählen sie immer öfter Patrizia als kompetenten Partner und vertrauen den Süddeutschen ihr Investmentvermögen an.

Anleger sollten sich nicht von den Kursen zu sehr beeinflussen lassen, sondern vor allem auf die Unternehmensentwicklung schauen. Und hier läuft bei Patrizia alles im Plan und man kommt dem selbstgesteckten Ziel, die Assets under Management (AuM), also das verwaltete Vermögen, auf mehr als €20 Mrd. zu steigern, in großen Schritten näher. Und je mehr AuM Patrizia generiert, desto höher sind die stetigen Einnahmen aus Provisionen und Gebühren, die das eigene Säckel füllen. Unter Umständen dauert es noch ein bisschen, bis die Kurspotenziale gehoben werden und der Aktienkurs seinen langfristigen Aufschwung wieder aufnimmt. Doch Geduld ist ja bekanntlich die oberste Tugend des Investors...


DIC Asset, Jungheinrich und Patrizia Immobilien befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 4. November 2016

Nach dem Sündenfall: Lassen Negativzinsen für Sparer jetzt alle Dämme brechen?

Der Sündenfall ist biblisch belegt, Eva ließ sich von der Schlange verführen und naschte den Apfel vom Baum der Erkenntnis. Mit dem bekannten Ergebnis, dass wir Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden und uns jetzt mit so profanen Dingen wie Geldanlage beschäftigen müssen.

Und der Sündenfall der Neuzeit ist ein solches Geldthema. Genauer gesagt, ist es das Einführen von Strafzinsen für Sparer. Und zwar ab dem ersten Euro. Die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG wird als erste künftig Sparern Geld dafür abknöpfen, dass sie ihr Geld zur Bank tragen und dort anlegen; aktuell noch indirekt über neu eingeführte monatliche Kontogebühren zwischen €5 und €50. Nicht nur die Inflation lässt also das Geldvermögen schwinden, auch die Bank verstärkt dies darüber hinaus zusätzlich.

Natürlich macht die Volksbank dies nicht ohne Grund und schon gar nicht, um die Sparer zu schädigen. Sie reagiert damit auf die Politik der EZB, die durch künstliches Niederhalten der Zinsen, ausgelöst durch eine Flutung der Märkte mit billigem Geld, den Banken letztlich gar keine andere Wahl mehr lässt. Denn diese müssen für die Einlagen ihrer Kunden selbst bereits Strafzinsen entrichten bei der EZB.

Das Problem ist nicht neu, es wird seit Jahren an die Wand gemalt - nun ist es da. Neu ist hingegen, dass es ab dem ersten Euro gilt, also nicht mehr nur für vermögendere Privatkunden. Und die Konsequenz, die sich aus diesem ersten Sündenfall ergibt, die wird es in sich haben. Es wird eine Kaskade der Zinsabwertung geben!

Donnerstag, 3. November 2016

Patrizia: Business hui, Aktienkurs pfui. Noch...

Mit Immobilienaktien ist zuletzt kein Blumentopf zu gewinnen und dafür müssen eine ganze menge an Begründungen herhalten. Mal ist es die US-Präsidentenwahl, mal ist es die Furcht vor steigenden Zinsen, mal ist es eine angeblich drohende Immobilienblase am deutschen Häusermarkt. Und auch die Aktien von Gewerbeimmobilienspezialisten konnten sich diesem Trend nicht entziehen und gaben teilweise deutlich nach. Zeit für ein Umdenken!

Anstatt auf die Kurse zu starren und auf die Marktbewegungen, sollten wir uns an Warren Buffetts weise Worte erinnern, der uns rät, uns auf das Business zu konzentrieren, nicht auf die nervösen Verstimmungen von "Mr. Market". Also schauen wir mal, was Patrizia denn so gemacht hat die letzten Wochen...

»Denke nicht in Kursbewegungen, denke in Geschäftsergebnissen.«
(Warren Buffett)

Die Patrizia Immobilen AG hat sich von einem Immobilien-Bestandsunternehmen zu einem bankenunabhängigen Immobilien-Investmenthaus gewandelt. Dabei deckt man den gesamten Immobilien-Lebenszyklus ab und bietet den Kunden ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen rund um Wohnimmobilien. Patrizia bietet Akquisition & Consulting, Asset Management, Wohnungsprivatisierung, Immobilienmanagement, Projektentwicklung, Bautechnik und Sales. Zu den Kunden gehören institutionelle Investoren, gewerbliche und private Anleger sowie Selbstnutzer.

Nachdem man hervorragende Halbjahreszahlen vorlegen konnte, gab es für die Aktionäre eine zehnprozentige Dividendenausschüttung. Allerdings nicht in klassischer Form, denn Patrizia schüttet seit Jahren keine Bardividenden mehr aus, sondern beteiligt die Aktionäre am Unternehmenserfolg durch die Ausgabe von sog. Berichtigungsaktien. Statt einer Überweisung erhält der Aktionär also zusätzliche Aktien in sein Depot eingebucht. Und zwar bereits zum wiederholten Mal in Folge im Verhältnis 10 zu 1. Für 10 Bestandsaktien erhielt man also eine weitere hinzu, die nun auch wiederum am Unternehmenserfolg und am Gewinn beteiligt ist. Flapsig formuliert könnte man also sagen, die Dividendenrendite läge bei 10%.

 Patrizia Immobilien (Quelle: finanzen.net) 
Nachdem Patrizia sich sukzessive vom eigenen Immobilienbestand trennt, hat man zuletzt auch das Geschäft der Immobilienbewirtschaftung aufgegeben. Genauer gesagt, man die Sparte an die DIM Deutsche Immobilien Management (DIM Property Value GmbH) verkauft, die mit dem Start des nächsten Jahres die Geschäfte übernehmen wird - auch für die Patrizia-Liegenschaften, denn das ist teil des Deals, denn Patrizia benötigt ja auch in Zukunft einen kompetenten Dienstleister, der die ihr anvertrauten Vermögenswerte professionell und engagiert betreut. Für Patrizia wiederum ist der Verkauf ein weiterer Schritt im Zuge der strategischen Weiterentwicklung, bei der man sich noch stärker auf das Investment-Management fokussieren will, das eigentliche Kerngeschäft.

Einen eher kleineren Zukauf hat man in Leipzig getätigt, wo man 74 Neubauwohnungen für einen von Patrizia verwalteten Immobilienfonds erworben hat, folgte ein spektakulärer Deal, als man für den Samsung-Konzern den Commerzbank-Tower in Frankfurt übernahm. Noch deutlich größer ist der Zukauf, der zuletzt vermeldet wurde. Hier wurde für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag ein Portfolio mit 3.488 Wohnungen in Westdeutschland erworben, deren Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern liegt. Der überwiegende Teil soll gehalten und aktiv bewirtschaftet werden. Die 3.488 Wohneinheiten verfügen über eine Gesamtfläche von 223.000 Quadratmetern und weisen nur eine geringe Leerstandsquote von weniger als drei Prozent auf. Der Ankauf erfolgt für ein Individualmandat im Auftrag einer großen deutschen Versicherung und erfolgte abseits der offiziell angebotenen Objekte, was die gute Vernetzung von Patrizia im europäischen Immobiliensektor belegt und ein ganz erhebliches Asset selbst darstellt.

Meine Einschätzung
Patrizia Immobilien ist operativ weiterhin sehr erfolgreich unterwegs. Die Transformation vom deutschen Immobilienbestandshalter hin zu einem europaweit agierenden Immobilien-Asset-Manager birgt angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin großes Potenzial für geduldige Anleger. Der Fokus auf institutionelle Investoren trägt Früchte, denn diese haben angesichts ihrer immer weiter zusammenschrumpfenden Zinseinnahmen wenig Alternativen, als sich in neue Anlagen zu begeben, wie den Immobiliensektor. Und hier weist Patrizia Immobilien eine hohe Kompetenz und ausgezeichnete Vernetzung in der Branche auf, die Investoren selbst nicht im Vorbeigehen erwerben können. Daher wählen sie immer öfter Patrizia als kompetenten Partner und vertrauen den Süddeutschen ihr Investmentvermögen an.

Anleger sollten sich nicht von den Kursen zu sehr beeinflussen lassen, sondern vor allem auf die Unternehmensentwicklung schauen. Und hier läuft bei Patrizia alles im Plan und man kommt dem selbstgesteckten Ziel, die Assets under Management (AuM), also das verwaltete Vermögen, auf mehr als €20 Mrd. zu steigern, in großen Schritten näher. Und je mehr AuM Patrizia generiert, desto höher sind die stetigen Einnahmen aus Provisionen und Gebühren, die das eigene Säckel füllen.

Patrizia Immobilien befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Der aktuelle Kurs bei knapp €18 spiegelt aus meiner Sicht kaum den wahren Wert wider und ich denke, die Analystenziele vom Bankhaus Lampe bei €25, der Baader Bank bei €26 und die von Oddo Seydler mit €27 geben ein Bild, wohin die Reise eigentlich gehen sollte. Zwischen der mittleren Empfehlung von €26 und den aktuell aufgerufenen €18 liegen immerhin satte 45%. Die Frage ist nur, wann der Markt diese Unterbewertung erkennt und in der Folge abbaut. Insofern brauchen Anleger unter Umständen ein bisschen Geduld, bis die Kurspotenziale gehoben werden und der Aktienkurs seinen langfristigen Aufschwung wieder aufnimmt.



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ERGÄNZUNG VOM 07.11.2016
Patrizia hat heute 9-Monatszahlen präsentiert und die sind so gut, dass man die bisherigen Jahresprognosen anheben muss. Die ursprüngliche Erwartung eines operativen Ergebnisses von €250 Mio. hat Patrizia Immobilien mit €252,5 Mio Millionen Euro schon nach neun Monaten erreicht. Im Vorjahr lag der Wert noch bei € 112,2 Mio. und wurde somit weit mehr als verdoppelt. Nach der Prognoseanhebung erwartet Patrizia bis zum Jahresende nun €265 Mio.

Auch der Gewinn kann sich mehr als sehen lassen, wurde allerdings durch einen Sondereffekt günstig beeinflusst. Denn man hat den so "Harald"-Wohnungsbestand an die Deutsche Wohnen verkauft, der allein mehr als €200 Mio. einbracht und sehr lukrativ war. Doch auch ohne diesen Effekt hätte sich der operative Gewinn in den ersten 9 Monaten von €24,1 auf €43,9 Mio. fast verdoppelt.

Elektrisierend ist auch der Ausblick aufs nächste Jahr, wo Patrizia von von einem Nettowachstum der Assets under Management (AuM) von €2 Mrd. aus bei einem Gesamttransaktionsvolumen von etwa €4 Mrd. Auf dieser Basis erwartet das Management ein laufendes operatives Ergebnis von mindestens €55 Mio., das aber durchaus auch höher ausfallen könnte, wenn ein höheres Transaktionsvolumen, eine höheren leistungsabhängige Vergütung und/oder die Investition der liquiden Mittel von über €300 Mio. gelingen würde.

Samstag, 15. Oktober 2016

Investor-Update: Blue Cap, Deutsche Rohstoff, Eon, MPC, Patrizia, S&T, Suncor

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Kurz vor dem Oktober-Crash. 1987...!
Der "Crash-Monat" September ist überstanden und es war ein Non-Event. Fast. Obwohl die Volatilität seit vielen Wochen auf sehr niedrigem Niveau verharrt, gab es insbesondere beim DAX starke Kursschwankungen in der Range zwischen 10.300 und 10.700 Punkten. Mehrmals und immer wieder. Dass es nicht im September zu einer heftigen Korrektur gekommen ist, stellt für sich allein genommen keine Entwarnung für die Börsen dar. Denn auch der Oktober kann es in sich haben, wie der 25-Prozent-Einbruch am "Schwarzen Montag", dem 19. Oktober 1987 zeigte. Der Dow Jones Index hatte sich in den beiden Jahren zuvor annähernd verdoppelt und kurz vor dem Crash hatte die US-Notenbank FED erstmals seit Jahren den Leitzins wieder erhöht. Klingt ziemlich genau nach unserer Situation heute. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass hier Parallelen gezogen werden - und wenn man den Dow-Jones-Chart von damals mit dem aktuellen übereinander legt, sieht das wirklich nicht gut aus...

Freitag, 30. September 2016

Patrizia macht für Samsung-Konzern Commerzbank-Tower-Deal klar

Die im Nebenwerte-Index SDAX gelistete Patrizia Immobilien ist als bankenunabhängiges Immobilien-Investmenthaus für Investoren und Privatanleger tätig und nun scheint ihr ein echter Coup gelungen zu sein. Denn Patrizia erwirbt den Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main als Investment Manager im Rahmen eines Individualmandats für den südkoreanischen Samsung-Konzern. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, allerdings wird über €620 Mio. gemunkelt. Mit der Commerzbank als Mieter wurde ein langfristiger Mietvertrag vereinbart für das Gebäude am Kaiserplatz, das mit seinen 259 Metern das höchste Gebäude in Deutschland ist und als ein Wahrzeichen der Bankenmetropole gilt.

Mit diesem Kauf unterstreicht Patrizia einmal mehr ihre besondere Expertise, die bei immer mehr institutionellen Investoren Anklang findet. Insbesondere Investoren aus Asien setzen bei ihren europäischen Immobilieninvestments verstärkt auf Partizia als Investment-Manager, die allein in den letzten 15 Monaten für asiatische Investoren rund €1,3 Mrd. in Immobilien in ganz Europa investiert hat.

Schon zum Halbjahr hatte Patrizia hervorragende Zahlen präsentieren können. Das operative Ergebnis hatte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf €231,8 Mio. vervielfacht und auch ohne die sog. Harald-Transaktion wurde das operative Ergebnis um mehr als 90 Prozent auf €23,8 Mio. gesteigert, im Vergleich zu €12,5 Mio. im ersten Halbjahr 2015.

 Patrizia Immobilien (Quelle: finanzen.net) 
Neben dem deutlich gestiegenen Transaktionsvolumen nahm auch das Wachstum des betreuten Immobilienvermögens weiter zu. Dabei spielt Patrizia das Niedrigzinsumfeld immer stärker in die Hände, da immer mehr Anleger, gerade auch institutionelle, händeringend nach rentierlichen Investitionsmöglichkeiten suchen und auf Spezialisten wie Patrizia angewiesen sind. Und so konnten bei institutionellen und privaten Investoren mehr als €900 Mio. Eigenkapital für Investitionen eingeworben werden und damit mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2015. Insgesamt erhöhte sich das betreute Immobilienvermögen zum 30. Juni 2016 auf €17,2 Mrd. nach €16,6 Mrd. Ende 2015. Nach mehreren kleineren Investments nimmt Patrzia bei den Assets under Management nun mit dem Commerzbank-Tower im Volumen von €600 Mio. einen kräftigen Schluck aus der Pulle.

Meine Einschätzung
Patrizia ist hervorragend positioniert und dürfte auch weiterhin stark davon profitieren, dass die Niedrigstzinsen keine attraktiven Renditen für Geldanlagen mehr bringen und Anleger auf andere Anlagen ausweichen müssen. Der anstehende Brexit und der seit dem Votum massiv einbrechende britische Immobilienmarkt verlagern Anlegergelder in dieser Asset-Klasse weg von den britischen Inseln hin zu den Metropolen Kontinentaleuropas und hier insbesondere in den sicheren Hafen Deutschland. Die angespannte Lage am heimischen Immobilienmarkt bei gleichzeitig günstigen Co-Finanzierungsmöglichkeiten über Kredite birgt enormes Potenzial für das Geschäft von Patrizia. Die Aktuelle Kursschwäche nach der Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1 sollte für langfristig orientierte Anleger eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen.

Patrizia befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 16. August 2016

Statt Dividende: Bei Patrizia regnet es Aktien für die Aktionäre

Die im Nebenwerte-Index SDAX gelistete Patrizia Immobilien macht seit Jahren seine Anleger glücklich, erst als Immobilienentwickler und -bestandshalter, inzwischen als bankenunabhängiges Immobilien-Investmenthaus für Investoren und Privatanleger. Zuletzt gab es positive Neuigkeiten, denn die Zahlen zum ersten Halbjahr waren wieder einmal ganz hervorragend.

Berichtigungsaktien statt Dividende
Und nun vermeldete das Unternehmen, dass die von der Hauptversammlung beschlossene "Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln" vom zuständigen Amtsgericht am 12. August ins Handelsregister eingetragen worden und damit rechtsgültig geworden ist. Der Stichtag wurde auf den 25. August festgelegt und an diesem Tag zum Börsenschluss Partizia-Aktien im Depot hat, erhält die Berichtigungsaktien automatisch in sein Depot gebucht und zwar im Verhältnis 10:1. Wer also 10 Aktien im Bestand hat, erhält eine weitere hinzu. Diese neuen Aktien werden ab dem 01.01.2016 gewinnberechtigt sein und unter der bisherigen Wertpapierkennnummer laufen.

Die Kapitalerhöhung erfolgt durch Umwandlung eines Teilbetrags in Höhe von €7.632.354,00 der in der Jahresbilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Kapitalrücklage in Grundkapital durch Ausgabe von 7.632.354 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien (Berichtigungsaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von €1,00 je Aktie. Durch diese Maßnahme erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln von €76.323.533 um €7.632.354 auf €83.955.887.

Patrizia Immobilien befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.

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Dienstag, 9. August 2016

Patrizia kann im ersten Halbjahr kräftig punkten

Die Patrizia Immobilen AG hat sich von einem Immobilien-Bestandsunternehmen zu einem bankenunabhängigen Immobilien-Investmenthaus gewandelt. Dabei deckt man den gesamten Immobilien-Lebenszyklus ab und bietet den Kunden ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen rund um Wohnimmobilien. Patrizia bietet Akquisition & Consulting, Asset Management, Wohnungsprivatisierung, Immobilienmanagement, Projektentwicklung, Bautechnik und Sales. Zu den Kunden gehören institutionelle Investoren, gewerbliche und private Anleger sowie Selbstnutzer.

Nachdem Patrizia zu den Börsenlieblingen 2015 gehörte, konsolidiert der Kurs seit Jahresbeginn zwischen €20 und €25, doch gut möglich, dass nun der Ausbruch aus diesem Korridor gelingt. Denn die vorgelegten Zahlen zum ersten Halbjahr 2016 können sich sehen lassen.

Insgesamt wurden europaweit Immobilientransaktionen im Volumen von €2,8 Mrd. getätigt. Dabei konnten Immobilien für €1,5 Mrd. angekauft werden, während Verkäufe im Volumen von 1,3 Mrd. getätigt wurden, darunter auch das sogenannte Harald-Portfolio mit rund 13.500 Wohnungen und einem Volumen von €1,0 Mrd., das nun ergebniswirksam geworden ist. Das operative Ergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf €231,8 Mio. vervielfacht. Doch auch ohne die Harald-Transaktion wurde das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2016 um mehr als 90 Prozent auf €23,8 Mio. gesteigert, im Vergleich zu €12,5 Mio. im ersten Halbjahr 2015. Erfreulich ist dabei insbesondere der Anstieg der Dienstleistungseinnahmen aus der Betreuung der Immobilieninvestments, die sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um mehr als 34 Prozent auf €73,1 Mio. erhöhten.


 Patrizia Immobilien (Quelle: finanzen.net) 
Assets under Management (AUM) legen kräftig zu
Neben dem deutlich gestiegenen Transaktionsvolumen nimmt auch das Wachstum des betreuten Immobilienvermögens weiter zu. Dabei spielt Patrizia das Niedrigzinsumfeld immer stärker in die Hände, da immer mehr Anleger, gerade auch institutionelle, händeringend nach rentierlichen Investitionsmöglichkeiten suchen und auf Spezialisten wie Patrizia angewiesen sind. Und so konnten bei institutionellen und privaten Investoren mehr als €900 Mio. Eigenkapital für Investitionen eingeworben werden und damit mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2015. Insgesamt erhöhte sich das betreute Immobilienvermögen zum 30. Juni 2016 auf €17,2 Mrd. nach €16,6 Mrd. Ende 2015.

Im Fokus des ersten Halbjahres stand einmal mehr die Expansion des internationalen Geschäfts. So konnte Patrizia unter anderem im Januar mit einem der größten britischen Pensionsfonds den Bau eines Bürogebäudes in Manchester vereinbaren und im März gelang es, den bekannten Astro Tower in Brüssel für ein koreanisches Konsortium zu übernehmen. Ebenfalls im März wurde für einen der größten deutschen institutionellen Investoren ein Wohnungsportfolio in den Niederlanden mit 1.275 Wohnungen erworben und in London konnte im Juni zudem ein Entwicklungsprojekt für die Realisierung von rund 200 Wohneinheiten gekauft werden. Daneben gab es Immobilienankäufe in Dänemark, Irland und Spanien.

Jahresprognosen werden bestätigt
Vor dem Hintergrund der starken operativen Entwicklung im ersten Halbjahr 2016 bekräftigt Patrizia die Prognose für das Gesamtjahr 2016. Demnach ist geplant, das betreute Immobilienvermögen um €2,0 Mrd. auf €18,6 Mrd. zu erhöhen und das operative Ergebnis soll mindestens €250 Mio. betragen, nach €155 Mio. im Geschäftsjahr 2015.

Zudem werden die europäischen Aktivitäten weiter ausgebaut, wobei bereits ein Drittel der AUM mittlerweile außerhalb Deutschlands liegt und inzwischen über 200 institutionelle Investoren, wie Sparkassen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Staatsfonds oder Versicherungen über Patrizia in Immobilien investiert sind.

Meine Einschätzung
Patrizia ist hervorragend positioniert und dürfte auch künftig stark davon profitieren, dass die Niedrigstzinsen keine attraktiven Renditen für Geldanlagen mehr bringen und Anleger auf andere Anlagen ausweichen müssen. Der anstehende Brexit und der seit dem Votum massiv einbrechende britische Immobilienmarkt verlagern Anlegergelder in dieser Asset-Klasse weg von den britischen Inseln hin zu den Metropolen Kontinentaleuropas und hier insbesondere in den sicheren Hafen Deutschland. Die angespannte Lage am heimischen Immobilienmarkt bei gleichzeitig günstigen Ko-Finanzierungsmöglichkeiten über Kredite birgt enormes Potenzial für das Geschäft von Patrizia und die Konsolidierungsphase des Aktienkurses sollte bald vorüber sein und Anleger wieder viel Freude an ihrem Investment haben. Demnächst steht zudem noch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 an.

Patrizia befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.