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Donnerstag, 1. Januar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 01.01.2002 wurde der Euro eingeführt und löste damit viele nationale Währungen ab. Die Geschichte eines Ungeliebten und Missverstandenen...

Am 01.01.2002 wurde der Euro in zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union als Bargeld eingeführt – ein historischer Schritt in der europäischen Integration. Seitdem prägt die gemeinsame Währung nicht nur den Alltag von mehr als 340 Millionen Menschen, sondern auch die ökonomischen und politischen Strukturen Europas.

Der Euro ist mehr als ein Zahlungsmittel; er ist ein Projekt der Zusammenarbeit und des Friedens, zugleich aber auch ein permanentes Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Chancen und politischen Herausforderungen. Insbesondere aus deutscher Sicht gab und gibt es immer wieder Kritik und es herrscht ein latentes Gefühl, für die selbstverschuldeten Krisen anderer Länder (finanziell) den Kopf hinhalten zu müssen. Zudem konnte der Euro den Traum von einer dritten Weltleitwährung neben dem amerikanischen Dollar und dem chinesischen Yuan (bisher) nicht erfüllen. Daher wird der Euro mancherorts als Flop abgestempelt und manche träumen gar von einer Rückkehr zur D-Mark. Echt jetzt!?

Montag, 8. Dezember 2025

Börsenweisheit des Tages | 08.12.2025

"Sobald du feststellst, dass du falsch liegst, musst du deine Position verkaufen. Begründe nicht intellektuell, warum du sie halten solltest. Es wird dich emotional auslaugen. Einfach verkaufen. Überleben geht vor. Nichts anderes ist wichtig. Märkte interessieren sich einfach nicht für deinen Kaufpreis."
(George Soros)

Dienstag, 11. November 2025

Börsenweisheit des Tages | 11.11.2025

"Je schlechter sich eine Situation entwickelt, desto weniger braucht es zum Turnaround, und umso größer ist das Potential nach oben."
(George Soros)

Mittwoch, 5. November 2025

Börsenweisheit des Tages | 05.11.2025

"Ich habe wohl nicht mehr als in der Hälfte der Fälle recht, aber ich verdiene einfach sehr viel Geld, wenn ich richtig liege, und ich verliere so wenig Geld wie möglich, wenn ich unrecht habe."
(George Soros)

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Börsenweisheit des Tages | 01.10.2025

"Es ist ein alter Witz, dass der Aktienmarkt sieben der letzten zwei Rezessionen vorhergesagt hat."
(George Soros)

Donnerstag, 28. August 2025

Börsenweisheit des Tages | 28.08.2025

"Märkte befinden sich stets in einem Zustand der Ungewissheit und Geld wird gemacht, indem man das Offensichtliche einpreist und auf das Unerwartete setzt."
(George Soros)

Donnerstag, 5. Juni 2025

Börsenweisheit des Tages | 05.06.2025

"Wenn die Aktie steigt, kauft man mehr. Es ist egal, wie groß die Position im Portfolio wird. Wenn man richtig liegt, dann stockt man auf."
(George Soros)

Mittwoch, 30. Oktober 2024

Börsenweisheit des Tages | 30.10.2024

"Die Märkte befinden sich ständig in einem Zustand der Unsicherheit und des Flusses und Geld wird durch Abschreibung des Offensichtlichen und Wetten auf das Unerwartete gemacht."
(George Soros)

Dienstag, 9. Januar 2024

Börsenweisheit des Tages | 09.01.2024

"Wenn Investieren Unterhaltung bedeutet, dann machst du wahrscheinlich keine Kohle damit. Gutes Investieren ist langweilig."
(George Soros)

Mittwoch, 4. Januar 2023

Börsenweisheit des Tages | 04.01.2023

"Aufgrund seiner Geschichte fürchtet sich Deutschland mehr vor der Inflation als vor der Rezession. Im Rest der Welt ist das genau umgekehrt."
(George Soros)

Montag, 31. Mai 2021

Kissigs Aktien Report: Palantir spaltet – auch die Buddys Soros und Druckenmiller

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Gold: Dieser glanzlose Renditekiller ist alles andere als ein sicherer Hafen!

Gold gehört, wie auch andere Edelmetalle, zu den vermeintlich "sicheren Häfen", zu den Asset-Klassen, in die Leute investieren, wenn sie Zukunftssorgen haben oder Angst vor Geldentwertung. Dabei bringt Gold, das Warren Buffett als "unproduktive Wertanlage" bezeichnet, keinen Ertrag, keine Zinsen. Alleine Angebot und Nachfrage entscheiden darüber, ob sich der Kauf seinerzeit gelohnt hat, oder nicht. Und in den vergangenen Jahren hat er das nicht und auf lange Sicht schon gleich gar nicht!

Dabei war der Glanz des Goldes schier unbeschreiblich, selbst die BILD-Zeitung riet Mitte 2011, und damit etwa beim Höchstkurs von $1.900 je Feinunze, mit einem Großaufmacher auf ihrer Titelseite zum Einstieg und spätestens da musste jedem klar sein, dass die Party vorbei war. Denn wenn alle Profis gekauft hatten, alle institutionellen Anleger, dann folgen als Letztes die Kleinanleger. Aber um danach noch steigende Kurse zu ermöglichen, müssen ja noch mehr Käufer dazukommen - aber wer sollte das sein, wenn schon alle in Gold investiert sind? Also wurden die "Gurus" nicht müde, die goldigen Aussichten des Goldes in alle Welt hinauszuposaunen: George Soros erklärte, weshalb er eine riesige Position in Gold halte und dass es quasi nur weiter steigen könne. Und auch Hedgefonds-Manager John Paulson riet allen, einen erheblichen Anteil ihres Geldes in Gold zu investieren. Wohlgemerkt, nachdem sie selbst schon große Positionen hielten! Und der Kleinanleger zahlte wieder einmal die Zeche...

Freitag, 8. Februar 2019

Portfoliocheck: Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller setzt nur auf die Besten. Und daher jetzt auch auf Adobe Systems...

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 21. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit wenigen, ausgesuchten Werten; dabei machten im dritten Quartal Technologiewerte mehr als 50% seines Depot aus, allen voran Microsoft mit fast 20%, Salesforce mit 12% sowie Amazon und Alphabet mit jeweils 11%. Ganz neu und gleich mit 3% Depotanteil setzt er auf Adobe Systems, das Unternehmen mit dem wohl breitesten Burggraben der Softwarebranche...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adobe, Alphabet, Amazon und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Montag, 18. Juni 2018

Börsenweisheit der Woche 25/2018

"Mein Ansatz funktioniert nicht, weil er zutreffende Prognosen macht, sondern weil er mir erlaubt, falsche Prognosen wieder zu korrigieren."
(George Soros)

Montag, 29. Mai 2017

Börsenweisheit der Woche 22/2017

"Wer Verluste fürchtet, kann keine Gewinne machen."
(George Soros)

Samstag, 15. Oktober 2016

Investor-Update: Blue Cap, Deutsche Rohstoff, Eon, MPC, Patrizia, S&T, Suncor

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Kurz vor dem Oktober-Crash. 1987...!
Der "Crash-Monat" September ist überstanden und es war ein Non-Event. Fast. Obwohl die Volatilität seit vielen Wochen auf sehr niedrigem Niveau verharrt, gab es insbesondere beim DAX starke Kursschwankungen in der Range zwischen 10.300 und 10.700 Punkten. Mehrmals und immer wieder. Dass es nicht im September zu einer heftigen Korrektur gekommen ist, stellt für sich allein genommen keine Entwarnung für die Börsen dar. Denn auch der Oktober kann es in sich haben, wie der 25-Prozent-Einbruch am "Schwarzen Montag", dem 19. Oktober 1987 zeigte. Der Dow Jones Index hatte sich in den beiden Jahren zuvor annähernd verdoppelt und kurz vor dem Crash hatte die US-Notenbank FED erstmals seit Jahren den Leitzins wieder erhöht. Klingt ziemlich genau nach unserer Situation heute. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass hier Parallelen gezogen werden - und wenn man den Dow-Jones-Chart von damals mit dem aktuellen übereinander legt, sieht das wirklich nicht gut aus...

Mittwoch, 24. August 2016

Investor-Update: Icahn, Soros, Aurelius, Deutsche Rohstoff, Ringmetall, Steico

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Sommerrallye und nun...?
Die meisten Marktteilnehmer wurden eiskalt auf dem falschen Fuß erwischt, denn sie hatten sich bereits vor Wochen auf fallende Kurse eingestellt und sich entsprechend positioniert. Und dann das... die Börsen stiegen scheinbar unaufhaltsam an, zweistellige Kursgewinne allenthalben, neue Allzeithöchststände bei S&P 500, Dow Jones und MDAX. Doch der Sommer neigt sich dem Ende zu und wir steuern saisonal auf den statistisch schlechtesten aller Börsenmonate zu, den September. Die Luft wird also dünner.

Dienstag, 16. August 2016

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 2. Quartal 2016?

Value Investor Warren Buffett, das "Orakel von Omaha",musste für seine Investmentholding Berkshire Hathaway wieder das sog. Formular 13F bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) einreichen. In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen.

Veränderungen im 2. Quartal 2016
Auch im zweiten Quartal gab es einige Veränderungen an Buffetts Positionen. Größere Verwirrung könnte es um den Komplettverkauf der A- und C-Aktien von Liberty Media Corp. geben und die Neuerwerbungen von Liberty Media Group und Liberty Media SiriusXM. Allerdings klärt sich diese Verwirrung schnell auf den,, Liberty Media wurde in drei separate Aktien aufgesplittet, die Liberty Braves, die Liberty Media und die Liberty Sirius XM.

Des Weiteren wurden die alten Charter Communications Aktien getauscht in neue, nachdem man Time Warner Cable übernommen hatte.

Käufe
Abgesehen von diesen beiden Tauschvorgängen gab es im letzten Quartal nur zwei erwähnenswerte Zukäufe, nämlich die Aufstockung bei Apple um rund 55% auf nun 15,23 Mio. Aktien im Gegenwert von knapp $1,5 Mrd. und bei Phillips 66 um gute 4%. Beide Aktien standen auch schon im ersten Quartal auf Buffetts Einkaufsliste und von Phillips 66 hält Berkshire Hathaway inzwischen 15% der Anteile.

Dabei geht der Apple-Kauf nicht auf Buffett selbst zurück, sondern auf einen seiner beiden "Leutnants", die ehemaligen Hedgefonds-Manager Todd Combs und Ted Weschler, die seit einigen Jahren in Diensten Berkshires stehen und eigenverantwortlich jeweils rund $9 Mrd. Depotvolumen betreuen und Anlageentscheidungen treffen. Dies hatte Buffett in einer Mail an das Wall Street Journal klargestellt. Und während Berkshire Hathaway seinen Apple-Anteil aufstockte, haben sich die beiden Star-Investoren Carl Icahn und George Soros sowie Michael Burry vom Hedgefonds Scion Asset Management komplett von ihren Apple-Aktien getrennt. David Einhorn von Greenlight Capital reduzierte seinen Apple-Anteil um 16%.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Verschleuderte Carl Icahn seine Apple-Aktien 50 Prozent unter Wert?

Carl Icahn hat den Ruf, ein gewiefter Spekulant zu sein und er ist Milliardär, was dies zu belegen scheint. So hatte der aktivistische Investor Ebay dazu gezwungen, seine Online-Bezahltochter PayPal abzuspalten und separat an die Börse zu bringen. Zuletzt machen seine Investments allerdings wenig Freude: beim Versicherungsriesen AIG stieg er ein, um diesen zur Aufspaltung in mehrere Teile zu bewegen - und er liegt im Minus. Bei Transocean stieg er ein, um hohe Dividendenausschüttungen zu erzwingen - das gelang ihm, allerdings ist sein Investment in dem Offshore-Ölwert dermaßen abgestürzt, dass die Dividendenausschüttungen nur einen Bruchteil seiner aufgelaufenen Verluste wettmachen. Weitere Investments in Öl-Firmen stehen massiv zweistellig im Minus und auch sein vor einigen Monaten getätigtes Engagement in einem global agierenden Kupferproduzenten steht tiefrot im Minus.

Apple, der Ex-No-Brainer
Aber bei Apple, da liegt Icahn weit im Plus. Er war - wie ich - im Sommer 2014 eingestiegen ("Ist Apple noch ein Investment wert?"), nachdem Apple einen starken Kursrückgang zu verzeichnen gehabt hatte. Icahn bezeichnete den Einstieg damals als "No-Brainer", einen Kauf also, der so offensichtlich erfolgversprechend war, dass jeder es hätte sehen müssen. In der Folgezeit erfreute er sich an steigenden Cashflows, steigenden Dividenden, steigenden Aktienrückkäufen, steigenden Aktienkursen. Er war es, der Apple-Chef Tim Cook durch öffentlichen Druck dazu gezwungen hatte, viel mehr Geld für Dividenden und Aktienrückkäufe auszugeben. Ich habe mich ein Jahr später dann von meinen Apple-Aktien verabschiedet ("Apple, it's time to say goodbye!") und bei Kursen von knapp unter €120 verzeichnete ich inkl. Dividenden eine Rendite von knapp 95 Prozent. Aber das war nicht der Grund für meinen Ausstieg aus dem wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern das hohe Risiko, das ich in der Abhängigkeit vom Iphone sah und das immer weiter zunimmt. Und während der Iphone-Absatz damals noch zulegen konnte ("Der Apple fällt nicht weit vom Stamm... aber tief"), stagniert er inzwischen und legt Apple Dilemma als "Ein-Produkt-Unternehmen" schonungslos offen. Alle sonstigen Erfolge Apples haben so gut wie keinen Einfluss auf Umsatz, Gewinn und Cashflow. Ein massives Klumpenrisiko, das auch den Aktienkurs immer stärker belastet.

 Apple Inc. (Quelle: comdirect.de) 
Doch Carl Icahn ficht das nicht an, er hatte sich in seine Apple-Aktien verliebt und er verschickte Liebesbriefe an die Investoren, in denen er den fairen Wert der Aktie bei $240 ansetzte.  Schon damals mutmaßte ich, dass Icahn die Aktie nur massiv pushen wollte, um ein Umfeld für einen kursschonenden Abgang zu erzeugen. Denn wem mehrere Prozente an einem Unternehmen gehören, kann diese ja nicht einfach mal so ins Orderbuch stellen, um sie loszuwerden, er muss sie in kleinen Portionen verkaufen und zwar möglichst dann, wenn einen ansonsten rege Nachfrage besteht. Sonst treibt er mit seinen Verkäufen selbst den Aktienkurs in den Keller. Und Großinvestoren wie Carl Icahn müssen auch noch quartalsweise über ihre Wertpapierpositionen berichten, so dass seine Verkäufe entdeckt worden wären. Nun, seit Spätsommer letzten Jahres geht es an den Börsen abwärts, nicht nur die Ölwerte sind enorm gefallen, auch Apple. Eigentlich müsste man es anders herum formulieren: Apple hat die Börsen mit nach unten gezogen, denn als (nach Börsenkapitalisierung) wertvollstes Unternehmen der Welt ist es ja nicht nur Mitläufer, sondern Taktgeber des Dow Jones Index und damit der Leitbörse der Welt.

Icahn warf 13 Prozent seiner Apple-Aktien auf den Markt
Und nun standen wieder die sog. 13F-Formulare an, die Berichte der Großinvestoren an die amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission). In diesem vierteljährlich vorzulegenden Dokument müssen institutionelle Asset-Manager ab einem verwalteten Vermögen von $100 Mio. ihre Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen offenlegen. Und Carl Icahn hat sich in großem Stil von seinen Apple-Aktien getrennt, er hat seine Position immerhin um 13 Prozent abgebaut. Im vierten Quartal 2015, auf das sich das 13F bezieht, schwankte der Apple-Kurs zwischen $120 und $105 und lag damit viel höher als die aktuellen $98. Bemerkenswert ist nicht, dass Carl Icahn Apple-Aktien verkauft. Ich habe ja meine Meinung dazu und kann diesen Schritt unter Chance-Risiko-Aspekten mehr als nachvollziehen. Allerdings sind die Aktien ja nach Icahns öffentlich verkündeter Ansicht $240 wert, er verramscht sie also geradezu, indem er sie um 50 bis 60 Prozent unter diesem Wert verkauft. Entweder hat er also über den Wert Apples gelogen, oder aber er ist ein schlechter Investor. Denn auf aktueller Kursbasis hätten die Apple-Aktien ja ein Aufwärtspotenzial von 150 Prozent bis zu Icahns behauptetem Wert von $240. Und während er diese "sichere" Chance aufgibt, investiert er Milliarden in die weiter abstürzenden Rohstoffwerte, wo er schon auf Milliardenverlusten setzt. Hierzu fallen einem eine Reihe von schlauen Sprichwörtern ein, die das nicht gutheißen. "Schlechtem Geld soll man kein gutes hinterher werfen", "Verluste soll man begrenzen und Gewinne laufen lassen", oder die alte Weisheit der Dakota-Indianer: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab".

 Carl Icahn 
The good, the bad, the ugly...
Was auch immer Carl Icahn reitet, ihn treibt nicht sein Herz für andere Anleger. Er hat Apple versucht bis ans Limit zu puschen, um für sich und sein Investment das Beste herauszuholen und das auf Kosten der anderen Anleger, die seinen Worten Glauben schenkten. Das hat nicht funktioniert, der Aktienkurs von Apple hat deutlich Federn gelassen. Und dennoch trennt er sich mit fettem Gewinn von seinen Aktien - er hat es nötig, um seine Verluste im Rohstoffsektor auszugleichen und um hier noch mehr Geld nachschießen zu können. Auch George Soros erklärt inzwischen jeden Tag, dass die chinesische Währung massiv überbewertet sei und abstürzen müsse - natürlich nachdem er selbst mit Milliarden gegen den Yuan wettet. So bleibt die Erkenntnis, dass viele dieser Starinvestoren ihre Weisheit aus Eigennutz von sich geben und ihre Rendite auch daraus ziehen, dass sie selbst investieren und dann öffentlich darüber berichten, um möglichst viele Nachahmer zu finden, die das Investment durch ihre Käufe dann schon zu einem Erfolg machen. Auf der anderen Seite gibt es Warren Buffett und Charlie Munger, die geben ihre kostenlosen Ratschläge (weitgehend) uneigennützig von sich und von denen können wir alle etwas lernen. Und das sollten wir auch. Es steht uns Anlegern frei, auf welche Starinvestoren wir vertrauen, wem wir zuhören, wem wir folgen. Warren Buffett, Benjamin Graham, Charlie Munger sind meine Leitsterne...

Montag, 11. Januar 2016

Börsenweisheit der Woche 02/2016

"Je mehr die Theorie der effizienten Märkte geglaubt wird, umso weniger effizient werden die Märkte."
(George Soros)