Wasser ist das Elixier des Lebens und der menschliche Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus ihm – je jünger man ist, desto höher ist der Wasseranteil. Wir benötigen Wasser aber nicht nur zum Trinken, sondern auch für eine Vielzahl anderer Aktivitäten und in den Industriestaaten möchte kaum noch jemand die morgendliche Dusche missen.
Was für ein Glück, dass unsere Erde zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt ist, so dass unser Bedarf mehr als gedeckt ist. Oder sein sollte, denn das meiste dieses Wassers ist für uns nicht zu gebrauchen. Das liegt daran, dass von den Unmengen an Wasser auf unserem Planeten 97 Prozent Salzwasser ist, das weder Mensch, Tier noch Pflanze zu sich nehmen kann. Nur etwas weniger als 3 Prozent des Wassers ist Süßwasser, also mit einem äußerst geringen Salzgehalt. Auch diese Menge würde mehr als ausreichend sein für unsere Bedürfnisse, doch leider ist das meiste Süßwasser an den Erdpolen in Form von Packeis gebunden. Nur etwa ein Drittel ist frei verfügbar und das überwiegend als Grundwasser. Nur 0,01% fällt in Form von Niederschlägen, wie Regen oder Schnee, auf die Erde.
Wasser ist also nicht in großen Mengen verfügbar und schon gar nicht überall. Der Mensch hat es in Jahrhunderten geschafft, viele Landstriche zu verseuchen und das Grundwasser zu kontaminieren. Oder die Umwelt so zu belasten, dass der Grundwasserspiegel dramatisch abgesunken ist. Was dazu führt, dass sauberes Trinkwasser für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit ist, nicht nur in Dürregebieten in Afrika, im Nahen Osten oder Australien. Selbst bei uns im regen- und grundwasserreichen Nordeuropa gibt es inzwischen Gebiete, wo nicht ausreichend Wasser verfügbar ist, wo es also von anderen Orten hingebracht werden muss.
.png)