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Sonntag, 5. Oktober 2025

[Im Fokus] The Coca-Cola Company: Warren Buffett liebt diesen Dividendenking - und seine Kultbrause. (Nicht nur) eine Frage des Geschmacks?!

Quelle: Coca-Cola
In diesem Kurzportrait geht es um The Coca-Cola Company, eine der wertvollsten Marken der Welt. Das Unternehmen wurde bereits 1892 gegründet und ist heute das weltweit größte Unternehmen für alkoholfreie Getränke. Es besitzt oder lizenziert mehr als 500 alkoholfreie sowohl kohlensäurehaltige als auch stille Getränke. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in mehr als 200 Ländern auf der ganzen Welt und hat 20 Marken, die jeweils einen Jahresumsatz von 1 Mrd. USD oder mehr erzielen. Täglich werden mehr als 2 Mrd. Getränke des Konzerns konsumiert, die 2024 einen Jahresumsatz von knapp 47 Mrd. USD erwirtschafteten.

Das Portfolio an kohlensäurehaltigen Getränken umfasst das Flaggschiff Coca-Cola sowie weitere Limonadenmarken wie Sprite, Fanta oder Mezzo Mix. Das Portfolio an stillen Getränken umfasst Wasser (Apollinaris, Vio), Säfte (Lift, Powerade) und trinkfertige Tees (Dasani, Minute Maid, Honest Tea).

Größter Aktionär ist Starinvestor Warren Buffett, den eine ganz besondere Geschichte mit dem Unternehmen verbindet. Und noch mehr...

Sonntag, 24. August 2025

Charlie Munger über das "ultimative No-Brainer-Investment"

Charles T. Munger verstarb am 22. November 2024 und damit nur 33 Tage vor seinem 100sten Geburtstag. Er war einer der größten Denker unser Zeit, eine Börsenlegende sowie Freund, Partner und Mentor von Warren Buffett, dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten. Dieser würdigte Munger später als "Architekt von Berkshire". Dabei sind Mungers Lebens- und Börsenweisheiten zeitlos und führen bei konsequenter Anwendung zum Erfolg - sowohl finanziell als auch im Leben...

Donnerstag, 29. Mai 2025

Charlie Munger bevorzugt Unternehmen mit dauerhaften, starken Wettbewerbsvorteilen

Charlie Munger rät, nach Festungen Ausschau zu halten und dabei geht es ihm nicht wirklich um Stahlbeton und Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr haben es ihm die Markteintrittshürden angetan, der ökonomische Burggraben (Moat), den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen. Es geht also um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen und die somit die Preissetzungsmacht haben.
»Die beste Idee ist, eine Aktie als Eigentum an einem Unternehmen zu betrachten und die gleichbleibende Qualität seines Geschäfts anhand seines Wettbewerbsvorteils zu beurteilen.«
(Charlie Munger)
Unternehmen mit diesen Eigenschaften haben den großen Vorteil, dass ihre Produkte nicht einfach kopiert werden, dass Wettbewerber mit aggressiven Preissenkungen ihnen nicht einfach Marktanteile abnehmen können. Im Gegenteil: Burggraben-Unternehmen können in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld sogar ihre Preise erhöhen, ohne dass sie hierdurch Kunden verlieren. Weil sie eine Marke sind, die Marktmacht haben, ein Standing, weil sie ein Lebensgefühl vermitteln, dass den Kunden mehr bietet als ein Schnäppchenerlebnis in ihrer "Geiz-ist-geil-Mentalität".

Freitag, 2. Mai 2025

Kissigs Aktien Report: Ist Dein Depot im Minus? Dann brauchste wohl eher diese Aktien...

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 205 vom 25.04.2025

Freitag, 25. Oktober 2024

Kissigs Aktien Report: So treibt der Dividenden-Booster auch dein Depot an

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 184 vom 18.10.2024

Donnerstag, 11. Juli 2024

Kissigs Aktien Report: Mit Dividendenwachstumswerten die Dividendenknaller von morgen kaufen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 172 vom 05.07.2024

Sonntag, 31. März 2024

Börsenweisheit des Tages | 31.03.2024

"Wenn Sie mir 100 Milliarden Dollar gäben und sagten, ich solle Coca-Cola die weltweite Marktführerschaft bei Erfrischungsgetränken wegnehmen, würde ich Ihnen das Geld zurückgeben und sagen, dass dies nicht möglich ist."
(Warren Buffett)

Samstag, 13. Mai 2023

Im Fokus: Coca-Cola - Eine Geschichte über Kultbrause, Dividenden und... Warren Buffett

In diesem Kurzportrait geht es um The Coca-Cola Company, den Hersteller der gleichnamigen Kult-Brause. Im Ranking von Interbrand für 2021 belegt die Marke Coca-Cola weltweit Platz 6. Das Unternehmen wurde bereits 1892 gegründet und ist heute das weltweit größte Unternehmen für alkoholfreie Getränke. Es besitzt oder lizenziert mehr als 500 alkoholfreie Getränke, darunter sowohl kohlensäurehaltige als auch stille Getränke. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in mehr als 200 Ländern auf der ganzen Welt und hat 20 Marken, die jeweils einen Jahresumsatz von 1 Mrd. USD oder mehr erzielen. Täglich werden mehr als 2 Mrd. Getränke des Konzerns konsumiert, die einen Jahresumsatz von mehr als 43 Mrd. USD erwirtschaften.

Das Portfolio an kohlensäurehaltigen Getränken umfasst das Flaggschiff Coca-Cola sowie weitere Limonadenmarken wie Sprite, Fanta oder Mezzo Mix. Das Portfolio an stillen Getränken umfasst Wasser (Apollinaris, Vio), Säfte (Lift, Powerade) und trinkfertige Tees (Dasani, Minute Maid, Honest Tea).

Größter Aktionär des Unternehmens ist Warren Buffett - und das ist eine spannende Geschichte über erfolgreiches Quality Investing und die enorme Kraft des Compounding...

Montag, 28. November 2022

Kissigs Aktien Report: Cashflow-Investing zahlt sich aus – mit Coca-Cola, Home Depot und Mondelez

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 114 vom 18.11.2022

Donnerstag, 23. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ray Dalio wettet auf fallende Kurse – und Coca-Cola

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 197. Portfoliocheck nehme ich mir wieder Ray Dalio vor, der den 1975 von ihm gegründeten Hedgefonds Bridgewater Associates zum größten Hedgefonds der Welt aufgebaut hat. Seit einigen Jahren kritisiert Dalio die Geldflut der Notenbanken und warnt vor den negativen Konsequenzen, wenn diese Blase platzt. In den letzten Monaten gewann seine Kritik an Bedeutung, nachdem die Preise explosionsartig in die Höhe schossen und die Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Zinswende eingeläutet haben. Doch eine grundsätzliche Abkehr vom Aktienmarkt empfiehlt Ray Dalio Anlegern nicht. Vielmehr rät er zu ausgesuchten Investments in Unternehmen, die auch in Krisenzeiten hohe Kundennachfrage auf sich ziehen.

Im 2021er Schlussquartal hatte Dalio am stärksten seine Emerging Markets-Wetten reduziert und seine dies bezüglichen ETF-Positionen zwischen 29 % und 56 % abgebaut. Im 2022er Auftaktquartal stockte er nun genau hier am massivsten auf mit knapp 4,8 % Depotgewichtung. Die aufstrebenden Staaten in Asien stehen in seinen Augen viel aussichtsreicher da als Europa, wo im Osten der Ukrainekrieg ausgetragen wird, die Lieferketten am stärksten beeinträchtigt und die Energiepreise auf heftigsten abgestiegen sind. Nachvollziehbare Sichtweise.

Dalio blieb auch im 1. Quartal 2022 seinem aktiven Stil treu und krempelte gewaltige 38 % seines breit diversifizierten 24,8 Mrd. USD schweren Portfolios um. Es umfasst nun 970 Aktien, darunter 260 Neuaufnahmen. Mit 25,9 % nach zuvor 28,1 % sind defensive Konsumwerte weiterhin am höchsten gewichtet. Ihnen folgen nun Gesundhitswerte mit 18,2 %, die sich an den zyklischen Konsumwerten vorbeigeschoben haben, deren Gewichtung von 17,9 % auf 13,8 % gefallen ist. Mit großem Abstand folgen Technologiewerte mit 4,5 %, die nun vor den Finanzwerten mit 4,2 % liegen.

Bei den Einzelwerten langte Dalio beim Konsumgüterreisen Procter & Gamble ordentlich zu und baute seine Position um annähernd ein Drittel aus. Bei Johnson & Johnson stockte er sogar um 40 % auf und in ähnlichen Größenordnungen bei Coca-Cola, PepsiCo, Walmart, Costco und McDonald’s. Hier hatte Dalio bereits im Vorquartal seine Aktienpositionen jeweils zwischen 10 und 15 % ausgebaut. Dalio hat also neben den Emerging Markets ETFs also vor allem seine Depotschwergewichte aufgestockt. Und zu diesen gehört seit einiger Zeit schon Coca-Cola; der größte Getränkehersteller der Welt verkauft mehr als 2 Milliarden Getränke - pro Tag...


Disclaimer: Habe Costco auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Kissigs Portfoliocheck: Jeremy Granthams Top-Recovery-Wette ist… Coca Cola

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 150. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 1. Quartal 2021 schichtete Grantham 16% seines Portfolios um und hielt Ende März 829 Positionen, darunter 198 Neuaufnahmen. Der Wert seiner bei GMO verwalteten Kundenportfolios stieg im Quartal um $2 Mrd. auf $18,3 Mrd. an. Dabei dominieren mit 29,1% Gewichtung weiterhin Technologiewerte vor Healthcare mit 18,8% und Financial Services mit 15,1%.

Microsoft ist schon seit längerer Zeit der am höchsten gewichtete Wert in Granthams Portfolio und bringt es auf 3,9%. Dahinter folgt Alphabet mit 3,33%, verteilt auf die A- und C-Aktien, vor United Healthcare 2,99%. Mit Coca Cola hat Grantham seit seinem Ersteinstieg 2005 schon viel Geld verdient. Nach dem Aufstocken in 2007 und 2008 erfolgte ab 2012 ein über fünf Jahre laufender 90-prozentiger Verkauf, bevor Grantham im Coronatief Anfang 2020 wieder zugriff und seinen Bestand bei "The Real Thing" seither wieder deutlich aufstockte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Alphabet, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Samstag, 11. April 2020

Kissigs Kloogschieterei: Der S&P 500 Index dürfte sich in der Corona-Krise am besten entwickeln - und danach erst recht...

Die Corona-Pandemie trifft die Weltwirtschaft mit voller Wucht, der Shutdown der Volkswirtschaften lässt die Konjunkturerwartungen abstürzen und die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. Die Notenbanken und die Regierungen fluten die Märkte mit Geld und Direktsubventionen fließen an Unternehmen und Bürger.

Während die Wirtschaft gerade noch Fahrt aufnimmt auf ihrem Abrutsch, haben sich die Börsenindizes von ihren (zwischenzeitlichen?) Tiefstständen kräftig erholt und liegen seitdem 20% oder 30% im Plus. Viele Marktteilnehmer wurden davon auf dem falschen Fuß erwischt und sie trauern den vermeintlich günstigen Einstiegskursen von vor drei Wochen hinterher. Auch das ist eine Art des Ankereffekts. Andererseits trauen sie der Erholung (noch) nicht über den Weg, denn wenn die Nachrichten doch so schlecht sind und noch schlechter zu werden drohen, dann müssen doch auch die Kurse weiter abstützen, oder?
»An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil.«
(André Kostolany)
Auch wenn wir also nur wissen, dass wir nicht wissen, wie sich die Börsenkurse entwickeln werden, sollte uns das nicht daran hindern, unsere Schlüsse aus der aktuellen Entwicklung zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Und da kristallisieren sich teilweise deutlich Verlierer und Gewinner heraus...

Freitag, 6. Juli 2018

Vectron Systems feuert den Hoffnungsträger: Das war's dann jetzt wohl, oder?

Vectron Systems war ein Highflyer der Börse, weil man mit Coca Cola einen Weltkonzern als Partner gewinnen konnte für seine BonVito-App. Unter dem Namen "GetHappy" sollte nun das große Rad geschwungen werden, doch der Start verzögerte sich immer weiter und liegt inzwischen gut ein Jahr hinter den ersten vollmundigen Ankündigungen.

Zum Jahresanfang kam dann ein neuer, frischer Wind ins Unternehmen, als der Gründer und CEO Thomas Stümmler seinen Posten räumte und in den Aufsichtsrat wechselte. Als neuen CEO und Hoffnungsträger gewann man Oliver Kaltner, der dem ausgepowerten Kassensystemhersteller neue Energie einhauchte. Und eine grundlegend überarbeitete Strategie. Kaltner präsentierte das Unternehmen und seine Vision dann auch auf diversen Kapitalmarktkonferenzen und wurde als durchgehend überzeugend, mitreißend und kompetent wahrgenommen. Der Kurs erholte sich auch schnell von seinen zwischenzeitlichen Tiefstständen und lag bisweilen mehr als 20% im Plus. Doch damit ist jetzt Schluss...

Mittwoch, 12. Juli 2017

Vectron punktet mit guten Nachrichten im Doppelpack

Bei Vectron Systems läuft es richtig gut und heute haben Anleger gleich doppelt Grund zur Freude, denn die beiden Corporate News des Kassensystemherstellers haben es in sich.

Zunächst präsentierte Vectron seine Halbjahreszahlen, wenn auch noch vorläufig und ungeprüft. So konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreswert um rund 26% auf 19,311 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBITDA legte sogar um 104% auf 3,129 Mio. Euro zu und das EBIT um 129% auf 2,879 Mio. Euro. Noch stärker legte das Ergebnis zu und konnte sogar um 225% auf 1,899 Mio. Euro ausgebaut werden. Der Cash-Bestand beläuft sich per 30. Juni 2017 auf 8,998 Mio. Euro.

Diese Zahlen belegen das starke Wachstum; allerdings schwächte sich dieses ggü. dem 1. Quartal ab, wo man noch rund 40% ggü. dem Vorjahreswert zulegen konnte. Die Wachstumsrate von knapp 14% im zweiten Quartal ist dabei zwei Faktoren geschuldet: zum Einen zogen in 2016 die Umsätze über den Jahresverlauf zunehmend an, so dass die Basiswerte von Quartal zu Quartal höher liegen. Und zum Anderen war der Umsatz des 1. Quartals 2017 besonders stark, da viele Kunden ihre Kassensysteme bzw. Upgrades erst zum Ende 2016 orderten in der Hoffnung, die gesetzliche Frist noch einhalten zu können. Vectron war aber gar nicht in der Lage, ad hoc die große Menge abarbeiten zu können, so dass nicht weniger der Bestellungen erst im 1. Quartal 2017 abgearbeitet und verbucht wurden. Vectron selbst hatte bereits frühzeitig auf diese Sondereffekte hingewiesen. Für das zweite Halbjahr bedeutet dies, dass man die Zuwachsraten des ersten Halbjahrs nicht einfach linear in das zweite fortschreiben kann. Dennoch profitiert Vectron weiter von einer Sonderkonjunktur bzgl. der gesetzlich vorgeschrieben Um- bzw. Nachrüstung der Kassensysteme (Stichwort "Fiskalspeicher"). Und im November soll die GetHappy-App an den Start gehen, also die bonVito-Lösung, die man mit Coca Cola betreiben wird. Ab dem vierten Quartal wird es also verstärkt darauf ankommen, wie sich die Nutzerzahlen und das Buchungsvolumen dieser App entwickeln.

Dienstag, 3. Mai 2016

Zahlen & Mehr: Berkshire Hathaway, Hypoport, Softing

:: Berkshire Hathaway
Warren Buffets Investmentholding veranstaltet nicht nur die größte Hauptversammlung der Welt, wo in diesem Jahr wieder 40.000 "Pilger" das "Orakel von Omaha" live erleben wollten, sondern man präsentierte auch Zahlen für das erste Quartal 2016. Hier stieg der Quartalsgewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8% auf $5,6 Mrd., und das obwohl Berkshire Hathaways Beteiligungen im Energiebereich, in der Versicherungssparte und auch im Eisenbahnsektor unter Druck stehen. So sank das operative Ergebnis dem entsprechend auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12% auf $3,73 Mrd.

Ob bei American Express, Coca-Cola, Deere, Dow Chemical, IBM, Phillips 66, Walmart, überall "brennt" es in Buffets Imperium. Doch der Value Investor lässt sich nicht beirren und kauft hier munter zu, ist er doch überzeugt davon, dass "Corporate America" weiter gut funktionieren und trotz allem konjunkturellen Ungemachs auch über die nächsten Generationen hinweg überdurchschnittliche Renditen abwerfen wird.

Dass Buffett nicht nur an gut gemanagten Beteiligungen verdient, sondern auch selbst ein echtes Asset Berkshire Hathaways ist und bleibt, zeigt der Duracell-Deal, den er mit Procter & Gamble eingefädelt hat. Seine große P&G-Beteiligung stammt aus deren Übernahme von Gilette, wo Buffett frühzeitig eingestiegen war und viel Geld an den Einwegrasierern verdient hat. Da P&G sich von Randbereichen trennt, und im Zuge dessen auch die Batteriesparte Duracell abgeben wollte, fädelte Buffett einen "genialen Deal" ein: er übernimmt Duracell, das P&G mit einer Milliardensumme noch aufpeppte und gibt P&G dafür im Gegenzug alle seine gehaltenen P&G-Aktien als Kaufpreis. Durch dieses Manöver muss Buffett auf die beträchtlichen Kursgewinne seiner P&G-Aktien keine Steuern zahlen - was sich nun im ersten Quartal gewinnsteigernd in dem Zahlenwerk niedergeschlagen hat. Das soll Buffetts Leistung nicht schmälern, im Gegenteil. Man kann sich auch hier nur verneigen vor seinem Riecher für die richtige Idee zur richtigen Zeit. (>>> zur Meldung)

:: Hypoport
Der Finanzdienstleister Hypoprt konnte sein starkes Wachstum aus dem Vorjahr auch im ersten Quartal 2016 fortsetzen. Der Umsatz legte um 7% zu auf €35,7 Mio. und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 42% auf €5,4 Mio, so dass das Ergebnis je Aktie von €0,50 auf €0,70 Cent je Aktie kletterte.

Diese Zahlen sind umso beeindruckender, als dass die neu eingeführte Wohnimmobilienkreditrichtline (WIKR) noch immer enorme Ressourcen bei Hypoport, Banken und Partnern gebunden und das Neugeschäft belastet hatte. Die WIKR hat den unschönen Begleiteffekt, dass deutlich weniger Kredite für Wohnimmobilien vergeben werden als bisher, da die Haftung der Banken für notleidende Kredite erheblich ausgeweitet wird. In dem Geschäftsbereich Finanzdienstleister betreibt Hypoport Marktplätze für Unternehmen aus der Finanzbranche. Dazu zählen der internetbasierte Finanzmarktplatz Europace, nach Angaben des Unternehmens "die größte deutsche Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkrediten", der Marktplatz "Genopace" für den genossenschaftlichen Bankenbereich und "Finmas" für den Sparkassensektor.

Viel erfreulicher lief es im Sektor Privatkunden, wo man den Fokus auf Produktanbieter legte, die durch die WIKR nicht ausgebremst wurden, und somit das EBIT von €1,2 Mio. auf € 2,5 Mio. mehr als verdoppelt werden konnte. Für das Gesamtjahr rechnet das SDAX-Unternehmen mit einem prozentual leicht zweistelligen Umsatz-Ergebniswachstum. (>>> zur Meldung)

:: Softing
Das Unternehmen teilte Zahlen zum ersten Geschäftsquartal mit und die waren eher verhalten. Insbesondere in den USA verspürte man eine rückläufige Produktnachfrage, was dann auch Folgeauswirkungen auf die eigene Tochter in Singapur hatte, die hier Auftragsfertigungen übernimmt. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar auf €17,9 Mio. (Vj. €17,3 Mio.), jedoch fiel das operative EBIT mit €0,8 Mio. (Vj. €1,4 Mio.) deutlich unter die Vorjahreswerte. Dies ist vor allem der Verlagerungen hin zu weniger margenstarkem Geschäft geschuldet, wodurch sich auch das operative EPS auf €0,12 (Vj. €0,21) verringerte. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. März 2016 54% (31. Dezember 2015 51%), während sich die liquiden Mittel auf €8,9 Mio. (31. Dezember 2015 €9,2 Mio. ) beliefen.

Der Auftragsbestand ist mit €9,7 Mio. (€Vj. 9,2 Mio.) unverändert gut. Auch bei Kundenprojekten sind derzeit alle Kapazitäten in der Gruppe voll ausgelastet und so rechnet Softing im Vorjahresvergleich für das Gesamtjahr 2016 in den europäischen Konzerngesellschaften bei Industrial und Automotive mit moderat steigenden Umsatzerlösen, die vom Verhalten einzelner Kunden und noch nicht konjunkturell motiviert sind. Bei den Konzerngesellschaften in den USA geht man ab dem dritten Quartal 2016 aufgrund neuer Produkteinführungen und Lieferzeiten von einer Trendwende aus und auch in Asien wird mit einer Verbesserung der Marktlage zum dritten Quartal 2016 gerechnet. Softing bestätigt daher seine die Prognosen aus dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 mit einer moderaten Steigerung der Umsätze auf über €85 Mio. und einer Steigerung des operativen EBITs auf €7,5 Mio. (>>> zur Meldung)

Berkshire Hathaway, Hypoport und Softing befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

2015 war das Seuchenjahr des Warren Buffett

Star-Investor Warren Buffett schlägt mit der Aktienkursentwicklung seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway regelmäßig den S&P 500 Index, doch in diesem Jahr liegt er ziemlich weit hinten. Und das, wo er sein 50. Jubiläum feiert als Chef von Berkshire Hathaway und auf eine durchschnittliche Aktienkursentwicklung von annähernd 20 Prozent blicken kann. Jahr für Jahr, wohlgemerkt.

Doch bereits nach dem zweiten Quartal zeichnete sich ab, dass es in diesem Jahr nicht einfach werden würde für Buffett. Denn einige seiner größten Aktienpositionen im Depot erwiesen sich Flops und das konnten die übrigen Werte nicht ausgleichen.

Unternehmen               Anteil per 30.09.      Kurs am 02.01.      Kurs am 31.12.    Veränderung
Wells Fargo                     18,95 %                  54,70 $                   55,00 $          +   0,05 %
Kraft Heinz Co. *)                     18,03 %                  72,96 $                  74,03 $          +   1,47 %
Coca Cola                     12,59 %                  42,14 $                  43,59 $          +   3,44 %
IBM                       9,22 %                162,06 $                139,93 $          -  13,66 %
American Express                       8,82 %                  93,02 $                  70,61 $          -  24,09 %
Phillips 66                       3,70 %                  72,29 $                  82,81 $          + 14,55 %
Procter & Gamble                       2,98 %                  90,44 $                  80,36 $           - 11,14 %
Walmart                       2,85 %                  85,90 $                  61,70 $           - 28,17 %
*) notiert erst seit 06.07.2015 an der Börse

 Berkshire Hathaway (Quelle: comdirect.de) 
Und so liegt denn die Aktienkursentwicklung von Berkshire Hathaway rund 11 Prozent hinter der Performance des S&P 500 und mit 10,47 Prozent sogar absolut betrachtet deutlich im Minus auf Jahressicht. Allerdings sollte man Buffett noch nicht abschreiben, denn zu seinen Beteiligungen gehören auch viele nicht börsennotierte Unternehmen, wie die Versicherung Geico, der Rückversicherer BH Re, die Eisenbahn BNSF oder der Energieversorger BH Energy (ehemals MidAmerican Energy). Hinzu kommen noch Preferred Stocks bzw. Wandelanleihen im Wert zweistelliger Milliardenbeträge bei Dow Chemical und der Bank of America.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste. Sie ist wie ein Indexfonds von Werten mit herausragender Marktstellung und daher sollte die Aktie in keinem langfristig orientierten Depot fehlen.

Montag, 9. November 2015

Buffett meldet Rekordgewinn. Und doch...

Value Investor Warren Buffett ist kein Freund von Quartalsberichten, weder bei den Unternehmen, in die er investiert, noch bei seiner eigenen Investment-Holding Berkshire Hathaway. Trotzdem legt er regelmäßig sein Zahlenwerk vor und nach dem Gewinneinbruch im zweiten Quartal kann Buffett nun einen Rekordgewinn vermelden. Denn zu seinem 50. Dienstjubiläum erzielt Berkshire den bisher größten Quartalsgewinn und verdoppelt seinen Überschuss auf 9,43 Mrd. USD.

Mach's nur einmal, Kraft
Allerdings liegt dies ganz überwiegend an einem Sondereffekt, der aus der Übernahme des Lebensmittelgiganten Kraft Foods herrührt, den Berkshire gemeinsam mit dem Finanzinvestor 3G kürzlich schluckte. Berkshire hält nun 51 Prozent an der fusionierten "The Kraft Heinz Co." und erzielte aus der Übernahme einen Einmaleffekt von 4,4 Mrd. USD. Operativ läuft es bei der neuen gesellschaft noch nicht rund und unter der Führung von 3G werden mehrere tausend Jobs gekürzt und 7 Fabriken geschlossen, um das Unternehmen effizienter aufzustellen. 3G ist für seine regieden Sanierungsmaßnahmen bekannt und hatte diese bereits bei der gemeinsamen Übernahme von Heinz Ketchup knallhart durchgezogen.

Operativ läuft nicht alles rund
Buffett selbst meint, man solle lieber auf das operative Ergebnis schauen, weil diese mehr Aussagekraft habe und eher Rückschlüsse auf Erfolg und Misserfolg des Managements gebe. Und so folgen wir seinem Rat und schauen uns das Ergebnis hinter den Zahlen an.

Der operative Gewinn ging um 3,7 Prozent auf 4,6 Mrd. USD zurück, was vor allem an Berkshires schwächelndem Versicherungsgeschäft liegt. Die Branche steht aufgrund der Niedrigzinsphase weltweit unter Druck und Buffett hat zuletzt Versicherungsaktivitäten reduziert und zugunsten von Industriebeteiligungen umgesteuert. So verkaufte er mindestens ein Viertel seines Aktienpakets am weltweit größten Rückversicherer Munich Re und fast im Gegenzug übernahm er für 37 Mrd. USD den Luftfahrzuliefere Precision Castparts.

 Berkshire Hathaway - B-Aktie (Quelle: comdirect.de)
Beteiligungen machen keine Freude
Daneben ist Berkshire Hathaway ist an fast 90 Firmen beteiligt, darunter viele nicht börsennotierte - von der Frachteisenbahn Burlington Northern Santa Fe (BNSF) bis hin zu Zeitungen und einer großen Energiesparte, die zunehmend in Solarenergie investiert. Zu den bekanntesten börsennotierten Beteiligungen gehören die US-Firmen Wells Fargo, Coca-Cola, IBM, American Express, Walmart und Procter & Gamble.

Doch diese großen Beteiligungen des 84-Jährigen liefen deutlich schwächer als im Vorjahresquartal. Lediglich Wells Fargo, mit fast 25 Prozent Buffetts mit Abstand größte Depotposition, konnte seinen Gewinn um magere 1 Prozent steigern, während Coca Cola einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 12 Prozent vermelden musste, AMEX um 14 Prozent und P&G um 2 Prozent. IBMs Umsätze sanken im 14. Quartal in Folge und Walmart musste seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für die nächsten Jahre drastisch reduzieren. Trotz der Probleme seiner größten Beteiligungen erzielte Berkshire ein Investmentergebnis von 4,9 Mrd. USD ggü. einem Verlust von 107 Mio. USD im gleichen Vorjahreszeitraum.

Buffetts große Beteiligungen sind überwiegend international agierende Großkonzerne und diese leiden in diesem Jahr unter dem starken Dollar, was ihre Umsätze und Gewinne massiv belastet. Und Buffett ist ein Freund davon, gerade dann zuzuschlagen, wenn hervorragende Unternehmen kurzfristig ins Straucheln geraten. Es bleibt daher abzuwarten, was er an Veränderungen, insbesondere an Käufen, in seinem regelmäßigen Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC bekanntgeben wird. Dieser muss er alle 3 Monate den Bestand an US-Aktien vorlegen, so dass alle Welt die Veränderungen in seinem Portfolio nachvollziehen kann. Insbesondere zu IBM hat er bereits angekündigt, hier weiter zugekauft zu haben.


"Solange unsere Investments in jedem Jahr 15 Prozent zulegen,
mache ich mir um Quartalszahlen keine Sorgen."
(Warren Buffett)


Man sollte Buffett folgen und nicht so sehr auf die Ergebnisse einzelner Quartale schauen. Und man sollte bedenken, dass Buffetts Portfolio nicht nur aus den börsennotierten Aktiengesellschaften besteht, sondern eben auch eine Vielzahl an nicht-börsennotierten Unternehmen enthält, bei denen die Bewertungen nicht so stark schwankt wie bei Aktienkursen, sondern die anhand objektiverer Kriterien wie Buchwert, Umsatz und Gewinnen bewertet werden.

Unglaubliche Erfolgsgeschichte
Seitdem Warren Buffett 1965 in die damals strauchelnde Textilfirma Berkshire Hathaway übernahm und in der Folge zu einer Investmentholding umbaute, stieg der Aktienkurs um beispiellose 1,8 Millionen Prozent und machte Buffett mit einem Vermögen von rund 67 Mrd. USD zum dritt reichsten Menschen der Welt. Bis Ende 2014 hat die Berkshire-Aktie im Schnitt jedes Jahr doppelt so viel zugelegt wie der S&P 500 Index und Berkshire ist inzwischen das viertgrößte börsennotierte Unternehmen der Welt mit einer Marktkapitalisierung von 354 Mrd USD. Größer sind nur Apple, Google und Microsoft, die von Bill Gates gegründete Softwareschmiede - und dem inzwischen reichsten Menschen der Welt und langjährigen Freund Warren Buffetts.

Einschätzung
Berkshire Hathaway befindet sich als Halteposition auf meiner Empfehlungsliste. Die starke Abhängigkeit vom Versicherungsgeschäft birgt meines Erachtens immer größere Risiken und über diese Sparte sagte Buffet kürzlich selbst, dass sie in den nächsten Zehn Jahren "nicht mehr so gut laufen werde wie in den letzten 30 Jahren". Die soeben vorgelegten Quartalszahlen belegen dies erneut. Andererseits begrüße ich, dass Buffett sich wieder verstärkt in anderen Bereichen einkauft und zwar massiv, wie die Übernahmen von Kraft und Precision Castparts zeigen.

Montag, 31. August 2015

Buffetts großer Bluff... mit Phillips 66

Wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag hat Value Starinvestor Warren Buffet mal wieder alle an der Nase herumgeführt. Auch mich. Kürzlich musste er als institutioneller Asset-Manager mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 100 Mio. USD seine Investments in US-amerikanischen börsennotierter Unternehmen stichtagsbezogen bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) offenlegen. Das vierteljährlich vorzulegendes  Formular 13F zeigt seinen Aktienbestand im Portfolio seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway zum Ende des zweiten Quartals und damit die Veränderungen ggü. dem 1. Quartal. Und eine der wenigen Auffälligkeiten darin war, dass Buffett seine Investments bei den Öl-Werten National Oliwell Varco und Phillips 66 komplett veräußert hat.

Über die Bestandsmeldung hinaus hatte Berkshire bei seiner SEC-Meldung angekündigt, eine 3,09 Mrd. USD schwere Beteiligung an einem nicht genannten Unternehmen eingegangen zu sein. Diese Möglichkeit zur Verschleierung wird zur Offenlegung verpflichteten Investoren eingeräumt, um ihnen die Chance zu geben, selbst eine größere Position in börsennotierten Unternehmen aufzubauen, bevor Trittbrettfahrer die Kurse hochtreiben, weil sie ja anhand der 13F-Veröffentlichung sehen können, wo der Starinvestor zukauft. Und am vergangenen Freitag hat Buffett nun die Kuh über den Eimer geschoben und alle überrascht!

Montag, 10. August 2015

Buffett im 2. Quartal ohne Fortune

Star-Investor Warren Buffett ist kein Freund von Quartalsberichten, weder bei den Unternehmen, in die er investiert, noch bei seiner eigenen Investment-Holding Berkshire Hathaway. Und der jüngst zum 2. Quartal 2015 vorgelegte Bericht wird auch bei seinen Aktionären keine Freudensprünge auslösen, denn Berkshires Gewinn ist massiv eingebrochen.

Versicherungssparte massiv unter Druck
Zu seinem fünfzigsten Firmenjubiläum hätte Buffet vermutlich lieber anders präsentiert, als einen Rückgang des Nettogewinns von 37% auf 4,01 Mrd. USD. Dabei machte vor allem das Versicherungsgeschäft, die tragende Säule des BH-Konglomerats, Sorgen. Die Sparte, zu der BHRE und der Autoversicherer Geico gehören, erzielte mit 939 Mio. USD 40% weniger Gewinn als im Vorjahresquartal - was auf erheblich gestiegene Haftungsansprüche seitens der Kunden zurückgeführt wird. Allerdings steht das Versicherungsgeschäft zunehmend unter Druck weil aufgrund der Niedrigzinsphase verstärkt branchenfremde Anbieter, wie Pensionskassen und Hedgefonds, in den Versicherungsmarkt drängen und mit Dumpingpreisen den etablierten Versicherern die Kunden abspenstig machen. Der Chef der BH-Rückversicherungssparte, Ajit Jain, Cousin des ehemaligen Co-Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain, hatte bereits vor kurzem angekündigt, sich künftig auch stärker in Sach- und Unfallversicherungen engagieren zu wollen. Seit jeher kein margenstarkes Geschäft. Die starke Fokussierung Berkshires auf Versicherungen könnte zu einem nicht unerheblichen Problem werden...

Samstag, 2. Mai 2015

Buffetts Berkshire Hathaway läuft und läuft und läuft...

Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway macht gerade Schlagzeilen, denn an diesem Wochenende pilgern wieder zigtausende von begeisterten Anhängern und Aktionären nach Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, um dem jährlichen Aktionärstreffen mit dem "Orakel von Omaha" beizuwohnen. Und diesen Mal ist es etwas ganz Besonderes, denn es jährt sich das 50. Jahr des Einstiegs von Buffett und Charlie Munger in das Unternehmen. Und der unvergleichliche Aufstieg des einstigen, von der Pleite bedrohten Textilunternehmens zur teuersten Aktie der Welt (215.800 US-Dollar).

Dieses "Woodstock für Reiche" ist aber nicht nur ein Riesenspektakel, wo es auch viele Produkte der Buffett-Firmen zu kaufen gibt, sondern es wurden am Rande auch die Zahlen für das abgelaufene 1. Geschäftsquartal bekannt gegeben. Und die zeigen mal wieder, weshalb Buffett der Großmeister der Investoren ist und bleibt: denn unterm Strich verdiente Berkshire Hathaway 5,16 Mrd. USD und damit 10 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 48,64 Mrd. USD.

Berkshire Hathaway hält ein Portfolio von über 80 Tochterfirmen und Aktienpakete an Großkonzernen wie Coca-Cola, IBM, Wells Fargo, American Express und Walmart. Im März hatte Buffett gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G die Fusion der US-Lebensmittelriesen Heinz Ketchup und Kraft Foods eingefädelt und neben den börsennotierten Aktiengesellschaften tragen auch immer mehr nicht-börsennotierte Unternehmen zum Erfolg bei, wie Duracell, See's Candies, BH Energy oder auch der Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe, dessen Gewinn um 44 Prozent auf gut eine Milliarde USD kletterte.

Viele dieser Unternehmen sind absolute Quality Investments und man kann nur an ihrem Erfolg partizipieren, wenn man in Berkshire Hathaway investiert. Die börsennotierten Gesellschaften hingegen kann man auch einzeln erwerben. Da Buffett regelmäßig über seine Transaktionen berichtet, ist es nicht schwer, seine Investments nachzuvollziehen. Doch bevor alle Transaktionen des ersten Quartals bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) bekannt gegeben werden mittels des Formulars 13-F, müssen wir uns noch etwas gedulden. Nur so viel hat Buffett schon vorab verraten: auch im ersten Quartal hat er weitere Aktien von IBM hinzugekauft, die inzwischen zu den mit Abstand vier größten Positionen in seinem Portfolio gehören. Dazu passend dürfte Buffett sich über die jüngste Ankündigung IBMs freuen, die Quartalsdividende das zwanzigste Jahr in Folge anzuheben. Und zwar um weitere 18 Prozent bzw. 20 Cents auf 1,30 USD je Aktie.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und bleibt ein Basisinvestment für alle langfristig orientierten Anleger.