Der Automobilsektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland: Dreiviertel der Autos werden exportiert, fast 8% der Wirtschaftsleistung Deutschlands geht auf den Automobilsektor zurück, die einen Jahresumsatz von mehr 400 Mrd. Euro erzielt. Das beinhaltet nicht nur die Global Player BMW, Daimler und Volkswagen, sondern auch die Zulieferbranche, wie Continental, Osram oder Schaeffler. Insgesamt sind hier rund 800.000 Menschen beschäftigt. Und die Gewinnwarnungen bei einigen von ihnen zeigen, dass sich hier großes Ungemach zusammenbraut, das seinen Ursprung im aufziehenden Wirtschaftskrieg hat, den Donald Trump dem Rest der Welt aufzwingt. Die US-Steuerreform, die Strafzölle auf Stahl und Automobilimporte zeigen erste negative Wirkungen und gerade die US-Strafzölle auf Autos könnten Deutschlands Wirtschaft hart treffen.
Jenseits der großen DAX-und MDAX-Konzerne gibt es auf dem deutschen Kurszettel eine Reihe von Unternehmen, die im Automobilsektor tätig oder vom ihm abhängig sind. Einige davon habe ich auf meiner Empfehlungsliste, wie Aumann, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie oder Technotrans und wenn sich das Sentiment einer ganzen Branche eintrübt, wäre es fahrlässig, seine Positionen nicht zu überdenken. Und das habe ich...
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Montag, 2. Juli 2018
Welche Auswirkungen hat die Börsengötterdämmerung im Automobilsektor auf Zulieferer wie Aumann, Delignit, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie, Osram und Technotrans?
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Donnerstag, 28. September 2017
Die Würfel sind gefallen: MAX Automation stärkt Sparte Umwelttechnik
Kürzlich hatte MAX Automation ihre Ergebnisse des ersten Halbjahrs vorgelegt und konnte überzeugen. Die mittelständische Beteiligungsholding ist in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation tätig. Das Unternehmen verfügt direkt oder indirekt über 11 Beteiligungsunternehmen, von denen nur noch Vecoplan dem Bereich Umwelttechnik zuzuordnen ist. Doch diese Sparte war bisher das Sorgenkind und hat regelmäßig schwache Ergebnisse eingefahren. Daher forderte ich
Und nun hat MAX Automation sich entschieden, wie es hier weitergehen soll...
"MAX Automation ist sehr gut positioniert im Bereich der Industrieautomation und kann hier erhebliche Synergien zwischen den Konzerntöchtern realisieren. Die Sparte Umwelttechnik, also Vecoplan, ist nach wie vor ein großer Umsatzbringer, aber liefert kaum Ergebnisbeiträge. Sie bindet Geld und Ressourcen, die der prosperierende andere Bereich besser einsetzen könnte. Nachdem man nun den Turnaround geschafft zu haben scheint bei Vecoplan, sollte man zielstrebig auf einen Verkauf hinarbeiten. Denn entweder, man stärkt die Sparte massiv und baut sie zu einer (wieder) tragenden Säule des Konzerns aus, oder man entlässt die stiefmütterlich behandelte Tochter in die Freiheit."
Und nun hat MAX Automation sich entschieden, wie es hier weitergehen soll...
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Dienstag, 15. August 2017
MAX Automation mit Halbjahreszahlen: unaufgeregt, solide, weiterhin aussichtsreich...
Die international agierende Beteiligungsgruppe MAX Automation präsentierte Halbjahreszahlen und die sind durchaus einen Blick wert. So liegt der Auftragsbestand mit 189,1 Mio. Euro auf hohem Niveau, der Konzernumsatz legte um 12,6 % auf 180,2 Mio. Euro zu und das Konzern-EBIT vor PPA konnte auf 9,7 Mio. Euro nahezu verdoppelt werden. Infolgedessen hat das Management den Ausblick für Gesamtjahr 2017 bestätigt.
Soweit so gut. Doch die MAX Automation ist in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation tätig. Sie verfügt direkt oder indirekt über 11 Beteiligungsunternehmen, von denen nach dem Verkauf der altmayerBTD nur noch Vecoplan dem Bereich Umwelttechnik zuzuordnen ist. Und diese Sparte war bisher das Sorgenkind und hat regelmäßig schwache Ergebnisse eingefahren. Nun hat man "in einem weiterhin herausfordernden Umfeld" zumindest den Turnaround geschafft, vor allem durch Kostensenkungen. Das Ergebnis der Mühe sind nun deutlich verbesserte Zahlen bei Vecoplan. Und so bieten sich hier ganz neue Optionen...
Soweit so gut. Doch die MAX Automation ist in den beiden Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation tätig. Sie verfügt direkt oder indirekt über 11 Beteiligungsunternehmen, von denen nach dem Verkauf der altmayerBTD nur noch Vecoplan dem Bereich Umwelttechnik zuzuordnen ist. Und diese Sparte war bisher das Sorgenkind und hat regelmäßig schwache Ergebnisse eingefahren. Nun hat man "in einem weiterhin herausfordernden Umfeld" zumindest den Turnaround geschafft, vor allem durch Kostensenkungen. Das Ergebnis der Mühe sind nun deutlich verbesserte Zahlen bei Vecoplan. Und so bieten sich hier ganz neue Optionen...
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Montag, 12. Dezember 2016
Goldene Zeiten für Beteiligungsgesellschaften? Aurelius, Bavaria, Blue Cap, DBAG, GBK Beteiligungen, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB, Mutares, Ringmetall
Vor einem Jahr gab ich zu den Beteiligungsgesellschaften als "die Perlentaucher des deutschen Mittelstands" meine Einschätzungen ab und es ist Zeit für ein Resümee. Denn es gab viel Bewegung: Pleiten, Pech und Performance. Und nicht alle Unternehmen konnten halten, was sie versprochen haben. Dafür andere umso mehr.
Veränderte Rahmenbedingungen
Zunächst hat sich Grundsätzliches verändert. Da war zum Einen die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten und der wird Amerika wie ein Unternehmen führen wollen. Es zielt darauf ab, Jobs in den USA zu schaffen und da s zulasten des Haushalts, also über eine massive Ausweitung der Verschuldung. Staatliche Konjunkturprogramme gepaart mit Steuersenkungen, das führt zu Inflation und damit zu steigenden Zinssätzen. In den USA, zunächst, aber auch in Europa wird der Inflationsdruck zunehmen mit der Zeit und die Zinsen ziehen bereits im Vorfeld von Trumps Amtseinführung an. Daneben gibt es die OPEC, jenes zahnlose Öl-Kartell, das sein Gebiss wiedergefunden hat und sich zu Förderkürzungen durchringen konnte. Und am Wochenende wurde bekannt, dass auch weitere große Nicht-OPEC-Staaten ihre Produktion drosseln werden. Das dürfte zu dauerhaft höheren, zumindest stabilen Öl-Preisen führen, so dass der Kurs kaum mehr unter $40 fallen dürfte. Auch wenn Trumps Programm explizit auch eine Ausweitung der US-Förderung vorsieht. Und dann sind da noch die Chinesen, die bis vor Kurzem ganze Industriezweige leer gekauft und bei ihren Übernahmen auch saftige Aufgelder in Kauf nahmen. Für die Private Equity-Branche waren das schöne Zeiten, weil sie bei Exits besonders viel verdienten. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sie selbst ihr frisches Geld immer schwerer in günstige Gesellschaften investieren konnten, da der Nachfrageüberhang seitens der Chinesen auch beim Einkauf die Preise hoch getrieben hatte. Doch damit dürfte erstmal Schluss sein. Und zwar nicht, weil die deutsche Regierung sich aufgeregt hat, sondern weil die chinesische Regierung einen Riegel vorschob. Dort sah man in vielen kostspieligen Übernahmen eher den Versuch, auf diese Art chinesisches Geld außer Landes zu bringen und so kam der Yuan immer stärker unter Druck. Strategische Übernahmen sind hingegen auch weiterhin gewünscht.
Von dieser Seite aus wird also der Kaufdruck nachlassen und sich damit auch die überzogenen Preisvorstellungen der verkaufswilligen Mittelständler. Und das ist gut für Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren, denn auch bei ihnen liegt der Gewinn im Einkauf. Und viele Mittelständler sind auf einen Verkauf angewiesen aufgrund ungesicherter Unternehmensnachfolge. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze. Daher sind ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Hier kommen Beteiligungsgesellschaften ins Spiel, denn sie bieten nicht nur Eigen- und/oder Fremdkapital für die Expansion an, sondern auch die Sicherung des Lebenswerkes in Form eine Fortführung als Unternehmen in einem größeren Beteiligungsportfolio.
Veränderte Rahmenbedingungen
Zunächst hat sich Grundsätzliches verändert. Da war zum Einen die Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten und der wird Amerika wie ein Unternehmen führen wollen. Es zielt darauf ab, Jobs in den USA zu schaffen und da s zulasten des Haushalts, also über eine massive Ausweitung der Verschuldung. Staatliche Konjunkturprogramme gepaart mit Steuersenkungen, das führt zu Inflation und damit zu steigenden Zinssätzen. In den USA, zunächst, aber auch in Europa wird der Inflationsdruck zunehmen mit der Zeit und die Zinsen ziehen bereits im Vorfeld von Trumps Amtseinführung an. Daneben gibt es die OPEC, jenes zahnlose Öl-Kartell, das sein Gebiss wiedergefunden hat und sich zu Förderkürzungen durchringen konnte. Und am Wochenende wurde bekannt, dass auch weitere große Nicht-OPEC-Staaten ihre Produktion drosseln werden. Das dürfte zu dauerhaft höheren, zumindest stabilen Öl-Preisen führen, so dass der Kurs kaum mehr unter $40 fallen dürfte. Auch wenn Trumps Programm explizit auch eine Ausweitung der US-Förderung vorsieht. Und dann sind da noch die Chinesen, die bis vor Kurzem ganze Industriezweige leer gekauft und bei ihren Übernahmen auch saftige Aufgelder in Kauf nahmen. Für die Private Equity-Branche waren das schöne Zeiten, weil sie bei Exits besonders viel verdienten. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass sie selbst ihr frisches Geld immer schwerer in günstige Gesellschaften investieren konnten, da der Nachfrageüberhang seitens der Chinesen auch beim Einkauf die Preise hoch getrieben hatte. Doch damit dürfte erstmal Schluss sein. Und zwar nicht, weil die deutsche Regierung sich aufgeregt hat, sondern weil die chinesische Regierung einen Riegel vorschob. Dort sah man in vielen kostspieligen Übernahmen eher den Versuch, auf diese Art chinesisches Geld außer Landes zu bringen und so kam der Yuan immer stärker unter Druck. Strategische Übernahmen sind hingegen auch weiterhin gewünscht.
Von dieser Seite aus wird also der Kaufdruck nachlassen und sich damit auch die überzogenen Preisvorstellungen der verkaufswilligen Mittelständler. Und das ist gut für Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren, denn auch bei ihnen liegt der Gewinn im Einkauf. Und viele Mittelständler sind auf einen Verkauf angewiesen aufgrund ungesicherter Unternehmensnachfolge. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze. Daher sind ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes. Hier kommen Beteiligungsgesellschaften ins Spiel, denn sie bieten nicht nur Eigen- und/oder Fremdkapital für die Expansion an, sondern auch die Sicherung des Lebenswerkes in Form eine Fortführung als Unternehmen in einem größeren Beteiligungsportfolio.
Dienstag, 8. November 2016
Böse Überraschung: MAX Automation muss die Prognosen kappen
Nach dem Einstieg der Günther Gruppe, die auch bei Lotto24 maßgeblicher Aktionär ist, fokussierte sich die MAX Automation AG auf ihr Kerngeschäft, den High-Tech-Maschinenbau. Insbesondere der Verkauf der notorisch defizitären Tochter altmayerBTD trug hierzu maßgeblich bei und nährte die Hoffnung auf künftig steigende Margen und Ergebnisse bei der MAX Holding. Doch daraus wurde erstmal nichts...
Die bisher vorgelegten Zahlen wussten nicht recht zu überzeugen und dem entsprechend kam der Aktienkurs nicht vom Fleck. Und nun, mit Vorlage der 9-Monatszahlen, muss MAX Automation die eigenen Prognosen kräftig zusammenstreichen: so geht der Vorstand nunmehr für das Gesamtjahr 2016 nur noch von einem Konzernumsatz von €340 bis €350 Mio. aus (bislang €370 bis €390 Mio.), verbunden mit einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen von €18 bis €20 Mio. (bislang mindestens €24 Mio.).
Was ist passiert?
Der Kern des Übels liegt in der Umweltsparte, die inzwischen ausschließlich aus der Tochter Vecoplan besteht. Hier gab es eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten, die durch anhaltend niedrige Ölpreis und eine damit verbundene niedrige Nachfrage nach Recycling- und Aufbereitungslösungen, vor allem in den USA, ausgelöst worden sei. Von Unternehmensseite heißt es lapidar: "Der Vorstand hat im Konzernbereich Umwelttechnik Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählt insbesondere eine Kapazitätsanpassung an derzeitige Marktverhältnisse. Damit verbundene Aufwendungen werden im vierten Quartal teilweise zu entsprechenden Rückstellungen führen. Ziel ist es, in diesem Geschäftsbereich ab 2017 auch bei einer niedrigeren Umsatzbasis wieder angemessene Ergebnisse zu erwirtschaften".
Sparte Industrieautomation boomt
Denn in den anderen Bereichen läuft alles ganz nach Plan. Der Auftragsbestand im Konzern erreichte per 30. September 2016 ein Zuwachs von 24,6 % ggü. dem Vorjahresvergleichswert das Rekordniveau von €197,3 Mio. Alleine der Konzernbereich Industrieautomation steuerte einen Zuwachs von 51,7% zum neuen Auftragsbestand von €177,6 Mio. bei.
Meine Einschätzung
Kritiker der neuen Konzernstruktur, wie ich selbst auch, dürften sich bestätigt fühlen. Spätestens nach dem Verkauf der altmayerBTD stand die Vecoplan alleine im MAX-Konzern. Auch wenn sie eine wesentliche Beteiligung darstellt, weist sie doch mit den anderen Unternehmensbereichen keinerlei Synergien auf. Daher haben viele Marktteilnehmer die Hoffnung auf einen Verkauf dieser Sparte gesetzt, und zwar zu einem Zeitpunkt, als Vecoplan noch nicht derart in Schieflage geraten war. In der aktuellen Situation dürfte es schwierig werden, die Tochter wieder auf Kurs zu bringen und/oder geeignete neue Eltern für sie zu finden - jedenfalls zu einem halbwegs akzeptablen Preis. Trotzdem halte ich dies weiterhin für den richtigen Schritt für die MAX Automation.
Das durch den Verkauf frei werdende Geld sollte lieber in den Kernbereich Industrieautomation gesteckt werden, in dem MAX Automation mit ihren Töchtern auch heute schon hervorragend aufgestellt ist.
MAX Automation befindet sich auf meiner Empfehlungsliste. Seit einiger Zeit nur noch als Halteposition. Die vermeintlich niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite unterlagen dem Risiko einer Revision, die nunmehr eingetreten ist. Auch ein Kursabsturz dürfte nicht unbedingt eine auf der Hand liegende Chance darstellen, denn solange die Probleme bei der Tochter Vecoplan anhalten, und die sind keine ganz neue Erscheinung, wird dies den Rest des Konzerns immer wieder in Mitleidenschaft ziehen. Erst eine sich anbahnende Lösung, am besten ein Verkauf, dürfte wieder signifikantes Aufwärtspotenzial bei MAX Automation freilegen. Sowohl operativ als auch beim Aktienkurs.
Die bisher vorgelegten Zahlen wussten nicht recht zu überzeugen und dem entsprechend kam der Aktienkurs nicht vom Fleck. Und nun, mit Vorlage der 9-Monatszahlen, muss MAX Automation die eigenen Prognosen kräftig zusammenstreichen: so geht der Vorstand nunmehr für das Gesamtjahr 2016 nur noch von einem Konzernumsatz von €340 bis €350 Mio. aus (bislang €370 bis €390 Mio.), verbunden mit einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen von €18 bis €20 Mio. (bislang mindestens €24 Mio.).
Was ist passiert?
Der Kern des Übels liegt in der Umweltsparte, die inzwischen ausschließlich aus der Tochter Vecoplan besteht. Hier gab es eine rückläufige Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten, die durch anhaltend niedrige Ölpreis und eine damit verbundene niedrige Nachfrage nach Recycling- und Aufbereitungslösungen, vor allem in den USA, ausgelöst worden sei. Von Unternehmensseite heißt es lapidar: "Der Vorstand hat im Konzernbereich Umwelttechnik Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählt insbesondere eine Kapazitätsanpassung an derzeitige Marktverhältnisse. Damit verbundene Aufwendungen werden im vierten Quartal teilweise zu entsprechenden Rückstellungen führen. Ziel ist es, in diesem Geschäftsbereich ab 2017 auch bei einer niedrigeren Umsatzbasis wieder angemessene Ergebnisse zu erwirtschaften".
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| MAX Automation, (Quelle: finanzen.net) |
Denn in den anderen Bereichen läuft alles ganz nach Plan. Der Auftragsbestand im Konzern erreichte per 30. September 2016 ein Zuwachs von 24,6 % ggü. dem Vorjahresvergleichswert das Rekordniveau von €197,3 Mio. Alleine der Konzernbereich Industrieautomation steuerte einen Zuwachs von 51,7% zum neuen Auftragsbestand von €177,6 Mio. bei.
Meine Einschätzung
Kritiker der neuen Konzernstruktur, wie ich selbst auch, dürften sich bestätigt fühlen. Spätestens nach dem Verkauf der altmayerBTD stand die Vecoplan alleine im MAX-Konzern. Auch wenn sie eine wesentliche Beteiligung darstellt, weist sie doch mit den anderen Unternehmensbereichen keinerlei Synergien auf. Daher haben viele Marktteilnehmer die Hoffnung auf einen Verkauf dieser Sparte gesetzt, und zwar zu einem Zeitpunkt, als Vecoplan noch nicht derart in Schieflage geraten war. In der aktuellen Situation dürfte es schwierig werden, die Tochter wieder auf Kurs zu bringen und/oder geeignete neue Eltern für sie zu finden - jedenfalls zu einem halbwegs akzeptablen Preis. Trotzdem halte ich dies weiterhin für den richtigen Schritt für die MAX Automation.
Das durch den Verkauf frei werdende Geld sollte lieber in den Kernbereich Industrieautomation gesteckt werden, in dem MAX Automation mit ihren Töchtern auch heute schon hervorragend aufgestellt ist.
MAX Automation befindet sich auf meiner Empfehlungsliste. Seit einiger Zeit nur noch als Halteposition. Die vermeintlich niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite unterlagen dem Risiko einer Revision, die nunmehr eingetreten ist. Auch ein Kursabsturz dürfte nicht unbedingt eine auf der Hand liegende Chance darstellen, denn solange die Probleme bei der Tochter Vecoplan anhalten, und die sind keine ganz neue Erscheinung, wird dies den Rest des Konzerns immer wieder in Mitleidenschaft ziehen. Erst eine sich anbahnende Lösung, am besten ein Verkauf, dürfte wieder signifikantes Aufwärtspotenzial bei MAX Automation freilegen. Sowohl operativ als auch beim Aktienkurs.
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Montag, 23. Mai 2016
Investor-Update: Coreo, Deutsche Rohstoff, MAX Automation, Muehlhan
Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Unsicherheit hält an
Die US-Notenbank könnte demnächst die Zinsen anheben. Oder auch nicht. Im Prinzip ist man so unentschlossen wie bisher. Und auch die Indikatoren liefern immer wieder widersprüchliche Signale, wodurch die Märkte sich verunsichern lassen. Gegen Aktien spricht nach wie vor die Saisonalität und ein möglicher negativer Ausgang beim Brexit-Referendum Ende Juni. Ansonsten stellen Strafzinsen für Sparer und Investoren weiterhin ein starkes Argument für Sachanlagen, zu denen Aktien zählen, dar.
Fear-and-Greed-Index stabil
Der Angst-und-Gier-Index bewegt sich kaum und ist im Wochenverlauf von 54 auf 56 marginal gestiegen. Auch hieran zeigt sich die Unentschlossenheit der Anleger bzw. die Unsicherheit über das, was zu erwarten ist. Gier und Angst halten sich die Waage, jedoch können emotional beeindruckende Ereignisse schnell heftige Reaktionen hervorrufen. In beide Richtungen.
Ich bleibe daher dabei, lieber auf ausgesuchte deutsche Nebenwerte zu setzen als auf Blue Chips. Auch die großen US-Werte sind vergleichsweise eher teuer im historischen Vergleich, zumal die Gewinnerwartungen eher nach unten angepasst werden mussten und so das aktuelle Kursniveau alleine deshalb schon teurer geworden ist. Ein wenig mehr Vorsicht dürfte hier also nicht schaden.
Unsicherheit hält an
Die US-Notenbank könnte demnächst die Zinsen anheben. Oder auch nicht. Im Prinzip ist man so unentschlossen wie bisher. Und auch die Indikatoren liefern immer wieder widersprüchliche Signale, wodurch die Märkte sich verunsichern lassen. Gegen Aktien spricht nach wie vor die Saisonalität und ein möglicher negativer Ausgang beim Brexit-Referendum Ende Juni. Ansonsten stellen Strafzinsen für Sparer und Investoren weiterhin ein starkes Argument für Sachanlagen, zu denen Aktien zählen, dar.
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| Quelle: CNN Money - Fear and Greed Index |
Der Angst-und-Gier-Index bewegt sich kaum und ist im Wochenverlauf von 54 auf 56 marginal gestiegen. Auch hieran zeigt sich die Unentschlossenheit der Anleger bzw. die Unsicherheit über das, was zu erwarten ist. Gier und Angst halten sich die Waage, jedoch können emotional beeindruckende Ereignisse schnell heftige Reaktionen hervorrufen. In beide Richtungen.
Ich bleibe daher dabei, lieber auf ausgesuchte deutsche Nebenwerte zu setzen als auf Blue Chips. Auch die großen US-Werte sind vergleichsweise eher teuer im historischen Vergleich, zumal die Gewinnerwartungen eher nach unten angepasst werden mussten und so das aktuelle Kursniveau alleine deshalb schon teurer geworden ist. Ein wenig mehr Vorsicht dürfte hier also nicht schaden.
Mittwoch, 23. Dezember 2015
MAX Automation: altmayerBTD-Verkauf endlich geglückt
Die im Hightech-Maschinenbau tätige Beteiligungsholding M.A.X. Automation kann heute die Beendigung ihrer Fokussierung auf ihr Kerngeschäft bekanntgeben. So wurden Vereinbarungen für den Verkauf der operativen Geschäfte der Gruppengesellschaft altmayerBTD GmbH & Co. KG geschlossen, bei denen sowohl der Betriebsteil BTD (Behältertechnik) als auch der Betriebsteil altmayer (Anlagenhersteller für Schüttgüter) im Rahmen von Asset Deals durch zwei Management Buy Out's (MBOs) mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2015 veräußert werden.
>>> zur Meldung
Mit diesen beiden Transaktionen schließt die M.A.X. Automation die vor rund zwei Jahren begonnene Fokussierung auf ihre Kernbereiche Industrieautomation und Umwelttechnik ab.
Käufer für BTD mit Sitz in Dettenhausen nahe Stuttgart ist die BTD Behälter- und Speichertechnik Dettenhausen GmbH, die vollständig dem bisherigen Vorsitzenden der Geschäftsleitung von altmayerBTD, Udo Weinert, zuzurechnen ist. Der Kaufpreis bewegt sich im mittleren einstelligen Millionenbereich. Die Betriebsimmobilie in Dettenhausen wird an den Käufer vermietet, der eine Kaufoption für den betriebsnotwendigen Teil hat.
Die Aktivitäten von altmayer mit Sitz im saarländischen Rehlingen werden an eine Erwerbsgesellschaft veräußert, deren Gesellschafter der altmayer-Geschäftsführer Andreas Weber, einige Mitarbeiter und ein Privatinvestor sind. Der Kaufpreis liegt im unteren einstelligen Millionenbereich. Der Vollzug dieser Transaktion wird nach Erfüllung aller vertraglichen Bedingungen bis Ende Januar 2016 erwartet.
Die Verkäufe der beiden Betriebsteile werden im Konzernabschluss 2015 zu einem Veräußerungsverlust führen. Dem steht eine stille Reserve aus der im Vermögen der MAX Automation verbleibenden Immobilie in Dettenhausen gegenüber. Ungeachtet des Veräußerungsverlustes bestätigt der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2015 und geht unverändert von einem Konzern-EBIT zwischen 20 und 22 Mio. EUR aus.
Durch die Veräußerung wird sich die MAX Automation künftig voll auf ihre neuen Bereiche Industrieautomation und Umwelttechnik konzentrieren, wie seit dem Einstieg der Günther-Gruppe als neuem Großaktionär vor rund zwei Jahren als strategisches Ziel vorgegeben.
>>> zur Meldung
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Dienstag, 22. Dezember 2015
Beteiligungsgesellschaften: Die Perlentaucher des deutschen Mittelstands
Ziemlich genau drei Jahre ist es her, dass ich hier darüber schrieb, welche Potenziale deutsche Beteiligungsgesellschaften bergen. Zeit für ein Resümee und eine Überarbeitung.
Anlass war seinerzeit, dass der mir persönliche bekannte damalige DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann eine Studie seines Hauses vorgelegt hatte, wonach 56 Prozent der Existenzgründer Schwierigkeiten hätten, die Finanzierung einer Betriebsübernahme zu stemmen. Das hat(te) insofern besorgniserregende Auswirkungen, als dass auch heute noch 40.000 deutsche Unternehmen auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger sind, der das Unternehmen fortzuführen bereit ist.
Und ironischerweise betraf dies kürzlich auch das Elmshorner Unternehmen Kölln-Flocken, deren Geschicke Hans Heinrich Driftmann Jahrzehnte lang als Geschäftsführender Gesellschafter gelenkt hat und nun an die Spitze des Aufsichtsrates wechselt*). Auch die Kölln-Werke, bekannt für ihre hervorragenden Frühstücksmüslis, Livio- und Mazola-Öl, haben sich mit dem ehemaligen schleswig-holsteinischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher nun erstmals einen externen Manager ins Boot holen müssen. Allerdings bleibt die Familie Kölln/Driftmann Eigentümer des Unternehmens.
Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze, weshalb ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem darstellen, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes.
Doch was des einen Leid, ist des anderen Freud oder hier eher die Chance. Denn für Beteiligungsunternehmen ist es eine große Chance, ein schier unendlicher Markt, um ihre Aktivitäten zu entfalten. Das hat auch Warren Buffett erkannt, als er mit seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway Anfang des Jahres für 400 Mio. USD den Hamburger Produzenten für Motorradzubehör Detlev Louis übernahm. Die Summe ist für Buffetts Verhältnisse eher bescheiden, kauft er doch gerade für 37 Mrd. USD den Luftfahrtzulieferer Precision Castparts. Doch der Louis-Deal stellt für ihn eine Art Türöffner dar: "Wir haben den Code für Deutschland geknackt", sagte er.
Nun, Buffett kommt nach Deutschland, um sich hier nach interessanten Übernahmemöglichkeiten umzusehen. Und viele deutsche Unternehmen sind schon da und ebenfalls auf der Suche nach den schönsten Perlen des deutschen Mittelstands. Die sind zumeist nicht billig zu haben, sondern erfordern heutzutage erhebliche Anstrengungen, um mit ihnen einen Mehrwert zu erzielen. Vor einigen Jahren reichte es noch aus, ein Unternehmen zu kaufen und auf einen allgemeinen Aufschwung des Marktes zu setzen, um mit Profit wieder aussteigen zu können. Doch heute sind die Anforderungen gewachsen und nicht selten müssen die Beteiligungsgesellschaften ihre neuen Töchter erst noch aufwändig hochpäppeln, um ihre Potenziale zu bergen. Durch Add-on-Käufe, durch Sanierungen und Umstrukturierungen. Das nimmt Zeit und Geld in Anspruch und nicht immer führen die Anstrengungen zum gewünschten Ergebnis: dem gewinnträchtigen Verkauf. Daher reicht es auch für Anleger nicht (mehr), einfach irgendeine der vielen an deutschen Börsen notierten Beteiligungsgesellschaften zu kaufen, sondern er muss schon die richtigen erwischen, um selbst an den großen Chancen dieser Branche teilhaben zu können. Wir schauen uns daher mal eine Reihe von möglichen Kandidaten kurz an. Dabei lassen wir Frühphasenentwickler ("Venture Capital") wie die mic AG und reine Investmentgesellschaften, die in Aktien börsennotierten Unternehmen investieren, wie die Allerthal-Werke AG, die Scherzer & Co. AG oder die Shareholder Value Beteiligungen AG außen vor.
Anlass war seinerzeit, dass der mir persönliche bekannte damalige DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann eine Studie seines Hauses vorgelegt hatte, wonach 56 Prozent der Existenzgründer Schwierigkeiten hätten, die Finanzierung einer Betriebsübernahme zu stemmen. Das hat(te) insofern besorgniserregende Auswirkungen, als dass auch heute noch 40.000 deutsche Unternehmen auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger sind, der das Unternehmen fortzuführen bereit ist.
Und ironischerweise betraf dies kürzlich auch das Elmshorner Unternehmen Kölln-Flocken, deren Geschicke Hans Heinrich Driftmann Jahrzehnte lang als Geschäftsführender Gesellschafter gelenkt hat und nun an die Spitze des Aufsichtsrates wechselt*). Auch die Kölln-Werke, bekannt für ihre hervorragenden Frühstücksmüslis, Livio- und Mazola-Öl, haben sich mit dem ehemaligen schleswig-holsteinischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher nun erstmals einen externen Manager ins Boot holen müssen. Allerdings bleibt die Familie Kölln/Driftmann Eigentümer des Unternehmens.
Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und stellt rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze, weshalb ungesicherte Unternehmensnachfolgen nicht nur für den jeweiligen Betrieb alleine ein Problem darstellen, sondern auch für die Mitarbeiter und unsere Volkswirtschaft als Ganzes.
Doch was des einen Leid, ist des anderen Freud oder hier eher die Chance. Denn für Beteiligungsunternehmen ist es eine große Chance, ein schier unendlicher Markt, um ihre Aktivitäten zu entfalten. Das hat auch Warren Buffett erkannt, als er mit seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway Anfang des Jahres für 400 Mio. USD den Hamburger Produzenten für Motorradzubehör Detlev Louis übernahm. Die Summe ist für Buffetts Verhältnisse eher bescheiden, kauft er doch gerade für 37 Mrd. USD den Luftfahrtzulieferer Precision Castparts. Doch der Louis-Deal stellt für ihn eine Art Türöffner dar: "Wir haben den Code für Deutschland geknackt", sagte er.
Nun, Buffett kommt nach Deutschland, um sich hier nach interessanten Übernahmemöglichkeiten umzusehen. Und viele deutsche Unternehmen sind schon da und ebenfalls auf der Suche nach den schönsten Perlen des deutschen Mittelstands. Die sind zumeist nicht billig zu haben, sondern erfordern heutzutage erhebliche Anstrengungen, um mit ihnen einen Mehrwert zu erzielen. Vor einigen Jahren reichte es noch aus, ein Unternehmen zu kaufen und auf einen allgemeinen Aufschwung des Marktes zu setzen, um mit Profit wieder aussteigen zu können. Doch heute sind die Anforderungen gewachsen und nicht selten müssen die Beteiligungsgesellschaften ihre neuen Töchter erst noch aufwändig hochpäppeln, um ihre Potenziale zu bergen. Durch Add-on-Käufe, durch Sanierungen und Umstrukturierungen. Das nimmt Zeit und Geld in Anspruch und nicht immer führen die Anstrengungen zum gewünschten Ergebnis: dem gewinnträchtigen Verkauf. Daher reicht es auch für Anleger nicht (mehr), einfach irgendeine der vielen an deutschen Börsen notierten Beteiligungsgesellschaften zu kaufen, sondern er muss schon die richtigen erwischen, um selbst an den großen Chancen dieser Branche teilhaben zu können. Wir schauen uns daher mal eine Reihe von möglichen Kandidaten kurz an. Dabei lassen wir Frühphasenentwickler ("Venture Capital") wie die mic AG und reine Investmentgesellschaften, die in Aktien börsennotierten Unternehmen investieren, wie die Allerthal-Werke AG, die Scherzer & Co. AG oder die Shareholder Value Beteiligungen AG außen vor.
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DEWB,
Gesco,
Greiffenberger,
Indus,
MAX Automation,
MBB,
mic,
Mutares,
Nebenwerte,
Ringmetall,
Übernahme,
Warren Buffett
Freitag, 14. August 2015
MAX Automation läuft wie geschmiert
Die MAX Automation AG ist eine international agierende Beteiligungsgruppe mit den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation. Sie verfügt aktuell über 7 Beteiligungsunternehmen, von denen 2 dem Bereich Umwelttechnik zuzuordnen sind und notiert seit einigen Monaten im Prime Standard der Frankfurter Börse.
Neuer Ankerinvestor gibt die Richtung vor
Seit etwa zwei Jahren gehört die M.A.X. Automation zur Günther-Gruppe und damit zum Imperium einer der reichsten Familien Deutschlands - sie halten 29,9% der Anteile. Seit diesem Einstieg läuft die Fokussierung auf die beiden Kernbereiche, um die MAX als High-Tech-Automatisierungsspezialisten zu positionieren. Nicht zu diesem Kernbereich gehörende Tochterunternehmen wurden veräußert, andere hinzugekauft. Aus der Umweltsparte steht die altmayerBTD GmbH zum Verkauf.
Insgesamt ist die MAX somit stark im zyklischen Maschinenbau tätig und hat als Hauptabnehmer die Automobilbranche, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt.
Das Zahlenwerk
Aufgrund der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe, also mehreren Zu- und Abgängen im Beteiligungsportfolio, ist es nicht einfach, die aktuellen Zahlen mit den Werten aus den Vorjahren zu vergleichen. Und der "typische" Geschäftsverlauf lässt aufgrund der üblichen Saisonalität des MAX Automation-Geschäfts erwarten, dass mit den wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen ist.
Die zum Halbjahr vorgelegten Zahlen können dennoch sich sehen lassen. Nach dem guten Jahresauftakt in den ersten drei Monaten verzeichnete man im zweiten Quartal eine zunehmende Geschäftsdynamik. Der konsolidierte Auftragseingang des Konzerns nahm in den ersten sechs Monaten um 9,5% auf 176,0 Mio. EUR zu (Vorjahreszeitraum: 160,7 Mio. EUR). Davon entfielen 85,1 Mio. EUR auf das zweite Quartal. Der Orderbestand per 30. Juni 2015 lag mit 163,5 Mio. EUR um 7,8% über dem Wert Vorjahreswert und die Book-to-bill-Ratio lag mit 1,03 ebenfalls über Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz stieg um 4,3% auf 170,5 Mio. EUR (163,4 Mio. EUR). Das Periodenergebnis drehte auf den positiven Wert von 2,3 Mio. EUR nachdem im Vorjahreshalbjahr noch ein Verlust von 0,4 Mio. EUR zu verzeichnen war.
Das Eigenkapital per 30. Juni 2015 lag aufgrund der Ende Juni beschlossenen Dividendenzahlung für das Jahr 2014 (4,0 Mio. EUR) mit 98,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert, die Eigenkapitalquote blieb dennoch mit soliden 32,0 % über der angestrebten Mindestmarke von 30%. Die Nettoverschuldung konnte weiter reduziert werden und lag zur Jahresmitte mit 52,4 Mio. EUR um rund 23,0 Mio. EUR unter Vorjahresniveau.
Doch am Ende zählt, was unter dem Strich übrig bleibt: Mit 7,6 Mio. EUR konnte die MAX Automation das operative Konzernergebnis (EBIT) vor PPA-Abschreibungen (Purchase Price Allocations) im Periodenvergleich mehr als verdoppeln (erstes Halbjahr 2014: 3,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal erhöhte sich das EBIT vor PPA um 9,2% auf 5,8 Mio. EUR (5,3 Mio. EUR). Das EBIT nach PPA belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 5,3 Mio. EUR und damit auf mehr als das Dreifache des Vorjahreswerts von 1,6 Mio. EUR. Davon entfielen 4,6 Mio. EUR auf das zweite Quartal (Q2 2014: 4,4 Mio. EUR).
Die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres liegt voll im Rahmen der eigenen Erwartungen des Unternehmens und folgerichtig bestätigte der Vorstand vor diesem Hintergrund die wirtschaftlichen Ziele für das Gesamtjahr 2015. Er geht unverändert von einem Konzernumsatz in der Spanne von 360 bis 380 Mio. EUR und von einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen zwischen 20 und 22 Mio. EUR aus.
Neue Konzernfinanzierung senkt die Zinslast beträchtlich
Neben den operativen Fortschritten kommt die MAX auch in anderen Bereichen voran. So wurde Mitte Juni die neue Finanzierungsstruktur vermeldet, bei der fünf namhafte Banken unter Führung der Commerzbank einen Konsortialkredit im Gesamtvolumen von 150 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und enthält mehrere Optionen zur Verlängerung des Kredits. Aus dieser neuen Finanzierungsstruktur in Verbindung mit einem verbesserten Working Capital-Management solle eine Reduzierung der Zinsaufwendungen von bis zu 1 Mio. EUR pro Jahr resultieren mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft.
Ausblick
Die Zahlen belegen, dass die MAX auf einem guten Weg ist. Dabei war sie in der Vergangenheit eher als margenschwach einzustufen und der Vorstand hat das erklärte Ziel, diese Margen deutlich zu verbessern. Ohne Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen lag die operative Marge 2014 bei 5,8% und soll 2015 auf bis zu 6% steigen. Ab 2016 soll sich die Profitabilität dann weiter verbessern. Dies soll auch gelingen, indem man "Verbundeffekte" zwischen den einzelnen Tochterunternehmen besser nutzt, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Einkauf. Des Weiteren wird neben dem geplanten Verkauf der altmayerBTD über sinnvolle margenverbessernde Zukäufe nachgedacht.
Fazit
Die MAX Automation befindet sich seit Ende Juni auf meiner Empfehlungsliste und entwickelt sich prächtig. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in China und hier insbesondere des Automobilsektors halten den Aktienkurs noch an der kurzen Leine, ansonsten dürfte er der positiven operativen Geschäftsentwicklung folgen. Mit einem 2016er KGV von 10 und einer Dividendenrendite von annähernd 3% steht die Aktie trotz des jüngst erreichten Kurshochs mittelfristig vor neuen Höchstkursen. Das historische Allzeithoch aus dem Jahr 1999 lag bei 6,88 EUR und ist damit nicht in unerreichbarer Ferne.
Neuer Ankerinvestor gibt die Richtung vor
Seit etwa zwei Jahren gehört die M.A.X. Automation zur Günther-Gruppe und damit zum Imperium einer der reichsten Familien Deutschlands - sie halten 29,9% der Anteile. Seit diesem Einstieg läuft die Fokussierung auf die beiden Kernbereiche, um die MAX als High-Tech-Automatisierungsspezialisten zu positionieren. Nicht zu diesem Kernbereich gehörende Tochterunternehmen wurden veräußert, andere hinzugekauft. Aus der Umweltsparte steht die altmayerBTD GmbH zum Verkauf.
Industrieautomation
- AIM-Assembly in Motion GmbH (Anlagen für Motorenkomponenten wie Zylinder- und Kurbelgehäuse sowie Reinigungsanlagen, Prüf- und Montageanlagen)
- bdtronic GmbH (Dosiertechnik)
- IWM Automation GmbH (Spezialist für den Sondermaschinenbau für Automobilindustrie)
- NSM MAGNETTECHNIK GmbH (führender Systemanbieter von Handlings- und Automatisierungsanlagen)
- Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH (mess- und regeltechnische Anlagen)
Umwelttechnik
- Vecoplan AG (Maschinen und Anlagensysteme für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen, wie Holz und Pellets)
- altmayerBTD GmbH (Pionier in der modernen Behältertechnik)
Insgesamt ist die MAX somit stark im zyklischen Maschinenbau tätig und hat als Hauptabnehmer die Automobilbranche, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt.
Das Zahlenwerk
Aufgrund der Umstrukturierung der Unternehmensgruppe, also mehreren Zu- und Abgängen im Beteiligungsportfolio, ist es nicht einfach, die aktuellen Zahlen mit den Werten aus den Vorjahren zu vergleichen. Und der "typische" Geschäftsverlauf lässt aufgrund der üblichen Saisonalität des MAX Automation-Geschäfts erwarten, dass mit den wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen ist.
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| M.A.X. Automation (Quelle: comdirect.de) |
Das Eigenkapital per 30. Juni 2015 lag aufgrund der Ende Juni beschlossenen Dividendenzahlung für das Jahr 2014 (4,0 Mio. EUR) mit 98,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert, die Eigenkapitalquote blieb dennoch mit soliden 32,0 % über der angestrebten Mindestmarke von 30%. Die Nettoverschuldung konnte weiter reduziert werden und lag zur Jahresmitte mit 52,4 Mio. EUR um rund 23,0 Mio. EUR unter Vorjahresniveau.
Doch am Ende zählt, was unter dem Strich übrig bleibt: Mit 7,6 Mio. EUR konnte die MAX Automation das operative Konzernergebnis (EBIT) vor PPA-Abschreibungen (Purchase Price Allocations) im Periodenvergleich mehr als verdoppeln (erstes Halbjahr 2014: 3,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal erhöhte sich das EBIT vor PPA um 9,2% auf 5,8 Mio. EUR (5,3 Mio. EUR). Das EBIT nach PPA belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 5,3 Mio. EUR und damit auf mehr als das Dreifache des Vorjahreswerts von 1,6 Mio. EUR. Davon entfielen 4,6 Mio. EUR auf das zweite Quartal (Q2 2014: 4,4 Mio. EUR).
Die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres liegt voll im Rahmen der eigenen Erwartungen des Unternehmens und folgerichtig bestätigte der Vorstand vor diesem Hintergrund die wirtschaftlichen Ziele für das Gesamtjahr 2015. Er geht unverändert von einem Konzernumsatz in der Spanne von 360 bis 380 Mio. EUR und von einem Konzern-EBIT vor PPA-Abschreibungen zwischen 20 und 22 Mio. EUR aus.
Neue Konzernfinanzierung senkt die Zinslast beträchtlich
Neben den operativen Fortschritten kommt die MAX auch in anderen Bereichen voran. So wurde Mitte Juni die neue Finanzierungsstruktur vermeldet, bei der fünf namhafte Banken unter Führung der Commerzbank einen Konsortialkredit im Gesamtvolumen von 150 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und enthält mehrere Optionen zur Verlängerung des Kredits. Aus dieser neuen Finanzierungsstruktur in Verbindung mit einem verbesserten Working Capital-Management solle eine Reduzierung der Zinsaufwendungen von bis zu 1 Mio. EUR pro Jahr resultieren mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft.
Ausblick
Die Zahlen belegen, dass die MAX auf einem guten Weg ist. Dabei war sie in der Vergangenheit eher als margenschwach einzustufen und der Vorstand hat das erklärte Ziel, diese Margen deutlich zu verbessern. Ohne Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen lag die operative Marge 2014 bei 5,8% und soll 2015 auf bis zu 6% steigen. Ab 2016 soll sich die Profitabilität dann weiter verbessern. Dies soll auch gelingen, indem man "Verbundeffekte" zwischen den einzelnen Tochterunternehmen besser nutzt, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Einkauf. Des Weiteren wird neben dem geplanten Verkauf der altmayerBTD über sinnvolle margenverbessernde Zukäufe nachgedacht.
Fazit
Die MAX Automation befindet sich seit Ende Juni auf meiner Empfehlungsliste und entwickelt sich prächtig. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in China und hier insbesondere des Automobilsektors halten den Aktienkurs noch an der kurzen Leine, ansonsten dürfte er der positiven operativen Geschäftsentwicklung folgen. Mit einem 2016er KGV von 10 und einer Dividendenrendite von annähernd 3% steht die Aktie trotz des jüngst erreichten Kurshochs mittelfristig vor neuen Höchstkursen. Das historische Allzeithoch aus dem Jahr 1999 lag bei 6,88 EUR und ist damit nicht in unerreichbarer Ferne.
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Freitag, 10. Juli 2015
Investor-Update: Blackstone, MAX Automation, WCM
Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
+ Blackstone Group
Vor zwei Wochen sah ich 36 EUR noch als günstige Kaufgelegenheit an, zwischenzeitlich gab es die Aktien sogar zu 34,50 EUR - und ich habe meinen Bestand nochmals aufgestockt, so dass meine Blackstone-Position inzwischen so groß ist, wie die beiden nächstgrößeren Positionen zusammen. Auf die nächste Quartalsdividende im August freue ich mich schon jetzt...
+ MAX Automation
Nachdem die Aktie bei 5,50 EUR an ihren Mehr-Jahres-Hochs aus den Jahren 2013 und 2014 kratzt, ist sie noch einmal etwas zurückgekommen und ich habe die Gelegenheit genutzt und meine Position weiter aufgestockt. Genauer gesagt, ich habe sie verdoppelt. Allerdings hatte ich die erste Hälfte der Position unmittelbar vor der Dividendenausschüttung erworben, während die neuen Aktien ja schon Ex-Dividende notieren.
+ WCM
Die Aktien aus der Kapitalerhöhung wurden in mein Depot eingebucht und ich habe die Rechnung dafür auf den Tisch bekommen, so dass WCM jetzt wieder eine der größten Positionen ist. Die Nachwehen der Kapitalerhöhung sollten bald vorüber sein und der Kurs sich entsprechend erholen. Ich gehe von einem stetigen positiven News-Flow in den nächsten Wochen aus, was die Entwicklung des Aktienkurses sicherlich auch nicht behindern würde.
.: Cashquote
Ich habe wieder deutlich weniger Cash auf dem Konto, der Bezug der neuen WCM-Aktien hat hier gnadenlos geräubert. Die übrigen Investments haben ebenfalls Liquidität abgesaugt, die somit auf die Hälfte zusammengeschrumpft ist.
+ Blackstone Group
Vor zwei Wochen sah ich 36 EUR noch als günstige Kaufgelegenheit an, zwischenzeitlich gab es die Aktien sogar zu 34,50 EUR - und ich habe meinen Bestand nochmals aufgestockt, so dass meine Blackstone-Position inzwischen so groß ist, wie die beiden nächstgrößeren Positionen zusammen. Auf die nächste Quartalsdividende im August freue ich mich schon jetzt...
+ MAX Automation
Nachdem die Aktie bei 5,50 EUR an ihren Mehr-Jahres-Hochs aus den Jahren 2013 und 2014 kratzt, ist sie noch einmal etwas zurückgekommen und ich habe die Gelegenheit genutzt und meine Position weiter aufgestockt. Genauer gesagt, ich habe sie verdoppelt. Allerdings hatte ich die erste Hälfte der Position unmittelbar vor der Dividendenausschüttung erworben, während die neuen Aktien ja schon Ex-Dividende notieren.
+ WCM
Die Aktien aus der Kapitalerhöhung wurden in mein Depot eingebucht und ich habe die Rechnung dafür auf den Tisch bekommen, so dass WCM jetzt wieder eine der größten Positionen ist. Die Nachwehen der Kapitalerhöhung sollten bald vorüber sein und der Kurs sich entsprechend erholen. Ich gehe von einem stetigen positiven News-Flow in den nächsten Wochen aus, was die Entwicklung des Aktienkurses sicherlich auch nicht behindern würde.
.: Cashquote
Ich habe wieder deutlich weniger Cash auf dem Konto, der Bezug der neuen WCM-Aktien hat hier gnadenlos geräubert. Die übrigen Investments haben ebenfalls Liquidität abgesaugt, die somit auf die Hälfte zusammengeschrumpft ist.
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Freitag, 3. Juli 2015
Investor-Update: Apple, H.P.I. Holding, MAX Automation, MBB
Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
- Apple
Nachdem ich mit so einigen Geräten Kunde bei Apple bin und durchaus zufrieden, habe ich schon mit mir gerungen, ob ich die Aktien nicht doch noch im Depot behalten sollte. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt, aber es hat seine Innovationskraft eingebüßt. Einziger Wachstumstreiber und Hoffnungsschimmer bleibt das Iphone, das ist zu wenig. Die Apple Watch ist eher enttäuschend und die Erlöse aus dem Apple-Kosmos (iTunes, Apple Stream) zwar stetig, aber eben auch nicht mehr. Nachdem Carl Icahn so laut für einen Kurs von 200 USD trommelt, stutze ich schon - ich denke, er tut dies nicht aus Nächstenliebe, sondern aus knallhartem Eigeninteresse. Er ist ja mittlerweile Großaktionär bei Apple und Kurs schonend könnte er dort nur aussteigen, wenn andere massiv kaufen.
Sei's drum, ich nehme nach gut einem Jahr fast 90 Prozent Rendite mit und suche mir aussichtsreichere Investmentmöglichkeiten.
- H.P.I. Holding
Hier wurde kurzerhand die nächste stark verwässernde Kapitalerhöhung durchgezogen und in Kombination mit dem seit 2 Jahren vor sich hin siechenden Aktienkurs scheint mir die Zeit reif für einen Verkauf. Nachdem ich mit GEA und M.A.X Automation neue attraktive Zugpferde im Bereich Maschinenbau / Beteiligungsunternehmen im Stall habe, fällt mir der Abschied nicht schwer.
Seit meiner Erstempfehlung im Februar 2012 stehen inkl. der erfolgten Dividendenzahlungen gut 50% bisher an Gewinnen zu Buche, also eine Durchschnittsrendite von 15% p.a. Das ist durchaus ansehnlich und daher das Investment für mich keine Enttäuschung. Allerdings erfolgte der größte Kurszuwachs im ersten Jahr und seither herrscht eher Tristesse.
= MAX Automation
Gerade gekauft, schon die erste Dividende eingefahren, satte 3 Prozent (brutto). Dazu noch der Kursanstieg, so dass mich dieses neue Investment von letzter Woche bereits mit mehr als 10 Prozent nach vorne gebracht hat. Damit ist die Performance etwa doppelt so gut wie bei GEA, meinem anderen Schnäppchen-Kauf vom letzten Freitag und Jungheinrich Vz., die beide runde 5% im Plus notieren ggü. dem Freitagmorgen-Kurseinbruch.
- MBB
Heute gab das Research-Haus Oddo Seydler bekannt, dass man das Coverage für die MBB-Aktien einstelle. Das war nicht der Grund für meinen Verkauf, sondern die zuletzt zurückhaltenden Entwicklungsperspektiven. MBB hat extrem profitiert vom Schnäppchen-Zukauf der Claas Feinmechanik und der Aktienkurs hat sich daraufhin toll entwickelt. Es war ein "No-Brainer", man konnte ein Jahr lang gar nicht falsch machen mit der MBB-Aktie. Außer, sie nicht zu haben oder zu verkaufen. Aber seit einiger Zeit passiert nichts mehr, die Investitionen erfolgen in die Töchter, was ich für positiv halte, aber die größte Beteiligung, die MBB Fertigungstechnik, muss Umsatz- und Ergebnisrückgänge verkraften. Und während andere Beteiligungsgesellschaften, wie Aurelius, mutares, Deutsche Beteiligung, Indus usw. fleißig zukaufen, sitzt MBB auf seinem Cash-Polster und tut... nichts. Die Liquidität wirft keine Zinsen ab und ein Teil davon ist sogar in Gold angelegt. Damit tue ich mich ja besonders schwer. Auch hier sehe ich eher begrenztes Entwicklungspotenzial und räume den Titel aus meinem Depot.
Seit meiner Erstempfehlung ging es inkl. Dividendenzahlungen um 131 Prozent nach oben und bei einer Anlagedauer von nicht ganz drei Jahren ergibt sich eine Jahresrendite von 48 Prozent.
.: Cashquote
Durch die Verkäufe ist meine Cashquote weiter angestiegen, aber ich werde ja nächste Woche einen nicht unerheblichen Teil davon in die neuen WCM-Aktien aus der Kapitalerhöhung stecken, wenn ich meine Bezugsrechte ausübe. Und angesichts des nächsten Akts im Griechen-Drama, sog. Volksabstimmung, dürfte eine etwas erhöhte Liquidität ja nicht schaden. Sollten die Griechen mit "Nein" stimmen beim Referendum am Sonntag, dürfte es kurzfristig am Montag nochmals zu erfreulich günstigen Kaufkursen kommen. Und sollten die Griechen "ja" sagen, dann mache ich mich eben wieder nach bewährtem Muster auf die Suche nach lukrativen Investitionsmöglichkeiten. Die Börse bietet immer Chancen. Immer!
- Apple
Nachdem ich mit so einigen Geräten Kunde bei Apple bin und durchaus zufrieden, habe ich schon mit mir gerungen, ob ich die Aktien nicht doch noch im Depot behalten sollte. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt, aber es hat seine Innovationskraft eingebüßt. Einziger Wachstumstreiber und Hoffnungsschimmer bleibt das Iphone, das ist zu wenig. Die Apple Watch ist eher enttäuschend und die Erlöse aus dem Apple-Kosmos (iTunes, Apple Stream) zwar stetig, aber eben auch nicht mehr. Nachdem Carl Icahn so laut für einen Kurs von 200 USD trommelt, stutze ich schon - ich denke, er tut dies nicht aus Nächstenliebe, sondern aus knallhartem Eigeninteresse. Er ist ja mittlerweile Großaktionär bei Apple und Kurs schonend könnte er dort nur aussteigen, wenn andere massiv kaufen.
Sei's drum, ich nehme nach gut einem Jahr fast 90 Prozent Rendite mit und suche mir aussichtsreichere Investmentmöglichkeiten.
- H.P.I. Holding
Hier wurde kurzerhand die nächste stark verwässernde Kapitalerhöhung durchgezogen und in Kombination mit dem seit 2 Jahren vor sich hin siechenden Aktienkurs scheint mir die Zeit reif für einen Verkauf. Nachdem ich mit GEA und M.A.X Automation neue attraktive Zugpferde im Bereich Maschinenbau / Beteiligungsunternehmen im Stall habe, fällt mir der Abschied nicht schwer.
Seit meiner Erstempfehlung im Februar 2012 stehen inkl. der erfolgten Dividendenzahlungen gut 50% bisher an Gewinnen zu Buche, also eine Durchschnittsrendite von 15% p.a. Das ist durchaus ansehnlich und daher das Investment für mich keine Enttäuschung. Allerdings erfolgte der größte Kurszuwachs im ersten Jahr und seither herrscht eher Tristesse.
= MAX Automation
Gerade gekauft, schon die erste Dividende eingefahren, satte 3 Prozent (brutto). Dazu noch der Kursanstieg, so dass mich dieses neue Investment von letzter Woche bereits mit mehr als 10 Prozent nach vorne gebracht hat. Damit ist die Performance etwa doppelt so gut wie bei GEA, meinem anderen Schnäppchen-Kauf vom letzten Freitag und Jungheinrich Vz., die beide runde 5% im Plus notieren ggü. dem Freitagmorgen-Kurseinbruch.
- MBB
Heute gab das Research-Haus Oddo Seydler bekannt, dass man das Coverage für die MBB-Aktien einstelle. Das war nicht der Grund für meinen Verkauf, sondern die zuletzt zurückhaltenden Entwicklungsperspektiven. MBB hat extrem profitiert vom Schnäppchen-Zukauf der Claas Feinmechanik und der Aktienkurs hat sich daraufhin toll entwickelt. Es war ein "No-Brainer", man konnte ein Jahr lang gar nicht falsch machen mit der MBB-Aktie. Außer, sie nicht zu haben oder zu verkaufen. Aber seit einiger Zeit passiert nichts mehr, die Investitionen erfolgen in die Töchter, was ich für positiv halte, aber die größte Beteiligung, die MBB Fertigungstechnik, muss Umsatz- und Ergebnisrückgänge verkraften. Und während andere Beteiligungsgesellschaften, wie Aurelius, mutares, Deutsche Beteiligung, Indus usw. fleißig zukaufen, sitzt MBB auf seinem Cash-Polster und tut... nichts. Die Liquidität wirft keine Zinsen ab und ein Teil davon ist sogar in Gold angelegt. Damit tue ich mich ja besonders schwer. Auch hier sehe ich eher begrenztes Entwicklungspotenzial und räume den Titel aus meinem Depot.
Seit meiner Erstempfehlung ging es inkl. Dividendenzahlungen um 131 Prozent nach oben und bei einer Anlagedauer von nicht ganz drei Jahren ergibt sich eine Jahresrendite von 48 Prozent.
.: Cashquote
Durch die Verkäufe ist meine Cashquote weiter angestiegen, aber ich werde ja nächste Woche einen nicht unerheblichen Teil davon in die neuen WCM-Aktien aus der Kapitalerhöhung stecken, wenn ich meine Bezugsrechte ausübe. Und angesichts des nächsten Akts im Griechen-Drama, sog. Volksabstimmung, dürfte eine etwas erhöhte Liquidität ja nicht schaden. Sollten die Griechen mit "Nein" stimmen beim Referendum am Sonntag, dürfte es kurzfristig am Montag nochmals zu erfreulich günstigen Kaufkursen kommen. Und sollten die Griechen "ja" sagen, dann mache ich mich eben wieder nach bewährtem Muster auf die Suche nach lukrativen Investitionsmöglichkeiten. Die Börse bietet immer Chancen. Immer!
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Montag, 29. Juni 2015
Investor-Update: GEA, Jungheinrich, MAX Automation, KKR
Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.
Zum heutigen Ausverkauf an den Börsen und einem DAX-Verlust von 3,6% verweise ich auf die Börsenweisheit dieser Woche von Martin D. Sass: "Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet".
+ Blackstone Group
Der Euro-Anstieg bot die Gelegenheit, zu 36 EUR noch ein paar weitere Stücke günstig einsammeln zu können.
+ Deutsche Rohstoff
Den Kursrückgang bei der Deutschen Rohstoff AG auf unter 17 EUR habe ich heute morgen im frühen Handel zu einem weiteren Nachkauf genutzt. Die DRAG ist nun die drittgrößte Position in meinem Portfolio nach Blackstone und Aurelius.
+ GEA Group
GEA ist ein deutscher Spezial-Maschinenbauer mit Schwerpunkt in der Nahrungsmittelindustrie. Hier bestehen sehr hohe Eintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber und GEA ist hervorragend im globalen Markt positioniert, glänzt auch mit der einen oder anderen Übernahme. Einzig der hohe Aktienkurs hat mich bisher von einem Engagement abgehalten, aber der Kurs war die letzten Wochen schon etwas zurückgekommen und heute morgen gab es einen weiteren Abschlag von mehr als 8 Prozent. Bei knapp 38 EUR habe ich mich dann bei dem MDAX-Wert nicht mehr bremsen können und eine erste Position aufgebaut.
+ Jungheinrich Vz.
Unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass ich Aktien von Jungheinrich noch einmal deutlich unter 60 EUR sehen würde. Bei knapp über 58 EUR habe ich heute morgen weitere Stücke eingesammelt.
- KKR & Co. L.P.
Nach dem letzten Investor-Update vom 20.06. bin ich von Alex auf einen sehr interessanten Artikel aufmerksam gemacht worden, bei dem Apollo, Blackstone und KKR miteinander verglichen werden. Zwar geht es vordergründig um die Karrierechancen und die Aussicht auf erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, aber die Darstellung fußt auf den Geschäften, die die drei Private Equity Firmen seit der Finanzkrise getätigt haben - und welche stillen Reserven in ihren Beständen schlummern. Diese sind die zu erwartenden Gewinne, die in den nächsten 5 Jahren an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Und Blackstone liegt mit großem Abstand weit vorne in diesem Vergleich. Ich habe daher KKR weiter reduziert und setze aufgrund des größeren Potenzials künftig stärker auf Blackstone.
+ MAX Automation
Eine mittelständische Industrieholding mit dem Schwerpunkt auf Automation und Fertigungsprozessen. Die Beteiligungsfirma gehört inzwischen zur Günther-Gruppe, einer der reichsten Familien Deutschlands, und positioniert sich neu. Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden verkauft, neue Beteiligungen werden erworben. Die Zahlen für das erste Quartal 2014 waren aussichtsreich, der Auftragsbestand erreichte neue Rekorde und jüngst wurde eine Neustrukturierung der Fremdfinanzierung bekannt gegeben, die für die nächsten 5 Jahre positive Auswirkungen auf die Ergebnislage des Konzerns von jeweils rund 1 Mio. EUR haben wird. Zum Vergleich: der Jahresüberschuss 2014 lag bei 10 Mio. EUR. Das einstellige KGV für 2016 und die Dividendenrendite von über 3% sehen sehr verlockend aus. Die Dividenden wird übrigens am Mittwoch ausgeschüttet, am Tag nach der Hauptversammlung am 30. Juni. Alles zusammen verlockend genug für mich, um das Kursmassaker heute morgen für eine erste Position zu nutzen.
- / + WCM
Ich habe meinen Bestand an WCM letzte Woche mit erheblichem Gewinn veräußert und werde die Kapitalerhöhung über meine Bezugsrechte voll mitgehen. Ich habe sogar noch Bezugsrechte über die Börse hinzugekauft, weil ich glaube, dass WCM aufgrund der Fokussierung auf Gewerbeimmobilien und der enormen Verlustvorträge die wohl aussichtsreichste Spekulation am deutschen Immobilienmarkt ist. Sobald die Kapitalerhöhung abgeschlossen ist, wird sich der Fokus schnell auf die nackten Zahlen der vielen Neukäufe an Gewerbeimmobilien richten und das Potenzial der Gesellschaft deutlicher werden. Inzwischen wird ja bereits über eine mögliche Aufnahme in den SDAX spekuliert. Ich halte das nicht für abwegig, die Entwicklung gibt das her. Einzig die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der WCM seinen Turnaround vorantreibt, lässt einen manchmal nach Luft schnappen.
.: Cashquote weiter angestiegen - aufgrund des WCM-Sondereffekts
Der von mir zuletzt erwartete Abverkauf an den Börsen findet heute statt und ich habe meine erhöhte Liquidität gezielt zu Käufen genutzt. Dennoch ist meine Cashquote unter dem Strich etwas angestiegen, da ich ja KKR und WCM verkauft habe. Allerdings muss ich ja die Kapitalerhöhung berücksichtigen, was zu einem erheblichen Mittelabfluss führen wird. "Frei" ist also meine erhöhte Cashquote wegen der WCM-Bezugsrechte nur bedingt und unter dem Strich habe ich so gesehen inzwischen weniger Cash zur Verfügung als letzte Woche. Dennoch halte ich weiter Pulver trocken, denn es ist nicht gesagt, dass der heutige Absturz sich nicht die nächsten Tage wiederholen könnte. Denn bzgl. Griechenland und Euro ist noch immer keine finale Entscheidung gefallen, das Gezerre und Gewürge wird weitergehen und die Unsicherheit an den Märkten bestehen bleiben. Und hervorragende langfristige Einstiegschancen bieten in Top-Unternehmen.
Da Famila vorhin meine Euros klaglos gegen Waren eingetauscht hat, macht mir Griechenland nicht wirklich Sorgen. Denn ob die Griechen künftig weiterhin in Euro zahlen können, betrifft mich in Deutschland allenfalls am Rande...
Zum heutigen Ausverkauf an den Börsen und einem DAX-Verlust von 3,6% verweise ich auf die Börsenweisheit dieser Woche von Martin D. Sass: "Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet".
+ Blackstone Group
Der Euro-Anstieg bot die Gelegenheit, zu 36 EUR noch ein paar weitere Stücke günstig einsammeln zu können.
+ Deutsche Rohstoff
Den Kursrückgang bei der Deutschen Rohstoff AG auf unter 17 EUR habe ich heute morgen im frühen Handel zu einem weiteren Nachkauf genutzt. Die DRAG ist nun die drittgrößte Position in meinem Portfolio nach Blackstone und Aurelius.
+ GEA Group
GEA ist ein deutscher Spezial-Maschinenbauer mit Schwerpunkt in der Nahrungsmittelindustrie. Hier bestehen sehr hohe Eintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber und GEA ist hervorragend im globalen Markt positioniert, glänzt auch mit der einen oder anderen Übernahme. Einzig der hohe Aktienkurs hat mich bisher von einem Engagement abgehalten, aber der Kurs war die letzten Wochen schon etwas zurückgekommen und heute morgen gab es einen weiteren Abschlag von mehr als 8 Prozent. Bei knapp 38 EUR habe ich mich dann bei dem MDAX-Wert nicht mehr bremsen können und eine erste Position aufgebaut.
+ Jungheinrich Vz.
Unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass ich Aktien von Jungheinrich noch einmal deutlich unter 60 EUR sehen würde. Bei knapp über 58 EUR habe ich heute morgen weitere Stücke eingesammelt.
- KKR & Co. L.P.
Nach dem letzten Investor-Update vom 20.06. bin ich von Alex auf einen sehr interessanten Artikel aufmerksam gemacht worden, bei dem Apollo, Blackstone und KKR miteinander verglichen werden. Zwar geht es vordergründig um die Karrierechancen und die Aussicht auf erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, aber die Darstellung fußt auf den Geschäften, die die drei Private Equity Firmen seit der Finanzkrise getätigt haben - und welche stillen Reserven in ihren Beständen schlummern. Diese sind die zu erwartenden Gewinne, die in den nächsten 5 Jahren an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Und Blackstone liegt mit großem Abstand weit vorne in diesem Vergleich. Ich habe daher KKR weiter reduziert und setze aufgrund des größeren Potenzials künftig stärker auf Blackstone.
+ MAX Automation
Eine mittelständische Industrieholding mit dem Schwerpunkt auf Automation und Fertigungsprozessen. Die Beteiligungsfirma gehört inzwischen zur Günther-Gruppe, einer der reichsten Familien Deutschlands, und positioniert sich neu. Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden verkauft, neue Beteiligungen werden erworben. Die Zahlen für das erste Quartal 2014 waren aussichtsreich, der Auftragsbestand erreichte neue Rekorde und jüngst wurde eine Neustrukturierung der Fremdfinanzierung bekannt gegeben, die für die nächsten 5 Jahre positive Auswirkungen auf die Ergebnislage des Konzerns von jeweils rund 1 Mio. EUR haben wird. Zum Vergleich: der Jahresüberschuss 2014 lag bei 10 Mio. EUR. Das einstellige KGV für 2016 und die Dividendenrendite von über 3% sehen sehr verlockend aus. Die Dividenden wird übrigens am Mittwoch ausgeschüttet, am Tag nach der Hauptversammlung am 30. Juni. Alles zusammen verlockend genug für mich, um das Kursmassaker heute morgen für eine erste Position zu nutzen.
- / + WCM
Ich habe meinen Bestand an WCM letzte Woche mit erheblichem Gewinn veräußert und werde die Kapitalerhöhung über meine Bezugsrechte voll mitgehen. Ich habe sogar noch Bezugsrechte über die Börse hinzugekauft, weil ich glaube, dass WCM aufgrund der Fokussierung auf Gewerbeimmobilien und der enormen Verlustvorträge die wohl aussichtsreichste Spekulation am deutschen Immobilienmarkt ist. Sobald die Kapitalerhöhung abgeschlossen ist, wird sich der Fokus schnell auf die nackten Zahlen der vielen Neukäufe an Gewerbeimmobilien richten und das Potenzial der Gesellschaft deutlicher werden. Inzwischen wird ja bereits über eine mögliche Aufnahme in den SDAX spekuliert. Ich halte das nicht für abwegig, die Entwicklung gibt das her. Einzig die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der WCM seinen Turnaround vorantreibt, lässt einen manchmal nach Luft schnappen.
.: Cashquote weiter angestiegen - aufgrund des WCM-Sondereffekts
Der von mir zuletzt erwartete Abverkauf an den Börsen findet heute statt und ich habe meine erhöhte Liquidität gezielt zu Käufen genutzt. Dennoch ist meine Cashquote unter dem Strich etwas angestiegen, da ich ja KKR und WCM verkauft habe. Allerdings muss ich ja die Kapitalerhöhung berücksichtigen, was zu einem erheblichen Mittelabfluss führen wird. "Frei" ist also meine erhöhte Cashquote wegen der WCM-Bezugsrechte nur bedingt und unter dem Strich habe ich so gesehen inzwischen weniger Cash zur Verfügung als letzte Woche. Dennoch halte ich weiter Pulver trocken, denn es ist nicht gesagt, dass der heutige Absturz sich nicht die nächsten Tage wiederholen könnte. Denn bzgl. Griechenland und Euro ist noch immer keine finale Entscheidung gefallen, das Gezerre und Gewürge wird weitergehen und die Unsicherheit an den Märkten bestehen bleiben. Und hervorragende langfristige Einstiegschancen bieten in Top-Unternehmen.
Da Famila vorhin meine Euros klaglos gegen Waren eingetauscht hat, macht mir Griechenland nicht wirklich Sorgen. Denn ob die Griechen künftig weiterhin in Euro zahlen können, betrifft mich in Deutschland allenfalls am Rande...
Freitag, 24. Mai 2013
Investmentfonds sind meistens schlecht(er)
Die vor allem in Deutschland vorherrschende Meinung ist, als Privatanleger könne man kein erfolgreiches Stock-Picking betreiben und sollte sein Geld lieber in Fonds investieren - und das möglichst breit gestreut, um das Risiko zu minimieren. Ebenso vernünftig klang es, dass die Erde eine Scheibe wäre, allerdings haben beide Denkansätze einen entscheidenden Makel: die Fakten sprechen dagegen!
Über Planeten und die Form der Erde werde ich mich nun nicht näher auslassen, aber zum Thema Direktanlage in Aktien versus Fondsinvestments hingegen schon. Der Gedanke eines Fonds ist, dass man als Anleger nur Geld einzahlt und die Auswahl der Anlageobjekte dann einem (gut bezahlten) Fachmann überlässt. Klingt plausibel und vernünftig. Allerdings zahlen auch Fonds Transaktionsgebühren für ihre An- und Verkäufe und die Fondsmanager erhalten Gehälter und/oder Provisionen. Darüber hinaus verdient auch die Fondsgesellschaft, denn zwischen An- und Verkaufskursen liegt ein nicht selten hoher Spread, wenn die Anteile denn überhaupt über die Börse gehandelt werden können. Viele sind nur bei der jeweiligen Fondsgesellschaft erhältlich und können nur an diese zurückgegeben werden - was in der Regel keinen großen Nachteil bedeutet, wenn man nicht gerade auf Immobilienfonds gesetzt hat und der Fonds wegen zu großer Anteilsrückgaben in akute Liquiditätsprobleme geschliddert ist. Was in den letzten Jahren eher die Regel als die Ausnahme war. Bei den übrigen Assetklassen, wie Aktien, Renten (verzinsliche Wertpapiere), Geldmarktpapiere usw. kassiert die Fondsgesellschaft dann noch einen Ausgabeaufschlag, der bis zu 7,5% betragen kann. Diese ganzen Kosten muss der Fondsmanager erst einmal wieder verdienen, ehe das Investment des Anlegers überhaupt aus der Verlustzone kommt. Und abgesehen vom Ausgabeaufschlag fallen die Kosten ja nicht nur einmal an, sondern jährlich immer wieder auf's Neue.
Und trotzdem... immerhin sind Profis am Werk, Anlageexperten, die viel Geld verdienen, die wissen schon, was sie tun. Sollte man meinen. Der Finanzdienstleister Gecam hat nun die Performance von 9.428 Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Dach- und Mischfonds analysiert, die in Europa zum Vertrieb zugelassen sind. Und das Ergebnis ist niederschmetternd: magere 23 Prozent der Investmentfonds schafften es in den vergangenen drei Jahren, ihren jeweiligen Vergleichsindex zu übertreffen. Mit anderen Worten: 77 Prozent der Fonds, also mehr als drei Viertel, schnitten schlechter ab als "der Markt". Beim Roulette liegt die Gewinnchance bei knapp unter 50 Prozent, wenn man auf Rot oder Schwarz setzt (die Null spielt ja auch mit), bei Investmentfonds nur bei 23 Prozent. Als rational denkender Mensch sollte man spätestens jetzt akzeptieren, dass die vermeintlich gute Anlage in Investmentfonds eben auch nur vermeintlich die beste Anlagevariante ist.
Gründe für das schlechte Abschneiden liegen auf der Hand: die Fondsmanager bilden zu mehr als 70 Prozent einfach nur ihren jeweiligen Vergleichsindex ab, so dass sie bei hohem Kostenaufwand keinen Mehrwert schaffen können. Sie müssen quasi schlechter als der Vergleichsindex abschneiden, denn es verbleiben ja nur 30 Prozent der investierten Summe, die sie anders einsetzen. Und da Fonds immer ein gewisses Maß an Liquidität halten, z.B. um ausstiegswillige Anleger auszahlen zu können, liegt die wirkliche "Eigenleistungsquote" noch niedriger. Und dieser geringe Anteil müsste dann die Kosten verdienen und auch noch eine Out-Performance gegenüber dem Vergleichsindex. Das geht nur auf zwei Arten: enormes Glück oder hohes Risiko. Hat der Fondsmanager nur Glück, stellt sich die Frage, weshalb der Anleger diesen "Experten" braucht. Und erkauft sich der Fondsmanager die bessere Performance durch ein erhöhtes Risiko, widerspricht dies dem Sinn einer sicheren Anlage und es kann gut sein, dass sich auch einmal das Risiko nicht auszahlt und ein Fonds nach guten Jahren sehr viel schlechtere aufweist. Studien haben belegt, dass Fonds, die drei Jahre lang besonders gut abgeschnitten haben, danach meistens zu den Verlierern zählen.
Wenn man also schon "den Markt" kaufen möchte, sollte man lieber auf ETFs (Exchange-traded Fund) setzen bzw. Produkte, die nicht aktiv gemanaged werden, sondern wirklich nur den Markt 1:1 abbilden - die produzieren nämlich fast keine Kosten, so dass für den Anleger eine weitaus größere Chance besteht, in die Gewinnzone zu kommen.
Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Direktinvestments in Aktien. Warren Buffett meint hierzu, dass jeder durchschnittlich begabte Mensch in der Lage sei, wenn er nur einige wenige Dinge beherzige:
Es kommt also letztlich darauf an, seinen eigenen Verstand einzusetzen und dann Aktien günstig zu kaufen und lange zu halten. Das ist die Strategie des Buy & Hold, die dem Zinseszinseffekt erst die Chance gibt, sein Potenzial zu entfalten und Anleger reich zu machen. Wer häufig(er) sein Depot umschichtet läuft Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- und auszusteigen. Und auch das belegen empirische Untersuchungen, dass Anleger eben meistens mit der Herde schwimmen und daher bei stark fallenden Kursen verkaufen und bei stark steigenden Kursen kaufen. Sie handeln also nicht rational, sondern emotional. Und versenken damit eine Menge Geld und füllen nur die Taschen der Broker, die an den Transaktionskosten prächtig verdienen.
Die richtigen Aktien zu finden, ist natürlich in der Praxis nicht ganz so einfacht. Schon Oscar Wilde bemerkte, dass es leichter sei, über Geld zu schreiben, als Geld zu machen. Und so kann ein interessierter Anleger auch "einfach" sein Geld in Aktien von Unternehmen investieren, die ihrerseits Unternehmen und/oder Aktien kaufen. Der Unterschied zu Fonds ist hierbei, dass man an dem Unternehmen als Aktionär direkt beteiligt ist, dass man die Investmententscheidungen näher miterleben kann, z.B. durch die Geschäftsberichte, Quartals- und teilweise Monatsberichte und natürlich durch Adhoc- und sonstige Publikationen des Unternehmens. Und man kann sich in Unternehmen engagieren, wo der Vorstand selbst signifikante Anteile hält, also ein erhebliches Interesse daran hat, den Unternehmenswert zu mehren. Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel, die diese Anforderungen erfüllen können.
Zum einen gibt es Unternehmen, die sich auf das Investieren in börsennotierte Unternehmen spezialisiert haben. Hier sind die Shareholder Value Beteiligungen AG, die Allerthal-Werke AG, oder die Scherzer & Co. AG zu nennen, über deren Websites man sich über Anlagemethode und die größeren Investments informieren kann.
Und es gibt "richtige" Beteiligungsgesellschaften. Einige sind auf Frühphaseninvestments spezialisiert, wie die Blue Cap AG oder die mic AG, andere erwerben Krisenunternehmen, um sie wieder aufzupäppeln, wie die Bavaria Industriekapital AG. Dann gibt es Unternehmen, wie die Aurelius AG, die gerne Randaktivitäten großer Konzerne erwerben und zu neuen Einheiten formieren und sie dann auf mittlere Sicht gewinnbringend wieder veräußern. Und zuletzt gibt es langfristig orientierte Industrieholdings, bei denen die Veräußerungserlöse von Tochtergesellschaften eher die Ausnahme als die Regel sind. Hier sind AdCapital, die Deutsche Beteiligungs AG, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB Industries zu nennen. Und natürlich Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway, das in einer ganz anderen Liga spielt, als z.B. Greiffenberger AG oder die H.P.I. Holding AG, die nur jeweils ein oder zwei Beteiligungsunternehmen aufweisen und auf ein Segment fokussiert sind. Insbesondere Aurelius und MBB Industries halte ich für nach wie vor für mittel- und langfristig hervorragende Investments, bei denen man gerne Partner (Mitaktionär) der erfolgreichen Vorstände ist.
Bleibt noch die Frage, weshalb man in lieber Aktien investieren sollte und nicht in Immobilien, Tagesgeld, Anleihen, Gold, Rohöl oder Schweinebäuche. Die habe ich allerdings bereits unter dem Titel "2013 wird das Jahr der Aktien" ausführlich beantwortet und spare mir deshalb an dieser Stelle die Wiederholung.
Also, es ist gar nicht so schwer, erfolgreich an der Börse zu investieren. Sofern man die Börse nicht als Casino und Aktienkäufe als Zocken missversteht, sondern Aktien als Partnerschaftsanteile an Unternehmen und die Börse als Handeslplatz, wo man diese Anteile erwerben kann, bleiben gar nicht so viele Möglichkeiten, gravierende Fehler zu machen. Ein wenig Mut und etwas Vertrauen in das eigene Urteilsvermögen gehören zwar schon dazu, aber beides benötigt man auch, wenn man unbeschadet eine fremde Katze streicheln will...
"Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung".
Über Planeten und die Form der Erde werde ich mich nun nicht näher auslassen, aber zum Thema Direktanlage in Aktien versus Fondsinvestments hingegen schon. Der Gedanke eines Fonds ist, dass man als Anleger nur Geld einzahlt und die Auswahl der Anlageobjekte dann einem (gut bezahlten) Fachmann überlässt. Klingt plausibel und vernünftig. Allerdings zahlen auch Fonds Transaktionsgebühren für ihre An- und Verkäufe und die Fondsmanager erhalten Gehälter und/oder Provisionen. Darüber hinaus verdient auch die Fondsgesellschaft, denn zwischen An- und Verkaufskursen liegt ein nicht selten hoher Spread, wenn die Anteile denn überhaupt über die Börse gehandelt werden können. Viele sind nur bei der jeweiligen Fondsgesellschaft erhältlich und können nur an diese zurückgegeben werden - was in der Regel keinen großen Nachteil bedeutet, wenn man nicht gerade auf Immobilienfonds gesetzt hat und der Fonds wegen zu großer Anteilsrückgaben in akute Liquiditätsprobleme geschliddert ist. Was in den letzten Jahren eher die Regel als die Ausnahme war. Bei den übrigen Assetklassen, wie Aktien, Renten (verzinsliche Wertpapiere), Geldmarktpapiere usw. kassiert die Fondsgesellschaft dann noch einen Ausgabeaufschlag, der bis zu 7,5% betragen kann. Diese ganzen Kosten muss der Fondsmanager erst einmal wieder verdienen, ehe das Investment des Anlegers überhaupt aus der Verlustzone kommt. Und abgesehen vom Ausgabeaufschlag fallen die Kosten ja nicht nur einmal an, sondern jährlich immer wieder auf's Neue.
Und trotzdem... immerhin sind Profis am Werk, Anlageexperten, die viel Geld verdienen, die wissen schon, was sie tun. Sollte man meinen. Der Finanzdienstleister Gecam hat nun die Performance von 9.428 Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Dach- und Mischfonds analysiert, die in Europa zum Vertrieb zugelassen sind. Und das Ergebnis ist niederschmetternd: magere 23 Prozent der Investmentfonds schafften es in den vergangenen drei Jahren, ihren jeweiligen Vergleichsindex zu übertreffen. Mit anderen Worten: 77 Prozent der Fonds, also mehr als drei Viertel, schnitten schlechter ab als "der Markt". Beim Roulette liegt die Gewinnchance bei knapp unter 50 Prozent, wenn man auf Rot oder Schwarz setzt (die Null spielt ja auch mit), bei Investmentfonds nur bei 23 Prozent. Als rational denkender Mensch sollte man spätestens jetzt akzeptieren, dass die vermeintlich gute Anlage in Investmentfonds eben auch nur vermeintlich die beste Anlagevariante ist.
Gründe für das schlechte Abschneiden liegen auf der Hand: die Fondsmanager bilden zu mehr als 70 Prozent einfach nur ihren jeweiligen Vergleichsindex ab, so dass sie bei hohem Kostenaufwand keinen Mehrwert schaffen können. Sie müssen quasi schlechter als der Vergleichsindex abschneiden, denn es verbleiben ja nur 30 Prozent der investierten Summe, die sie anders einsetzen. Und da Fonds immer ein gewisses Maß an Liquidität halten, z.B. um ausstiegswillige Anleger auszahlen zu können, liegt die wirkliche "Eigenleistungsquote" noch niedriger. Und dieser geringe Anteil müsste dann die Kosten verdienen und auch noch eine Out-Performance gegenüber dem Vergleichsindex. Das geht nur auf zwei Arten: enormes Glück oder hohes Risiko. Hat der Fondsmanager nur Glück, stellt sich die Frage, weshalb der Anleger diesen "Experten" braucht. Und erkauft sich der Fondsmanager die bessere Performance durch ein erhöhtes Risiko, widerspricht dies dem Sinn einer sicheren Anlage und es kann gut sein, dass sich auch einmal das Risiko nicht auszahlt und ein Fonds nach guten Jahren sehr viel schlechtere aufweist. Studien haben belegt, dass Fonds, die drei Jahre lang besonders gut abgeschnitten haben, danach meistens zu den Verlierern zählen.
Wenn man also schon "den Markt" kaufen möchte, sollte man lieber auf ETFs (Exchange-traded Fund) setzen bzw. Produkte, die nicht aktiv gemanaged werden, sondern wirklich nur den Markt 1:1 abbilden - die produzieren nämlich fast keine Kosten, so dass für den Anleger eine weitaus größere Chance besteht, in die Gewinnzone zu kommen.
Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Direktinvestments in Aktien. Warren Buffett meint hierzu, dass jeder durchschnittlich begabte Mensch in der Lage sei, wenn er nur einige wenige Dinge beherzige:
- er müsse bereit sein, seine Emotionen aus der Anlageentscheidung herauszuhalten und auf Basis von Fakten zu investieren,
- er müsse bereit sein, sich durch Geschäftsberichte durchzuackern und nicht auf Börsentipps von Freunden, Brokern, Börsenblättern oder Astrologen zu setzen,
- er sollte in Unternehmen investieren, deren Geschäftsmodell er versteht,
- er sollte antizyklisch investieren (niedrig kaufen, hoch verkaufen),
- und er sollte Aktien zu Kursen kaufen, die deutlich unterhalb ihres wahren Wertes notieren, und diese dann lange halten.
"Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr
bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige
großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt."
(Charlie Munger)
bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige
großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt."
(Charlie Munger)
Es kommt also letztlich darauf an, seinen eigenen Verstand einzusetzen und dann Aktien günstig zu kaufen und lange zu halten. Das ist die Strategie des Buy & Hold, die dem Zinseszinseffekt erst die Chance gibt, sein Potenzial zu entfalten und Anleger reich zu machen. Wer häufig(er) sein Depot umschichtet läuft Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- und auszusteigen. Und auch das belegen empirische Untersuchungen, dass Anleger eben meistens mit der Herde schwimmen und daher bei stark fallenden Kursen verkaufen und bei stark steigenden Kursen kaufen. Sie handeln also nicht rational, sondern emotional. Und versenken damit eine Menge Geld und füllen nur die Taschen der Broker, die an den Transaktionskosten prächtig verdienen.
"Regel Nummer eins lautet: nie Geld verlieren. Regel
Nummer zwei lautet: vergiss nie Regel Nummer eins."
Nummer zwei lautet: vergiss nie Regel Nummer eins."
(Warren Buffett)
Die richtigen Aktien zu finden, ist natürlich in der Praxis nicht ganz so einfacht. Schon Oscar Wilde bemerkte, dass es leichter sei, über Geld zu schreiben, als Geld zu machen. Und so kann ein interessierter Anleger auch "einfach" sein Geld in Aktien von Unternehmen investieren, die ihrerseits Unternehmen und/oder Aktien kaufen. Der Unterschied zu Fonds ist hierbei, dass man an dem Unternehmen als Aktionär direkt beteiligt ist, dass man die Investmententscheidungen näher miterleben kann, z.B. durch die Geschäftsberichte, Quartals- und teilweise Monatsberichte und natürlich durch Adhoc- und sonstige Publikationen des Unternehmens. Und man kann sich in Unternehmen engagieren, wo der Vorstand selbst signifikante Anteile hält, also ein erhebliches Interesse daran hat, den Unternehmenswert zu mehren. Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel, die diese Anforderungen erfüllen können.
Zum einen gibt es Unternehmen, die sich auf das Investieren in börsennotierte Unternehmen spezialisiert haben. Hier sind die Shareholder Value Beteiligungen AG, die Allerthal-Werke AG, oder die Scherzer & Co. AG zu nennen, über deren Websites man sich über Anlagemethode und die größeren Investments informieren kann.
Und es gibt "richtige" Beteiligungsgesellschaften. Einige sind auf Frühphaseninvestments spezialisiert, wie die Blue Cap AG oder die mic AG, andere erwerben Krisenunternehmen, um sie wieder aufzupäppeln, wie die Bavaria Industriekapital AG. Dann gibt es Unternehmen, wie die Aurelius AG, die gerne Randaktivitäten großer Konzerne erwerben und zu neuen Einheiten formieren und sie dann auf mittlere Sicht gewinnbringend wieder veräußern. Und zuletzt gibt es langfristig orientierte Industrieholdings, bei denen die Veräußerungserlöse von Tochtergesellschaften eher die Ausnahme als die Regel sind. Hier sind AdCapital, die Deutsche Beteiligungs AG, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB Industries zu nennen. Und natürlich Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway, das in einer ganz anderen Liga spielt, als z.B. Greiffenberger AG oder die H.P.I. Holding AG, die nur jeweils ein oder zwei Beteiligungsunternehmen aufweisen und auf ein Segment fokussiert sind. Insbesondere Aurelius und MBB Industries halte ich für nach wie vor für mittel- und langfristig hervorragende Investments, bei denen man gerne Partner (Mitaktionär) der erfolgreichen Vorstände ist.
Bleibt noch die Frage, weshalb man in lieber Aktien investieren sollte und nicht in Immobilien, Tagesgeld, Anleihen, Gold, Rohöl oder Schweinebäuche. Die habe ich allerdings bereits unter dem Titel "2013 wird das Jahr der Aktien" ausführlich beantwortet und spare mir deshalb an dieser Stelle die Wiederholung.
"Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen".
Also, es ist gar nicht so schwer, erfolgreich an der Börse zu investieren. Sofern man die Börse nicht als Casino und Aktienkäufe als Zocken missversteht, sondern Aktien als Partnerschaftsanteile an Unternehmen und die Börse als Handeslplatz, wo man diese Anteile erwerben kann, bleiben gar nicht so viele Möglichkeiten, gravierende Fehler zu machen. Ein wenig Mut und etwas Vertrauen in das eigene Urteilsvermögen gehören zwar schon dazu, aber beides benötigt man auch, wenn man unbeschadet eine fremde Katze streicheln will...
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