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Dienstag, 14. September 2021

Kissigs Aktien Report: Ist Regulierungswut das neue tödliche China-Virus?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Sonntag, 12. September 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zum Pyrrhussieg von Epic Games gegen Apple, Chinas Frontalangriff auf Tencent und Sea Limiteds Aufstieg sowie den drohenden Kollaps von China Evergrande

Nach einem freundlichen Auftakt zeigte sich der September in seiner zweiten Handelswoche von seiner eher unliebsamen Seite. Die Kurse gaben unisono ab an der Wall Street und in Frankfurt. Dabei traf es sowohl die Konjunkturzykliker als auch die Wachstumsaktien. Wobei Apple mit einem ordentlichen Minus am Freitag für einen erheblichen Anteil der Verluste an den US-Börsen und den globalen Börsenindizes verantwortlich zeichnete, da die Aktie des teuersten Unternehmens der Welt dort entsprechend hoch gewichtet ist.

Die eingetrübte Stimmung der Börsen orientierte sich allerdings einmal mehr an den Notenbanken. Sowohl die FED als auch die EZB werden bereits in Kürze mit dem Tapering beginnen, also der sanften Reduzierung ihrer massiven Anleihekäufe. An der Zinsschraube werden sie (noch) nicht drehen, denn die Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten zeigen ein verhalteneres Wachstum an und auch der Inflationsschub wird weiterhin als vorübergehende Entwicklung eingestuft, die zum großen Teil mit dem Jahreswechsel aus der Statistik herauswachsen dürfte. Insofern wird sich an der überbordenden Liquiditätsversorgung der Börsen in absehbarer Zeit nichts Grundlegendes ändern. Doch diese Erkenntnis ist keine neue und keine unerwartete, so dass die Börsen sich hiervon kaum inspirieren ließen. Dafür sorgten andere Ereignisse...

Sonntag, 22. August 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele über Zinsen, Inflation, Konjunktur, Notenbanken und Chinas fortgesetzten Regulierungswahn(sinn)

Börsen sind Marktplätze, wo Angebot und Nachfrage aufeinanderprallen und so der Preisfindung dienen. Je weniger Manipulationen, je weniger Eingriffe es in den Markt gibt, desto effizienter kann er funktionieren.

Die Notenbanken gehören auch zum Staatssektor und sie sind zu einem entscheidenden Faktor für die Börsen geworden. Seit dem Crash von 2000 weiten die Notenbanken, allen voran die US-Notenbank FED, die Geldmenge immer weiter aus und dadurch wurden die Aktienkurse, aber auch andere Vermögenswerte, kräftig angeheizt. Diese Vermögenspreisinflation hat Immobilienwert und Aktienkurse auf immer neue Höchststände katapultiert. Die Kehrseite ist, dass hierdurch auch die Anhängigkeit des Marktes von den Notenbanken und von der stetigen Versorgung mit immer mehr und immer billigerem Geld zunahm. Die Entwöhnung ist nur noch sehr schwer möglich und wenn die Notenbanken es versuchen, dann lösen sie damit größere Erschütterungen aus. Wie 2000, als die FED mehrfach die Zinsen anhob, und genauso 2018. Beides waren keine guten Börsenjahre.

Die große Unbekannte in der Formel ist die Inflation. Die Notenbanken habe auch die Aufgabe, die Geldentwertung in Zaum zu halten. Ein bisschen Inflation muss sein und fördert die Wirtschaft, zu viel Inflation entwertet das Geld zu schnell und sorgt für Panik. Grundlegende Theorie ist, dass eine steigende Geldmenge zu mehr Inflation führt und ein drosseln der Geldmenge die Inflation wieder eindämmt. Doch trotz exzessiver Ausweitung der Geldmenge gab es in den letzten 25 Jahren kaum merkbare Inflationstendenzen. Weil das Geld nicht zuvorderst in den Konsum floss und so Nachfrage und Preise anheizte, sondern in Vermögenswerte, wo es dann gebunden war. Doch nun ist die Inflation zurück...

Dienstag, 10. August 2021

Kissigs Aktien Report: Jetzt in China investieren? Aber sicher!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 5. April 2021

Kissigs Aktien Report: Prosus hat die Zukunft im Portfolio. Und Tencent...

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 7. Januar 2021

Kissigs Aktien Report: Zeitenwende? Mächtig(er) Gegenwind für Chinas Big-Tech

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 23. November 2020

Good News bei... Prosus: Umsatzplus, Gewinnsteigerung, Start der Aktienrückkäufe

Prosus NV wartet heute mit mehreren positiven Nachrichten auf. Zum einen legte die Internet-Beteiligungsgesellschaft ihre Zahlen für das 1. Halbjahr 2020 vor und dann gab es interessante Neuigkeiten zum angekündigten Aktienrückkaufprogramm. Oder eigentlich sind es ja sogar zwei Rückkaufprogramme, die erheblichen Mehrwert für die Aktionäre schaffen sollen...

Samstag, 14. September 2019

Prosus ist Europas neuer High-Tech-Börsenstar. Obwohl gar nicht so viel Europa drin ist...

Der südafrikanische Medienkonzern Naspers ist inzwischen zu einem der weltweit führenden Tech-Beteiligungsunternehmen geworden. Das hat er vor allem seiner wegweisenden Entscheidung zu verdanken, sich im Jahr 2001 mit knapp $33 Mio. an dem unbekannten aber aufstrebenden chinesischen Internetkonzern Tencent zu beteiligen. Bis Anfang letzter Woche hielt Naspers noch rund 31% an Tencent, die alleine €120 Mrd. ($132 Mrd.) wert waren, nachdem man im letzten Jahr 2% für knapp $10 Mrd. veräußert hatte.

Doch seit Jahren sieht sich Naspers starker Kritik ausgesetzt, weil sein Aktienkurs deutlich unterhalb des Wertes seiner vielen Beteiligungen liegt, teilweise bis zu 40%. Naspers CEO Bob van Dijk hatte daher einige Maßnahmen angekündigt, diese "versteckten" Werte zu heben. Nach der Abspaltung des südafrikanischen Kabelnetzbetreibers Multichoice wurde nun der Großteil der internationalen Beteiligungen in einer eigenen Gesellschaft gebündelt und diese Prosus NV an der Amsterdamer Euronext an die Börse gebracht. Mit durchschlagendem Erfolg - und Konsequenzen...

Sonntag, 31. März 2019

Kissigs Kloogschieterei: Die 13. Börsenwoche im Rückspiegel mit 1&1 Drillisch, Apple, Lyft, Naspers, Rocket Internet, Jumia, MasterCard, Wirecard

Unterm Strich ist wenig passiert in der letzten Woche; DAX und NASDAQ gingen am Freitag in etwa unverändert aus der Woche, während der Dow Jonex Index sogar 2% zugelegt hatte.

Über das Brexit-Chaos kann man schon nicht einmal mehr lachen. Das britische Parlament hat es doch wohl ernsthaft geschafft, wiederholt nur festzustellen, dass man alle möglichen Wege nicht beschreiten will. Kein neues Referendum, keine Abkehr vom Brexit, kein Brexit ohne Abkommen, aber auch das Abkommen samt einiger "Behelfsbrücken" wurde abgelehnt. Was die Parlamentarier dabei zu vergessen scheinen: die Kündigung ist doch längst erfolgt, wenn sie nichts tun, kommt es zum harten Brexit. Und die EU stuft dieses Szenario ab sofort als das wahrscheinlichste an. Denn die EU wird den Stecker ziehen, weil die Wahlen zum Europäischen Parlament anstehen und die Briten als Mitglied eine Wahl abhalten müssten. Was sie nicht wollen, was die EU nicht will, was auch gar nicht geht, da die Zeit zur Vorbereitung fehlt und wenn die Briten einfach nicht wählen alle Beschlüsse des künftigen EU-Parlaments mindestens anfechtbar wären. Die EU muss sich also selbst schützen und den Brexit exekutieren, so oder so.

Ansonsten herrschte eher Lethargie an den Börsen, denn auch beim größten Thema, dem Handelsstreit zwischen den USA und China, gibt es kaum konkrete Fortschritte. Zumindest werden beide Seiten nicht müde zu betonen, dass man gut vorankomme. Der Börse reicht das - momentan. Insofern könnte man die allgemeine Lage als stabil bezeichnen und den Blick auf die Unternehmen richten, von denen ja momentan so einiges zu hören ist...

Freitag, 28. Dezember 2018

2018 im Rückspiegel: Rekord, Korrektur, Allzeithoch, Börsencrash - und ein Rekordminus

2018 lief nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Und mit diesem Fazit stehe ich vermutlich nicht allein. Mein Jahresausblick auf dieses Jahr lautete "2018 laufen die Börsen weiter. Soweit die Kurse tragen..." und darin hatte ich die Erwartung geäußert, dass die Börsen gut ins Jahr 2018 starten würden, getragen von der US-Steuerreform und den daraus resultierenden höheren Gewinnen der US-Unternehmen.

Im Jahresverlauf hatte ich aufkommende Schwierigkeiten verortet bzgl. der anziehenden Inflation und der auch deshalb steigenden Zinsen in den USA, während es in der Eurozone keine Zinsanhebungen geben würde. Bzgl. der Immobilienpreise hatte ich steigende Mieten und Preise erwartet, bei den Rohstoffen ein anziehen der Preise aufgrund der guten Konjunktur und für Öl (WTI) hatte ich Preise zwischen 50 und 60 Dollar im Jahresmittel erwartet - was auch nicht wirklich daneben lag, auch wenn die Spitzen deutlich außerhalb dieses Bandes lagen und der Ölpreis nach Kursen von gut 75 Dollar im Jahresverlauf nun am Ende bei 45 Dollar notiert. Für Gold hatte ich nicht viel erwartet, was auch so eingetreten ist. Absolut gesehen jedenfalls; relativ betrachtet wäre man mit Gold und Geld in 2018 besser gefahren als mit Aktieninvestments, das steht nun fest. Für Banken war ich sehr negativ eingestellt und was die deutschen/europäischen Banken angeht, lag ich völlig richtig. Die US-Banken stehen hingegen prächtig dar, das habe ich so nicht erwartet bzw. nicht wirklich auf dem Schirm gehabt. Und der große Einbruch bei Anleihen blieb bisher auch aus, trotz der anziehenden Zinsen. Das Damoklesschwert in den Bilanzen der Banken und Versicherungen (und der EZB) schwebt aber weiterhin latent über uns... Und dann war da noch meine Prognose für Bitcoins und Kryptowährungen, die lautete: "Diese Blase wird platzen und eine Reihe von Kryptowährungen in den Abgrund reißen. Zuvor dürften aber noch eine Reihe von Bitcoin-Börsen gehackt werden und/oder einfach ihre Kunden/Anleger abzocken und auch so für Ernüchterung sorgen". Geradezu prophetisch richtig lag ich hier.

Tja, alles irgendwie ziemlich gut getroffen. Und am Ende habe ich doch kräftige Kursverluste einstecken müssen dank der Korrektur im vierten Quartal. Das betraf zunächst vor allem die deutschen Nebenwerte, während die US-Techwerte mein Depot über Wasser hielten. Aber dieser Zwischenstand erwies sich als trügerisch, wie die letzten Wochen zeigten...

Sonntag, 24. Dezember 2017

Investor-Update: m-u-t, Naspers, Navigator Equity Solutions, Tencent, Vectron Systems

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Beobachtungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Jahresendrallye ist in vollem Gange. Partiell...
Er hat es getan, wirklich: Donald Trump hat sein erstes Reformprojekt in die Tat umgesetzt und seine Unterschrift unter die US-Steuerreform gesetzt. Die wird gravierende Auswirkungen haben und vor allem Reiche Amerikaner und US-Unternehmen entlasten. Insbesondere die Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% dürfte sich auf viele Unternehmen positiv auswirken, während die Senkung der Einkommensteuersätze die Inlandsnachfrage ankurbeln und so ebenfalls bei den Unternehmen für mehr Umsatz - und Gewinn - sorgen dürfte. Alleine für Berkshire Hathaway wird der positive Effekt auf das Jahresergebnis mit rund 15% angegeben.

So gewichtig die steuerlichen Auswirkungen auch sind, so unsinniger wäre es, seine Aktieninvestments nur danach auszurichten. Denn die Unternehmen werden sich anpassen und auch die übrige Staaten dieser Welt werden die USA nicht als alleiniges Unternehmenssteuerparadies davonkommen lassen. Und so habe ich bei meinen Depotveränderungen auch weniger auf die steuerlichen Aspekte geachtet, als vielmehr meine Position dahingehend abgeklopft, ob sie für 2018 aussichtsreich erscheinen und nach ihrer Positionsgröße untereinander. Es gab also eine Art Revision meines Depots. Zunächst schauen wir aber auf die allgemeine Marktstimmung...