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Freitag, 7. März 2025

Gastartikel von Andreas Unkauf: Jungheinrich oder Kion - welcher Lagerlogistikspezialist ist attraktiv(er)?

Heute präsentiere ich euch einen weiteren interessanten Gastartikel. Dieses Mal von Andreas Unkauf, der einen fundamentalen Investmentasatz verfolgt und überwiegend in Einzelaktien investiert. Die von ihm erstellten Analysen teilt er kostenlos auf seinem Aktienblog Aktien-Analysen.net und über sein wikifolio Wachstumsunternehmen EU und NA kann man gemeinsam mit ihm investieren.

Andreas hat sich zwei sehr interessante Unternehmen für seine Vorstellung ausgesucht: Jungheinrich und Kion, zwei global führende Lagerlogistikspezialisten...

Samstag, 4. September 2021

DAX-Familie im Wechselfieber und HelloFresh, Qiagen, Sartorius, Zalando, Jungheinrich, Hypoport, Shop Apotheke und Secunet sind mittendrin

Großes Stühlerücken in DAX, MDAX und SDAX. Die deutschen Leitindizes werden zum 20. September reformiert, vor allem der DAX. Seit seiner Geburtsstunde im Jahr 1988 umfasst er die 30 größten Aktienwerte und soll nun auf 40 anwachsen. Ziel ist, ihn attraktiver zu machen, das Gewicht des Banken- und Automobilsektors zu reduzieren und mehr aufstrebende Wachstumsunternehmen und "junge Branchen" zu etablieren. Das gelingt - zum Teil.

Im Gegenzug wird der MDAX von 60 auf 50 Werte verkleinert und da seine größten Werte in den DAX aufsteigen, verliert der MDAX erheblich an Gewicht - und Bedeutung. Sein am Streubesitz orientierter Börsenwert wird enorm sinken, etwa um die Hälfte. Die verbleibenden Werte sind bzgl. ihrer Größe näher beieinander, so dass nicht mehr einige wenige Aktien den Index dominieren. Unterm Strich wird der MDAX künftig weniger der Index der mittelgroßen Werte sein, als einer der größeren Nebenwerte. 

Beim SDAX bleibt alles beim alten, nur die Zusammensetzung ändert sich um fünf Werte, die mit Absteigern aus dem MDAX die Plätze tauschen und es gibt sechs Neuaufnahmen.

Insgesamt gewinnt der DAX zehn neue Mitglieder, der MDAX verliert diese zehn und nimmt fünf Aufsteiger auf dem SDAX auf, während der SDAX elf neue Mitglieder begrüßt: fünf MDAX-Absteiger und sechs bisher indexlose Aufsteiger.

Dienstag, 22. Juni 2021

Kissigs Aktien Report: Jungheinrich und KION sind die Stars der „stillen Wachstumsbranche“ Lagerlogistik

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 30. November 2020

Kapitalerhöhung bei KION kommt nicht so gut an

Die Kion Group macht sich gerade unbeliebt bei ihren Aktionären. Zuerst hatte man eine große Kapitalerhöhung angekündigt, nun folgten knapp zwei Wochen später die Details: den Kion-Aktionären werden 13,1 Mio. neue Aktien in einem Bezugsverhältnis von 9:1 zum Preis von €62 je Aktie angeboten. Werden nicht alle Aktien abgenommen, folgt bis 4. Dezember eine Privatplatzierung an ausgewählte Investoren.

Kion will mit den erhofften €812 Mio. Schulden tilgen. Insbesondere die Corona-Kreditlinie durch die KfW will man unbedingt loswerden, um wieder Handlungsspielraum - auch für die Dividende - zurückzugewinnen. 

Die Ankündigung am 18. November hatte den Kurs bereits deutlich unter Druck gebracht und heute geht es nochmals bergab. Das dürfte auch bis mindestens zum Abschluss der Kapitalmaßnahme so bleiben.

Meine Einschätzung

Kion, die weltweite Nummer 2 im Markt für Flurförderfahrzeuge, und auch der drittplatzierte Hamburger Wettbewerber Jungheinrich leiden unter den Corona-Auswirkungen, aber werden vom starken und zunehmenden Trend hin zu Onlineshopping und dem daraus resultierenden Logistikboom stark profitieren. Beide sind zyklisch, bleiben aber aussichtsreich.

Disclaimer: Habe Jungheinrich und Kion auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wiki.

Mittwoch, 1. Januar 2020

2020 wird unbeständig, launisch, wechselhaft, aber nicht unbedingt auch unergiebig

Nach meinem Rückblick "2019 im Rückspiegel: Wie der Januar so das Jahr. (M)eine Rekordjagd, trotz Wirecard-Fiasko" wage ich nun einen Ausblick auf die nächsten 12 Monate und dabei werde ich euch auch meine Aktienfavoriten für 2020 vorstellen.

Nachdem die Bären die Börsen Ende 2018 fest im Griff hatten, haben im Schlussquartal 2019 nochmals die Bullen die Zügel in die Hand genommen und so die Börsen auf neue Rekordhöhen geführt: der DAX legte sein bestes Jahr hin seit 2012 und der S&P 500 sein sechst bestes seit 1928. Nach derartigen Steigerungen ist es nur natürlich, dass viele Anleger mit mulmigen Gefühlen auf das neue Jahr 2020 blicken und befürchten, dass es kaum etwas zu verdienen geben wird an den Börsen oder gar größeres Ungemach droht. Verständlich ist diese Furcht, aber auch richtig?

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Jungheinrich: Angezählt oder ausgeknockt? Wie schlimm ist es wirklich?

Der Lager und Logistik-Spezialist Jungheinrich hat gestern die Anleger verschreckt, weil er eine Umsatz- und Gewinnwarnung für 2020 rausgehauen hat, die die schlimmsten Befürchtungen noch übertraf. Dass es mit der Konjunktur nicht wirklich rund läuft zur Zeit, das dürfte inzwischen jeder wissen, und auch Jungheinrich selbst hatte im Sommer die eigenen Prognosen für das laufende Jahr eingedampft. Und es war auch absehbar, dass es wohl in der zweiten Jahreshälfte zu keiner wesentlichen Verbesserung gekommen sein würde, so dass die deutliche Kursrallye der letzten Wochen schon unter Vorbehalt beäugt werden musste. Aber nun... nach 25% Kurseinbruch kann man wohl kaum einfach nach dem Motto "Mund abputzen, weitermachen" verfahren, oder?

Sonntag, 28. Juli 2019

Die 29. und 30. Börsenwoche im Rückspiegel: Kissigs Kloogschieterei mit Amazon, Jungheinrich, Kion, PayPal, Ringmetall, Shopify

Die letzten beiden Börsenwochen sind geprägt von der US-Berichtssaison und verliefen ziemlich gegensätzlich. Während es in der 28. Kalenderwoche deutlich runter ging mit den Kursen, konnten die Börsen in der 29. Börsenwoche wieder durchstarten und marktierten am Ende neue Allzeithöchststände. Dabei hatten nicht alle Schwergewichte die Erwartungen schlagen können und die Politik war auch wieder einmal keine große Hilfe. Dennoch muss ich an dieser Stelle nochmals Ken Fisher lobend erwähnen, der bereits Ende Mai vorhergesagt hatte, dass sich politisch in den USA und in Europa wenig bewegen würde und dass dies eine gute Zeit für die Aktienkurse sein würde. Mit neuen Führern in der EU (Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin) und Großbritannien (Boris Johnson als Premier) könnte sich die Zeit der politischen Lethargie allerdings langsam dem Ende zuneigen. Schade eigentlich...

Freitag, 27. Juli 2018

KION Group: Antizyklische Einstiegschance mit einem Schuss Übernahmephantasie

Bei der KION Group lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund, wie man auch am Aktienkurs ablesen kann. Gestern gab es nun eine Umsatzwarnung und das schickt die Aktie weitere 10% in den Keller.

Irgendwie unverständlich, denn der Vorstand bekräftigte seine Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr, weil er sich sicher ist, die vorübergehenden kleineren Schlaglöcher im Jahresverlauf ausbügeln zu können. Als zyklischer Wert ist KION natürlich besonders von der konjunkturellen Lage abhängig und die sich zuspitzenden Handels- und Zollkonflikte dürften das eigentliche Problem sein, so dass Anleger die gestrige Meldung eher als willkommenen Anlass zur Depotbereinigung genutzt haben, als dass er fundamental (gut) begründet wäre.

Doch auf dem aktuellen Kursniveau von 56 Euro könnte sich der Einstieg (wieder) lohnen, denn KION ist - wie auch Wettbewerber Jungheinrich - sehr gut aufgestellt und ein großer, wenn auch indirekter, Profiteur des Onlinehandels. Und dann gibt es da noch diese chinesische Komponente...

Mittwoch, 14. März 2018

Megatrend Lagerlogistik: Mit Jungheinrich und KION vollautomatisch mitverdienen

Die Anlagephilosophie von Peter Lynch lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Kaufe, was du kennst". Lynch war der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre und übernahm mit nur 33 Jahren den Magellan-Fonds. Dieser wurde das Flaggschiff von Fidelity, da es Lynch gelang, Jahr um Jahr deutlich bessere Renditen einzufahren, als der Gesamtmarkt. Mit Mitte 50 zog er sich dann aus dem aktiven Fondsmanagement zurück und verfasste Bücher über sein Lieblingsthema. Am bekanntesten ist "Der Börse einen Schritt voraus", in dem er den Anlegern rät, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und auf die Trends in ihrer Umgebung zu achten. So entdeckte er Gilette, den ersten Wegwerfrasierer der Welt. Weil immer mehr Menschen in seiner Umgebung diese Rasierer kauften, erkannte Lynch das große Potenzial. Und kaufte nicht nur selbst die praktischen Rasierer, sondern vorher gleich noch eine große Menge Gilette-Aktien.

Nun könnte man sagen, dass so ein Trend rückwirkend leicht zu erkennen ist, in der Vorausschau dies aber sehr viel schwerer gelingt. Klar, ist so. Wie Mark Twain schon anmerkte, sind Prognosen immer schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Trotzdem ist es möglich, man muss noch nicht einmal ein Experte sein. Schauen wir mal auf Smartphones. Spätestens als das Iphone auf den Markt kam und plötzlich jeder eines haben wollte, als sich endlose Schlangen vor den Apple-Stores bildeten und die Menschen sogar tagelang vor diesen kampierten, nur um eines der Geräte kaufen zu können, da konnte jeder erkennen, dass hier ein neuer Megatrend ins Rollen kam. Der erste Schritt war also getan, der zweite ist allerdings schon schwieriger.

Dienstag, 8. November 2016

Zahlen & Mehr: DIC Asset, Jungheinrich, Patrizia

▸ DIC Asset
Der Gewerbeimmobilienspezialist meldete 9-Monatszahlen und konnte durchaus überzeugen. Sein Konzernüberschuss legte um fast 40% auf €22,5 Mio. zu , was vor allem am starken Anstieg der Gewinne aus Immobilienverkäufen, einem deutlich verbessertes Zinsergebnis sowie steigenden Erträgen im Fondsbereich lag.

Die FFO (Funds from Operations) betrugen €36,9 Mio. und damit nur etwas mehr als im Vorjahr, als man €36,8 Mio. erzielte. Im Bereich Vermietung stiegen die annualisierten Mieteinnahmen von €13,6 Mio. auf €22,2 Mio. und die Leerstandsquote sank um 1,3% auf 11,9% ab. Im zukunftsträchtigen Fondsgeschäft wurden im laufenden Geschäftsjahr bereits Immobilien im Volumen von rund €110 Mio. für die bestehenden Fonds gekauft, womit DIC Asset bereits nach den ersten 9 Monaten das prognostizierte Jahresvolumen von €80 bis €100 Mio übertraf. Darüber hinaus wurden auch noch Einzelhandelsimmobilien im Gesamtvolumen von rund €220 Mio. für einen neuen Einzelhandelsfonds gekauft, der demnächst aufgelegt werden soll.

Dank der operativen Erfolge konnte DIC Asset seine Finanzverbindlichkeiten weiter senken, was zu einem dauerhaft verbesserten Finanzergebnis führt. Per 30. September sanken sie gegenüber dem Vorjahresende um rund €216 Mio auf €1,36 Mrd. und die durchschnittliche Verzinsung sank dabei um 0,1% auf 3,4%. Dabei konnte das Zinsergebnis deutlich von zuvor minus €46,3 Mio auf minus €34 Mio. verbessert werden und der Zinsaufwand sank auf €41,1 Mio. Für das Gesamtjahr rechnet DIC Asset mit Brutto-Mieteinnahmen zwischen €109 und €111 Mio. und hat die Prognose für den FFO von zuvor €43 bis €44 Mio. auf € 46 bis € 47 Mio. erhöht.

Meine Einschätzung
DIC Asset bewegt sich in einem boomenden Markt und hat mit der Übernahme von 25% der Anteile an der WCM einen echten Erfolgscoup gelandet - in 2017 dürfte hier der erste fette Dividendenscheck eintrudeln. Das Unternehmen wandelt sich hin zu einem Asset-Manager und will sich von volatileren und spekulativeren Unternehmensbereichen trennen. Hinzu kommt eine deutliche Unterbewertung der Aktien ggü. ihrem Substanzwert und vergleichbaren Unternehmen. Die Achillesferse war bisher immer die hohe Verschuldung sowie die vergleichsweise hohe Leerstandsquote. Beide Kennzahlen verbessern sich stetig und daher dürfte sich der Blick künftig mehr und mehr in Richtung der operativen Fortschritte richten und die guten Perspektiven aufgrund der Neuausrichtung weg vom volatilen Projektentwicklungsgeschäft in den Vordergrund rücken. Daher sollte DIC Asset auch bei einer deutlichen Börsenkorrektur nach unten hin gut abgesichert sein und aufgrund der massiven Unterbewertung, gepaart mit einer Reihe potenzieller Gewinntreiber, so dass sich dem langfristig orientierten Anleger bei der DIC Asset ein ausgezeichnetes Chance-Risiko-Verhältnis bietet.


▸ Jungheinrich
Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich ist im dritten Quartal vor allem dank einer hohen Nachfrage in Europa kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg um 13,4% auf €754 Mio. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 2,5% auf €54,1 Mio. und unterm Strich blieben rund €34 Mio. hängen und damit etwas weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Bestellungen von Gabelstaplern und Lagertechnik legten im zweiten Quartal um 8,5% auf €781 Mio. zu und summierten sich in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres auf €2,4 Mrd., einem Plus von 15%. Die im August erhöhten Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen. Demnach soll der Umsatz auf €3,0 bis €3,1 Mrd. steigen und das EBIT in der Spanne €228 bis €238 Mio. landen. 2015 hatte Jungheinrich einen Umsatz von €2,75 Mrd. ausgewiesen und ein EBIT von €213 Mio.

Meine Einschätzung
Jungheinrich ist konjunktur- und währungssensibel, kann jedoch immer wieder Rückgänge in Krisenregionen durch Fortschritte in anderen Regionen ausgleichen und sogar überkompensieren. Der Trend zu immer komplexerer Logistik, auch dank des boomenden Internethandels, sorgt für weiterhin volle Auftragsbücher und rentierliches Wachstum beim familiengeführten MDAX-Unternehmen. Für Langfristanleger bleibt Jungheinrich auch nach der erfreulichen Kursentwicklung der vergangenen Jahre weiterhin ein solides Investment. Der letzte Kursrücksetzer scheint sich als gute Einstiegs- bzw. Nachkaufgelegenheit herauszustellen.


▸ Patrizia Immobilien
Patrizia hat 9-Monatszahlen präsentiert und die sind so gut, dass man die bisherigen Jahresprognosen anheben muss. Die ursprüngliche Erwartung eines operativen Ergebnisses von €250 Mio. hat Patrizia Immobilien mit €252,5 Mio Millionen Euro schon nach neun Monaten erreicht. Im Vorjahr lag der Wert noch bei € 112,2 Mio. und wurde somit weit mehr als verdoppelt. Nach der Prognoseanhebung erwartet Patrizia bis zum Jahresende nun €265 Mio.

Auch der Gewinn kann sich mehr als sehen lassen, wurde allerdings durch einen Sondereffekt günstig beeinflusst. Denn man hat den so "Harald"-Wohnungsbestand an die Deutsche Wohnen verkauft, der allein mehr als €200 Mio. einbrachte und sehr lukrativ war. Doch auch ohne diesen Effekt hätte sich der operative Gewinn in den ersten 9 Monaten von €24,1 auf €43,9 Mio. fast verdoppelt.

Beim Ausblick aufs nächste Jahr geht Patrizia von von einem Nettowachstum der Assets under Management (AuM) von €2 Mrd. aus bei einem Gesamttransaktionsvolumen von etwa €4 Mrd. Auf dieser Basis erwartet das Management ein laufendes operatives Ergebnis von mindestens €55 Mio., das aber durchaus auch höher ausfallen könnte, wenn ein höheres Transaktionsvolumen, eine höheren leistungsabhängige Vergütung und/oder die Investition der liquiden Mittel von über €300 Mio. gelingen würde.

Meine Einschätzung
Patrizia Immobilien ist operativ weiterhin erfolgreich unterwegs. Die Transformation vom deutschen Immobilienbestandshalter hin zu einem europaweit agierenden Immobilien-Asset-Manager birgt angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin großes Potenzial für geduldige Anleger. Der Fokus auf institutionelle Investoren trägt Früchte, denn diese haben angesichts ihrer immer weiter zusammenschrumpfenden Zinseinnahmen wenig Alternativen, als sich in neue Anlagen zu begeben, wie den Immobiliensektor. Und hier weist Patrizia Immobilien eine hohe Kompetenz und ausgezeichnete Vernetzung in der Branche auf, die Investoren selbst nicht im Vorbeigehen erwerben können. Daher wählen sie immer öfter Patrizia als kompetenten Partner und vertrauen den Süddeutschen ihr Investmentvermögen an.

Anleger sollten sich nicht von den Kursen zu sehr beeinflussen lassen, sondern vor allem auf die Unternehmensentwicklung schauen. Und hier läuft bei Patrizia alles im Plan und man kommt dem selbstgesteckten Ziel, die Assets under Management (AuM), also das verwaltete Vermögen, auf mehr als €20 Mrd. zu steigern, in großen Schritten näher. Und je mehr AuM Patrizia generiert, desto höher sind die stetigen Einnahmen aus Provisionen und Gebühren, die das eigene Säckel füllen. Unter Umständen dauert es noch ein bisschen, bis die Kurspotenziale gehoben werden und der Aktienkurs seinen langfristigen Aufschwung wieder aufnimmt. Doch Geduld ist ja bekanntlich die oberste Tugend des Investors...


DIC Asset, Jungheinrich und Patrizia Immobilien befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Freitag, 3. Juni 2016

Zahlen & Mehr: Eon, GFT Technologies, Jungheinrich, MBB, Starbucks

:: Eon
Der Eon-Kurs kommt momentan nicht wirklich vom Fleck, auch wenn die Uniper-Abspaltung inzwischen Gestalt annimmt. Nachdem sich herauskristallisiert, dass der Atomkompromiss für Eon zwar teuer wird, aber eben auch kein Fass ohne Boden, sondern ein begrenztes Risiko, richtet sich der Fokus nun auf die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung. Denn es scheint sicher, dass die Aufspaltung in Eon und Uniper sowie die Lasten für den Atomkompromiss nicht mit Bordmitteln zu stemmen sein werden. Allerdings rechnet die Bank of America "nur" mit einem Kapitalbedarf von €2 Mrd., was das Rückschlagspotenzial der Aktie nach unten begrenzen würde.

:: GFT Technologies
Das Unternehmen ist ein IT-Dienstleister mit Spezialisierung auf die Bereiche Finanzdienstleistungen und Logistik, also zwei Sparten, in denen in den nächsten Jahren weitere bedeutende Rationalisierungen anstehen und somit erhebliche Investitionen in die IT-Infrastruktur. Nachdem GFT zu den Highflyern des Jahres 2015 gehörte, hat der Kurs in diesem Jahr kräftig Federn gelassen und knapp ein Drittel nachgegeben von €32 auf knapp €21. Hier sollte sich der Einstieg wieder lohnen, zumal die ERGO-Versicherung, die Versicherungstochter des Rückversicherungskonzerns Munich Re, in den nächsten vier Jahren 2.400 Vollzeitstellen streichen will. Ergo ist hierbei kein Einzelfall, auch andere Versicherungen streichen radikal Jobs zusammen, wie Bei HDI, Talanx, oder Signal Iduna. Ergo will im Gegenzug nicht nur eine reine Online-Versicherung an den Markt bringen, sondern auch €1 Mrd. in die Hand nehmen, um "die veraltete Verwaltung und IT auf Vordermann zu bringen". Der Trend zur Digitalisierung in der Finanzbranche eröffnet GFT einen großen Markt, in dem man heute schon einer der erfolgreichsten Player ist. Auch Hypoport ist hier aussichtsreich positioniert.

:: Jungheinrich Vz.
Beim Gabelstaplerhersteller läuft es weiter wie geschmiert. Während der Hauptversammlung gab der Vorstand auch einen Überblick über das angelaufene Geschäftsjahr und prognostizierte weitere Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Die Hauptversammlung beschloss dann auch einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3, der zeitnah umgesetzt werden soll. Dies sollte dem Aktienkurs - neben der hervorragenden operativen Unternehmensentwicklung, weiter Auftrieb geben.

:: MBB
Bei MBB spielt das Zukunftsthema E-Moblität eine immer größere Rolle, genauer gesagt bei den Töchtern Aumann, MBB Fertigungstechnik und Delignit. Insbesondere der Zukauf der Aumann-Gruppe Ende letzten Jahres katapultiert MBB in neue Dimensionen und das wird dem Kurs noch mehrfach in diesem Jahr neue Schubkraft verleihen. Die Zahlen zum ersten Quartal deuten es bereits an: 30% Umsatzzuwachs (€78 Mio. nach €60 Mio.), EPS im ersten Quartal bei €0,56 je Aktie nach €0,47 im Vorjahresquartal. Und die bisherige Prognose für das Gesamtjahr setzt MBB (noch!) mit €2,00 an. Würde man die €0,56 einfach linear auf das Jahr fortschreiben, würde dies jedoch €2,24 je Aktie bedeuten, also 12% oberhalb der bisherigen Prognose. Ich habe daher zuletzt bei MBB meine Position knapp unter €30 ausgebaut und sehe hier noch einiges an Potenzial; das Chance-Risiko-Verhältnis ist bei MBB weiterhin ausgezeichnet.

:: Starbucks
Die Aktie von Starbucks ist hoch bewertet, aber sie verzeichnet auch nimmer noch hohes Wachstum. Daher ist sie nicht zu teuer. Zuletzt gab der Kurs deutlich nach, weil Starbucks nur Zahlen im Rahmen der Erwartungen präsentiert hatte und nicht - wie gewohnt - die Erwartungen übertraf. Zuletzt ging man eine Kooperation mit dem weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev ein, um künftig beim Vertrieb von Fertiggetränken der Tee-Tochter Teavana zusammenzuarbeiten und hier ähnliche Erfolge zu erzielen, wie bei den Kaffeefertiggetränken. Der Markt für trinkfertige Tees habe in den USA ein Volumen von $1,1 Mrd. pro Jahr und wachse mit durchschnittlich 10 Prozent. Das aktuelle Kursniveau bietet sich als Nachkaufgelegenheit an, weil der Wachstumsmotor bei Starbucks kein bisschen stottert, sondern weiter an Fahrt aufnimmt.

Eon, GFT Technologies, Hypoport, Jungheinrich Vz., MBB und Starbucks befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 11. August 2015

Jungheinrich kauft zu und erhöht die Prognosen

Die Hamburger Jungheinrich AG, weltweit drittgrößter Hersteller von Flurförderfahrzeugen, hatte 2014 ein Rekordergebnis erzielt und die Entwicklung geht nahtlos so weiter, wie die Halbjahreszahlen belegen.

Ergebnis je Aktie steigt um 14 Prozent
Der Umsatz wuchs um 10 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR (1,177 Mrd. EUR), wobei sich die positive Entwicklung im zweiten Quartal noch beschleunigt hatte (+13%). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland waren dabei um 7% gestiegen. Das EBIT erreichte im Halbjahr einen Wert von 98,6 Mio. EUR (86,6 Mio. EUR) und lag damit um 14% höher als der Vorjahreswert, das Ergebnis nach Steuern stieg um 15% auf 64,2 Mio. EUR (55,9 Mio. EUR). Dem entsprechend stieg das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 1,92 EUR (1,68 EUR).

Auftragseingang legt weiter stark zu
Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Auftragsbestand. Der Stückzahl bezogene Auftragseingang im Neugeschäft lag mit 49.300 Fahrzeugen um 15% über dem Vorjahreswert, während der wertmäßige Auftragseingang im 1. Halbjahr mit 1,369 Mrd. EUR um 10% gesteigert werden konnte. Dabei sind fast 60% des Anstiegs auf das Neugeschäft zurückzuführen. Folgerichtig stieg auch der Auftragsbestand des Neugeschäfts und zwar um 7% auf 471 Mio. EUR, so dass die Auftragsweite weiterhin 4 Monate beträgt.

Jungheinrich erzielt 25% seiner Umsätze in Deutschland, 64% im übrigen Europa und inzwischen 11% in den übrigen Ländern, darunter China. Hier liegt auch der besondere Wachstumstreiber, denn die Umsatzerlöse außerhalb Europas stiegen um 19%, was insbesondere auf China zurückzuführen ist.

 Jungheinrich AG (Quelle: comdirect.de)
Gebrauchtgerätegeschäft
So wichtig das Neugeschäft ist, auch das Geschäft mit Gebrauchtgeräten und Wartung, Service, Dienstleistungen trägt immer mehr zum Erfolg bei. Bei den Gebrauchtgeräten legte Jungheinrich um 11% zu, beim Kundendienst um 8%.

Vorstand hebt Prognose an
Die guten Halbjahreszahlen und der im zweiten Quartal nochmals stärker zulegende Geschäftsverlauf veranlassen den Vorstand, seine Jahresprognosen anzuheben. Der eigene Umsatz soll bei Jungheinrich im laufenden Jahr nun auf 2,65 bis 2,75 Mrd. EUR (bisher 2,6 bis 2,7 Mrd. EUR) und die operative Gewinnerwartung (EBIT) gibt der Konzern nun mit 195 bis 205 Mio. EUR an (bisher waren 190 bis 200 Mio. EUR erwartet worden).

Zukauf
Neben den operativen Erfolgen vermeldete Jungheinrich auch einen Zukauf, um seinen strategischen Schwerpunkt Logistiksysteme zu verstärken. Mit der MIAS Group, Hamburg, soll das Logistikgeschäft ausgebaut werden. MIAS ist als Anlagenbauer für Lager- und Transporttechnik Weltmarktführer im Marktsegment Lastenaufnahmemittel für Paletten und Spezialist im Bereich Regalbediensysteme. Sie soll als Unternehmensteil unter der eigenständigen Marke MIAS weitergeführt werden.

Einschätzung
Jungheinrich ist ein börsennotiertes Family Business und wächst unaufgeregt und leise. Dafür allerdings stark und erfolgreich, so dass der Wert folgerichtig seit einem Jahr auf meiner Empfehlungsliste steht - die Performance von rund 60% ist äußerst erfreulich, aber kein Grund, sich deshalb zurückzuhalten! Die robuste Wirtschaftslage im wichtigsten Markt Deutschland sorgt für weiterhin rosige Aussichten, der Wachstumstreiber China ist bisher noch nicht groß genug, um wirklich Sorgenfalten auf die Stirn zu treiben. Die Turbulenzen an Chinas Börsen, die Ende des zweiten Quartals ihren Anfang nahmen, und die Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung des Landes dürften auch die Perspektiven von Jungheinrich tangieren und dort etwas eintrüben. Mehr aber auch nicht. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 15 ist die Aktie attraktiv bewertet und aufgrund des starken Wachstums weiterhin aussichtsreich. Für langfristig orientierte Anleger, die auf Qualität mit profitablem Wachstum setzen wollen, bietet sich mit Jungheinrich auch auf dem Rekord-Kursniveau von 68 EUR eine hervorragende Gelegenheit.

Montag, 29. Juni 2015

Investor-Update: GEA, Jungheinrich, MAX Automation, KKR

Im Investor-Update notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Zum heutigen Ausverkauf an den Börsen und einem DAX-Verlust von 3,6% verweise ich auf die Börsenweisheit dieser Woche von Martin D. Sass: "Der Aktienmarkt ist der einzige Markt, vor dem die Leute weglaufen, wenn dort ein Ausverkauf stattfindet".

+ Blackstone Group
Der Euro-Anstieg bot die Gelegenheit, zu 36 EUR noch ein paar weitere Stücke günstig einsammeln zu können.

+ Deutsche Rohstoff
Den Kursrückgang bei der Deutschen Rohstoff AG auf unter 17 EUR habe ich heute morgen im frühen Handel zu einem weiteren Nachkauf genutzt. Die DRAG ist nun die drittgrößte Position in meinem Portfolio nach Blackstone und Aurelius.

+ GEA Group
GEA ist ein deutscher Spezial-Maschinenbauer mit Schwerpunkt in der Nahrungsmittelindustrie. Hier bestehen sehr hohe Eintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber und GEA ist hervorragend im globalen Markt positioniert, glänzt auch mit der einen oder anderen Übernahme. Einzig der hohe Aktienkurs hat mich bisher von einem Engagement abgehalten, aber der Kurs war die letzten Wochen schon etwas zurückgekommen und heute morgen gab es einen weiteren Abschlag von mehr als 8 Prozent. Bei knapp 38 EUR habe ich mich dann bei dem MDAX-Wert nicht mehr bremsen können und eine erste Position aufgebaut.

+ Jungheinrich Vz.
Unglaublich, ich hätte nicht gedacht, dass ich Aktien von Jungheinrich noch einmal deutlich unter 60 EUR sehen würde. Bei knapp über 58 EUR habe ich heute morgen weitere Stücke eingesammelt.

- KKR & Co. L.P.
Nach dem letzten Investor-Update vom 20.06. bin ich von Alex auf einen sehr interessanten Artikel aufmerksam gemacht worden, bei dem Apollo, Blackstone und KKR miteinander verglichen werden. Zwar geht es vordergründig um die Karrierechancen und die Aussicht auf erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, aber die Darstellung fußt auf den Geschäften, die die drei Private Equity Firmen seit der Finanzkrise getätigt haben - und welche stillen Reserven in ihren Beständen schlummern. Diese sind die zu erwartenden Gewinne, die in den nächsten 5 Jahren an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Und Blackstone liegt mit großem Abstand weit vorne in diesem Vergleich. Ich habe daher KKR weiter reduziert und setze aufgrund des größeren Potenzials künftig stärker auf Blackstone.

+ MAX Automation
Eine mittelständische Industrieholding mit dem Schwerpunkt auf Automation und Fertigungsprozessen. Die Beteiligungsfirma gehört inzwischen zur Günther-Gruppe, einer der reichsten Familien Deutschlands, und positioniert sich neu. Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, werden verkauft, neue Beteiligungen werden erworben. Die Zahlen für das erste Quartal 2014 waren aussichtsreich, der Auftragsbestand erreichte neue Rekorde und jüngst wurde eine Neustrukturierung der Fremdfinanzierung bekannt gegeben, die für die nächsten 5 Jahre positive Auswirkungen auf die Ergebnislage des Konzerns von jeweils rund 1 Mio. EUR haben wird. Zum Vergleich: der Jahresüberschuss 2014 lag bei 10 Mio. EUR. Das einstellige KGV für 2016 und die Dividendenrendite von über 3% sehen sehr verlockend aus. Die Dividenden wird übrigens am Mittwoch ausgeschüttet, am Tag nach der Hauptversammlung am 30. Juni. Alles zusammen verlockend genug für mich, um das Kursmassaker heute morgen für eine erste Position zu nutzen.

- / + WCM
Ich habe meinen Bestand an WCM letzte Woche mit erheblichem Gewinn veräußert und werde die Kapitalerhöhung über meine Bezugsrechte voll mitgehen. Ich habe sogar noch Bezugsrechte über die Börse hinzugekauft, weil ich glaube, dass WCM aufgrund der Fokussierung auf Gewerbeimmobilien und der enormen Verlustvorträge die wohl aussichtsreichste Spekulation am deutschen Immobilienmarkt ist. Sobald die Kapitalerhöhung abgeschlossen ist, wird sich der Fokus schnell auf die nackten Zahlen der vielen Neukäufe an Gewerbeimmobilien richten und das Potenzial der Gesellschaft deutlicher werden. Inzwischen wird ja bereits über eine mögliche Aufnahme in den SDAX spekuliert. Ich halte das nicht für abwegig, die Entwicklung gibt das her. Einzig die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der WCM seinen Turnaround vorantreibt, lässt einen manchmal nach Luft schnappen.

.: Cashquote weiter angestiegen - aufgrund des WCM-Sondereffekts
Der von mir zuletzt erwartete Abverkauf an den Börsen findet heute statt und ich habe meine erhöhte Liquidität gezielt zu Käufen genutzt. Dennoch ist meine Cashquote unter dem Strich etwas angestiegen, da ich ja KKR und WCM verkauft habe. Allerdings muss ich ja die Kapitalerhöhung berücksichtigen, was zu einem erheblichen Mittelabfluss führen wird. "Frei" ist also meine erhöhte Cashquote wegen der WCM-Bezugsrechte nur bedingt und unter dem Strich habe ich so gesehen inzwischen weniger Cash zur Verfügung als letzte Woche. Dennoch halte ich weiter Pulver trocken, denn es ist nicht gesagt, dass der heutige Absturz sich nicht die nächsten Tage wiederholen könnte. Denn bzgl. Griechenland und Euro ist noch immer keine finale Entscheidung gefallen, das Gezerre und Gewürge wird weitergehen und die Unsicherheit an den Märkten bestehen bleiben. Und hervorragende langfristige Einstiegschancen bieten in Top-Unternehmen.

Da Famila vorhin meine Euros klaglos gegen Waren eingetauscht hat, macht mir Griechenland  nicht wirklich Sorgen. Denn ob die Griechen künftig weiterhin in Euro zahlen können, betrifft mich in Deutschland allenfalls am Rande...

Freitag, 8. Mai 2015

Jungheinrich bleibt mit Vollgas auf Rekordkurs

Nachdem die Hamburger Jungheinrich AG, weltweit drittgrößter Hersteller von Flurförderfahrzeugen, Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt und dabei und Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT erzielt hatte, wurde im ersten Quartal weiter mächtig Gas gegeben. Der Auftragseingangswert lag bei 666 Mio. EUR und legte damit um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zu, während der stückzahlbezogene Auftragseingang sogar noch deutlicher um 20 Prozent auf 24.500 Fahrzeuge zulegte. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 31. März 2015 mit 451 Mio. EUR um 14 Prozent über dem Vorjahreswert.

Alle Geschäftsbereiche trugen zum starken Wachstum bei, so dass der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 620 Mio. EUR stieg. Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland wuchsen um 3 Prozent und die Umsatzerlöse außerhalb Europas um 9 Prozent. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz lag unverändert bei 10 Prozent, während sich die Auslandsquote von 74 auf 75 Prozent erhöhte.

Um das Wachstum weiterführen zu können, investiert Jungheinrich auch stetig in neue Mitarbeiter und hat im 1. Quartal seine Personalkapazität insbesondere im Vertrieb in Europa weiter ausgebaut. So waren zum 31. März konzernweit 12.740 Mitarbeiter und damit 191 mehr als zum Jahresende 2014 beschäftigt.

Nicht ganz unwesentlich für ein Unternehmen ist allerdings auch, was am Ende unter dem Strich übrig bleibt - gerade die Aktionäre freuen sich über Gewinne. Der Jungheinrich-Konzern hat sein EBIT im 1. Quartal um 5 Prozent auf 42,3 Mio EUR (Vorjahr: 40,2) steigern können. Die Umsatzrendite betrug 6,8 Prozent und lag damit nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert von 7,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich sogar um 7 Prozent auf 27,6 Mio. EUR, so dass dem entsprechend das Ergebnis je Vorzugsaktie im 1. Quartal einen Wert von 0,84 EUR erreichte (Vorjahr: 0,79 EUR).

Jungheinrich belegt mit diesen starken Zahlen, dass der Wachstumskurs unbeirrt fortgesetzt wird und dies weiterhin sehr profitabel. Dem avisierten Umsatzziel von 3 Mrd. EUR im Jahr 2017 kommt das Unternehmen einen weiteren großen Schritt näher und die positive Auftragsentwicklung in den ersten Monaten lässt das nächste erfolgreiche Jahr für Jungheinrich erwarten. Folgerichtig wurde kürzlich die Dividende deutlich um 0,18 EUR erhöht, und zwar auf 0,98 EUR je Stammaktie und 1,04 EUR je Vorzugsaktie. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um 21 Prozent und die Ausschüttung erfolgt am Tag nach dem Beschluss durch die Hauptversammlung am 19. Mai.

Jungheinrich ist ein börsennotiertes Family Business und wächst unaufgeregt und leise. Dafür allerdings stark und erfolgreich, so dass der Wert folgerichtig auf meiner Empfehlungsliste steht. Der jüngste Kursrücksetzer bietet eine hervorragende Einstiegs- und Nachkaufchance für langfristig orientierte Anleger, die auf Qualität mit profitablem Wachstum setzen wollen.

Freitag, 27. März 2015

KKR trennt sich von seinen restlichen Kion-Anteilen

Bei Kion, der ehemaligen Gabelstapler-Sparte des Linde-Konzerns und hinter dem Marktführer Toyota Industries die Nummer zwei auf dem Weltmarkt noch vor der drittplatzierten Jungheinrich AG aus Hamburg, steht eine weitere - und letztmalige - Aktienplatzierung des Großaktionärs Superlift Holding an. Die Eigentümer der Supferlift Holding sind US-Finanzinvestor KKR & Co. und die US-Investmentbank Goldman Sachs, die mit dem Verkauf ihrer restlichen 13,9 Millionen Kion-Aktien ihren Anteil an dem MDax-Unternehmen vollständig abbauen. Die Aktien wurden bei Kursen von 37 EUR "zu Market" börslich platziert.

Die Finanzinvestoren trennten sich seit dem Kion-Börsengang im Jahr 2013 bereits mehrfach von ihren 2006 erworbenen Anteilen. Ihr verringertes Engagement zeigt sich auch in dem Ausscheiden ihrer Vertreter aus dem Kion-Aufsichtsrat zum Jahresende 2014. Nach dem nun vollständigen Exit verbleibt mit der chinesischen Weichai Power ein Großaktionär, der rund ein Drittel der Anteile hält. Durch den vergrößerten Freefloat dürfte sich die Gewichtung Kions im MDAX leicht erhöhen.

Für KKR endet hiermit ein sehr lukratives Engagement und KKR-Aktionäre dürften die letzten Früchte bei der im Mai anstehenden Quartalsdividende ernten. Die letzte, kürzlich ausgeschüttete Zahlung lag bei 0,307 EUR, was einer Dividendenrendite von etwa 1,4 Prozent entsprach. Für 3 Monate, wohlgemerkt! Damit lag KKR allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert, was (in dieser Höhe wohl einmaligen) Abschreibungen auf die Investments im amerikanischen Öl- und Gassektor geschuldet war, die aus dem deutlichen Ölpreisverfall der letzten Monate resultierten.

KKR & Co. und Jungheinrich befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.


Ergänzung vom 30.03.2015
Weichei Power teilte heute mit, man habe seinen Anteil an Kion um weitere 4,95 Prozent ausgebaut und halte nun 38,25 Prozent.

Freitag, 6. März 2015

Jungheinrich erhöht nach Rekordzahlen Dividende um 21 Prozent

Der Hersteller von Flurförderfahrzeugen Jungheinrich hat heute Zahlen vorgelegt für das Geschäftsjahr 2014 und dabei und Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT erzielt. Wie das Unternehmen mitteilte, wuchs der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, um 8 Prozent auf 2.535 Mio. EUR (Vorjahr: 2.357 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) erhöhte sich um 12 Prozent und erreichte mit 193 Mio. EUR einen neuen Höchstwert (Vorjahr: 172 Mio. EUR). Damit hat Jungheinrich seine eigene Prognose für das Geschäftsjahr beim Umsatz voll erfüllt bzw. bei Auftragseingang und EBIT sogar übertroffen. Allerdings enthält das EBIT einen positiven einmaligen Sondereffekt aufgrund der Anpassung des niederländischen Pensionsplanes in Höhe von 6,7 Mio. EUR.

Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG, ist zuversichtlich, mit der starken Performance im abgelaufenen Geschäftsjahr dem avisierten Umsatzziel von 3 Mrd. EUR im Jahr 2017 bereits einen großen Schritt näher gekommen zu sein. Zudem stimme ihn die Auftragsentwicklung in den ersten zwei Monaten zuversichtlich, dass auch 2015 ein erfolgreiches Jahr für Jungheinrich werde.

An der äußerst positiven Entwicklung sollen auch die Aktionäre teilhaben und daher soll die Dividende deutlich um 0,18 EUR erhöht werden, und zwar auf 0,98 EUR je Stammaktie und 1,04 EUR je Vorzugsaktie. Dies entspricht einer Steigerung der Dividende je Vorzugsaktie um 21 Prozent und einer aktuellen Dividendenrendite von 1,85 Prozent. Die Ausschüttung erfolgt am Tag nach dem Beschluss durch die Hauptversammlung am 19. Mai.

Einschätzung
Schon die Zahlen zum dritten Quartal hatten Gutes erwarten lassen und trotz Konjunkturschwäche und Russlandkrise setzt der drittgrößte Gabelstaplerhersteller der Welt seinen Wachstumskurs unbeirrt fort. Und das äußert profitabel. Der Aktienkurs hat zuletzt der guten Entwicklung Rechnung getragen und sich prächtig entwickelt; dabei hat sich der Aufstieg in der Index-Liga vom SDAX in den MDAX sicher nicht nachteilig ausgewirkt. Mit einem KGV von 13 für 2016 ist das Unternehmen angesichts seines profitablen Wachstums dennoch nicht zu teuer und sollte Langfristanlegern weiterhin Freude bereiten.

Jungheinrich befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Jungheinrich steigt in den MDAX auf

Der Hamburger Hersteller von Flurförderfahrzeugen Jungheinrich wird geadelt und steigt in Deutschlands erste Börsenliga auf, genauer: in den MDAX, den Index für die mittelgroßen börsennotierten Gesellschaften. Wie die Deutsche Börse mitteilte, wird Jungheinrich dort die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky Deutschland ersetzen, dessen Streubesitzanteil auf unter zehn Prozent gesunken sei. Die Änderung wird am 4. Dezember umgesetzt.

Jungheinrich befindet sich auf meiner Empfehlungliste.

Donnerstag, 6. November 2014

Starke Zahlen von Jungheinrich sorgen für Auftrieb

Der Hersteller von Flurförderfahrzeugen hat heute Zahlen vorgelegt für das dritte Quartal und nachdem gestern schon der ebenfalls börsennotierte Mitbewerber Kion sehr gute Zahlen präsentierte, konnte man fast schon davon ausgehen, dass es bei Jungheinrich nicht zu negativen Überraschungen kommen sollte. Aber das...

Als konjunktursensibler Wert steht der Staplerhersteller natürlich unter Beobachtung, denn die konjunkturellen Aussichten trüben sich zunehmend ein. So spricht Jungheinrich selbst auch von "ersten Anzeichen von Unsicherheit in der globalen Konjunkturentwicklung", weist aber im gleichen Atemzug drauf hin, dass sich der Weltmarkt für Flurförderzeuge in den ersten neun Monaten des Jahres ein Wachstum von 9 Prozent auf 818.600 Fahrzeuge (Vorjahr: 752.000 Fahrzeuge) aufweisen konnte. Europa, der Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, wies dabei sogar einen Anstieg von 11 Prozent auf. Dem entsprechend liegt der Auftragseingang um 8 Prozent über Vorjahreswert und die Auftragsreichweite macht nun 4 volle Monate aus.

Die nackten Zahlen
Die Umsatzerlöse lagen im 3. Quartal 2014 mit 615 Mio. EUR um 10 Prozent über dem Vorjahreswert (560 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2014 stieg der Konzernumsatz um 9 Prozent auf 1.792 Mio. EUR (Vorjahr: 1.638 Mio. EUR).

Der stark gestiegene Konzernumsatz ist im Wesentlichen auf die deutlich überproportional gestiegenen Erlöse im Neugeschäft zurückzuführen. Die Umsätze bei Miet- und Gebrauchtgeräten sowie im Kundendienst entwickelten sich im 3. Quartal ebenfalls sehr positiv. In den ersten neun Monaten 2014 erzielte der Jungheinrich-Konzern im Neugeschäft eine Umsatzsteigerung von 14 Prozent auf 966 Mio. EUR (Vorjahr: 846 Mio. EUR). Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 9 Prozent auf 315 Mio. EUR (Vorjahr: 290 Mio. EUR). Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 4 Prozent auf 540 Mio. EUR (Vorjahr: 517 Mio. EUR). Das Finanzdienstleistungsgeschäft trug mit einem um 8 Prozent gestiegenen Umsatz von 427 Mio. EUR (Vorjahr: 396 Mio. EUR) ebenfalls zum Wachstum bei.

Der Jungheinrich-Konzern hat das EBIT im 3. Quartal 2014 um 12 Prozent auf 46,8 Mio. EUR (Vorjahr: 41,8 Mio. EUR) gesteigert. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stieg das EBIT um 8 Prozent auf 133,4 Mio. EUR (Vorjahr: 123,9 Mio. EUR). Die Umsatzrendite lag bei 7,4 Prozent (Vorjahr: 7,6 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern legte im 3. Quartal 2014 um 16 Prozent auf 31,1 Mio. EUR zu (Vorjahr: 26,8 Mio. EUR) und verzeichnete kumuliert einen Anstieg um 14 Prozent auf 87,0 Mio. EUR (Vorjahr: 76,1 Mio. EUR). Entsprechend ergab sich nach neun Monaten ein Ergebnis je Vorzugsaktie von 2,59 EUR (Vorjahr: 2,27 EUR).

Bewertung
Asien entwickelt sich immer mehr zum Wachstumstreiber, doch gerade in der Kernregion Deutschland läuft es für Jungheinrich absolut rund. Nun könnte man meinen, dass das im Verhältnis zum Neugeschäft etwas weniger stark zunehmende Service- und Reparaturgeschäft negativ zu werten seien, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Das starke Neugeschäft wird auch künftig im Bereich Wartung- und Reparatur zu hohen Wachstumsraten führen, da ja mehr Fahrzeuge verkauft wurden. Und diese Sparte wird noch deutlich ausgebaut. So werden die Kapazitäten im Aufarbeitungszentrum in Dresden bis 2018 auf 8.000 Fahrzeuge jährlich annähernd verdoppelt werden. Nach Schätzung der Berenberg Bank fährt Jungheinrich inzwischen rund 85 Prozent seiner Gewinne mit Serviceleistungen ein und der Serviceanteil mache bereits 40 Prozent vom Umsatz aus. Es zahlt sich eben aus, dass rund 40 Prozent der Geräte verleast werden und somit dem Jungheinrich-Service unterstehen.

Fazit
Im August hatte ich Jungheinrich erstmals unter die Lupe genommen und hatte den Wert zu 42,75 EUR auf die Empfehlungsliste genommen. Im Zuge der allgemeinen Konsolidierung an den Börsen hat auch dieser Aktienkurs kräftig nachgegeben und ist bis auf knapp unter 40 EUR gefallen. Inzwischen hat er sich deutlich erholt und strebt gen Norden. Angesichts der mehr als guten Zahlen und der hervorragenden Aussichten sollten Aktionäre noch lange Freude an ihrem Unternehmen und dem Kurs seiner Aktien haben. Mit einem 2015er KGV von 11,5 und einer 2014er Dividendenrendite von 2,1 Prozent ist der Titel weiterhin kaufenswert für Langfristanleger.

Jungheinrich befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Montag, 11. August 2014

Jungheinrich: mit diesen Hochstaplern lässt sich gut Geld verdienen!

Die 1953 gegründete Jungheinrich AG aus Hamburg notiert im SDAX und ist in den Bereichen Intralogistik und Maschinenbau unterwegs. Sie ist weltweit die Nummer 3 im Gabelstapler-Markt und in Europa die Nummer zwei. Vor ihr rangiert die ebenfalls deutsche Kion (ehemaliges Linde-Staplersegment) und an der Weltspitze liegt Toyota. Zusammen mit dem US-Hersteller Hyster-Yale machen die 4 Unternehmen rund die Hälfte des Weltmarktes unter sich aus.

Dabei ist der Abstand zur Nummer 2 schon recht deutlich, denn Jungheinrich verzichtet bewusst auf Übernahmen, sondern kauft allenfalls Technologie zu. Man bevorzugt organisches Wachstum und hat hier in den vergangenen Jahren mehr als 100 Mio. EUR investiert. Neben den neuen Produkten, die jetzt an den Markt kommen, setzt Jungheinrich auch ganz bewusst auf die Instandsetzung älterer Geräte. So hat kürzlich das 25.000ste Gebrauchtfahrzeug das Aufarbeitungszentrum in Dresden verlassen und die Kapazitäten sollen hier bis 2018 auf 8.000 Fahrzeuge jährlich annähernd verdoppelt werden. Nach Schätzung der Berenberg Bank fahren die Hersteller jedoch inzwischen rund 85 Prozent ihrer Gewinne mit Serviceleistungen ein und hier sind die beiden deutschen Hersteller Kion und Jungheinrich Spitze, denn bei ihnen macht der Serviceanteil bereits 40 Prozent vom Umsatz aus. Es zahlt sich eben aus, dass rund 40 Prozent der Geräte verleast werden und somit dem Jungheinrich-Service unterstehen.

Angriff auf den Boommarkt China
Den Wachstumsmarkt China, mit seinen rund 250.000 Gabelstaplern pro Jahr, nimmt Jungheinrich nun verstärkt in den Fokus, denn bisher bauten die Hanseaten vor allem Stapler mit Elektroantrieb. Doch die Chinesen ordern vor allem Verbrennungsmotor getriebene Stapler und so hat Jungheinrich reagiert und vor kurzem ein neues Werk in der Nähe von Shanghai in Betrieb genommen. Mehr als 10.000 Stapler können hier pro Jahr vom Band laufen, mit Elektromotor, aber auch mit Verbrennungsmotor. Und so soll sich Jungheinrichs Anteil am gigantischen China-Markt in den nächsten Jahren von wenigen tausend Fahrzeugen vervielfachen. Mit einem zusätzlichen Sortiment günstiger Produkte will man den Anteil der Fahrzeuge mit Dieselantrieb während der nächsten fünf Jahre auf zehn Prozent verdoppeln.

Doch auch Nordamerika und Russland sind lukrative Märkte, die Wachstumsraten jenseits der 5 Prozent versprechen - der Russlandbezug könnte daher auch mitverantwortlich für den Kursrutsch der letzten Wochen gewesen sein, denn hier verkauft Jungheinrich seit 1993 Stapler und ist seit 2003 mit einer Vertriebskooperation vor Ort vertreten.


Solide Geschäftsentwicklung
Nur 8 Prozent des Jahresumsatzes von 2,3 Mrd. EUR macht Jungheinrich außerhalb der EU, Tendenz stark steigend. Und man möchte in diesem Jahr bereits den Absatzrekord von 75.000 Gabelstaplern aus dem Jahr 2011 übertrumpfen. Das dritte Quartal 2013 hatte Jungheinrich noch Probleme bereitet. So musste das Unternehmen seine Prognose nach unten korrigieren und hatte Anlaufprobleme im neuen Werk Degernpoint. Davon war im ersten Quartal 2014 nichts mehr zu spüren; der Markt für Flurförderfahrzeuge wächst mit 10 Prozent in diesem Jahr und nach der starken Geschäftsentwicklung samt gestiegenen Auftragsbestand erhöhte der Lagertechnikspezialist Anfang Mai seine Ziele für das Gesamtjahr und es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen seine Prognosen mindestens erfüllen wird. Vorstandschef Hans-Georg Frey hatte kürzlich noch erwähnt, dass es durchaus zu einer weiteren Prognoseanhebung im laufenden Jahr kommen könne.

2013 lag der Umsatz bei 2.289,78 Mio. EUR, in diesem Jahr werden 2.437,88 Mio. EUR angepeilt und 2015 schon 2.562,68 Mio. EUR. Der Gewinn je Aktie soll von 3,15 EUR im Jahr 2013 auf 3,52 EUR auf 2015 dann auf 3,97 EUR steigen, was einem 2015er KGV von knapp unter 11 entspricht. Und die Dividendenrendite für 2014 dürfte bei gut 2,3 Prozent liegen, was auch nicht zu verachten ist.

Aktienkurs ist deutlich zurückgekommen
Der Aktienkurs startete zu Jahresanfang bei rund 50 EUR und erklomm im Frühjahr bei 59 EUR seinen Hochpunkt. Seitdem geht es mit dem Kurs bergab, zuletzt beschleunigt dank der allgemeinen Talfahrt an der Börse. Und am Freitag habe ich zugeschlagen für 42,75 EUR, also fast 25 Prozent unter dem Höchstkurs. Doch schon Peter Lynch wusste: "Nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann". Daher waren für meinen Kauf die fundamentalen Daten und die Perspektiven des Unternehmens ausschlaggebend, nicht der Kursrücksetzer. Dieser bietet lediglich die Chance, die Aktien eines gut positionierten Unternehmens zu einem attraktiven Kaufpreis einzusammeln. Und sollten die vorgelegten Zahlen meine Erwartungen bestätigen (oder gar übertreffen), werde ich auf diesem Niveau noch weiter zukaufen. Denn die fundamentalen Daten berechtigen zu deutlich höheren Aktienkursen, wie auch die Kursziele einiger Analystenhäuser ebenfalls vermuten lassen (Bankhaus Lampe: 58 EUR, Warburg Research: 58 EUR, Commerzbank: 62 EUR, Hauck & Aufhäuser: 62 EUR, LBBW: 62 EUR, DZ Bank: 67 EUR). Das entsprechende Kurszielpotenzial läge also zwischen 36 und 56 Prozent.

Ich nehme Jungheinrich auf meine Empfehlungsliste.