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Freitag, 13. März 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Verbio: Bioenergie zwischen Energiewende, Regulierung und geopolitischen Risiken

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 06/2026 vom 11.03.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Daldrup & Söhne, Envitec, Verbio

Freitag, 6. März 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Secunet Security Networks schützt kritische Infrastruktur - mit und gegen KI

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 05/2026 vom 25.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Ionos, Nemetschek, Secunet Security Networks

Freitag, 27. Februar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Nemetschek: Make Bausoftware sexy again

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 05/2026 vom 25.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Ionos, Nemetschek, Secunet Security Networks

Donnerstag, 19. Februar 2026

Last Order: Das Ende der Portfoliochecks

Dies ist mal wieder ein Beitrag in eigener Sache; leider aus einem traurigen Anlass. Seit September 2015 schreibe ich für das damals frisch ins Leben gerufene "Aktien Magazin" von Traderfox und drei Jahre später übernahm ich auch die Kolumne "Portfoliocheck", um über die Veränderungen in den Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit zu berichten. Dazu habe ich mir auch die Investorenbriefe angesehen, in denen die "Börsengurus" ihre Einschätzung zu den Unternehmen abgegeben haben. Das bedeutete immer viel Aufwand, aber vor allem Freude und interessanten Einsichten. Doch damit ist jetzt Schluss!

Nach siebeneinhalb Jahren teilte mir Traderfox-Chef Simon Betschinger nun mit, dass die Portfoliochecks keine hohen Abrufzahlen auf der Website aufweisen und die gemessenen Seitenverweildauern zu gering seien.

Kurz gesagt: der Portfoliocheck überzeugt nicht mehr und wird daher eingestellt.

Montag, 16. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Prem Watsa setzt mit Orla Mining den Goldstandard

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 322. Portfoliocheck schaue ich wieder in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert des Vermögens von Fairfax Financial belief sich allerdings am 30.9.2025 auf 73,3 Mrd. USD wovon 11,8 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Drei Monate zuvor waren es noch 70,3 Mrd. und 10 Mrd. USD gewesen. Watsa hatte also erneut ein sehr erfolgreiches Quartal zu verbuchen. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein Anteil von 27 % an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited, 31 % an Quess Corp Limited, sowie der bestimmende Anteil an Fairfax India.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 3. Quartal 2025 ist interessant: Das Portfolio von Fairfax Financial legte von 1,87 auf 2,06 Mrd. USD ordentlich zu. Watsas Turnoverrate sank von 5 % auf 1 % und näherte sich der Inaktivität. Unter den nun 29 Positionen befinden sich drei Neuzugänge.

Beim früheren Smartphone-Giganten und heutigen Security-Softwareanbieter BlackBerry ist Watsa schon viele Jahre an Bord und begleitete das Unternehmen durch Dick und Dünn. Seit einiger Zeit reduziert er allerdings seine Position und auch zuletzt gab er erneut 13 % seiner Anteile ab. Vollständig getrennt hat er sich von Autohome und Lifeway Foods. Auf der Kaufseite taucht das Modelabel Lululemon Athletica neu auf und auch Dollar Tree, die beide zu den größten Verlierern der letzten Jahre gehörten. Watsa setzt hier wohl auf einen erfolgreichen Turnaround. Zudem hat Watsa seine Position an Kraft Heinz moderat aufgestockt und agiert damit gegensätzlich zu Warren Buffett, der die anstehende Aufspaltung des Konzerns öffentlich kritisiert hat

In Prem Watsas Aktiendepot dominieren Rohstoffwerte mit einem Anteil von 38,5 % vor Energiewerten mit 15 % und dem Gesundheitssektor mit 12,5 %. Knapp dahinter liegen Technologiewerte mit 9,6 % und defensive Konsumwerte mit 9,5 % Gewichtung. Orla Mining sucht nach Gold-, Silber-, Zink-, Blei- und Kupferlagerstätten und ist mit einem Anteil von knapp 30 % Prem Watsas mit Abstand größte Position im Depot. Watsa begann im 3. Quartal 2022 mit seinen Käufen, als die Aktie zwischen 2,40 und 3,70 USD notierte, und stockte bei steigenden Kursen mehrfach deutich seine Position auf. Die erhöhte Aktienanzahl sowie der auf inzwischen über 17 USD gestiegene Kurs machen Orla Mining zum größten und einem der profitabelsten Investment von Prem Watsa in den letzten Jahren – und das liegt nicht alleine am deutlichen Anstieg des Goldpreises. Insgesamt gehören Watsa inzwischen rund 16,75 % an dem Minenunternehmen. Und Watsa sieht hier noch reichlich Potenzial...

-▶ zum Artikel auf aktienmagazin.de

Disclaimer: Habe Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 13. Februar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Eurokai: Europas wohl attraktivster Hafen -und Infrastrukturbetreiber

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 04/2026 vom 11.02.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Eurokai, MBB, Uzin Utz

Dienstag, 10. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Mason Hawkins trennt sich von PayPal – ein bisschen und wohl zu spät…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 333. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Value Investor Mason Hawkins. Flaggschiff der von Hawkins 1975 gegründeter Southeastern Asset Management ist der Hedge-Fonds "Longleaf Partners Funds". Hawkins Anlagestil erinnert stark an den von Warren Buffett und Charlie Munger: er fokussiert sich auf eine überschaubare Zahl von Werten und hält seine Positionen zumeist viele Jahre lang. Dabei machen seine Top-10-Positionen oft mehr als die Hälfte des Portfolios aus und er investiert gern antizyklisch, setzt also auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht angesagt sind an der Wall Street. Oder auf Unternehmen, die nicht als die großen Profiteure von Megatrends wahrgenommen werden und daher nicht auf dem Radar des Marktes auftauchen. Daher finden sich in seinem Portfolio nur selten Aktien aus dem Hochtechnologiebereich, sondern eher Werte aus den klassischen Sektoren der "Old Economy".

Im 3. Quartal 2025 lag Mason Hawkins Turnoverrate mit 19 % wieder atypisch hoch. Unter seinen aktuell 49 Depotwerten finden sich sechs Neuzugänge. Der Wert seines stark fokussierten Portfolios sank im Quartal marginal von 1,98 auf 1,96 Mrd. USD. Die drei größten Beteiligungen machen rund 21 % aus, während es die fünf Schwergewichte auf gut 30 % bringen. An der Spitze von Hawkins Portfolio halten sich zyklischen Konsumwerte mit einer Gewichtung von 21,5 % vor defensiven Konsumwerten mit 14 %, Immobilienunternehmen mit 13 %, Kommunikationsdiensten mit 11,5 % und dem Gesundheitssektor mit 11 %. Es schließen sich Industriewerte mit 9,5 % an vor Energieunternehmen, die es noch auf 8 % bringen nach zuvor 11 %. Schlusslichter bilden Technologiewerte mit 6 %, Finanzunternehmen mit 5 % und Rohstoffwerte mit 1 %.

Neu eingestiegen ist Hawkins bei Rayonier, die über 2 Mio. Morgen Waldfläche in den Vereinigten Staaten besitzen und verwalten. Damit ist das Unternehmen einer der größten privaten Grundbesitzer in Nordamerika und da Rayonier als Real Investment Trust (REIT) organisiert ist, muss es keine Bundessteuern auf Erträge aus Holzernteaktivitäten zahlen. Ebenfalls ganz neu im Portfolio ist Avantor, ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Biopharma, Gesundheitswesen, Bildung und Behörden. Beim Zahlungsdino PayPal stutzte Mason Hawkins nur ganz moderat. Das Unternehmen steht schon länger unter Druck, weil das Wachstum stagniert und man technologisch den Anschluss verpasst zu haben scheint. Vor zweieinhalb Jahren wurde mit Alex Chriss ein neuer CEO ernannt und der krempelte das Unternehmen völlig um. Der Fokus lag wieder auf Innovation, Profitabilität und Kundenerfahrung, doch die Umsätze blieben hinter den Erwartungen zurück und die jüngsten Quartalszahlen sorgten für einen ohrenbetäubenden Aufschrei. Mit Folgen...

An der Spitze des Portfolios bleibt unangefochten das Erdgasunternehmen CNX Resources, an dem Hawkins über 3,5 % der Anteile hält. Auf Rang zwei folgt erneut Mattel und neuer Drittplatzierter ist die Neuerwebung Rayonier vor Ketchup-König Kraft Heinz und dem auf den fünften Rang durchgereichten Incubator IAC.


Disclaimer: Habe IAC, PayPal auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 5. Februar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Limes Schlosskliniken: Stressfreie Renditen – mit Stress

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 03/2026 vom 28.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: JDC Group, Limes Schlosskliniken, Zeal Networks

Montag, 2. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verdoppelt seinen Einsatz bei Corning. Glasklar...

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 332. Portfoliocheck blicke ich wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er bevorzugt günstige und gute Unternehmen, die im Idealfall einen Katalysator aufweisen, damit absehbare Erfolge möglichst zeitnah eintreten. Auch deshalb setzt er gerne auf Sondersituationen, wie zum Beispiel Spin-offs. Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 3. Quartals 2025 hatte Joel Greenblatts Portfolio von Gotham Capital einen Wert von 23,0 Mrd. Dollar nach 16,7 Mrd. im Vorquartal. Er hielt 1.678 Werte, darunter 186 Neuaufnahmen und seine Turnover-Rate ist mit 27 % weiterhin überdurchschnittlich hoch. Der erneute starke Zuwachs im Anlagevolumen dürfte auch wieder auf einen signifikanten Zufluss neuer Investorengelder zurückzuführen sein.

Der erneute starke Zuwachs im Anlagevolumen dürfte auch wieder auf einen signifikanten Zufluss neuer Investorengelder zurückzuführen sein. Amedisys und Ansys haben sein Depot verlassen, da beide Unternehmen übernommen und anschließend delisted wurden. Amedisys wurde von Optum übernommen, einer Tochter des US-Krankenversicherungsriesen UnitedHealth, und Ansys wurde von Synopsys aufgekauft. Abgesehen hiervon dominieren die Käufe bei Greenblatts Transaktionen. Dabei setzt er neben Einzelwerten auch weiterhin auf einen breiten Marktaufschwung und hat dem entsprechend seine bevorzugten S&P 500-ETFs weiter aufgestockt. Parallel dazu erhöhte er auch das Engagement bei Apple, Nvidia und Amazon. Alle drei Werte gehören zu den sogenannten "Magnificent 7" und dominieren mit ihrer hohen Gewichtung den S&P 500 Index, so dass Greenblatt hier sein Engagement gleich doppelt hochgefahren hat. Nicht zum ersten Mal und bisher hat er damit ein ziemlich gutes Näschen bewiesen.

In Greenblatts breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 18 % vor Industriewerten, die es auf eine Gewichtung von 11,3 % bringen, und zyklischen Konsumwerten mit 10 %. Der Gesundheitssektor folgt mit 8 %, dahinter liegen die Finanzwerte mit 5,5 % vor Kommunikationsdiensten und defensiven Konsumwerten mit jeweils rund 4 % Gewichtung.

Die fünf größten Positionen in Greenblatts Portfolio haben sich erneut nicht verändert und bringen es zusammen auf annähernd ein Viertel seines Anlagevolumens. Neben seinen drei bevorzugten ETFs finden sich hier auch die beliebten Technologierschwergewichte Nvidia und Apple wieder, doch der SPDR S&P 500 ETF mit mehr als 16 % Anteil die mit großem Abstand gewichtigste Beteiligung dar. 

Die Aktie von Corning rangiert nicht unter den Top-Werten in Greenblatts Portfolio. Dabei ist sie mit inzwischen 85 Mrd. USD Börsengewichtung kein kleiner Brocken mehr und nachdem sich der Kurs auf Sicht von 12 Monaten mehr als verdoppelt hat, gewinnt das Unternehmen zunehmend an Aufmerksamkeit. Und das zu Recht. Denn das bereits 1851 gegründete Unternehmen ist bekannt für sein Spezialglas, die es in verschiedenen Zukunftsbranchen wie optischer Kommunikation, Displaytechnologien, Umwelttechnologien, Spezialmaterialien und Biowissenschaften einsetzt. So richtig geht es aber im Bereich KI-Rechenzentren ab, wo Cornings eigens hierfür entwickeltes Glasfaserkabel "Contour" ganz neue Maßstäbe setzt. Und der jüngste Megadeal mit Meta entfacht noch mehr Fantasie...


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Nvidia auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 29. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] JDC Group: Dieses InsurTech bietet zweistellige Wachstumsraten – und mehr

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 03/2026 vom 28.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: JDC Group, Limes Schlosskliniken, Zeal Networks

Montag, 26. Januar 2026

Kissigs Portfoliocheck: SaaS ist sowas von out - und doch investiert Akre gerade jetzt in CCC Intelligent Solutions

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 331. Portfoliocheck schaue ich wieder einmal bei Akre Capital Management. Value Investor Charles T. Akre hatte sie bis zu seinem Ausscheiden Ende 2020 geleitete und seitdem führen Chris Cerrone und John Neff die Geschäfte. Doch Akres Erfolgsprinzipien bleiben weiterhin die Basis der Entscheidungen. Die nötige Sicherheitsmarge bestand für Akre nicht zuvorderst in einem niedrigen Einkaufspreis, sondern er suchte nach Unternehmen mit bestimmten Kriterien: Gutes Management mit nachgewiesenen Erfolgen, wesentliche und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen (ökonomischer Burggraben), langfristigen Wachstums- und Reinvestitionsmöglichkeiten, attraktivem Kaufpreis im Verhältnis zu den vom Unternehmen generierten Cashflows. Neudeutsch formuliert setzte Chuck Akre bevorzugt auf 'Compounding Machines'. Chuck Akre strebte nach einer hohen Kapitalrendite, indem er den Free Cashflow ins Verhältnis setzt mit dem eingesetzten Kapital. Dabei investierte Akre stets nach derselben Maxime wie Charlie Munger: ohne hektische Betriebsamkeit, lieber zweimal nachdenken, bevor man nichts tut. Und als Anhänger des 'Focus Investing' konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 3. Quartal 2025 agierte Akre erneut mit der bekannten ruhigen Hand, wenngleich die Turnoverrate auf 5 % anstieg. Beim Medizintechnikspezialisten Danaher halbierte Akre seine Position, doch mit den zwischenzeitlich erfolgten Spin-offs von Fortive, Envista und Veralto ist Danaher eines der erfolgreichsten Investments - obwohl der Kurs noch immer weit unterhalb seiner Höchststände aus dem Corona-Boom 2021 liegt. Ebenso stark baute Akre seinen Bestand an American Tower ab, doch bei seiner ehemals größten Position ist er schon seit einiger Zeit auf der Verkäuferseite. Des Weiteren stieß Akre erneut Aktien des Serial Acquirers Roper Technologies ab zum drei- bis vierfachen des EInstandskurses. Im Gegenzug wurde die im Vorquartal neu etablierte Position an Fair Isaac massiv erhöht, die den sogenannten FICO-Score ermitteln, was mit unserer Schufa vergleichbar ist. Und dann ist da noch CCC Intelligent Solutions, wo Akre seit Anfang 2024 investiert ist und die Position bei fallenden Kursen immer weiter aufstockt. CCC ist auf die Schaden- und Unfallversicherungsbranche spezialisiert und hauptsächlich in den USA und China tätig und bietet eine cloudbasierte Plattform für den Versicherungssektor, die komplexe Prozesse und Interaktionen digitalisiert und mithilfe künstlicher Intelligenz Arbeitsabläufe wie die Erkennung von Fahrzeugschäden, die Reparaturkalkulation und die Abwicklung von Schadenfällen optimiert. Inzwischen zählen bereits über 35.000 Unternehmen zu CCCs Netzwerk, darunter mehr als 300 Versicherer und 30.500 Reparaturbetriebe sowie zahlreiche Automobilhersteller, Zulieferer und Kreditgeber. Und genau dieses Netzwerk weckt Akres Interesse, denn der Netzwerkeffekt ist einer der wichtigsten Burggrabeneffekte überhaupt.

Akre Capitals Portfoliowert sank in diesem Quartal erneut leicht auf 10 Mrd. USD. Das fokussierte Portfolio enthält unverändert 19 Positionen und es erfolgten dementsprechend keine Neuerwerbungen. Wie Buffett und Munger fand Akre stets großen Gefallen an Finanzwerten und diese machen nun mit 63 % beinahe zwei Drittel des Portfolios aus. Dahinter folgen zyklische Konsumtitel mit 13,5 % Gewichtung vor Technologiewerten mit 11,1 %, Immobilienwerten mit 8,7 %, Gesundheitswerten mit 3,6 % und Industriewerten mit 1,9 %.

Die fünf größten Positionen Mastercard, Brookfield, KKR, VISA und Moody's bringen es zusammen auf 62 % Gewichtung. Dieses Finanz-Quintett führt schon länger Akres Portfolio an, doch nun haben VISA und Moody’s zumindest mal die Plätze getauscht. Die überschaubare Restposition an American Tower ist inzwischen aus Akres Top 10 gefallen, während sich CCC Intelligent Solutions auf Schlagdistanz herangearbeitet hat.


Disclaimer: Habe Brookfield, KKR, Mastercard, Moody's auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 22. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Kann Kontron nun endlich in höhere Sphären vorstoßen?

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 02/2026 vom 15.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Dermapharm, Innoscripta, Kontron

Freitag, 16. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Dermapharm: Küssen Insiderkäufe jetzt auch den Kurs wieder wach?

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 02/2026 vom 15.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Dermapharm, Innoscripta, Kontron

Montag, 12. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Hensoldt: Verteidigung spielt nicht mehr nur defensiv

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 01/2026 vom 08.01.2026

Aktien in dieser Ausgabe: Dürr, Ernst Russ, Hensoldt

Freitag, 9. Januar 2026

[Kissigs Nebenwerte-Analyse] Ernst Russ: Mit Schifffahrt wieder richtig Geld verdienen

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Aktien in dieser Ausgabe: Dürr, Ernst Russ, Hensoldt

Dienstag, 6. Januar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Der wahre Star im Depot von Bill Ackman ist… Brookfield

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 329. Portfoliocheck schaue ich wieder Bill Ackman über die Schulter, einem aktivistischer Investor, der bevorzugt Stammaktien börsennotierter Unternehmen kauft und dann das Management öffentlichkeitswirksam zu Änderungen drängt, damit der Markt den wahren Wert der Unternehmen erkennen kann.

Vor einigen Jahren erweiterte seinen Investorenwerkzeugkasten um neue Strategien und kauft sich heute überwiegend in großartige Unternehmen ein, die über solide Cashflows und einen enormen ökonomischen Burggraben verfügen. Dabei ist sein Portfolio extrem fokussiert auf nur die aussichtsreichsten Qualitätsunternehmen, auf die er dann große Summen setzt. Und wenn er sich irrt, schmeißt er diese Aktien schnell und konsequent aus dem Depot.

Ende des 3. Quartals 2025 hat sich seine Turnoverrate vom dem hohen Level des Vorquartals auf quasi 0 % reduziert, während der Wert seines Aktiendepots deutlich von 13,7 Mrd. auf 14,65 Mrd. USD zulegte. Auf den ersten Blick dominiert hier Langeweile, doch hinter den Kulissen sieht das anders aus. Am Ende des Quartals hielt er 11 bzw. 13 Positionen, darunter eine Neuerwerbung. Bei Nike hatte er im 1. Quartal 2025 seinen Aktienbestand in Call-Optionen getauscht, um so mit weniger Kapitaleinsatz einen größeren Hebel zu erzeugen. Diese hat er im 4. Quartal allerdings restlos verkauft, weil der Turnaround nicht wirklich in die Gänge kommt. Und auch bei Chipotle stieg er inzwischen komplett aus. Doch er machte bereits Andeutungen über ein neues gewichtiges Engagement.

An der Sektorgewichtung hat sich nicht viel verändert. Mit einem Anteil von 29,9 % dominieren weiterhin die zyklischen Konsumwerte vor Technologiewerten mit 20,3 % und der Finanzbranche mit 19,2 %. Dahinter folgen Kommunikationsdienste mit 18,6 %, Immobilienwerte mit 11,4 % und Industrieunternehmen mit weniger als 1 %.

Die größte Position mit gut 20 % Gewichtung ist Ride-Sharing-Anbieter Uber, den Ackman als "eines der am besten geführten und hochwertigsten Unternehmen der Welt" bezeichnete. Dahinter folgt unverändert der kanadische Finanzinvestor Brookfield, der zu den weltweit führenden alternativen Vermögensverwaltern zählt und inzwischen Assets im Volumen von deutlich mehr als 1 Billion Dollar verwaltet - und zu dem inzwischen auch Oaktree gehört, die Vermögensverwaltungsgesellschaft von Starinvestor Howard Stanley Marks. Kürzlich gab es einen Aktiensplit und der Aktienkurs notiert auf Allzeithochniveau, sodass Ackman hier allen Grund zur Freude hat, zumal es gute Argumente für eine Fortsetzung dieser Entwicklung gibt. Das gilt auch für die Google-Mutter Alphabet; kombiniert bringen es die A- und die C-Aktien auf rund 18,5 % Gewichtung in Ackmans Depot. Und dann schließt sich Howard Hughes Holdings an, bei der Bill Ackman inzwischen das Ruder übernommen hat, um aus dem Immobilienentwickler eine "moderne Berkshire" zu formen.

Aber Ackmans 13F offenbart nur seine börsennotierten US-Beteiligungen. Gewichtige Investments hält er auch an Universal Music Group sowie den beiden gestrauchelten Hypothekenriesen Fannie Mae und Freddie Mac. Und (auch) hier geraten die Dinge in Bewegung...


Disclaimer: Habe Alphabet, Berkshire, Brookfield, Howard Hughes, Uber auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 26. Dezember 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Secunet Security Networks: Hier fährt man mit Sicherheit richtig gut

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Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 23/2025 vom 17.12.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Allgeier, Bechtle, Secunet Security

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Kissigs Portfoliocheck: Amphenol ist Steve Mandels neuer Wachstumsstar

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 328. Portfoliocheck führt mich erneut zu Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten "Tiger Cubs", den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Mit seinem Fokus auf Wachstumsunternehmen erzielte Mandel seit der Lone Pipe-Gründung 1997 über viele Jahre hinweg eine durchschnittliche Rendite von über 20 % pro Jahr. 2019 schied er aus dem aktiven Management aus und fungiert seitdem als Managing Director des Unternehmens. Mit dem Börseneinbruch Ende 2021 und dem Ausverkauf im Technologiesektor dank der stark gestiegenen Notenbankzinsen ging auch Lone Pines Erfolgsserie zu Ende. Die aggressive Strategie wurde überdacht. Man setzt zwar weiterhin auf stark wachsende Unternehmen, jedoch wird nun viel mehr Wert auf Profitabilität und Marktdominanz gelegt - und diese angepasste Strategie zahlt sich aus.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 3. Quartal 2025 mit 28 % erneut sehr hoch und lag auf dem Niveau des Vorquartals. Unter den 28 Werten in seinem Portfolio finden sich acht Neuaufnahmen. Mit Intuit, Salesforce und ASML hat er drei prominente Unternehmen vollständig verkauft und auch beim wankenden Krankenkassenunternehmen UnitedHealth zog er den Stecker. Darüber hinaus reduzierte er seine Position bei Amazon um knapp 45 %. Im Gegenzug ging eine Reihe neuer Engagements ein. So initiierte er eine Position bei Broadcom, engagierte sich beim brasilianischen FinTech Nu Holdings und nahm mit Amphenol einen weltweit führenden Herstellern von Verbindungs-, Sensor- und Antennentechnologien auf.

Lone Pines Portfoliowert sank in diesem Quartal von 14,1 auf 13,7 Mrd. USD. Neuer Spitzenreiter sind zyklische Konsumwerte mit einem Anteil von 24,2 % vor Finanztiteln mit 21,3 % und den bisher führen Technologiewerten mit 19,3 %. Es folgen Kommunikationsdienste mit 12,9 % vor Versorgern mit 10,4 %, bevor sich defensive Konsumwerte mit 5,5 %, Energieunternehmen mit 3,3 % und Rohstofffirmen mit 3,1 % anschließen. Den Gesundheitssektor hat Mandel komplett rausrotiert.

An der Spitze haben Meta Platforms und Vistra die Plätze getauscht, während Amazon und Microsoft durch die Teilverkäufe einige Plätze verloren haben. Und so ist Taiwan Semiconductor nun neuer Drittplatzierter vor AppLovin und LPL Financial. Die drei Top-Werte bringen es zusammen auf rund 20 % Gewichtung und die Top 5 auf über 30 %. Auch dahinter gab es einige Bewegung und so präsentiert sich Steve Mandels Portfolio als fokussiert, aber dennoch branchendiversifiziert. Eine durchaus gelungene Mischung...


Disclaimer: Habe Amazon, Amphenol, Broadcom, Intuit, Meta auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Bechtle: Nachhaltiges Wachstum im digitalen Zeitalter

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 23/2025 vom 17.12.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Allgeier, Bechtle, Secunet Security

Montag, 15. Dezember 2025

Kissigs Portfoliocheck: SpaceX will an der Börse durchstarten und Starinvestor Ron Baron hebt milliardenschwer mit ab

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 327. Portfoliocheck schaue ich erstmals Ron Baron über die Schulter, der seinen Fokus auf Aktien von kleinen und mittleren Wachstumsunternehmen richtet, die über ein weiteres großes Wachstumspotenzial verfügen und sich in gut zu verteidigenden Nischenmärkten bewegen. Sie müssen über einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil aufweisen, wie zum Beispiel eine etablierte starke Marke mit hoher Kundentreue. In diese Unternehmen investiert Baron, wenn sie zu einem attraktiven Preis zu kaufen sind und und er eine Wertverdopplung innerhalb der nächsten fünf oder sechs Jahre für wahrscheinlich hält. Einen Verkauf zieht er hingegen nur dann in Betracht, wenn sich die Aussichten nach seiner Einschätzung negativ verändert haben und seine Favoriten kein ausreichendes langfristiges Wachstumspotenzial mehr aufweisen. Er übt sich also in der Kunst, nicht zu verkaufen, während er seinen Wachstumsunternehmen die nötige Zeit gibt, ihre Potenziale voll zu entfalten. Dabei konzentriert er sein Portfolio auf die aussichtsreichsten Unternehmen, streut aber gerne über mehrere Branchen. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Baron anhaltendem überdurchschnittlichen Erfolg. Und der kann sich sehen lassen: der Baron Partner Funds erzielte zwischen 1996 und 2020 eine herausragende Rendite von 15,6 % pro Jahr.

Im 3. Quartal 2025 lag Ron Barons Portfoliowert mit 37,7 Mrd. Dollar leicht über den 36,9 Mrd. aus dem Vorquartal und verteilte sich auf 330 Positionen. Ron Baron initiierte 37 Neuaufnahmen, doch seine Turnoverrate lag bei überschaubaren 5 %. Die fünf Top-Werte stehen für rund 30 % seines Depots und haben ihre Gewichtung damit um zwei Prozentpunkte ausgebaut. (Branchen-) Diversifikation trotz Fokussierung auf einige wenige Unternehmen ist einer der Schlüssel zu Ron Barons anhaltendem überdurchschnittlichem Erfolg. Die im letzten Quartal eher verhaltene Ausbeute erklärte Ron Baron mit seiner Aktienauswahl im Bereich IT- und Kommunikationsdienstleistungen, die für etwa drei Viertel der Underperformance in diesem Zeitraum verantwortlich war.

Bei seinem Top-Wert Tesla nahm Ron Baron erneut Gewinne mit und reduzierte seine Position um 8,2 %. Chart Industries verkaufte er komplett und Iridium Communications steht mit einer Positionsverringerung um 92 % wohl ebenso vor dem Exitus wie Dayforce, wo er 78 % seiner Anteile abstieß. Während die Verkäufe überwogen, nahm Ron Baron auch leichte Aufstockungen vor, vor allem bei Gartner und MSCI.

In Ron Barons Portfolio liegen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einem Anteil von 30,9 % an der Spitze, vor den zweitplatzierten Finanzwerten mit 20,2 %, die ihren Abstand auf die Technologiewerte mit 18,6 % Gewichtung nochmals leicht ausbauen konnten. Dahinter folgen Immobilienwerte mit 8,9 % vor Gesundheitswerten mit 8,4 %, bevor sich Industrieunternehmen mit 7,8 % Gewichtung anschließen und Kommunikationsdienste mit 4,0 %. Die Reihenfolge hat sich nicht verändert und die Gewichtungen verschoben sich nur in geringem Umfang.

Tesla hält sich an der Spitze und trotz des erneuten Teilverkaufs konnte die Gewichtung dank eines Kurszuwachses im Quartal von rund 40 % sogar von 11,2 auf 14,1 % zulegen. Auf dem zweiten Rang hält sich Spezialversicherer Arch Capital und dahinter folgt weiterhin die Costar Group. Am interessantesten scheint allerdings ein Unternehmen zu sein, das weder bei Ron Barons Transaktionen noch in seiner Portfolio-Übersicht auftaucht: SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk ist bisher nicht börsennotiert – noch nicht. Denn genau das könnte sich bald ändern...


Disclaimer: Habe keines der Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.